Sie können helfen, dass es in uns Pfingsten wird; sie raten, unser Urteil über uns selbst fallen zu lassen, damit auch über unsere Mitmenschen und das Leben ... Voraussetzungen für ein Pfingsten in uns:
GELIEBTE BRÜDER UND SCHWESTERN,
ich sehe wohl, dass der Tanz, in dem Ihr Euch befindet, an Fahrt aufnimmt. Manchen von Euch wird es zuweilen schwindelig bei den sich zunehmend intensiveren Energien, die Euch erreichen.
Diese Energien kommen sowohl von Eurer Sonne, als auch aus dem Kosmos. Viele Sternenvölker schauen auf Euch mit unterschiedlichen Interessen. Viele sind sehr liebevoll und unterstützend für Eure Menschheit. Aber nicht alle schauen wohlwollend und freundlich auf Euch.
Im Kosmos ist es ähnlich wie auf der Erde. Auch dort gibt es Licht und Schatten unter den Sternenvölkern, wie oben, so unten. Dies ist allgemein gültig.
Liebe Menschen, aber es gibt eines, was Ihr tun könnt in diesem wirbelnden Tanz des Aufstiegsprozesses der Erde und der Menschheit:
Verlasst die alten Strukturen Eures Egos, die Euch noch gefangen halten. Erhebt Euer Ego durch die Kraft der göttlichen, bedingungslosen Liebe in die Heiligkeit.
Dies bedeutet, mit der Kraft Eures Herzens und Eurer tiefen Liebe auf Eure alten Egostrukturen zu schauen und sie somit zu erlösen und damit zu erheben.
Euer Erfolg wird sich daran messen, in welchem Maße Ihr Euer Urteil über Euch selbst fallen lasst und damit auch Euer Urteil über Eure Mitmenschen und das Leben. Denkt daran, dass es einen Weg gibt zur wahren, vollkommenen Heilung:
Die Erlösung Eures Schattens ( Schmerzkörpers, Anm. von Silvia) durch die bedingungslose Liebe.
Ihr kennt den Satz in Eurer Bibel: Niemand kommt zum Vater, denn durch mich!
Durch die Schreiber ist der Sinn dieses Satzes verfälscht worden, denn mit „Vater“ ist die göttliche Allmacht, der große Geist der Schöpfung gemeint, der sowohl männliche, als auch
weibliche umfasst. Damals galten allerdings nur Männer etwas, und Männer haben die Texte verfasst.
Mit diesem Satz ist Folgendes gemeint:
Kein Mensch, der einmal das Rad der Inkarnationen begonnen hat, kann in die Allmacht der Schöpfung, in die Einheit zurückkehren, wenn er nicht den Weg über das kosmische und göttliche Bewusstsein gegangen ist und damit seine Schattenanteile erlöst hat. Mein geliebter Jeshua verkörperte auf der Erde dieses göttliche Bewusstsein, das viele Menschen Christusbewusstsein nennen, und er hat dies damit gemeint.
Gesegnet sei die Heilung der Menschheit, ihrer weiblichen und männlichen Anteile mit ihren Schatten, damit Gaya gemeinsam mit ihr in den Aufstieg geht.
In Liebe
Maria Magdalena
Maria Magdalena, empfangen durch Silvia Szödy
Politik und Gesellschaft, Idee und Wirklichkeit, Ethik und Religion, Spiritualität und Mythologie, Literatur und Kunst: Das sind die Felder, die mich immer wieder zu Beiträgen bewegen.
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Samstag, 27. Mai 2023
Montag, 1. Juni 2020
"I cant’t breathe". - PFINGSTEN in den USA
Tausendfach wurde in den vergangenen Tagen "I cant’t breathe" ("Ich kann nicht atmen"), Floyds Worte kurz vor seinem Tod, an Hauswände gesprüht, tausendfach auf Plakate gemalt . . .
Der Mord an George Floyd geschah, symbolbeladen, am Memorial Day, Amerikas Nationaltrauertag, und es war der eine Vorfall, der eine Tod zu viel. Im New Yorker Central Park war, kurz zuvor an eben jenem Montag, der Schwarze Christian Cooper beim Beobachten von Vögeln ("Birdwatching") auf Amy Cooper gestoßen, die ihren Hund nicht anleinte und auf seine Bitten mit dem Griff zum Telefon antwortete: Sie werde den Polizisten "sagen, dass ein afroamerikanischer Mann mein Leben bedroht".
Bereits am 25. Februar war in Brunswick, Georgia, der unbewaffnete schwarze Jogger Ahmaud Arbery von den beiden Weißen Gregory McMichael und Travis McMichael, Vater und Sohn, erschossen worden; die Ermittlungen waren eingestellt worden, da Gregory McMichael ehemaliger Polizist war. Und am 13. März 2020 war die gleichfalls unbewaffnete Breonna Taylor, Rettungssanitäterin, in ihrer eigenen Wohnung in Louisville, Kentucky, von drei Polizisten erschossen worden; die Cops hatten im Drogeneinsatz Adressen verwechselt.
Schwarze US-Bürger verdienen weniger und sind schlechter versichert als weiße Amerikaner. Ihre Lebenserwartung ist geringer. Sie gehen auf schlechtere Schulen, sowieso auf schlechtere Universitäten. Sie werden häufiger und länger inhaftiert, öfter hingerichtet. Und wenn dann ein Präsident wie Trump alle Reformen des ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama rückgängig macht, sowieso alle Sozialreformen, wenn anschließend Covid-19 in brutaler Präzision die sozialen Schwachstellen der Gesellschaft findet, dann sterben natürlich auch in dieser Krise wieder überproportional viele Schwarze . . .
....................................................................................................................(aus ZEITONLINE)
Samstag, 30. Mai 2020
"Schaut auf! Nehmt wahr! // Er ist's, er ist's; die Flamme zuckt" - Annette von Droste-Hülshoffs "Am Pfingstsonntage".
Annette von Droste-Hülshoffs Gedichtzyklus über das „Geistliche Jahr in Liedern“ umfasst in seiner Entstehung einen Zeitraum von etwas über zwanzig Jahren. Sein Beginn steht im Zusammenhang mit jener unsäglichen, fast entehrend zu nennenden Erfahrung Annettes mit zwei Männern, zu denen beiden sie sich hingezogen fühlte und die diesen Tatbestand schamlos ausnutzten, indem sie sie kompromittierend auflaufen ließen und sie zum Gesprächsobjekt, ja Gespött verwandtschaftlichen Geredes machten.
