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Freitag, 2. Oktober 2026

Das Ende des Parteien-(Un)Wesens ist angesagt. Stattdessen sind neue Ideen gefragt, wie ein zeitgemäßes menschliches Miteinander möglich ist.

Die Altparteien haben spürbar eine Riesenangst vor der AfD, weil sie im Grunde doch wissen, dass deren Erfolge nicht mit deren Programm zusammenhängen, sondern weil die Menschen in Deutschland mit der Wahl der AfD für ihren Unmut ein Ventil suchen und momentan kein anderes finden. Sie haben einfach genug davon, dass die Alt-Parteien unfähig sind, echte Reformen zu verwirklichen und eine wirklich tragfähige Zukunft für die Menschen Deutschlands zu gestalten. Es ist doch offensichtlich, dass in den Parteien nicht die Köpfe versammelt sind (und im Übrigen erst recht nicht in der AfD), die in der Lage sind, unkonventionell und ohne Rücksicht auf Pöstchen und überkommene Privilegien Ideen zu verwirklichen, die es in Deutschland seit jeher gibt, seit einem Meister Eckhart, einem Jakob Böhme, seit Köpfen wie Herder, Goethe, Schiller, Fichte, Hegel, Schelling, Novalis, Brentano und einigen anderen.

Worum ging es ihnen? Es ging ihnen darum, wie Geist - und damit ist nicht die Intelligenz gemeint, wie sie in Intelligenztests erfasst und auf eine geistlose Weise in den Schulen gelehrt wird - es ging ihnen darum, wie wahrer Geist, ja, göttlicher Geist mit unserer Realität verknüpft werden kann.

Wie formulierte es der große Albert Schweitzer:

Finden sich Menschen, die sich gegen den Geist der Gedankenlosigkeit auflehnen und als Persönlichkeit lauter und tief genug sind, dass die Ideale ethischen Fortschritts als Kraft von ihnen ausgehen können, so hebt ein Wirken des Geistes an, das vermögend ist, eine neue Gesinnung in der Menschheit hervorzubringen.
Für mich war interessant, kürzlich auf Zeilen aufmerksam geworden zu sein, die schon vor etwas mehr als 100 Jahren - genauer gesagt: 1919/1920 - die Auflösung des Parteienwesens forderten, weil sonst kein wirklicher menschlicher Fortschritt möglich ist:
Es ist eine brennende Frage der Gegenwart, daß Mittel und Wege gefunden werden, an die Stelle der Parteimeinungen diese unabhängigen Ideenbildungen zu setzen, die Kristallisationskerne abgeben können für den Zusammenschluß von Menschen von allen Parteiseiten her. Von solchen Menschen, die in der Lage sind, zu erkennen, daß die bestehenden Parteien sich überlebt haben, und daß die sozialen Zustände der Gegenwart ein vollgültiger Beweis für diese Überlebtheit sind. (…)
Es genügt heute nicht, bloß zu wissen, was an die Stelle des bisherigen an Einrichtungen treten soll; es ist notwendig, daran zu arbeiten, die neuen Ideenbildungen in eine solche Richtung zu bringen, daß sie die Auflösung des alten Parteiwesens so schnell als möglich bewirken und zum Streben der Menschen nach neuen Zielen führen. Wer dazu nicht den Mut hat, der kann nichts beitragen zur Gesundung des sozialen Lebens; und wer den Aberglauben hat, solches Streben sei eine Utopie, der baut auf einen Boden, der im Einsinken ist. (Rudolf Steiner in der GA24, S 65f)

Für Steiner bestand die Lösung in dem, was er die "Dreigliederung des sozialen Organismus" nannte. Wer Einblick nehmen möchte, was er darunter verstand - und ich finde seine Gedanken auch für die heutige Zeit noch wertvoll, hier: https://anthrowiki.at/Dreigliederung_des_sozialen_Organismus

In einem gestern, also am 1. Oktober veröffentlichten Video konstatiert der Anthroposoph Michael Birnthaler, dessen Engagement ich sehr respektiere, dass Deutschland spirituell in einer Sackgasse sei. Hier irrt er gewaltig, und er irrt, da er nicht wahrnehmen möchte, dass die Anthroposophie in einer Sackgasse ist, weil die federführenden Kräfte immer noch ihre alten ahrimanischen und karmischen Muster im Kreise drehen und nicht erkennen wollen, dass auf der geistig-seelischen Ebene - auch wenn es im Außen noch nicht so sichtbar ist - im deutschsprachigen Raum unglaublich viel sich verändert. Typisch für dieses veraltete Verhaftetsein in Themen, die nicht ansprechen, was die Zeit erfordert, sei hier ein Zweig-Vortrag genannt, zu dem ich kürzlich eingeladen wurde, über "Das Vierfache Böse - Wirksamkeiten in Gegenwart und Zukunft - seine Überwindung". Auf Wunsch des Referenten findet im Übrigen der Vortrag nur für Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft statt.

Ich finde es richtig und sinnvoll, sich mit der Realität des Bösen auseinanderzusetzen, aber in unserer Zeit ist es für mich momentan eindeutig wichtiger, darum zu wissen, was die Plejader bereits 2021 in Band 6 der "Lichtbotschaften von den Plejaden" mitteilten:

Mit jedem Tag verlassen unterirdische Gruppen negativer außerirdischer Zivilisationen den Planeten Erde, eine nach der anderen, weil der Planet Erde seit der Öffnung neuer Lichtportale eine enorme Menge feinstofflicher Frequenzen der Liebe und des Positiven in sich aufnimmt. Deshalb haben vor allem die im Inneren der Erde befindlichen Zivilisationen diesen Planeten größtenteils verlassen müssen. Diese gewaltige Lichtrevolution, die sich gerade auf der Erde abspielt, lässt einzig und allein den Wesen Raum, die zu den Lichtfrequenzen der neuen Zeit passen. (...) 
Die um den Planeten Erde herum und in seinem Inneren vorkommenden dunklen Energiefelder sind größtenteils bereits in Licht umgewandelt. Langsam haben die hier in menschlichen Körpern lebenden dunklen Wesen nicht mehr, wovon sie noch zehren könnten. Die Welt wird Ihnen zu licht!

Und an anderer Stelle teilten die Plejader mit, dass jeden Tag tausende von Menschen ihre Herzen öffnen. 

Das mögen wir noch nicht wahrnehmen, aber für mich ist entscheidend, dass wir uns nicht verunsichern lassen. Wichtig ist, dass wir Ideen, die uns in den Sinn kommen, ernst nehmen und Ideen unterstützen, die jenseits alles Parteiengeschacheres unsere Wirklichkeit verändern können, betreffe es das Lernen in der Schule, ein gemeinschaftliches Miteinander über Generationengrenzen hinweg … was auch immer. Das ist wichtiger, als sich durch die Beschäftigung mit dem vierfach Bösen in den anthroposophischen Keller ziehen zu lassen.

Steiner, dem ich viel verdanke und sehr schätze (und deshalb der Anthroposophischen Gesellschaft gewiss nicht beitrete), hat meines Erachtens diese - um es mit den Plejadern zu formulieren - explosionsartige Ausdehnung des Lichtes auf der Erde und in den Menschen nicht vorausgesehen.

Es ist wichtig, dass wir dem Licht vertrauen und unseren Ideen - und dem Parteien-(Un)Wesen tschüss sagen!

 


Sonntag, 3. Mai 2026

Kennzeichnend für deutsches Wesen: der "Lorscher Bienensegen" steht am Anfang literarischerAufzeichnungen


Gewiss, wir finden auch die Merseburger Zaubersprüche, die in der gleichen Zeit, also im 10. Jahrhundert aufgeschrieben wurden und der germanischen Götterwelt huldigen, so wie wir ebenso Opferverse, Orakelsprüche und Zauberformeln zu dieser Zeit finden, mit Hilfe derer die Menschen, die im frühen und späten Mittelalter noch viel mehr dem Übersinnlichen zugetan waren, um Schutz und Beistand ihrer Stammes- und germanischen Gottheiten baten.

Wenn auch der Lorscher Bienensegen dem Typus des germanischen Zauberspruchs gleicht - es finden sich Langverse und abschließende Kurzzeilen mit Alliterationen und unreinem Endreim, unterteilt in Ausfahrtssegen und Bannsegen - so wirkt doch sein erstes Wort wie ein Fanal. Der Bienenvater wendet sich an Christus, nicht an Wotan oder Thor:
Kirst, imbi ist hûcze
Nû fliuc dû, vihu mînaz, hera
Fridu frôno in munt godes
gisunt heim zi comonne
Christus! das Bienenvolk ist ausgeschwärmt!
Nun fliegt, meine Tiere, (wieder) her,
damit ihr im Frieden des Herrn,
in Gottes Schutz gesund heimkommt!
Christus, Herr, Gott und Maria: Im Ausruf des Bienenvaters zeigt sich nicht nur eine christliche Überlagerung des Heidnischen, wie gern in der Literaturgeschichtsschreibung formuliert wird.      
Hier wirkt Arbeit und Leben erfüllt von überzeugender Christlichkeit, die auch mit großer Selbstverständlichkeit das göttlich Weibliche mit einschließt.
Die weiteren Strophen lauten:
Sitz, sitz, Biene!
Das hat dir die heilige Maria befohlen:
du sollst keine Erlaubnis haben,
in den Wald zu fliegen,

du sollst mir weder entwischen
noch entweichen!
Sitz ganz still
und tu, was Gott will!
Die letzte Zeile: "Uuirki godes uuillon": Gottes Wille - die höchste Ebene des ´Vater Unser´  beendet diese Anrufung.

Der Lorscher Bienensegen ist nicht zufällig einer der ersten schriftlich erfassten Dokumente unserer deutschsprachigen Kultur. Er verweist in ganz besonderer Weise auf ihre Reichhaltigkeit. Ihre Tiefe und ihr Reichtum sollten gerade heute mehr Menschen bewusst werden, damit es unseren Politikern und nur auf das Materielle fixierten Mitbürgern nicht gelingt, den Abbau, ja die Zerstörung deutschen Bewusst-Seins, das über hunderte von Jahren gewachsen ist und nun zu verwesen droht - ich erinnere nur an den Parzival des Wolfram von Eschenbach, Goethes Faust und die seelisch-geistig so bedeutsame Blaue Blume des Novalis - weiterhin voranzutreiben. Wenn dies zumeist auch nicht willentlich geschieht, so sind diese Menschen doch in Händen von Kräften, die die seelisch-geistige Qualität deutschsprachiger Kultur und damit deutschen Bewusst-Seins nicht sich in der aktuellen Realität verwirklicht und zu neuer Blüte entfacht sehen wollen.

