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Freitag, 2. Oktober 2026

Das Ende des Parteien-(Un)Wesens ist angesagt. Stattdessen sind neue Ideen gefragt, wie ein zeitgemäßes menschliches Miteinander möglich ist.

Die Altparteien haben spürbar eine Riesenangst vor der AfD, weil sie im Grunde doch wissen, dass deren Erfolge nicht mit deren Programm zusammenhängen, sondern weil die Menschen in Deutschland mit der Wahl der AfD für ihren Unmut ein Ventil suchen und momentan kein anderes finden. Sie haben einfach genug davon, dass die Alt-Parteien unfähig sind, echte Reformen zu verwirklichen und eine wirklich tragfähige Zukunft für die Menschen Deutschlands zu gestalten. Es ist doch offensichtlich, dass in den Parteien nicht die Köpfe versammelt sind (und im Übrigen erst recht nicht in der AfD), die in der Lage sind, unkonventionell und ohne Rücksicht auf Pöstchen und überkommene Privilegien Ideen zu verwirklichen, die es in Deutschland seit jeher gibt, seit einem Meister Eckhart, einem Jakob Böhme, seit Köpfen wie Herder, Goethe, Schiller, Fichte, Hegel, Schelling, Novalis, Brentano und einigen anderen.

Worum ging es ihnen? Es ging ihnen darum, wie Geist - und damit ist nicht die Intelligenz gemeint, wie sie in Intelligenztests erfasst und auf eine geistlose Weise in den Schulen gelehrt wird - es ging ihnen darum, wie wahrer Geist, ja, göttlicher Geist mit unserer Realität verknüpft werden kann.

Wie formulierte es der große Albert Schweitzer:

Finden sich Menschen, die sich gegen den Geist der Gedankenlosigkeit auflehnen und als Persönlichkeit lauter und tief genug sind, dass die Ideale ethischen Fortschritts als Kraft von ihnen ausgehen können, so hebt ein Wirken des Geistes an, das vermögend ist, eine neue Gesinnung in der Menschheit hervorzubringen.
Für mich war interessant, kürzlich auf Zeilen aufmerksam geworden zu sein, die schon vor etwas mehr als 100 Jahren - genauer gesagt: 1919/1920 - die Auflösung des Parteienwesens forderten, weil sonst kein wirklicher menschlicher Fortschritt möglich ist:
Es ist eine brennende Frage der Gegenwart, daß Mittel und Wege gefunden werden, an die Stelle der Parteimeinungen diese unabhängigen Ideenbildungen zu setzen, die Kristallisationskerne abgeben können für den Zusammenschluß von Menschen von allen Parteiseiten her. Von solchen Menschen, die in der Lage sind, zu erkennen, daß die bestehenden Parteien sich überlebt haben, und daß die sozialen Zustände der Gegenwart ein vollgültiger Beweis für diese Überlebtheit sind. (…)
Es genügt heute nicht, bloß zu wissen, was an die Stelle des bisherigen an Einrichtungen treten soll; es ist notwendig, daran zu arbeiten, die neuen Ideenbildungen in eine solche Richtung zu bringen, daß sie die Auflösung des alten Parteiwesens so schnell als möglich bewirken und zum Streben der Menschen nach neuen Zielen führen. Wer dazu nicht den Mut hat, der kann nichts beitragen zur Gesundung des sozialen Lebens; und wer den Aberglauben hat, solches Streben sei eine Utopie, der baut auf einen Boden, der im Einsinken ist. (Rudolf Steiner in der GA24, S 65f)

Für Steiner bestand die Lösung in dem, was er die "Dreigliederung des sozialen Organismus" nannte. Wer Einblick nehmen möchte, was er darunter verstand - und ich finde seine Gedanken auch für die heutige Zeit noch wertvoll, hier: https://anthrowiki.at/Dreigliederung_des_sozialen_Organismus

In einem gestern, also am 1. Oktober veröffentlichten Video konstatiert der Anthroposoph Michael Birnthaler, dessen Engagement ich sehr respektiere, dass Deutschland spirituell in einer Sackgasse sei. Hier irrt er gewaltig, und er irrt, da er nicht wahrnehmen möchte, dass die Anthroposophie in einer Sackgasse ist, weil die federführenden Kräfte immer noch ihre alten ahrimanischen und karmischen Muster im Kreise drehen und nicht erkennen wollen, dass auf der geistig-seelischen Ebene - auch wenn es im Außen noch nicht so sichtbar ist - im deutschsprachigen Raum unglaublich viel sich verändert. Typisch für dieses veraltete Verhaftetsein in Themen, die nicht ansprechen, was die Zeit erfordert, sei hier ein Zweig-Vortrag genannt, zu dem ich kürzlich eingeladen wurde, über "Das Vierfache Böse - Wirksamkeiten in Gegenwart und Zukunft - seine Überwindung". Auf Wunsch des Referenten findet im Übrigen der Vortrag nur für Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft statt.

Ich finde es richtig und sinnvoll, sich mit der Realität des Bösen auseinanderzusetzen, aber in unserer Zeit ist es für mich momentan eindeutig wichtiger, darum zu wissen, was die Plejader bereits 2021 in Band 6 der "Lichtbotschaften von den Plejaden" mitteilten:

Mit jedem Tag verlassen unterirdische Gruppen negativer außerirdischer Zivilisationen den Planeten Erde, eine nach der anderen, weil der Planet Erde seit der Öffnung neuer Lichtportale eine enorme Menge feinstofflicher Frequenzen der Liebe und des Positiven in sich aufnimmt. Deshalb haben vor allem die im Inneren der Erde befindlichen Zivilisationen diesen Planeten größtenteils verlassen müssen. Diese gewaltige Lichtrevolution, die sich gerade auf der Erde abspielt, lässt einzig und allein den Wesen Raum, die zu den Lichtfrequenzen der neuen Zeit passen. (...) 
Die um den Planeten Erde herum und in seinem Inneren vorkommenden dunklen Energiefelder sind größtenteils bereits in Licht umgewandelt. Langsam haben die hier in menschlichen Körpern lebenden dunklen Wesen nicht mehr, wovon sie noch zehren könnten. Die Welt wird Ihnen zu licht!

Und an anderer Stelle teilten die Plejader mit, dass jeden Tag tausende von Menschen ihre Herzen öffnen. 

Das mögen wir noch nicht wahrnehmen, aber für mich ist entscheidend, dass wir uns nicht verunsichern lassen. Wichtig ist, dass wir Ideen, die uns in den Sinn kommen, ernst nehmen und Ideen unterstützen, die jenseits alles Parteiengeschacheres unsere Wirklichkeit verändern können, betreffe es das Lernen in der Schule, ein gemeinschaftliches Miteinander über Generationengrenzen hinweg … was auch immer. Das ist wichtiger, als sich durch die Beschäftigung mit dem vierfach Bösen in den anthroposophischen Keller ziehen zu lassen.

Steiner, dem ich viel verdanke und sehr schätze (und deshalb der Anthroposophischen Gesellschaft gewiss nicht beitrete), hat meines Erachtens diese - um es mit den Plejadern zu formulieren - explosionsartige Ausdehnung des Lichtes auf der Erde und in den Menschen nicht vorausgesehen.

Es ist wichtig, dass wir dem Licht vertrauen und unseren Ideen - und dem Parteien-(Un)Wesen tschüss sagen!

 


Donnerstag, 11. Juni 2026

🌼 Mit unserem Herzen in der Sonne sein !! 🌼 "Sucht nicht nach Portalen: Seid ein Portal." 🌼

Manches, was Rudolf Steiner vor über 100 Jahren gelehrt hat, ist heute zumindest für jene, die auf dem Weg des reinen Herzens sind, überholt, das gilt beispielsweise für die Bedeutung des Karma; es verliert für mehr und mehr Menschen seine Gültigkeit - oder hat sie schon verloren
Was er aber über das Verhältnis des Menschen zur Sonne gesagt hat, vor allem, was er über das Verhältnis des menschlichen Herzens zur Sonne äußerte, wird noch eine ganze Zeitlang zum Wichtigsten gehören, was unser Herz wissen sollte:
Was innerhalb unserer Haut liegt, das ist nichts anderes als das Spiegelbild des äußeren Weltorganismus. Versteht man dasjenige, was das Herz im menschlichen Leibe ist, dann lernt man auch verstehen, daß die Sonne nicht das ist, was Newton meint, der allgemeine Seilzieher, der da seine Seile, Gravitationskraft genannt, hinüberschickt nach den Planeten, sondern, so wie die Herzbewegung das Ergebnis ist des Lebendigen der Zirkulation [für Steiner ist das Herz nicht die Pumpe, die das Blut bewegt, sondern das Blut ist es, was das Herz schlagen lässt], so ist die Sonne nichts anderes als das Ergebnis des ganzen Planetensystems. Die Sonne ist Resultat, nicht Ausgangspunkt.
Das lebendige Zusammenwirken des Sonnensystems ergibt in der Mitte eine Aushöhlung, die da spiegelt. Und das ist die Sonne, ein saugender Hohlraum. Und dasjenige, was uns zuscheint im Lichte, das ist Rückstrahlung desjenigen, was erst aus dem Weltenraum hinkommt – so wie die Bewegung des Herzens nichts anderes ist als dasjenige, was aus der Lebendigkeit von Durst und Hunger und so weiter, in der Zusammenwirkung der Organe, in der Blutbewegung im Herzen sich staut.
Die Sonne versteht derjenige, der das menschliche Herz versteht. [GA 201, S. 49ff]
Wir nehmen als Menschen wahr, was um uns herum ist als Rückstrahlung des Sonnenhaften. In dem Momente aber, wo wir zur inspirierten Erkenntnis kommen, wo das Herz Sinneswahrnehmungsorgan wird, fühlen wir uns mit unserem Herzen in der Sonne drinnen und mit der Sonne selber gehend, indem das Herz unser Sinnesorgan wird. Für uns selbst wird das Herz zu gleicher Zeit wie hinausgerückt in die Sonne, und die Sonne wird unser Auge, mit dem wir jetzt dasjenige, was anfängt, um uns herum zu sein, anschauen. Die Sonne wird jetzt zu unserem Auge, auch zu unserem Ohr, auch zu unserem Wärmeorgan. Wir haben nun nicht mehr das Gefühl, daß wir außerhalb des Sonnenhaften sind, sondern wir haben das Gefühl: Wir sind in das Sonnenhafte hineingerückt, wir stehen innerhalb des Lichtes, und unser eigenes Wesen ist Licht. Wir berühren mit unseren Lichtorganen, die wir jetzt in dem wallenden, webenden Lichte haben, die geistigen Wesenheiten. Wir werden mit unserem Seelischen jetzt verwandt der Welt, die nicht außerhalb der Sonne ist, sondern die innerhalb der Sonne ist, und zwar, ich bemerke ausdrücklich: linienhaft werden wir das, wir fühlen uns wie auf dem Weg der Sonne, linienhaft auf dem Weg der Sonne. Und geht jetzt die höhere Erkenntnis nur um ein kleines Stück weiter, dann fühlen wir uns nicht nur in der Sonne drinnen, sondern dann fühlen wir uns gewissermaßen da jenseits der Sonne.
Früher waren wir da unten so ein kleiner Mensch und sahen zur Sonne hinauf. Jetzt sind wir in die Sonne hineingekommen, fühlen uns mit unserem seelischen Wesen innerhalb der Sonne, und die Welt ist in uns, die bisher um uns herum war. Aber erst wenn wir dies errungen haben, beginnen wir zu verstehen, daß wir, wenn wir im gewöhnlichen Erdenleben schlafen, mit unserer Seele da hinausgehen. Da sind wir, wo wir so eingerichtet sind, daß wir eigentlich nur durch die Sonne wahrnehmen sollen.
Jetzt gehen wir mit unserem Seelischen da hinaus in die Welt, die uns nur durch die Sonnenreflexion klar werden kann; daher nehmen wir da nichts wahr. Wir müssen hinausrücken über das Gebiet der Sonnensphäre. (…)
Was ist es denn eigentlich, was uns abtrennt von diesem Gebiet, in dem wir leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt? Ja, man kann nichts anderes sagen als: Die Sonne ist das. Wir werden als Menschen in die physische Welt hineingeboren. Vor der Konzeption, bevor wir heruntergestiegen sind, haben wir mit der äußeren physischen Sonne nichts zu tun, nur mit dem, was hinter der Sonne als Geistiges steht, mit dem haben wir zu tun. Jetzt steigen wir in die physische Welt herunter. Da strahlt überall die Sonne hin. Was sie uns sichtbar macht auf physische Weise, das nehmen wir in unsere Gedanken, in unsere Vorstellungen auf. Diese physische Sonne verhindert uns, das Geistige zu sehen. Und wenn wir nach dem Einschlafen da draußen sind unter den Gegenständen, die sie uns sonst sichtbar macht, sind wir eben, weil wir während des Erdenlebens mit unserem physischen Leib an das Erdenleben gewöhnt sind, zu schwach, um hinauszusehen außerhalb des Sonnengebietes, und im Sonnengebiet können wir nichts sehen, denn da würden wir die anderen Wesen sehen müssen, die uns entweder als elementarische Geister oder als Geister der höheren Hierarchien in der äußeren Welt umgeben. [GA 212, S. 76ff]

