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Sonntag, 24. Mai 2026

Eine neue Medizin für unsere Zeit: Die "Kosmische Heilapotheke"

🧡 Pfingsten 2026 🧡

In dieser, unserer Zeit ändern sich die Systeme des Planeten Erde, die Aufgabe des Planeten Erde ändert sich. Der Planet kehrt in seine Ordnung zurück. Die Lichtwesen aus dem Inneren der Erde melden sich bei immer mehr Menschen. Auch werden die friedliebenden Zivilisationen, die innerhalb der Erde leben, zunehmend mehr Menschen bewusst und verbinden sich mit ihnen.
Den Prozess des Aufstiegs, wie ihn die Erde durchläuft, durchlaufen auch alle Menschen, die guten Willens sind und ein reines Herz und reine Gedanken anstreben. Frauen und Männer beginnen wieder, die Natürlichkeit ihres Geschlechtes wahrzunehmen und in ihrem Leben zu verwirklichen.

In dieser Zeit gewaltiger Veränderungen, in der beispielsweise außerirdische Zivilisationen bereitstehen, den Menschen neue Technologien zu bringen, die das Leben auf der Erde grundlegend verändern und ein mildes Klima bringen werden, brauchen auch die Körper der Menschen mehr ´Kraftstoff´, als ihnen zur Verfügung steht. Deshalb enthält die Kosmische Heilapotheke beispielsweise ein Symbol, das den Körper mit der heilsamen Kraft des Vitaminkomplexes unterstützt, ein Symbol, das den Menschen mit den Mineralien dieser Erde verbindet, ein Symbol, das dem strebenden Menschen reinen Sauerstoff zuführt, gibt es doch immer wieder in dieser Zeit Situationen, die uns förmlich die Luft rauben. Der Leser der Kosmischen Heilapotheke findet Hilfen zur Aktivierung der Selbstheilung, Farbfrequenzen zur Unterstützung des physischen Herzens, Frequenzen zur Heilung seines Lymphsystems, der Drüsen, der Verdauungsorgane, des Bewegungsapparates, Heilfrequenzen für sein Chakrensystem und zur Aufnahme des Christuslichtes und vieles mehr. Insgesamt finden sich 44 Heilsymbole für den Zugang zu feinstofflichen Präparaten der Kosmischen Heilapotheke, ergänzt durch unterstützende Übungen.

Die Plejader schreiben in ihrem Grußwort:
Bis zum Untergang von Atlantis war das menschliche Wesen an die Heilapotheke angebunden, danach wurde euch der Zugang zu ihren Präparaten verwehrt. Tausende von Jahren konntet ihr diese Art der Heilung für euch und andere nicht mehr nutzen. Aber in der jetzigen Zeit, da die Menschheit immer mehr aus 3D aussteigt, hat sich der Zugang für euch erneut geöffnet, und damit ist die Regeneration und Heilung des menschlichen Wesens auf allen Ebenen des Seins wieder möglich.
Ich persönlich habe noch kein Buch - außer vielleicht der Bibel - in Händen gehalten, das spürbar so viel Energie enthält und schon fast zu übertragen scheint, wenn man es in Händen hält. Mein Herzensdank gilt den Plejaden, die in großer Zahl an diesem Buch gearbeitet haben und all den beteiligten Lichtwesen. Ich bin auch sehr froh, dass mit Pavlina Klemm eine Frau dies alles übermittelt, die für mich unter all den Gestalten, die sich auf dem esoterischen Feld tummeln, durch ihre Natürlichkeit und Bescheidenheit herausragt und ich freue mich - soweit ich das wahrnehmen kann -, dass sie diese Natürlichkeit und Bescheidenheit trotz ihrer großen Erfolge - beispielsweise als Spiegel-Bestsellerautorin - bewahrt hat und noch bewahrt.

Noch eine Bemerkung zum Abschluss:
Wiederholt wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass wir uns vor energetischem Arbeiten mit der Erde verbinden. Natürlich kann jeder das auf seine Weise tun. Mir persönlich hilft ein Erdsymbol, das die Plejaden in Pavlina Klemms Lichtbotschaften von den Plejaden mitgegeben haben. Es ist ein von ihnen programmiertes Symbol, und es genügt, es einfach eine Weile anzuschauen. Es heißt dort in Kapitel 6:
Dieses Symbol beschützt euch mit der Kraft der Erde. Es verbindet euch mit der Erde und gibt euch eine Verankerung, die eure Körpermaterie auf diesem Planeten braucht.
Bei jedem eurer Channellingkontakte solltet ihr mit der Erde verbunden sein, weil die Verbindung mit der Erde euch eine erfolgreiche Verbindung mit den Lichtwelten sichert.
Euer Körper braucht bei jedem Channelingkontakt die Sicherheit, dass er geerdet ist und dass eure Seele und euer Geist sich lichtvoll ausdehnen und nach Beendigung des Kontakts wieder erfolgreich in den Körper zurückkehren können.
Wenn der Körper sich nicht geerdet fühlt, gelingt es euch nicht, einen vollständigen Kontakt mit den entsprechenden Wesen oder Welten aufzubauen. Der Körper möchte spüren dass er mit der Erde verbunden ist und dass die Erde ihn vor Einflüssen schützt, die durch ein „unreines“ Channeling auftreten könnten.
Der Körper schützt sich so vor möglichen Schwierigkeiten oder Angriffen von Entitäten, die ihm energetisch vielleicht schaden wollen. Das ist vor allem für diejenigen Menschen wichtig, die sich noch nicht lange damit befassen, wie sie mit den umgebenden Welten in Verbindung treten können.
Wenn ihr gut geerdet seid, ist euer Körper in der Lage, die Augenblicke im Hier und Jetzt in vollem Umfang zu erleben und in eurem Herzen eine riesige Menge an Lichtenergie zu erzeugen. Mit dieser Lichtenergie könnt ihr den lichtvollen Kontakt mit anderen Wesen, euer Channelling, beginnen.
Dank seiner Erdung kann euer Körper dann aus dem Herzen einen starken Lichtstrahl zu den Welten oder Wesen aussenden, die ihr kontaktieren wollt. Und dank des geerdeten Körpers werden eure Zirbeldrüse und euer höheres Bewusstsein sehr gut Nachrichten empfangen können.
All das ermöglicht dieses Heilsymbol.
Dieses Symbol unterstützt euch dabei, die Lichtchakren, die sich unter euren Füßen befinden, stärker zu aktivieren. Die aktivierten, unter euren Füßen befindlichen Lichtchakren empfangen die Weisheit und die Informationen Gaias.
Sie verbinden euch mit den Meridianen und Kristallstrukturen der Erde.
(...) Ihr alle wisst, dass Kristalle eure Zukunft sind.