Worin liegt die besondere Bedeutung dieses Segens, der vermutlich im benediktinischen Reichskloster Lorsch entstanden ist und sich kopfüber am unteren Rand einer Seite der Visio St. Pauli findet, einem christlichen Kodex aus der Karolingerzeit?

Sie liegt in der Realität und dem symbolischen Wesensgehalt der Biene. 
Die Biene war ja zu damaliger Zeit ein wichiges Nahrungsmittel; ihr Wachs war unerlässlich für das Licht der Kerzen; zugleich diente ihr Honig Konservierungsgzwecken und er war eine wichtige Einkommensquelle für Klöster und örtliche Gemeinschaften. 
Doch war die Biene im Bewusstsein der Menschen, die noch viel mehr mit der Natur verbunden waren, weit mehr. Ihre spirituelle Bedeutung ist in Vergessenheit geraten und ich halte es für einen großes Verdienst Rudolf Steiners, dass er in mehreren Vorträgen diese spirituelle Bedeutung aus der Vergessenheit geholt hat.

Das Wesen der Biene ist pure Selbstlosigkeit und ihr Werk besteht darin, nichts für sich zu behalten, sondern alles weiterzugeben zum Wohle eines übergeordneten Seins. Mit ihr und in ihr finden wir das Wirken des Geistes in der Natur und genau deshalb enthält sie so wertvolle Hinweise für uns Menschen und für unsere Kultur. 
Es ist ja wichtig, dass wir Menschen unsere Individualität und unser Ich-Bewusstsein erfahren und entfalten, aber die Weisheit des Seins weist weit über das pure Ausleben der Individualität des Einzelnen hinaus. Darauf verweist die Weisheit des Bienenstockes, die für Rudolf Steiner so außerordentlich war und im Grunde ist es für mich fast unglaublich, dass wir seiner Meinung nach diese Weisheit als Menschheit erst in der übernächsten Verkörperung der Erde, in vielen, vielen Millionen von Jahren - Steiner bezeichnet diese Existenz der Erde mit Venus - erreichen sollen. Und ebenso fast unglaublich empfinde ich seine Aussage:"Die Biene ist das Symbolum des Geistesmenschen, Atma, der nichts von Sterblichkeit weiß."
Diese Aussage bezieht sich auf das Wesen der Biene und die Tatsache, dass sich in ihrer Form ihr ursprüngliches Wesen zeigt, das zurückgeht bis zum alten Saturn, wie Steiner die erste Verkörperung der Erde nennt. Zu jener Zeit, die Milliarden und Abermilliarden Jahre zurückliegt und in der wir auch die Anfänge menschlichen Seins finden, waren Mensch und Biene gleichermaßen noch verbunden mit höchster göttlicher Geistigkeit, zu der wir als Menschen, erfüllt mit Erfahrungen einer unendlich langen Reise und mit einem auf diesen Erfahrungen basierenden für uns noch nicht erfassbaren Bewusstsein, zurückkehren werden, erfüllt mit dem Honig dieser langen Reise, wie sie uns auch im Gleichnis vom verlorenen Sohn vermittelt wird.  Steiner nennt den Zustand der Erde, in dem wir uns dann befinden werden, Vulkan,

In einem Vortrag vom 2. Januar 1924 äußert er die einzelne Biene sei dumm. "Sie hat Instinkte, aber sie ist dumm; aber der ganze Bienenstock ist außerordentlich weise."

Ich finde die Charakterisierung als dumm unpassend, weil sie Leser, die diese Bemerkung nicht einzuordnen wissen, unnötig irritieren kann; ich vermute, Steiner wollte den Kontrast zu der Weisheit des Bienenstocks betonen und in den Blickpunkt rücken: Sieh auf das Ur-Wesen der Biene; ihr eigentliches ewiges Wesen ist unsterbliche Geistigkeit!

Auch unser Wesen ist unsterbliche Geistigkeit. 
Die Biene zeigt uns in ihrer Form unsterbliche Geistigkeit. 
Wenn wir in diesem Bewusstsein auf eine Biene schauen,  können wir an dieser Geistigeit teilhaben, wenn wir wollen.

Aus diesem Grund ist es für mich etwas Besonderes, dass wir dem Lorscher Bienensegen zu Beginn unserer sprachlich verfassten Kultur finden. Deshalb widme ich ihm diesen Beitrag.

PS:
Hier der Link zu Rudolf Steiners Zitaten zum Wesen der Bienen:



Donnerstag, 16. April 2026

🌺 Den anderen Menschen seelisch in sich auferstehen lassen 🌺

 Und das ist das ungeheuer Wichtige, dass in uns der Trieb erwacht, nicht bloß den Menschen, wenn wir ihm gegenüberstehen, nach Sympathien und Antipathien zu empfinden, nicht bloß in uns den Trieb erwachen zu lassen, irgendetwas am Menschen zu lieben oder zu hassen, sondern ein liebe- und hassfreies Bild, wie der Mensch ist, in uns zu erwecken.

Sie werden vielleicht nicht empfinden, dass das, was ich jetzt sage, etwas ungeheuer Wichtiges ist.
Es ist etwas Wichtiges.
Denn diese Fähigkeit, ohne Hass und Liebe ein Bild des anderen Menschen in sich gegenwärtig zu machen, den anderen Menschen seelisch in sich auferstehen zu lassen, das ist eine Eigenschaft, die mit jeder Woche in der Entwickelung der Menschen, ich möchte sagen, mehr oder weniger dahinschwindet, das ist etwas, was die Menschen nach und nach ganz verlieren. Sie gehen aneinander vorbei, ohne dass der Trieb in ihnen erwacht, den anderen Menschen in sich auferwachen zu lassen.
Das ist aber etwas, was bewusst gepflegt werden muss ...
(R. Steiner in der GA 186, S. 171f)

Man sieht, wie die Zeiten sich ändern!
Gewiss tendiert ein Teil der Menschheit dahin, andere mit Hass zu überziehen - und das zunehmend;
es gibt aber andererseits immer mehr Menschen, die im Gegenüber seine Seele suchen in der oft noch unbewussten Hoffnung, seine Ursprünglichkeit zu entdecken, den göttlichen Geist in ihm. Sie tun das, weil sie auf der Suche nach ihrer eigenen Ursprünglichkeit sind, ihrer göttlichen Abstammung.


Niemand sollte irritiert sein über die zunehmende Hasskultur, das zunehmende Bewerten und Ausgrenzen anderer.
Es kann gar nicht anders sein.
Die Wesenheiten, die hinter diesen Emotionen und mentalen Einstellungen stehen, spüren, dass Bewegungen der Liebe sich mehr und mehr Bahn verschaffen; sie spüren, dass es ihnen an den Kragen geht und sie sich in einem finalen Kampf befinden; deshalb setzen sie alle Mittel ein; doch, wie gesagt, dass darf nicht irritieren, nicht Zweifel in uns aufkommen lassen.

🌟 Die Erde ist auf dem Weg, ein Stern der Liebe zu werden.
🌟

Donnerstag, 9. April 2026

Auferstehung zu heiliger Spiritualität

Gemessen an der Tatsache, dass die Beziehung zwischen Sexuellem, auch zwischen Sexualität und Christusbewusstsein zu den fundamentalsten Aspekten im Werk Rudolf Steiners zählt, wurde ihr von ihm recht wenig Raum eingeräumt. Obwohl ein Sigmund Freud damals die Sexualität wissenschaftlich hoffähig machte, war sie dennoch für viele Menschen ein Tabuthema - übrigens auch noch heute. Ich vermute, Steiner hat die Zeitumstände berücksichtigt. 

Was allerdings von großer Bedeutung ist, ist die Tatsache, dass er sich in Sachen Sexualität und Liebe in einen eklatanten Widerspruch verwickelte. So formulierte er in zwei Vorträgen 1912, dass Sexualität und Liebe gar nichts miteinander zu tun hätten 

Es ist deshalb von großer Bedeutung, weil viele Anthroposophen - natürlich beiderlei Geschlechts - dem geistlosen Verständnis von Sexualität und Liebe auf den Leim gegangen sind - man kann sich nicht des Eindrucks verwehren, dass sie den geistigen Fehltritt Steiners noch heute gern nutzen, um sich dem Thema der Sexualität zu entziehen. Ich gehe in diesem Video darauf ein. In der Anthroposophie ist Sexualität kein Thema

Es ist jedoch zugleich so, dass wir es Steiner verdanken, den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Sexualität und Christusbewusstsein sehen zu können - wer es denn will, vielleicht ja auch bald einige Anthroposophen. Steiner hat den Ursprung der Sexualität in geistiger Liebe betont, 1904, 1905 und 1923.

Notwendig ist eine bewusste Auferstehung, eine bewusste Hinwendung zum Thema der Sexualität, denn das Christusbewusstsein, will es sich in unserem Leben realisieren, bedarf dieser Hinwendung. Vor allem aber wäre es Aufgabe der Anthroposophie, Jugendlichen zu vermitteln, welche Bedeutung körperliche Liebe für die Bewusstseinsentwicklung eines Menschen haben kann, wie sehr sie Einfluss nehmen kann auf die Entwicklung des Ätherleibes hin zu einem Leib des Lichtes und der Liebe.

Unter diesem Aspekt sehe ich auch das Engagement der Maria Magdalena, das ich in den ersten beiden Videos zum Thema der spirituellen Sexualität angesprochen und dem ich mittels wertvoller Zitate Raum gegeben habe. In ihren Worten wird u. a. deutlich, warum in unserer Zeit eine göttliche Weiblichkeit, der sich gerade Frauen bewusst zuwenden sollten, so wichtig und wertvoll ist. In den abschließenden Worten im Rahmen dieses Videos ist es ein Mann, White Eagle, der diese Sicht unterstützt.





PS Hier die beiden Beiträge auf "Freie Anthroposophie" - auch der gelöschte: 



- der gelöschte: 

Freitag, 3. April 2026

Die Zeit, da Anthroposophen Hüter und Multiplikatoren mephistophelischer Sexualität waren, geht zu Ende! Wenn auch noch zögerlich ...