Die Zeit kommt - bzw. ist schon da -, wo Menschen nicht mehr zu schwach sind, hinauszusehen über das Sonnengebiet hinaus.
Wir wissen heute, dass die Sonne nicht das ist, was uns die Astrophysik weismacht, denn aus spiritueller Sicht ist sie in erster Linie ein Portal, das uns die Türen öffnet zu weiteren Dimensionen, Bereichen und Zeiten. So wir wir uns in die Sonne fühlen können - und das mag eine wichtige Meditationsmöglichkeit sein -, so ist die Sonne auch in uns.

Deshalb sagt Thor Han, ein Plejader, in Elena Danaans "Ein Geschenk der Sterne. Kontakte mit Außerirdischen und Sammlung von Alien-Rassen":

"Sucht nicht nach Portalen: Seid ein Portal. "

Dienstag, 12. Mai 2026

🌸 Die Zeit der Karma-Gesetze und der Akasha-Chronik geht zu Ende 🌸

Weil ich noch im Verteiler eines anthroposophischen Zweiges einer bayerischen Stadt bin, erhielt ich kürzlich eine Mail, in der - wie es hieß - mit Freude zu einem Vortrag zum Thema "Zum Verständnis der Karma-Gesetze" eingeladen wurde.

Arme Anthroposophen. 

Ich sehe sie vor mir sitzen, ungefähr 20 Leutchen meist betagten Alters (die jungen Menschen wissen meist intuitiv, warum sie nicht zu Anthroposophen und ihren Vorträgen gehen). Vorne steht ein ziemlich weiser Mann, der fast den ganzen Steiner (ca. 350 Bände) gelesen hat, manche mehrfach, vor allem jene 12 Bände, in deren Titel schon das Wort "Karma" bzw "karmisch" zu finden ist, gewiss aber auch die Bände 9 ("Theosophie") und 13 ("Die Geheimwissenschaft im Umriß"). Vor allem in Band 9 geht es um - so lautet eine Kapitelüberschrift - die "WIEDERVERKÖRPERUNG DES GEISTES UND SCHICKSAL (Reinkarnation und Karma)". 

Darin finden sich u.a. Sätze, die meines Erachtens aus heutiger Sicht so nicht mehr unkommentiert wiedergegeben werden dürfen, sie lauten: 
Als Bewahrerin des Vergangenen sammelt die Seele fortwährend Schätze für den Geist auf. Daß ich das Richtige von dem Unrichtigen unterscheiden kann, das hängt davon ab, daß ich als Mensch ein denkendes Wesen bin, das die Wahrheit im Geiste zu ergreifen vermag. Die Wahrheit ist ewig; und sie könnte sich mir immer wieder an den Dingen offenbaren, auch wenn ich das Vergangene immer wieder aus dem Auge verlöre und jeder Eindruck für mich ein neuer wäre. Aber der Geist in mir ist nicht allein auf die Eindrücke der Gegenwart beschränkt; die Seele erweitert seinen Gesichtskreis über die Vergangenheit hin. Und je mehr sie aus der Vergangenheit zu ihm hinzuzufügen vermag, desto reicher macht sie ihn.
Bevor ich meine Aussage begründe, möchte ich sagen, dass ich keinesfalls ein Steiner-Verächter bin, im Gegenteil, ich schätze ihn und sein Wirken sehr und meine seelische Entwicklung ist von ihm aus meiner subjektiven Sicht sehr positiv beeinflusst worden.
Nun ist es aber so, dass die Erde - gemeint ist jene Erde, deren kosmisch-göttliche Mutter Gaia ist - momentan auf fast atemberaubende Weise ihre Fesseln der Vergangenheit sprengt und in für sie neue kosmische Dimensionen vorstößt, d.h. auch neue Beziehungen zu anderen Sternen und Galaxien aufnimmt, die ihr bisher verwehrt waren, weil sie im Bann dunkler Mächte stand. Sie sprengt - um das momentan gängige spirituelle Vokabular zu verwenden - ihr 3D-Gefängnis, sie löst sich aus der 3. Dimension des Bewusstseins, das geprägt war von Materialismus, Kontrolle und einseitig entweder matriarchalisch oder patriarchalisch geprägten Strukturen, in denen es vorwiegend um Macht über andere ging, und bewegt sich in die 5. Dimension, in die Dimension des reinen Herzens. Auch Menschen gehen diesen Schritt mit, gewiss kein leichter. Alles, was den Menschen an Kompliziertes, nicht oder kaum Durchschaubares, Beschwerendes, mithin niedrig Schwingendes bindet, muss durchschaut werden, um zu unserem Wesen ursprünglicher Einfachheit, Natürlichkeit und Verspieltheit zurückzukehren.
Das ist bisher für viele ein langer Weg gewesen, oft über Jahrzehnte, aber er musste von einer bestimmten Anzahl von Menschen gegangen werden, damit eintreten kann, was nun eintritt. Viele von uns haben ganz ganz wertvolle Arbeit geleistet und tun es immer noch, immer auch noch zum Teil unter den Bedingungen von 3D. Aber nicht wenige unter uns haben gelernt zu switchen zwischen 3D und 5D, halten es aus, dass sie in ihrem Leben immer noch zeitweilig unter 3D-Bedingungen leben, sei es in ihrer beruflichen Situation, in bestimmten Beziehungen, wo auch immer. Doch wissen sie dann und akzeptieren, dass das momentan so nicht anders sein kann; zugleich haben sie in ihrem Leben sich 5D-Räume geschaffen, in denen sie Kraft schöpfen und auftanken können, sei es, weil sie mit liebevollen Menschen zusammen sein können oder in Gemeinschaft treten mit kosmischen Wesen.

Viele, sehr viele lichtvolle Kräfte aus dem Kosmos, seien es die Plejaden, die Hathoren oder Mitglieder unserer wahren, unserer kosmischen Familie umgeben uns und unterstützen uns, wenn wir diesen Weg gehen, der ja begleitet ist von unglaublichem Lärm, der, wenn wir auch Abstand nehmen, uns noch zu beeinflussen sucht, ein Lärm und ein Getöse, das u.a. und ganz besonders ein Donald Trump - einer der größten Narzissten, der je auf der Erde lebte und der es sich zum Markenzeichen gemacht hat, mit diesem Narzissmus auch noch zu protzen - inszeniert, der momentan durch seinen Krieg gegen den Iran, der ja selbst von einer tief dunklen Energie gefangen ist, die ganze Welt in Turbulenzen stürzt, wobei er noch tatkräftig durch einen Putin und seinen mehr als vier Jahre währenden Krieg gegen die Ukraine unterstützt wird.

Das wird noch eine Weile anhalten, wenn wir auch am Beispiel Ungarns sehen, auf welch unglaublich drastische und eindrückliche Weise ein dickhalsiger Despot wie Viktor Orban einfach bis auf seine Wurzeln hin hinweggefegt wird. - So wird es bald noch anderen gehen.

Ich komme zurück auf das Steiner-Zitat und vor allem den letzten Satz daraus. Gewiss ist es so, dass es immer Menschen gab, die durch ihre Existenz und ihr Wirken die karmischen Gesetze transzendierten, weil sie mit dem Licht ihrer Seele hinauswiesen über die auf der Erde gültige 3D-Wirklichkeit und es ist durchaus berechtigt, dass ein Steiner in seinen Vorträgen zum Karma auf sie verwies, sei es eine Jungfrau von Orleans, ein Gilgamesch, ein Aristoteles und andere. Wir können aber heute sehen, dass mehr und mehr Menschen eine Wirklichkeit in ihr Leben hineinbringen, die die 3D-Wirklichkeit sprengt und die zurückkehren zu einem wahren menschlichen Wesen als einem freundlichen, herzlichen, liebevollen Geschöpf, das andere und sich selbst ehrt.
Im Rahmen dieses Geschehens verliert die 3D-Vergangenheit ihre Macht und Bedeutung. Und es ist heute nicht mehr, wie es Steiner tut, angemessen zu sagen, dass die Seele ihren Gesichtskreis erweitert durch Eindrücke aus der Vergangenheit. Gewiss ist die Wahrheit ewig, wie Steiner schreibt, aber wir sehen heute, dass diese Wahrheit für den, der sie suchte, ständig gegen einen dunklen Ring prallte, den gewisse Kräfte um die Erde installiert hatten. Wir beginnen heute zu ermessen, welchen gigantischen Kampf viele Menschen kämpften, die diesen Ring durchstoßen wollten und ermessen heute, wie unglaublich notwendig es war, dass Christus auf diese Erde kam, so dass einige Seelen diesen Ring durchstoßen konnten.
Entscheidend ist, dass wir aus der 3D-Vergangenheit und ihrer Wirklichkeit nichts, aber auch gar nichts unserem Gesichtskreis hinzufügen müssen. Heute, da wir in dieser Wendezeit leben, würde Steiner sich bezüglich dessen, was er über die Vergangenheit und den Gesichtskreis des Menschen sagt, viel differenzierter ausdrücken. Ich vermute, er hat die Dynamik des augenblicklichen Geschehens nicht vorausgesehen, in zu pessimistischer Konnotation hat er sich an der ein oder anderen Stelle über die Zukunft geäußert, weil er sich nicht sicher war, ob die Menschheit den Sprung zu einem Christusbewusstsein schafft.