Dienstag, 12. Mai 2026

🌸 Die Zeit der Karma-Gesetze und der Akasha-Chronik geht zu Ende 🌸

Weil ich noch im Verteiler eines anthroposophischen Zweiges einer bayerischen Stadt bin, erhielt ich kürzlich eine Mail, in der - wie es hieß - mit Freude zu einem Vortrag zum Thema "Zum Verständnis der Karma-Gesetze" eingeladen wurde.

Arme Anthroposophen. 

Ich sehe sie vor mir sitzen, ungefähr 20 Leutchen meist betagten Alters (die jungen Menschen wissen meist intuitiv, warum sie nicht zu Anthroposophen und ihren Vorträgen gehen). Vorne steht ein ziemlich weiser Mann, der fast den ganzen Steiner (ca. 350 Bände) gelesen hat, manche mehrfach, vor allem jene 12 Bände, in deren Titel schon das Wort "Karma" bzw "karmisch" zu finden ist, gewiss aber auch die Bände 9 ("Theosophie") und 13 ("Die Geheimwissenschaft im Umriß"). Vor allem in Band 9 geht es um - so lautet eine Kapitelüberschrift - die "WIEDERVERKÖRPERUNG DES GEISTES UND SCHICKSAL (Reinkarnation und Karma)". 

Darin finden sich u.a. Sätze, die meines Erachtens aus heutiger Sicht so nicht mehr unkommentiert wiedergegeben werden dürfen, sie lauten: 
Als Bewahrerin des Vergangenen sammelt die Seele fortwährend Schätze für den Geist auf. Daß ich das Richtige von dem Unrichtigen unterscheiden kann, das hängt davon ab, daß ich als Mensch ein denkendes Wesen bin, das die Wahrheit im Geiste zu ergreifen vermag. Die Wahrheit ist ewig; und sie könnte sich mir immer wieder an den Dingen offenbaren, auch wenn ich das Vergangene immer wieder aus dem Auge verlöre und jeder Eindruck für mich ein neuer wäre. Aber der Geist in mir ist nicht allein auf die Eindrücke der Gegenwart beschränkt; die Seele erweitert seinen Gesichtskreis über die Vergangenheit hin. Und je mehr sie aus der Vergangenheit zu ihm hinzuzufügen vermag, desto reicher macht sie ihn.
Bevor ich meine Aussage begründe, möchte ich sagen, dass ich keinesfalls ein Steiner-Verächter bin, im Gegenteil, ich schätze ihn und sein Wirken sehr und meine seelische Entwicklung ist von ihm aus meiner subjektiven Sicht sehr positiv beeinflusst worden.
Nun ist es aber so, dass die Erde - gemeint ist jene Erde, deren kosmisch-göttliche Mutter Gaia ist - momentan auf fast atemberaubende Weise ihre Fesseln der Vergangenheit sprengt und in für sie neue kosmische Dimensionen vorstößt, d.h. auch neue Beziehungen zu anderen Sternen und Galaxien aufnimmt, die ihr bisher verwehrt waren, weil sie im Bann dunkler Mächte stand. Sie sprengt - um das momentan gängige spirituelle Vokabular zu verwenden - ihr 3D-Gefängnis, sie löst sich aus der 3. Dimension des Bewusstseins, das geprägt war von Materialismus, Kontrolle und einseitig entweder matriarchalisch oder patriarchalisch geprägten Strukturen, in denen es vorwiegend um Macht über andere ging, und bewegt sich in die 5. Dimension, in die Dimension des reinen Herzens. Auch Menschen gehen diesen Schritt mit, gewiss kein leichter. Alles, was den Menschen an Kompliziertes, nicht oder kaum Durchschaubares, Beschwerendes, mithin niedrig Schwingendes bindet, muss durchschaut werden, um zu unserem Wesen ursprünglicher Einfachheit, Natürlichkeit und Verspieltheit zurückzukehren.
Das ist bisher für viele ein langer Weg gewesen, oft über Jahrzehnte, aber er musste von einer bestimmten Anzahl von Menschen gegangen werden, damit eintreten kann, was nun eintritt. Viele von uns haben ganz ganz wertvolle Arbeit geleistet und tun es immer noch, immer auch noch zum Teil unter den Bedingungen von 3D. Aber nicht wenige unter uns haben gelernt zu switchen zwischen 3D und 5D, halten es aus, dass sie in ihrem Leben immer noch zeitweilig unter 3D-Bedingungen leben, sei es in ihrer beruflichen Situation, in bestimmten Beziehungen, wo auch immer. Doch wissen sie dann und akzeptieren, dass das momentan so nicht anders sein kann; zugleich haben sie in ihrem Leben sich 5D-Räume geschaffen, in denen sie Kraft schöpfen und auftanken können, sei es, weil sie mit liebevollen Menschen zusammen sein können oder in Gemeinschaft treten mit kosmischen Wesen.

