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Sonntag, 24. Mai 2026

Eine neue Medizin für unsere Zeit: Die "Kosmische Heilapotheke"

🧡 Pfingsten 2026 🧡

In dieser, unserer Zeit ändern sich die Systeme des Planeten Erde, die Aufgabe des Planeten Erde ändert sich. Der Planet kehrt in seine Ordnung zurück. Die Lichtwesen aus dem Inneren der Erde melden sich bei immer mehr Menschen. Auch werden die friedliebenden Zivilisationen, die innerhalb der Erde leben, zunehmend mehr Menschen bewusst und verbinden sich mit ihnen.
Den Prozess des Aufstiegs, wie ihn die Erde durchläuft, durchlaufen auch alle Menschen, die guten Willens sind und ein reines Herz und reine Gedanken anstreben. Frauen und Männer beginnen wieder, die Natürlichkeit ihres Geschlechtes wahrzunehmen und in ihrem Leben zu verwirklichen.

In dieser Zeit gewaltiger Veränderungen, in der beispielsweise außerirdische Zivilisationen bereitstehen, den Menschen neue Technologien zu bringen, die das Leben auf der Erde grundlegend verändern und ein mildes Klima bringen werden, brauchen auch die Körper der Menschen mehr ´Kraftstoff´, als ihnen zur Verfügung steht. Deshalb enthält die Kosmische Heilapotheke beispielsweise ein Symbol, das den Körper mit der heilsamen Kraft des Vitaminkomplexes unterstützt, ein Symbol, das den Menschen mit den Mineralien dieser Erde verbindet, ein Symbol, das dem strebenden Menschen reinen Sauerstoff zuführt, gibt es doch immer wieder in dieser Zeit Situationen, die uns förmlich die Luft rauben. Der Leser der Kosmischen Heilapotheke findet Hilfen zur Aktivierung der Selbstheilung, Farbfrequenzen zur Unterstützung des physischen Herzens, Frequenzen zur Heilung seines Lymphsystems, der Drüsen, der Verdauungsorgane, des Bewegungsapparates, Heilfrequenzen für sein Chakrensystem und zur Aufnahme des Christuslichtes und vieles mehr. Insgesamt finden sich 44 Heilsymbole für den Zugang zu feinstofflichen Präparaten der Kosmischen Heilapotheke, ergänzt durch unterstützende Übungen.

Die Plejader schreiben in ihrem Grußwort:
Bis zum Untergang von Atlantis war das menschliche Wesen an die Heilapotheke angebunden, danach wurde euch der Zugang zu ihren Präparaten verwehrt. Tausende von Jahren konntet ihr diese Art der Heilung für euch und andere nicht mehr nutzen. Aber in der jetzigen Zeit, da die Menschheit immer mehr aus 3D aussteigt, hat sich der Zugang für euch erneut geöffnet, und damit ist die Regeneration und Heilung des menschlichen Wesens auf allen Ebenen des Seins wieder möglich.
Ich persönlich habe noch kein Buch - außer vielleicht der Bibel - in Händen gehalten, das spürbar so viel Energie enthält und schon fast zu übertragen scheint, wenn man es in Händen hält. Mein Herzensdank gilt den Plejaden, die in großer Zahl an diesem Buch gearbeitet haben und all den beteiligten Lichtwesen. Ich bin auch sehr froh, dass mit Pavlina Klemm eine Frau dies alles übermittelt, die für mich unter all den Gestalten, die sich auf dem esoterischen Feld tummeln, durch ihre Natürlichkeit und Bescheidenheit herausragt und ich freue mich - soweit ich das wahrnehmen kann -, dass sie diese Natürlichkeit und Bescheidenheit trotz ihrer großen Erfolge - beispielsweise als Spiegel-Bestsellerautorin - bewahrt hat und noch bewahrt.