Rudolf Steiner hat 1912 in mehreren Vorträgen sehr deutlich betont, dass Sexualität und Liebe nichts miteinander zu tun haben

In diesen Vorträgen sind ihm meines Erachtens von dunkelgeistigen Kräften die Augen zugehalten worden, ja, die Energie dieser Kräfte griff deutlich auf ihn über, wenn man den zum Teil rigiden Ton wahrnimmt, mit dem er eine falsche Sicht in Bezug auf das Verhältnis von Sexualität und Liebe vermitteln wollte, nämlich dass beide nichts miteinander zu tun hätten (Textstellen s. Link unten). 

Es geht nicht um eine Be- bzw. Verurteilung dessen, was Steiner hier anrichtete, und ich persönlich stelle für mich auch nicht im Geringsten Steiners Wirken infrage, eher macht ihn mir das sympathischer, weil es menschlich ist. Wir wissen, wie intensiv selbst Jesus und mit ihm der Gottessohn in der berühmten Versuchung angegriffen worden sind. Und welche Macht hier unterwegs ist, zeigt sich, dass hundert Jahre lang die anthroposophische Bewegung nicht in der Lage war, Steiners 1912 geäußerte Sicht richtigzustellen und auf seine Aussage 1923 zu verweisen:
was in der Sexualität ursprünglich lebt, ist durchdrungen von der geistige Liebe. Sie ist jene, die aus geistiger Sicht Gültigkeit hat.

Colibris Colibris alias Jean Bon, der Admin der Facebook-Gruppe "Freie Anthroposophie. Anthroposophie libre ...", hat in der Auseinandersetzung über die Löschung meines zweiten Beitrages (hier eingestellt am 30. März) als deren Grund angegeben: 
Dieser Post habe ich bewusst gelöscht. Freie Anthroposophie bedeutet nicht alles posten, sondern aufpassen. (...) Die Gefahren und Widersacher sind überall da und lauern auf jeder Möglickeit die Anthropsophie zu korrumpieren. (...) Den zweiten habe ich gelöscht, da es zu weit in den Irrtum ging und Johannes Klinkmüller hat ohne meine Fragen zu beantworten weiterhin sein Unfung treiben wollen. Wenn einige von Euch denken dass das 2. Logos die Sexualität ist, denn bitte können sie sich an derjeniger der diese These verbreitet weiter wanden, aber nicht mehr hier. Liebe und herzliche Grüße.
Aus dem gelöschten Beitrag geht eigentlich deutlich hervor, dass ich nur Steiner wiedergebe und jener es war, der vermittelte, dass (mit Golgatha) das Sexuelle der zweite Logos wurde, also der Sohn, Christus (Textstellen s. Link unten).

Im Grunde hat Jean Bon nicht nur meinen Beitrag, sondern die Ansicht Steiners, 1905 geäußert, gelöscht, die zum Verständnis des Sexuellen so wichtig ist und auf jene von 1923 im Grunde vorverweist.

Und wie wichtig es Jean Bon war, der mephistophelischen Sicht auf das Sexuelle, wie ich sie in der Facebook-Gruppe und hier in meinem am 27. März veröffentlichten angesprochen habe, zum Sieg zu verhelfen, die bekanntlich ein Feind der sexuellen Liebe ist, macht deutlich, dass er im Rahmen dieses in seiner Gruppe veröffentlichten Beitrages (überschrieben "Warum Anthroposophen nicht zu Christus, zum Christusbewusstsein gelangen") unter vier verschiedenen Kommentaren den Kommentierenden in jeweils ausführlichem Auszug die Sicht Steiners von 1912 entgegenhielt, die der Entgeistung des Sexuellen das Wort redet.

Meines Erachtens tobt gerade auf der geistigen Ebene ein Kampf, in dem es darum geht, die Sexualität aus mephistophelischer Geiselhaft zu befreien, über die ich in meinen Beiträgen geschrieben habe und auf die Steiner im Zusammenhang mit seiner Besprechung des "Faust" eingeht. 

Das Sexuelle, wenn es befreit ist, führt zu Christus. Das ist eine Sicht, der sich die Anthroposophie über 100 Jahre verweigert hat, indem sie nicht darüber sprach, wiewohl es mit zum Fundamentalsten gehört, was Steiner geäußert hat. Die ernst zu nehmenden Aussagen Steiners von 1905 und 1923 (siehe Link) weisen eindeutig darauf hin, dass das Sexuelle, dass Sexualität von ihrem Ursprung her mit geistiger Liebe verbunden ist und dass es gilt, dieses Bewusstsein wieder freizulegen.


Wenn Jean Bon mir in einem Kommentar schreibt: Das sexuelle wird in der Zukunft nicht mehr geben und dies zum Glück. Es wird nur noch den Christus geben., dann zeigt sich in seinen Worten - "und dies zum Glück" - die ganze Crux einer in Bezug auf das Sexuelle blockierten Anthroposophie, denn nicht das zukünftige Verschwinden des Sexuellen ist ein Glück, sondern seine reale Existenz. Das Sexuelle wurde Christus, wie Steiner schreibt, es führt uns zu Christus, es ist Christus, weil es aus geistiger Liebe geboren ist.
 
Klar, Sexualität kann für die Seele tödlich sein, wenn sie missbraucht wird, darauf weist Steiner hin, und wir werden gerade in unseren Tagen Zeugen dafür, dass das innerhalb der Menschheit tatsächlich geschieht. Umso wichtiger wäre es, wenn die Anthroposophie endlich aufsteht und die wahre Bedeutung der Sexualität und des Sexuellen für die seelische Entwicklung des Menschen bekundet.

In der Anthroposophie gibt es Kräfte, die im Banne Ahrimans sind und das verhindern wollen; Jean Bon gehört dazu und beeinflusst leider über 3000 Mitglieder der von ihm geleiteten Gruppe. Mittlerweile hat er die Frau, die in einem Beitrag nachfragte, wie die Löschung meines zweiten Beitrages mit einer ´Freien Anthroposophie´ vereinbar sei, ebenfalls ausgeschlossen. Viele Kommentare haben mir gezeigt, dass die Auffassung Steiners zum Sexuellen, zur Sexualität gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Eine Sexualität, die die geistige Entwicklung des Menschen unterstützt: noch sind dafür recht wenige offen.

Befreite Sexualität bedeutet - darauf weist bekanntlich Maria Magdalena in ihrem "Manuskript" hin, dass die lunare und solare Schlange im Menschen aufsteigen, dass Männliches und Weibliches miteinander im Gespräch sind: in unserem Leben haben Männliches und Weibliches nicht immer die gleiche Bedeutung. Je nach Lebenssituation ist das eine oder das andere gefordert. Aber sie sind im Austausch, unterstützen sich, geben sich Kraft, so wie es im realen Leben zwischen Mann und Frau auch sein soll.
Heilsame Sexualität hat zur Folge, dass der Ätherleib immer stärker, immer leuchtender, immer lichter wird, bis er von innig-geistiger Liebe erstrahlt. Es geht darum, dass diese Energie den Menschen ergreift und ob das mittels körperlicher, heiliger Liebe geschieht - zweifellos überfordert Magdalenas Sicht noch den ein oder anderen erheblich - oder durch Übungen für den Ätherleib und den Aufstieg der Schlangen, wie sie in Tom Kenyons und Judi Sions "Das Manuskript der Magdalena" angeboten werden oder auf andere Weisen, die zu Christus führen, ist in meinen Augen drittrangig. 
Entscheidend ist, dass wir uns auf dem Christus-Weg befinden.

Wir leben in einer Zeit, in der die Geistige Welt unser Augenmerk auf die Bedeutung des Sexuellen, der Sexualität richtet. Manche setzt das ungeheuer unter Druck und die geistige Enge, die damit zusammenhängt, kann viele Ursachen haben; sie können in früheren Leben liegen oder auch vorwiegend in der familiären Sozialisation, in beidem zugleich und noch manchem anderen. In jedem Fall müssen wir Ahriman und Luzifer am Werk sehen. 

Ich möchte allen Menschen viel Mut wünschen, ihre Lebensenergie, ihre sexuelle Energie zu stärken und ihrem Ätherleib die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ruht doch in seiner Tiefe die Liebe.





Montag, 30. März 2026

Anthroposophie und Zensur: Mein auf der FB-Gruppe "Freie Anthroposophie" gelöschter Beitrag zum Thema "Sexualität und Liebe"

Friedrich Hebbel, Das Heiligste 
Wenn zwei sich ineinander still versenken,
Nicht durch ein schnödes Feuer aufgewiegelt,
Nein, keusch in Liebe, die die Unschuld spiegelt,
Und schamhaft zitternd, während sie sich tränken; 
Dann müssen beide Welten sich verschränken,
Dann wird die Tiefe der Natur entriegelt,
Und aus dem Schöpfungsborn, im Ich entsiegelt,S
pringt eine Welle, die die Sterne lenken. 
Was in dem Geist des Mannes, ungestaltet,
Und in der Brust des Weibes, kaum empfunden,
Als Schönstes dämmerte, das muß sich mischen; 
Gott aber tut, die eben sich entfaltet,
Die lichten Bilder seiner jüngsten Stunden
Hinzu, die unverkörperten und frischen.

Friedrich Hebbel lebte von 1813 bis 1863 und wenn ich seine Verse, so beeindruckend in der Form eines Sonetts gestaltet, lese, dann dünkt mich, hier schrieb einer schon vor mehr als 150 Jahren aus einem geisteswissenschaftlichen Bewusstsein und aus einem Maria-Magdalena-Bewusstsein heraus.

Auf das geisteswissenschaftliche Bewusstsein komme ich später zu sprechen.
Es leidet leider ganz entscheidend darunter, dass Rudolf Steiner sich sehr widersprüchlich zur Sexualität geäußert hat und 1912 mehrfach eine ganz andere Sichtweise im Hinblick auf Sexualität äußerte als 1923. Auffallend ist, dass unter Anthroposophen fast ausschließlich jene Sicht zitiert wird, die bis heute fatale Folgen hat und in meinen Augen die Anthroposophie, was Sexualität betrifft, in eine mephistophelische Sackgasse geführt hat.

Bekanntlich hat ja Steiner auch beispielsweise im Hinblick auf die Ursachen von Schillers Tod seine Sicht innerhalb von 8 Jahren fundamental geändert.