19 Jahre später bringt sie den Zyklus zu Ende und wir begegnen einer seeFrau, die in dieser abschließenden Phase unter anderem ein Gedicht zu Pfingsten schreibt, das nicht mein Pfingsten wiederspiegelt, das mir aber in ihrer Sicht sehr nahe geht:
Das Gedicht zeigt uns eine Meisterin der deutschen Sprache.
Warum es uns nicht unberührt lassen kann, erschließt sich allein schon aufgrund seiner formalen Struktur: Es alternieren regelmäßig vier- und fünfhebige jambische Verse. Nur der letzte jeder Strophe, der siebte, ist jeweils zweihebig und diese sechs letzten Zeilen lesen sich, als ob Inhaltliches der vorausgehenden Strophe noch einmal erfasst und auf den Punkt gebracht sein wollte.
Gerade der letzte Vers ist hier so nachdrücklich durch seine W-Alliteration und keine Frage, das Auge steht hier, pars pro toto, für die Seele.
Dieser letzte Vier-Wort-Satz steht förmlich unverrückbar in der Luft.
Da ist keine Pfingstfreude und es ist wahrlich keine Stimmung, wie wir sie der Apostelgeschichte entnehmen.
Wir erinnern uns: Noch anlässlich der Kreuzigung hatte zwar die Besatzungsmacht, Jesu Ankündigung, dass er in drei Tagen wieder auferstehen werde, ernst genommen und Vorsorge getroffen, nicht aber die Jünger. Die saßen verschreckt beisammen und trauten sich nicht aus dem Haus. Wären nicht Frauen so mutig gewesen - in einem der Evangelien ist es alleinMaria Magdalena (für mich eine der schönsten Szenen der Bibel, als sie dem "Gärtner" begegnet) - dann hätte der Auferstandene gar niemanden vorgefunden.
Die Zwölf - Matthias war für Judas hinzugekommen - harrten diesmal zuversichtlich. Jesus hatte den Tröster angekündigt, den Heiligen Geist; sie hatten gelernt zu glauben. Glauben hängt mit Vertrauen zusammen.
Von diesem Glauben wird Annette von Droste-Hülshoff, wie wir oben lesen konnten, sagen: "Ich hab ihn nicht."
Diese Ehrlichkeit ist es, die mich so überzeugt. Sie ist Voraussetzung für Weiterentwicklung. Wer sich gerade im spirituellen Bereich das Geringste vormacht, kann nicht zur Wahrheit vordringen, die eine Vorstufe der Freiheit ist, wie sie auf der Erde als wirkliche Freiheit kaum jemand kennt. Obwohl doch so viele ständig über Freiheit reden.
Auch über Liebe.
Ich hoffe, die meisten Menschen wissen über die wahre mehr als ich.
Georg Trakl, der mir mit seinem Ringen um ein inneres Christentum, das in der Literatur viel zu wenig wahrgenommen wurde und wird, so nahegeht, schrieb ein Gedicht De profundis. Aus der Tiefe. Aus der Tiefe rufe, nein schreie ich, Herr, zu Dir, so der Psalmist, so Trakl, so Annette von Droste Hülshoff, deren Schreien ein Weinen ist:
Nur so ist es möglich, dass der Mensch der luziferischen Umklammerung, die im Allgemeinen Tod genannt und so auch empfunden wird, entkommt.
Noch hat sich das Bewusstsein nicht durchgesetzt, dass die Lehre Jesus, wie wir sie beispielsweise in der Bergpredigt und ihren Seligpreisungen finden, aller Ehren wert, aber nicht das Entscheidende ist, weil wir im Grunde deren geistige Essenz auch im Achtfachen Pfad des Buddhismus finden
Noch hat sich jedoch ebenfalls nicht durchgesetzt, dass es, so sehr ich das Dhammapada und den Achtfachen Pfad schätze, nicht Ziel sein kann, aus dem Rad der Wiedergeburten dringendst ausscheiden zu wollen und den Durst nach Leben im Fleisch des physischen Körpers überwinden zu wollen - Hauptanliegen buddhistischer Religiosität -, weil es zu erkennen gilt, dass unsere physisch-materielle Existenz Voraussetzung einer Entwicklung ist, gipfelnd in Pfingsten, die nur so - im Rahmen einer physischen Existenz - und vermutlich nicht anders möglich ist (sieht man einmal davon ab, dass die Menschheit wohl tiefer in die Materie abzusteigen scheint als notwendig).
Ein Bewusstsein der Bedeutung von Kreuzigung, Ostern und Pfingsten ist Voraussetzung, um über dieses Stadium hinauszukommen, in dem ein Rilke, Christus verschmähend, steckenblieb, ein Trakl aufgrund seiner Süchte und schwesterlich-karmischen Belastung, ein Nietzsche in falscher Selbstüberschätzung, ein Karl May, so tief religiös ja theosophisch orientiert er nach seiner Orient-Reise auch war, und auch eine Annette von Droste-Hülshoff, die vielleicht schon die Früchte dieser Inkarnation in dieser Zeit einholt.
Ich schreibe "steckenbleiben". Ich verwende dieses Wort, um ansprechen zu können, dass es das nur ausgesprochen vordergründig ist, wissen wir doch nicht, dass jede der Inkarnationen der oben Genannten Vorbereitung sein kann für einen entscheidenden Durchbruch in einer nächsten.
Ich wünsche mir jedenfalls, dass sie möglicht in ihrer nächsten Inkarnation schon bewusst wahrnehmen können, warum noch in der Jordan-Taufe von Jesus, wie wir dem Johannes-Evangelium entnehmen können, der Geist vom Himmel herabfährt als eine Taube. Und warum es zu Pfingsten nicht mehr eine Taube ist, sondern der Geist als Zungen, als Geistesflammen niederkommt, nicht mehr für Einen, sondern für Zwölf - und in Zukunft, wenn es nach jenem Einen geht, für unbegrenzt viele.
Vielleicht auch für uns.
Es kann kaum etwas Erfreulicheres geben, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, dass es so sein kann.
19 Jahre später bringt sie den Zyklus zu Ende und wir begegnen einer seeFrau, die in dieser abschließenden Phase unter anderem ein Gedicht zu Pfingsten schreibt, das nicht mein Pfingsten wiederspiegelt, das mir aber in ihrer Sicht sehr nahe geht:
Still war der Tag, die Sonne stand
So klar an unbefleckten Domeshallen;
Die Luft, von Orientes Brand
Wie ausgedörrt, ließ matt die Flügel fallen.