Viele, sehr viele lichtvolle Kräfte aus dem Kosmos, seien es die Plejaden, die Hathoren oder Mitglieder unserer wahren, unserer kosmischen Familie umgeben uns und unterstützen uns, wenn wir diesen Weg gehen, der ja begleitet ist von unglaublichem Lärm, der, wenn wir auch Abstand nehmen, uns noch zu beeinflussen sucht, ein Lärm und ein Getöse, das u.a. und ganz besonders ein Donald Trump - einer der größten Narzissten, der je auf der Erde lebte und der es sich zum Markenzeichen gemacht hat, mit diesem Narzissmus auch noch zu protzen - inszeniert, der momentan durch seinen Krieg gegen den Iran, der ja selbst von einer tief dunklen Energie gefangen ist, die ganze Welt in Turbulenzen stürzt, wobei er noch tatkräftig durch einen Putin und seinen mehr als vier Jahre währenden Krieg gegen die Ukraine unterstützt wird.

Das wird noch eine Weile anhalten, wenn wir auch am Beispiel Ungarns sehen, auf welch unglaublich drastische und eindrückliche Weise ein dickhalsiger Despot wie Viktor Orban einfach bis auf seine Wurzeln hin hinweggefegt wird. - So wird es bald noch anderen gehen.

Ich komme zurück auf das Steiner-Zitat und vor allem den letzten Satz daraus. Gewiss ist es so, dass es immer Menschen gab, die durch ihre Existenz und ihr Wirken die karmischen Gesetze transzendierten, weil sie mit dem Licht ihrer Seele hinauswiesen über die auf der Erde gültige 3D-Wirklichkeit und es ist durchaus berechtigt, dass ein Steiner in seinen Vorträgen zum Karma auf sie verwies, sei es eine Jungfrau von Orleans, ein Gilgamesch, ein Aristoteles und andere. Wir können aber heute sehen, dass mehr und mehr Menschen eine Wirklichkeit in ihr Leben hineinbringen, die die 3D-Wirklichkeit sprengt und die zurückkehren zu einem wahren menschlichen Wesen als einem freundlichen, herzlichen, liebevollen Geschöpf, das andere und sich selbst ehrt.
Im Rahmen dieses Geschehens verliert die 3D-Vergangenheit ihre Macht und Bedeutung. Und es ist heute nicht mehr, wie es Steiner tut, angemessen zu sagen, dass die Seele ihren Gesichtskreis erweitert durch Eindrücke aus der Vergangenheit. Gewiss ist die Wahrheit ewig, wie Steiner schreibt, aber wir sehen heute, dass diese Wahrheit für den, der sie suchte, ständig gegen einen dunklen Ring prallte, den gewisse Kräfte um die Erde installiert hatten. Wir beginnen heute zu ermessen, welchen gigantischen Kampf viele Menschen kämpften, die diesen Ring durchstoßen wollten und ermessen heute, wie unglaublich notwendig es war, dass Christus auf diese Erde kam, so dass einige Seelen diesen Ring durchstoßen konnten.
Entscheidend ist, dass wir aus der 3D-Vergangenheit und ihrer Wirklichkeit nichts, aber auch gar nichts unserem Gesichtskreis hinzufügen müssen. Heute, da wir in dieser Wendezeit leben, würde Steiner sich bezüglich dessen, was er über die Vergangenheit und den Gesichtskreis des Menschen sagt, viel differenzierter ausdrücken. Ich vermute, er hat die Dynamik des augenblicklichen Geschehens nicht vorausgesehen, in zu pessimistischer Konnotation hat er sich an der ein oder anderen Stelle über die Zukunft geäußert, weil er sich nicht sicher war, ob die Menschheit den Sprung zu einem Christusbewusstsein schafft.

Tatsache ist - und davon ist meines Wissens bei Steiner nicht ansatzweise die Rede -, dass die Akasha-Chronik sich aufzulösen beginnt und langsam verschwindet. Sie kam uns lange Zeit wie ein spirituelles Vermächtnis vor, von dem wir wussten, dass nur wenige in ihr lesen konnten und bekanntlich wies Steiner mehrfach darauf hin, wie schwierig es ist, sich in ihr zurechtzufinden - auch er fand nicht alles, was er wollte. Zu finden - und das ist nun entscheidend - sind dort vor allem Ereignisse, die geprägt waren durch die Wirklichkeit der dritten Dimension. 
In ihr waren Situationen verzeichnet, die der Mensch unter normalen Umständen niemals verursacht hätte, sondern nur aufgrund der negativen und manipulierenden Mächte und Wesen. Deren Manipulation und Gemeinheit war sehr stark. 
Im Jahr 2018 erlaubte der kosmische Rat Erzengel Metatron, energetische Felder von Situationen aus der Akasha-Chronik zu löschen, die aufgrund der menschlichen Manipulation entstanden waren.
So schreibt Pavlina Klemm in dem Kapitel "Die natürliche Auflösung der Akasha-Chronik und die kosmischen universellen Chroniken" im Rahmen ihres Buches mit dem Titel "Plejadische Intelligenz".

