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Montag, 26. Januar 2015

Und deine kommenden Konturen dämmern. - Für Rilke sind sinnvolles Arbeiten und Gotteserkenntnis nicht voneinander zu trennen!

Rainer Maria Rilkes Gedicht Werkleute sind wir atmet den Geist wahren Freimaurerseins; es kann uns inspirieren, uns bewusst zu werden, welcher Bedeutung unser Leben zukommt. Dass Rilke selbst wohl kein Freimaurer war, bestätigt mir meine Ansicht, dass, Freimaurer zu sein, eine Existenzweise ist, die es im Grunde seit Beginn des bewussten menschlichen Daseins gibt, eines Daseins, das sich mit der Entwicklung der menschlichen Seelen immer mehr offenbaren konnte.

Arbeit im Geiste früherer Steinmetzbruderschaften führt zu dem, was Rilke schlussendlich konstatiert:
Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister,
und bauen dich, du hohes Mittelschiff.
Und manchmal kommt ein ernster Hergereister,
geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geister
und zeigt uns zitternd einen neuen Griff.
Wir steigen in die wiegenden Gerüste,
in unsern Händen hängt der Hammer schwer,
bis eine Stunde uns die Stirnen küßte,
die strahlend und als ob sie alles wüßte
von dir kommt, wie der Wind vom Meer.
Dann ist ein Hallen von dem vielen Hämmern
und durch die Berge geht es Stoß um Stoß.
Erst wenn es dunkelt, lassen wir dich los:
Und deine kommenden Konturen dämmern.
Gott, du bist groß.
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