Ein Häuflein sieh, so Mann als Greis,
Auch Frauen knieend; keine Worte hallen,
Sie beten leis!
Wo bleibt der Tröster, treuer Hort,
Den scheidend doch verheißen du den Deinen?
Nicht zagen sie, fest steht dein Wort,
Doch bang und trübe muß die Zeit uns scheinen.
Die Stunde schleicht; schon vierzig Tag
Und Nächte harrten wir in stillem Weinen
Und sahn dir nach.
Wo bleibt er nur, wo? Stund' an Stund',
Minute will sich reihen an Minuten.
Wo bleibt er denn? Und schweigt der Mund,
Die Seele spricht es unter leisem Bluten.
Der Wirbel stäubt, der Tiger ächzt
Und wälzt sich keuchend durch die sand'gen Fluten,
Die Schlange lechzt.
Da, horch, ein Säuseln hebt sich leicht!
Es schwillt und schwillt und steigt zu Sturmes Rauschen.
Die Gräser stehen ungebeugt;
Die Palme starr und staunend scheint zu lauschen.
Was zittert durch die fromme Schar,
Was läßt sie bang' und glühe Blicke tauschen?
Schaut auf! Nehmt wahr!
Er ist's, er ist's; die Flamme zuckt
Ob jedem Haupt; welch wunderbares Kreisen,
Was durch die Adern quillt und ruckt!
Die Zukunft bricht; es öffnen sich die Schleusen,
Und unaufhaltsam strömt das Wort
Bald Heroldsruf und bald im flehend leisen
Geflüster fort.
O Licht, o Tröster, bist du, ach,
Nur jener Zeit, nur jener Schar verkündet?
Nicht uns, nicht überall, wo wach
Und Trostes bar sich eine Seele findet?
Ich schmachte in der schwülen Nacht;
O leuchte, eh' das Auge ganz erblindet!
Es weint und wacht.
Das Gedicht zeigt uns eine Meisterin der deutschen Sprache.
Warum es uns nicht unberührt lassen kann, erschließt sich allein schon aufgrund seiner formalen Struktur: Es alternieren regelmäßig vier- und fünfhebige jambische Verse. Nur der letzte jeder Strophe, der siebte, ist jeweils zweihebig und diese sechs letzten Zeilen lesen sich, als ob Inhaltliches der vorausgehenden Strophe noch einmal erfasst und auf den Punkt gebracht sein wollte.
Gerade der letzte Vers ist hier so nachdrücklich durch seine W-Alliteration und keine Frage, das Auge steht hier, pars pro toto, für die Seele.
Dieser letzte Vier-Wort-Satz steht förmlich unverrückbar in der Luft.
Da ist keine Pfingstfreude und es ist wahrlich keine Stimmung, wie wir sie der Apostelgeschichte entnehmen.
Wir erinnern uns: Noch anlässlich der Kreuzigung hatte zwar die Besatzungsmacht, Jesu Ankündigung, dass er in drei Tagen wieder auferstehen werde, ernst genommen und Vorsorge getroffen, nicht aber die Jünger. Die saßen verschreckt beisammen und trauten sich nicht aus dem Haus. Wären nicht Frauen so mutig gewesen - in einem der Evangelien ist es alleinMaria Magdalena (für mich eine der schönsten Szenen der Bibel, als sie dem "Gärtner" begegnet) - dann hätte der Auferstandene gar niemanden vorgefunden.
Die Zwölf - Matthias war für Judas hinzugekommen - harrten diesmal zuversichtlich. Jesus hatte den Tröster angekündigt, den Heiligen Geist; sie hatten gelernt zu glauben. Glauben hängt mit Vertrauen zusammen.
Von diesem Glauben wird Annette von Droste-Hülshoff, wie wir oben lesen konnten, sagen: "Ich hab ihn nicht."
Diese Ehrlichkeit ist es, die mich so überzeugt. Sie ist Voraussetzung für Weiterentwicklung. Wer sich gerade im spirituellen Bereich das Geringste vormacht, kann nicht zur Wahrheit vordringen, die eine Vorstufe der Freiheit ist, wie sie auf der Erde als wirkliche Freiheit kaum jemand kennt. Obwohl doch so viele ständig über Freiheit reden.
Auch über Liebe.
Ich hoffe, die meisten Menschen wissen über die wahre mehr als ich.
Georg Trakl, der mir mit seinem Ringen um ein inneres Christentum, das in der Literatur viel zu wenig wahrgenommen wurde und wird, so nahegeht, schrieb ein Gedicht De profundis. Aus der Tiefe. Aus der Tiefe rufe, nein schreie ich, Herr, zu Dir, so der Psalmist, so Trakl, so Annette von Droste Hülshoff, deren Schreien ein Weinen ist:
Es gibt Menschen, denen spürbar dieser Schritt nicht gelungen ist, Auferstehung als Erlösung zu begreifen, weil es für sie (noch) nicht möglich ist, sich jenem Auferstehungsleib, der das Ziel des Weges von Jesus ist, zu nähern, der jedem von uns zuteil werden mag, wenn er ihn denn in seine Lebensoptionen integrieren wollte - was nicht einmal, wenn es geschähe, genügen würde, denn er müsste schon Ziel vor allen anderen sein - um nicht zu sagen: alleiniges ZielIch schmachte in der schwülen Nacht;
O leuchte, eh' das Auge ganz erblindet!
Es weint und wacht.
Nur so ist es möglich, dass der Mensch der luziferischen Umklammerung, die im Allgemeinen Tod genannt und so auch empfunden wird, entkommt.
Noch hat sich das Bewusstsein nicht durchgesetzt, dass die Lehre Jesus, wie wir sie beispielsweise in der Bergpredigt und ihren Seligpreisungen finden, aller Ehren wert, aber nicht das Entscheidende ist, weil wir im Grunde deren geistige Essenz auch im Achtfachen Pfad des Buddhismus finden
Noch hat sich jedoch ebenfalls nicht durchgesetzt, dass es, so sehr ich das Dhammapada und den Achtfachen Pfad schätze, nicht Ziel sein kann, aus dem Rad der Wiedergeburten dringendst ausscheiden zu wollen und den Durst nach Leben im Fleisch des physischen Körpers überwinden zu wollen - Hauptanliegen buddhistischer Religiosität -, weil es zu erkennen gilt, dass unsere physisch-materielle Existenz Voraussetzung einer Entwicklung ist, gipfelnd in Pfingsten, die nur so - im Rahmen einer physischen Existenz - und vermutlich nicht anders möglich ist (sieht man einmal davon ab, dass die Menschheit wohl tiefer in die Materie abzusteigen scheint als notwendig).
