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Donnerstag, 22. Oktober 2026

Die Bedeutung des Wortes "deutsch": im Mittelpunkt steht das Volk! – Das hat mit einer zukünftigen spirituellen Aufgabe der Deutschen zu tun!

[erweiterte Neufassung des Beitrags vom 17. Oktober (gelöscht) unter gleichem Titel]

Das Adjektiv "deutsch" geht zurück auf germanisch *peudō und bedeutet ‘Volk’ und bemerkenswert ist, dass dieses Wort aus einer Wurzel stammt, die sich mit ´schwellen´ übersetzen lässt, so dass mit ´Volk´ eine große, kraftvolle, mächtige Menge bezeichnet wird, die auch deshalb - so möchte ich vorwegnehmen - als deutsches Volk Grenzen, die ihm von den derzeitigen Politikern bewusst gesetzt werden, nicht mehr akzeptieren wird.

Germania magna - unsere Heimaterde


Wenn wir heute von Germanen sprechen, dann beziehen wir uns auf ein Gebiet, das die Römer "Germania magna" nannten und das für sie rechts des Rheins, an Gallien angrenzend, begann, im Süden von der Donau begrenzt war und im Osten von der Weichsel, im heutigen Polen also, und den Karpaten. Zahlreiche, oft recht kleine Stämme lebten dort und sie bekriegten sich auch gern. Über dreihundert sind uns namentlich - u.a. durch Caesar, Tacitus, Ptolemäus oder Jordanes - überliefert; insgesamt dürften es wesentlich mehr gewesen sein. Dem Namen nach bekannt sind uns u.a. Burgunder, Angelsachsen, Cherusker, Dänen, Franken, Goten, Hessen, Langobarden, Normannen, Sachsen oder auch die Vandalen. Wenn man sich vorstellt, dass die Stämme zumeist ihren eigenen Dialekt sprachen, dann mag man sich leicht vorstellen, dass doch in Germania magna ein ziemliches Sprachengewirr herrschte.

Schriftliche germanische Sprachdokumente sind uns in überschaubarer Anzahl überliefert. Oft sind es Runeninschriften auf Waffen, Kämmen oder auch auf Schmuck.

Herausragendes Dokument ist die Gotenbibel, vor allem als Wulfilabibel bekannt, benannt nach Bischof Wulfila (311-383 n.Chr.), der - wahrscheinlich mit weiteren Mönchen - das Neue Testament übersetzte und dafür die gotische Schrift erfand; bis dahin gab es nur gotische Runen.

Jedenfalls war das Germanische insgesamt eine Sprachfamilie mit vielen verschiedenen Zweigen. Sprachwissenschaftler gehen heute davon aus, dass sich das Alt- und Mittelhochdeutsche, mithin unser heutiges Deutsch, aus regionalen Sprachformen des westlichen Germanien entwickelte.

Das Wort "deutsch" vor tausend Jahren


Im Althochdeutschen - also westgermanischen Dialekten zwischen 650 und 1050 n.Chr. - findet sich um das Jahr 1000 ´thiutisk´ / ´diutisc´; belegt ist es in seiner lateinischen Version ´theodisce´ schon im Jahre 786; diese Begriffe bezeichneten Deutsch als die Volkssprache, die dem Lateinischen als Kirchensprache gegenüberstand.

In der Folge wird ´thiutisk´ / ´theodiscus´ über die Bezeichnung einer Sprache hinaus zu einer, mit der die Stammesgebiete von Franken, Sachsen, Schwaben, Bayern und anderen Stammesgruppen erfasst werden.

Aus dem Althochdeutschen ´thiutisk´ / ´diutisc´ wird dann im Mittelhochdeutschen ´diutisch´ sowie ´diutsch´, ´tiutsch´ oder auch ´tiusch´.