Einen Satz wie "Die Akasha Chronik war euer einziger Orientierungspunkt in Bezug auf eure Vergangenheit.“, hätte Rudolf Steiner vor 100 Jahren nie schreiben können. Aber dieser Satz macht deutlich, wie sehr die Zeiten sich verändert haben, wie sehr das Bewusstsein gerade in den letzten Jahrzehnten sich gewandelt hat. Die Erde ist aus der energetischen Quarantäne ausgestiegen und es macht in meinen Augen heute keinen Sinn mehr, über den von Steiner dargelegten Karmabegriff Vorträge zu halten. Ein Vortragender könnte ihn heute im Rahmen eines Vortrages zum Karma-Begriff zum Ausgangspunkt seiner Ausführungen machen, um dann zu erläutern, warum er sich auflöst und Gaia und ein Teil der Menschheit Zugang nehmen zu universellen kosmischen Chroniken, die für uns ein faszinierendes Bewusstsein enthalten. Ohne dass es Menschen bewusst ist, hinerlassen sie bereits Abdrücke in diesen kosmischen Chroniken, aber eben nicht mehr in der Akasha-Chronik!

Wer mit einem reinen Herzen anstrebt, auf der neuen Erde unterwegs zu sein, muss sich mit den Gesetzen des Karma nicht mehr befassen, ja, er sollte es gar nicht. Zu einem reinen Herzen hat dieser Begriff keinen Zugang.

Meine Erfahrungen mit Anthroposophen in der letzten Zeit, als ich versuchte, die Inhalte des Manuskriptes der Maria Magdalena zu vermitteln und in diesem Zusammenhang darauf verwies, dass es gut wäre, wenn sich das Verhältnis der Anthroposophie zur Sexualität ändern würde, waren so ernüchternd, dass ich fürchte, viele Anthroposophen werden auch noch lange Zeit an dem alten Karma-Begriff kleben bleiben.


Ich wünsche, dass es nicht so kommt und hoffe auf ein Wunder.

Sonntag, 3. Mai 2026

Kennzeichnend für deutsches Wesen: der "Lorscher Bienensegen" steht am Anfang literarischerAufzeichnungen


Gewiss, wir finden auch die Merseburger Zaubersprüche, die in der gleichen Zeit, also im 10. Jahrhundert aufgeschrieben wurden und der germanischen Götterwelt huldigen, so wie wir ebenso Opferverse, Orakelsprüche und Zauberformeln zu dieser Zeit finden, mit Hilfe derer die Menschen, die im frühen und späten Mittelalter noch viel mehr dem Übersinnlichen zugetan waren, um Schutz und Beistand ihrer Stammes- und germanischen Gottheiten baten.

Wenn auch der Lorscher Bienensegen dem Typus des germanischen Zauberspruchs gleicht - es finden sich Langverse und abschließende Kurzzeilen mit Alliterationen und unreinem Endreim, unterteilt in Ausfahrtssegen und Bannsegen - so wirkt doch sein erstes Wort wie ein Fanal. Der Bienenvater wendet sich an Christus, nicht an Wotan oder Thor:
Kirst, imbi ist hûcze
Nû fliuc dû, vihu mînaz, hera
Fridu frôno in munt godes
gisunt heim zi comonne
Christus! das Bienenvolk ist ausgeschwärmt!
Nun fliegt, meine Tiere, (wieder) her,
damit ihr im Frieden des Herrn,
in Gottes Schutz gesund heimkommt!
Christus, Herr, Gott und Maria: Im Ausruf des Bienenvaters zeigt sich nicht nur eine christliche Überlagerung des Heidnischen, wie gern in der Literaturgeschichtsschreibung formuliert wird.      
Hier wirkt Arbeit und Leben erfüllt von überzeugender Christlichkeit, die auch mit großer Selbstverständlichkeit das göttlich Weibliche mit einschließt.
Die weiteren Strophen lauten:
Sitz, sitz, Biene!
Das hat dir die heilige Maria befohlen:
du sollst keine Erlaubnis haben,
in den Wald zu fliegen,

du sollst mir weder entwischen
noch entweichen!
Sitz ganz still
und tu, was Gott will!
Die letzte Zeile: "Uuirki godes uuillon": Gottes Wille - die höchste Ebene des ´Vater Unser´  beendet diese Anrufung.

Der Lorscher Bienensegen ist nicht zufällig einer der ersten schriftlich erfassten Dokumente unserer deutschsprachigen Kultur. Er verweist in ganz besonderer Weise auf ihre Reichhaltigkeit. Ihre Tiefe und ihr Reichtum sollten gerade heute mehr Menschen bewusst werden, damit es unseren Politikern und nur auf das Materielle fixierten Mitbürgern nicht gelingt, den Abbau, ja die Zerstörung deutschen Bewusst-Seins, das über hunderte von Jahren gewachsen ist und nun zu verwesen droht - ich erinnere nur an den Parzival des Wolfram von Eschenbach, Goethes Faust und die seelisch-geistig so bedeutsame Blaue Blume des Novalis - weiterhin voranzutreiben. Wenn dies zumeist auch nicht willentlich geschieht, so sind diese Menschen doch in Händen von Kräften, die die seelisch-geistige Qualität deutschsprachiger Kultur und damit deutschen Bewusst-Seins nicht sich in der aktuellen Realität verwirklicht und zu neuer Blüte entfacht sehen wollen.

Worin liegt die besondere Bedeutung dieses Segens, der vermutlich im benediktinischen Reichskloster Lorsch entstanden ist und sich kopfüber am unteren Rand einer Seite der Visio St. Pauli findet, einem christlichen Kodex aus der Karolingerzeit?

Sie liegt in der Realität und dem symbolischen Wesensgehalt der Biene. 
Die Biene war ja zu damaliger Zeit ein wichiges Nahrungsmittel; ihr Wachs war unerlässlich für das Licht der Kerzen; zugleich diente ihr Honig Konservierungsgzwecken und er war eine wichtige Einkommensquelle für Klöster und örtliche Gemeinschaften. 
Doch war die Biene im Bewusstsein der Menschen, die noch viel mehr mit der Natur verbunden waren, weit mehr. Ihre spirituelle Bedeutung ist in Vergessenheit geraten und ich halte es für einen großes Verdienst Rudolf Steiners, dass er in mehreren Vorträgen diese spirituelle Bedeutung aus der Vergessenheit geholt hat.