Ein Bewusstsein der Bedeutung von Kreuzigung, Ostern und Pfingsten ist Voraussetzung, um über dieses Stadium hinauszukommen, in dem ein Rilke, Christus verschmähend, steckenblieb, ein Trakl aufgrund seiner Süchte und schwesterlich-karmischen Belastung, ein Nietzsche in falscher Selbstüberschätzung, ein Karl May, so tief religiös ja theosophisch orientiert er nach seiner Orient-Reise auch war, und auch eine Annette von Droste-Hülshoff, die vielleicht schon die Früchte dieser Inkarnation in dieser Zeit einholt.
Ich schreibe "steckenbleiben". Ich verwende dieses Wort, um ansprechen zu können, dass es das nur ausgesprochen vordergründig ist, wissen wir doch nicht, dass jede der Inkarnationen der oben Genannten Vorbereitung sein kann für einen entscheidenden Durchbruch in einer nächsten.
Ich wünsche mir jedenfalls, dass sie möglicht in ihrer nächsten Inkarnation schon bewusst wahrnehmen können, warum noch in der Jordan-Taufe von Jesus, wie wir dem Johannes-Evangelium entnehmen können, der Geist vom Himmel herabfährt als eine Taube. Und warum es zu Pfingsten nicht mehr eine Taube ist, sondern der Geist als Zungen, als Geistesflammen niederkommt, nicht mehr für Einen, sondern für Zwölf - und in Zukunft, wenn es nach jenem Einen geht, für unbegrenzt viele.
Vielleicht auch für uns.
Es kann kaum etwas Erfreulicheres geben, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, dass es so sein kann.
Samstag, 8. Juni 2019
Pfingstsegen.
Wenn Ostern, das große Fest der Auferstehung, vorüber ist, hat man das Gefühl, als ob sich eine Stille auf die Erde herabsenke. Trotz der Üppigkeit des Wachstums und der Emsigkeit des neu erwachten Lebens spürt man einen fundamentalen, tiefen Frieden, den wir dem Mutteraspekt der Gottheit zuordnen, dem Aspekt, der allem Schönen Gestalt verleiht (...)
Betrachtet die Pfingsttage als eine Gelegenheit, die Bruderschaft allen Lebens zu überdenken und sie euch erneut vor Augen zu führen. Die Brüder versammeln sich an einem bestimmten Ort, in Harmonie und gegenseitiger Übereinstimmung. Solche Zusammenkünfte zwischen Männern und Frauen in Harmonie und Brüderlichkeit bildeten einen Teil jener uralten Religion der Gott-Menschen, die zur Anfangszeit auf die Erde kamen, um der jungen Erdenmenschheit zu helfen, den Weg zur Wahrheit und zu Gott zu finden (...)
Es ist nichts Neues für die Menschen, sich in Gruppen oder in Bruderschaften zusammenzuschließen. Über die Jahrtausende haben sich Männer und Frauen im Geiste der Übereinstimmung zusammengefunden, um die Sonne, den Quell allen Lebens, und um die Große Mutter, die Spenderin aller Nahrung zu verehren. Somit, als die ersten Christenbrüder zusammenkamen, folgten sie lediglich dem Vorbild, das sie von ihren Vorfahren übernommen hatten, sie kamen zusammen, um Gott, Spender allen Lebens, und die Große Mutter, Spenderin aller Nahrung, in Andacht zu verehren.
Die ganze Natur war im Gottesbild der Menschen der Frühzeit enthalten. Der heutige Mensch wird wieder lernen müssen, sowohl mit den Naturgesetzen als auch mit den geistigen Gesetzen in Harmonie zu leben.
Das geistige Gesetz ist nichts anderes als das Gesetz der Liebe (...)
Die Menschen meinen, sie müssten für ihr Recht kämpfen, doch Jesus lehrte das nicht. Jesus lehrte euch, still zu werden ... zu lieben. Die älteren Brüder und die großen Meister aller Zeiten lehrten dieselbe fundamentale Wahrheit. Damit ist nicht gemeint, untätig zu sein, wenn es gilt, eine Wunde zu heilen oder einem Mitmenschen zu helfen. Vielmehr sollt ihr das Gesetz der Bruderschaft verwirklichen, und indem ihr das tut, setzt ihr die Macht der göttlichen Magie in Bewegung, die alle Dunkelheit erhellen und alle Schwierigkeiten überwinden kann. Welcher Art euer Konflikt auch sein mag, welches Problem auch immer ihr in eurem Leben lösen müsst, wenn ihr geduldig seid, wenn ihr Liebe und Dankbarkeit und das Licht Christi ausstrahlt, dann werdet ihr finden, wie wirksam diese Magie ist (...) Mit dieser positiven Haltung könnt ihr der ganzen Welt helfen.
[Übrigens sollten Frauen sich nicht ausgeschlossen fühlen, wenn von der Bruderschaft bzw. den Brüdern die Rede ist, denn in der Geistigen Welt hat das Wort von dem Bruder und der Schwester eine viel umfassendere Bedeutung, als wir es uns, wenn wir in unseren Geschlechterkategorien denken, vorstellen können. Vergessen wir zudem nicht, dass Jesus nach seiner Auferstehung sich einer Frau offenbarte (nur einer Frau offenbaren konnte!), während die "Brüder" in Jerusalem saßen und vor sich hinzitterten. Erst als er von einer Frau erfuhr, dass Jesus auferstanden sei, spurtete Petrus sehr sportlich zum Grab. Sonst säße er vielleicht noch heute jammernd in Jerusalem.]
White Eagle
ist ein geistlicher Lehrer, dessen Gedanken und Worte durch das Medium
Grace Cooke, mit der er in vielen Leben verbunden war, übermittelt
wurden.
White Eagles letzte Inkarnation liegt wohl 450 Jahre zurück. Damals war er, wie Grace Cooke seinen Hinweisen entnehmen konnte, der Mohawk-Sachem Hiawatha, also der Friedenshäuptling eines zu den Irokesen gehörigen Stammes.
Unter den Indianern genoss er eine unglaublich große Verehrung; dadurch konnte er maßgeblich zur Gründung des Bundes der Irokesen beitragen, der die internen schrecklich blutigen Auseinandersetzungen beenden sollte.
Seine durch Grace Cooke übermittelten Schriften sind geprägt von einer einfachen, schlichten Sprache und genauso einfach und zugleich wertvoll ist die vermittelte Wahrheit. Zahlreiche Bücher sind von ihm erschienen; für mich zu den wertvollsten zählen "Die Verborgene Weisheit des Johannesevangeliums", "Die Göttliche Mutter", "Geistige Jahreszeiten" und "Naturgeister und Engel".