Tatsache ist - und davon ist meines Wissens bei Steiner nicht ansatzweise die Rede -, dass die Akasha-Chronik sich aufzulösen beginnt und langsam verschwindet. Sie kam uns lange Zeit wie ein spirituelles Vermächtnis vor, von dem wir wussten, dass nur wenige in ihr lesen konnten und bekanntlich wies Steiner mehrfach darauf hin, wie schwierig es ist, sich in ihr zurechtzufinden - auch er fand nicht alles, was er wollte. Zu finden - und das ist nun entscheidend - sind dort vor allem Ereignisse, die geprägt waren durch die Wirklichkeit der dritten Dimension. 
In ihr waren Situationen verzeichnet, die der Mensch unter normalen Umständen niemals verursacht hätte, sondern nur aufgrund der negativen und manipulierenden Mächte und Wesen. Deren Manipulation und Gemeinheit war sehr stark. 
Im Jahr 2018 erlaubte der kosmische Rat Erzengel Metatron, energetische Felder von Situationen aus der Akasha-Chronik zu löschen, die aufgrund der menschlichen Manipulation entstanden waren.
So schreibt Pavlina Klemm in dem Kapitel "Die natürliche Auflösung der Akasha-Chronik und die kosmischen universellen Chroniken" im Rahmen ihres Buches mit dem Titel "Plejadische Intelligenz".

Einen Satz wie "Die Akasha Chronik war euer einziger Orientierungspunkt in Bezug auf eure Vergangenheit.“, hätte Rudolf Steiner vor 100 Jahren nie schreiben können. Aber dieser Satz macht deutlich, wie sehr die Zeiten sich verändert haben, wie sehr das Bewusstsein gerade in den letzten Jahrzehnten sich gewandelt hat. Die Erde ist aus der energetischen Quarantäne ausgestiegen und es macht in meinen Augen heute keinen Sinn mehr, über den von Steiner dargelegten Karmabegriff Vorträge zu halten. Ein Vortragender könnte ihn heute im Rahmen eines Vortrages zum Karma-Begriff zum Ausgangspunkt seiner Ausführungen machen, um dann zu erläutern, warum er sich auflöst und Gaia und ein Teil der Menschheit Zugang nehmen zu universellen kosmischen Chroniken, die für uns ein faszinierendes Bewusstsein enthalten. Ohne dass es Menschen bewusst ist, hinerlassen sie bereits Abdrücke in diesen kosmischen Chroniken, aber eben nicht mehr in der Akasha-Chronik!

Wer mit einem reinen Herzen anstrebt, auf der neuen Erde unterwegs zu sein, muss sich mit den Gesetzen des Karma nicht mehr befassen, ja, er sollte es gar nicht. Zu einem reinen Herzen hat dieser Begriff keinen Zugang.

Meine Erfahrungen mit Anthroposophen in der letzten Zeit, als ich versuchte, die Inhalte des Manuskriptes der Maria Magdalena zu vermitteln und in diesem Zusammenhang darauf verwies, dass es gut wäre, wenn sich das Verhältnis der Anthroposophie zur Sexualität ändern würde, waren so ernüchternd, dass ich fürchte, viele Anthroposophen werden auch noch lange Zeit an dem alten Karma-Begriff kleben bleiben.


Ich wünsche, dass es nicht so kommt und hoffe auf ein Wunder.

Mittwoch, 22. April 2026

Fluch und Segen der Theosophie / Anthroposophie - deren grundlegendes Dilemma

Es wird kaum einen Anthroposophen geben, der nicht den Worten Rudolf Steiners aus der GA 93 zustimmen wird:
(Die theosophische Bewegung) bereitet auf geistigem Gebiet vor, was später auf dem physischen Plan geschehen wird: die Wiedervereinigung der Geschlechter. Auch die geteilte Weisheit muss wieder in die eine göttliche Weisheit zusammenfließen. Im Menschen muss durch die theosophische Weisheit ein Ausgleich gefunden werden zwischen der religiösen Priesterweisheit und der freimaurerischen Weisheit. Die Weisheit der Zukunft muss geholt werden aus dem höheren Menschen heraus, der in beiden Menschen gleich lebt, dem weiblichen und dem männlichen. Das zu entwickeln, worauf es ankommt, worauf der physische Plan gar keinen Einfluss mehr hat, das ist der Zweck der theosophischen Bewegung. Die Theosophie ist tatsächlich die männlich-weibliche Weisheit, die für beide Geschlechter gleich gültige Weisheit. Durch die Lehre von der Reinkarnation erkennt man, dass dasjenige, was bei jeder neuen Wiederverkörperung zum Ausdruck kommt, nicht die Persönlichkeit des jeweiligen Erdenlebens ist, sondern dass der Kausalkörper, die Entelechie, sich geschlechtslos aufbaut.
Wenn wir uns dieser bewusst werden, so lebt in uns geistig auf, was über dem Geschlechtlichen steht, was unabhängig ist von dem, worauf sich die Gegnerschaft der beiden Strömungen [also der weiblichen Priesterweisheit und der männlichen Kainsweisheit] gegründet hat. So ist die Theosophie die ausgleichende Bewegung, und sie allein kann den Ausgleich herbeiführen. Erst in der Theosophie kann man von einem Okkultismus sprechen, der beide Geschlechter gleichmäßig angeht. Nur von da aus kann man sich einen wirklichen Ausgleich zwischen beiden Geschlechtern denken. Nur die theosophische Bewegung kann das vollziehen.
Auch jemand, der der anthroposophischen Bewegung nicht angehört oder sich nicht dezidiert als Theosophen bezeichnet, wird Obigen zustimmen, wenn wir unter Theosophie das verstehen, was der Begriff wiedergibt: ein Bewusstsein, das sich in der Weisheit des Göttlichen gründet, das also die Gegnerschaft zwischen Männlichem und Weiblichem überwindet, die sich in der Wirklichkeit der Erde manifestiert hat und zu einem Miteinander beider Geschlechter kommt, was nicht bedeutet, dass ständig ein Pari-Zustand zwischen Männlichem und Weiblichem existiert, dass aber insgesamt beide Geschlechter sich in Wertschätzung einander ergänzend bereichern und - so Rudolf Steiner - im menschlichen Wesen der Zukunft wieder zueinanderfinden.

Das Dilemma der Steinerschen Gefolgsleute - und ich mache dafür im Übrigen nicht Steiner verantwortlich, denn es wäre Sache seiner Nachfolger gewesen, die Thematik mit der realen physisch-materiellen Welt zu verbinden - ist, dass wunderbar über das Geschlechtliche, über die Kains- und Abelströmung gesprochen werden kann und auch wird, dass aber über die Realisierung des Geschlechtlichen in der Wirklichkeit der Menschen, also einer gelebten Sexualität in all ihren Facetten, einer wunderbaren und zugleich oft so schwierigen Körperlichkeit, nicht gesprochen wird.

Das Dilemma von Faust und Margarete ist auf dem Theater zugelassen und 
wird immer wieder regelmäßig in Aufführungen beifällig von der anthroposophischen Community bewundert, aber die reale Körperlichkeit bleibt, sieht man die Beiträge im Rahmen der Anthroposophie an, außen vor - das Bett als Möglichkeit, den Körper dort zur Meditation niederzulassen - das war´s dann. 

Dass damit die gesamte Anthroposophie ein Opfer ahrimanischen und luziferischen Ansinnens wird, die beide das Geschlechtliche aus unterschiedlichen Gründen aus der menschlichen Wirklichkeit eliminiert sehen möchten - das zu sehen wird sich standhaft geweigert. Dass mein zweiter Beitrag auf der Facebookgruppe "Freie Anthroposophie. Anthroposophie libre. Free anthroposophy" gelöscht und mein Profil dort blockiert wurde, steht ja nur für ein diesbezügliches Gesamtverhalten (siehe mein Beitrag vom 30. März diesen Jahres).
Öffnet sich die Anthroposophie hinsichtlich der Bedeutung des Sexuellen, das für Steiner durch Golgatha der zweite Logos wurde, wie er selbst äußerte (siehe Beitrag vom 27. März) nicht der Realität der Erde, wird diese Bewegung in dieser Form untergehen; sie muss es, damit Erde und Himmel sich wirklich verbinden und nicht nur der Himmel mit dem Himmel, der in Wahrheit luziferisch-ahrimanisch-anthroposophisch-theosophische Himmel mit dem göttlichen Himmel, der doch voller Sehnsucht auf die Vereinigung mit der Erde wartet, wovon schon Eichendorff in "Mondnacht" träumte:

Donnerstag, 9. April 2026

Auferstehung zu heiliger Spiritualität

Gemessen an der Tatsache, dass die Beziehung zwischen Sexuellem, auch zwischen Sexualität und Christusbewusstsein zu den fundamentalsten Aspekten im Werk Rudolf Steiners zählt, wurde ihr von ihm recht wenig Raum eingeräumt. Obwohl ein Sigmund Freud damals die Sexualität wissenschaftlich hoffähig machte, war sie dennoch für viele Menschen ein Tabuthema - übrigens auch noch heute. Ich vermute, Steiner hat die Zeitumstände berücksichtigt. 

Was allerdings von großer Bedeutung ist, ist die Tatsache, dass er sich in Sachen Sexualität und Liebe in einen eklatanten Widerspruch verwickelte. So formulierte er in zwei Vorträgen 1912, dass Sexualität und Liebe gar nichts miteinander zu tun hätten 

Es ist deshalb von großer Bedeutung, weil viele Anthroposophen - natürlich beiderlei Geschlechts - dem geistlosen Verständnis von Sexualität und Liebe auf den Leim gegangen sind - man kann sich nicht des Eindrucks verwehren, dass sie den geistigen Fehltritt Steiners noch heute gern nutzen, um sich dem Thema der Sexualität zu entziehen. Ich gehe in diesem Video darauf ein. In der Anthroposophie ist Sexualität kein Thema

Es ist jedoch zugleich so, dass wir es Steiner verdanken, den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Sexualität und Christusbewusstsein sehen zu können - wer es denn will, vielleicht ja auch bald einige Anthroposophen. Steiner hat den Ursprung der Sexualität in geistiger Liebe betont, 1904, 1905 und 1923.