Das Wesen der Biene ist pure Selbstlosigkeit und ihr Werk besteht darin, nichts für sich zu behalten, sondern alles weiterzugeben zum Wohle eines übergeordneten Seins. Mit ihr und in ihr finden wir das Wirken des Geistes in der Natur und genau deshalb enthält sie so wertvolle Hinweise für uns Menschen und für unsere Kultur. 
Es ist ja wichtig, dass wir Menschen unsere Individualität und unser Ich-Bewusstsein erfahren und entfalten, aber die Weisheit des Seins weist weit über das pure Ausleben der Individualität des Einzelnen hinaus. Darauf verweist die Weisheit des Bienenstockes, die für Rudolf Steiner so außerordentlich war und im Grunde ist es für mich fast unglaublich, dass wir seiner Meinung nach diese Weisheit als Menschheit erst in der übernächsten Verkörperung der Erde, in vielen, vielen Millionen von Jahren - Steiner bezeichnet diese Existenz der Erde mit Venus - erreichen sollen. Und ebenso fast unglaublich empfinde ich seine Aussage:"Die Biene ist das Symbolum des Geistesmenschen, Atma, der nichts von Sterblichkeit weiß."
Diese Aussage bezieht sich auf das Wesen der Biene und die Tatsache, dass sich in ihrer Form ihr ursprüngliches Wesen zeigt, das zurückgeht bis zum alten Saturn, wie Steiner die erste Verkörperung der Erde nennt. Zu jener Zeit, die Milliarden und Abermilliarden Jahre zurückliegt und in der wir auch die Anfänge menschlichen Seins finden, waren Mensch und Biene gleichermaßen noch verbunden mit höchster göttlicher Geistigkeit, zu der wir als Menschen, erfüllt mit Erfahrungen einer unendlich langen Reise und mit einem auf diesen Erfahrungen basierenden für uns noch nicht erfassbaren Bewusstsein, zurückkehren werden, erfüllt mit dem Honig dieser langen Reise, wie sie uns auch im Gleichnis vom verlorenen Sohn vermittelt wird.  Steiner nennt den Zustand der Erde, in dem wir uns dann befinden werden, Vulkan,

In einem Vortrag vom 2. Januar 1924 äußert er die einzelne Biene sei dumm. "Sie hat Instinkte, aber sie ist dumm; aber der ganze Bienenstock ist außerordentlich weise."

Ich finde die Charakterisierung als dumm unpassend, weil sie Leser, die diese Bemerkung nicht einzuordnen wissen, unnötig irritieren kann; ich vermute, Steiner wollte den Kontrast zu der Weisheit des Bienenstocks betonen und in den Blickpunkt rücken: Sieh auf das Ur-Wesen der Biene; ihr eigentliches ewiges Wesen ist unsterbliche Geistigkeit!

Auch unser Wesen ist unsterbliche Geistigkeit. 
Die Biene zeigt uns in ihrer Form unsterbliche Geistigkeit. 
Wenn wir in diesem Bewusstsein auf eine Biene schauen,  können wir an dieser Geistigeit teilhaben, wenn wir wollen.

Aus diesem Grund ist es für mich etwas Besonderes, dass wir dem Lorscher Bienensegen zu Beginn unserer sprachlich verfassten Kultur finden. Deshalb widme ich ihm diesen Beitrag.

PS:
Hier der Link zu Rudolf Steiners Zitaten zum Wesen der Bienen:



Mittwoch, 22. April 2026

Fluch und Segen der Theosophie / Anthroposophie - deren grundlegendes Dilemma

Es wird kaum einen Anthroposophen geben, der nicht den Worten Rudolf Steiners aus der GA 93 zustimmen wird:
(Die theosophische Bewegung) bereitet auf geistigem Gebiet vor, was später auf dem physischen Plan geschehen wird: die Wiedervereinigung der Geschlechter. Auch die geteilte Weisheit muss wieder in die eine göttliche Weisheit zusammenfließen. Im Menschen muss durch die theosophische Weisheit ein Ausgleich gefunden werden zwischen der religiösen Priesterweisheit und der freimaurerischen Weisheit. Die Weisheit der Zukunft muss geholt werden aus dem höheren Menschen heraus, der in beiden Menschen gleich lebt, dem weiblichen und dem männlichen. Das zu entwickeln, worauf es ankommt, worauf der physische Plan gar keinen Einfluss mehr hat, das ist der Zweck der theosophischen Bewegung. Die Theosophie ist tatsächlich die männlich-weibliche Weisheit, die für beide Geschlechter gleich gültige Weisheit. Durch die Lehre von der Reinkarnation erkennt man, dass dasjenige, was bei jeder neuen Wiederverkörperung zum Ausdruck kommt, nicht die Persönlichkeit des jeweiligen Erdenlebens ist, sondern dass der Kausalkörper, die Entelechie, sich geschlechtslos aufbaut.
Wenn wir uns dieser bewusst werden, so lebt in uns geistig auf, was über dem Geschlechtlichen steht, was unabhängig ist von dem, worauf sich die Gegnerschaft der beiden Strömungen [also der weiblichen Priesterweisheit und der männlichen Kainsweisheit] gegründet hat. So ist die Theosophie die ausgleichende Bewegung, und sie allein kann den Ausgleich herbeiführen. Erst in der Theosophie kann man von einem Okkultismus sprechen, der beide Geschlechter gleichmäßig angeht. Nur von da aus kann man sich einen wirklichen Ausgleich zwischen beiden Geschlechtern denken. Nur die theosophische Bewegung kann das vollziehen.
Auch jemand, der der anthroposophischen Bewegung nicht angehört oder sich nicht dezidiert als Theosophen bezeichnet, wird Obigen zustimmen, wenn wir unter Theosophie das verstehen, was der Begriff wiedergibt: ein Bewusstsein, das sich in der Weisheit des Göttlichen gründet, das also die Gegnerschaft zwischen Männlichem und Weiblichem überwindet, die sich in der Wirklichkeit der Erde manifestiert hat und zu einem Miteinander beider Geschlechter kommt, was nicht bedeutet, dass ständig ein Pari-Zustand zwischen Männlichem und Weiblichem existiert, dass aber insgesamt beide Geschlechter sich in Wertschätzung einander ergänzend bereichern und - so Rudolf Steiner - im menschlichen Wesen der Zukunft wieder zueinanderfinden.