Betrachtet die Pfingsttage als eine Gelegenheit, die Bruderschaft allen Lebens zu überdenken und sie euch erneut vor Augen zu führen. Die Brüder versammeln sich an einem bestimmten Ort, in Harmonie und gegenseitiger Übereinstimmung. Solche Zusammenkünfte zwischen Männern und Frauen in Harmonie und Brüderlichkeit bildeten einen Teil jener uralten Religion der Gott-Menschen, die zur Anfangszeit auf die Erde kamen, um der jungen Erdenmenschheit zu helfen, den Weg zur Wahrheit und zu Gott zu finden (...)
Es ist nichts Neues für die Menschen, sich in Gruppen oder in Bruderschaften zusammenzuschließen. Über die Jahrtausende haben sich Männer und Frauen im Geiste der Übereinstimmung zusammengefunden, um die Sonne, den Quell allen Lebens, und um die Große Mutter, die Spenderin aller Nahrung zu verehren. Somit, als die ersten Christenbrüder zusammenkamen, folgten sie lediglich dem Vorbild, das sie von ihren Vorfahren übernommen hatten, sie kamen zusammen, um Gott, Spender allen Lebens, und die Große Mutter, Spenderin aller Nahrung, in Andacht zu verehren.
Die ganze Natur war im Gottesbild der Menschen der Frühzeit enthalten. Der heutige Mensch wird wieder lernen müssen, sowohl mit den Naturgesetzen als auch mit den geistigen Gesetzen in Harmonie zu leben.
Das geistige Gesetz ist nichts anderes als das Gesetz der Liebe (...)
Die Menschen meinen, sie müssten für ihr Recht kämpfen, doch Jesus lehrte das nicht. Jesus lehrte euch, still zu werden ... zu lieben. Die älteren Brüder und die großen Meister aller Zeiten lehrten dieselbe fundamentale Wahrheit. Damit ist nicht gemeint, untätig zu sein, wenn es gilt, eine Wunde zu heilen oder einem Mitmenschen zu helfen. Vielmehr sollt ihr das Gesetz der Bruderschaft verwirklichen, und indem ihr das tut, setzt ihr die Macht der göttlichen Magie in Bewegung, die alle Dunkelheit erhellen und alle Schwierigkeiten überwinden kann. Welcher Art euer Konflikt auch sein mag, welches Problem auch immer ihr in eurem Leben lösen müsst, wenn ihr geduldig seid, wenn ihr Liebe und Dankbarkeit und das Licht Christi ausstrahlt, dann werdet ihr finden, wie wirksam diese Magie ist (...) Mit dieser positiven Haltung könnt ihr der ganzen Welt helfen.
aus White Eagle, Geistige Jahreszeiten
[Übrigens sollten Frauen sich nicht ausgeschlossen fühlen, wenn von der Bruderschaft bzw. den Brüdern die Rede ist, denn in der Geistigen Welt hat das Wort von dem Bruder und der Schwester eine viel umfassendere Bedeutung, als wir es uns, wenn wir in unseren Geschlechterkategorien denken, vorstellen können. Vergessen wir zudem nicht, dass Jesus nach seiner Auferstehung sich einer Frau offenbarte (nur einer Frau offenbaren konnte!), während die "Brüder" in Jerusalem saßen und vor sich hinzitterten. Erst als er von einer Frau erfuhr, dass Jesus auferstanden sei, spurtete Petrus sehr sportlich zum Grab. Sonst säße er vielleicht noch heute jammernd in Jerusalem.]
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| Hiawatha und Minnehaha.
In H.W. Longfellows Epos über das Leben des
Häuptlings Hiawatha heiratet dieser Minnehaha.
Die Statue lässt die Liebe der beiden erahnen.
Bild Wikipedia, urheberrechtlich gemeinfrei
|
White Eagles letzte Inkarnation liegt wohl 450 Jahre zurück. Damals war er, wie Grace Cooke seinen Hinweisen entnehmen konnte, der Mohawk-Sachem Hiawatha, also der Friedenshäuptling eines zu den Irokesen gehörigen Stammes.
Unter den Indianern genoss er eine unglaublich große Verehrung; dadurch konnte er maßgeblich zur Gründung des Bundes der Irokesen beitragen, der die internen schrecklich blutigen Auseinandersetzungen beenden sollte.
Seine durch Grace Cooke übermittelten Schriften sind geprägt von einer einfachen, schlichten Sprache und genauso einfach und zugleich wertvoll ist die vermittelte Wahrheit. Zahlreiche Bücher sind von ihm erschienen; für mich zu den wertvollsten zählen "Die Verborgene Weisheit des Johannesevangeliums", "Die Göttliche Mutter", "Geistige Jahreszeiten" und "Naturgeister und Engel".
Samstag, 19. Mai 2018
Für Pfingsten gilt: Nah ist / Und schwer zu fassen der Gott. / Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch.
Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brücken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gib unschuldig Wasser,
O Fittiche gib uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehn und wiederzukehren.
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brücken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gib unschuldig Wasser,
O Fittiche gib uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehn und wiederzukehren.
So beginnt die Patmos-Hymne Hölderlins, ein Werk, das zu vielen existentiellen Gedanken einlädt, denn keine Frage ist, dass viele Menschen genau dieses Dilemma empfinden, dass Gott doch nahe sein soll, sie aber eine große Distanz zu einer Geistigen Welt empfinden.
Wie damit umgehen?
Hier meine Gedanken zu Hölderlins bemerkenswerten Versen. Gewiss sind sie nicht leicht zu verstehen (ich bemühe mich um Erläuterungen), aber sie geben, finde ich, wertvolle Hinweise und fordern letztendlich zu inneren Stellungnahmen heraus.
Donnerstag, 9. Juni 2011
Für eine Renaissance des Heiligen. – Gedanken zu Pfingsten
Längst ist die Säkularisierung unserer Gesellschaft in eine Profanisierung unseres Lebens übergegangen.Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass immer mehr Menschen nichts mehr heilig ist.Ja, wir sagen von jemandem, "ihm ist nichts mehr heilig" und meinen, dass jemand keine inneren Maßstäbe mehr, kein moralisches, ethisches Gerüst mehr habe. Und wir spüren, dass Leben in unserer Gesellschaft an eine Grenze stößt, wenn wir Geister rufen, die außer Kontrolle geraten, wenn wir immer mehr nur Exzesse verwalten und Börsenkurse zum Parameter unseres Wohlbefinden werden.
