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Montag, 26. Februar 2018

Markus Söder verkaufte 32 000 Wohnungen auf dem Rücken von 80 000 Mietern. - Dass er von den deutlichen Signalen auf Geldwäsche nichts wusste, kann niemand glauben!

Ohnehin versteht niemand, wie ein angehender Ministerpräsident 32 000 landeseigene Wohnungen der staatlichen Wohnungsgesellschaft GBW noch 2013 verkaufen konnte, wo schon längst klar war, dass der Verkauf der vielen staatlichen Sozialwohnungen früherer Zeiten ein großer Fehler war, weil sich heute Menschen, die in Ballungsräumen wohnen, kaum noch Wohnungen leisten können, es sei denn, sie reduzieren das sonstige Leben absolut auf Sparflamme.

Entgegen den  Beruhigungsversprechen Söders sind die Mieten mittlerweile zweimal um jeweils 10 Prozent erhöht worden (und Modernisierungen sind angesagt mit den bekannten Folgen . . .) - was zu erwarten war (nur für Söder nicht) und es gab deutliche Signale, dass hinter den Käufern ein Firmenkonstrukt vorliegt, in dessen Rahmen Geldwäsche betrieben wird. Wenn selbst russische Behörden ihre Zusammenarbeit gegen diese Firmen anbieten, dann versteht niemand mehr, wie die Münchener Staatsanwaltschaft keinen Anfangsverdacht für Ermittlungen sehen wollte und Untersuchungen nicht aufnahm. Wirtschaftsexperten und Juristen schüttteln nur die Köpfe.  -

So hörig ist unsere Justiz! Erzähle mir niemand, dass hier kein Söder seine Fäden gezogen hat und dass auch in der Tat Menschen in unserer Justiz tätig sind, die zum Teil moralisch genauso verwahrlost sind wie nicht wenige Politiker.

Tolle Zeiten für Bayern! Ich hätte gedacht, dass nach dem selbstgefälligen narzisstischen Seehofer nichts Schlimmeres kommen kann. Aber ich könnte mich getäuscht haben. Was jucken Söder die Mieter, die im Regen stehen? - Markige Aschermittwochs- oder Oktoberfestworte sind das eine, Taten das andere.

Meine Güte, haben wir denn keine ehrlichen Politiker mehr, denen wirklich das Wohl der Menschen am Herzen liegt?
Nach dem Panorama-Beitrag auf der Basis von Recherchen von Monitor und dem Handelsblatt ist klar: Söder gehört gewiss nicht zu diesen menschlichen Ausnahmeerscheinungen. Kein Wunder, dass er ein Interview verweigerte.

Jedenfalls lässt der Bericht im Grunde keinen Zweifel: Söder ist charakterlich für einen Ministerpräsidenten ungeeignet - ehrlich, ich hätte vor allem nicht gedacht, dass ihm annähernd 80 000 Mieter, darunter doch auch etliche tausend CSU-Wähler (allerdings eher - ihr Pech - wenig begüterte) so egal sind.

Und was ich noch ausgesprochen seltsam finde: Söders markige Worte in Sachen Bayern und Deutschland sind ja bekannt. Aber das hindert ihn nicht, ein gemeinnütziges bayrisches Unternehmen an russische Investoren zu verkaufen (die noch dazu ziemlich sicher Geld waschen, die Ermittlungen liefen zu Zeiten des Verkaufs auf Landes- und Bundesebene!!) !!
Söder würde sich selbst vermutlich als Vaterlandsverräter bezeichnen.
Aber das interessiert ihn, wenn er Geld machen will - für wen eigentlich??? - nicht.

Übrigens will er - der unlängst 32 000 Wohungen verkaufte - eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft gründen - mit 2000 Wohnungen!
Für wie doof hält er eigentlich seine Bayern!!!

