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Samstag, 17. Oktober 2026

Die Bedeutung des Wortes "deutsch": im Mittelpunkt steht das Volk! – Das hat mit einer zukünftigen spirituellen Aufgabe der Deutschen zu tun!

Das Adjektiv "deutsch" geht zurück auf germanisch *peudō und bedeutet ‘Volk’ und bemerkenswert ist, dass dieses Wort aus einer Wurzel stammt, die sich mit ´schwellen´ übersetzen lässt, so dass mit ´Volk´ eine große, kraftvolle, mächtige Menge bezeichnet wird, die Grenzen, die ihr von den derzeitigen Politikern bewusst gesetzt werden, nicht mehr akzeptieren wird.

Im Althochdeutschen findet sich um das Jahr 1000 das Wort ´thiutisk´, im Mittelhochdeutschen dann ´diutisch´ sowie ´diutsch´, ´tiutsch´ oder auch ´tiusch´.

So lesen wir im "Parzival" Wolfram von Eschenbachs (* um 1170, † 1160/1180 ) kurz vor Schluss des gewaltigen Epos den Hinweis, dass die authentische Gralserzählung aus der Provence kam, übermittelt von dem provenzalischen Troubadour Kyot, und es heißt dort:

"von Provenz in tiuschiu lant / diu rehten maere sind gesant".


Auch in Walther von der Vogelweides (* um 1170, † um 1230) politischer Spruchdichtung, Unmutston genannt - "ton" bedeutet hier "Lied" - in der er mutig und mit ordentlich Verve sich der Einflussnahme auf politisches Geschehen durch Papst Innozenz III. entgegenstellt, findet sich wiederholt das Wort ´deutsch` angesprochen.
Mit ´deutsch´ ist hier ein sich damals offensichtlich entwickelnder Sprach- und Kulturraum angesprochen.
Der Papst betrachtete die Königswahl und die Kaiserkrönung als Angelegenheiten, bei denen die päpstliche Autorität ein entscheidendes Mitspracherecht beanspruchen konnte. Walther sah darin eine Gefahr für die eigenständige Rechtstellung des Reiches. Seine Kritik richtete sich vor allem gegen die Vorstellung, der Papst könne über den deutschen König verfügen und weltliche Herrschaft nach eigenem Ermessen bestätigen oder entziehen.

In einem der 18 Sprüche des ´Unmutstons lässt er keinen Zweifel daran, was er von dem Papst hält:

Ahî, wie kristenlîche nû der bâbest lachet,
swenne er sînen Walhen seit ‚ich hânz alsô gemachet‘!
Daz er dâ seit, des solt er niemer hân gedâht).
Er giht ‚ich hân zwêne Allamân undr eine krône brâht,
daz si daz rîche suln stœren und wasten.
Ie dar under fülle ich die kasten:
ich hân si an mînen stoc gemenet, ir guot ist allez mîn:
ir tiuschez silber vert in mînen welschen schrîn.
Ir pfaffen, ezzet hüener unde trinket wîn,
unde lât die tiutschen <....> vasten.‘
Ahi, wie christlich jetzt der Papst lacht,
wenn er seinen Italienern sagt, ‚Gut habe ich es gemacht‘!
(Das was er da sagt, das hätte er nie denken sollen).
Er sagt ‚Ich habe zwei Alemanni unter eine Krone gebracht,
damit sie das Reich zerstören und verwüsten.
Inzwischen fülle ich die Kasten:
ich habe sie an meinen Opferstock getrieben, ihr Gut gehört alles mir;
ihr deutsches Silber fährt in meinen welschen Schrein.
Ihr Pfaffen, esst Hühner und trinkt Wein,
und lasst die deutschen <Laien ...> fasten.‘
Mit welchem Bewusstsein und Selbstbewusstsein zeigt Walther doch auf, welche Motive sich hinter dem päpstlichen Einflussnehmenwollen verbergen. Es geht um Zerstörung, Verwüstung und Bereicherung auf Kosten der Armen, auf Kosten des einfachen Volkes. Dabei ist Walther nicht gegen die Kirche eingestelllt, nur gegen Papst Innozenz und auch dessen Nachfolger Gregor IX.; deren Treiben prangert er an.