Säkularisierung: Ursprünglich meinte dieser Begriff die Loslösung des Einzelnen und der Gesellschaft aus den Bindungen der Kirche; heute stellen wir fest, dass dieser Begriff sich vor allem auf die Lösung vieler Einzelner aus einer inneren Beziehung zum Religiösen bezieht.
"anima naturaliter religiosa".
C.G. Jungs Aussage auf dem Hintergrund seiner empirischen Forschungen, dass jede menschliche Seele religiöse, ganzheitliche Symbole hervorbringe, und Tertullians "anima naturaliter christiana" sind längst den oft ätzenden Wortkaskaden einer Minderheit gewichen, die mit ihrer areligiösen Lebenseinstellung den Eindruck hervorzurufen weiß, sie repräsentiere die Mehrheit. Dies gelingt zunehend, weil es viele Laue gibt, die ihre Segel denen überlassen, die viel Wind machen.
Die Folgen im Umgang der Menschen untereinander sind unübersehbar. Klar gibt es Werte, die ja meist auch christliche Werte sind, aber es gibt immer weniger Menschen, die sie vertreten und Sorge tragen, dass sie sich in Lehrplänen, in dem, was Medien senden, und in öffentlichen Verhaltenscodices niederschlagen. Groß jedoch ist das Geschrei, wenn niemand einem Bedrängten auf der Straße hilft, der zusammengeschlagen wird. Immer wieder in letzter Zeit und mehr und mehr wird die Ehrfurcht vor dem Leben, die Albert Schweitzer noch so wichtig war, in Form eines auf dem Boden liegenden Menschen zusammengetreten. Kein Wilhelm Tell erscheint mehr, der mutig eingreift und einem Baumgarten, der von den Häschern des kaiserlichen Vogtes verfolgt wird, über den tobenden See hilft. Wir schaffen die klassische Lektüre aus Zeitgründen im Rahmen des G8 zwangsweise ab, wir schaffen unsere Werte systematisch ab; Schule muss Drogenprävention betreiben, muss Aids-Vorsorge beginnen, muss Kurse in Sachen Gewaltprävention anbieten; Schüler müssen lernen, Portfolios zu führen, sie müssen lernen, Präsentationen zu gestalten. Ob der Inhalt hohl ist, aus Wikipedia abgekupfert, ob Schüler verstehen, was sie sagen - was spielt das für eine Rolle. Hauptsache multimedial präsentiert und die Bescheinigung im Portfolio abgeheftet.
Früher präsentierte man das Gewehr. Heute Hohlheit.
Das alles geschieht auf einer säkularen Grundlage, die Werte in Präambeln verkommen lässt.
Kürzlich las ich in dem Schüleraufsatz eines 15-Jährigen, den dieser zum Thema ´Alkoholkonsum von Jugendlichen´ schrieb, in seinem Alter würden "es" ja viele das erste Mal, und oft in betrunkenem Zustand. Das mag eine Übertreibung gewesen sein, es zeigt aber dennoch eine Richtung an, über die sich niemand mehr wundert. Jugendliche erleben intensive Sexualität das erste Mal im Suff oder nüchtern, spielt das eine Rolle? Wer in unserer aufgeklärten Gesellschaft klärt Kinder über die Bedeutung des Heiligen auf, das jeder wahren Liebe innewohnt? Wie viele Erwachsene könnten davon überhaupt noch überzeugend sprechen oder wissen, wovon sie sprechen könnten, wenn sie wollten?
Wie archaisch muten die Worte eines Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) an:
Oder sind sie es doch nicht, sind diese Worte doch nicht archaisch, überholt? Haben mehr Menschen noch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Liebe, auch körperliche Liebe, wieder als etwas Heiliges entdeckt werden könnte?
Allerdings müsste sich ein Bundespräsident, eine Bundeskanzlerin, müssten sich Kultusminister und Eltern und Lehrer finden, die die leider zu einem genitalen Akt verkommene Sexualität in ein Licht rücken, das der Liebe ihren Wert zurückgibt, die die Bibel im Übrigen auf wunderbare Weise im Hohelied Salomos in der Liebe, gerade auch der körperlichen Liebe zwischen Salomo und Sulamith thematisiert.
Heilig, dieses Wort hängt etymologisch mit heil zusammen, was ganz bedeutet.
Heilig, dieses Wort erinnert daran, dass es in uns etwas gibt, das ganzheitlich, unzerstörbar in uns ruht.
Diese Weisheit verbirgt sich im Märchen von Schneewittchen. Es weist uns darauf hin, dass es etwas in uns gibt, das für jeden, der es sehen will, nicht von ungefähr in einem gläsernen Sarg ruht. Es ist die reine Seele eines jeden Menschen, die zwar im Sarg liegt, aber Gott sei Dank nicht sterben kann, weil sie von sieben Kräften vor dem endgültigen Seelentod bewahrt wird und auf ihre Auferstehung wartet. Solange diese Seele in uns schläft, solange leben wir mit und glauben an die Parameter, die unsere Nachrichten bestimmen und bauen unsere Türme a la Babel.
Das wahre Leben jedoch schläft. Wie Dornröschen in seinem Schloss.
Es muss eine Kraft kommen - im Märchen ist es ein Prinz, in der Bibel wird sie Bräutigam genannt - die diesem toten Leben wirkliches Leben gibt.
Wir haben die Wahl zwischen Babel und Pfingsten
Nicht ein einziges Geschehen in der Bibel ist einmalig; alles ist seelisch real und damit symbolisch. Wenn wir das verstehen, geht uns ein Licht auf, wie es zu Beginn der Bibel aufgeht.
Immer, wenn ein heiliger Gedanke in die Wirklichkeit tritt, flammt dieses Licht der Schöpfung auf; dieses Licht ist Bewusstsein.
Wir wissen um den Verlust des Paradieses, der einen gewaltigen Bewusstseinswandel thematisiert und sich in vielen Mythen findet; wir wissen, dass die Menschen einen Turm bauen wollten, der bis zum Himmel reichen sollte. Dieser Turmbau zu Babel ist in der Geschichte menschlichen Bewussteins untergegangen, heutige Jugendliche wissen von ihm in der Regel nichts mehr - Platon berichtet übrigens in seinem Gastmahl von einem vergleichbaren Geschehen, sich auf Homer berufend, der erzählt, dass Otos und Perialtes den Himmel stürmen wollten; Zeus setzte diesem Treiben ein Ende, indem er den Menschen in zwei Hälften teilte, unter anderem in Mann und Frau.
Dieser Turm zu Babel wird seitdem tagtäglich immer wieder aufs Neue gebaut.
Infolge des biblischen Geschehens wurden die Menschen nicht geteilt, aber sie verloren ihre gemeinsame Sprache, die ihnen bisher eigen war; die Folge war, dass sie sich nicht mehr verständigen konnten und diesen Turm, mit dem sie gottgleich werden wollten, nicht mehr weiterbauen konnten.
Wenn Menschen das Heilige verehren, verstehen sie sich, sie sprechen eine Sprache ungeachtet vieler äußerer Sprachen; sie werden im Physischen Häuser bauen, auch Hochhäuser aber immer werden sie sich ihres inneren Tempels bewusst sein.
Sie werden keinen Himmel stürmen wollen müssen, denn er ist in ihnen und ist heilig.
Im Altertum und in vergangenen Kulturen war dieser Tempel auch im Äußeren präsent als Hinweis, dass man sich des Heiligen bewusst war. Er kam in vielen Formen vor: Bei Wettspielen der Griechen, waren sie sportlicher Art oder Theaterwettkämpfe, stand im Rund oder Halbrund ein Altar, im römischen Haus gab es einen Ort, der den Penaten, den Göttern des Hauses geweiht war; in fast jedem indianischen Zelt gab es diesen heiligen Ort, ja, manche mögen in ihrer Wohnung einen Ort haben, der ihnen heilig ist, wo Liebstes steht oder aufbewahrt ist.
Dieser Ort ist auch in uns.
Wer ihn nicht hat, lebt nicht wirklich. Er ist heillos.
Der Sinn unseres Lebens besteht darin, diesen Ort in uns zu finden. Wenn wir ihn finden, haben wir unsere Heimat gefunden - an jedem Ort der Erde. Die wahre Heimat ist dieser heilige Ort in uns. Hier sind wir in unserer ureigenen Zeit.
An Pfingsten nun geschieht etwas, was einem Wunder gleichkommt, weil es Wunderbares offenbart: Die Jünger, vom heiligen Geist erfüllt, können in allen Sprachen sprechen. Für das, was sie sagen möchten, gibt es keine Barrieren. Dieser Geist war schon immer und ist barrierefrei.
Mit diesem heiligen Geist ist die Energie Babels zunichte
Pfingsten findet immer dann statt, wo auf der Ebene des Heiligen Menschen miteinander sprechen ; was sie sagen möchten im Sinne dieses Geistes, wird von allen, die es verstehen möchten, verstanden.
Pfingsten ist Sprache, die wir heilig nennen. Sie bewirkt dieses Ineinander-Versenken von Gott und Mensch, Mann und Frau, Bruder und Schwester.
In diesem Geist finden Menschen als Menschen zueinander.
Sie sprechen eine Sprache.
Diese Sprache, dieses weltweite Bewusstsein, verbinde ich mit PFINGSTEN.
Säkularisierung: Ursprünglich meinte dieser Begriff die Loslösung des Einzelnen und der Gesellschaft aus den Bindungen der Kirche; heute stellen wir fest, dass dieser Begriff sich vor allem auf die Lösung vieler Einzelner aus einer inneren Beziehung zum Religiösen bezieht.
"anima naturaliter religiosa".
C.G. Jungs Aussage auf dem Hintergrund seiner empirischen Forschungen, dass jede menschliche Seele religiöse, ganzheitliche Symbole hervorbringe, und Tertullians "anima naturaliter christiana" sind längst den oft ätzenden Wortkaskaden einer Minderheit gewichen, die mit ihrer areligiösen Lebenseinstellung den Eindruck hervorzurufen weiß, sie repräsentiere die Mehrheit. Dies gelingt zunehend, weil es viele Laue gibt, die ihre Segel denen überlassen, die viel Wind machen.
Die Folgen im Umgang der Menschen untereinander sind unübersehbar. Klar gibt es Werte, die ja meist auch christliche Werte sind, aber es gibt immer weniger Menschen, die sie vertreten und Sorge tragen, dass sie sich in Lehrplänen, in dem, was Medien senden, und in öffentlichen Verhaltenscodices niederschlagen. Groß jedoch ist das Geschrei, wenn niemand einem Bedrängten auf der Straße hilft, der zusammengeschlagen wird. Immer wieder in letzter Zeit und mehr und mehr wird die Ehrfurcht vor dem Leben, die Albert Schweitzer noch so wichtig war, in Form eines auf dem Boden liegenden Menschen zusammengetreten. Kein Wilhelm Tell erscheint mehr, der mutig eingreift und einem Baumgarten, der von den Häschern des kaiserlichen Vogtes verfolgt wird, über den tobenden See hilft. Wir schaffen die klassische Lektüre aus Zeitgründen im Rahmen des G8 zwangsweise ab, wir schaffen unsere Werte systematisch ab; Schule muss Drogenprävention betreiben, muss Aids-Vorsorge beginnen, muss Kurse in Sachen Gewaltprävention anbieten; Schüler müssen lernen, Portfolios zu führen, sie müssen lernen, Präsentationen zu gestalten. Ob der Inhalt hohl ist, aus Wikipedia abgekupfert, ob Schüler verstehen, was sie sagen - was spielt das für eine Rolle. Hauptsache multimedial präsentiert und die Bescheinigung im Portfolio abgeheftet.
Früher präsentierte man das Gewehr. Heute Hohlheit.
Das alles geschieht auf einer säkularen Grundlage, die Werte in Präambeln verkommen lässt.
Kürzlich las ich in dem Schüleraufsatz eines 15-Jährigen, den dieser zum Thema ´Alkoholkonsum von Jugendlichen´ schrieb, in seinem Alter würden "es" ja viele das erste Mal, und oft in betrunkenem Zustand. Das mag eine Übertreibung gewesen sein, es zeigt aber dennoch eine Richtung an, über die sich niemand mehr wundert. Jugendliche erleben intensive Sexualität das erste Mal im Suff oder nüchtern, spielt das eine Rolle? Wer in unserer aufgeklärten Gesellschaft klärt Kinder über die Bedeutung des Heiligen auf, das jeder wahren Liebe innewohnt? Wie viele Erwachsene könnten davon überhaupt noch überzeugend sprechen oder wissen, wovon sie sprechen könnten, wenn sie wollten?