Noch eine Bemerkung zum Abschluss:
Wiederholt wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass wir uns vor energetischem Arbeiten mit der Erde verbinden. Natürlich kann jeder das auf seine Weise tun. Mir persönlich hilft ein Erdsymbol, das die Plejaden in Pavlina Klemms Lichtbotschaften von den Plejaden 9 mitgegeben haben. Es ist ein von ihnen programmiertes Symbol, und es genügt, es einfach eine Weile anzuschauen. Es heißt dort in Kapitel 6:
Dieses Symbol beschützt euch mit der Kraft der Erde. Es verbindet euch mit der Erde und gibt euch eine Verankerung, die eure Körpermaterie auf diesem Planeten braucht.
Bei jedem eurer Channellingkontakte solltet ihr mit der Erde verbunden sein, weil die Verbindung mit der Erde euch eine erfolgreiche Verbindung mit den Lichtwelten sichert.
Euer Körper braucht bei jedem Channelingkontakt die Sicherheit, dass er geerdet ist und dass eure Seele und euer Geist sich lichtvoll ausdehnen und nach Beendigung des Kontakts wieder erfolgreich in den Körper zurückkehren können.
Wenn der Körper sich nicht geerdet fühlt, gelingt es euch nicht, einen vollständigen Kontakt mit den entsprechenden Wesen oder Welten aufzubauen. Der Körper möchte spüren dass er mit der Erde verbunden ist und dass die Erde ihn vor Einflüssen schützt, die durch ein „unreines“ Channeling auftreten könnten.
Der Körper schützt sich so vor möglichen Schwierigkeiten oder Angriffen von Entitäten, die ihm energetisch vielleicht schaden wollen. Das ist vor allem für diejenigen Menschen wichtig, die sich noch nicht lange damit befassen, wie sie mit den umgebenden Welten in Verbindung treten können.
Wenn ihr gut geerdet seid, ist euer Körper in der Lage, die Augenblicke im Hier und Jetzt in vollem Umfang zu erleben und in eurem Herzen eine riesige Menge an Lichtenergie zu erzeugen. Mit dieser Lichtenergie könnt ihr den lichtvollen Kontakt mit anderen Wesen, euer Channelling, beginnen.
Dank seiner Erdung kann euer Körper dann aus dem Herzen einen starken Lichtstrahl zu den Welten oder Wesen aussenden, die ihr kontaktieren wollt. Und dank des geerdeten Körpers werden eure Zirbeldrüse und euer höheres Bewusstsein sehr gut Nachrichten empfangen können.
All das ermöglicht dieses Heilsymbol.
Dieses Symbol unterstützt euch dabei, die Lichtchakren, die sich unter euren Füßen befinden, stärker zu aktivieren. Die aktivierten, unter euren Füßen befindlichen Lichtchakren empfangen die Weisheit und die Informationen Gaias.
Sie verbinden euch mit den Meridianen und Kristallstrukturen der Erde.
(...) Ihr alle wisst, dass Kristalle eure Zukunft sind.

Dienstag, 12. Mai 2026

🌸 Die Zeit der Karma-Gesetze und der Akasha-Chronik geht zu Ende 🌸

Weil ich noch im Verteiler eines anthroposophischen Zweiges einer bayerischen Stadt bin, erhielt ich kürzlich eine Mail, in der - wie es hieß - mit Freude zu einem Vortrag zum Thema "Zum Verständnis der Karma-Gesetze" eingeladen wurde.

Arme Anthroposophen. 

Ich sehe sie vor mir sitzen, ungefähr 20 Leutchen meist betagten Alters (die jungen Menschen wissen meist intuitiv, warum sie nicht zu Anthroposophen und ihren Vorträgen gehen). Vorne steht ein ziemlich weiser Mann, der fast den ganzen Steiner (ca. 350 Bände) gelesen hat, manche mehrfach, vor allem jene 12 Bände, in deren Titel schon das Wort "Karma" bzw "karmisch" zu finden ist, gewiss aber auch die Bände 9 ("Theosophie") und 13 ("Die Geheimwissenschaft im Umriß"). Vor allem in Band 9 geht es um - so lautet eine Kapitelüberschrift - die "WIEDERVERKÖRPERUNG DES GEISTES UND SCHICKSAL (Reinkarnation und Karma)". 