PS. Zur moralischen Situation unserer Politiker passt, dass Jens Spahn, der zukünftige Gesundheitsminister einer neuen GroKo und Hoffnungsträger der CDU, laut einem Bericht auf t-online bereits durch Lobbyarbeit im Pharmasektor sein Geld verdiente .- Und dann wird so jemand Gesundheitsminister???

Klar gibt es keine Interessenkonflikte (sagt Jens Spahn).

Wie soll der Mann eine mögliche Bürgerversicherung wirklich sachgerecht abwägen können? Abgesehen davon, dass man sich unschwer denken kann, wie es unter seiner Ägide alternativen Heilverfahren ergeht, wo er so mit der Pharma-Industrie verwoben ist!
Ein ehemaliger Lobbyist in seinem Sektor nun in diesem Bereich Minister: arme CDU - armes Deutschland.


Dienstag, 27. Oktober 2009

Altersrecycling und Personalabbau durch Kündigungen: Eine willfährige Justiz produziert eine Liste zerstörter Existenzen!

Ich glaub´s nicht, wenn ich das erste Beispiel auf news.de les

Gut, dass Menschen wie Hans-Joachim Selenz ihre Meinung deutlich sagen: hier.

Ich bin auch dafür, dass man den Anfängen wehrt, wenn Arbeitnehmer etwas klauen oder mitgehen lassen, aber es gibt auch Abmahnungen und ein Gespräch unter 4 oder 6 Augen, bevor zum sozialen Messer der Kündigung gegriffen wird..

Und ob ein Minister oder Manager noch nie einen Kuli hat mitgehen lassen, weil er ihm gefiel, oder seine Frau auf Geschäftskosten zum Friseur gefahren hat, möchte ich bezweifeln ... andere werden für dieses "Vergehen" entlassen ... wie zum Beispiel jene Bäckerei-Verkäuferin oder der berühmte Fall der Supermarkt-Kassiererin.

Wenn man das Folgende (Strafversetzung der Staatsanwältin Lichtinghagen) liest und es stimmt, was da steht, glaubt man, wir sind wirklich in einer Bananenrepublik. Was nutzen alle Weihnachts- und Neujahrsansprachen von Merkel, Köhler und Co, wenn mit Tieren im Tierheim menschlicher umgegangen wird als mit dem einfachen Bürger oder mit Justizbeamten, die ihre Pflicht tun.

Ich würde erwarten, dass auch die Kirche hier endlich den Mund aufmacht. Aber den Verkauf von Präservativen in Afrika zu torpedieren, ist der katholischen wichtiger als das Leid der Menschen vor der eigenen Tür.

Auf Deutsch gesagt ist es auf jeden Fall zum Zumwinkeln, vor allem aber zum Kotzen (sorry, muss sein)! Man mag nicht glauben, dass der Busfahrer, der trotz Magenproblemen sich zur Arbeit quält und für den Notfall aus der Firma eine Rolle Klopapier mitnimmt, wegen dieser die Kündigung erhält - zu Recht, nach Ansicht der Richter; es bleibt bei der Entlassung und kommt lediglich zu einem Vergleich. Der Job ist weg.

Dass Recht und Richter so unmenschlich sein können, so kategorisch, so wenig in der Lage abzuwägen - eigentlich gibt´s doch so was nur in einem drittklassigen Kabarett.

Tatsächlich: die Rechtsprechung willfährig im Dienste der Arbeitgeber! Mutig gegenüber den Kleinen, feige gegenüber den Großen.

Die Folge: eine Liste zerstörter Existenzen! Man denke an den Angestellten jener IT-Firma, der flog, weil er sein Handy im Büro aufgeladen hatte. Hoffentlich vergisst sein Chef nicht mal das Licht über dem Waschbecken auszumachen, wenn er sich für den Dienstschluss schön macht. Am nächsten Morgen muss er sich sofort selbst entlassen!

PS Ein unerwartetes aktuelles Schmankerl, dass den oben angesprochenen Entlassenen bitter aufstoßen muss.