Das Dilemma der Steinerschen Gefolgsleute - und ich mache dafür im Übrigen nicht Steiner verantwortlich, denn es wäre Sache seiner Nachfolger gewesen, die Thematik mit der realen physisch-materiellen Welt zu verbinden - ist, dass wunderbar über das Geschlechtliche, über die Kains- und Abelströmung gesprochen werden kann und auch wird, dass aber über die Realisierung des Geschlechtlichen in der Wirklichkeit der Menschen, also einer gelebten Sexualität in all ihren Facetten, einer wunderbaren und zugleich oft so schwierigen Körperlichkeit, nicht gesprochen wird.

Das Dilemma von Faust und Margarete ist auf dem Theater zugelassen und 
wird immer wieder regelmäßig in Aufführungen beifällig von der anthroposophischen Community bewundert, aber die reale Körperlichkeit bleibt, sieht man die Beiträge im Rahmen der Anthroposophie an, außen vor - das Bett als Möglichkeit, den Körper dort zur Meditation niederzulassen - das war´s dann. 

Dass damit die gesamte Anthroposophie ein Opfer ahrimanischen und luziferischen Ansinnens wird, die beide das Geschlechtliche aus unterschiedlichen Gründen aus der menschlichen Wirklichkeit eliminiert sehen möchten - das zu sehen wird sich standhaft geweigert. Dass mein zweiter Beitrag auf der Facebookgruppe "Freie Anthroposophie. Anthroposophie libre. Free anthroposophy" gelöscht und mein Profil dort blockiert wurde, steht ja nur für ein diesbezügliches Gesamtverhalten (siehe mein Beitrag vom 30. März diesen Jahres).
Öffnet sich die Anthroposophie hinsichtlich der Bedeutung des Sexuellen, das für Steiner durch Golgatha der zweite Logos wurde, wie er selbst äußerte (siehe Beitrag vom 27. März) nicht der Realität der Erde, wird diese Bewegung in dieser Form untergehen; sie muss es, damit Erde und Himmel sich wirklich verbinden und nicht nur der Himmel mit dem Himmel, der in Wahrheit luziferisch-ahrimanisch-anthroposophisch-theosophische Himmel mit dem göttlichen Himmel, der doch voller Sehnsucht auf die Vereinigung mit der Erde wartet, wovon schon Eichendorff in "Mondnacht" träumte:

Donnerstag, 16. April 2026

🌺 Den anderen Menschen seelisch in sich auferstehen lassen 🌺

 Und das ist das ungeheuer Wichtige, dass in uns der Trieb erwacht, nicht bloß den Menschen, wenn wir ihm gegenüberstehen, nach Sympathien und Antipathien zu empfinden, nicht bloß in uns den Trieb erwachen zu lassen, irgendetwas am Menschen zu lieben oder zu hassen, sondern ein liebe- und hassfreies Bild, wie der Mensch ist, in uns zu erwecken.

Sie werden vielleicht nicht empfinden, dass das, was ich jetzt sage, etwas ungeheuer Wichtiges ist.
Es ist etwas Wichtiges.
Denn diese Fähigkeit, ohne Hass und Liebe ein Bild des anderen Menschen in sich gegenwärtig zu machen, den anderen Menschen seelisch in sich auferstehen zu lassen, das ist eine Eigenschaft, die mit jeder Woche in der Entwickelung der Menschen, ich möchte sagen, mehr oder weniger dahinschwindet, das ist etwas, was die Menschen nach und nach ganz verlieren. Sie gehen aneinander vorbei, ohne dass der Trieb in ihnen erwacht, den anderen Menschen in sich auferwachen zu lassen.
Das ist aber etwas, was bewusst gepflegt werden muss ...
(R. Steiner in der GA 186, S. 171f)

Man sieht, wie die Zeiten sich ändern!
Gewiss tendiert ein Teil der Menschheit dahin, andere mit Hass zu überziehen - und das zunehmend;
es gibt aber andererseits immer mehr Menschen, die im Gegenüber seine Seele suchen in der oft noch unbewussten Hoffnung, seine Ursprünglichkeit zu entdecken, den göttlichen Geist in ihm. Sie tun das, weil sie auf der Suche nach ihrer eigenen Ursprünglichkeit sind, ihrer göttlichen Abstammung.


Niemand sollte irritiert sein über die zunehmende Hasskultur, das zunehmende Bewerten und Ausgrenzen anderer.
Es kann gar nicht anders sein.
Die Wesenheiten, die hinter diesen Emotionen und mentalen Einstellungen stehen, spüren, dass Bewegungen der Liebe sich mehr und mehr Bahn verschaffen; sie spüren, dass es ihnen an den Kragen geht und sie sich in einem finalen Kampf befinden; deshalb setzen sie alle Mittel ein; doch, wie gesagt, dass darf nicht irritieren, nicht Zweifel in uns aufkommen lassen.