Darin finden sich u.a. Sätze, die meines Erachtens aus heutiger Sicht so nicht mehr unkommentiert wiedergegeben werden dürfen, sie lauten: 
Als Bewahrerin des Vergangenen sammelt die Seele fortwährend Schätze für den Geist auf. Daß ich das Richtige von dem Unrichtigen unterscheiden kann, das hängt davon ab, daß ich als Mensch ein denkendes Wesen bin, das die Wahrheit im Geiste zu ergreifen vermag. Die Wahrheit ist ewig; und sie könnte sich mir immer wieder an den Dingen offenbaren, auch wenn ich das Vergangene immer wieder aus dem Auge verlöre und jeder Eindruck für mich ein neuer wäre. Aber der Geist in mir ist nicht allein auf die Eindrücke der Gegenwart beschränkt; die Seele erweitert seinen Gesichtskreis über die Vergangenheit hin. Und je mehr sie aus der Vergangenheit zu ihm hinzuzufügen vermag, desto reicher macht sie ihn.
Bevor ich meine Aussage begründe, möchte ich sagen, dass ich keinesfalls ein Steiner-Verächter bin, im Gegenteil, ich schätze ihn und sein Wirken sehr und meine seelische Entwicklung ist von ihm aus meiner subjektiven Sicht sehr positiv beeinflusst worden.
Nun ist es aber so, dass die Erde - gemeint ist jene Erde, deren kosmisch-göttliche Mutter Gaia ist - momentan auf fast atemberaubende Weise ihre Fesseln der Vergangenheit sprengt und in für sie neue kosmische Dimensionen vorstößt, d.h. auch neue Beziehungen zu anderen Sternen und Galaxien aufnimmt, die ihr bisher verwehrt waren, weil sie im Bann dunkler Mächte stand. Sie sprengt - um das momentan gängige spirituelle Vokabular zu verwenden - ihr 3D-Gefängnis, sie löst sich aus der 3. Dimension des Bewusstseins, das geprägt war von Materialismus, Kontrolle und einseitig entweder matriarchalisch oder patriarchalisch geprägten Strukturen, in denen es vorwiegend um Macht über andere ging, und bewegt sich in die 5. Dimension, in die Dimension des reinen Herzens. Auch Menschen gehen diesen Schritt mit, gewiss kein leichter. Alles, was den Menschen an Kompliziertes, nicht oder kaum Durchschaubares, Beschwerendes, mithin niedrig Schwingendes bindet, muss durchschaut werden, um zu unserem Wesen ursprünglicher Einfachheit, Natürlichkeit und Verspieltheit zurückzukehren.
Das ist bisher für viele ein langer Weg gewesen, oft über Jahrzehnte, aber er musste von einer bestimmten Anzahl von Menschen gegangen werden, damit eintreten kann, was nun eintritt. Viele von uns haben ganz ganz wertvolle Arbeit geleistet und tun es immer noch, immer auch noch zum Teil unter den Bedingungen von 3D. Aber nicht wenige unter uns haben gelernt zu switchen zwischen 3D und 5D, halten es aus, dass sie in ihrem Leben immer noch zeitweilig unter 3D-Bedingungen leben, sei es in ihrer beruflichen Situation, in bestimmten Beziehungen, wo auch immer. Doch wissen sie dann und akzeptieren, dass das momentan so nicht anders sein kann; zugleich haben sie in ihrem Leben sich 5D-Räume geschaffen, in denen sie Kraft schöpfen und auftanken können, sei es, weil sie mit liebevollen Menschen zusammen sein können oder in Gemeinschaft treten mit kosmischen Wesen.

Viele, sehr viele lichtvolle Kräfte aus dem Kosmos, seien es die Plejaden, die Hathoren oder Mitglieder unserer wahren, unserer kosmischen Familie umgeben uns und unterstützen uns, wenn wir diesen Weg gehen, der ja begleitet ist von unglaublichem Lärm, der, wenn wir auch Abstand nehmen, uns noch zu beeinflussen sucht, ein Lärm und ein Getöse, das u.a. und ganz besonders ein Donald Trump - einer der größten Narzissten, der je auf der Erde lebte und der es sich zum Markenzeichen gemacht hat, mit diesem Narzissmus auch noch zu protzen - inszeniert, der momentan durch seinen Krieg gegen den Iran, der ja selbst von einer tief dunklen Energie gefangen ist, die ganze Welt in Turbulenzen stürzt, wobei er noch tatkräftig durch einen Putin und seinen mehr als vier Jahre währenden Krieg gegen die Ukraine unterstützt wird.

Das wird noch eine Weile anhalten, wenn wir auch am Beispiel Ungarns sehen, auf welch unglaublich drastische und eindrückliche Weise ein dickhalsiger Despot wie Viktor Orban einfach bis auf seine Wurzeln hin hinweggefegt wird. - So wird es bald noch anderen gehen.