Für mich persönlich sind beide Tatbestände kein Anlass, meine Wertschätzung und Dankbarkeit ihm gegenüber herabzusetzen.
Die Anthroposophie und ihre Gesellschaft hatte über 100 Jahre hinweg Zeit, die offen zutage liegende Widersprüchlichkeit zur Sprache zu bringen und dahingehend zu nutzen, klar anzusprechen, dass das Sexuelle und Sexualität Grundlage für unsere Himmelfahrt ist - in Anlehnung an Magdalena:

Die Kirche behauptet, dass ich eine Hure war, doch ich sage euch jetzt, dass die Kirche die Hure ist, denn sie will euch weismachen, dass Frauen verdorben sind und dass die sexuelle Leidenschaft zwischen einem Mann und einer Frau böse ist. Doch genau hier, in der magischen Anziehungskraft der Leidenschaft, entsteht die Grundlage für die Himmelfahrt.!
Und an anderer Stelle formuliert sie:
Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Maria Magdalenas "Manuskript" erschien ja in englischer Sprache erstmalig 2002 unter dem Titel "The Magdalena Manuscript", für mich mit drei Schwerpunkten:

- Sie entlarvt die Kirche - übrigens haben auch Jeanne Ruland & Marion Hellwig in "Maria Magdalena. Lebe und heile deine Weiblichkeit" die Story von der Dämonenaustreibung entlarvt -; 

- mit der größten Selbstverständlichkeit spricht sie von der Bedeutung des Weiblichen
ich sage euch jetzt, dass im Herzen, im Verstand und in der Körperweisheit des Weiblichen einige der größten Geheimnisse und Kräfte ruhen, die darauf warten entdeckt zu werden. Und sie offenbaren sich alle durch die gegenseitige Berührung!
- und sie vermittelt die Bedeutung der Ätherkörper, die im Altägyptischen Ka-Körper genannt wurden
In den Ka-Körpern der Liebenden selbst nimmt Horus Form an und fliegt ...
oder wie Hebbel auf seine Weise formulierte:
Gott aber tut, die eben sich entfaltet,
Die lichten Bilder seiner jüngsten Stunden
Hinzu, die unverkörperten und frischen.
Bevor ich mich Steiners Verständnis von und Verhältnis zur Sexualität zuwende, möchte ich sagen, dass niemand durch die Existenz des "Manuskriptes" von Magdalena sich getriggert fühlen möge. Es ist ein Angebot der Geistigen Welt in und für unsere Zeit; aber es gilt: jeder möge das Angebot finden, das für ihn angemessen ist.

Mir erscheint nur wichtig:
Jeder unter uns hat eine sexuelle Biographie und sie sollte unsere Beachtung finden und dabei spielt im Grunde keine Rolle, ob sie erfreulich ist oder nicht. Doch sich ihr zu stellen bedeutet, sich der lunaren und solaren Schlangen in uns zuzuwenden und Sorge zu tragen, dass sie nicht mehr - falls das der Fall ist - am Grunde der Wirbelsäule dahindümpeln. 

Es gibt keinen Weg zu Christus ohne das Sexuelle, ohne ein Bewusstsein für die Bedeutung des Sexuellen.

In einem an mich gerichteten Kommentar im Rahmen meines letzten Beitrages las ich: 
Das sexuelle wird (es) in der Zukunft nicht mehr geben und dies zum Glück. Es wird nur noch den Christus geben.
In diesem einen Satz offenbart sich für mich die ganze Crux einer dogmatischen, sexualfeindlichen Anthroposophie.
Wir dürfen dem Sexuellen dankbar sein, denn der Sexualität, verbunden mit der Trennung der Geschlechter, verdanken wir unsere Fähigkeit zu denken und ohne das Sexuelle gäbe es nicht Christus als Erdenherr und Bewusstsein der Menschheit. Ich habe ja auf die Stelle in Steiners GA 93a verwiesen, in deren Rahmen er sich entsprechend äußert.

Für das Dilemma in Sachen Sexualität, in dem sich die Anthroposophie befindet, ist Steiner meines Erachtens maßgeblich mitverantwortlich. 

1912 äußert er in der GA 143:
Sexualität und Liebe haben gar nichts miteinander zu schaffen. Sexualität ist etwas, das mit der reinen, ursprünglichen Liebe überhaupt nichts zu tun hat.
Und in der GA 133 äußert er sich vergleichbar.
1923 spricht Steiner sich allerdings ganz anders aus, ja gegenteilig:
was in der Sexualität ursprünglich lebt, ist durchdrungen von der geistigen Liebe. (GA 225, S. 182)
Das ist eine völlig andere Sicht auf das Sexuelle und die Sexualität.

Die ultimativen Formulierungen aus dem Jahr 1912 haben mit dazu beigetragen, dass Anthroposophen, vor allem dann, wenn sie mit der Sexualität Schwierigkeiten haben (und das ist keine Schande), in ihnen ihre Einstellung legitimiert sehen, sie totzuschweigen, eine Einstellung, die Luzifer und Ahriman in die Hände spielte und spielt.

Natürlich hat der Materialismus zu einer Dämonologie der Liebe in der Sexualität geführt und dass so viele Menschen Liebe und Erotik in eins setzen, desgleichen Liebe und Sexualität.

Doch das ist es ja, was Anthroposophen genau nicht übernehmen dürfen!

Steiner hat ein entgeistetes Sexuelles 1912 zur Grundlage seiner Äußerungen gemacht. Dabei ist das Sexuelle eine Schöpfung der Geistigen Welt zum Leben hin, zu Christus, dem Sohn. 

Gäbe es einen Sohn ohne das Sexuelle?

Sexualität ist durchdrungen von der geistigen Liebe.

In einem weiteren Kommentar wurde Bezug genommen auf die wegweisende Aussage Steiners
Das Sexuelle, das in der lemurischen Zeit herauskam, das wird, wenn wir es zurückverfolgen, wenn wir es in seiner immer höheren und höheren Natur sehen, der zweite Logos. Durch das Kama-Prinzip heruntersteigend wurde es Jehova; durch das Buddhi-Prinzip hinaufsteigend wurde es das Christus-Prinzip. (GA 93a, S. 149)
und gefragt:
Was heisst das konkret, durch das Kama-Prinzip herabsteigend wurde es zu Jehova, durch das Buddhi-Prinzip hinaufsteigend zum Christus-Prinzip? Was ist damit gemeint mit dem zweiten Logos, wo im gleichen Satz ein Zurückverfolgen und ein Zukunftsprinzip angesprochen ist -„das wird…"
Die Fragen waren mir, als ich sie las, sehr bekannt, ich hatte sie mir nämlich auch gestellt und ich war eine ganze Weile ziemlich verzweifelt, weil ich spürte, dass, wenn ich sie nicht beantworten kann, ich nicht wirklich die Bedeutung des Sexuellen verstehe.
Ich bin kein Steiner-Experte und dass ich hier überhaupt nur schreibe, liegt daran, dass ich den Klängen der Hathoren folge und so auf das Magdalena-Manuskript gestoßen bin, dessen Inhalt zum Wertvollsten gehört, was ich gelesen habe; wenig später traf ich auf obigen Steiner-Satz zum Sexuellen und fand: 

Das genau ist es, was doch auch Magdalena möchte: mit Hilfe des Sexuellen zu Christus. 

Wobei für mich außer Frage ist, dass damit nicht unbedingt nur gelebte körperliche Sexualität gemeint ist; viele leben ja allein oder leben in einer Beziehung, in der Magdalenas ´Praxis der vier Schlangen´ schon allein deshalb nicht möglich ist, weil der Partner davon nichts wissen will.
Nein, es geht darum sich bewusst zu werden, dass wahrhaft Männliches und wahrhaft Weibliches in uns aufsteigen und wie die solare und lunare Schlange miteinander im Gespräch sein können, die eine schwarz, die andere golden, wobei das Schwarz der weiblichen Schlange eine tiefe Bedeutung hat. - Aus der Sicht Magdalenas:
Aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht. Doch durch die Vereinigung von Sonne und Mond, durch die Vereinigung des maskulinen und des femininen Prinzips, im Gleichgewicht und energetisch ausgeglichen, kann wahre Erleuchtung erreicht werden.
Was bedeutet es nun, dass das Sexuelle durch das Kama-Prinzip herabsteigend Jehova wurde?

Luzifer hatte die Absicht, so vermittelt Steiner, die Sexualität wegzuschaffen und den Menschen ganz im Geistigen aufgehen zu lassen. Hier nun kommt Jahve ins Spiel, dem das physische Leben wichtig ist und der den Menschen an das physische Leben zu binden vermag - man kann auch unter diesem Aspekt das Alte Testament lesen. Er vereitelt die Pläne Luzifers und ist auch deshalb von Bedeutung, weil es ohne Erde kein Christusbewusstsein gibt.
Dass der Mensch wie im Buddhismus aus dem Rad der Wiedergeburten entkommen will, entspricht nicht dem Christusbewusstsein.
Wir sind hier, um die Erde heiligen zu helfen, ja, eine neue Erde zu bauen. 

In der vorchristlichen Jahve-Phase spielt Kama, spielen die Begierden, Triebe, das sexuelle Verlangen und Genusssüchte eine bedeutende Rolle; sie sind es zum einen, die den Menschen an die Erde binden und dass sie das so gründlich tun, hängt damit zusammen, dass die luziferische Versuchung früher, als von der Geistigen Welt geplant, kam.
Kama ist zum anderen zugleich Voraussetzung dafür, dass wir - auch aus damit verbundenen tiefen Leiderfahrungen - ein tiefes Bewusstsein für das bekommen, was uns heute bewegt: Christus.
Er ist es, mit dessen Hilfe wir Kama überwinden. 

Das Sexuelle, das in der geistigen Liebe wurzelte und durch Luzifer verschüttet wurde, findet zurück zur geistigen Liebe in Christus, die nun allerdings eine andere Qualität hat. 

Wir verstehen unsere Zukunft, wenn wir zurücksehen. Die geistige Konsistenz, die wir an unserem Ausgangspunkt, dem alten Saturn - wie Steiner die erste Erdinkarnation nannte - hatten - wir waren Wärme, Feuer - werden wir zukünftig wieder haben. Nur werden wir bewusst Geist, bewusste Wärme, bewusstes Feuer sein.
Wir finden auch den zweiten Logos, den Sohn, in der Vergangenheit. Wir werden ihn in der Zukunft finden, wenn wir Christus in Bewusstheit annehmen. 

