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Samstag, 19. Mai 2018

Für Pfingsten gilt: Nah ist / Und schwer zu fassen der Gott. / Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch.


Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brücken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gib unschuldig Wasser,
O Fittiche gib uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehn und wiederzukehren.



So beginnt die Patmos-Hymne Hölderlins, ein Werk, das zu vielen existentiellen Gedanken einlädt, denn keine Frage ist, dass viele Menschen genau dieses Dilemma empfinden, dass Gott doch nahe sein soll, sie aber eine große Distanz zu einer Geistigen Welt empfinden.

Wie damit umgehen?

Hier meine Gedanken zu Hölderlins bemerkenswerten Versen. Gewiss sind sie nicht leicht zu verstehen (ich bemühe mich um Erläuterungen), aber sie geben, finde ich, wertvolle Hinweise und fordern letztendlich zu inneren Stellungnahmen heraus.

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