Ich komme zurück auf das Steiner-Zitat und vor allem den letzten Satz daraus. Gewiss ist es so, dass es immer Menschen gab, die durch ihre Existenz und ihr Wirken die karmischen Gesetze transzendierten, weil sie mit dem Licht ihrer Seele hinauswiesen über die auf der Erde gültige 3D-Wirklichkeit und es ist durchaus berechtigt, dass ein Steiner in seinen Vorträgen zum Karma auf sie verwies, sei es eine Jungfrau von Orleans, ein Gilgamesch, ein Aristoteles und andere. Wir können aber heute sehen, dass mehr und mehr Menschen eine Wirklichkeit in ihr Leben hineinbringen, die die 3D-Wirklichkeit sprengt und die zurückkehren zu einem wahren menschlichen Wesen als einem freundlichen, herzlichen, liebevollen Geschöpf, das andere und sich selbst ehrt.
Im Rahmen dieses Geschehens verliert die 3D-Vergangenheit ihre Macht und Bedeutung. Und es ist heute nicht mehr, wie es Steiner tut, angemessen zu sagen, dass die Seele ihren Gesichtskreis erweitert durch Eindrücke aus der Vergangenheit. Gewiss ist die Wahrheit ewig, wie Steiner schreibt, aber wir sehen heute, dass diese Wahrheit für den, der sie suchte, ständig gegen einen dunklen Ring prallte, den gewisse Kräfte um die Erde installiert hatten. Wir beginnen heute zu ermessen, welchen gigantischen Kampf viele Menschen kämpften, die diesen Ring durchstoßen wollten und ermessen heute, wie unglaublich notwendig es war, dass Christus auf diese Erde kam, so dass einige Seelen diesen Ring durchstoßen konnten.
Entscheidend ist, dass wir aus der 3D-Vergangenheit und ihrer Wirklichkeit nichts, aber auch gar nichts unserem Gesichtskreis hinzufügen müssen. Heute, da wir in dieser Wendezeit leben, würde Steiner sich bezüglich dessen, was er über die Vergangenheit und den Gesichtskreis des Menschen sagt, viel differenzierter ausdrücken. Ich vermute, er hat die Dynamik des augenblicklichen Geschehens nicht vorausgesehen, in zu pessimistischer Konnotation hat er sich an der ein oder anderen Stelle über die Zukunft geäußert, weil er sich nicht sicher war, ob die Menschheit den Sprung zu einem Christusbewusstsein schafft.

Tatsache ist - und davon ist meines Wissens bei Steiner nicht ansatzweise die Rede -, dass die Akasha-Chronik sich aufzulösen beginnt und langsam verschwindet. Sie kam uns lange Zeit wie ein spirituelles Vermächtnis vor, von dem wir wussten, dass nur wenige in ihr lesen konnten und bekanntlich wies Steiner mehrfach darauf hin, wie schwierig es ist, sich in ihr zurechtzufinden - auch er fand nicht alles, was er wollte. Zu finden - und das ist nun entscheidend - sind dort vor allem Ereignisse, die geprägt waren durch die Wirklichkeit der dritten Dimension. 
In ihr waren Situationen verzeichnet, die der Mensch unter normalen Umständen niemals verursacht hätte, sondern nur aufgrund der negativen und manipulierenden Mächte und Wesen. Deren Manipulation und Gemeinheit war sehr stark. 
Im Jahr 2018 erlaubte der kosmische Rat Erzengel Metatron, energetische Felder von Situationen aus der Akasha-Chronik zu löschen, die aufgrund der menschlichen Manipulation entstanden waren.
So schreibt Pavlina Klemm in dem Kapitel "Die natürliche Auflösung der Akasha-Chronik und die kosmischen universellen Chroniken" im Rahmen ihres Buches mit dem Titel "Plejadische Intelligenz".

Einen Satz wie "Die Akasha Chronik war euer einziger Orientierungspunkt in Bezug auf eure Vergangenheit.“, hätte Rudolf Steiner vor 100 Jahren nie schreiben können. Aber dieser Satz macht deutlich, wie sehr die Zeiten sich verändert haben, wie sehr das Bewusstsein gerade in den letzten Jahrzehnten sich gewandelt hat. Die Erde ist aus der energetischen Quarantäne ausgestiegen und es macht in meinen Augen heute keinen Sinn mehr, über den von Steiner dargelegten Karmabegriff Vorträge zu halten. Ein Vortragender könnte ihn heute im Rahmen eines Vortrages zum Karma-Begriff zum Ausgangspunkt seiner Ausführungen machen, um dann zu erläutern, warum er sich auflöst und Gaia und ein Teil der Menschheit Zugang nehmen zu universellen kosmischen Chroniken, die für uns ein faszinierendes Bewusstsein enthalten. Ohne dass es Menschen bewusst ist, hinerlassen sie bereits Abdrücke in diesen kosmischen Chroniken, aber eben nicht mehr in der Akasha-Chronik!