Dies ist möglich, weil es das Sexuelle gibt, wie es seit Lemurien existiert!

Dass wir im Moment Zeugen schrecklicher Verirrungen werden, gehört zu diesem Prozess dazu. 

Was ich bedauerlich finde, ist, dass die Anthroposophie insgesamt so wenig die Stimme öffentlich erhebt. Es hängt damit zusammen, dass in ihr die geistig-sexuelle Energie blockiert ist.

Möge sich das ändern!

Dienstag, 10. März 2026

´Sehendes Denken´ und aktuelles Zeitgeschehen

In diesen Zeiten, in denen so viele Gedankenfetzen durch die Lüfte fliegen und in vielen Menschen landen, von denen doch die meisten gar nicht reflektieren, dass sie im Grunde die ganze Zeit gedacht werden, ist es ungeheuer wichtig, immer wieder zu überprüfen, ob ich gedacht werde oder selbstverantwortlich denke. Die berühmte Tempelreinigung muss immer wieder auch in unserem Kopf als Kopfreinigung stattfinden, denn es gab wohl kaum eine Zeit, in der so viel klebrig-dunkle Gedankenfetzen durch die mentalen Lüfte flogen, wo doch auch ganze Industrien, Fabriken, Menschenbatterien, bevorzugt aus Russland, Tag für Tag Falschmeldungen streuen und Menschen dafür bezahlt werden, dass sie täglich ein bestimmtes Quantum an Falschheiten in den diversen Medien platzieren.

Doch geht es nicht nur um diese massenhaften Falschheiten; es geht auch darum, wie viele spirituelle Menschen die 3-D-Ebene mit entsprechenden Gedanken bedienen und meinen, sie müssten das Arsenal an Gedanken zum Iran-Krieg, zu Epstein und diversen Konflikten erweitern.
Es gibt Zeitgenossen, die ziehen sich aus allem zurück und meiden sozusagen den Kontakt mit der 3. Dimension, sprich dem Abgesunkenen, Bösen. Für mich ist das der falsche Weg. Ich persönlich informiere mich über das Notwendigste, soweit ich das beurteilen kann. Nur über das Notwendigste deshalb, weil ich wahrnehme, dass es kaum einen höheren Grad an seelischer Verseuchung gibt als beispielsweise den, der durch die Beschäftigung mit Epstein und den entsprechenden Files geschieht. Unglaublich, was in die Seele einsickert, wenn man immer wieder Artikel dazu liest und womöglich entsprechenden Gedanken in einem selbst eine Weile freien Lauf lässt.
Gewiss ist es eine Gratwanderung, das richtige Maß hier zu finden. Helfen kann meines Erachtens die Orientierung an dem, was ein Steiner ´reines Denken´ oder ´Herzdenken´ nannte, ja auch ´sehendes Denken´:
Das Sonnenhafte, das der Mensch durch lange Zeiten nur aus dem Kosmos in sich aufnahm, wird im Innern der Seele leuchtend werden. Der Mensch wird von einer «inneren Sonne» sprechen lernen. Er wird sich deshalb in seinem Leben zwischen Geburt und Tod nicht weniger als Erdenwesen wissen; aber er wird das auf der Erde wandelnde eigene Wesen als sonnengeführt erkennen. Er wird als Wahrheit empfinden lernen, daß ihn im Innern eine Wesenheit in ein Licht stellt, das zwar auf das Erdendasein leuchtet, aber nicht in diesem entzündet wird. Von dieser Tatsache, daß die Ideen des Menschen nicht nur «denkend» bleiben, sondern im Denken «sehend» werden, hängt unermeßlich viel ab. [GA 26, 67f]
So wichtig ist der Hinweis Steiners und das Bewusstsein, Erdenwesen zu sein. Nur als bewusstes Erdenwesen sind wir in der Lage, sonnengeführt - geführt durch die geistige Sonne! - auf das Erdendasein zu leuchten, damit Menschen sehend werden; zu viele noch lassen ihre Gedanken durch Erdenfeuerwerk illuminieren.

Im Denken sonnengeführt sehend werden! Dann können Ideen ihre Leuchtkraft entfalten!

Achten wir immer wieder darauf, dass unser Denken sonnengeführt ist. Verwechseln wir nicht das Licht Luzifers mit der geistigen Sonne des Christuslichtes. Luzifers Gedanken wirken oft ach so geistvoll. Und vergessen wir auch nicht, Luzifer hält in vielen Kirchen die "geist"vollsten Predigten.
Nur über unseren Wunsch und unser Bedürfnis, zum Kern der Wahrheit vorzudringen, die allein Christus in uns vermittelt, erkennen wir den ahrimanisch trocken-brillanten und meist doch so humorlosen Intellekt und jenen, der oft so geistreich luziferisch herüberkommt.

Insgesamt möchte man gerade Menschen, die ernsthaft spirituell unterwegs sind, empfehlen, immer zu überprüfen, ob eine Veröffentlichung oder ein Kommentar sinnvoll ist. Zu oft provozieren Veröffentlichungen und Kommentare Worte und Gedanken, die unserer Erde nicht guttun!
Sehend Denken! Sehend sprechen! Sehend veröffentlichen!

Montag, 2. März 2026

Das übliche Verständnis der biblischen Evangelien ist ein Weg von Christus weg in Halluzinationen.

Als ich zum ersten Mal Rudolf Steiners Aussagen zu den Auswirkungen der Evangelien und ihres traditionellen Verständnisses las, war ich doch verblüfft, wie kompromisslos er seine Aussagen formulierte, u.a.: ´Durch das alleinige Evangelium kommt man nicht zu dem wirklichen Christus.´

Geist-Erkenntnis ist seiner Ansicht nach notwendig und natürlich bezieht sich diese auf die von ihm initiierte Geisteswissenschaft.
Heute, über hundert Jahre nach Steiner, möchte ich empfehlen, weitere Materialien und Quellen miteinzubeziehen, ich denke u.a. an Tom Kenyons "Das Manuskript der Magdalena" (vgl. Beiträge vom 13. und 25. Dezember 2025), denn wir wissen heute, dass die Evangelien in Bezug auf jenes Feld, das nicht nur viel positive Lust und Genuss, sondern auch unendlich viel Leid über die Menschen brachte, die Sexualität, wenig bis nichts sagen. Ich gebe im Folgenden Steiners wegweisende Worte aus der GA 193 (S. 175ff) wieder, die gerade unter Christen für mich bisher viel zu wenig Beachtung gefunden haben:


"So wie es eine einseitige Art ist, die Welt kennenzulernen durch die galileisch-kopernikanische Wissenschaft, überhaupt durch die heutige Universitätswissenschaft materialistischer Art, so ist es auf der Seite eine Einseitigkeit, die Welt kennenzulernen bloß durch das Evangelium und abzulehnen jedes andere Eindringen in die wahre Wirklichkeit als durch das Evangelium. Das Evangelium war jenen Menschen gegeben, die in den ersten Jahrhunderten des Christentums lebten. Heute zu glauben, daß das Evangelium das ganze Christentum geben könne, das ist eben eine halbe Wahrheit, daher auch ein halber Irrtum, der die Menschen wiederum benebelt und der daher Ahriman die besten Mittel in die Hand liefert, um sein Ziel, den Triumph seiner Inkarnation, zu erreichen.
(...) vergessen Sie nicht, was ich im Beginne dieser heutigen Betrachtungen auseinandergesetzt habe, daß in der Zeit, in die das Evangelium hineingefallen ist, die Menschen in ihrem Denken, Empfinden und Anschauen, in ihrem ganzen Anschauen noch luziferisch durchdrungen waren und dass sie mit einer gewissen luziferischen Gnosis das Evangelium verstehen konnten. Aber die Evangeliumauffassung in diesem alten Sinne ist heute nicht möglich.
Heute auf das bloße Evangelium zu pochen, namentlich so, wie es den Menschen überliefert ist, das gibt keine wirkliche Christus-Auffassung. Daher ist heute nirgends weniger eine wahre Christus-Auffassung verbreitet als in den Glaubensbekenntnissen, in den Konfessionen. Man muss heute schon das Evangelium geisteswissenschaftlich vertiefen, wenn man zu einer wirklichen Auffassung des Christus kommen will.
Da ist es interessant, die einzelnen Evangelien zu verfolgen und auf ihren wahren Inhalt zu kommen. Das Evangelium so zu nehmen, wie es ist, wie es heute zahlreiche Menschen nehmen und wie es namentlich zahlreichen Menschen gelehrt wird, es zu nehmen, das ist nicht ein Weg zu Christus, das ist ein Weg von Christus weg. Daher kommen die Konfessionen immer mehr und mehr weg von Christus. Wozu gelangt, wer heute das Evangelium und nur das Evangelium nehmen will, ohne geisteswissenschaftliche Vertiefung des Evangeliums, zu welcher Art von Christus-Auffassung gelangt er? Er kommt zuletzt zu einem Christus, wenn er wirklich das Evangelium nimmt. Aber was ist das Äußerste, wozu er kommt? Das ist nicht eine Realität des Christus, zu der heute eben nur die Geisteswissenschaft hinführen kann. Das, wozu das Evangelium führt, ist eine zwar richtige, aber doch nur eine Halluzination vom Christus, ein wirkliches inneres Bild - meinetwillen nennen Sie es auch Vision -, ein wirkliches, inneres Bild, aber nur ein Bild. Es gibt durch das Evangelium heute den Weg, zu einer wahren Halluzination, zu einer wahren Vision von dem Christus zu kommen, aber nicht zu der Realität des Christus. Das ist gerade der Grund, warum die moderne Theologie so materialistisch geworden ist.
(...)
Es handelt sich eben darum, daß gerade so, wie man durch das Evangelium selbst nur zu der Halluzination, nur zu der Vision kommen kann, die aber ein innerlich richtiges Bild ist, damit aber nicht eine Realität ergreift, man einzusehen hat, dass man durch das alleinige Evangelium nicht zu dem wirklichen Christus kommt, sondern zu einer Halluzination des Christus. Denn den wirklichen Christus muss man heute suchen durch alles das, was man aus der Geist-Erkenntnis der Welt gewinnen kann. Daher bilden für Ahriman, wenn er in der modernen Zivilisation in Menschengestalt erscheinen wird, gerade diejenigen den Anfang einer Herde, die heute nur auf das Evangelium schwören und jede Art von wirklicher Geist-Erkenntnis ablehnen möchten aus den Konfessionen und aus den Sekten heraus, die nicht lernen wollen, die abweisen wollen alles dasjenige, was geistige Anstrengung zu konkretem Erkennen verursacht. Aus diesen Kreisen heraus werden sich ganze Scharen für die Anhängerschaft des Ahriman entwickeln. [Wer sich über Ahriman - Luzifer informieren möchte: hier] Das beginnt alles zu werden. Das ist da, das wirkt in der heutigen Menschheit. In das spricht derjenige hinein, der heute mit der Erkenntnis der Initiationswissenschaft zu Menschen spricht, ob über soziale, ob über andere Fragen. Er weiß, wo die gegnerischen Mächte liegen, dass sie im Übersinnlichen vor allem leben, dass die Menschen die armen Verführten sind, und dass im Grunde genommen der Appell an die Menschheit der ist: Man mache sich frei von all den Dingen, die eine so große Versuchung bilden, hin zum Triumphe des Ahriman beizutragen.
Mancherlei Menschen haben so etwas gefühlt. Aber der Mut ist noch nicht überall vorhanden, wirklich mit dem Christus-, dem Luzifer- und Ahrimanimpuls, die historische Impulse sind, in jener durchdringenden Weise sich auseinanderzusetzen, wie es notwendig ist und wie es von anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft betont werden muss. (...)
Allein dadurch wird die Menschheit die richtige Stellung zu der irdischen Inkarnation Ahrimans gewinnen, dass sie diese Dinge durchschaut und dass sie auch den Mut und den Willen und die Energie hat, um auf der einen Seite in die weltliche Wissenschaft mit dem Geiste hineinzuleuchten und auf der anderen Seite das Evangelium aufzuhellen ebenfalls mit diesem Geiste. Sonst kommen immer die Halbheiten heraus. Das Evangelium allein tut es heute nicht, es muß aufgeklärt, es muss erhellt werden.- Das aber ist notwendig für die heutige Menschheit, nach beiden Seiten hin den Mut zu bewahren und zu sagen: Die weltliche Wissenschaft allein, sie führt zur Illusion, das Evangelium allein, es führt zur Halluzination. Der Mensch findet den Mittelweg zwischen Illusion und Halluzination allein in dem geistgemäßen Ergreifen
der Wirklichkeit. Das ist dasjenige, worauf es ankommt."