So lesen wir im "Parzival" Wolfram von Eschenbachs (* um 1170, † 1160/1180 ) kurz vor Schluss des gewaltigen Epos den Hinweis, dass die authentische Gralserzählung aus der Provence kam, übermittelt von dem provenzalischen Troubadour Kyot, und es heißt dort: 
von Provenz in tiuschiu lant / diu rehten maere sind gesant.
Auch in der politischen Spruchdichtung eines Walther von der Vogelweide (* um 1170, † um 1230), ´Unmutston´ genannt - "ton" bedeutet hier "Lied" - in der er mutig und mit ordentlich Verve sich der Einflussnahme auf politisches Geschehen durch Papst Innozenz III. entgegenstellt, findet sich wiederholt das Wort ´deutsch, wobei damit ein sich offensichtlich entwickelnder Sprach- und Kulturraum angesprochen ist.

Der Papst betrachtete die Königswahl und die Kaiserkrönung als Angelegenheiten, bei denen der päpstlichen Autorität ein signifikantes Recht auf Mitsprache zustand. Walther sah darin eine Gefahr für die eigenständige Rechtstellung des Reiches, des, wie es auch genannt wurde, ´Heiligen Römischen Reiches´.

Bekanntlich war das antike große Römische Reich im Jahr 395 n. Chr. auseinandergebrochen, genauer gesagt teilten sich nach dem Tod ihres Vaters Kaiser Theodosius I. seine beiden Söhne Arcadius und Honorius die Herrschaft; so entstand das Weströmische Reich mit Sitz zunächst in Ravenna, dann in Mailand; Zentrum des Oströmischen Reiches wurde Konstantinopel - auch Byzanz genannt.

Das Frankenreich: Großmacht im Westen

Im Zuge der Völkerwanderung - man bezeichnet damit die Migration vor allem germanischer Gruppen in Mittel- und Südeuropa in der Zeit zwischen 375, als die Hunnen in Europa einfielen, und 568, als die Langobarden Norditalien eroberten - war das Weströmische Reich zunehmend an seinen Außengrenzen bedroht. Mit der Absetzung seines letzten Kaisers Romulus Augustulus endete seine Existenz; die germanischen Stammesfürsten übernahmen um 470 die Verwaltung ihrer Gebiete selbst. Franken, Alamannen, Thüringer, Sachsen und Bayern prägen nun die politische Landkarte; das Frankenreich wird zur entscheidenden Großmacht im Westen.

Mit Karl Martell - ab 751 ist er König der Franken - beginnt nach den Merowingern als dem ersten Königsgeschlecht der Franken die Zeit der Karolinger, deren bedeutendster Vertreter, Karl der Große - von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs -, der erste westeuropäische Kaiser werden sollte, gekrönt durch einen Papst, nämlich Leo III. Damit entstand, was als westliches mittelalterliches Kaisertum in die Geschichte eingeht.

Der gewaltige Einfluss des Christentums

Ganz entscheidend ist, wie sehr das Christentum die politische und kulturelle Struktur beeinflusst. Bis zur Zeit Karls des Großen werden im Frankenreich mehr als 1000 Klöster gegründet; mit ihnen entstehen Klosterschulen, Schreib- und Musikschulen, oft sind sie wissenschaftliche Zentren, ermöglichen und fördern das Kunsthandwerk - Mönche schaffen große Werke der Bildenden Kunst, auch gestalten sie wertvolle, künstlerisch bedeutende Handschriften - und Klöster sichern regional die Versorgung von Kranken und Armen ab; sie stellen eine erste Entwicklungsstufe der Sozialfürsorge dar.

Das Heilige Römische Reich entsteht

Wenn auch Latein als Kirchensprache dominiert, ermöglicht und fördert dieser kulturelle Boden die Entstehung des Althochdeutschen und bahnt den Weg zum Mittelhochdeutschen.

