Seiten

Posts mit dem Label Krishnamurti werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krishnamurti werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 25. September 2009

Krishnamurti: Das Denken kann die Wahrheit nie berühren! Die Wahrheit ist das Ganze.


Alle Dinge, die das Denken aufgebaut hat, sind Realität. Doch das Denken hat nicht den Berg oder den Baum gemacht, und auch sie sind Realität. All die Götter, all die Rituale, all der Unfug, der durch das Denken in der Welt angerichtet wird, ist Realität - Krieg ist eine Realität, Menschen zu töten ist eine Realität, die Gewalt, die Brutalität, die Gefühllosigkeit, die Zerstörung sind Realitäten, die vom Denken gemacht, vom Denken aufgebaut wurden.



Die Berge, die Bäume, die Flüsse, die Schönheit des Himmels sind Realitäten, doch sind sie nicht vom Denken gemacht worden.


Das Denken kann die Wahrheit nie berühren (...)

Was ist das "Ich", die Eitelkeit, die Arroganz, das Verlangen, etwas zu erreichen, erfolgreich zu werden, woran man sich so erfolgreich klammert? Was ist sein Wesen? Wie ist es zustande gekommen?
Denn solange es existiert, kann das andere nicht sein.

Solange ich egoistisch bin, solange dieser psychische Mittelpunkt existiert, kann unmöglich die Wahrheit existieren,
denn die Wahrheit ist das Ganze.

Krishnamurti: "Vollkommene Freiheit". Frankfurt/Main, 5. Auflage 2006, S. 454f
Mehr zu Krishnamurti: hier

Samstag, 28. Juni 2008

Krishnamurti: Liebe ist jenseits von Denken und Zeit.


Liebe hat kein Gestern und kein Morgen.
Sie ist jenseits der Unruhe des Den­kens.

Nur der unschuldige Geist weiß, was Liebe ist, und der unschuldige Geist kann in der Welt leben, die nicht unschuldig ist.

Dieses Außerordentliche zu finden, das der Mensch endlos gesucht hat durch Opfer, durch Anbetung, durch Beziehungen, durch Sex, durch jede Form von Lust und Schmerz, ist nur mög­lich, wenn das Denken sich selbst versteht und ganz natürlich zu Ende geht.

Dann hat die Liebe kein Gegenteil,
dann kennt die Liebe keinen Konflikt.

Vielleicht fragen Sie: »Wenn ich eine solche Liebe finde, was geschieht dann mit meiner Frau, meinen Kindern, meiner Familie? Sie brauchen Sicherheit.«

Wenn Sie eine solche Frage stellen, dann haben Sie nie den Bereich des Denkens, den Bereich des Bewusstseins überschritten. Wenn Sie einmal diesen Bereich überschritten haben, dann werden Sie niemals eine solche Frage stellen, denn dann werden Sie wissen, was Liebe ist, in der es kein Denken und deshalb keine Zeit gibt.
Sie können das fasziniert und begeistert lesen, doch tatsächlich über das Denken und die Zeit hinauszugehen - was heißt, über das Leid hinauszugehen -, das bedeutet, gewahr zu werden, dass es eine andere Dimension gibt, die man Liebe nennt.

Aber wenn Sie nicht wissen, wie Sie zu dieser außerordentli­chen Quelle gelangen sollen, was können Sie dann tun?
Wenn Sie nicht wissen, was Sie tun sollen, dann tun Sie gar nichts, nicht wahr?

Absolut nichts.

Dann sind Sie innerlich vollkommen still.

Verstehen Sie, was das bedeutet?

Es bedeutet, dass Sie nichts suchen, nichts wünschen, nichts erstreben; es gibt keinerlei Mit­telpunkt.
Dann ist die Liebe da.

Donnerstag, 6. März 2008

Krishnamurti: Bedingungen ganzheitlicher Entwicklung


Uns geht es um die ganzheitliche Entwicklung jedes Men­schen, darum, ihm zu helfen, seine eigenen höchsten und voll­sten Fähigkeiten zu verwirklichen - nicht irgendeine eingebil­dete Fähigkeit, die der Erzieher als ein Konzept oder Ideal vor Augen hat. Jeder Geist des Vergleichens verhindert dieses volle Aufblühen des Individuums, sei er nun Wissenschaftler oder Gärtner. Wenn es keinen Vergleich gibt, dann steht die höchste Befähigung des Gärtners auf der gleichen Stufe wie die höchste Befähigung des Wissenschaftlers: aber wenn der Vergleich hin­einkommt, dann kommt es zu den Herabsetzungen und neidi­schen Reaktionen, die zu Konflikten zwischen den Menschen führen. Wie das Leid, so ist auch die Liebe nicht vergleichend; sie kann nicht mit der größeren oder der geringeren verglichen werden. Leid ist Leid und Liebe ist Liebe, bei den Reichen wie bei den Armen.
aus Jiddu Krishnamurti, Vollkommene Freiheit.