Donnerstag, 26. Februar 2026

Die Quelle des Schöpferischen in uns ist die Liebe.


Die Liebe ist es, die uns die Zukunft gestalten lässt, unsere eigene und die der Menschheit.

Bedeutsam aber ist auch, dass wir uns unserer Vergangenheit bewusst sind bzw. werden, nicht nur vergangener Erdepochen, sei es Atlantis, sei es Lemurien, sondern auch der drei vorausgegangenen Inkarnationen der Erde, angefangen mit dem sogenannten ´alten Saturn´. -
Warum ist er so bedeutsam?
Wir haben als geistiges Wärme-Feuerwesen damals zu existieren begonnen und wir kehren zu diesem Zustand zurück und was wir mitbringen ist der Reichtum all der Erfahrungen unserer Leben auf der Erde und in den kosmischen Sphären, in denen wir unterwegs waren. Wie dem verlorenen Sohn im biblischen Gleichnis wird bei unserer Rückkehr unser geistiger Vater für uns eine Riesenfete geben ...


Denn wer den Saturn nicht kennt, wer das Wesen der Sonne und des alten Mondes nicht kennenlernen will, der kennt auch die Erde nicht. Interesselosigkeit, krassester Egoismus ist es, wenn die Menschen kein Interesse haben an der Welt. Interesse an allem Sein haben, das ist Menschenpflicht. Wünschen wir also und lieben wir die Sonne mit ihrer Schöpferkraft, mit ihrer Liebe für das Gedeihen der Erde und der Menschenseelen! Dieses Lernen des Erdenwerdens, das soll sein die geistige Aussaat für die Liebe zur Welt, denn eine Geisteswissenschaft ohne Liebe wäre eine Gefahr für die Menschheit.
Aber wir sollen nicht die Liebe predigen, sondern sie soll und wird dadurch in die Welt kommen, diese Liebe, daß wir die Erkenntnis der wirklichen geistigen Dinge verbreiten. Geisteswissenschaft und wirkliche Liebeshandlungen und Liebestaten sollen eines sein.
Die Liebe, die sinnliche, ist der Ursprung für das Schöpferische, das Entstehende. Ohne sinnliche Liebe würde es nichts Sinnliches mehr geben auf der Welt;
ohne die geistige Liebe entsteht nichts Geistiges in der Entwickelung.
Wenn wir Liebe üben, Liebe pflegen, so ergießen sich Entstehungskräfte, Schöpferkräfte in die Welt. Sollen wir das durch den Verstand begründen?
(...)
Der Impuls zur Liebe wächst mit dem Höherkommen eines Menschen; Weisheit allein genügt nicht.
Die Bedeutung der Liebe im Wirken der Welt wollen wir uns so vor die Seele führen: Liebe ist dasjenige, was uns immer auf Lebensschulden der Vergangenheit verweist, und weil wir vom Bezahlen der Schulden für die Zukunft nichts haben, darum haben wir selbst nichts von unseren Liebestaten. Wir müssen unsere Liebestaten zurücklassen in der Welt, da aber sind sie eingeschrieben in das geistige Weltengeschehen. Wir vervollkommnen uns nicht durch unsere Liebestaten, nur durch die anderen Taten, aber die Welt wird reicher durch unsere Liebestaten.
Denn Liebe ist das Schöpferische in der Welt.
(R. Steiner, GA 143, S. 207f)

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Wenn sich der Magnetische Boden der Frau öffnet ... – Was spirituelle Sexualität ermöglicht .

Wenn Mann und Frau sich in Liebe vereinen, bringt das die Frau dazu, ihren Magnetischen Boden zu öffnen. Was wir im „Manuskript der Magdalena“ lesen können, vermittelt auch dieses Video. Wir lesen und hören weiterhin, dass im Herzen, im Verstand und in der Körperweisheit des Weiblichen einige der größten Geheimnisse und Kräfte ruhen, die darauf warten entdeckt zu werden. Und sie offenbaren sich alle durch die gegenseitige Berührung!
Zugleich erfahren wir, dass das solare Prinzip - damit auch der Mann - sich von dem lunaren Prinzip bedroht fühlt. Und das, wo doch die männliche Schlange, die entlang unserer Wirbelsäule aufsteigen will, golden ist, die weibliche aber, links der Wirbelsäule, schwarz. Offensichtlich hat Nacht Macht …

Mit Maria Magdalena sind wir in der Lage, einen neuen Blick auf die Bedeutung der Sexualität im Leben der Menschen zu werfen. Wir erfahren, dass wir durch sie auf ungeahnte Weise unser Bewusstsein entwickeln können. Und erstaunlich ist, dass Rudolf Steiner das bestätigt und als Ziel dieser Entwicklung Christus benennt. Erstaunlich deshalb, weil in der gesamten anthroposophischen Bewegung darüber nicht gesprochen wird. Seltsam …

Mit diesem Video möchte ich auch Menschen ansprechen, die alleine leben oder in einer Beziehung, in der Sexualität keine große Bedeutung hat. Denn mit Hilfe der Übungen, auf die ich im ersten Video zum Thema der Spirituellen Sexualität hingewiesen habe, sind wir in der Lage, die beiden Schlangen rechts und links unserer Wirbelsäule zu veranlassen, sich weiter nach oben zu bewegen, damit die Kraft unseres Ätherleibes zu stärken und uns immer tiefer unserem inneren Heiligtum zu nähern, dem Christus in uns.


Samstag, 13. Dezember 2025

Wahre Weiblichkeit und die Ängste einer dekadenten Männlichkeit, wie sie zunehmend deutlicher zutage treten.

Wahre Weiblichkeit steht in Zusammenhang mit der Finsternis, die existierte, bevor Gott in der Schöpfungsgeschichte sprach: „Es werde Licht.“

Diese erste göttliche Aussage war sodann die Geburt des Lichtes, das in Zusammenhang steht mit dem Göttlich-Männlichen (von dem auf unserer Erde kaum mehr eine Vorstellung vorhanden ist).


Es heißt zu Beginn der Schöpfungsgeschichte:



Rudolf Steiner formuliert in seiner GA 93 (S. 36):
Das ursprüngliche Geschlecht ist das Weibliche.“, um bei anderer Gelegenheit zu äußern:
“In Wahrheit ist das Männliche und das Weibliche nur ein Spezialfall für eine viel höhere Zweiheit. (GA 89, S. 289).
Damit nimmt er u.a. Bezug auf obige Stelle der Genesis. Die wenigsten vermuten, dass wir schon hier zu Beginn der Bibel Ursprünge der männlich-weiblichen Polarität finden und damit eine große noch so wenig verstandene Wahrheit in Bezug auf die Wirklichkeit unseres Lebens.

Wenn Maria Magdalena in Tom Kenyons Das Manuskript der Magdalena feststellt - ich habe dies in dem hier verlinkten Video angesprochen:
Aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht.
so bezieht sie sich mit dieser Aussage auch auf die Angst vieler Männer vor einer Weiblichkeit, der sie sich - meist unbewusst - nicht gewachsen fühlen. Welcher Mann gibt gern zu, dass er sich fürchtet vor der Dunkelheit, vor dem Feuchten und einer Furcht, die sich zum Teil auch äußert in der klammheimlichen Angst vieler Männer vor der Vagina.

Die Gründe für die männliche Angst - dabei dürfen doch ausgerechnet Männer eigentlich nicht ängstlich sein, räusper, räisper - liegen in dem Verlust um das Wissen, dass sie aus der Finsternis geboren sind. Weil sie darum nicht mehr wissen, tritt ihnen diese Finsternis furchterregend gegenüber; sie fangen mit ihr nichts an, zumal sie doch strahlendes Licht sind, zumindest sich so vorkommen.
In dieser Angst liegt auch die Ursache für die Machtgier und Kontrollwut des dekadenten Männlichen in unserer Zeit. Ein Putin macht ein ganzes Land, Russland, zu einem Gefängnis, in dem er der Gefängnisaufseher ist. Insassen, die nicht spuren, fliegen gegebenfalls aus dem Fenster, werden vergiftet oder finden sich in Arbeitslagern wieder. Staaten, die Formen der Freiheit kennen, werden bekämpft. Dasselbe Spiel treibt ein Trump ungleich dilettantischer in den USA. Außenpolitisch spielt er den Friedensengel - sieht man einmal von Venezuela ab; nach innen soll seine Art von Frieden, wenn es nach ihm geht, allerdings nur Totenstille bedeuten für alle, die ihn durchschauen und kritisieren, es sei denn, sie schleimen ihn an, dann dürfen sie reden. In Variationen findet sich dieses männlich tödliche Spiel meist in etwas abgeschwächter Form auf der ganzen Welt (Erdogan, Orban, Kim Jong-un, Xi Jinpin …).