Notwendig ist eine bewusste Auferstehung, eine bewusste Hinwendung zum Thema der Sexualität, denn das Christusbewusstsein, will es sich in unserem Leben realisieren, bedarf dieser Hinwendung. Vor allem aber wäre es Aufgabe der Anthroposophie, Jugendlichen zu vermitteln, welche Bedeutung körperliche Liebe für die Bewusstseinsentwicklung eines Menschen haben kann, wie sehr sie Einfluss nehmen kann auf die Entwicklung des Ätherleibes hin zu einem Leib des Lichtes und der Liebe.

Unter diesem Aspekt sehe ich auch das Engagement der Maria Magdalena, das ich in den ersten beiden Videos zum Thema der spirituellen Sexualität angesprochen und dem ich mittels wertvoller Zitate Raum gegeben habe. In ihren Worten wird u. a. deutlich, warum in unserer Zeit eine göttliche Weiblichkeit, der sich gerade Frauen bewusst zuwenden sollten, so wichtig und wertvoll ist. In den abschließenden Worten im Rahmen dieses Videos ist es ein Mann, White Eagle, der diese Sicht unterstützt.





PS Hier die beiden Beiträge auf "Freie Anthroposophie" - auch der gelöschte: 



- der gelöschte: 

Freitag, 3. April 2026

Die Zeit, da Anthroposophen Hüter und Multiplikatoren mephistophelischer Sexualität waren, geht zu Ende! Wenn auch noch zögerlich ...

Rudolf Steiner hat 1912 in mehreren Vorträgen sehr deutlich betont, dass Sexualität und Liebe nichts miteinander zu tun haben

In diesen Vorträgen sind ihm meines Erachtens von dunkelgeistigen Kräften die Augen zugehalten worden, ja, die Energie dieser Kräfte griff deutlich auf ihn über, wenn man den zum Teil rigiden Ton wahrnimmt, mit dem er eine falsche Sicht in Bezug auf das Verhältnis von Sexualität und Liebe vermitteln wollte, nämlich dass beide nichts miteinander zu tun hätten (Textstellen s. Link unten). 

Es geht nicht um eine Be- bzw. Verurteilung dessen, was Steiner hier anrichtete, und ich persönlich stelle für mich auch nicht im Geringsten Steiners Wirken infrage, eher macht ihn mir das sympathischer, weil es menschlich ist. Wir wissen, wie intensiv selbst Jesus und mit ihm der Gottessohn in der berühmten Versuchung angegriffen worden sind. Und welche Macht hier unterwegs ist, zeigt sich, dass hundert Jahre lang die anthroposophische Bewegung nicht in der Lage war, Steiners 1912 geäußerte Sicht richtigzustellen und auf seine Aussage 1923 zu verweisen:
was in der Sexualität ursprünglich lebt, ist durchdrungen von der geistige Liebe. Sie ist jene, die aus geistiger Sicht Gültigkeit hat.

Colibris Colibris alias Jean Bon, der Admin der Facebook-Gruppe "Freie Anthroposophie. Anthroposophie libre ...", hat in der Auseinandersetzung über die Löschung meines zweiten Beitrages (hier eingestellt am 30. März) als deren Grund angegeben: 
Dieser Post habe ich bewusst gelöscht. Freie Anthroposophie bedeutet nicht alles posten, sondern aufpassen. (...) Die Gefahren und Widersacher sind überall da und lauern auf jeder Möglickeit die Anthropsophie zu korrumpieren. (...) Den zweiten habe ich gelöscht, da es zu weit in den Irrtum ging und Johannes Klinkmüller hat ohne meine Fragen zu beantworten weiterhin sein Unfung treiben wollen. Wenn einige von Euch denken dass das 2. Logos die Sexualität ist, denn bitte können sie sich an derjeniger der diese These verbreitet weiter wanden, aber nicht mehr hier. Liebe und herzliche Grüße.
Aus dem gelöschten Beitrag geht eigentlich deutlich hervor, dass ich nur Steiner wiedergebe und jener es war, der vermittelte, dass (mit Golgatha) das Sexuelle der zweite Logos wurde, also der Sohn, Christus (Textstellen s. Link unten).

Im Grunde hat Jean Bon nicht nur meinen Beitrag, sondern die Ansicht Steiners, 1905 geäußert, gelöscht, die zum Verständnis des Sexuellen so wichtig ist und auf jene von 1923 im Grunde vorverweist.

Und wie wichtig es Jean Bon war, der mephistophelischen Sicht auf das Sexuelle, wie ich sie in der Facebook-Gruppe und hier in meinem am 27. März veröffentlichten angesprochen habe, zum Sieg zu verhelfen, die bekanntlich ein Feind der sexuellen Liebe ist, macht deutlich, dass er im Rahmen dieses in seiner Gruppe veröffentlichten Beitrages (überschrieben "Warum Anthroposophen nicht zu Christus, zum Christusbewusstsein gelangen") unter vier verschiedenen Kommentaren den Kommentierenden in jeweils ausführlichem Auszug die Sicht Steiners von 1912 entgegenhielt, die der Entgeistung des Sexuellen das Wort redet.

Meines Erachtens tobt gerade auf der geistigen Ebene ein Kampf, in dem es darum geht, die Sexualität aus mephistophelischer Geiselhaft zu befreien, über die ich in meinen Beiträgen geschrieben habe und auf die Steiner im Zusammenhang mit seiner Besprechung des "Faust" eingeht. 

Das Sexuelle, wenn es befreit ist, führt zu Christus. Das ist eine Sicht, der sich die Anthroposophie über 100 Jahre verweigert hat, indem sie nicht darüber sprach, wiewohl es mit zum Fundamentalsten gehört, was Steiner geäußert hat. Die ernst zu nehmenden Aussagen Steiners von 1905 und 1923 (siehe Link) weisen eindeutig darauf hin, dass das Sexuelle, dass Sexualität von ihrem Ursprung her mit geistiger Liebe verbunden ist und dass es gilt, dieses Bewusstsein wieder freizulegen.


Wenn Jean Bon mir in einem Kommentar schreibt: Das sexuelle wird in der Zukunft nicht mehr geben und dies zum Glück. Es wird nur noch den Christus geben., dann zeigt sich in seinen Worten - "und dies zum Glück" - die ganze Crux einer in Bezug auf das Sexuelle blockierten Anthroposophie, denn nicht das zukünftige Verschwinden des Sexuellen ist ein Glück, sondern seine reale Existenz. Das Sexuelle wurde Christus, wie Steiner schreibt, es führt uns zu Christus, es ist Christus, weil es aus geistiger Liebe geboren ist.
 
Klar, Sexualität kann für die Seele tödlich sein, wenn sie missbraucht wird, darauf weist Steiner hin, und wir werden gerade in unseren Tagen Zeugen dafür, dass das innerhalb der Menschheit tatsächlich geschieht. Umso wichtiger wäre es, wenn die Anthroposophie endlich aufsteht und die wahre Bedeutung der Sexualität und des Sexuellen für die seelische Entwicklung des Menschen bekundet.

In der Anthroposophie gibt es Kräfte, die im Banne Ahrimans sind und das verhindern wollen; Jean Bon gehört dazu und beeinflusst leider über 3000 Mitglieder der von ihm geleiteten Gruppe. Mittlerweile hat er die Frau, die in einem Beitrag nachfragte, wie die Löschung meines zweiten Beitrages mit einer ´Freien Anthroposophie´ vereinbar sei, ebenfalls ausgeschlossen. Viele Kommentare haben mir gezeigt, dass die Auffassung Steiners zum Sexuellen, zur Sexualität gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Eine Sexualität, die die geistige Entwicklung des Menschen unterstützt: noch sind dafür recht wenige offen.

Befreite Sexualität bedeutet - darauf weist bekanntlich Maria Magdalena in ihrem "Manuskript" hin, dass die lunare und solare Schlange im Menschen aufsteigen, dass Männliches und Weibliches miteinander im Gespräch sind: in unserem Leben haben Männliches und Weibliches nicht immer die gleiche Bedeutung. Je nach Lebenssituation ist das eine oder das andere gefordert. Aber sie sind im Austausch, unterstützen sich, geben sich Kraft, so wie es im realen Leben zwischen Mann und Frau auch sein soll.
Heilsame Sexualität hat zur Folge, dass der Ätherleib immer stärker, immer leuchtender, immer lichter wird, bis er von innig-geistiger Liebe erstrahlt. Es geht darum, dass diese Energie den Menschen ergreift und ob das mittels körperlicher, heiliger Liebe geschieht - zweifellos überfordert Magdalenas Sicht noch den ein oder anderen erheblich - oder durch Übungen für den Ätherleib und den Aufstieg der Schlangen, wie sie in Tom Kenyons und Judi Sions "Das Manuskript der Magdalena" angeboten werden oder auf andere Weisen, die zu Christus führen, ist in meinen Augen drittrangig. 
Entscheidend ist, dass wir uns auf dem Christus-Weg befinden.

Wir leben in einer Zeit, in der die Geistige Welt unser Augenmerk auf die Bedeutung des Sexuellen, der Sexualität richtet. Manche setzt das ungeheuer unter Druck und die geistige Enge, die damit zusammenhängt, kann viele Ursachen haben; sie können in früheren Leben liegen oder auch vorwiegend in der familiären Sozialisation, in beidem zugleich und noch manchem anderen. In jedem Fall müssen wir Ahriman und Luzifer am Werk sehen. 

Ich möchte allen Menschen viel Mut wünschen, ihre Lebensenergie, ihre sexuelle Energie zu stärken und ihrem Ätherleib die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ruht doch in seiner Tiefe die Liebe.





Montag, 30. März 2026

Anthroposophie und Zensur: Mein auf der FB-Gruppe "Freie Anthroposophie" gelöschter Beitrag zum Thema "Sexualität und Liebe"

Friedrich Hebbel, Das Heiligste 
Wenn zwei sich ineinander still versenken,
Nicht durch ein schnödes Feuer aufgewiegelt,
Nein, keusch in Liebe, die die Unschuld spiegelt,
Und schamhaft zitternd, während sie sich tränken; 
Dann müssen beide Welten sich verschränken,
Dann wird die Tiefe der Natur entriegelt,
Und aus dem Schöpfungsborn, im Ich entsiegelt,S
pringt eine Welle, die die Sterne lenken. 
Was in dem Geist des Mannes, ungestaltet,
Und in der Brust des Weibes, kaum empfunden,
Als Schönstes dämmerte, das muß sich mischen; 
Gott aber tut, die eben sich entfaltet,
Die lichten Bilder seiner jüngsten Stunden
Hinzu, die unverkörperten und frischen.

Friedrich Hebbel lebte von 1813 bis 1863 und wenn ich seine Verse, so beeindruckend in der Form eines Sonetts gestaltet, lese, dann dünkt mich, hier schrieb einer schon vor mehr als 150 Jahren aus einem geisteswissenschaftlichen Bewusstsein und aus einem Maria-Magdalena-Bewusstsein heraus.

Auf das geisteswissenschaftliche Bewusstsein komme ich später zu sprechen.
Es leidet leider ganz entscheidend darunter, dass Rudolf Steiner sich sehr widersprüchlich zur Sexualität geäußert hat und 1912 mehrfach eine ganz andere Sichtweise im Hinblick auf Sexualität äußerte als 1923. Auffallend ist, dass unter Anthroposophen fast ausschließlich jene Sicht zitiert wird, die bis heute fatale Folgen hat und in meinen Augen die Anthroposophie, was Sexualität betrifft, in eine mephistophelische Sackgasse geführt hat.

Bekanntlich hat ja Steiner auch beispielsweise im Hinblick auf die Ursachen von Schillers Tod seine Sicht innerhalb von 8 Jahren fundamental geändert.

Für mich persönlich sind beide Tatbestände kein Anlass, meine Wertschätzung und Dankbarkeit ihm gegenüber herabzusetzen.
Die Anthroposophie und ihre Gesellschaft hatte über 100 Jahre hinweg Zeit, die offen zutage liegende Widersprüchlichkeit zur Sprache zu bringen und dahingehend zu nutzen, klar anzusprechen, dass das Sexuelle und Sexualität Grundlage für unsere Himmelfahrt ist - in Anlehnung an Magdalena:

Die Kirche behauptet, dass ich eine Hure war, doch ich sage euch jetzt, dass die Kirche die Hure ist, denn sie will euch weismachen, dass Frauen verdorben sind und dass die sexuelle Leidenschaft zwischen einem Mann und einer Frau böse ist. Doch genau hier, in der magischen Anziehungskraft der Leidenschaft, entsteht die Grundlage für die Himmelfahrt.!
Und an anderer Stelle formuliert sie:
Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Maria Magdalenas "Manuskript" erschien ja in englischer Sprache erstmalig 2002 unter dem Titel "The Magdalena Manuscript", für mich mit drei Schwerpunkten:

- Sie entlarvt die Kirche - übrigens haben auch Jeanne Ruland & Marion Hellwig in "Maria Magdalena. Lebe und heile deine Weiblichkeit" die Story von der Dämonenaustreibung entlarvt -; 

- mit der größten Selbstverständlichkeit spricht sie von der Bedeutung des Weiblichen
ich sage euch jetzt, dass im Herzen, im Verstand und in der Körperweisheit des Weiblichen einige der größten Geheimnisse und Kräfte ruhen, die darauf warten entdeckt zu werden. Und sie offenbaren sich alle durch die gegenseitige Berührung!
- und sie vermittelt die Bedeutung der Ätherkörper, die im Altägyptischen Ka-Körper genannt wurden
In den Ka-Körpern der Liebenden selbst nimmt Horus Form an und fliegt ...
oder wie Hebbel auf seine Weise formulierte:
Gott aber tut, die eben sich entfaltet,
Die lichten Bilder seiner jüngsten Stunden
Hinzu, die unverkörperten und frischen.
Bevor ich mich Steiners Verständnis von und Verhältnis zur Sexualität zuwende, möchte ich sagen, dass niemand durch die Existenz des "Manuskriptes" von Magdalena sich getriggert fühlen möge. Es ist ein Angebot der Geistigen Welt in und für unsere Zeit; aber es gilt: jeder möge das Angebot finden, das für ihn angemessen ist.

Mir erscheint nur wichtig:
Jeder unter uns hat eine sexuelle Biographie und sie sollte unsere Beachtung finden und dabei spielt im Grunde keine Rolle, ob sie erfreulich ist oder nicht. Doch sich ihr zu stellen bedeutet, sich der lunaren und solaren Schlangen in uns zuzuwenden und Sorge zu tragen, dass sie nicht mehr - falls das der Fall ist - am Grunde der Wirbelsäule dahindümpeln. 

Es gibt keinen Weg zu Christus ohne das Sexuelle, ohne ein Bewusstsein für die Bedeutung des Sexuellen.

In einem an mich gerichteten Kommentar im Rahmen meines letzten Beitrages las ich: 
Das sexuelle wird (es) in der Zukunft nicht mehr geben und dies zum Glück. Es wird nur noch den Christus geben.
In diesem einen Satz offenbart sich für mich die ganze Crux einer dogmatischen, sexualfeindlichen Anthroposophie.
Wir dürfen dem Sexuellen dankbar sein, denn der Sexualität, verbunden mit der Trennung der Geschlechter, verdanken wir unsere Fähigkeit zu denken und ohne das Sexuelle gäbe es nicht Christus als Erdenherr und Bewusstsein der Menschheit. Ich habe ja auf die Stelle in Steiners GA 93a verwiesen, in deren Rahmen er sich entsprechend äußert.

Für das Dilemma in Sachen Sexualität, in dem sich die Anthroposophie befindet, ist Steiner meines Erachtens maßgeblich mitverantwortlich. 

1912 äußert er in der GA 143:
Sexualität und Liebe haben gar nichts miteinander zu schaffen. Sexualität ist etwas, das mit der reinen, ursprünglichen Liebe überhaupt nichts zu tun hat.
Und in der GA 133 äußert er sich vergleichbar.
1923 spricht Steiner sich allerdings ganz anders aus, ja gegenteilig:
was in der Sexualität ursprünglich lebt, ist durchdrungen von der geistigen Liebe. (GA 225, S. 182)
Das ist eine völlig andere Sicht auf das Sexuelle und die Sexualität.

Die ultimativen Formulierungen aus dem Jahr 1912 haben mit dazu beigetragen, dass Anthroposophen, vor allem dann, wenn sie mit der Sexualität Schwierigkeiten haben (und das ist keine Schande), in ihnen ihre Einstellung legitimiert sehen, sie totzuschweigen, eine Einstellung, die Luzifer und Ahriman in die Hände spielte und spielt.

Natürlich hat der Materialismus zu einer Dämonologie der Liebe in der Sexualität geführt und dass so viele Menschen Liebe und Erotik in eins setzen, desgleichen Liebe und Sexualität.

Doch das ist es ja, was Anthroposophen genau nicht übernehmen dürfen!

Steiner hat ein entgeistetes Sexuelles 1912 zur Grundlage seiner Äußerungen gemacht. Dabei ist das Sexuelle eine Schöpfung der Geistigen Welt zum Leben hin, zu Christus, dem Sohn. 

Gäbe es einen Sohn ohne das Sexuelle?

Sexualität ist durchdrungen von der geistigen Liebe.

In einem weiteren Kommentar wurde Bezug genommen auf die wegweisende Aussage Steiners
Das Sexuelle, das in der lemurischen Zeit herauskam, das wird, wenn wir es zurückverfolgen, wenn wir es in seiner immer höheren und höheren Natur sehen, der zweite Logos. Durch das Kama-Prinzip heruntersteigend wurde es Jehova; durch das Buddhi-Prinzip hinaufsteigend wurde es das Christus-Prinzip. (GA 93a, S. 149)
und gefragt:
Was heisst das konkret, durch das Kama-Prinzip herabsteigend wurde es zu Jehova, durch das Buddhi-Prinzip hinaufsteigend zum Christus-Prinzip? Was ist damit gemeint mit dem zweiten Logos, wo im gleichen Satz ein Zurückverfolgen und ein Zukunftsprinzip angesprochen ist -„das wird…"
Die Fragen waren mir, als ich sie las, sehr bekannt, ich hatte sie mir nämlich auch gestellt und ich war eine ganze Weile ziemlich verzweifelt, weil ich spürte, dass, wenn ich sie nicht beantworten kann, ich nicht wirklich die Bedeutung des Sexuellen verstehe.
Ich bin kein Steiner-Experte und dass ich hier überhaupt nur schreibe, liegt daran, dass ich den Klängen der Hathoren folge und so auf das Magdalena-Manuskript gestoßen bin, dessen Inhalt zum Wertvollsten gehört, was ich gelesen habe; wenig später traf ich auf obigen Steiner-Satz zum Sexuellen und fand: 

Das genau ist es, was doch auch Magdalena möchte: mit Hilfe des Sexuellen zu Christus. 

Wobei für mich außer Frage ist, dass damit nicht unbedingt nur gelebte körperliche Sexualität gemeint ist; viele leben ja allein oder leben in einer Beziehung, in der Magdalenas ´Praxis der vier Schlangen´ schon allein deshalb nicht möglich ist, weil der Partner davon nichts wissen will.
Nein, es geht darum sich bewusst zu werden, dass wahrhaft Männliches und wahrhaft Weibliches in uns aufsteigen und wie die solare und lunare Schlange miteinander im Gespräch sein können, die eine schwarz, die andere golden, wobei das Schwarz der weiblichen Schlange eine tiefe Bedeutung hat. - Aus der Sicht Magdalenas:
Aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht. Doch durch die Vereinigung von Sonne und Mond, durch die Vereinigung des maskulinen und des femininen Prinzips, im Gleichgewicht und energetisch ausgeglichen, kann wahre Erleuchtung erreicht werden.
Was bedeutet es nun, dass das Sexuelle durch das Kama-Prinzip herabsteigend Jehova wurde?

Luzifer hatte die Absicht, so vermittelt Steiner, die Sexualität wegzuschaffen und den Menschen ganz im Geistigen aufgehen zu lassen. Hier nun kommt Jahve ins Spiel, dem das physische Leben wichtig ist und der den Menschen an das physische Leben zu binden vermag - man kann auch unter diesem Aspekt das Alte Testament lesen. Er vereitelt die Pläne Luzifers und ist auch deshalb von Bedeutung, weil es ohne Erde kein Christusbewusstsein gibt.
Dass der Mensch wie im Buddhismus aus dem Rad der Wiedergeburten entkommen will, entspricht nicht dem Christusbewusstsein.
Wir sind hier, um die Erde heiligen zu helfen, ja, eine neue Erde zu bauen. 

In der vorchristlichen Jahve-Phase spielt Kama, spielen die Begierden, Triebe, das sexuelle Verlangen und Genusssüchte eine bedeutende Rolle; sie sind es zum einen, die den Menschen an die Erde binden und dass sie das so gründlich tun, hängt damit zusammen, dass die luziferische Versuchung früher, als von der Geistigen Welt geplant, kam.
Kama ist zum anderen zugleich Voraussetzung dafür, dass wir - auch aus damit verbundenen tiefen Leiderfahrungen - ein tiefes Bewusstsein für das bekommen, was uns heute bewegt: Christus.
Er ist es, mit dessen Hilfe wir Kama überwinden. 

Das Sexuelle, das in der geistigen Liebe wurzelte und durch Luzifer verschüttet wurde, findet zurück zur geistigen Liebe in Christus, die nun allerdings eine andere Qualität hat. 

Wir verstehen unsere Zukunft, wenn wir zurücksehen. Die geistige Konsistenz, die wir an unserem Ausgangspunkt, dem alten Saturn - wie Steiner die erste Erdinkarnation nannte - hatten - wir waren Wärme, Feuer - werden wir zukünftig wieder haben. Nur werden wir bewusst Geist, bewusste Wärme, bewusstes Feuer sein.
Wir finden auch den zweiten Logos, den Sohn, in der Vergangenheit. Wir werden ihn in der Zukunft finden, wenn wir Christus in Bewusstheit annehmen. 

Dies ist möglich, weil es das Sexuelle gibt, wie es seit Lemurien existiert!

Dass wir im Moment Zeugen schrecklicher Verirrungen werden, gehört zu diesem Prozess dazu. 

Was ich bedauerlich finde, ist, dass die Anthroposophie insgesamt so wenig die Stimme öffentlich erhebt. Es hängt damit zusammen, dass in ihr die geistig-sexuelle Energie blockiert ist.

Möge sich das ändern!

Freitag, 27. März 2026

Warum Anthroposophen nicht zu Christus, zum Christusbewusstsein gelangen.

Gewiss gibt es unter Anthroposophen (beiderlei Geschlechtes) Ausnahmen und im Übrigen gilt auch für viele spirituell orientierte Menschen, was für Anthroposophen gilt.

Rudolf Steiner hat eine engstmögliche Verknüpfung zwischen dem Sexuellen und Christus konstatiert und obwohl ein entsprechendes Bewusstsein Voraussetzung für einen Zugang zu Christus ist, meidet die anthroposophische Community das Thema "Sexualität" wie der Teufel das Weihwasser. Dabei hat Steiner in seiner GA 89 darauf aufmerksam gemacht, dass Menschen mit entsprechenden Ängsten und Vermeidungsstrategien sich in der Gewalt Luzifers befinden, dessen Absicht es war und ist, „
die Sexualität wegzuschaffen und den Menschen vollständig im Geistigen aufgehen zu lassen.“ 

Anthroposophen erkennen gar nicht, wie sehr sie sich in der Gewalt Luzifers befinden, indem sie das Thema der Sexualität meiden. 

Ganz erfreulich mag da erscheinen, dass in der Februarausgabe des "Goetheanum" sich ein Artikel findet, überschrieben "Wenn Geist und Körper sich finden" und er beginnt:
Sexualität verbindet Körper und Geist auf einzigartige Weise. Aber es fällt schwer, unbefangen darüber zu sprechen. Zwischen digitaler Omnipräsenz und spiritueller Verdrängung droht das Intime, Heilige dieser Art von Begegnung verloren zu gehen. Ein Plädoyer für eine Erotik, in der Eros, Philia und Agape zusammenwirken und den ganzen Menschen meinen.
Erstaunlich ist, dass in dem gesamten Beitrag sich nicht ein einziges Zitat bzw. Verweis auf die Sicht Steiners zur Sexualität findet bzw. ein Bezug zum Christusbewusstsein hergestellt wird. Im Grunde könnte dieser durchaus lebendig geschriebene und gut lesbare Artikel in jedem schöngeistig offenen Journal stehen, wobei er auch noch schließt:
Die Sexualität ist in Gefahr, wieder etwas zu werden, wovor wir uns schützen wollen, weil sie uns mit etwas Unverfügbarem auch in uns selbst konfrontiert.
Wieder etwas zu werden?
Sie ist es doch und mit Hilfe der Kirche (und den Anthroposophen) seit hunderten von Jahren.

Es ist im Übrigen Altmeister Goethe, der in der Gestalt des Mephistopheles dem Doktor Faust ein Wesen gegenübertreten lässt, das - um Steinersches Vokabular aufzugreifen - ahrimanische und luziferische Verführungskünste vereint. Wenn Faust wider besseres Wissen Gretchen ansäuselt:"Gefühl ist alles", dann grinst Luzifer um die Ecke; wenn Mephistopheles Faust dazu bringt, in der Hexenküche den Trank der Hexe zu trinken, damit der Gelehrte sexuell endlich auf Touren kommt, dann grinst Ahriman sich eins. Auf diesem Hintergrund macht Steiner darauf aufmerksam:
Die normale Entwickelung des Menschen auf der Erde besteht ja darinnen, dass sich auf der Erde das Menschengeschlecht durch die Geschlechter fortpflanzt. Aber Mephistopheles wollte auf der Mondenentwickelung zurückbleiben. Er wollte das daher nicht haben, dass die Liebe zur Liebe der Geschlechter auf der Erde führt. Mephistopheles ist der Feind der Liebe der Geschlechter auf der Erde. Der ganz entschiedene Feind ist er. Er fühlt sich daher - und Goethe charakterisiert das ganz richtig - außerordentlich dazu berufen, alles dasjenige ad absurdum zu führen, was irgendwie zur Geschlechterliebe führt. Was er veranlassen will in der Beziehung des Faust zu Gretchen - lesen Sie nur mit Aufmerksamkeit die Gretchen-Szenen, da werden Sie überall spüren, er will da allerlei, was das Amt des Ahriman-Mephistopheles ist.
Aber die Liebe zwischen Faust und Gretchen, die wirkliche menschliche Erdenliebe, die will er nicht aufkommen lassen, weder bei Faust noch bei Gretchen will er sie eigentlich dulden. (GA 272, S. 281) 
Für Leser, die sich im Denken Steiners nicht auskennen, sei gesagt, dass mit der Mondenentwicklung die unserer augenblicklichen Erde vorausgehende Inkarnation unseres Planeten angesprochen ist, die Steiner als "alten Mond" bezeichnet.

Jedenfalls sind sich Luzifer (die biblische Schlange, Diabolo, im Koran "Iblis") und Ahriman, also Satan bzw. der "Geist der Finsternis" einig: Geschlechterliebe wollen sie nicht. Einig wie sonst selten sind sie sich, weil ihnen die Gefahr viel zu groß ist, dass sie den Menschen zu Christus führt. Den diesbezüglich wichtigsten Satz finden wir in der Aussage Steiners:
Das Sexuelle, das in der lemurischen Zeit herauskam, das wird, wenn wir es zurückverfolgen, wenn wir es in seiner immer höheren und höheren Natur sehen, der zweite Logos. Durch das Kama-Prinzip heruntersteigend wurde es Jehova; durch das Buddhi-Prinzip hinaufsteigend wurde es das Christus-Prinzip. (GA 93a, S. 149)
Wenn Steiner seine Aussage im Präteritum formuliert, dann deshalb, weil das Buddhi-Prinzip, also Christus, seit Golgatha gilt - als Möglichkeit; verwirklichen muss es in sich jeder selbst, dann wird das Sexuelle in der Liebe zu einem anderen und zu uns das Christus-Prinzip. Ohne Bewusstsein für die Bedeutung des Sexuellen aber geht das nicht. In der Regel verweigern sich Anthroposophen diesem Bewusstsein, indem sie nicht über die Bedeutung der Sexualität schreiben bzw. sprechen.

Warum?
Weil sie in den Händen des Mephistopheles sind.

Oft mag dahinter eine tiefverwurzelte Angst vor - wie es Steiner nennt - Kama, dem Triebhaften, der Lust und Wolllust sich verbergen. Jeder hat all das in sich. Wer es mit offenen Augen anschaut, wer mit seinem Kama, seiner Lust und Wolllust, seiner Sexualität im Gespräch ist, verwandelt sie zur Buddhi-Energie. Jesus und Maria Magdalena haben das vorgelebt.

Ich weiß nicht, wieviel tausend Beiträge über das Leben Steiners abgefasst worden sind, über die soziale Dreigliederung oder den Bau des Goetheanums oder die Weihnachtstagung. Anthroposophen bleiben jedoch an entscheidender Stelle verklemmt und Mephisto lacht sich eins und freut sich über die üblichen Vorträge. Und es mag kein Zufall sein, dass in dem im Rudolf-Steiner-Verlag erschienenen "Stichwort Sexualität" mit seinen über 100 Auszügen zum Thema Sexualität im Werk Steiners ausgerechnet jener von mir oben zitierte fehlt, der für mich am deutlichsten die Beziehung zwischen dem Sexuellen und dem Christusbewusstsein herstellt.
Es geht ja nicht um eine neuerliche sexuelle Revolution und dass alle Anthroposophen Sexmonster werden.
Es geht um jene von Maria Magdalena in ihrem von Tom Kenyon und Judi Sion veröffentlichten "Manuskript" so bezeichnete Alchemie des Horus, also jenem Bewusstsein, das aus der Vereinigung von Osiris und Isis hervorgeht und in der altägyptischen Mystik Horus genannt ist.
Steiner schreibt dazu:
Dieses Zusammengehen des väterlichen Geistes mit der mütterlichen Materie wurde in Ägypten als das Zusammengehen von Osiris und Isis beschrieben. Was da entstand, war Horus. (GA 93a, S. 142) 
Und an anderer Stelle des Weiteren: 
Dieser Mensch, der nicht der äußere, physische Mensch ist, sondern der Mensch, der zum geistigen Licht aufzustreben immerfort den Ansporn hat, immer von den verborgenen Isis-Kräften getrieben wird, ist es, der wie der irdische Sohn des nicht in der irdischen Welt aufgegangenen, sondern in den geistigen Welten verborgen gebliebenen Osiris erscheint. Dieser unsichtbare Mensch, der Mensch des Strebens nach dem Höheren Selbst, wurde von der ägyptischen Seele als Horus empfunden, als der nachgeborene Sohn des Osiris. (GA 60, S. 360f)
Dieses Aufstreben kann durch eine der Sexualmagie der Isis verwandte körperliche Liebe zwischen zwei Liebenden, wie sie Magdalena in ihrem "Manuskript" und ich in meinen beiden Videos zur spirituellen Sexualität auf YouTube anspreche, geschehen, wenn und weil sich durch Verwandlung des Ätherkörpers in der Liebe Bewusstsein entwickelt.  Aber Magdalena sagt auch, "dass die alchemistischen Praktiken des Horus sowohl für Menschen, die ihren Weg alleine gehen, als auch für Menschen in Partnerschaft geeignet seien. Der Hauptunterschied besteht darin, dass ein Mensch, der alleine praktiziert, die Energie und Ekstase aus sich selbst heraus erschaffen muss, während diejenigen, die sich in heiligen tantrischen Beziehungen befinden, diese Energie in Ekstase spontan aus dem sexuellen Akt gewinnen. " (Tom Kenyon et al., S. 50)
Für die Verwandlung des Ätherkörpers finden sich in Tom Kenyons und Judi Sions Buch einige Übungen.

Das oben angesprochene Thema ist für mich auch deshalb so wichtig, weil es Anthroposophen sein müssten, die zunächst an ihren Schulen einen inhaltlich neu gestalteten Sexualkundeunterricht ein- und durchführen müssten. Wie sonst sollen unsere Jugendlichen zu einem Bewusstsein für ihren Ätherkörper und der Bedeutung körperlicher Liebe gelangen, die diese so wertvoll und heilig macht.
Im Grunde sind es Anthroposophen, die wider mögliches besseres Wissen diesen Zugang für unsere Jugendlichen versperrt sein lassen. Abgesehen davon, dass sie meiner Wahrnehmung und Erfahrung nach sich selbst erfolgreich blockieren.

In dieser Zeit des Aufwachens sind Änderungen Gott sei Dank möglich, ja wahrscheinlich.

Mittwoch, 19. November 2025

Die höchste Tugend unseres Ätherleibes ist die Liebe. – Er würde vor uns entstehen (gesetzt den Fall, wir könnten ihn sehen), wenn wir das Alphabet vor uns in die Luft sprechen.

Unser Ätherleib, seiner Form nach unserem physischen Körper gleichend, ihn nur ein wenig überragend, wurde in der ägyptischen Alchemie mit Ka-Körper bezeichnet und von Aristoteles Threptikon genannt; Paracelsus nannte ihn Archäus, auch Spiritus vitae bzw. Liquor vitae. In der Bibel, den Sprüchen Salomos (30,1) finden wir ihn als Ben Jake bezeichnet, in der indisch-theosophischen Terminologie als Linga-Sharira. 

Nach Rudolf Steiner ist das Denken eine Tätigkeit des Ätherleibes; durch ihn wird unser physischer Leib im Übrigen erst ein lebendiger, lebensfähiger Leib, deshalb nennt Steiner ihn auch elementarischen bzw. Kräfteleib. 

Die höchste Tugend des Ätherleibes aber ist dem Begründer der Anthroposophie nach die Liebe:
Die Kräfte, die zunächst aus den Tiefen unseres Wesens heraufwirken zu uns aus unserem Ätherleib, sind die Kräfte, die sich dadurch ausdrücken, daß der Mensch lieben kann, lieben auf allen Stufen seines Daseins. (GA 130, S 174)
Für den ein oder anderen mag die Aussage Steiners nahezu unglaublich sein, dass sich, wenn wir das Alphabet in die Luft hineinsprechen könnten, so dass die Buchstaben dort quasi stehenblieben, die Form unseres Ätherleibs abbilden würde, wenn wir ihn denn sehen könnten:
Wenn wir tatsächlich vom a bis zum z gehen könnten in der Lautformulierung, wenn wir dies so zuwege brächten, daß das a stehenbleiben würde bis zum z, und das Ganze würde sich in der Luft abbilden, was wäre denn das? Was wäre das für eine Form?
Das wäre die Form des menschlichen ätherischen Leibes. Der menschliche ätherische Leib würde auf diese Weise zustande kommen. Der menschliche ätherische Leib stünde vor Ihnen, wenn Sie einmal das ganze Alphabet - man müßte es erst richtigstellen, heute ist es nicht ganz richtig so, wie es gewöhnlich aufgestellt wird, aber es kommt ja auf das Prinzip jetzt an -, wenn Sie einmal lautlich das Alphabet von a angefangen bis zum z hinstellen würden, der Mensch stünde vor Ihnen. (GA 279, S. 47)

Mittwoch, 3. September 2025

4. Frage an ChatGPT: Wie unterscheiden sich Ahriman und Luzifer im Werk Rudolf Steiners?

 4. Frage an ChatGPT

(a) Wie unterscheiden sich Ahriman und Luzifer im Werk Rudolf Steiners?
(b) Wie hat Steiner Ahrimanisches und Luziferisches in moderner Kultur oder Politik beschrieben?

zu (a) Wie unterscheiden sich Ahriman und Luzifer im Werk Rudolf Steiners?

Im Werk Rudolf Steiners (besonders in seinen anthroposophischen Vorträgen) spielen Ahriman und Luzifer eine zentrale Rolle als Gegenspieler im Drama der Menschheitsentwicklung. Beide sind für Steiner keine „Teufel“ im klassischen christlichen Sinn, sondern geistige Wesenheiten, die bestimmte Einseitigkeiten verkörpern. Der Mensch entwickelt sich nach Steiner im Spannungsfeld dieser Mächte, und die Christus-Wesenheit nimmt die Rolle des „Mittlers“ ein.

# Grundunterschiede

1. Luzifer
* Verkörpert das Übergeistige, das Maßlose, das zu Frühreife, Verlockende.

* Wirkt auf den Menschen so, dass er über seine naturgemäße Entwicklung hinausstreben möchte.

* Führt zu Schwärmerei, Fanatismus, Illusionen, Weltflucht, aber auch zu künstlerischem Schaffen und Begeisterung.

* Im Mythos verwandt mit dem „Lichtträger“: er verführt den Menschen, „höher sein zu wollen als er ist“.

2. Ahriman
* Verkörpert das Verhärtende, Materialistische, Mechanistische.

* Drängt den Menschen in eine Verabsolutierung der Materie und Technik, in Intellektualismus und Erstarrung.

* Führt zu Kälte, Seelenverhärtung, Nihilismus, aber auch zu wissenschaftlicher Klarheit und Strenge.

* Im Mythos verwandt mit dem persischen Angra Mainyu, dem „Gegen-Geist“ zur lichtvollen Weltordnung.

# Im Zusammenspiel

* Luzifer zieht den Menschen „zu hoch“ (geistige Übersteigerung),

* Ahriman zieht ihn „zu tief“ (Verhaftung in Materie und Intellekt).

* Der Christus steht nach Steiner in der Mitte und ermöglicht die Balance: eine harmonische Entwicklung, die weder in luziferische Illusion noch in ahrimanische Verhärtung verfällt.

# Bildlich gesprochen



* Luzifer ist die Verführung zum Traumhaften, Überirdischen, Schwärmerischen.

* Ahriman ist die Verführung zum Trockenen, Kalten, Rechnerischen.

* Der Mensch steht zwischen beiden Polen und soll durch Christus lernen, Freiheit und Liebe zu entwickeln.

👉 Manche Anthroposophen stellen es so dar: Luzifer wirkt in Kunst, Religion und Mystik, Ahriman in Technik, Wissenschaft und Bürokratie – beides notwendig, aber gefährlich, wenn es einseitig wird.


zu (b) Wie hat Steiner Ahrimanisches und Luziferisches in moderner Kultur oder Politik beschrieben?

Rudolf Steiner hat das Luziferische und das Ahrimanische als zwei einseitige, aber zugleich notwendige Gegenkräfte in der Welt beschrieben. Sie stehen im Spannungsfeld zwischen der christlich-michaelischen Mitte, die den gesunden Weg für die Menschheit darstellen soll.

# Luziferisches Wesen: Das Luziferische führt zur Übersteigerung von Phantasie, Vision, Mystik und subjektiver Innerlichkeit.

* In Kultur: Steiner beschreibt luziferische Impulse in übersteigerter Religiosität, Schwärmerei, in esoterischem Hochmut oder in Strömungen, die sich von der Erde abwenden und nur „geistig“ schweben wollen.
* In Politik: Das zeigte sich für ihn etwa in utopischen Ideologien, die Menschen in Gemeinschaften hineinziehen wollen, ohne Rücksicht auf die irdische Realität. Auch in Bewegungen, die das individuelle Ich zu sehr verherrlichen, sah er luziferische Tendenzen.

# Ahrimanisches Wesen: Das Ahrimanische ist das Erstarren ins Materielle, Technische, Kalte, in Intellektualismus und Skepsis.

* In Kultur: Steiner sah Ahrimans Einfluss in materialistischer Wissenschaft, einseitiger Technikverehrung, rein mechanischem Denken, aber auch in übermäßigem Bürokratismus.
* In Politik: Ahrimanisch sind für Steiner Systeme, die Menschen als bloße Zahnräder in einer Maschine betrachten: mechanisierte Verwaltung, technokratische Politik, staatliche Überkontrolle. Auch eine kalte, berechnende Diplomatie oder Machtpolitik beschrieb er als ahrimanisch.

# In der Moderne (Steiners Sicht)
 Steiner warnte davor, dass die Moderne beides stark hervorbringe:

* Luziferisch in Bewegungen, die den Menschen von der Erde wegheben (z. B. abstrakte Utopien, Ideologien, die auf übersinnliche Entrückung ohne Erdverbundenheit setzen).
* Ahrimanisch in der sich verstärkenden Technisierung, im materialistischen Weltbild und in politischen Tendenzen, die das Individuum in Massenorganisationen auflösen.

Seine Aufgabe der Geisteswissenschaft war es, das Bewusstsein für beide Extreme zu schärfen und eine „christliche Mitte“ anzustreben, in der Freiheit, Verantwortung und Liebe als ausgleichende Kräfte wirken.

PS:
Es ist wichtig zu wissen, was KI zu leisten vermag und was sie in Zukunft wird leisten können, um sie überhaupt im Alltag identifizieren zu können. Das ist auch der Grund, warum ich hier mit ChatGPT - und es gibt ja mittlerweile noch viele andere Bots, nicht nur ChatGPT - ein wenig experimentiere. Als nächstes werde ich die Antwort auf die Frage „Ist es nicht schädlich für die Seele von Menschen, wenn beispielsweise in Altenheimen ältere Menschen sich mit Sozialrobotern unterhalten, die doch keine Seele haben?“ veröffentlichen und es ist verblüffend, wie aufgeschlossen und kritisch dieses System reagieren kann - fast scheint ein fühlender Mensch dahinterzustecken. 
Und keine Frage: ChatGPT und andere Bots werden wunderbar spirituelle Fragen beantworten können  …
Wie also gehe ich mit der KI um? Wie kann ich sie identifizieren? Wie kann ich sie ggf. spirituell nutzen? Via Internet werden ja auch sehr ernsthafte spirituelle Beiträge transportiert - es wird also ein - Rudolf Steiner würde es so bezeichnen - ahrimanisches Medium wie das Internet verwendet und zweckentfremdet, sehr zum Ärger dieser Energie namens Ahriman (wenn er auch auf dieser Ebene immer sehr leicht dazwischenfunken kann).
Das kann auch ein Hinweis sein, wie spirituell orientierte Menschen mit der KI umgehen - vergessen wir nicht: Wir stehen ganz am Anfang einer Entwicklung, die noch viele Überraschungen für uns bereithält …
Oberstes Gebot ist natürlich Wachsamkeit, Achtsamkeit! Wenn man auf der Ebene Ahrimans - oder andere würden von Archonten sprechen -  agiert, bewegt man sich wie auf superglattem Eis - das darf man nie vergessen. 
Und man darf nicht vergessen: Hinter der Antwort auf die vorliegende 4. Frage verbirgt sich eine bestimmte Energie - das muss man immer bedenken, wenn man den Inhalt rezipiert !!