Wer mit einem reinen Herzen anstrebt, auf der neuen Erde unterwegs zu sein, muss sich mit den Gesetzen des Karma nicht mehr befassen, ja, er sollte es gar nicht. Zu einem reinen Herzen hat dieser Begriff keinen Zugang.

Meine Erfahrungen mit Anthroposophen in der letzten Zeit, als ich versuchte, die Inhalte des Manuskriptes der Maria Magdalena zu vermitteln und in diesem Zusammenhang darauf verwies, dass es gut wäre, wenn sich das Verhältnis der Anthroposophie zur Sexualität ändern würde, waren so ernüchternd, dass ich fürchte, viele Anthroposophen werden auch noch lange Zeit an dem alten Karma-Begriff kleben bleiben.


Ich wünsche, dass es nicht so kommt und hoffe auf ein Wunder.

Sonntag, 3. Mai 2026

Kennzeichnend für deutsches Wesen: der "Lorscher Bienensegen" steht am Anfang literarischerAufzeichnungen


Gewiss, wir finden auch die Merseburger Zaubersprüche, die in der gleichen Zeit, also im 10. Jahrhundert aufgeschrieben wurden und der germanischen Götterwelt huldigen, so wie wir ebenso Opferverse, Orakelsprüche und Zauberformeln zu dieser Zeit finden, mit Hilfe derer die Menschen, die im frühen und späten Mittelalter noch viel mehr dem Übersinnlichen zugetan waren, um Schutz und Beistand ihrer Stammes- und germanischen Gottheiten baten.

Wenn auch der Lorscher Bienensegen dem Typus des germanischen Zauberspruchs gleicht - es finden sich Langverse und abschließende Kurzzeilen mit Alliterationen und unreinem Endreim, unterteilt in Ausfahrtssegen und Bannsegen - so wirkt doch sein erstes Wort wie ein Fanal. Der Bienenvater wendet sich an Christus, nicht an Wotan oder Thor:
Kirst, imbi ist hûcze
Nû fliuc dû, vihu mînaz, hera
Fridu frôno in munt godes
gisunt heim zi comonne
Christus! das Bienenvolk ist ausgeschwärmt!
Nun fliegt, meine Tiere, (wieder) her,
damit ihr im Frieden des Herrn,
in Gottes Schutz gesund heimkommt!
Christus, Herr, Gott und Maria: Im Ausruf des Bienenvaters zeigt sich nicht nur eine christliche Überlagerung des Heidnischen, wie gern in der Literaturgeschichtsschreibung formuliert wird.      
Hier wirkt Arbeit und Leben erfüllt von überzeugender Christlichkeit, die auch mit großer Selbstverständlichkeit das göttlich Weibliche mit einschließt.
Die weiteren Strophen lauten:
Sitz, sitz, Biene!
Das hat dir die heilige Maria befohlen:
du sollst keine Erlaubnis haben,
in den Wald zu fliegen,

du sollst mir weder entwischen
noch entweichen!
Sitz ganz still
und tu, was Gott will!
Die letzte Zeile: "Uuirki godes uuillon": Gottes Wille - die höchste Ebene des ´Vater Unser´  beendet diese Anrufung.

Der Lorscher Bienensegen ist nicht zufällig einer der ersten schriftlich erfassten Dokumente unserer deutschsprachigen Kultur. Er verweist in ganz besonderer Weise auf ihre Reichhaltigkeit. Ihre Tiefe und ihr Reichtum sollten gerade heute mehr Menschen bewusst werden, damit es unseren Politikern und nur auf das Materielle fixierten Mitbürgern nicht gelingt, den Abbau, ja die Zerstörung deutschen Bewusst-Seins, das über hunderte von Jahren gewachsen ist und nun zu verwesen droht - ich erinnere nur an den Parzival des Wolfram von Eschenbach, Goethes Faust und die seelisch-geistig so bedeutsame Blaue Blume des Novalis - weiterhin voranzutreiben. Wenn dies zumeist auch nicht willentlich geschieht, so sind diese Menschen doch in Händen von Kräften, die die seelisch-geistige Qualität deutschsprachiger Kultur und damit deutschen Bewusst-Seins nicht sich in der aktuellen Realität verwirklicht und zu neuer Blüte entfacht sehen wollen.