Wie archaisch muten die Worte eines Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) an:
Das Heiligste
Wenn zwei sich ineinander still versenken,
Nicht durch ein schnödes Feuer aufgewiegelt,
Nein, keusch in Liebe, die die Unschuld spiegelt,
Und schamhaft zitternd, während sie sich tränken;
Dann müssen beide Welten sich verschränken,
Dann wird die Tiefe der Natur entriegelt,
Und aus dem Schöpfungsborn, im Ich entsiegelt,
Springt eine Welle, die die Sterne lenken.
Was in dem Geist des Mannes, ungestaltet,
Und in der Brust des Weibes, kaum empfunden,
Als Schönstes dämmerte, das muß sich mischen;
Gott aber tut, die eben sich entfaltet,
Die lichten Bilder seiner jüngsten Stunden
Hinzu, die unverkörperten und frischen.
Oder sind sie es doch nicht, sind diese Worte doch nicht archaisch, überholt? Haben mehr Menschen noch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Liebe, auch körperliche Liebe, wieder als etwas Heiliges entdeckt werden könnte?
Allerdings müsste sich ein Bundespräsident, eine Bundeskanzlerin, müssten sich Kultusminister und Eltern und Lehrer finden, die die leider zu einem genitalen Akt verkommene Sexualität in ein Licht rücken, das der Liebe ihren Wert zurückgibt, die die Bibel im Übrigen auf wunderbare Weise im Hohelied Salomos in der Liebe, gerade auch der körperlichen Liebe zwischen Salomo und Sulamith thematisiert.
Heilig, dieses Wort hängt etymologisch mit heil zusammen, was ganz bedeutet.
Heilig, dieses Wort erinnert daran, dass es in uns etwas gibt, das ganzheitlich, unzerstörbar in uns ruht.
Diese Weisheit verbirgt sich im Märchen von Schneewittchen. Es weist uns darauf hin, dass es etwas in uns gibt, das für jeden, der es sehen will, nicht von ungefähr in einem gläsernen Sarg ruht. Es ist die reine Seele eines jeden Menschen, die zwar im Sarg liegt, aber Gott sei Dank nicht sterben kann, weil sie von sieben Kräften vor dem endgültigen Seelentod bewahrt wird und auf ihre Auferstehung wartet. Solange diese Seele in uns schläft, solange leben wir mit und glauben an die Parameter, die unsere Nachrichten bestimmen und bauen unsere Türme a la Babel.
Das wahre Leben jedoch schläft. Wie Dornröschen in seinem Schloss.
Es muss eine Kraft kommen - im Märchen ist es ein Prinz, in der Bibel wird sie Bräutigam genannt - die diesem toten Leben wirkliches Leben gibt.
Wir haben die Wahl zwischen Babel und Pfingsten
Nicht ein einziges Geschehen in der Bibel ist einmalig; alles ist seelisch real und damit symbolisch. Wenn wir das verstehen, geht uns ein Licht auf, wie es zu Beginn der Bibel aufgeht.
Immer, wenn ein heiliger Gedanke in die Wirklichkeit tritt, flammt dieses Licht der Schöpfung auf; dieses Licht ist Bewusstsein.
Wir wissen um den Verlust des Paradieses, der einen gewaltigen Bewusstseinswandel thematisiert und sich in vielen Mythen findet; wir wissen, dass die Menschen einen Turm bauen wollten, der bis zum Himmel reichen sollte. Dieser Turmbau zu Babel ist in der Geschichte menschlichen Bewussteins untergegangen, heutige Jugendliche wissen von ihm in der Regel nichts mehr - Platon berichtet übrigens in seinem Gastmahl von einem vergleichbaren Geschehen, sich auf Homer berufend, der erzählt, dass Otos und Perialtes den Himmel stürmen wollten; Zeus setzte diesem Treiben ein Ende, indem er den Menschen in zwei Hälften teilte, unter anderem in Mann und Frau.
Dieser Turm zu Babel wird seitdem tagtäglich immer wieder aufs Neue gebaut.
Infolge des biblischen Geschehens wurden die Menschen nicht geteilt, aber sie verloren ihre gemeinsame Sprache, die ihnen bisher eigen war; die Folge war, dass sie sich nicht mehr verständigen konnten und diesen Turm, mit dem sie gottgleich werden wollten, nicht mehr weiterbauen konnten.
Wenn Menschen das Heilige verehren, verstehen sie sich, sie sprechen eine Sprache ungeachtet vieler äußerer Sprachen; sie werden im Physischen Häuser bauen, auch Hochhäuser aber immer werden sie sich ihres inneren Tempels bewusst sein.
Sie werden keinen Himmel stürmen wollen müssen, denn er ist in ihnen und ist heilig.
Im Altertum und in vergangenen Kulturen war dieser Tempel auch im Äußeren präsent als Hinweis, dass man sich des Heiligen bewusst war. Er kam in vielen Formen vor: Bei Wettspielen der Griechen, waren sie sportlicher Art oder Theaterwettkämpfe, stand im Rund oder Halbrund ein Altar, im römischen Haus gab es einen Ort, der den Penaten, den Göttern des Hauses geweiht war; in fast jedem indianischen Zelt gab es diesen heiligen Ort, ja, manche mögen in ihrer Wohnung einen Ort haben, der ihnen heilig ist, wo Liebstes steht oder aufbewahrt ist.
Dieser Ort ist auch in uns.
Wer ihn nicht hat, lebt nicht wirklich. Er ist heillos.
Der Sinn unseres Lebens besteht darin, diesen Ort in uns zu finden. Wenn wir ihn finden, haben wir unsere Heimat gefunden - an jedem Ort der Erde. Die wahre Heimat ist dieser heilige Ort in uns. Hier sind wir in unserer ureigenen Zeit.
An Pfingsten nun geschieht etwas, was einem Wunder gleichkommt, weil es Wunderbares offenbart: Die Jünger, vom heiligen Geist erfüllt, können in allen Sprachen sprechen. Für das, was sie sagen möchten, gibt es keine Barrieren. Dieser Geist war schon immer und ist barrierefrei.
Mit diesem heiligen Geist ist die Energie Babels zunichte
Pfingsten findet immer dann statt, wo auf der Ebene des Heiligen Menschen miteinander sprechen ; was sie sagen möchten im Sinne dieses Geistes, wird von allen, die es verstehen möchten, verstanden.
Pfingsten ist Sprache, die wir heilig nennen. Sie bewirkt dieses Ineinander-Versenken von Gott und Mensch, Mann und Frau, Bruder und Schwester.
In diesem Geist finden Menschen als Menschen zueinander.
Sie sprechen eine Sprache.
Diese Sprache, dieses weltweite Bewusstsein, verbinde ich mit PFINGSTEN.
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