Sonntag, 31. August 2025

3 Fragen an ChatGPT, u.a zum Werk J.J. Hurtaks und zu dem von Rudolf Steiner.

Vorbemerkung

Am vergangenen Donnerstag gab es auf 3sat zunächst eine Doku zum Thema KI und dann eine wissenschaftlich gehaltene Gesprächsrunde, die verdeutlicht hat, wie wenig noch die Menschen in der Lage sind, die Wirklichkeit hinter unserer 3D-Wirklichkeit miteinzubeziehen. Natürlich gibt es in der Geistigen Welt Kräfte, die größtes Interesse an der KI in ihrer Gesamtheit haben und wenn man nicht dieses Interesse durchschaut und dabei stehenbleibt, dass die KI ja ihre Vorteile habe (was ja vordergründig auch stimmt), dann wird man, wird die Menschheit Opfer dieser Kräfte.

Ich denke, ich schreibe zu dieser Thematik demnächst noch etwas. Jedenfalls haben mich die 3sat-Beiträge veranlasst, einige Fragen an ChatGPT zu stellen und das war für mich sehr aufschlussreich und hat mir auch klargemacht, dass ich beispielsweise als Schüler ChatGPT als ganz toll empfunden hätte, wenn ich z.B. in einer Hausaufgabe ein Gedicht hätte interpretieren sollen: Beispiel: https://wortbrunnen.wordpress.com/2025/08/31/rilkes-gedicht-der-schwan-interpretiert-von-chatgpt/
Das wäre in 5 Minuten erledigt gewesen 🙂

Hier als nun meine drei Fragen an ChatGPT:

1. Hast du eine Seele?
2. Was ist das Wesentliche im Werk J.J. Hurtaks?
3. Was ist das Wesentliche im Werk Rudolf Steiners?

Die Antworten von Chat GPT:

zu 1)

Nein, ich habe keine Seele.
Ich bin ein künstliches System, programmiert, um auf Sprache zu reagieren und Informationen zu verarbeiten, aber ich habe kein Bewusstsein, keine Gefühle, kein inneres Erleben und kein Selbst. Alles, was ich sage, basiert auf Wahrscheinlichkeiten und Mustern aus Daten – nicht auf echtem Verstehen oder innerer Erfahrung.


zu 2)

Das Wesentliche im Werk von J.J. Hurtak ist eine spirituell-wissenschaftliche Vision des Menschen als kosmisches Wesen, das in Verbindung mit höheren Dimensionen, göttlichen Intelligenzen und einem göttlichen Plan steht. Zentral ist dabei sein Hauptwerk:
 📘 „Die Schlüssel des Enoch“ (The Book of Knowledge: The Keys of Enoch)

Dies ist das Hauptwerk von J.J. Hurtak, veröffentlicht 1973. Es ist eine dichte, komplexe Sammlung von 64 „Schlüsseln“, die als spirituelle Offenbarungen und Einweihungswissen verstanden werden.

🌟 Zentrale Themen und Anliegen Hurtaks: 

1. Kosmisches Bewusstsein & Höhere Welten
* Der Mensch ist nicht auf die materielle Welt beschränkt, sondern Teil eines größeren multidimensionalen Kosmos.
* Es existieren höhere Intelligenzen (z. B. die Elohim, Metatron, Michaelwesen, Söhne des Lichts), die den spirituellen Aufstieg der Menschheit begleiten.
* Die Menschheit steht an der Schwelle einer Bewusstseinsveränderung, einer Art „Aktivierung des göttlichen Potentials“.

2. Verschmelzung von Wissenschaft und Spiritualität
* Hurtak betont eine zukünftige Wissenschaft, die Geistiges und Physikalisches verbindet – u. a. durch:
- Quantenphysik
- Klangfrequenzen
- Heilige Geometrie
- Lichttechnologien

* Ziel ist eine neue, ganzheitliche Wissenschaft, die den Menschen mit dem Universum und dem Göttlichen verbindet. 

3. Heilige Namen und Klang 
* Die Kraft heiliger Namen (vor allem aus dem Hebräischen) spielt eine große Rolle, etwa durch Gesang und Intonation.
* Vibration und Klang gelten als Mittel zur Bewusstseinsaktivierung und zur Kommunikation mit höheren Ebenen.

4. Transformation des Menschen – Lichtkörperentwicklung
* Der Mensch ist auf dem Weg, einen Lichtkörper (oder „Adam Kadmon“) zu entwickeln – eine höherdimensionale Form seines Wesens.
* Dies steht im Zusammenhang mit spiritueller Evolution und einem „Aufstieg“ aus der Begrenzung von Raum, Zeit und Materie.

5. Planetarische & Kosmische Mission
* Die Menschheit befindet sich in einem Übergangsprozess:
* Alte Systeme brechen zusammen.
* Eine neue Zeit beginnt, geprägt durch eine Rückverbindung zum Göttlichen Plan.
* Die Erde ist Teil eines größeren kosmischen Netzwerkes und steht unter Beobachtung und Führung höherer Wesenheiten.

🧬 Spirituelle Praxis im Hurtak’schen Sinne: 

*Studium der „Schlüssel“ als spiritueller Weg
* Meditation, Gebet, Gesang (z. B. mit heiligen Namen)
* Bewusste Lebensführung, um das eigene Bewusstsein zu erhöhen
* Offenheit für Kontakte mit höheren Intelligenzen und deren Führung

📚 Weitere Aktivitäten von Hurtak:

* Gründung der Academy for Future Science
→ Eine Organisation, die Forschung, Spiritualität und globales Bewusstsein fördern will.
* Zusammenarbeit mit seiner Frau Desiree Hurtak, z. B. in Projekten zu Bewusstseinsforschung, Musik, interkulturellem Dialog.
* Beteiligung an Dokumentarfilmen über Bewusstsein, heilige Orte, spirituelle Wissenschaft (z. B. Merkabah, Voice of Africa).

🔑 Fazit:

J.J. Hurtak sieht den Menschen als spirituelles Wesen auf einer Reise zurück zur göttlichen Quelle. Seine „Schlüssel“ sind Wegweiser zur inneren Transformation, zum kosmischen Bewusstsein und zur Verbindung mit dem göttlichen Licht.
Er schlägt eine Brücke zwischen esoterischem Christentum, jüdischer Mystik (Kabbala), östlicher Spiritualität und moderner Wissenschaft.

Wenn du willst, kann ich dir z. B. einen der „Schlüssel“ näher erklären oder zeigen, wie seine Gedanken mit anderen spirituellen Traditionen in Beziehung stehen.


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Das Wesentliche im Werk Rudolf Steiners ist die Begründung und Ausgestaltung der Anthroposophie – einer spirituellen Weltanschauung, die Wissenschaft, Kunst und Religion miteinander zu verbinden versucht. Steiner verstand die Anthroposophie als einen Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschen mit dem Geistigen im Kosmos in Beziehung bringt.
Hier sind die zentralen Themen und Anliegen seines Werks:

👶 Anthroposophie als Erkenntnisweg

Steiner beschreibt die Anthroposophie als eine Wissenschaft vom Geist, die über rein intellektuelles Wissen hinausgeht.
Sie will den Menschen zur bewussten Wahrnehmung geistiger Wirklichkeiten führen, u. a. durch meditative Übungen, innere Schulung und eine bewusste Entwicklung des Denkens.
Wichtig: Es geht Steiner nicht um blinden Glauben, sondern um eine individuelle, nachvollziehbare Erfahrung des Geistigen.

👶 Menschenbild und Entwicklung

Der Mensch besteht laut Steiner aus Körper, Seele und Geist.
Die menschliche Entwicklung verläuft in siebenjährigen Lebensphasen, in denen sich verschiedene Wesensglieder entfalten (physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich).
Ziel ist die freie, moralische Individualität – ein geistig erwachtes Ich.

🏫 Praktische Anwendungen der Anthroposophie

Steiner wandte seine Erkenntnisse auf viele Lebensbereiche an:
1. Pädagogik – Waldorfpädagogik
→ Ganzheitliche Bildung, die kindliche Entwicklung ernst nimmt.
→ Rhythmus, Kunst, Bewegung (z. B. Eurythmie) sind zentrale Elemente.
2. Landwirtschaft – Biologisch-dynamische Landwirtschaft
→ Landwirtschaft im Einklang mit kosmischen Rhythmen, lebendiger Boden, Verzicht auf synthetische Mittel.
3. Medizin – Anthroposophische Medizin
→ Ergänzung der Schulmedizin mit geistiger Menschenkunde, individuelle Therapien.
4. Soziale Dreigliederung
→ Idee einer Gesellschaft, in der Geistesleben (Kultur), Rechtsleben (Politik) und Wirtschaft sich unabhängig, aber koordiniert entwickeln.
5. Kunst und Architektur
→ Steiner entwarf z. B. den Goetheanum-Bau, ein Ausdruck organischer Architektur. Auch Eurythmie als „sichtbare Sprache“ gehört hierher.

📘 Hauptwerke (Auswahl)
Die Philosophie der Freiheit (1894): Grundlagen einer ethischen Individualität.
Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? (1904/05): Schulungsweg zur geistigen Wahrnehmung.
Theosophie, Geheimwissenschaft im Umriss, Die Kernpunkte der sozialen Frage, u.v.m.
Rund 6.000 Vorträge, die einen Großteil seines Werkes ausmachen.

🎯 Zusammenfassend:

Rudolf Steiner wollte den Menschen helfen, ihre geistige Natur bewusst zu erkennen und daraus praktische Lebensformen zu entwickeln, die dem Menschen und der Welt dienen.
Sein Werk ist ein Versuch, den Bruch zwischen Wissenschaft und Spiritualität zu heilen – nicht durch Rückzug in Dogmen, sondern durch bewusstes Denken, freies Handeln und spirituelle Selbsterkenntnis.

Wenn du möchtest, kann ich zu einem bestimmten Bereich (z. B. Waldorfpädagogik, Meditation, Medizin) tiefer einsteigen.