Worin liegt die besondere Bedeutung dieses Segens, der vermutlich im benediktinischen Reichskloster Lorsch entstanden ist und sich kopfüber am unteren Rand einer Seite der Visio St. Pauli findet, einem christlichen Kodex aus der Karolingerzeit?

Sie liegt in der Realität und dem symbolischen Wesensgehalt der Biene. 
Die Biene war ja zu damaliger Zeit ein wichiges Nahrungsmittel; ihr Wachs war unerlässlich für das Licht der Kerzen; zugleich diente ihr Honig Konservierungsgzwecken und er war eine wichtige Einkommensquelle für Klöster und örtliche Gemeinschaften. 
Doch war die Biene im Bewusstsein der Menschen, die noch viel mehr mit der Natur verbunden waren, weit mehr. Ihre spirituelle Bedeutung ist in Vergessenheit geraten und ich halte es für einen großes Verdienst Rudolf Steiners, dass er in mehreren Vorträgen diese spirituelle Bedeutung aus der Vergessenheit geholt hat.

Das Wesen der Biene ist pure Selbstlosigkeit und ihr Werk besteht darin, nichts für sich zu behalten, sondern alles weiterzugeben zum Wohle eines übergeordneten Seins. Mit ihr und in ihr finden wir das Wirken des Geistes in der Natur und genau deshalb enthält sie so wertvolle Hinweise für uns Menschen und für unsere Kultur. 
Es ist ja wichtig, dass wir Menschen unsere Individualität und unser Ich-Bewusstsein erfahren und entfalten, aber die Weisheit des Seins weist weit über das pure Ausleben der Individualität des Einzelnen hinaus. Darauf verweist die Weisheit des Bienenstockes, die für Rudolf Steiner so außerordentlich war und im Grunde ist es für mich fast unglaublich, dass wir seiner Meinung nach diese Weisheit als Menschheit erst in der übernächsten Verkörperung der Erde, in vielen, vielen Millionen von Jahren - Steiner bezeichnet diese Existenz der Erde mit Venus - erreichen sollen. Und ebenso fast unglaublich empfinde ich seine Aussage:"Die Biene ist das Symbolum des Geistesmenschen, Atma, der nichts von Sterblichkeit weiß."
Diese Aussage bezieht sich auf das Wesen der Biene und die Tatsache, dass sich in ihrer Form ihr ursprüngliches Wesen zeigt, das zurückgeht bis zum alten Saturn, wie Steiner die erste Verkörperung der Erde nennt. Zu jener Zeit, die Milliarden und Abermilliarden Jahre zurückliegt und in der wir auch die Anfänge menschlichen Seins finden, waren Mensch und Biene gleichermaßen noch verbunden mit höchster göttlicher Geistigkeit, zu der wir als Menschen, erfüllt mit Erfahrungen einer unendlich langen Reise und mit einem auf diesen Erfahrungen basierenden für uns noch nicht erfassbaren Bewusstsein, zurückkehren werden, erfüllt mit dem Honig dieser langen Reise, wie sie uns auch im Gleichnis vom verlorenen Sohn vermittelt wird.  Steiner nennt den Zustand der Erde, in dem wir uns dann befinden werden, Vulkan,

In einem Vortrag vom 2. Januar 1924 äußert er die einzelne Biene sei dumm. "Sie hat Instinkte, aber sie ist dumm; aber der ganze Bienenstock ist außerordentlich weise."

Ich finde die Charakterisierung als dumm unpassend, weil sie Leser, die diese Bemerkung nicht einzuordnen wissen, unnötig irritieren kann; ich vermute, Steiner wollte den Kontrast zu der Weisheit des Bienenstocks betonen und in den Blickpunkt rücken: Sieh auf das Ur-Wesen der Biene; ihr eigentliches ewiges Wesen ist unsterbliche Geistigkeit!

Auch unser Wesen ist unsterbliche Geistigkeit. 
Die Biene zeigt uns in ihrer Form unsterbliche Geistigkeit. 
Wenn wir in diesem Bewusstsein auf eine Biene schauen,  können wir an dieser Geistigeit teilhaben, wenn wir wollen.

Aus diesem Grund ist es für mich etwas Besonderes, dass wir dem Lorscher Bienensegen zu Beginn unserer sprachlich verfassten Kultur finden. Deshalb widme ich ihm diesen Beitrag.

PS:
Hier der Link zu Rudolf Steiners Zitaten zum Wesen der Bienen: