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Donnerstag, 24. April 2025

Papst Franziskus: der scheinheilige Fürsprecher der Armen und Entrechteten!

Ich möchte gar nicht sagen, dass Franziskus als Mensch nicht wirklich ein Herz für Arme und Entrechtete hatte. Aber ihm war bewusst, dass er für eine Institution arbeitete, die über zig Jahrhunderte die Menschen abhängig machte von ihrer Macht, abhängig davon, ob sie Segen sprach oder nicht, sie seelisch-geistig entrechtete und der auch an der Armut der Menschen gelegen war, weil Arme willfährig sind.

Weltweit besitzen die Kirchen zig Milliarden an Vermögen, aber noch heute sammeln sie von armen Menschen Kollekte ein und bitten um Spenden für Notleidende, während sie einem Kardinal zwischen 10000 und 13000 Euro Gehalt zahlen, unabhängig davon, dass jenen ein Fahrzeug und Fahrer gestellt wird und sie oft fürstlich und verbilligt wohnen.

Es wird Zeit, dass die Kirche entmachtet wird und die Menschheit bereit ist, ihre Verlogenheit wahrzunehmen. Dann können vor allem die sogenannten Gläubigen wirklich zu ihrer eigenen Macht finden, jener, die aus ihrem eigenen Inneren kommt.

Wie kann man eine Institution ernst nehmen, die jenen Teil der Menschheit, der von Gott geschaffen wurde, das Weib, die Frau, ganz besonders entrechtete und ins Abseits stellte? Eigentlich kann gar nicht offensichtlicher sein, dass die Kirche sich gegen Gottes Schöpfung stellt, aber so tut, als sei sie dessen Stellvertretung.

Wie kann es sein, dass die Menschheit die Tatsache, dass die Kirche den Willen Gottes mit Füßen tritt, so lange hingenommen hat und es noch fürderhin tut? - 
Es ist die Macht der Scheinheiligkeit. Noch ist sie stärker als wahre aus dem Herzen kommende Heiligkeit ...

Dienstag, 15. April 2025

Spirituelle Frauen dürfen nicht wirklich weiblich sein!

Für Frauen dürfte ein vergleichbarer Glaubenssatz auf der kollektiven Menschheitsebene existieren wie für Männer, für die ich in meinem Beitrag vom 5. April diesen Glaubenssatz thematisiert habe

Das Video greift in erweiterter Form diesen Beitrag vom 5. April auf. Wer möchte, kann sich hier also auf diese Weise dieses Thema zu Gemüte führen, das deshalb ja so wichtig ist, weil jenen Kräften, die auf der unbewussten Ebene ins Leben vieler Menschen eingreifen, ihre Macht endgültig genommen werden sollte.

Auf dem Hintergrund des Videos, das diesen Glaubenssatz für Männer thematisiert, können Frauen unschwer überprüfen, inwieweit ein entsprechender Glaubenssatz für das weibliche Geschlecht wirksam ist:

Montag, 29. April 2024

Vom Notnagel Christus hin zu einem aktiven Christentum

"Denken Sie nur einmal, bei wie vielen Menschen der Christus eigentlich nichts weiter war in der Vergangenheit als eine Art Helfer in der Not für dasjenige, was der Mensch nur ja nicht selber tun mag. Jene eigentümliche Art, wie die römisch-katholische Kirche von einem bestimmten Zeitpunkte an die Sünden vergeben hat - man konnte sündigen, was man wollte, wenn man dann nur aufrichtig Buße leistete, Reue hatte und so weiter, so war einem das vergeben.

Schließlich, der Christus war da zum Helfen in der Not, zum Gutmachen desjenigen, was man selber gar nicht beabsichtigte in erheblichem Maße gutzumachen, von dieser Abirrung, wo man eigentlich auch passiv bleibt, das weltliche Leben, das weltliche Treiben für sich einrichtet, und dann womöglich nur dadurch, daß man an den Christus glaubt, daß man sich ganz in Passivität mit dem Christus verbunden fühlt, von dem Christus sich erlösen läßt - dieses zwiefache passive Verhalten zu dem Christus gehört und muß angehören der Vergangenheit. 

Und dasjenige, was an die Stelle treten muß, das muß sein ein Verhältnis zu dem Christus als zu einer aktiven Macht, ein Entgegengehen dem Christus so, daß er nicht für sich das tut, was man selber nicht gerne tut, sondern so, daß er einem durch sein Dasein die Kraft gibt, selber etwas zu tun. Ein aktives, oder besser gesagt, ein zur Aktivität kommendes Christentum ist dasjenige, was an Stelle des Passivitäts-Christentums treten muß, wo man im Grunde genommen - nun, verzeihen Sie, daß ich es so trivial ausdrücke - selber auf dem physischen Plane tut, was man will, und dann Gott einen guten Mann sein läßt, der einem alles verzeiht, wenn man nur im rechten Momente zu ihm zurückkommt. Das bezeichnet zu gleicher Zeit die Grenzscheide zwischen dem Zeitalter, das vergangen sein muß, das in eine furchtbare Menschheitskatastrophe hineingeführt hat, und dem, das da kommen muß und nur, wenn es ein Passivitäts-Christentum in ein Aktivitäts-Christentum überführt, geeignet sein kann, jede Schäden, die sich schon herausgestellt haben und die sich aus dem Vergangenheitsprinzip immer mehr herausstellen werden, zu heilen. Diese Schäden sitzen noch tief in den menschlichen Herzen und menschlichen Seelen. Und sie müssen geheilt werden, wenn die Erdenentwickelung weitergebracht werden soll."
 (R. Steiner am 19. Januar 1919; GA 273, S. 236f)

Donnerstag, 13. August 2020

Raus aus der Virusfalle! - Vorsicht vor den Asuras und dem Sonnendämon Sorat!

Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume ein Verbrechen ist,
Weil es ein Schweigen über den Virus einschließt!

So könnte man eine der meist zitierten Zeilen Brechts aus seinem Gedicht An die Nachgeborenen abwandeln.
Aber schon im Original (weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!) lenkt Brechts Jammern von dem, was es wirklich zu tun gilt, ab und was es zu tun gilt, darüber möchte ich heute schreiben, weil ich wahrnehme, dass die Menschheit in eine Virusfalle tappt, die sie als solche überwiegend nicht erkennt, da sie an äußerem Geschehen hängenbleibt, eine Falle, die von geistig und tatsächlich okkulten, also verborgenen Kräften aufgestellt ist, über die die meisten zu wenig informiert sind.
Über diese Kräfte möchte ich zumindest in einem Überblick in der zweiten Hälfte des Beitrages informieren.

Den Untaten Brechts, mit denen er sich auf das 3. Reich bezog, entspricht heute der Virus, und genau das, was er möchte, geschieht fatalerweise, dass nämlich fast nur noch über ihn gesprochen und geschrieben wird; massenweise werden auf You Tube Videos konsumiert, ob denn der Virus so schlimm sei, wie recht viele Virologen und Politiker das sehen, die Medien sind voll von entsprechenden Meldungen und ein nicht gerade geringer Teil privater Gespräche dreht sich um ihn
Das ist verhängnisvoll, und dieses Verhängnis ist existentiell für die Zukunft der Menschheit. Wie ein dunkler Teppich hat sich die Pandemie auf die Seelen gelegt. Viele gehen mit Gedanken an sie zu Bett oder stehen mit ihr auf, nicht nur Infizierte. Immer wieder werden dramatische Bilder gezeigt, obwohl in Deutschland, gemessen an der Gesamtbevölkerung, der Anteil der Infizierten gering ist, und ich sage das auch auf dem Hintergrund,  dass momentan die Fallzahlen wieder zunehmen, was in allen Nachrichtensendungen einen breiten Raum einnimmt (ich bin im Übrigen sehr wohl für das Einhalten von Regeln und in bestimmten Räumlichkeiten und an bestimmten Orten für das Tragen von Masken).

Die Dunkelheit des Teppichs führe ich nicht – entgegen mancher Weltverschwörungsapologeten – auf jene heimlichen Oligarchen der Erde zurück, die tatsächlich deren Wohl und Wehe aus dem Hintergrund steuern mögen, mehr als uns lieb ist. Wenn sie es denn gibt, sind sie aus meiner Sicht ohnehin, ohne es zu wissen (wenn es einige wissen, umso schlimmer), in den Händen kosmischer Kräfte , die die Menschheit völlig aus den Augen verloren hat und die seit dem sogenannten Sündenfall auf dem Schachbrett des Lebens Schwarz darstellen.

Weiß zieht und gewinnt, ist ein alter Schachspielerspruch. Im Moment ist es eindeutig so:

Schwarz zieht und gewinnt (für Besorgte: nein, Schach ist für mich nicht rassistisch)

Dass jene dunklen Kräften des dunklen Teppichs in Form des Virus agieren, wundert nicht, weil für mich die Menschheit in ihrer Gesamtheit, gerade auch aufgrund einer seelisch so reifen Jugend und jungen und endlich eigenwilligen Erwachsenen, wichtige Entwicklungsschritte  zu gehen sich anschickt, um innerlich und äußerlich alte Strukturen über Bord zu werfen. Das betrifft Formen einer überholten Religiosität, überholte pseudodemokratische Strukturen wie das (Ego-)Theater unserer Parteiendemokratie, überholte Institutionen wie die Nato (die Trump und Erdogan ja fast im Alleingang ruinieren, geführt noch dazu durch ein sich gerade selbst zersetzendes Amerika) und die EU, die nie ihren eigenen Ansprüchen genügte, sondern zu 95 Prozent ein Wirtschaftsverein war und ist, der in allem, was er tut, das  Modell des zwanghaften Immer-Wachsen-Müssens abzusichern hat.
Viele wollen das nicht mehr, gerade junge Erwachsene und Jugendliche, weil sie sehen, dass mit all dem die Menschheit innerlich und ökologisch-klimatisch untergeht.

Ein Gespräch über Bäume ist kein Verbrechen, sondern notwendig!

Spätestens seit seinen erfolgreichen Forschungen zur Urpflanze und dem Urtier (bezüglich letzterem kam er nicht mehr zu Potte) hat Goethe manchen bewusst lebenden Menschen vermitteln können, dass es wichtig ist, nach dem „Ur-„, dem Quell aller Erscheinungen zu suchen, der Idee, die physischen und metaphysischen Erscheinungen unseres Lebesn zugrundeliegen (was Goethe innerlich antrieb, zeigt sich im Grunde mehr in seinen naturwissenschaftlichen Studien, denn in seiner Dichtung).
Mittlerweile, so glaube ich bemerkt zu  haben, haben doch einige Menschen erkannt, wie wichtig Ideen sind, weil sie der Treibsatz unserer Entwicklung sind. Und nicht nur das: in den Kämpfen des Lebens brauchen wir, wie weiland Seefahrer sich an Sonne und Polarstern ausrichteten, Orientierungspunkte.
Ideen sind Orientierungspunkte und die weise Ricarda Huch hat dazu auf dem Hintergrund ihrer Zeit ein wunderbares Gedicht geschrieben.

Gern wird in diesem Zusammenhang auf Helmut Schmidts Aussage – Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen – verwiesen, aber der Altkanzler hat schon lange und noch zu Lebzeiten richtiggestellt, dass diese Aussage, wenn er sich recht erinnere, eine pampige Antwort auf eine dusselige Frage eines Interviewers gewesen sei; mehr nicht.

Vele mögen Goethes Sicht ablehnen, weil sie dem Wort Idee misstrauen, aber es meint nichts anders als eine erste Schöpfung auf der geistigen Ebene. Auch der Mensch war eine Idee, wie sie allem Geschaffenen zugrunde liegt, nur Gott als der ungeschaffen Schaffende nicht; jener ist für mich Idee und Wirklichkeit in einem.

Was hat es also mit Bäumen auf sich?
Die Uridee hinter den Bäumen ist der Mensch selbst und es kann hier nicht ausgeführt werden, aber verwiesen sei u.a. auf Yggdrasil, die Weltenesche, die, wie es in der Eddha heißt, über alle Welten reicht. Yggdrasil bedeutet Ich-Träger und sie entspricht dem UrMenschen, der tatsächlich weit größer war, als es unsere Vorstellung erfassen kann, sie  entspricht dem Adam Kadmon der Kabbala, der den Geistmenschen in seiner ursprünglichen Gestalt vor der luziferischen Verführung darstellt  (hier mehr zu diesem Thema). Zu dieser Größe hätte dank Luzifer, vor allem aber auf Grund dessen, was die durch ihn geöffnete Tür in die Seelen der Menschen hineinschwappte, nie mehr zurückgefunden; sie kann es, weil aus den kosmischen Dimensionen, Luzifer überlegen, ein göttliches Bewusstsein auf die Erde kam, das in seiner wahren Dimensionalität zu erkennen vor allem auch die Kirchen verhindern.

Warum ist diese Uridee des Baumes und des Menschen für unsere Zeit so wichtig?

Vor allem  die Jüngeren unter uns sind, wie bereits erwähnt, im Moment dabei, eine neue Entwicklung innerhalb der Menschheit anzustreben.
Jenen dunklen Kräfte aber, die verantwortlich für den schweren Teppich der Pandemie sind, der das seelisch aufblühende, weil sich fortentwickeln wollende Leben der Menschheit ersticken will, ist in der Tat mit dem Virus ein genialer Zugriff auf sie gelungen, wobei es durchaus möglich ist, dass diese Kräfte sich gewaltig verkalkuliert haben, denn auf einmal treten durch die Pandemie Tatsachen zutage, die zeigen, dass die vorhandenen Strukturen, wenn sie in den Händen Uralter unter den Älteren, wie wir sie aus den Märchen kennen – und es sind nicht nur Bolsonaro, Trump und Erdogan -, ein unglaubliches Unheil anrichten, indem sich nämlich offenbart, dass zum Beispiel Jeff Bezos, der Eigentümer von Amazon dank der Pandemie sein persönliches Vermögen innerhalb der ersten 5 Monaten der Krise um ca. 45 Milliarden Dollar auf mittlerweile „knapp“ 160 Milliarden Dollar steigerte, dass unsere großen drei Autokonzerne in den letzten 10 Jahren über 230 Milliarden Euro Gewinn machten und nun mal geschwind aus Steuergeldern (also auch von Steuern wenig Betuchter) 50 Milliarden Unterstützung bekommen (die u.a. auch Aktionäre abschöpfen werden) und dass die Milliardäre in den USA von der Krise mit am meisten profitierten, indem ihr Vermögen innerhalb von 23 Tagen um 282 Milliarden Dollar zunahm.
Während auf der Welt die Menschen scharenweise an Hungers sterben oder medizinisch nicht behandelt werden können. Ein unfassbarer Zustand.
Wie lange will ihn die Gesamtheit der Menschen wirklich noch mitmachen?

Wie viele Milliarden kann z.B. eine Bundesregierung auf einmal locker machen, was sie vorher strikt verweigerte, obwohl in unserem so reichen Land bekanntermaßen Millionen von Menschen, vor allem Älteren, Rentnern und vielen Jugendlichen, die in Armut aufwachsen und  in einer Millionenanzahl hungrig zur Schule gehen, schon lange hätte geholfen werden müssen!
Auf einmal aber ist massenweise Geld da!
Wir erinnern uns: Es war vor Jahren anlässlich der Bankenkrise genauso schlagartig da und es erwies sich schon damals, dass es in Deutschland besser ist, eine Bank als ein Mensch zu sein.
Für die Not der Banken hatte und hat Angela Merkel immer ein offenes Herz.
Ich wage vorauszusagen, dass das Ende unserer Form der Parteiendemokratie absehbar ist, weil Menschen aktiver in diese sogenannte hohe Politik werden eingreifen wollen, anstatt sich, wie bisher, zum Stimmvieh degradieren zu lassen, das alle vier Jahre zur Tränke, sprich, zum Wahllokal vorgelassen wird.

Keine Weltverschwörung, sondern Weltentwicklung

Jahrtausendelang waren die Menschen Marionetten der Götter. Das ist eine sarkastische Umschreibung für die Tatsache, dass die Menschheit in den Kinderschuhen steckte und dann in die Pubertät kam – dafür steht auch der Sündenfall.
Nun ist sie erwachsen geworden – den Türöffner dorthin verkörpert in den Mythen Prometheus.
Doch das Erwachsenwerden der neuzeitlichen Menschheit hatte und hat auf der kosmischen Ebene ja nicht nur Gegner, wie weiland Zeus, sondern ebenso Förderer unter den metaphysischen Kräften. Entscheidend jedoch war das Geschehen auf Golgatha, das völlig neue Bedingungen auf der Erde mit sich brachte und Menschen in die Lage versetzt, sich auf eine Weise zu entwickeln, wie sie weitgehend bis dato nur Mysterienschülern vorbehalten war. Einer wie Pythagoras steht ja beispielhaft dafür: Ihm waren die griechischen Mysterienschulen zu wenig, weshalb er nach Ägypten, wie uns überliefert ist, in zwei der dortigen reiste, um dann selbst eine wissenschaftlich-spirituelle Schule zu gründen, deren Ergebnisse bis heute einzigartige Bewunderung verdienen.
Diese Zeiten aber, als spirituelles Wissen nur wenigen Ausgewählten zugänglich war, sind mit Golgatha vorbei, der Vorhang, der die Menschen von dem Allerheiligsten trennte, zerriss; der Zugang  zu höchstem göttlichen Bewusstsein ist möglich und einige, gerade auch Jugendliche und junge Erwachsene mit einem weltoffenen und doch heimatbewussten Sinn steuern auf dieses Bewusstsein zu.

Nicht nur Kräfte der Erde, auch kosmische Kräfte sind jedoch bestrebt, alles beim Alten zu lassen. Wäre der Virus nicht gekommen, hätte sich aber gezeigt, dass auch unter sogenannten normalen Umständen das alte System menschlichen Beisammenseins, sowohl auf den politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen  und religiösen Ebenen nicht mehr überlebensfähig, weil überholt geweseb wäre. Diese Erkenntnis durfte aber nicht sein; sie hätte eine umfassende Veränderung ausgelöst.

Der Virus war der Schachzug oben angesprochener Kräfte und die Menschheit entscheidet selbst, ob dieser Schachzug sie schachmatt setzt oder ob sie siegreich aus dieser Menschheitsprüfung hervorgeht.

Ich fnde es wichtig, über diese Kräfte informiert zu sein.

Bisher war es so, dass man - unterstützt von den Kirchen - alles sogenannte Böse diffus in Richtung Teufel und Satan geschoben hat. Allerdings sollte man, wenn man sich bewusst entwickeln will, wissen, mit wem man es wirklich zu tun hat. Es gibt ja gar nicht so wenige Menschen, die sich halbwegs auskennen und ihre Kenntnis zu schwarzmagischen Zwecken nutzen und man darf davon ausgehen, dass fast alle Geheimdienste der Erde auf diesem Feld aktiv sind. Ich für meinen Teil möchte dringend raten, sofort den Kontakt zu Menschen abzubrechen, die auf schwarzmagischem Gebiet aktiv sind; nicht von ungefähr war es das entsprechende Treiben der Menschen zu Zeiten der Atlantis, das mit zum Untergang dieses Kontinents führte.
Aber es gibt natürlich einen Graubereich, zu dem ich selbst das Pendeln zähle, denn man weiß nie, wer am anderen Ende der Leitung sitzt und das Pendel ggf. eifrig mitbewegt bzw. den Pendelnden beeinflusst. Vergleichbares gilt ja auch z.B. für Rilke, der Séancen und Geisterbeschwörung liebte und da durchaus, vor allem mittels der Gräfin von Thurn und Taxis, sehr aktiv war, wobei ich glaube, dass ihm das seelisch gar nicht gutgetan hat und ebenfalls Auswirkungen auf den Verlauf seines Lebens, auch auf seine Gesundheit hatte. Auch bei solchen Séancen eben gilt, dass man in deren Rahmen nie weiß, wer am anderen Ende zugange ist; im Grunde kann man ja auf dieser niederen seelisch-geistigen Ebene davon ausgehen, dass das für den ein oder anderen zwar ein willkommenes Abenteuer sein mag, dass es aber sogar den Zugang zu einer hohen Geistigkeit, die wir anstreben sollten und die uns ja auch seit Golgatha möglich ist, verstellt. Was Rilke betrifft, habe ich noch kein Material zu seinen Séancen veröffentlicht, aber der hier verlinkte Beitrag, der auf seine Tätigkeit als Schreibmedium eingeht, zeigt schon auf, dass das eine im Grunde fatale Richtung für ihn war.

Luzifer, Ahriman, Asuras und der Sonnendämon Sorat

In der Esoterik gibt es nur, sieht man generell von sagenumwobenen Gestalten wie Cagliostro oder auch dem Grafen von Saint Germain ab, wenige Autoren, die sich, soweit ich das beurteilen kann, in Richtung kosmisch-geistiger Einflüsse akzeptabel und für den Leser einigermaßen nachvollziehbar sowie fundiert geäußert haben, dazu gehören - aber vor allem die beiden Erstgenannten auch mit Einschränkungen - Éliphas Lévi, Helena Petrovna Blavatsky und Rudolf Steiner. Letzterer hat für mich die überzeugendste Darstellung in Bezug auf die luziferischen und jene Kräfte, denen Luzifer im Grunde in Bezug auf den Menschen die Türe öffnete, gegeben, immer wieder differenziert im Rahmen seines ca. 350 Bände umfassenden Werkes, allerdings nie leicht zu lesen und zu verstehen. Er nennt jene Kräfte, die sich übrigens in der Gestalt des Faustischen Mephisto vereinen, Luzifer und Ahriman, spricht aber auch Asuras und den Sonnendämon Sorat an, der im Moment mittels des Virus sehr aktiv sein könnte, entspricht er doch dem aus der Apokalypse uns bekannten Tier mit den zwei Hörnern, das verschlüsselt auch in der Zahl 666 auftritt. In ihm fasst der Apokalyptiker jene Kräfte zusammen, die das Vaterprinzip überhöhen und die Trinität, vor allem Christus leugnen.
Wir wissen, dass der Islam nur den Vater kennt, Allah also, und sich den Sohn verbietet; nicht von ungefähr ist Jesus ein Prophet und kein Sohn Gottes; zudem bezweifelt der Koran, dass Jesus Christus am Kreuz gestorben sei, das mit der Auferstehung zusammen zentrale Moment des Christentums.
Keine Frage für mich ist, dass man den Islam als Religion toleriert, vor allem auch aller Muslimas und Muslime wegen, die Geschöpfe der Elohim sind, wie wir. Spirituell aber halte ich persönlich es für ein Versagen der christlichen Kirchen - ja, ich halte sie schlicht für feige -, dass sie viel zu wenig die theologischen Unterschiede öffentlich benannt haben. Letztendlich ist der Islam ein Gegenprogramm zum Christentum.
Der Sonnendämon Sorat, der - so wie alle Planeten kosmische Intelligenz verkörpern und zugleich eine dämonische Seite haben - die dämonische Seite der Sonne repräsentiert, baut genau auf diese statische Vaterauffassung, die dem Leben den Sohn und damit Entwicklung verweigert und nicht von ungefähr ist er in unserer und den Folgezeiten der größte Gegner von Christus, wirkend jedoch bereits seit jener Zeit, als die biblische Schöpfungsgeschichte einsetzt, nach Steiner also zu hyperboräischer Zeit, jener Epoche, die Lemurien und Atlantis vorausging.

Wer sich näher mit allem befassen will, mag die verlinkten Seiten studieren (ich persönlich finde es wichtig, über jene Gegenkräfte Bescheid  zu wissen, welche die Entwicklung der Menschheit und unsere individuelle torpedieren).
In Bezug auf Luzifer - uns bestens bekannt seit dem sogenannten Sündenfall - sollte man wissen, wie er in das Leben der Menschheit eingreift und ich zitiere eine von vielen Steiner-Stellen zu ihm:

Luzifer hat seine Hand im Spiele bei allem traditionell Theologischen, bei allem ins Manierhafte, Steife ausartenden Künstlerischen, bei allem Renaissanceartigen; während Ahriman seine Hand im Spiele hat bei allem, was nur äußerliche geistlose Naturwissenschaft ist, die in der Natur nicht den Geist entdecken kann, und bei allem, was äußerlicher Mechanismus im menschlichen Tun ist.

Die luziferischen Engelwesen, die sich aus dem traditionellen Leben durchaus auch jetzt noch gerettet haben bis in die Gegenwart, sie haben alles Interesse daran, den Menschen eigentlich abzuhalten vom Tun. Sie möchten den Menschen wenigstens beim inneren Seelenleben erhalten. Der Mensch ist eine Persönlichkeit geworden. Aber diese Engelwesen möchten den Menschen nicht ausströmen lassen in seinen Taten in das Erlebnis, in die Offenbarung seiner Willensimpulse. Sie möchten ihn in innerlicher Beschaulichkeit erhalten. Sie verführen ihn zur Mystik, sie verführen ihn zur falschen Theosophie. Sie verführen ihn dazu, ein bloß innerliches beschauliches Leben zu führen, zu betrachten, statt zu handeln. Sie machen ihn zu einem Sinnierer, der am liebsten den ganzen Tag sitzen möchte und spinnen möchte über allerlei Welträtsel-Fragen, der aber das, was in seinem Geiste lebt, nicht übertragen möchte in die äußere Wirklichkeit. Sie möchten durch rein äußere Beobachtung entstehen lassen, was äußere Wissenschaft ist. Ebenso möchten diese luziferischen Wesenheiten die Kunst möglichst lebenslos, geistlos in dem Sinne haben, daß in die Form nicht Geist einzieht. Sie möchten immer nur Renaissance haben, das, was in alten Zeiten gelebt hat. Sie geben dem Menschen einen Haß ein gegen jede neue Stilform, die aus dem modernen Menschlichen wirklich hervorgehen kann. Sie möchten die alten Stilformen fortpflanzen, weil diese alten Stilformen noch dem Unirdischen, Überirdischen entlehnt sind.

GA 208, S. 58f

Ahriman, der eine viel niedriggesinntere Macht ist als Luzifer - niemals können die Einflüsse Luzifers so schlimm werden wie die Ahrimans - zieht  Menschen beispielsweise auf übelst okkulte Ebenen, verwickelt die Menschheit in ein rein materielles Leben, ist der Herr der Lüge (auf bestimmten seelischen Ebenen ist die Lüge ein Mord), ist kalt intelligent und hat u.a. in das Leben der Menschheit und gerade von Europa den Wahn des Nationalen gebracht, in dessen Dienst u.a. - vermutlich ohne es zu wissen und als Erster -, Napoleon stand. Steiner schreibt:

Ahriman möchte in seinem Gange aus der Zeit den Raum erobern, er hat Finsternis um sich, in die er Strahlen des eigenen Lichtes sendet; er hat um so stärkeren Frost um sich, je mehr er von seinen Absichten erreicht; er bewegt sich als Welt, die sich ganz in ein Wesen, das eigene, zusammenzieht, in dem er sich selber nur bejaht durch Verneinung der Welt; er bewegt sich, wie wenn er die unheimlichen Kräfte finsterer Höhlen der Erde mit sich führte. Wenn der Mensch in Freiheit wirken will bei Entfaltung des Egoismus, wenn ihm Freiheit wird das stolze Gefühl, sich selber in der Handlung zu offenbaren, dann steht er vor der Gefahr, in Ahrimans Gebiet zu gelangen.

Gefährlicher noch als Ahriman sind die Asuras als

„Wesenheiten, die der achten Sphäre zustreben. Sie wollen die Materie immer mehr verdichten, zusammenpressen, so dass sie nicht wiederum vergeistigt, d. h. ihrem Urzustand zugeführt werden kann. Sie sind der Bodensatz der ganzen Planetenentwicklung, die beim Saturn [so nennt Steiner den ersten großen Zyklus der Erde vor vielen, vielen Milliarden Jahren - JK.] beginnt und durch Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus, Vulkan durchgeht [die genannten bezeichnen ebenfalls Stadien der Erdentwicklung].
Die Asuras bevölkern jetzt schon den Mond und wirken vom Mond auf den Menschen, den sie herabziehen wollen in die achte Sphäre und ihn so der fortschreitenden Entwicklung und deren Ziel - dem Christus - entreißen wollen. Alle der achten Sphäre Zustrebenden werden schließlich auf einem Mond (Jupiter) ihr Dasein finden.“ (GA 266a, S. 205)

„Die Asuras - die bösen - sind Wesenheiten, die wieder um einen Grad höher stehen in ihrem Willen zum Bösen als die ahrimanischen Wesenheiten und um zwei Grade höher als die luziferischen.“ (GA 110, S. 178)

(..)  diese asurischen Geister werden bewirken, daß das, was von ihnen ergriffen ist - und es ist ja des Menschen tiefstes Innerstes, die Bewußtseinsseele mit dem Ich -, daß das Ich sich vereinigt mit der Sinnlichkeit der Erde. Es wird Stück für Stück aus dem Ich herausgerissen werden, und in demselben Maße, wie sich die asurischen Geister in der Bewußtseinsseele festsetzen, in demselben Maße muß der Mensch auf der Erde zurücklassen Stücke seines Daseins. Das wird unwiederbringlich verloren sein, was den asurischen Mächten verfallen ist. Nicht, daß der ganze Mensch ihnen zu verfallen braucht, aber Stücke werden aus dem Geiste des Menschen herausgeschnitten durch die asurischen Mächte. Diese asurischen Mächte kündigen sich in unserem Zeitalter an durch den Geist, der da waltet und den wir nennen könnten den Geist des bloßen Lebens in der Sinnlichkeit und des Vergessens aller wirklichen geistigen Wesenheiten und geistigen Welten. Man könnte sagen: Heute ist es erst mehr theoretisch, daß die asurischen Mächte den Menschen verführen. Heute gaukeln sie ihm vielfach vor, daß sein Ich ein Ergebnis wäre der bloßen physischen Welt. Heute verführen sie ihn zu einer Art theoretischem Materialismus. Aber sie werden im weiteren Verlauf - und das kündigt sich immer mehr an durch die wüsten Leidenschaften der Sinnlichkeit, die immer mehr und mehr auf die Erde herniedersteigen - dem Menschen den Blick umdunkeln gegenüber den geistigen Wesenheiten und geistigen Mächten. Es wird der Mensch nichts wissen und nichts wissen wollen von einer geistigen Welt. Er wird immer mehr und mehr nicht nur lehren, daß die höchsten sittlichen Ideen des Menschen nur höhere Ausgestaltungen der tierischen Triebe sind, er wird nicht nur lehren, daß das menschliche Denken nur eine Umwandlung dessen ist, was auch das Tier hat, er wird nicht nur lehren, daß der Mensch nicht bloß seiner Gestalt nach mit dem Tier verwandt ist, daß er auch seiner ganzen Wesenheit nach vom Tier abstamme, sondern der Mensch wird mit dieser Anschauung Ernst machen und so leben.

Heute lebt ja noch niemand im Sinne des Satzes, daß der Mensch seiner Wesenheit nach vom Tiere abstamme. Aber diese Weltanschauung wird unbedingt kommen, und sie wird im Gefolge haben, daß die Menschen mit dieser Weltanschauung auch wie Tiere leben werden, heruntersinken werden in die bloßen tierischen Triebe und tierischen Leidenschaften. Und in mancherlei von dem, was hier nicht weiter charakterisiert zu werden braucht, was sich jetzt namentlich an den Stätten der großen Städte als wüste Orgien zweckloser Sinnlichkeiten geltend macht, sehen wir schon groteskes Höllenleuchten derjenigen Geister, die wir als die asurischen bezeichnen.“ (GA 107, S. 247ff)

Die Gefährdungen durch Luzifer und Ahriman lassen sich mit jener Prüfung des Odysseus vergleichen, als er zwischen Scylla und Charybde hindurch musste und scheiterte. So scheitern auch wir. Es ist unmöglich, auf der Erde diesen beiden Kräften zu entgehen und das ist auch gut so, sind sie doch der Treibsatz, der uns Menschen vorwärtsgehen lässt, denn aus den Auseinandersetzungen mit diesen beiden Kräften lernen wir. Wir können ihnen nicht entgehen, aber wir können lernen, mit ihnen so umzugehen, dass sie - und das ist das Ziel - in unseren Diensten stehen (ein langer Weg).
Ähnlich könnte es mit den asurischen Kräften und denen des Sonnendämons sein, allerdings haben diese eine Qualität, die Menschen fast über die Grenzen dessen, was sie durchschauen, führen. Viel zu wenig haben wir bisher die Gefährdungen erkannt, die von der Sexualisierung der Gesellschaft ausgehen, wobei es ja hier die unterschiedlichsten Spielarten gibt, sei es, dass man der Sexualität eine Dominanz im Leben einräumt, die den Betreffenden seine im Devachan (siehe auch hier) vorgenommenen Ziele nicht erreichen lässt, Energie in Geschlechter- und Genderkämpfen verschleudert oder sich der Versexualisierung der Gesellschaft willenlos ausliefert.

Aktuell müssen wir erkennen, dass es Covid-19 auf eine Weise gelingt, die Menschen zu vereinnahmen, dass all die Möglichkeiten, die in unserer Zeit liegen und die Menschen selbst erarbeitet haben, verstreichen. Ständig wird ein neues Thema hochgekocht, aktuell geht es um Putins Impf-Vorhaben, das weltweit zu Kopfschütteln führt, wieder zahllose Zeitungsartikel, Blogbeiträge und Ähnliches auslöst und die Energien vieler Menschen in Russland bindet, die zusätzlich zu einer womöglich vorhandenen Angst vor dem Virus  nun auch ggf. vorgehen müssen gegen einen Diktator, der bekanntlich nicht zimperlich ist im Kaltstellen, wenn nicht gar Beseitigen unliebsamer Gegner.

Was tun?

Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.

So beginnt Hölderlin seine Patmos-Hymne und er ruft uns ins Bewusstsein, dass das Rettende dann wachsen kann, wenn wir uns retten lassen wollen und zugleich, ganz im Sinne Ricarda Huchs, den Rettungsanker anstreben. Ist das der Fall, dann ist die Decke, jener dunkle Teppich, von dem ich oben sprach, kein Problem, weil einem entsprechenden geistigen Bewusstsein inhärent ist, dass sowohl wir als auch die Menschheit nie auf geradem Wege vorwärtskommen

Für viele mag ein Problem sein, dass sie die Trinität mit der Kirche gleichsetzen und deshalb ablehnen. Sie mögen tunlichst erkennen, dass die Kirche zu den feindlichen Kräften des Christus-Bewusstseins gehört. Sie hält die Menschen immer auf einem Bewusstseinsniveau, das dem der Menschheitsentwicklung nicht entspricht (weshalb auch in diesen Zeiten so viele - auch unbewusst darauf reagierend - austreten) und sie verhindert durch ihr enges Bewusstsein und immer sich wiederholenden Singsang eines in ihren Händen ganz steril gewordenen Gottes einen Zugang zu diesem kosmischen Wesen, das eben aber auch durch seinen Tod DIE Erdengottheit ist, wobei die Begriffe Gott und göttlich für mich viel weniger zielführend sind als die Tatsache, dass es um ein Bewusstsein geht, dass das innere Leben der Menschen verändern kann, ihr äußeres und im Übrigen auch ganz entscheidend, ihr Leben nach dem sogenannten Tod; wer ohne Christusbewusstsein stirbt, tut sich schwer im Jenseits.

Achten wir darauf, lassen wir uns nicht mehr vereinnahmen von den Bildern, die ständig über die Mattscheibe flimmern und jenen stachligen Ball als Krone ausgeben. Die Krone des Lebens  finden wir an anderer Stelle.
Folgen wir nicht den Brechtschen Aussagen, von denen wir wissen, in welchen Diensten sie stehen. Gewiss gilt es, achtsam zu sein gegenüber dem Virus. Richten wir aber unsere Blicke dahin, wo Kräfte herkommen, die unser Leben mit tiefem Sinn erfüllen. Dass das in Virus-Zeiten schwierig ist, ist keine Frage. Aber genau daran kann die Menschheit wachsen oder scheitern. Im Moment droht sie zu scheitern, weil sie auf die Machenschaften Sorats voll hereinfällt.

Goethe wusste darum, dass in solchen Gefährdungen im Grunde ein Schlüssel zu einer entscheidenden Weiterentwicklung liegt. Tragen wir dazu bei, dass Mephistopheles auch hier und heute und in Zukunft Recht behält, wenn er von sich sagt, dass er "Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft" ist und bleibt und dass es auch für jene oben angesprochenen und nicht zu unterschätzenden, aber zu durchschauenden Kräfte gilt, die uns heute bedrängen. Wir wissen doch:

Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.

Donnerstag, 9. August 2018

Die Institution Kirche ist längst satanisch unterwandert. - Ihre Existenz beruht ohnehin auf einem Missverständnis.

Vorausschicken möche ich, dass ich die Begründung der Katholischen Kirche für ihre Existenz als falsch erachte. Sie leitet diese Existenz ja von dem Jesu-Wort ab: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen.
Dass Jesus hier von einer zukünftigen Institution gesprochen haben soll, halte ich für mehr als fragwürdig. Für mich ist jede Institutionalisierung dem Wesen von Christus fremd.

Gemeint hat Jesus vielmehr, dass die Erkenntnis des Petrus, die obiger Aussage von ihm nämlich vorausging - Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes - Fundament und unzerstörbare Grundlage, ein Fels also denen ist die ihm geistig nachfolgen, gerade auch in jener Zeit, in der er nicht mehr physisch unter den Menschen sein wird. Denn Petrus erkannte, was noch heute vielen nicht wirklich bewusst ist, dass der Mensch Jesus den Sohn Gottes seit dessen Taufe durch Johannes den Täufer im Jordan in sich trägt.
Um dieses Wissen ging es Jesus, nicht um eine zukünftige Institution. Noch heute ist vielen Christen nicht klar, was es mit Jesus und was es mit Christus auf sich hat - die Kirche hat, soweit ich das sehen kann, nie dazu beitragen, dass Christen diese entscheidende Tatsache verstehen; auf ihr beruht schließlich die Möglichkeit eines jeden Menschen, Christ, Christus zu sein bzw. am siebten Schöpfungstag sein zu können.

Dessen ungeachtet sehe ich, dass die Missionierung Europas, ja der ganzen Welt, nicht nur viele Kriege, sondern auch sehr, sehr viel Gutes mit sich gebracht hat; eine Institution kann gegebenenfalls also durchaus sinnvoll sein (nur sollte man nicht so tun, dass sie als Idee von Christus stammt). Das heutige Europa wäre ohne die Existenz der Katholischen Kirche und das Wirken hunderttausender von Mönchen beider Konfessionen nicht möglich gewesen. Wir verdanken ihnen unendlich viel, auch wenn ihr real existierendes Sein leider auch unendlich viel Leid für Kinder - und nicht nur für Kinder - mit sich gebracht hat, man denke an die Inquisition und beipielsweise den innereuropäischen Kreuzzug gegen die Katharer. Man sollte letztere Übeltaten nicht in einen Topf mit denen werfen, die hingebungsvoll und selbstlos gewirkt haben und das im Übrigen auch noch heute tun - im Gegensatz zu manchen ihrer eitlen Führungschargen.

Was ich aber den Kirchen wirklich ankreiden möchte, ist, dass sie entgegen möglichen Erkennens dieser Fehlentwicklung nach wie vor auch auf einer weiteren beharren: 

Im Verlauf der nachchristlichen Jahrhunderte hat die Kirche zunehmend sehr absichtsvoll die Verantwortung für ihr Seelenheil den Menschen aus der Hand genommen -  und sie tat dabei so, als ob das möglich wäre, als ob sie das Seelenheil von auch nur einem Menschen managen könne, was nicht der Fall ist (!) - und sich um das Heil der Seelen ihrer Schäfchen gekümmert, unter anderem durch das Ablassunwesen, das es perverserweise heute noch in der Katholischen Kirche gibt -, anstatt sich um das Wohl der Menschen zu kümmern. Dass dabei seelisches und leibliches Wohl Hand in Hand hätten gehen können, steht für mich außer Frage. Nur tun die Kirchen Letzteres in Wirklichkeit schon lange kaum mehr (man sehe sich nur an, was das Spitzenpersonal von Brot für die Welt und Caritas verdienen). 

Kirchliche Krankenhäuser und Kindergärten sind steuerzahlerfinanziert, selbst ihre Bischöfe lassen die Kirchen vom Steuerzahler finanzieren (sie haben zum Teil ein Grundgehalt von 12000 Euro) inclusive der Pfarrer, die Religionsunterricht geben, deren Leistung sie, finanziell gesehen, einsacken (wobei ich es als einen Skandal empfinde, wie sehr Pfarrer hier ausgenommen werden: ihr schulischer Unterrichtsumfang beträgt ja zum Teil eine halbe Lehrerstelle und sie haben noch ihre ganze Gemeindearbeit zu leisten; das ist einfach unglaublich, wie verantwortungslos die Kirche hier mit der Gesundheit ihres Personal umgeht, es bis zum Geht-nicht-mehr ausbeutet).

Aber nicht nur, dass die Kirchen sich hier mit falschen Federn schmücken, weil viele Bürger wirklich denken, dass Krankenhäuser und Kindergärten durch die Kirchen finanziert sind: Sie - die Evangelische und die Katholische Kirche - horten ein riesiges Vermögen von geschätzt 435 Milliarden Euro - allein in Deutschland; und ihr Vermögen nimmt trotz der Kirchenaustritte zu.

Es gibt kaum etwas Unchristlicheres, Unsozialeres und damit Unsittlicheres als die Kirchen - ich spreche auch von der Evangelischen, die kein Haar besser als die Katholische ist. In einer Zeit, in der weltweit annähernd 70 Millionen Menschen auf der Flucht sind, auch Christen, und das Ausmaß der Armut in Deutschland, gerade auch unter Rentnern, immer offenbarer wird - von der Kinderarmut ganz zu schweigen -, füllen sie ihren Säckel und füllen und füllen und füllen. Und manche Menschen, mancher Rentner, der kaum  Geld für den eigenen Lebensunterhalt hat, gibt noch sonntags seine Kollekte diesem prall gefüllten Dukaten-Esel, der vor allem sich selbst auszahlt.

So sehr ich Respekt habe vor einzelnen Leistungen und vielfältigem Engagement von Pfarrern und Pfarrerinnen: die Institution Kirche ist längst satanisch unterwandert, ja ausgehöhlt. Sie lässt mit ihrem Geiz und ihrer Gier Jesus immer wieder sterben:


Kreuzweg Bad Kissingen: Jesus fällt zum zweiten Mal

Dienstag, 19. Juni 2018

Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm in unermüdlichem Einsatz für sich selbst - Christus überlebt trotz Kirche.

Es gibt durchaus Facebook-Seiten kirchlicher Führungspersönlichkeiten, die rücken die Sache, um die es geht, in den Vordergrund. Nicht so der Evangelische Ratsvorsitzende. Kaum ein Post, der nicht mit einem telegenen Bild von ihm aufmacht und ihn in der Folge mehrfach zeigt. Seine Seite ist die Super-Illu Bedford-Strohm.

Gestern hatte ich mir erlaubt - ich weiß gar nicht mehr, warum ich auf seine Seite geraten war - unter einem Post zu kommentieren: "Ging es auch um Gott?" - Wem dankte da nämlich im Rahmen eines Festgottesdienstes (Post vom 17. Juni) nicht Bedford-Strohm alles, all den Festvorbereitern ebenso wie der Pfarrerin, die das Ganze koordiniert hatte und er dankte auch für all das Zusammenhelfen bezüglich der Renovierung der Kirche.

Eigentlich, so denkt der naive Laie, dankt man doch in der Kirche Gott - zumindest auch Gott. In meiner Kindheit, als ich ständig in die Kirche musste, war es noch so. Da war eigentlich klar: Gott steht im Mittelpunkt. Bei Bedford-Strohm wird er mit keinem Wort erwähnt. Und das gilt für viele seiner Posts, vermutlich für die allermeisten. Und was gerade in diesem Zusammenhang auffällt, sind im Rahmen dieses Post´ Formulierungen wie "auch von mir", "Für mich war es wieder", "mich auf einem ´heißen Stuhl´", "nehme ich wieder große Dankbarkeit über viel herzliche Gastfreundschaft und geschwisterliche Gemeinschaft mit nach Haus" - Bedford-Strohm nimmt Dankbarkeit mit nach Hause, na, da gehört sie wohl hin. Da wird sie dann facegebooked. Und damit auch Gott genug! Der hat schon auf seinen Sohn verzichtet, jetzt kann er auch auf den Dank verzichten. Nicht, dass man aufgrund des Betrachtens von einem Beitrag zum Beckmesser werden sollte, aber schauen Sie selbst die Beiträge des Gottesmannes durch: kaum eine Spur von Gott - viele viele Spuren von Bedford-Strohm!
Es gibt einen Narzissmus speziell religiöser Art: Da ist der Predigende auf einmal so wichtig, da ist die Leistung des Chores so wichtig, da ist alles so wichtig, nur Gott wird am Schluss mit einem Vater unser abgespeist. Das darf genügen.

Ein weiteres Merkmal seiner Facebook-Seite ist: Ständig geht es um Superlative, in die der Herr Ratsvorsitzende ganz zufällig eingebunden ist. Da ist er zu Besuch bei Deutschlands größtem Privatradiosender, wo man seine Schwäche für Mokka-Buttercremetorte kennt (die Bildergalerie täuscht; wenn man die Bilder anklickt, ist kein Bild ohne ihn!); dabei ist er – nur ganz am Rande bemerkt er in diesem Zusammenhang, dass er Außerplanmäßiger Professor an der Theologischen Fakultät Stellenbosch bei Kapstadt ist - gerade noch im Ökumenischen Zentrum in Genf gewesen, wo es ihm "eine echte Freude (war), unsere deutsche Bewerbung den 150 Mitgliedern des Zentralausschusses zu präsentieren". Vor Genf war es die Evangelische Akademie in Tutzing, wo Markus Beckedahl, einer der bekanntesten Kenner des Internets und der digitalen Kommunikationswelten in Deutschland vor  Evangelischen Unternehmern, "die ich gestern in die Evangelische Akademie Tutzing eingeladen hatte", sprach.

Ein weiterer Post beginnt:  "Was ich am Nachmittag beim Integrationsgipfel in Berlin schon sehr stark gespürt habe, ist mir am Abend in Hamburg noch einmal sehr eindrücklich vor Augen getreten. Anlässlich einer Preisverleihung im Körber-Forum (ich habe den Hildegard-Hamm-Brücher-Preis für Demokratie des Fördervereins Demokratisch Handeln bekommen) wurden auch Demokratie-Projekte von Schülerinnen und Schulen ausgezeichnet ..."  [gewiss, die Preisverleihung steht in Klammern, aber Klammern sind nunmal des Lesers liebstes Kind ... das weiß ein Bedford-Strohm].

Ja wirklich, so beginnt ein weiterer Post, "Beim Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin waren gestern viele Menschen zusammen...".

Doch wer glaubt, er gebe sich nur mit Bundeskanzler-Niveau ab, nein,  er besucht auch einfache Landtagsabgeordnete, schließlich ist er nicht nur Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche ganz Deutschlands, sondern auch Evangelischer Landesbischof Bayerns.

Irgendwie dämmert da dem Bürger des Christlichen Abendlandes, warum Jesus sich wie ein Berseker um die einfachen Leute bemühte; er musste ein Polster schaffen für Leute wie Bedford-Strohm. Der spricht zwar in einem Video davon, wie sehr ihm die Minderprivilegierten am Herzen liegen, aber auf seiner Fb-Seite spiegelt sich von dieser Einstellung kaum etwas bis nichts.

Ich meine: Keine Frage, dass Bedford auch, gespickt mit vielen Fotos, eine Tafel besuchen wird (wenn er das nicht schon tat) und ich bin überzeugt, dass er dort salbungsvoll über Jesu Verhältnis zu Geld und Macht und Reichtum reden wird bzw. redete, aber bitte: Irgendjemand muss auch die Macht und den Reichtum bedienen [und Bedford-Strohm opfert sich da ganz, ganz ungern, wie man all den Bildern unschwer entnimmt]; die Leute, die Reichen, die Mächtigen, die Angesagten dürfen dem Reich Gottes doch nicht verloren gehen, zumal das die eigentliche Klientel der Kirchen ist. Schließlich hat die Katholische Kirche Deutschlands ein Vermögen von über 200 Milliarden und das der Evangelischen Kirche dürfte nicht so viel kleiner sein, ein Vermögen, das beide sicher horten, gerade in Zeiten, wo es neuesten Zahlen zufolge 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht gibt; das sind unsichere Zeiten, da muss man sein Geld zusammenhalten. Da kann Jesus lange sagen: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelör geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt.

Dass unsere christlichen Kirchen als allererste nicht in den Himmel kommen, müsste eigentlich auf dem Hintergrund des Jesus-Wortes klar sein. Aber der hat halt einfach nicht geblickt, wie dramatisch sich die Vermögensverhältnisse bis heute geändert haben und dass die Verantwortung der Kirchen für die Seelen der Menschen bedeutet, sich auch für das Geld dieser Seelen verantwortlich zu fühlen - am besten doch hautsächlich für Letzteres. Vielleicht laden ja Kirchenführer wie Bedfort-Strohm Jesus zu einem Integrationsgipfel ein - serviert wird trockenes Brot und gepökelter Fisch, man weiß schließlich, was Jesus schmeckt!! -, aber ich vermute, Jesus wird Bedford-Strohm und anderen nicht die Füße waschen, sondern den Kopf und sie wie weiland die Wechsler und andere Geld- und Ego-Gierigen aus seinem Tempel jagen.

Bedford-Strohm und andere haben - so glaube ich, sonst könnte Ersterer nie eine so ich-fixierte Seite gestalten - nie mit dem Herzen diese erste Stufe eines ehemals christlichen Einweihungsweges, wie sie die Fußwaschung darstellt, verstanden.

Noch ein Nachtrag:
Offensichtlich hatte Herr Bedford-Strohm zur Kenntnis genommen, dass da "jemand"anlässlich seines Facebook-Post zum Festgottesdienst gefragt hatte, ob es auch um Gott gegangen sei (wieder im Übrigen ein Premium-Bedfort-Strohm-Bild; zum Thema Klima und Kreuz hätte er sich schon mal um ein inhaltsbezogenes Bild bemühen können, zumal ihm ja in München drei persönliche Referenten und drei Sekretärinnen zur Verfügung stehen - ich hoffe, dass die nicht auch der Steuerzahler bezahlen muss wie den Landesbischof B.-Strohm, Grundgehalt immerhin ca. 11 000 Euro + persönlicher Fahrer + Dienstwagen + Aufwandsentschädigungen). - Jedenfalls übermittelte er seine Antwort an den jemand, also mich, der da gefragt  hatte, mit Verweis auf ein Interview, das er der  MAINPOST gab, wobei ihm offensichtlich nicht einmal klar ist, dass dieses Interview, auf das er auf diesem Weg gleich in seiner telegen-geschmeidigen Manier hinweist, eine Riesenohrfeige für den Sohn Gottes beinhaltet. [leider hat die MAINPOST nach Erscheinen dieses Post ihren Artikel auf kostenpflichtig geschaltet]

Vorausschicken sollte man vielleicht, dass Bedford-Strohm und Erzbischof Kardinal Reinhard Marx 2016 zur gemeinsamen Pilgerfahrt nach Jerusalem reisten. Auf dem Tempelberg nahmen beide ihre christlichen Kreuze aus „Respekt gegenüber dem muslimischen Gastgeber, der das so gewünscht habe“ ab. In Deutschland löste dieses Verhalten eine heftige öffentliche Diskussion aus.

In diesem Interview wird nun Bedford-Strohm auch nach seiner Kreuzabnahme, die für mich in Wirklichkeit eine Kreuzesverleugnung ist, auf dem  Tempelberg gefragt und er antwortet, "Er habe das Kreuz seinerzeit abgenommen, weil sowohl am Tempelberg mit der Moschee als auch an der Klagemauer eine aufgeheizte Situation geherrscht habe."

Und in einem weiteren Satz, der im Grunde jeden Christen niederschmettern muss, sagt der Kirchenführer, "Das Tragen des Kreuzes sei üblicherweise kein Problem." - Üblicherweise? - Irgendwie wird mir bei dieser Formulierung übel.

Ich gebe im Folgenden wieder, was ich einer Frau auf Facebook antwortete, die in einem Kommentar verlauten ließ: Mal sehen, ob Johannes Klinkmüller, der die Frage gestellt hatte, das [gemeint ist der MAINPOST-Artikel] auch liest und damit seine Frage positiv beantwortet sieht!

Ich habe ihr geantwortet:
Ja, Gertrud Müller (Name geändert), Johannes Klinkmüller hat das gelesen und empfindet Ihr Nachhaken als reine Rhetorik. Wo macht der Zeitungsartikel Gott als Mittelpunkt deutlich? Im Gegenteil, Bedfort-Strohm verleugnet auf eine unglaubliche Weise Gott und Christus. In dem Artikel ist zu lesen: „Er habe das Kreuz seinerzeit abgenommen, weil sowohl am Tempelberg mit der Moschee als auch an der Klagemauer eine aufgeheizte Situation geherrscht habe.”
Gott sei Dank hat Jesus nicht das Herz eines Bedfort-Strohm gehabt; vor 2000 Jahren war die Stimmung unvergleichlich aufgeheizter („Kreuziget ihn!”).
Und dann folgt noch solch ein Satz, der für Christus kaum deprimierender sein kann:”Das Tragen des Kreuzes sei üblicherweise kein Problem.” - Was für eine ätzende Aussage! Üblicherweise kann ein Ratsvorsitzender das Kreuz schon tragen …
Gut, dass mir das alles durch Ihr Engagement für Bedford-Strohm aufgefallen ist. Ich werde an anderer Stelle darauf gründlicher eingehen: Durch die Welt reisen und die Kirche repräsentieren und bei Gelegenheit das Kreuz in den Säckel stecken. Gerade das macht ja das Christentum gegenüber dem Judentum und dem Islam aus, dass es einen Sohn gibt und dass er am Kreuz stirbt. Gerade in Jerusalem hätte Bedford-Strohm das bekennen müssen! Sein Verhalten damals und seine Aussagen hier zeigen, dass er die Bedeutung des Kreuzes wirklich nicht verstanden hat, sonst hätte er nicht damals so handeln und heute noch sprechen können.
Über vielfach fehlendenden Gottesbezug schreibe ich an anderer Stelle. Jesus ist nicht als Super-Christ durch die Welt gereist. Er hat sich dem Menschen ohn Ansehen der Person zugewandt. Aber bestimmt hat Bedford-Strohm auch schon medienwirksam eine Tafel besucht …

Dieser Mann hat das Jesus-Wort nie verstanden: "Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert." - Vielleicht, mag der ein oder andere sagen, hat er es auch nicht verstehen wollen.
Klar und eindeutig kommt hier zum Ausdruck, dass der Sohn Gottes zu einer kompromisslosen Entscheidung herausfordert, nicht zu Tempelbergentscheidungen eines Bedfort-Strohm. Das geistige Schwert trennt kompromisslos Falsches von Wahrem.

"Wer mich bekennet vor den Menschen,den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater."

Für mich fällt dieses weichgespülte Christentum à la Bedford-Strohm unter das Verhalten der Lauen, von denen in der Offenbarung des Johannes in Bezug auf die Gemeinde zu Laodicea die Rede ist. Das wird jene Zeit sein, die auch in Matthäus 24 angesprochen ist, in der es auf der Erde infernalisch zugeht. Ein wenig kündigt sie sich schon an, finde ich. - Da werden nicht viele sich als wirkliche Christen erweisen, so weiß die Bibel.

Was diese christlichen Weichspüler betrifft: Ihr Christentum ist nicht Fisch, nicht Fleisch, wie der Volksmund sagt.
Über die Lauen aber heißt es in der Offenbarung, dass sie ausgespien werden. - Die Bibel ist da klar und eindeutig. 

Samstag, 23. April 2016

Auseinandersetzung mit dem Islam: ja. Aber keine Ausgrenzung via Religion!

Ein Interview des Bamberger Bischofs Schick gibt Anlass, darauf hinzweisen, dass Kirchen  und Politiker endlich das Schwert führen müssen, von dem Jesus im Neuen Testament spricht, damit in unserer Gesellschaft wirklicher Frieden einziehen kann.

In vergangenen Posts habe ich mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass für mich aus spiritueller Sicht der Islam eine nicht lebensfähige, restaurative Geisteshaltung darstellt. Den Koran finde ich aus geistlicher Sicht ein erschreckend rückständiges Buch. Dessen ungeachtet ist diese Religion die geistliche Heimat vieler Menschen und vor Heimatgefühlen sollten wir höchsten Respekt haben.

Auseinandersetzung allerdings tut Not - Jesus spricht in der Bibel davon, dass er nicht gekommen ist, Frieden zu bringen, sondern das Schwert -, weil der Islam das Christentum, das für mich eine Entwicklungsstufe auf dem Weg der Menschheit und des Menschen darstellt, bewusst untergräbt. Allein, diese Auseinandersetzung geht nur auf friedlichem Wege, auch friedlich in Worten. Und sie sollte immer vermitteln, dass friedliche Muslime - und ich persönlich kenne keine Anderen, und den meisten von uns wird es genauso gehen  - unsere Nachbarn, Freunde und Nächsten sind.
Von daher sind die Worte des Bamberger Bischofs Schick im Rahmen eines Interviews mit der Katholischen Nachrichtenagentur ausgesprochen bedeutsam, wobei ich mir im Anschluss ein wichtiges Nachwort erlaube:

KNA: Herr Erzbischof, gibt es das eine christliche Abendland?

Schick: Nein, nicht als ein Produkt. Als Prozess, ja. Wer sich auf die Botschaft Jesu Christi einlässt, der kann christliches Abendland bilden, womit territorial Europa gemeint ist.

KNA: Was heißt das konkret?

Schick: Das heißt, dass man die Bergpredigt ernst nimmt, dass man das Gebot der Nächstenliebe lebt. Die Würde und die Rechte jedes Menschen müssen unabhängig von Rasse, Herkunft, Hautfarbe und Religion anerkannt werden. Die Feindesliebe gehört genauso dazu wie das ständige Bemühen, sich zu versöhnen, eine versöhnte und friedliche Gesellschaft zu bilden. Oder die Seligpreisungen: dass man barmherzig gegenüber jedem ist und dass man auch die Fremden aufnimmt, die in Not sind. Jesus identifiziert sich selbst mit den Heimatlosen. Christliches Abendland heißt: in Europa das, was das Evangelium beinhaltet, leben und in die Tat umsetzen. Das ist ein ständiger Prozess!

KNA: Kann denn dann überhaupt das christliche Abendland verteidigt werden?

Schick: Das christliche Abendland kann man nur im übertragenen Sinn verteidigen. Dabei muss aber klar sein, was man meint: Ich verteidige die Werte und Tugenden des Christentums, die ich gerade genannt habe, in meinem Bereich.

KNA: Sie bekommen immer wieder Hass- und Drohzuschriften, in denen man sich mehr oder weniger auf das christliche Abendland beruft.

Schick: Wer einen anderen bedroht, verunglimpft, Angst macht, der kann nicht das christliche Abendland für sich in Anspruch nehmen. Das Evangelium will nicht, dass ein Mensch bedroht oder missachtet wird.

KNA: Beim christlichen Abendland beruft man sich immer wieder auf die Religion. Jetzt sagen Vertreter der AfD, dass der Islam nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei, Minarette und Muezzin-Rufe verboten werden sollen. Was halten Sie davon?

Schick: Einfach jemanden ausgrenzen, weil er eine bestimmte Religion hat, ist nicht christliches Abendland und auch nicht von unserer Verfassung gedeckt. Auch Vernunft und Dialogbereitschaft gehören zum christlichen Abendland dazu. Von vornherein jeden Dialog mit einem, der anders ist als ich, abzulehnen, das passt nicht zu den Werten des christlichen Abendlandes. Das gilt aber auch für die Muslime, und dann muss auch mit ihnen über Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit des Religionswechsels und über Gewalt im Namen der Religion geredet werden, bei uns und auch in den muslimisch geprägten Ländern.

KNA: Sie halten also nichts von solchen Forderungen wie denen der AfD?

Schick: Wir haben Religionsfreiheit. Sie ist im Grundgesetz verankert. Menschen müssen ihre Religion leben und auch entsprechende Gotteshäuser bauen können. Religion bedeutet Beziehung zu Gott, der auch im interreligiösen Dialog immer tiefer erkannt wird. Gott ist der eine, der alle Menschen liebt und verbindet, der Gemeinschaft schafft, der Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung für alle weltweit will. Dieser Gott soll im christlichen Abendland bestimmen. Das Interview führte Christian Wölfel.

Ein Nachwort tut Not:

Religionsfreiheit ist ein wertvolles Gut unserer Verfassung.
Nur vermisse ich bei allem Respekt vor dem Islam als geistlicher Heimat vieler Menschen von Seiten unserer Kirchen klare Worte dazu, dass er in der Tat eindeutig verfassungsfeindliche Züge hat, und zwar gerade der religiöse - in erster Linie ist es der religiöse (!) -, wobei der Islam selbst nicht zwischen seiner religiösen und politschen Sendung trennt:

  • Er fordert im Koran zum Töten auf
  • Er gestattet Sklaverei
  • Er bewertet die Frau als weniger wertvoll und erlaubt die Vielehe, die meines Erachtens per se das Weibliche entwertet
  • Seine mentale Einstellung ist auf Unterwerfung und nicht auf Bewusstsein und Erkenntnis ausgerichtet; letztere aber sind Kennzeichen menschlicher Würde und Freiheit
  • Der Islam kennt keine Religionsfreiheit; kein Muslim darf sein religiöses Bekenntnis ändern und Ungläubige werden im Koran wieder und wieder bedroht.

Diese Punkte verletzen zentrale Aspekte unserer Verfassung. Gerade letzterer Punkt ist für Christen elementar, denn der Islam aberkennt im Grunde dem Christentum den Status einer Religion, indem Allah die Aussage, dass Gott einen Sohn habe, unter Strafe stellt - ich bin hier relativ ausführlich darauf eingegangen.
Dezidiert sagt er bekanntlich, dass er, Allah, nicht gezeugt worden sei und nicht gezeugt, also auch keinen Sohn habe.
Der Sohn aber ist das spirituelle Zentrum des Christlichen Glaubens; zudem ist nach Aussagen des Koran Jesus nicht am Kreuz gestorben.
Eindeutig ist, dass der Islam darauf ausgerichtet ist, andere Religionen zu eliminieren.

Die Kirche muss endlich aufhören zu kuschen!

Es kann nicht sein, dass die Kirche vor dem Islam in solch zentralen Punkten ständig kuscht.

Bemerkenswert ist, dass Bischof Schick anspricht, dass auch Muslime sich bestimmten Anforderungen, die er benennt, genügen müssen. Das ist nicht selbstverständlich, dass dies ein Kirchenmann tut; wünschenswert wäre, dass seine Punkte als Forderungen im kirchlichen Raum pointierter genannt werden.
Verhandelbar sind sie schließlich nicht

Nur auf dem Boden einer klaren Positionierung können die Kirchen wie auch unserer Staat entsprechend seiner Verfassung die Größe und Stärke haben, den Muslimen ihre Religionsausübung zuzugestehen.

Ob man von der Türkei, Saudi Arabien und dem Iran gesponserte Moscheen akzeptieren sollte: Da allerdings habe ich meine großen Bedenken, sieht man, wie Erdogan gegen Andersdenkende vorgeht, in Saudi Arabien im Namen Allahs Menschen öffentlich ausgepeitscht und hingerichtet werden und der Iran nach wie vor Israel mit Auslöschung droht. Auch hier würde ich mir von den kirchlichen Führungsgestalten ein klares Wort wünschen. Es wäre gut für den inneren Frieden in Deutschland!
Zumal sie damit etwas leisten würden, wozu unsere Politiker nicht in der Lage sind, wenn ich daran denke, dass Außenminister Steinmeier nicht einmal in der Lage war, den Mord an vielen Armeniern als Völkermord zu bezeichnen, und seine Chefin mit einem Autokraten, der die Menschenrechte mit Füßen tritt, modernen Menschenhandel praktiziert.

Übrigens würde ich gern die genauen Absprachen lesen können!

Weiß jemand, ob man, was zwischen der EU und Erdogan ausgehandelt worden ist, irgendwo einsehen kann?

Versöhnung aus Feigheit?

Worte des Aufeinander-Zugehens sowie des versöhnten Zusammenlebens - und das sollten  Vertreter der Kirchen endlich berücksichtigen - können nur dann wirklich gewichtig und glaubwürdig und von Wert sein, wenn sie nicht durch Verschweigen oder eine beschönigende Darstellung die Realität des spirituellen und politischen Islam ausblenden. Dadurch, und das sollte die christlichen Kirchen endlich erkennen, schüren sie bei denen Ängste, die Sorge tragen, dass die Kirchen Versöhnung aus Feigheit heraus predigen.

Zutrauen in flexibles Handeln

Die Auseinandersetzung mit dem Islam kann nur dann gelingen, wenn die Bewohner des Christlichen Abendlandes nicht zu pauschalen Lösungen greifen und z.B. durch Formulierungen offen lassen, ob sie sowohl den Islam als auch alle Muslime vertreiben wollen. Das klang in der Vergangenheit bisweilen an, und es ist schauderhaft.
Wie kann man vielen Hunderttausenden von Menschen in Deutschland das Gefühl geben wollen, sie sollten am besten auf gepackten Koffern sitzen?! Menschen, die oft seit Jahrzehnten maßgeblich daran beteiligt sind, dass unsere Wirtschaft floriert und unser öffentliches Leben! Menschen, die unter uns, wie es Michael Klonovsky auf bemerkenswerte Weise dargestellt  hat, im Geist unserer Verfassung leben.
Das Christentum ruft eindeutig zu Versöhnung und Nächstenliebe auf und wir müssen es uns endlich zutrauen, Muslime willkommen zu heißen und gern unter uns leben zu lassen und gleichzeitig jene unter ihnen die Rote Karte zu zeigen, die nicht im Geist unserer Verfassung und des Christentums unter uns leben wollen. Gleichzeitig aber müssen wir ihnen, vor allem denen, die zu uns kommen, einen Lernprozess zugestehen.

Wir sollten uns endlich zutrauen, das leisten zu können.

Nicht auf das Niveau der CDU absinken

In diesem Zusammenhang ist es nicht hilfreich, zu Formulierungen, wie, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, zu greifen, wenn man nicht zugleich dezidiert darstellt, wie das zu verstehen ist.
Ansonsten würde man sich nur auf das Niveau der CDU begeben, die mittels ihrer Vertreter unreflektiert und pauschal davon sprach, dass der Islam zu Deutschland gehöre.
Weder eine Merkel noch ein Steinmeier werden uns durch ihre Weichei-Politik vor möglichen totalitären Exzessen bewahren können.
Dazu bedarf es Menschen, die beides können: das Schwert kraftvoll zu führen und die Hand zur Versöhnung auszustrecken. Beides geht nicht ohne das andere. Das müssen einige in diesem Land endlich, endlich erkennen.

Wir können es auch, wenn wir uns unseres eigenen Bewusstseins sicher sind. Daran aber scheint es mir zu kranken. Dieses Bewusstsein zeigt sich auch daran, dass wir, wie die Bibel es formuliert, das Schwert einbringen, also klar differenzieren zwischen dem, was wir mittragen und was nicht.
Ich persönlich trage nicht die Verfassungsfeindlichkeit des Islam mit.

Meines Erachtens ist es Sache der islamischen Organisationen,

  • sich klar zu unserer Verfassung, 
  • zu Religionsfreiheit, 
  • zu gleichen Rechten von Männern und Frauen und 
  • zu Gewaltlosigkeit zu bekennen.

Wie sie das mit dem Koran, der Gottes ewiges Wort repräsentiert, in Übereinstimmung bringen, ist nicht  unsere Sache.
Wenn aber unsere Politiker und endlich auch die Kirchen Flagge zeigen und endlich aufhören, Dinge zu beschönigen, an denen es nichts zu beschönigen gibt, kann irgendwann ein Zustand erreicht werden, der ein Zusammenleben ohne Vorurteile ermöglicht.

Ich glaube, dass die Auseinandersetzung mit dem Islam gelingen kann, wenn wir selbst uns unserer Verfassung und unserer christlichen Werteausrichtung in uns sicher sind.

Wer allerdings mit dazu beiträgt, dass die Gesellschaft sich gegenüber Muslimen radikalisiert, hat genau jene Gesinnung in sich, die wir im dogmatischen Islam ablehnen und die wir auch bekämpfen müssen.

Deutschlands innerer Islamismus

Deutschland kennt durchaus einen inneren Islamismus, und zwar einen, der nicht wenigen Deutschen innewohnt:
Er kennt nur schwarz und weiß, er kennt keine Entwicklung, er kennt keine Versöhnung.
Wer dieses Bewusstsein in sich trägt, schlägt auf alles ein, was nicht so ist, wie er selbst. Genau das macnt der religiöse Islam, immer wieder auch der politische.

Das Schwert führen, wo es Not tut!

Wir sollten in einem ganz bewussten Sinne christlich sein, wo es Not tut, mit dem Schwert kämpfen, und wenn es möglich ist, die Hand ausstrecken und in wirklichem Frieden leben.
Jedenfalls sollte das unser Ziel sein!
Denen aber, die immer so tun, als sei der Islam kein Problem, haben zum einen nie wirklich sich kundig gemacht oder wenigstens einmal die ersten vier Suren des Koran gelesen - auf Projekt Gutenberg kann das jeder kostenlos tun -, zum anderen sind sie es, die den Unfrieden in unserer Gesellschaft schüren, weil sie maßgeblich zu der Sorge vieler beitragen, Deutschland könne auf eine seiner Schwächen hereinfallen, dass seine führenden Politiker nämlich nicht in der Lage sind, klare Worte zu finden und das Schwert des Neuen Testaments zu führen.