🌟 Die Erde ist auf dem Weg, ein Stern der Liebe zu werden.
🌟

Donnerstag, 9. April 2026

Auferstehung zu heiliger Spiritualität

Gemessen an der Tatsache, dass die Beziehung zwischen Sexuellem, auch zwischen Sexualität und Christusbewusstsein zu den fundamentalsten Aspekten im Werk Rudolf Steiners zählt, wurde ihr von ihm recht wenig Raum eingeräumt. Obwohl ein Sigmund Freud damals die Sexualität wissenschaftlich hoffähig machte, war sie dennoch für viele Menschen ein Tabuthema - übrigens auch noch heute. Ich vermute, Steiner hat die Zeitumstände berücksichtigt. 

Was allerdings von großer Bedeutung ist, ist die Tatsache, dass er sich in Sachen Sexualität und Liebe in einen eklatanten Widerspruch verwickelte. So formulierte er in zwei Vorträgen 1912, dass Sexualität und Liebe gar nichts miteinander zu tun hätten 

Es ist deshalb von großer Bedeutung, weil viele Anthroposophen - natürlich beiderlei Geschlechts - dem geistlosen Verständnis von Sexualität und Liebe auf den Leim gegangen sind - man kann sich nicht des Eindrucks verwehren, dass sie den geistigen Fehltritt Steiners noch heute gern nutzen, um sich dem Thema der Sexualität zu entziehen. Ich gehe in diesem Video darauf ein. In der Anthroposophie ist Sexualität kein Thema

Es ist jedoch zugleich so, dass wir es Steiner verdanken, den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Sexualität und Christusbewusstsein sehen zu können - wer es denn will, vielleicht ja auch bald einige Anthroposophen. Steiner hat den Ursprung der Sexualität in geistiger Liebe betont, 1904, 1905 und 1923.

Notwendig ist eine bewusste Auferstehung, eine bewusste Hinwendung zum Thema der Sexualität, denn das Christusbewusstsein, will es sich in unserem Leben realisieren, bedarf dieser Hinwendung. Vor allem aber wäre es Aufgabe der Anthroposophie, Jugendlichen zu vermitteln, welche Bedeutung körperliche Liebe für die Bewusstseinsentwicklung eines Menschen haben kann, wie sehr sie Einfluss nehmen kann auf die Entwicklung des Ätherleibes hin zu einem Leib des Lichtes und der Liebe.

Unter diesem Aspekt sehe ich auch das Engagement der Maria Magdalena, das ich in den ersten beiden Videos zum Thema der spirituellen Sexualität angesprochen und dem ich mittels wertvoller Zitate Raum gegeben habe. In ihren Worten wird u. a. deutlich, warum in unserer Zeit eine göttliche Weiblichkeit, der sich gerade Frauen bewusst zuwenden sollten, so wichtig und wertvoll ist. In den abschließenden Worten im Rahmen dieses Videos ist es ein Mann, White Eagle, der diese Sicht unterstützt.





PS Hier die beiden Beiträge auf "Freie Anthroposophie" - auch der gelöschte: 



- der gelöschte: 

Freitag, 3. April 2026

Die Zeit, da Anthroposophen Hüter und Multiplikatoren mephistophelischer Sexualität waren, geht zu Ende! Wenn auch noch zögerlich ...

Rudolf Steiner hat 1912 in mehreren Vorträgen sehr deutlich betont, dass Sexualität und Liebe nichts miteinander zu tun haben

In diesen Vorträgen sind ihm meines Erachtens von dunkelgeistigen Kräften die Augen zugehalten worden, ja, die Energie dieser Kräfte griff deutlich auf ihn über, wenn man den zum Teil rigiden Ton wahrnimmt, mit dem er eine falsche Sicht in Bezug auf das Verhältnis von Sexualität und Liebe vermitteln wollte, nämlich dass beide nichts miteinander zu tun hätten (Textstellen s. Link unten). 

Es geht nicht um eine Be- bzw. Verurteilung dessen, was Steiner hier anrichtete, und ich persönlich stelle für mich auch nicht im Geringsten Steiners Wirken infrage, eher macht ihn mir das sympathischer, weil es menschlich ist. Wir wissen, wie intensiv selbst Jesus und mit ihm der Gottessohn in der berühmten Versuchung angegriffen worden sind. Und welche Macht hier unterwegs ist, zeigt sich, dass hundert Jahre lang die anthroposophische Bewegung nicht in der Lage war, Steiners 1912 geäußerte Sicht richtigzustellen und auf seine Aussage 1923 zu verweisen:
was in der Sexualität ursprünglich lebt, ist durchdrungen von der geistige Liebe. Sie ist jene, die aus geistiger Sicht Gültigkeit hat.

Colibris Colibris alias Jean Bon, der Admin der Facebook-Gruppe "Freie Anthroposophie. Anthroposophie libre ...", hat in der Auseinandersetzung über die Löschung meines zweiten Beitrages (hier eingestellt am 30. März) als deren Grund angegeben: 
Dieser Post habe ich bewusst gelöscht. Freie Anthroposophie bedeutet nicht alles posten, sondern aufpassen. (...) Die Gefahren und Widersacher sind überall da und lauern auf jeder Möglickeit die Anthropsophie zu korrumpieren. (...) Den zweiten habe ich gelöscht, da es zu weit in den Irrtum ging und Johannes Klinkmüller hat ohne meine Fragen zu beantworten weiterhin sein Unfung treiben wollen. Wenn einige von Euch denken dass das 2. Logos die Sexualität ist, denn bitte können sie sich an derjeniger der diese These verbreitet weiter wanden, aber nicht mehr hier. Liebe und herzliche Grüße.
Aus dem gelöschten Beitrag geht eigentlich deutlich hervor, dass ich nur Steiner wiedergebe und jener es war, der vermittelte, dass (mit Golgatha) das Sexuelle der zweite Logos wurde, also der Sohn, Christus (Textstellen s. Link unten).

