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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Bruder Franz und die Frage zu Allerheiligen: Sind Schweine Geschöpfe?

Einer, der sich im Licht verbirgt. So hat Julien Green über seinen Bruder Franz mit Worten aus Dantes Göttlicher Komödie geschrieben. Unvergesslich sind für mich die Zeilen dieses Heiligen, wenn es um Tiere geht:

Daß mir der Hund das Liebste sei, 
sagst du o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu 
der Mensch nicht mal im Winde.

Franz von Assisi mag wohl um die bittere Wahrheit gewusst haben, die er da sagte, eine Wahrheit, die mancher von uns in ganz positivem Sinne auch erfahren hat.
Wer begrüßt uns freudvoller und emotionaler als ein Hund?
Vor meinem inneren Auge tauchen zugleich Bilder aus den Filmen Bertram Verhaags auf, wie Kühe und Rinder auf ihren Bauern zulaufen und ihn begrüßen.
Da ist ein stilles Einverständnis um eine gegenseitige Wertschätzung.
. . .
Mut zu einer sich verändernden Welt

Tatsächlich geht es - hier an Kuh- und Rinderhaltung aufgezeigt - anders:

„Lasst mich Bauer sein, früher war ich Zerstörer“, sagt Franz Josef Kögel und streichelt seine Kühe. „Früher hab ich Hochleistung von ihnen gefordert, sie das ganze Jahr in den Stall gesperrt, mit Kraftfutter und Medikamenten vollgestopft, sie enthornt – bis sie krank wurden.“ Franz Josef Kögel hat umgestellt – sich und seine Kühe: Täglicher Weidegang, nur Gras und Heu als Futter und keine Enthornung mehr. Sie geben zwar weniger Milch, sind aber gesund und leben länger. Genauso denken und handeln immer mehr Bauern im Allgäu und kehren der Hochleistungsmilchwirtschaft den Rücken zu.


ganzer Artikel: hier

Kommentare:

Stefan hat gesagt…

Es gibt zunehmend geöffnete Herzen, und gleichermaßen zunehmend Rohheit. Ändert sich die Relation zugunsten des Mitgefühls?

Es ist meine Hoffnung.

Johannes G. Klinkmüller hat gesagt…

Hallo Stefan,

die Hoffnung teile ich mit Dir.

In der letzten Zeit bewegt sich so viel, so viel Ungutes fliegt auf, kommt ans Licht ... das ist kein Zufall.

Wir leben auf der Erde. Gegenkräfte werden immer da sein und stark.
Die Hoffnung aber ist eine große Kraft, unser Glaube und die Liebe.

Liebe Grüße,
Johannes