Unter seinen Enkeln wird das von Karl dem Großen geschaffene Reich aufgeteilt: das Westfrankenreich wird zu einer wichtigen Grundlage des späteren Frankreich; aus dem Ostfrankenreich entwickelt sich der politische Kern des späteren Heiligen Römischen Reiches, als dessen Ausgangspunkt in der Regel die Kaiserkrönung Ottos I. am 2. Februar 962 gilt. Er sieht sich mit seinem Kaisertum in der Nachfolge des antiken römischen Kaisertums.

Urkundlich belegt ist die Bezeichnung "Sacrum Romanum Imperium", also "Heiliges Römisches Reich" erstmalig 1184. Mit dieser Bezeichnung wird zum einen, wie bereits angespochen, bewusst Bezug genommen auf das einstmals so blühende antike Römische Reich und zugleich mit ihr die Heiligkeit des Christentums verknüpft; Kaiser und Kirche sollen Verantwortung für die Ordnung der Christenheit tragen.

Bemerkenswert ist, dass im 11. Jahrhundert das Ostfrankenreich auch als "regnum teutonicum" bezeichnet wurde. Die Teutonen waren ein germanischer Stamm und so mag es gekommen sein, dass "teutonicus" - die Römer bezeichneten gern auch das Land der Germanen als "Teutonia" - zu einer Bezeichnung wurde, mit der man sich auf das Deutsche bezog; zum Teil geschah das auch abwertend, wenn vom "furor teutonicus" gesprochen wurde, also von teutonischer Raserei, die die Römer gern den germanischen Stämmen, bevorzugt den Teutonen, die den Römern empfindliche Niederlagen zufügten, attestierten. Als "Regnum Teutonicum" wurde im 11. Jahrhundert auch ein Teil des Heiligen Römischen Reiches bezeichnet, eines Reiches, dessen Grenzen sich im Laufe der Jahrhunderte erheblich veränderten. Zu einem Nationalstaat im modernen Sinne entwickelte es sich jedoch nie, sondern blieb ein monarchisch geführter Verbund von zahlreichen Herrschaftsgebieten, die ab dem 16. Jahrhundert zunehmend auf Souveränität pochten. Letztendlich führte deshalb auch diese Struktur zu seinem Verfall, den Napoleon 1806 endgültig besiegelte.
Bleibt noch anzumerken, dass innerhalb der Grenzen des Reiches in der Frühen Neuzeit, also ab Mitte 13. bis Ende 15. Jahrhundert, zwölf verschiedene Sprachen gesprochen wurden, darunter Dänisch, Tschechisch, Slowenisch, Italienisch, Jiddisch, Französisch und Niederländisch. Am verbreitetsten war das Deutsche, das auch außerhalb des Reiches bis nach Südosteuropa hin zu finden war. Der Zusatz "Nationis Germanicæ" - also "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation" findet sich im Übrigen erst - und dann mehrfach - um 1500 und auch hier gilt, dass die Bezeichnung "Nation" nicht im heutigen Sinne verstanden werden darf.

Wo finden wir die wahren Ursachen geschichtlicher Entwicklung?

Das also ist der historische Kontext in Bezug auf Walthers engagiertes Auftreten gegenüber zwei Päpsten; seine Kritik richtete sich vor allem gegen die Vorstellung, der Papst könne über den deutschen König verfügen und weltliche Herrschaft nach eigenem Ermessen bestätigen oder entziehen.

Der Kontext macht zugleich deutlich, wie vielschichtig die geschichtliche Entwicklung ist, in deren Rahmen sich das Mittelhochdeutsche in einem Zeitraum zwischen 1050 und 1350 als gesprochene und geschriebene Sprache etablierte, bevor es in das Frühneuhochdeutsche überging.

Natürlich stellt sich die Frage: Ist solch eine geschichtliche Entwicklung eher zufällig? Hätte sie auch ganz anders verlaufen können? Und warum verändert sich Sprache?

Wir können diese Frage auch in Bezug auf das Leben von Menschen stellen, auch in Bezug auf unser eigenes. War es Zufall, dass wir bestimmte Leute in unserem Leben trafen? Inwieweit haben wir selbst unser Schicksal bestimmt? War es Zufall, dass ich, als ich meinem Chef mitteilen wollte, eine andere Laufbahn einschlagen zu wollen, er nicht im Haus war, ich dann abließ von meinem Vorhaben und mein Weg ganz anders verlief? Welche Menschen hätte ich wohl in meinem Leben getroffen, wenn ich nicht in der Schule eine Ehrenrunde gedreht hätte? Hätte der römische Senator und Feldherr Varus nicht im Teutoburger Wald die Germanen eigentlich vernichtend schlagen müssen, stattdessen verloren 20 000 Römer ihr Leben. Und musste er sich noch auf dem Schlachtfeld das Leben nehmen? Warum zog Donald Trump gegen den Iran zu Felde, blamierte sich und seine Nation und löste weltweit große Turbulenzen aus? Glaubt jemand, dass solch ein Mensch frei ist oder ist er nicht in Wirklichkeit in den Händen von Kräften, in Bezug auf die es gut wäre, wenn mehr Menschen ein Bewusstsein für sie herstellen? Können wir nicht erst wirklich dann von Freiheit sprechen, wenn wir bewusst mit dem Maschinenraum Kontakt aufnehmen, von dem ich gleich spreche?

Warum haben manche Menschen einen Wortschatz von wenigen tausend Wörtern und verwenden im Alltag noch erheblich weniger, wohingegen der Wortschatz eines Goethe 91 000 Wörter betrug? Ist es nicht so, dass social media den Wortschatz und damit das Bewusstsein der ganzen Menschheit erheblich zu reduzieren droht und anfällig macht für Manipulationen, woher sie auch immer kommen? Sollten nicht Menschen wieder dazu übergehen, sich mehr von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten und damit auch ihren Wortschatz zu erweitern, der ihr Bewusstsein mitbestimmt?

Über die Bedeutung kosmischer Räume

Was wir geschichtlich erleben und wahrnehmen, ist den Schiffsschrauben vergleichbar, die sich unter dem Heck eines Schiffes regelmäßig drehen, aber auch blockiert sein können. Was sie antreibt, befindet sich im Maschinenraum, in den nur wenige Einblick haben.

Das ist die Ebene, die wir als Jenseits bezeichnen. Menschen nehmen die Drehungen des Lebens wahr und viele geben sich damit als Erklärung für das, was auf der Erde geschieht, zufrieden. Die Zahl derer aber nimmt zu, die die Ursachen der Drehungen erforschen wollen oder jene ernster nehmen, die darum wissen. Sie ahnen, vermuten oder wissen, dass wir mit einem Ziel und mit einem Plan auf die Erde kommen und dass wir beispielsweise wiederholt auf Menschen treffen, von denen wir im Grunde wissen, dass wir sie treffen mussten. Oft sind es Menschen, bei denen wir schon bei der ersten Begegnung das Gefühl absoluter Vertrautheit haben. Dass dies auch für Menschen gilt, mit denen wir in großen Streit geraten, sehen viele noch nicht.

All dies trifft auch auf die Existenz und den Umgang der Völker untereinander zu. So seltsam es klingen mag: auch sie haben ein Ziel und einen Plan, der, wie bei vielen Menschen, nicht zur Verwirklichung kommt, bei manchen dagegen schon. Das Volk der Griechen beispielsweise hat wie eine wunderschöne Orchidee geblüht und der Menschheit ganz viel Wertvolles hinterlassen.

Und gerade die Mythen dieses Volkes vermitteln uns, wie sehr göttlich kosmische Ebenen in Gestalt eines Kronos, eines Zeus oder einer Athene Einfluss nahmen und nehmen auf irdisches Geschehen. Natürlich werden weiterhin viele Menschen diese Mythen für blühende Phantasie halten. Sie werden auch nicht erkennen, wie sehr sie dem ägyptischen Horus verwandt sind und wie sehr verbunden mit der großen Isis und Osiris.

Trotz einer wirklich guten geistigen Ausgangslage zu ihrer Gründungszeit versumpfen dagegen die USA im Materialismus und wir werden Zeugen ihres Niedergangs. Ohne dass es ihm bewusst ist, ist Donald Trump derjenige, der die Struktur der derzeitigen USA zerstört, ja die Struktur der Erde so aufmischt, dass sie sich neu ordnen muss und wird. Ob die USA sich von ihm und dem, was er noch anrichten wird, erholen kann, wird die Geschichte zeigen.

Ist es nicht seltsam, aus welch einer fast wirren und äußerst bewegten Vergangenheit sich unser heutiges Deutschland entwickelt hat? Wenn wir an "Germania magna" denken und die Existenz des heutigen Deutschlands sehen: Glauben wir an jenen "Maschinenraum" (der ja aus alles anderem als aus Maschinen besteht) und Kräfte, die sich darum bemühten, dass es dieses Deutschland von heute gibt? Dass sich Menschen mit einem bestimmten Bewusstsein in diesem Land versammelt haben, die doch - ohne das zu bewerten - anders sind als Franzosen, Türken oder Iren?

Hat Deutschland im Rahmen der Völkergemeinschaft eine bestimmte Aufgabe, so wie alle anderen Völker auch? Ist es womöglich kein Zufall, dass es zwischen dem Westen und dem Osten liegt und sollte es womöglich sich keiner Seite zuneigen, gegebenenfalls mutig beide Seite auf Distanz halten und, wenn sich die Möglichkeit bietet, zwischen beiden Polen vermitteln, sie gegebenenfalls auf bestimmte Weise miteinander verbinden? Könnte es sein, dass ihm die Aufgabe zukommt, der polaren Struktur des Seins, die sehr oft Unheil stiften kann, auf jene Weise entgegenzuwirken, wie wir wir es in diesem gewaltigen Bild, das uns auf Golgatha entgegentritt, vor uns sehen können?

Einer der gekreuzigten Verbrecher war offen für die Mitte, für Christus, der andere verspottete sie. Entscheidet nicht jede Seite, jedes Volk, jeder Mensch, ob er mit der Mitte aufersteht zu einem neuen Bewusstsein?

Sind wir womöglich in unserer Zeit gerade wieder in einer solchen Phase, in der das geschieht?

Ich persönlich glaube, dass das der Fall ist und dass viele Menschen, gerade in Deutschland, momentan bewusstseinsmäßig erwachen, auch wenn es für viele noch nicht den Anschein hat. Jeder Geburt, auch der Geburt eines neuen Bewusstseins, gehen Wehen voraus.

Welche Kräfte wirken im kosmischen "Maschinenraum" des Seins? Gibt es tatsächlich, wie wir der Bibel entnehmen können, Engelwesen, die Völker führen - soweit sie sich führen lassen, weil die Mehrheit ihrer Menschen offen ist für deren Hinweise?

Der Geist unseres Volkes stand im Focus nicht weniger deutscher Denker

Aus der Geschichte und von Menschen wie Walther von der Vogelweide können wir viel lernen.

In einem der 18 Sprüche des Unmutstons lässt er keinen Zweifel daran, was er von Papst Innozenz III. hält, wenn er ihn sagen lässt:

Ahî, wie kristenlîche nû der bâbest lachet,
swenne er sînen Walhen seit ‚ich hânz alsô gemachet‘!
Daz er dâ seit, des solt er niemer hân gedâht).
Er giht ‚ich hân zwêne Allamân undr eine krône brâht,
daz si daz rîche suln stœren und wasten.
Ie dar under fülle ich die kasten:
ich hân si an mînen stoc gemenet, ir guot ist allez mîn:
ir tiuschez silber vert in mînen welschen schrîn.
Ir pfaffen, ezzet hüener unde trinket wîn,
unde lât die tiutschen <....> vasten.‘
Ahi, wie christlich jetzt der Papst lacht,
wenn er seinen Italienern sagt, ‚Gut habe ich es gemacht‘!
(Das was er da sagt, das hätte er nie denken sollen).
Er sagt ‚Ich habe zwei Alemanni unter eine Krone gebracht,
damit sie das Reich zerstören und verwüsten.
Inzwischen fülle ich die Kasten:
ich habe sie an meinen Opferstock getrieben, ihr Gut gehört alles mir;
ihr deutsches Silber fährt in meinen welschen Schrein.
Ihr Pfaffen, esst Hühner und trinkt Wein,
und lasst die deutschen <Laien ...> fasten.‘

Mit welchem Bewusstsein und Selbstbewusstsein zeigt Walther doch auf, welche Motive sich hinter dem päpstlichen Einflussnehmenwollen verbergen. Es geht um Zerstörung, Verwüstung und Bereicherung auf Kosten der Armen, auf Kosten des einfachen Volkes. Dabei war Walther nicht gegen die Kirche eingestellt, doch prangerte er das Treiben von Papst Innozenz und auch dessen Nachfolger Gregor IX. an.

Es ist bemerkenswert, dass in der Blütezeit des Deutschen, der Zeit der Weimarer Klassik und des Deutschen Idealismus, gerade von deren Philosophen, sei es Fichte, Hegel oder Schelling, immer wieder auch das Volk und der Geist des deutschen Volkes im Mittelpunkt stehen, man denke nur an Fichtes "Reden an die deutsche Nation", die ja zu seiner Zeit in unserem heutigem Sinne noch keine Nation war. Wie sehr liegt ihm Deutschland spürbar am Herzen; der Bedeutung der Vaterlandsliebe widmet er eine eigene Rede, die achte. Intensiv setzt er sich mit der Bedeutung der deutschen Sprache auseinander, die für ihn die sedimentierten Erfahrungen unseres Volkes bereithält und wer in diese Sprache hineinwächst, wird seiner Ansicht nach durch sie geprägt. 
Mir kommen, indem ich dies schreibe, Worte einer Pavlina Klemm in den Sinn, die in zahlreichen Büchern, die zum Teil Spiegel-Bestseller sind, die Botschaften der Plejader übermittelt, Worte, die mich ungeheuer beeindruckt haben: 
Die deutsche Sprache ist wirklich heilig. Die Sprache ist tatsächlich an die kosmische Christus-Energie angebunden und wenn die deutschen Menschen sprechen, dann können sie durch ihre Worte tatsächlich heilen.
Ich bin gegenüber medialen Botschaften grundsätzlich skeptisch, weil ich auf diesem Gebiet auf zu viel Hokuspokus gestoßen bin; Pavlina Klemm finde ich allerdings absolut authentisch. Manchem mag ihre Aussage dennoch zu gewagt sein. Im Grunde aber setzt sie mit ihren Worten fort, was ein Meister Eckart, ein Jakob Böhme, ein Paracelsus, Herder, Fichte, Hegel, Schelling, Novalis, Schiller in seinen ´Ästhetischen Schriften´ oder ein Goethe mit seinem "Faust" oder mit seinem "Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie" auf den Weg gebracht haben. Auch einen Rudolf Steiner sehe ich in dieser Linie, wenn auch einiges, was er schrieb, überholt ist, u.a. sein Karmaverständnis, das für mehr und mehr Menschen nicht mehr gilt; leider verstellt der Dogmatismus zu vieler Anthroposophen den Zugang nicht weniger Menschen u.a. zu seinem wertvollen Christusverständnis.
 
Vielleicht leben wir in einer Zeit - ich für mich bin sicher, dass es so ist -, in der der Samen der vergangenen Zeit aufgeht. Für mich ist eine innere Bewegung im deutschen Volk spürbar und es ist es auch kein Zufall, dass, worüber ich noch schreiben werde, die deutschen Nationalfarben einen tiefen spirituellen Hintergrund haben, dem leider noch keine Beachtung zuteil wurde.
Ich erinnere noch einmal an die Worte eines Albert Schweitzer:
Finden sich Menschen, die sich gegen den Geist der Gedankenlosigkeit auflehnen und als Persönlichkeit lauter und tief genug sind, dass die Ideale ethischen Fortschritts als Kraft von ihnen ausgehen können, so hebt ein Wirken des Geistes an, das vermögend ist, eine neue Gesinnung in der Menschheit hervorzubringen.
Diese neue Gesinnung bricht aus meiner Sicht im deutschen Volk sich Bahn und das hat nichts mit einem falsch verstandenen Nationalismus zu tun, sondern mit der spezifischen Aufgabe Deutschlands und dem Wirken seines Völkerengels, das dazu beiträgt, dass die Menschen hierzulande ihr Marionetten-Dasein überwinden, welches sie an falsche Kräfte koppelte, und sie stattdessen zu einem Bewusstsein wahrer Freiheit gelangen lässt. Die derzeitige politische Kaste wird dann ausgedient haben, hierarchische Systeme werden zerbröseln und die Deutschen, die sich beteiligen, werden - entsprechend ihrem Namen - bewusst ein >Volk< sein, das einen gemeinsamen Kreis bildet und sich die Hände reicht. Nicht alle werden sich beteiligen, aber die, welche sich beteiligen, werden aufgrund ihrer geistigen Kraft die Möglichkeit haben, in wahrem Frieden zu leben.

Für all das bedarf es so mutiger Menschen wie Walther von der Vogelweide einer war, der ja nicht nur auf politischem Feld Einsatz zeigte, sondern in seinem Minnesang der sogenannten "ebenen Minne" eine Lanze brach, also, was für die damalige Zeit, in der die sogenannte ´hohe Minne´ in Etiketten erstarrt war, sehr ungewöhnlich war, sich dafür einsetzte, dass in der Liebe keine Standesschranken gelten.
Deutlich spricht er in der 2. Strophe von "Herzeliebez frouwelîn" an, worum es geht: 
Sie verwîzent mir daz ich
ze nidere wende mînen sanc. 
Daz si niht versinnent sich,
waz liebe sî, des haben undanc!
Sie getraf diu liebe nie –
die nâch dem guote und
nâch der schoene minnent;
wê wie minnent die?
Die Leute halten es mir vor, / du wärst meinem Gesang ein zu geringes Ziel. / Dass sie einfach nicht begreifen, / was Liebe ist, dafür sei ihnen Undank ! / Liebe hat sie nie ergriffen – / die um des Reichtums und / der Schönheit willen lieben, / o weh, wie lieben die!
Walther geht es nicht um adeliges Gehabe oder äußere Schönheit, wenn er auch, wie andere Lieder zeigen, ihr keineswegs abgeneigt ist. In einem seiner schönsten - "Unter den Linden" (Link) - zeigt sich das, und noch viel mehr.

Es ist kein Zufall, dass in Wolframs "Parzival" und in den Gedichten Walthers Sexualität eine so bedeutende Rolle spielt - der totkranke Gralskönig Anfortas ist an der Scham verletzt. Ihr kommt im Zusammenhang mit wahrer Liebe, deren Bewusstsein sich Menschen unserer Zeit noch erarbeiten, eine neue Bedeutung zu, vor der zur Zeit doch noch viele zurückscheuen. Zu sehr ist Sexualität auf ganz niederen Ebenen gefangen.

Bemerkenswerterweise aber haben unsere Nationalfarben aus spiritueller Sicht einen engen Bezug zu einer heiligen Sexualität. 

Zunächst gilt es, sich dessen bewusst zu sein bzw. zu werden, dass "deutsch" zu sein, eine ganz besondere Bedeutung hat, nämlich, bewusst einem Volk anzugehören, das mit seiner großen Vergangenheit eine hohe Verantwortung trägt und nun darangeht, in die Tat umzusetzen, was unsere Vorfahren geistig vorbereitet haben.

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