Nur wer das Schwert führt, das heißt, für Wahrheit kämpft, kann wirklich Frieden bringen!

Mittwoch, 18. November 2015

So viel Liebe: Ein Hund gedenkt jeden Tag in der Kirche seines verstorbenen Frauchens


















Der Südwest-Presse habe ich das Folgende entnommen; und auch, wenn das Geschehen vor zwei Jahren veröffentlicht wurde, es berührt noch heute:

Das Frauchen des 12 Jahre alten Schäferhundes ist bereits vor zwei Monaten gestorben, aber Ciccio trauert noch immer jeden Tag in der Kirche um Elisabetta Lochi.
Wenn die Glocken läuten, trottet der treue Vierbeiner zur Kirche, um der Messe am Altar beizuwohnen.
Sein Frauchen, das nie im dem Dorf, in das sie gezogen war, Anschluss gefunden hatte, kümmerte sich liebevoll um herrenlose Hunde. Ciccio hatte gelernt, vor Läden und vor der Kirche zu warten, wenn sein Frauchen dort war.
Täglich nun ist Ciccio in der Kirche, wo auch seinem Frauchen die letzte Ehre erwiesen worden war.
Auch bei der Kommunionsausteilung ist er vor dem Altar zugegen.
Der Pfarrer und die ganze Dorfgemeinschaft haben ihn ins Herz geschlossen.

Mittwoch, 18. März 2015

Oasen der Seele contra Zeitgeistmonster

Mittlerweile gibt es Zeitgenossen, die tragen ihre Häme über den Niedergang der Kirchen ganz offen zur Schau. Das Kirchen-Out scheint in. 
Ich glaube, für viele Mitbürger gilt das noch nicht und viele möchten auch die Kirchenbauten als real existierende Horte des Glaubens, über das ganze Land verteilt, doch nicht wirklich missen. 

Kirchen verfallen wie Brücken und Straßen

Ein Netz solcher Oasen zieht sich über ganz Deutschland. Es sind Dorf- und Stadtkirchen; sie verfallen, und jeder weiß: Dieser reale Verfall steht symbolisch für einen inneren. 
Noch aber ist für viele unvorstellbar, dass nicht jedes Dorf seine Kirche hat, deren Turm meistens die Häuser überragt. 
Modernere Kirchenbauten sind ja manchmal flach wie eine Flunder - kein Wunder. Sie entsprechen dem Zeitgeist und dem Bewusstsein ihrer Architekten.

Wer möchte: hier weiterlesen, u.a. zur Landsberger Gemeindebibel



Donnerstag, 21. November 2013

Die Mafia lebt gefährlich.


Der leitende Staatsanwalt von Reggio Calabria, Nicola Gratteri, spricht aus, was keiner so recht wahrhaben mag:

Der Papst ist in Gefahr.

Er mache, so meint der angesehene Jurist, die Finanzmafia nervös und Gratteri äußert wörtlich:„Sie arbeiten an einem Plan.“

Bemerkenswert, auch seine folgenden Worte: „Dieser Papst ist auf dem rechten Pfad. Er hat von Anfang an wichtige Signale gesendet mit seinem eisernen Kruzifix und seinen Mahnungen gegen den Luxus. Er ist konsequent, glaubwürdig und sein Ziel ist eine ‚Grundreinigung’ der Kirche.“

Gratteri meint weiter, dass der Finanzmafia dieser von Franziskus eingeschlagene Pfad  gar nicht gefalle, denn sie investiere, wasche und beziehe seit Ewigkeiten Geld der katholischen Kirche und es heißt wörtlich: Die Finanzmafia „ hat sich ungehindert davon ernährt – mit dem Wissen der Kirche. Diejenigen, die sich bis heute mit Geld und Macht aus dem Vatikan bereichern, sind sehr unruhig und nervös."

Nachzulesen ist das in der Huffington Post - im Original in ihrer italienischen Ausgabe - und ich denke, für diese aufrüttelnde Information dürfen wir dieser Online-Zeitung dankbar sein.

Gratteri, selbst seit 1989 unter Polizeischutz lebend, meint: „Ich weiß nicht, ob das organisierte Verbrechen momentan in der Lage ist, zu handeln (...) aber sie denken mit Sicherheit über ihre Möglichkeiten nach.

Es könnte für den Papst gefährlich werden“.

Obwohl ich in keiner Kirche bin, schätze ich ihre Aufgabe, immer wieder den Weg der Liebe zu thematisieren, als ungeheuer wichtig an.



Mittwoch, 26. Juni 2013

Keine Kontrolleure des Glaubens, sondern offene Kirchen! - Wann outet sich der erste homosexuelle Kardinal?


In der Katholischen Morgenfeier auf Bayern I am vergangenen Sonntag hat Pfarrer Christoph Seidl aus Regensburg ein Wort von Papst Franziskus wiedergegeben, das ich unglaublich wertvoll finde:

Wer sich der Kirche nähert, muss dort offene Türen vorfinden 
und keine Kontrolleure des Glaubens.

Das könnte selbstverständlich klingen, ist es aber nicht, denkt man an die schrecklichen Zeiten der Inquisition zurück und an den Umgang der Kirche mit Homosexuellen.

Vielleicht darf sich auch irgendwann der erste homosexuelle Bischof oder Kardinal als ein solcher outen - und trotzdem in der Kirche und ein Mann des Glaubens bleiben ...

Und übrigens: Der Inhalt des Papstwortes mag selbstverständlich sein. In dieser Klarheit aber finde ich es dennoch bemerkenswert. Im Grunde gibt der Papst zu erkennen, dass er um die Crux des katholischen Glaubens weiß und dass es den ein oder anderen Vertreter gab und auch noch gibt, dem Kontrolle wichtiger als freier Zugang war und ist.
Von daher deutet sich hier für mich ein deutlicher Wandel an. Hier spricht einer Klartext!

Sonntag, 3. Februar 2013

So viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Gedanken höher als eure Gedanken.

Volle Kirche.

Ich war ziemlich verblüfft, als ich heute (mal wieder zu spät) in die Malmsheimer Kirche einlief – nach vielen Monaten der Kirchenabstinenz – und nur noch auf der Empore Platz fand - ohne Liederbuch. Eigentlich brauchte man sogar zwei, und noch ein Liedblatt. 

Ich wusste gar nicht, dass in der Kirche so viel gesungen wird.
Jedenfalls wurde ich Buch- und Liedloser gleich von einer Frau, die unweit von mir saß, mit allem versorgt (war echt lieb).
In Malmsheim scheint Gott in zu sein. Im Radio hatte ich morgens noch gehört, wie in einem Lied der Teufel los war, und eigentlich wollte ich gerade schreiben, dass in Malmsheim offensichtlich Gott los ist, aber da entgleist das Wortspiel.
Also: In Malmsheim ist Gott in.

Irgendwie kein Zufall, dass ich heute da war (und übrigens noch eine Kollegin traf), der Predigttext aus Jesaja 55 hat mir echt zu denken gegeben:


Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, 
und eure Wege sind nicht meine Wege, 
spricht der HERR,
sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, 
so sind auch meine Wege höher als eure Wege 
und meine Gedanken als eure Gedanken.


So viel jedenfalls mal als Auszug.

Was für ein Gedanke und ein Bild! Wie weit ist Gottes Denken von meinem Denken entfernt! So weit wie der Himmel von der Erde.

Das ist gigantisch.
Und ich glaube das auch. Denn immer dann, wenn ich in meinem Leben von göttlichem Denken Kenntnis nehmen durfte, traf das zu. Es war kilometerweit von mir entfernt.
Eigentlich könnte ich auch sagen: Lichtjahre.

Der Pfarrer predigte dann unter anderem darüber, dass wir göttlich denken mögen.


Wenn das mal so leicht wäre.

Ich fand, er hatte eine liebe Ausstrahlung. Auch beim Abendmahl, das er austeilte. Wenigstens meinte er nicht bei jedem Trinkenden einen Bibelvers zitieren zu müssen. So fand ich die Gabe des Brotes und des Weines eine wirklich stille, feierliche Handlung.
Beim Essen des Brotes wollten mir fast die Tränen kommen. Wenn man sich vorstellt, dass man etwas isst, was möglich ist dadurch, dass jemand dafür sterben musste - das ist nicht ohne.
Das zu erfassen, das ist vergleichbar der Distanz von der Erde zum Himmel.

Übrigens war vorher noch Taufgottesdienst gewesen. Der neue Erdenbürger heißt Henoch. Sein Brüderlein, das die Taufkerze halten durfte, Noah. – Da war wirklich das halbe Alte Testament versammelt.

Henoch schrie nicht wie am Spieß, aber doch ziemlich.
Die Taufe selbst war bewegend. Mich jedenfalls hat sie bewegt.
Viele Menschen, die einem jungen Erdenbürger alles Gute mit auf den Weg geben: Das wirkt, ein Leben lang.

Möge sich das Kind immer mehr auf Jesus zubewegen, so betete ein Mitglied der Kirchengemeinde.

Eine falsche Vorstellung, wie ich finde (nicht schlimm, nur): Henoch ist als kindlich reines Wesen sicherlich näher an ihm dran als wir alle in der Kirche Versammelten und wir wollen hoffen, dass er sich ihm nie auf der Erde weit entfremden möge, sondern immer so nah ihm ist wie zum Zeitpunkt seiner Taufe.

PS:

Nun lese ich noch ein bisschen von Bilbo Beutlin und seinem Ring, den er nicht aufgeben will, obwohl ihm Gandalf so dringend dazu rät, aus welchen Gründen auch immer ... so sind halt nun mal die Hobbits ... ziemlich menschlich :-) – Gut, dass er ihn dann doch loslässt; alles andere wäre ihm nicht bekommen, wie sich mehr und mehr herausstellt ...