Unter anderem in der Sexualmagie der Isis, in die Maria Magdalena eingeweiht war und die sie mit Jesus bis zu dessen Tod praktizierte, auch um seinen Ka-Leib, seinen Ätherleib zu stärken für die große Herausforderung seines Lebens, finden wir nicht von ungefähr eine schwarze - die weibliche lunare - Schlange links der Wirbelsäule und auf der rechten Seite die goldene, solare (siehe Video - 28. November).
Frauen, die obigen Hintergrund nicht blicken, sind gegebenenfalls entsetzt über die Tatsache, dass ausgerechnet dem Weiblichen schwarz zugeordnet wird, und Männer fühlen sich dann bestätigt, dass dem Männlichen das Gold zukommt.
Doch die Finsternis - im Hebräischen wird sie mit Tohuwabohu (tōhū wā-ḇōhū - wüst und leer) bezeichnet, die Griechen nannten sie dann Chaos - ist so wertvoll wie das Licht.

Wir leben in einer Zeit, in der das dekadente Männliche für viele Menschen immer offensichtlicher sein wahres Gesicht zeigt und durchschaut wird. Damit einher geht, dass bei zunehmend mehr Menschen sowohl die schwarze als auch die goldene Schlange entlang ihrer Wirbelsäule aufsteigen und wenn dies mit einer charakterlichen und moralischen Läuterung, einer Reinigung ihres Astral- und Ätherleibes einhergeht, wird es diesmal nicht enden wie in Atlantis, sondern es wird die Geburt eines neuen Bewusstseins stattfinden, das die "Offenbarung des Johannes" in deren 21. Kapitel das „Neue Jerusalem“ nennt.

Der Grund, warum ich in meinem 2. Video zum Thema der Spirituellen Sexualität, das ich in den nächsten Tagen fertigstellen zu können hoffe, von wahrer Weiblichkeit spreche und nicht nur von Weiblichkeit, liegt darin, dass unsere Erde nicht nur überladen ist mit einer dekadenten Männlichkeit, sondern auch um wahre Weiblichkeit kaum mehr weiß.
Wahre Weiblichkeit ist eine Weise göttlichen Seins, wie sie in diesen Tagen zunehmend auf unsere Erde zurückkehrt; nie hatte sie die Erde wirklich verlassen - Wesen wie Hathor, Isis und Maria waren immer anwesend gewesen -, doch sie war aus dem Bewusstsein vieler Menschen entschwunden und Frauen, die in der Politik tätig sind, dokumentieren gerade heute die Degeneration des Weiblichen, indem sie glauben, weiblich sein bedeute, männlich dekadentes Verhalten besonders perfekt zu praktizieren (man nehme beispielsweise die sich in ihrer stimmlichen Wirklichkeit verbergende seelische Verfassung einer Alice Weidel wahr oder den Tonfall einer Julia Klöckner, mit dem sie ihr Amt führt ...)

Doch wir dürfen in unseren Tagen eine Rückkehr des Madonnenbewusstseins erleben, wie es Raphael mit seiner Sixtinischen Madonna ankündigte und Goethe mit seinem Verweis am Ende des "Faust“ auf das Ewig-Weibliche.

Diesem Weiblichen dürfen wir in der Dunkelheit der Weihnachtstage gerade in diesem Jahr besonders intensiv begegnen.

Mittwoch, 26. November 2025

Bewusstseinsentwicklung mittels spiritueller Sexualität

Mit Tom Kenyons und Judi Sions „Manuskript der Magdalena“ ist endgültig das Ende kirchlicher Kontrolle über das Bewusstsein der Menschen besiegelt. Jeder soll wissen: Spirituelle Sexualität dient der seelisch-geistigen Entwicklung des Menschen und wer alleine lebt, kann genauso mit den Übungen im Rahmen der Alchemie des Horus höchstes Bewusstsein erlangen.
In dem unten verlinkten ersten Video zur spirituellen Sexualität bin ich noch nicht zu detaillierteren Informationen zu Isis, Osiris und Horus gekommen. Isis repräsentiert die kosmisch göttliche Mutter, die doch so viele, die monieren, dass immer nur von Gott Vater gesprochen werde, vermissen. Und Horus steht für den Christus, der sich in uns entwickeln will; dazu in einem demnächst folgenden zweiten Video mehr. Hinweise zur lunaren und solaren Schlange, die in ihrem Aufstieg entlang unserer Wirbelsäule, diese in den Chakren kreuzend, die Entwicklung hin zu Christus ermöglich, finden sich allerdings bereits ausführlich in dem vorliegenden Video.
In ihm geht es vor allem auch um die Tiefe wahrer Weiblichkeit, auf die auch Rudolf Steiner - im übrigen nicht nur in der hier zitierten Passage - verweist (mehr dazu in Bälde in Video II), die Frauen endlich in sich entdecken mögen, und um eine Annäherung an die Sexualmagie, die Maria Magdalena und Jeshua lebten.
Magdalena formuliert, dass sie ein Brunnen für Jesus gewesen sei. Ohne diesen Brunnen trocknet das Männliche hoffnungslos aus. Das Ende dieser Hoffart dekadenter Männlichkeit, zu glauben, dass das Männliche in der Macht und Kontrolle über das Weibliche Wirklichkeit gestalten könne, erleben wir gerade; es vertrocknet. Was aber noch fehlt, ist ein Bewusstsein vor allem von Frauen über die Tiefe und Bedeutung ihrer Weiblichkeit und ein Bewusstsein der Männer für wahre Männlichkeit, die angewiesen ist auf den Brunnen wahrer Weiblichkeit. Zu Informationen und gedanklichen Anregungen hierzu möge dieses Video dienen.
Am Ende des Videos habe ich auf die klammheimliche Angst von Männern vor dem Dunklen, Feuchten und der weiblichen Vagina andeutend verwiesen; im folgenden Video werde ich noch näher darauf eingehen. Zu dem Material, das ich erwähnt habe, führt, wer sich vorweg schon informieren möchte, folgender Link:

Mittwoch, 19. November 2025

Die höchste Tugend unseres Ätherleibes ist die Liebe. – Er würde vor uns entstehen (gesetzt den Fall, wir könnten ihn sehen), wenn wir das Alphabet vor uns in die Luft sprechen.

Unser Ätherleib, seiner Form nach unserem physischen Körper gleichend, ihn nur ein wenig überragend, wurde in der ägyptischen Alchemie mit Ka-Körper bezeichnet und von Aristoteles Threptikon genannt; Paracelsus nannte ihn Archäus, auch Spiritus vitae bzw. Liquor vitae. In der Bibel, den Sprüchen Salomos (30,1) finden wir ihn als Ben Jake bezeichnet, in der indisch-theosophischen Terminologie als Linga-Sharira. 

Nach Rudolf Steiner ist das Denken eine Tätigkeit des Ätherleibes; durch ihn wird unser physischer Leib im Übrigen erst ein lebendiger, lebensfähiger Leib, deshalb nennt Steiner ihn auch elementarischen bzw. Kräfteleib. 

Die höchste Tugend des Ätherleibes aber ist dem Begründer der Anthroposophie nach die Liebe:
Die Kräfte, die zunächst aus den Tiefen unseres Wesens heraufwirken zu uns aus unserem Ätherleib, sind die Kräfte, die sich dadurch ausdrücken, daß der Mensch lieben kann, lieben auf allen Stufen seines Daseins. (GA 130, S 174)
Für den ein oder anderen mag die Aussage Steiners nahezu unglaublich sein, dass sich, wenn wir das Alphabet in die Luft hineinsprechen könnten, so dass die Buchstaben dort quasi stehenblieben, die Form unseres Ätherleibs abbilden würde, wenn wir ihn denn sehen könnten:
Wenn wir tatsächlich vom a bis zum z gehen könnten in der Lautformulierung, wenn wir dies so zuwege brächten, daß das a stehenbleiben würde bis zum z, und das Ganze würde sich in der Luft abbilden, was wäre denn das? Was wäre das für eine Form?
Das wäre die Form des menschlichen ätherischen Leibes. Der menschliche ätherische Leib würde auf diese Weise zustande kommen. Der menschliche ätherische Leib stünde vor Ihnen, wenn Sie einmal das ganze Alphabet - man müßte es erst richtigstellen, heute ist es nicht ganz richtig so, wie es gewöhnlich aufgestellt wird, aber es kommt ja auf das Prinzip jetzt an -, wenn Sie einmal lautlich das Alphabet von a angefangen bis zum z hinstellen würden, der Mensch stünde vor Ihnen. (GA 279, S. 47)

Montag, 17. November 2025

🌟 Es gilt für die Menschheit, Isis und Osiris wiederzufinden 🌟

Es ist tatsächlich genial, wie in den ägyptischen Mythen sich unsere Zeit spiegelt. Und es scheint so, als ob die Menschheit ein neues mythisches Kapitel aufschlagen könnte, als ob die ägyptische Mythe um den Tod von Osiris zu einem glücklichen Ende kommen könne, als ob sich die Mühen der Isis gelohnt hätten. Noch ist es nicht so weit, aber es deutet sich an, dass der neue Mensch "Horus" Wirklichkeit werden könnte.
Genial finde ich, wie Rudolf Steiner gerade in seinen Ausführungen zu den griechischen und - in unserem Fall - den ägyptischen Mythen uns den Blick öffnet für deren Wirklichkeit. Im folgenden finden sich Zitate aus seinen Vorträgen zur ägyptischen Mythe um Isis, Osiris und Horus:

Es herrschte in früherer Zeit lange noch auf Erden, zum Segen der Menschheit, Osiris, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, welcher später charakterisiert ist in dem, dass die Sonne stand im Zeichen des Skorpion. Da war es, dass der Bruder Typhon oder Seth den Osiris tötete. Er tötete ihn in der Weise, dass er ihn veranlasste, sich in einen Kasten zu legen, welchen er schloss und dem Meere übergab. Isis, die Schwester und Gemahlin des Osiris, suchte ihren Bruder und Gemahl, und als sie ihn gefunden hatte, brachte sie ihn nach Ägypten. Aber da strebte der böse Typhon wieder nach der Vernichtung des Osiris, er zerstückelte ihn. Isis sammelte nun die einzelnen Teile und begrub sie an verschiedenen Orten. - Man zeigt auch heute noch in Ägypten verschiedene Osirisgräber. - Dann gebar Isis den Horus, und Horus rächte seinen Vater Osiris an Typhon. Osiris wurde wiederum in die Welt der göttlich-geistigen Wesen aufgenommen, und ist zwar nicht mehr auf der Erde tätig, aber er ist dort für den Menschen tätig, wenn dieser zwischen Tod und einer neuen Geburt in der geistigen Welt weilt. Daher stellte man sich auch den Weg des Toten in Ägypten vor als den Weg zum Osiris. (GA 106, S. 85f)

Dem Menschen, der nicht wie Osiris sozusagen sich zurückzog von der physisch-sinnlichen Welt, sondern in sie eintrat, was ist ihm geblieben? Seine Seele, sein geistig-seelisches Wesen, das ihn immer hinziehen wird zu den Urkeimen des Geistig-Seelischen, zu Osiris. Das ist die Menschenseele, die in uns wohnt, die Isis, in einer gewissen Beziehung das Ewig-Weibliche, das in uns wohnt und uns hinanzieht zu dem Reiche, aus dem wir herausgeboren sind. Diese Isis, wenn sie sich läutert und reinigt, abtut alles, was sie aus dem Physischen empfangen hat, wird befruchtet aus der geistigen Welt und gebiert dann den höheren Menschen, den Horus, der den Sieg erringen wird über alles niedere Menschliche. (GA57, S. 381ff )

Dieser Mensch, der nicht der äußere, physische Mensch ist, sondern der Mensch, der zum geistigen Licht aufzustreben immerfort den Ansporn hat, immer von den verborgenen Isis-Kräften getrieben wird, ist es, der wie der irdische Sohn des nicht in der irdischen Welt aufgegangenen, sondern in den geistigen Welten verborgen gebliebenen Osiris erscheint. Dieser unsichtbare Mensch, der Mensch des Strebens nach dem Höheren Selbst, wurde von der ägyptischen Seele als Horus empfunden, als der nachgeborene Sohn des Osiris. (GA 60, S. 360f)

🌼
"Im alten Ägypten gab es zwei Orden des Horus, die unterschiedlich ausgerichtet waren und in der Zusammenkunft eine holistische Sichtweise erschufen. Der Orden des linken Auges des Horus (Mondauge) blickte in die Seele, der Orden des rechten Auges des Horus (Sonnenauge) blickte in den Geist und in die Absicht. In der Mitte befand sich der geistige Seelenplan und die Übereinkunft mit dem Kosmos, in der sich die schöpferischen Kräfte im Einklang mit dem Universum entfalteten.

Das Horusauge hilft dir, den richtigen Blick auf die Dinge zu entwickeln und die großen kosmischen Kräfte wieder in die Balance zu bringen. Dem Blick des Horus entgeht nichts. Er sieht die Absichten des Geistes, Manipulationen und Unwahrheiten und die Wege der Seele, die tief, ewig, weit und verborgen sind. Er hilft, den
guten Weg, der im Einklang mit der Befreiung der Seele auf der Erde steht, zu wählen."
(aus J. Ruland & M. Karacay: Heilige Geometrie)



Dienstag, 4. November 2025

Die armen Männer und ihr Gehirn ...

Es tadeln die Menschen, die alles nur nach Äußerlichkeit betrachten, die Geisteswissenschaft deshalb, weil zu ihr besonders viele Frauen kommen in der heutigen Zeit. Das begreifen die Leute nicht, daß das etwas ganz Selbstverständliches ist; Selbstverständliches ist aus dem einfachen Grunde, weil für das Durchschnittsgehirn des Mannes in der Tat dasjenige vorliegt, daß es den gewissen mittleren Entwickelungspunkt überschritten hat. Es ist trockener, verholzter geworden, es hält daher an den überkommenen Begriffen strenger fest, kann nicht heraus aus den Vorurteilen, in denen es steckt. (…) Denn es ist ungelenk, es ist hart und läßt sich schwerer handhaben als das weibliche, das daher auch leichter über gewisse Hindernisse, die sich das männliche Gehirn in seiner Dichtigkeit setzt, über gewisse Schwierigkeiten sich hinwegsetzt, das daher leichter folgt demjenigen, was als Neues in unsere Weltanschauung hereintritt. Insofern im Bau des menschlichen Gehirnes das Männliche und Weibliche sich auslebt, kann sogar gesagt werden, daß für unsere jetzige Zeit es höchst unangenehm und unbehaglich ist, just ein männliches Gehirn benützen zu müssen. Das männliche Gehirn muß viel ordentlicher, radikaler dressiert werden als ein weibliches.

(Rudolf Steiner, GA 118, S. 105)

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Der kosmische Ursprung unserer Sexualkraft – ihr Zusammenhang mit dem Vogelflug – das vulgär verwendete Wort "vögeln" verweist auf die Entfremdung des Menschen von seinen kosmischen Wurzeln


(..) es wäre eine vollständige Verkennung der okkulten Wahrheiten, wenn man in den Fortpflanzungskräften an sich etwas Niedriges sehen wollte. Nur wenn der Mensch diese Kräfte mißbraucht, wenn er sie in den Dienst seiner Leidenschaften und Triebe zwingt, liegt etwas Verderbliches in diesen Kräften, nicht aber, wenn er sie durch die Einsicht adelt, daß göttliche Geisteskraft in ihnen liegt. Dann wird er diese Kräfte in den Dienst der Erdenentwickelung stellen und die Absichten der charakterisierten höheren Wesenheiten durch seine Fortpflanzungskräfte ausführen. Veredelung dieses ganzen Gebietes und Stellung desselben unter göttliche Gesetze ist das, was die Geheimwissenschaft lehrt, nicht aber Ertötung desselben. Die letztere kann nur die Folge äußerlich aufgefaßter und zum mißverständlichen Asketismus verzerrter okkulter Grundsätze sein. (Rudolf Steiner in der GA 11, S. 125)

Die sexuelle Begierde war ursprünglich eine kosmische Kraft. Der früheren Erde strömte sie von der Sonne zu und umfloss sie; es war jene Kraft, die heute die Fortpflanzung im Inneren des Menschen ausmacht.
Der Frühlingszug der Vögel ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Art Brautzug. Bei diesen Wesen ist das Geschlechtliche noch in der Umwelt, und die kosmische Kraft ist die dirigierende Macht, die den Zug von außen lenkt und leitet, während bei den anderen Wesen diese Kraft eingezogen ist in die einzelnen Leiber. Dieselben Kräfte, die im Innern des Menschen, in seinem Leibe wirken, wirken auch im äußeren Makrokosmos. Dieselbe Kraft, die Mensch und Mensch zusammenführt, die im Leibe des Menschen als Geschlechtskraft wirkt, wirkt bei der Vogelspezies nicht im Innern der Wesen, sondern von außen und drückt sich in dem äußeren Zuge der Vögel um den Planeten aus. So wandern die Kräfte, die außen sind, in das Innere der Wesenheiten hinein, um im Menschen die Möglichkeit zu finden, wiederum hinauszuwirken, wenn er die Fähigkeit erobert haben wird, wieder eins zu werden mit dem ganzen Kosmos, dem Außerirdischen.

Wir können den Flug der Vögel sehr bewusst auf neue Weise wahrnehmen:

Auf wunderbaren Bahnen ziehen die Vögel mit der einbrechenden kalten Herbsteszeit vom äußersten Norden nach dem wärmeren Süden, manchmal Hunderte von Meilen, und gelangen im Frühling zurück auf anderen Wegen. Wir haben gesagt, daß die Vögel ein Geschlecht sind, das auf einer früheren Stufe der Entwickelung stehengeblieben ist. Sie wissen, daß der eigentliche Fortschritt auf der Erde erst begann in dem Zeitpunkt, als sich der Mond von der Erde abtrennte. Früher, als die Erde noch mit dem jetzigen Monde zusammen einen Himmelskörper bildete, dem sogenannten Erden-Mond oder die Mond-Erde, da bewegte sich dieser Körper um die Sonne in einer bestimmten Bahn und in einer gewissen Zeit, indem er ihr stets eine Seite zuwendete. In dieser Zeit wanderten alle Lebewesen einmal um den Mond herum, um einmal die Sonneneinwirkung zu empfangen. Jener Zug um den Planeten hat sich heute noch erhalten im Vogelflug, weil die Vögel damals, bevor das Ich in die Erdenentwickelung eintrat, sich abgespalten haben von der fortschreitenden Entwickelung auf der Erde. (GA 101, S. 61f)

Das leider sehr vulgär verwendete Wort "vögeln" ist in Wahrheit überhaupt nicht vulgär, denn es verweist auf den Zusammenhang zwischen der sich im Vogelflug zeigenden kosmischen Sexualkraft und der entsprechenden menschlichen Aktivität. Dieser Zusammenhang ist eigentlich in keiner Weise vulgär.  
Seine heutige Verwendung zeigt in Wirklichkeit deutlich auf, wie sehr sich der Mensch von seinen kosmischen Wurzeln entfernt hat, sich selbst und seine Ursprünge nicht mehr kennt. Es zeigt sich in diesem Missbrauch auch die Wirkungsweise der Gegenkräfte, wie sie gegen das wahre Menschliche arbeiten. Unsere große Natürlichkeit ist ins Vulgäre abgedriftet, diese wertvolle Kraft im Menschen wurde unserem Innersten entfremdet; wir wurden unserer wahren Wirklichkeit fremd.
Heute machen sich Menschen wieder auf, die Wirklichkeiten unserer Seele zurückzuholen, eben auch die spirituelle Dimension unserer Sexualität. Dies geschieht unter anderem mit großem Beistand von Maria Magdalena, der großen Geliebten und Frau von Jesus (siehe vorausgehende Beiträge und "Das Manuskript der Magdalena" von Tom Kenyon und Judi Sion)