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Samstag, 13. Oktober 2012

Vögelschwärme sind tanzende Galaxien, sind unsere Gedanken und Seelenflüge.



Noch nie habe ich solch gewaltige Schwärme von Zugvögeln gesehen wie heute (bitte die Bilder großklicken, dann sind die Schwärme besser zu sehen).
Ich befand mich auf einer Wanderung der Würm entlang, um dann über die Felder oberhalb von Merklingen Richtung Malmsheim zu laufen. Gerade dachte ich, wie malerisch Weil der Stadt gelegen ist, als mir ein kleinerer Zugvogel-Schwarm auffiel, der sich wie überschlagende Wellen bewegte, durch Wellentäler glitt und in große Höhen stieg. Es war phaszinierend. Schade, dass er abdrehte und hinter einem Wald verschwand.
Ich wollte schon weitergehen, als ich eines weiteren, allerdings riesigen Schwarmes am Himmel gewahr wurde und wie groß war mein Erstaunen, als ich, aus der gegenüberliegenden Himmelsrichtung kommend, einen zweiten riesigen sah. Ich habe das noch nie gesehen, dass zwei so große Schwärme aufeinanderzufliegen und sich vereinigen. 

Wen wundert es, dass ich noch mehrere weitere sah, darunter auch einen, der die Größe der beiden angesprochenen hatte, allerdings mit diesen nicht identisch sein konnte, denn er kam von Norden über die Kräne der Bosch-Baustelle bei Malmsheim her.
Als ich weiterging, ging mir zum einen durch den Kopf, dass ich irgendwo gelesen hatte, dass der Flug der Zugvögel mit Sexualität zu tun habe. – Das will ich nochmal herausfinden - kann eigentlich nur von Rudolf Steiner oder Omraam Mikhael Aivanhov stammen  :-))
Zum anderen stellte ich mir vor, dass vielleicht auch Galaxien sich so bewegen wie Zugvögel-Schwärme.
Absurd?
Ich finde nicht. Immerhin vereinen sich - wie die beiden riesigen Schwärme - auch Galaxien (leider sprechen die Astronomen von Galaxien-Kannibalismus) und ich stelle mir vor, dass von einer Warte weit außerhalb unseres uns bekannten Kosmos die Galaxien tanzen, ein Tanz, den wir nur unbewusst wahrnehmen können; denn wer sich mitten in der Bewegung befindet, bemerkt womöglich diese Gesamtbewegung nicht, 
Immerhin haben die Menschen jahrtausendelang geglaubt, sie befänden sich auf einem ruhenden Stern, dem Mittelpunkt des Alls; dass wir auf einem Planeten leben, der um eine Sonne kreist, kam bis zur kopernikanischen Wende im Bewusstsein der Menschen nicht vor, höchstens in den Mysterien. Heute wissen wir, wie klein die Erde ist – und doch unsagbar groß und schön.
Als ob der Große Geometer sagen wolle: Sieh das sogenannte Kleine, nur dann weißt Du um das Große!
Hartnäckig hält sich im Übrigen in unserer Sprache das Bild, die Sonne gehe auf und unter.
Dennoch ist es die Wahrheit:
Weil es für die geistige Sonne gilt.

Einfach jedenfalls ist das nicht mit dem Bewusstsein, in Bewegung zu sein. Womöglich geht es dem Bewusstsein unserer Galaxie genauso. Und in deren - die Schätzungen der Wissenschaftler variieren - 100 Milliarden Sonnen sind wir ja ziemlich versteckt und eher am Rand der guten Milchstraße.

Zu gern wäre ich ein griechischer Seher, dann verstünde ich noch die Schrift der Vögelschwärme, die sie in den Himmel schreiben.
Unbewusst verstehen wir es alle.



Dass Zugvögelschwärme unsere Gedanken und Seelenflüge repräsentieren, das wusste schon Philon von Alexandria – und natürlich Goethe ... zu den Gedanken und Seelenflügen ein andermal mehr ... dachte nicht, dass der Post schon bis hierher so lange wird :-))
Jedenfalls hat es eine Bedeutung, dass ich das alles heute sehen durfte.
Wenn ich einschlafe, lasse ich mich von den Vögeln in die Mitte nehmen  :-))

Fortsetzung hier

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