Es ist bemerkenswert, dass in der Blütezeit des Deutschen, der Zeit der Weimarer Klassik und des Deutschen Idealismus gerade von deren Philosophen, sei es Fichte, Hegel oder Schelling, immer wieder auch das Volk und der Geist des deutschen Volkes im Mittelpunkt stehen, man denke nur an Fichtes "Reden an die deutsche Nation", die ja damals in umserem heutigem Sinne noch keine Nation war, allerdings zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörend. Ich werde dazu in meinem nächsten Beitrag das ein oder andere schreiben; es ist wohl wichtig und wert, dass die Menschen dieses Landes um den Reichtum wissen, dem sie mehr verdanken als sie ahnen. Leider haben sich viele unter uns dem social-media-Niveau angepasst und mehr als 20 Zeilen lesen zu sollen, wird schon als Zumutung empfunden. So allerdings werden sie nicht zu denen gehören, die an einer zukünftigen wahrhaft deutschen Wirklichkeit teilnehmen können.

"Deutsch" bedeutet: zum Volk gehörend, vom Volk ausgehend.

Ich werde mich in meinen nächsten Beitrag der bisher noch verborgenen Spiritualität der Farben der deutschen Nationalflagge widmen. Und wie es für mich vorstellbar, ja sogar wahrscheinlich ist, dass sich Deutschland und Deutsche in einem noch offen zu legenden Sinne zu einer Spiritualität entwickeln, die sich m.E. schon anzudeuten beginnt, so vermute ich, dass sich Deutsch-Sein zu einer Wirklichkeit entwickelt, in der tatsächlich alle Mitglieder dieser Gemeinschaft eine Wirklichkeit gestalten, in der tatsächlich das Volk im Mittelpunkt steht und auf eine neue Weise das gesellschaftliche Sein gestaltet, wie wir es bisher nicht kennen. Die augenblickliche politische Kaste wird dann ausgedient haben. Dann wird auch bewusst werden, warum wir "deutsch" sind und was es bedeutet, "deutsch" zu sein - und dass dies kein Zufall ist, so wie es die Farben schwarz-rot-gold nicht sind. Das geht, und dies möchte ich dann auch aufzeigen, auf das Wirken des Völkerengels der Deutschen zurück, der seit geraumer Zeit - und in unserer Zeit ganz besonders, oft für viele allerdings noch unbewusst - über unsere Engel mit uns zusammenarbeitet, damit auch wir unseren Beitrag dazu leisten, die neue deutsche Wirklichkeit zu gestalten; jeder tut das auf seine Weise; auch eine gedankliche Unterstützung trägt dazu bei, weshalb ein social-media-Niveau einfach zu wenig ist.

Für all das bedarf es so mutiger Menschen wie Walther von der Vogelweide einer war, der ja nicht nur auf politischem Feld Einsatz zeigte, sondern in seinem Minnesang der sogenannten "ebenen Minne" eine Lanze brach, also, was für die damalige Zeit, in der die sogenannte ´hohe Minne´ in Etiketten erstarrt war, sehr ungewöhnlich war, sich dafür einsetzte, dass in der Liebe keine Standesschranken gelten.
Deutlich spricht er in der 2. Strophe von "Herzeliebez frouwelîn" an, worum es geht,:
Sie verwîzent mir daz ich
ze nidere wende mînen sanc.
Daz si niht versinnent sich,
waz liebe sî, des haben undanc!
Sie getraf diu liebe nie –
die nâch dem guote und
nâch der schoene minnent;
wê wie minnent die?
Die Leute halten es mir vor, / du wärst meinem Gesang ein zu geringes Ziel. / Dass sie einfach nicht begreifen, / was Liebe ist, dafür sei ihnen Undank ! / Liebe hat sie nie ergriffen – / die um des Reichtums und / der Schönheit willen lieben, / o weh, wie lieben die!
Walther geht es nicht um adeliges Gehabe oder äußere Schönheit, wenn er auch, wie andere Lieder zeigen, ihr keineswegs abgeneigt ist. In einem seiner schönsten - "Unter den Linden" (Link) - zeigt sich das, und noch viel mehr.

Es ist kein Zufall, dass in Wolframs "Parzival" und in den Gedichten Walthers Sexualität eine so bedeutende Rolle spielt. Ihr kommt im Zusammenhang mit wahrer Liebe, deren Bewusstsein sich Menschen unserer Zeit erarbeiten mögen, eine neue Bedeutung zu, vor der zur Zeit doch noch viele Menschen zurückscheuen. - Dazu mehr im dritten Teil meines noch zu veröffentlichenden Beitrages über unsere schwarz-rot-goldenen Nationalfarben.

Vorderhand gilt es, sich dessen bewusst zu sein bzw. zu werden, dass "deutsch" zu sein, eine ganz besondere Bedeutung hat, nämlich, bewusst einem Volk anzugehören, das mit seiner großen Vergangenheit eine hohe Verantwortung trägt - und das ganz besonders in den nächsten sieben Jahren.