Im Grunde hat Jean Bon nicht nur meinen Beitrag, sondern die Ansicht Steiners, 1905 geäußert, gelöscht, die zum Verständnis des Sexuellen so wichtig ist und auf jene von 1923 im Grunde vorverweist.

Und wie wichtig es Jean Bon war, der mephistophelischen Sicht auf das Sexuelle, wie ich sie in der Facebook-Gruppe und hier in meinem am 27. März veröffentlichten angesprochen habe, zum Sieg zu verhelfen, die bekanntlich ein Feind der sexuellen Liebe ist, macht deutlich, dass er im Rahmen dieses in seiner Gruppe veröffentlichten Beitrages (überschrieben "Warum Anthroposophen nicht zu Christus, zum Christusbewusstsein gelangen") unter vier verschiedenen Kommentaren den Kommentierenden in jeweils ausführlichem Auszug die Sicht Steiners von 1912 entgegenhielt, die der Entgeistung des Sexuellen das Wort redet.

Meines Erachtens tobt gerade auf der geistigen Ebene ein Kampf, in dem es darum geht, die Sexualität aus mephistophelischer Geiselhaft zu befreien, über die ich in meinen Beiträgen geschrieben habe und auf die Steiner im Zusammenhang mit seiner Besprechung des "Faust" eingeht. 

Das Sexuelle, wenn es befreit ist, führt zu Christus. Das ist eine Sicht, der sich die Anthroposophie über 100 Jahre verweigert hat, indem sie nicht darüber sprach, wiewohl es mit zum Fundamentalsten gehört, was Steiner geäußert hat. Die ernst zu nehmenden Aussagen Steiners von 1905 und 1923 (siehe Link) weisen eindeutig darauf hin, dass das Sexuelle, dass Sexualität von ihrem Ursprung her mit geistiger Liebe verbunden ist und dass es gilt, dieses Bewusstsein wieder freizulegen.


Wenn Jean Bon mir in einem Kommentar schreibt: Das sexuelle wird in der Zukunft nicht mehr geben und dies zum Glück. Es wird nur noch den Christus geben., dann zeigt sich in seinen Worten - "und dies zum Glück" - die ganze Crux einer in Bezug auf das Sexuelle blockierten Anthroposophie, denn nicht das zukünftige Verschwinden des Sexuellen ist ein Glück, sondern seine reale Existenz. Das Sexuelle wurde Christus, wie Steiner schreibt, es führt uns zu Christus, es ist Christus, weil es aus geistiger Liebe geboren ist.
 
Klar, Sexualität kann für die Seele tödlich sein, wenn sie missbraucht wird, darauf weist Steiner hin, und wir werden gerade in unseren Tagen Zeugen dafür, dass das innerhalb der Menschheit tatsächlich geschieht. Umso wichtiger wäre es, wenn die Anthroposophie endlich aufsteht und die wahre Bedeutung der Sexualität und des Sexuellen für die seelische Entwicklung des Menschen bekundet.

In der Anthroposophie gibt es Kräfte, die im Banne Ahrimans sind und das verhindern wollen; Jean Bon gehört dazu und beeinflusst leider über 3000 Mitglieder der von ihm geleiteten Gruppe. Mittlerweile hat er die Frau, die in einem Beitrag nachfragte, wie die Löschung meines zweiten Beitrages mit einer ´Freien Anthroposophie´ vereinbar sei, ebenfalls ausgeschlossen. Viele Kommentare haben mir gezeigt, dass die Auffassung Steiners zum Sexuellen, zur Sexualität gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Eine Sexualität, die die geistige Entwicklung des Menschen unterstützt: noch sind dafür recht wenige offen.

Befreite Sexualität bedeutet - darauf weist bekanntlich Maria Magdalena in ihrem "Manuskript" hin, dass die lunare und solare Schlange im Menschen aufsteigen, dass Männliches und Weibliches miteinander im Gespräch sind: in unserem Leben haben Männliches und Weibliches nicht immer die gleiche Bedeutung. Je nach Lebenssituation ist das eine oder das andere gefordert. Aber sie sind im Austausch, unterstützen sich, geben sich Kraft, so wie es im realen Leben zwischen Mann und Frau auch sein soll.
Heilsame Sexualität hat zur Folge, dass der Ätherleib immer stärker, immer leuchtender, immer lichter wird, bis er von innig-geistiger Liebe erstrahlt. Es geht darum, dass diese Energie den Menschen ergreift und ob das mittels körperlicher, heiliger Liebe geschieht - zweifellos überfordert Magdalenas Sicht noch den ein oder anderen erheblich - oder durch Übungen für den Ätherleib und den Aufstieg der Schlangen, wie sie in Tom Kenyons und Judi Sions "Das Manuskript der Magdalena" angeboten werden oder auf andere Weisen, die zu Christus führen, ist in meinen Augen drittrangig. 
Entscheidend ist, dass wir uns auf dem Christus-Weg befinden.

Wir leben in einer Zeit, in der die Geistige Welt unser Augenmerk auf die Bedeutung des Sexuellen, der Sexualität richtet. Manche setzt das ungeheuer unter Druck und die geistige Enge, die damit zusammenhängt, kann viele Ursachen haben; sie können in früheren Leben liegen oder auch vorwiegend in der familiären Sozialisation, in beidem zugleich und noch manchem anderen. In jedem Fall müssen wir Ahriman und Luzifer am Werk sehen. 

Ich möchte allen Menschen viel Mut wünschen, ihre Lebensenergie, ihre sexuelle Energie zu stärken und ihrem Ätherleib die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ruht doch in seiner Tiefe die Liebe.