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Montag, 8. Dezember 2025

Die Ehe ist nur eine irdische Angelegenheit …

Die Ehe, wie ihr sie kennt, ist eine irdische Angelegenheit; sie wurde durch Gesetze für die reibungslosere Regelung der Gesellschaft geschaffen, und die Ehegesetze und -konventionen sind im wesentlichen eine regional bedingte Angelegenheit. In einem Land gibt es ein Regelwerk und in einem anderen ein anderes. Wir versuchen dir zu vermitteln, dass im Himmel (und in ihren höheren Körpern) zwei Seelen einzig und allein durch die Anziehungskraft ihres Geistes zueinander gezogen werden, durch die Liebe, die Harmonie und den völligen Gleichklang zwischen ihnen. Wenn solche Art verwandte Seelen sich auf der Erde treffen, bleiben sie Seelenverwandte und können nicht getrennt werden. Wen Gott zusammengefügt hat, den soll niemand trennen – oder mit anderen Worten, niemand kann das tun – keine äußeren Umstände, weder Tod noch eine andere Form der physischen Trennung können jemals Seelen trennen, die in vollkommener Liebe und Harmonie verbunden sind.
Du wirst dich vielleicht fragen, warum ein Zusammenkommen zweier getrennter Teile, männlich und weiblich, überhaupt notwendig ist, wenn jede Seele sowohl männliche wie weibliche Eigenschaften hat. (…) Damit die Seele zu vollkommener Glückseligkeit gelangt, muss es Zeiten geben, wo eine Trennung oder das Bewusstsein eines getrennten Lebens notwendig ist, im Positiven wie im Negativen, im Männlichen wie im Weiblichen. (…)

Gott hat in jeden den Wunsch nach einem Gefährten gelegt. Aber der wahre Gefährte ist genau das, was mit dem Wort „Seelenverwandtschaft“ gemeint ist. (…)
Oftmals ist es schwer für dich, Glückseligkeit zu empfinden, solange du nicht Erfolg bei deiner Suche nach dem vollkommenen Gefährten hast. Der Grund hierfür ist das Wissen, das tief in der Seele verborgen ist. Wir selbst haben in einer Vision das Leben auf dem Planeten Venus gesehen, wo absolute göttliche Liebe und glückliche Ehe gelebt wird. Das muss verdient werden; es muss durch Bemühen und Arbeit erworben werden; mit anderen Worten: mit Dienst. Wenn du fähig bist, auf der wahren geistigen Ebene deines Seins zu existieren, dann wirst du erkennen, in welcher Dunkelheit sich die Erde befindet und wie schwer es für dich war, die Herrlichkeiten höherer Welten zu verstehen, während du in diesen irdischen Umständen eingehüllt und eingesperrt warst.

Natürlich gewöhnt man sich, während man in einem physischen Körper ist, so an das derzeitige Geschlecht, dass man sich während dieser Zeit nicht vorstellen kann, in einem Körper des anderen Geschlechts zu sein. Vielleicht gefällt dir der Gedanke nicht. Vielleicht denkst du sogar, das eine sei das „niedrigere“ und das andere das „höhere“ Geschlecht.
Was für eine altmodische Einstellung!
Männlich und weiblich sind absolut gleichwertig.
Solange diese grundlegende Wahrheit nicht erkannt wird, solange sie nicht in allen Äußerungen des Lebens auf der Erde anerkannt wird, kann das Gleichgewicht nicht wiederhergestellt werden. Wie kann man Fortschritte erwarten, geistigen oder materiellen, wenn das Schiff nicht im Gleichgewicht ist. (…)

Könnt ihr nicht den tiefen Sinn, das Göttliche, in Mann und in der Frau sehen? 
Meine Freunde, wenn ihr die Entwürdigung betrachtet, deren Zeugen ihr im Verhalten der Menschheit so oft werdet, dann haltet fest an dem Glauben, an dem Gedanken, „Mein Bruder, wie entwürdigt du auch immer sein magst, ich verehre dich, denn in dir leuchtet das göttliche Bild.“
„Du, Frau, wie erniedrigt du auch immer sein magst, wie wenig entwickelt, wie wenig entfaltet auch immer, du bist Teil der Göttlichen Mutter; daher verehre ich die Göttliche Mutter in dir.“

Nehmt diesen Gedanken auf, lebt ihn und verleiht ihm Ausdruck in jedem Augenblick, und ihr werdet dem Vollkommenen, dem Sohn Gottes, dem Christus sehr nahe – sehr, sehr nahe – kommen. 

(aus > White Eagle, "Die Göttliche Mutter“)

Freitag, 14. November 2025

Bäume umarmen dich wie eine Mutter ...

In vergangenen Zeitaltern wurde die Frau hoch geachtet und verehrt. Dies geschah aufgrund der Führung und Lenkung durch die großen Wesen, die im Hintergrund für die Menschheit wirken. Die Mutter wurde als ein Symbol des Überflusses, der Reinheit und Schönheit verehrt. 

Du kannst diese Verehrung der Göttlichen Mutter deutlich in allen alten Ritualen erkennen. In der heiligen Kommunion wird das Empfangen des Brotes – d.h., des weißen Äthers, des Brotes, das vom Himmel herabkommt – symbolisiert durch das Brot der Erde. Denke jedoch daran, dass das Brot, das du täglich isst, ebenso ein Symbol der Lebenskraft ist, die Gott dir sendet, damit du leben kannst. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, wenn du dich an deine Bibel erinnerst, sondern vom Worte Gottes. Verstehst du dessen innere Bedeutung? Die Menschheit lebt durch das schöpferische Wort, das Wort der Macht. Sogar deine Nahrung, äußerlich vom Feld oder aus dem Garten stammend, kommt aus der göttlichen Intelligenz zu dir. Hier nun finden wir den Mutteraspekt, das, was in der christlichen Kirche als der Heilige Geist angebetet wird, den Aspekt der göttlichen Mutter. Sie ist es, die Leben gibt, sie allein gibt Weisheit. 

Die Uralten erkannten in der Frau ein Symbol des ewigen Lebens an, denn sie zeigte anschaulich ihrer Macht, Leben zu spenden und das Fortleben der Menschheit zu gewährleisten. Daher wurde die Mutter als Quelle allen Lebens gefeiert. Die Macht des Matriarchats war zu dieser Zeit sehr groß. Erst später beherrschte das männliche Element wieder die Szene und der Vater Gott wurde verehrt.

Wir wollen in unserem Geiste uns die Göttliche Mutter vorstellen, die Lebensspenderin, die weise Mutter, die alle Kinder in ihre Arme schließt und an ihre Brust nimmt. (…)

Fühle, wie die Bäume dich wie eine Mutter umarmen. Die Bäume sind für uns Symbole der Großen Mutter, und in diesem Wissen können wir in den Hainen wandeln, unter großen Eichen oder einem uralten Banyanbaum oder vor der Majestät eine Zeder sitzen und uns der Mutterliebe bewusst werden, die uns umfängt. Und ihr kannst du sehr nahe kommen… dem Herzen Gottes im Garten näher sein, wo die Blumen sprechen, die Bäume dich in Freundlichkeit und Mütterlichkeit umfangen.

(White Eagle, "Die Göttliche Mutter")



Dienstag, 11. November 2025

White Eagle: Wachsen in dem Bewusstsein Gottes

„Der ganze Sinn des Lebens hier unten ist,
dass der Geist, euer Geist, in der Dunkelheit der Erde leuchten soll:
das ist der Sinn des Lebens, dass wir ein Gleichgewicht
zwischen Himmel und Erde zustande bringen,
dass wir wachsen sollen im Bewusstsein Gottes.
Dann scheint oder erblüht aus dem Stern des Lichtes diese wundervolle Blume,
die man jetzt die goldene Rose nennt.
Die goldene Rose ist die Offenbarung oder der Ausdruck des Christuslichtes.“
(White Eagle, Weiße Bruderschaft)


PS:
„Wir möchten gerne, dass ihr zuweilen über die Göttliche Mutter meditiert. Alle Männer und Frauen streben nach der vollkommenen Mutterliebe. Deshalb richte deine Gedanken zu Mutter-Gott, dem Ausdruck von allem was mitfühlend, warm, freundlich, liebevoll und verstehend ist. Der Frauenaspekt, der Göttliche Mutter Aspekt, ist die Zärtlichkeit, die Liebe und die Sanftheit im Leben, ohne die der geistige Tod erfolgen muss.“






Freitag, 7. November 2025

"Wir sehen überall Anzeichen dafür, dass das Licht in größerem Maße zur Menschheit kommt.

Wir sehen das in der Belebung des Mutteraspektes oder des weiblichen Aspektes des Lebens. Du bist vielleicht nicht immer mit dem einverstanden, was Frauen tun. Dennoch, Frauen verfügen über die Vision und beginnen den ihnen angemessenen Platz einzunehmen, um eine vollkommene Ausgewogenheit in der Welt herzustellen. Denn es kommt eine Zeit, da die Seele das Gesetz der Ausgewogenheit lernen und verstehen muss.
Solange nicht Mann und Frau in vollkommener Partnerschaft leben und jeder seine Rolle in der Fortentwicklung der Menschheit spielt, kann kein wirklicher Fortschritt stattfinden. Mit dem Erscheinen des weiblichen Aspektes und der Ausgewogenheit des Lebens wird ein großer Fortschritt auf der Erde die Folge sein. Es muss Gleichheit herrschen, geistige (spirituelle) Gleichheit, mentale Gleichheit; zwischen Mann und Frau müssen gegenseitiger Respekt und wahre Partnerschaft gelebt werden. Diese neue Situation wird viel derzeit noch bestehendes Unrecht mildern.
(...)
Die Seele einer jeden lebenden Frau drückt Weisheit aus, und jede männliche Seele Kraft oder Willen. Die Vervollkommnung des menschlichen Lebens ist dann vollendet, wenn die Liebe in jeder Seele so vollkommen ist, dass es keine Trennung gibt. Dann sind die Zwei wie Eins. Wenn sie es so wünschen, werden sie als getrennte Einheiten wirken, aber als Einheiten, die verschmelzen und sich selbst zu Einem vervollkommnen können, in dem sie alle Selbstsucht verlieren und in die unendliche Liebe Gottes eintauchen."
(aus White Eagle, "Die Göttliche Mutter")

PS: White Eagle ist ein geistlicher Lehrer, dessen Gedanken und Worte durch das Medium Grace Cooke, mit der er in vielen Leben verbunden war, übermittelt wurden.
White Eagles letzte Inkarnation liegt wohl 450 Jahre zurück. Damals war er, wie Grace Cooke seinen Hinweisen entnehmen konnte, der Mohawk-Sachem Hiawatha, also der Friedenshäuptling eines zu den Irokesen gehörigen Stammes. Unter den Indianern genoss er eine unglaublich große Verehrung; dadurch konnte er maßgeblich zur Gründung des Bundes der Irokesen beitragen, der die internen schrecklich blutigen Auseinandersetzungen beenden sollte.
Seine durch Grace Cooke übermittelten Schriften sind geprägt von einer einfachen, schlichten Sprache und genauso einfach und zugleich wertvoll ist die vermittelte Wahrheit. Zahlreiche Bücher sind von ihm erschienen, u.a. "Geistige Jahreszeiten" und "Das große White Eagle Heilungsbuch" ...

Samstag, 9. Dezember 2023

Zur Herzensbildung (Teil 4): ÜBER DEN LÖWEN IN UNS

(der Beginn, Teil I findet sich hier: https://lmy.de/cyrr )

Wer den Löwen in sich hat, braucht ihn außerhalb nicht mehr fürchten. Es mag etwas - ich sage sogar: viel - Wahres an dieser Ansicht sein und Goethes „Novelle“ gibt uns ein aus dem Leben gegriffenes Beispiel über den Zusammenhang von Löwe, Feuer, Herz und Mut. In Teil V dazu mehr.

Zunächst möchte ich auf eine Geschichte verweisen, die meine Kindheit prägte und ich wünschte, Eltern würden sie ihren Kindern als Gute-Nacht-Geschichte immer mal wieder vorlesen oder erzählen; es ist jene von Daniel in der Löwengrube [https://lmy.de/aXOA].
Die Löwenenergie, die Daniel besitzt, ist dem Feuer verwandt, und so verwundert es nicht, dass sich im alttestamentarischen Buch Daniel eine vergleichbare Geschichte findet, jene von den Drei Männern im Feuerofen [https://lmy.de/ZMDd]; auch sie ist - im angesprochenen Sinne - eine wertvolle Gute-Nacht-Geschichte.

Warum solche Erzählungen wie Balsam für die Seelen sind, erklärt sich daraus, dass wir in einer Welt zunehmend ohne Prinzipien, ohne Werte, ohne Ideale leben, ohne herzenstiefe Religiosität. Gewiss gilt das nicht für alle lebenden Zeitgenossen, aber jene, die wie Daniel sowie Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu ihrer Überzeugung stehen und mutige Bekenner eines Sinnes, der in ihnen ist und zu dem sie stehen, wenn es auch das Leben kostet, sind, finden sich doch selten.
Man spürt, wie sehr die Seele aufatmet, wenn sie solche Erzählungen hören darf, weil sie doch den Mut nicht verlieren will. Die Seele braucht in dieser Zeit mehr denn je diese Nahrung!
Gerade auch die von Kindern!

Gewiss ist der Mut eine Eigenschaft, die mehr dem Weiblichen zuteil ist, was mit der Herkunft der Frauen aus der Gruppenseele der Löwentiermenschen (vgl. Sphinxtiere) zusammenhängt, dennoch haben wir in oben erwähnten Erzählungen zugleich ein Beispiel für echte Männlichkeit und Standhaftigkeit.

Gerade vor dem Hintergrund, dass wir derzeit einen Bundeskanzler haben, der lügt und sich an krumme Absprachen nicht erinnern will (Cum-Ex) und der, bei ihm selten extrem, kaum eine männliche Seite bzw. Energie hat – man schaue nur einmal, wie er geht und dass er kaum in der Lage ist, die Hüfte zu bewegen und zum Teil fast Tippelschritte macht wie ein Kind – , wird offenbar, wie sehr sich unser Volk bzw. Kulturkreis sehnt nach einer Männlichkeit, die lebendig ist und gelebt sein will - sie darf sich auch im Äußeren zeigen. Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass so viele Menschen diesen Mann in seiner männlichen Unmännlichkeit immer wieder ansehen müssen; die Seele leidet, wenn sie solch menschliche Reduktion sieht, vor allem, wenn sie behebbar wäre. Sie benötigt aber dieses Lehrprogramm.
Die Seelen der Menschen leiden ganz besonders in dieser Zeit des Übergangs von der kaputten patriarchalischen Männlichkeit hin zu einer neuen kosmischen, weil viele spüren, dass das Alte geht, sie aber das Neue noch nicht wirklich sehen.
Gewiss ist, kosmisch gesehen, eine neue Männlichkeit zur Erde unterwegs und lebt hier auch schon in Ansätzen und entwickelt sich, noch aber haben zu wenige Männer bewusst das unerlöste, nicht zu erlösende, weil dem Untergang geweihte kollektive Feld einer kaputten degeneriert-patriarchalischen Männlichkeit verlassen, bewusst verlassen. Das Patriarchat hatte für eine gewisse Zeit eine Funktion im Rahmen der menschlichen Entwicklung; die Zeit aber ist nun endgültig vorbei und Frauen und Männer sollten die Erdogans, Putins, Orbans, Bidens, wie überhaupt diese ganzen alten Männer, die sich zum Teil auch in jungen Männern, gerade auch Politikern verstecken, entmächtigen. Im übrigen sollten auch Frauen aus ihrer Opferrolle, die als solche nicht stimmig ist, herauskommen, soweit sie sich darin befinden – und es tun das nicht wenige –, und sehen, dass auch eine neue Weiblichkeit gelebt sein will, eine Weiblichkeit, wie sie auf eine bisher nicht gekannte Weise das Männliche schätzt, anstatt, wie das viele zum Teil unbewusst tun, das Männliche zum Maßstab zu nehmen, an dem man erfolgreiche Weiblichkeit misst, um so sich endlich überlegen zu fühlen.- Eine totale seelische Sackgasse.

UNTERWEGS ZUR ZEHNTEN HIERARCHIE

Auf eine untrennbare Weise ist der Löwe in uns mit unserer Herzenskraft verbunden und mit dem Mut, einem Mut, der Voraussetzung dafür ist, dass wir demütig sein können vor der Größe menschlichen Seins als der zehnten Hierarchie, wie sie sich entwickelt, weil sie eine geniale Idee vorausgehender Hierarchien ist, die eine unvorstellbare Größe besitzen und im Menschentum ein Neues schaffen, etwas kosmisch ganz Neues, von dem die Bibel in Bezug auf die nächste große Phase als dem Neuen Jerusalem spricht, auf das noch der sechste und siebente Schöpfungstag folgt. Unsere Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.
Die wunderbare Ricarda Huch, Autorin u.a. von Luthers Glaube, selbst im Übergang vom Krebs zum Löwen geboren, lässt ein sehr ehrliches, sehr schonungsloses Gedicht beginnen mit - kein Zufall dieser Zusammenhang - „Mein Herz mein Löwe“ und die ersten beiden Zeilen lauten:
Mein Herz, mein Löwe, hält seine Beute fest,
Sein Geliebtes fest in den Fängen …
Es ist übrigens bezeichnend, dass sie in ihrem eben genannten Buch mit jenen ins Gericht geht, von denen es zur Zeit viel zu viele gibt:
Die meisten Berufenen scheitern daran, dass sie nicht kämpfen und leiden wollen. Sie möchten wohl Auserwählte sein, aber, wie Papageno [in Mozarts „Zauberflöte“; Anm. J.K.], nicht durch Feuer und Wasser gehen, und gleichen Frauen, die sich nach Kindern sehnen, aber die Qual, sie zu tragen und hervorzubringen, nicht auf sich nehmen mögen. Es gibt Menschen, die dem Leiden ausweichen, und es gibt Menschen, die das Leiden suchen und denen das Leiden ausweicht; wen Gott auserwählt hat, dem zwingt er das Leiden auf. Und zwar zwingt er es ihm auf durch das Mittel, durch welches er überhaupt im Menschen wirkt, nämlich durch das Herz; insofern nun jedem sein Herz selbst angehört, macht jeder sich sein Schicksal selbst.
Unsere Erde braucht Frauen und Männer mit innerem Feuer und Löwenkraft.

HILFEN DURCH UNSERE TIERKREISZEICHEN

Den Zusammenhang von Löwe, Feuer und Herz stellt insbesondere White Eagle - in seinem letzten Leben ein großer Irokesen-Häuptling, wohl Hiawatha [https://de.wikipedia.org/wiki/Hiawatha], der legendäre Gründer des Bundes der sechs Irokesenstämme und nun wohl Mitglied der Weißen Bruderschaft - in seinem „Großen Heilungsbuch“ heraus. In dessen letztem Kapitel „Astrologie und geistiges Heilen“ betont er, wie wichtig es für das geistige Heilen sei, um die Bedeutung des Sonnenzeichens, unter dem die Menschen geboren sind, zu wissen, ihr Tierkreiszeichen. Er weiß darum, dass Löwe-Menschen - ihr Zeichen ist dem Element des Feuers zugeordnet - dazu neigen, ihr Vertrauen zu spontan und leichtgläubig zu verschenken und sich dadurch häufig heftige Enttäuschungen einzuhandeln, weiß auch, dass sie gegebenenfalls im Verhältnis zu geliebten Partnern und Kindern viel Herzenskummer und Enttäuschungen erleben, doch wirken sich diese Erfahrungen oft sehr segensreich für sie aus, öffnen sie doch das Herz des Löwe-Menschen zu echtem Verständnis, zumal im Herzen aller Feuerzeichen ein ausgeprägter Sinn für Ehrenhaftigkeit und Integrität brennt und alle Seelen unter diesem Zeichen nicht anders könnten, als im Lichte zu leben. So White Eagle.

Für alle Heiler in diesem Zeichen sei es unerlässlich, sich selbst der großen machtvollen Sonne zu öffnen, zumal es ihnen als Löwe-Geborenen leichtfalle, sich zum ewigen Licht der Sonne zu erheben und von ihrem Herzen aus alle ihre Werke zu vollbringen, von ihrem Löwe-Herzen, das wie kein anderes Organ dazu erschaffen worden sei, das solare, also das Sonnen-Feuer in sich zu entwickeln und weithin zu allen Wesen auszustrahlen.

Anmerken möchte ich hier, dass alle Tierkreiszeichen auf ihre Weise wunderbare spezifische Heilungsmöglichkeiten beinhalten, doch spielt im Tierkreiszeichen des Löwen das Herz eine ganz besondere Rolle.

Wenn Paracelsus darauf verweist, dass wir den Himmel in uns reinigen mögen, so bedeutet das in einem umfassenden Verständnis der Bedeutung des Tierkreises, dass wir alle Tierkreiszeichen in uns integrieren, damit wir zu einem umfassenden Verständnis des Kosmos gelangen.

In einem abschließenden Teil möchte ich auf die zukünftige Bedeutung des Herzens verweisen, wie es sich also weiterentwickelt in zukünftigen Entwicklungsstufen unseres Menschseins und ich möchte Goethes Novelle empfehlen, die auf wunderbare Weise zeigt, wie in unserem Menschenleben äußeres und inneres Feuer, äußerer und innerer Löwe, Mut und Herzfähigkeit zusammenhängen.

Mittwoch, 2. November 2022

IMMER; WENN AUF DER ERDE DAS GROßE HALLELUJAH HÄNDELS ERTÖNT, SINGT IM HIMMEL EIN ENGELCHOR MIT - ÜBER DIE ENGEL DER MUSIK

Ich weiß nicht mehr, wo ich obigen Satz zu Händels Hallelujah gelesen habe, aber für mich war er sofort wahr und ich habe ihn seitdem nicht mehr vergessen.(Musik https://bit.ly/3fnyGN4)

Bei Gelegenheiten wie gestern Nacht musste ich wieder an ihn denken, als ich „zufällig“ das Baroque Opera Festival des Bayrischen Rundfunks anklickte und die Sopranistin Julia Lezhneva, von deren engelsgleicher Stimme schon die New York Times schwärmte, und das phantastische polnische OH!-Orkiestra Historyczna genießen durfte, das sie begleitete. Mir kam in den Sinn, was White Eagle (zu seiner Person https://bit.ly/3zzOTFH) über die Engel der Musik und die Musik überhaupt äußerte, wobei man beherzigen sollte, was er grundsätzlich in diesem Zusammenhang zu den himmlischen Kräften sagt:
Denkt daran, dass ihr auf den inneren Ebenen stets mit diesen wunderbaren, unsichtbaren Kräften arbeitet und eure Gedanken, eure Rede und eure Gefühle von diesen Kräften benutzt werden. Ihr aber seid der Herr. Es liegt an euch. In euch ruht die Kraft, und ihr habt es in eurer Macht, durch eure Hingabe und Liebe für Gott und seine himmlischen Diener die Wunden der Menschheit zu heilen und himmlisches Licht und Verständnis, himmlischen Trost und Frieden in Herz und Verstand der Menschen zu senken.
Zu den Engeln der Musik
Die Engel der Musik nähern sich jenen, die sie darum bitten. Wenn ihr es versteht, diese Engelwesen anzurufen, vermögen sie euch mit schöpferische Kraft zu erfüllen, die es euch ermöglicht, die Musik eurer Seele zum Ausdruck zu bringen. Das gleiche gilt für die Schriftstellerei, Malerei und jeder andere Kunstform. Die von wunderbarer Musik angelockten Engel lassen sich mit Worten nicht beschreiben. Sie nehmen die vom Klang gebildete Substanz, Farbe und Form und weben sie in unbeschreiblich liebliche Gestalten.

Die Schwingungen der sieben Musiknoten bilden sieben Farbstrahlen. Wenn ihr das nächste Mal ein Orchesterkonzert besucht und fühlt, wie die Musikschwingung eure Seele berührt, dann lasst eurer Phantasie freien Lauf und stellt euch die Farben vor, die bestimmte Themen hervorbringen. Kümmert euch nicht darum, wenn ihr Fehler macht. Ihr könnt alle Harmonien anhand der unterschiedlichen Farbabstufungen auslegen. Erinnert euch daran, was wir über die verschiedenen Töne einer jeden Farbe und ihre Deutung gesagt haben; selbst bei der Musik denkt nicht ausschließlich an eine einzige Farbe. Es gibt zwar einen Hauptfarbton, aber auch andere Schattierungen. Die Schwingungen, die Harmonie der Musik, lassen einen bestimmten Aspekt der Seele erklingen, der sich dann wie eine Blume öffnet - dem Sonnenlicht entgegen, dem weißen Licht des Sohnes, des Christus, ausgedrückt durch Harmonie.

Jeder Komponist hat eine bestimmte Arbeit zu verrrichten. Seine Musik entstammt den inneren Ebenen und soll bestimmte Wirkungen auf den physischen und die feinstofflichen Körper der Zuhörer ausüben. Auf diese Weise führen verschiedene Komponisten eine bestimmte Eigenschaft ein, derer die Menschheit zu diesem Zeitpunkt und auch im Verlaufe ihres Evolutionsprozesses bedarf. Der Komponist empfängt diese Schöpfungen von jenen erhabenen Devas und Engeln, die für die Schöpfung oder Neuschöpfung des künstlerischen, musikalischen und spirituellen Lebens der Erdenmenschen verantwortlich sind.
Über den Tempel der Musik
Wir führen euch jetzt in die Welt des Geistes, in den großen Tempel der Musik. Ihr selbst müsst euren inneren Blick öffnen und euren Musiktempel sehen … Seht ihn … Hört ihn … Fühlt ihn … Seht die wunderschöne Struktur, die pulsierende Farbe der Säulen und des Baldachin. Bemerkt die schillernden Farben in dem Tempelbau selbst. Seht die Farbe, die den wunderbaren himmlischen Streichinstrumenten und anderen Musikinstrumenten, die euch auf Erden unbekannt sind, entströmen. Lauscht dieser himmlischen Harmonie, die sanft und leise beginnt, alle Aspekte der Natur und die Arbeit der Naturgeister beschreibt, das dahinplätschernde Wasser und die leichte Brise, den Duft der Blumen … hört die Kraft und die Fülle der Trommeln … Könnt ihr die Schwingung dieser Musik fühlen? Und dann die sanften, lieblichen Streichinstrumente. Wenn ihr die Blasinstrumente hört, nehmt ihr die Mächte der Luft, die Luft-Devas, die die Atmosphäre reinigen, wahr. Fühlt euch inmitten der Naturkräfte in diesem geistigen Musik-Tempel. Hier lernen die Musiker die Gesetze und das Wirken des Klangs auf ätherischer und physischer Ebene.

Eure Seelen sind auf das himmlische Orchester eingeschwungen und ihr könnt das erhabene Aum … Auf vernehmen. Die Schwingung perlt in immer größer werdenden Kreisen hinaus in den Weltenraum. Der Klang nimmt euch gefangen, und ihr seid in seiner Mitte … Fühlt die wohltuende, zarte Liebe, die sich mit diesem süßen, sanften Klang in die Seelen von Männern und Frauen auf Erden ergießt; die himmlische Musik, die die Seele für die Liebe Gottes öffnet. Wenn ihr auf Erden eurer Musik lauscht, erlaubt ihr, in einer Weise auf euch einzuwirken, die wir euch heute Abend zu übermitteln versuchen. (...)
Lernt als Erstes, den Menschen zuzuhören
Wollt ihr die geistige Welt hören und die liebevollen Worte eurer Lieben, eures geistigen Führers, eures Lehrers und später eures Meisters aus jenen Bereichen vernehmen? Dann lernt als erstes, den Menschen auf Erden zuzuhören und demjenigen, der zu euch spricht, eure volle Aufmerksamkeit zu schenken. Lauscht auch auf die Laute der Vögel und Tiere, den Gesang des Windes in den Bäumen, die fallenden Regentropfen und den rauschenden Fluss. Von Kindheit an wurden die Indianer dazu erzogen, und deshalb hörten sie nicht nur die irdischen Klänge, sondern auch die Klänge der unsichtbaren Welten. Sie vermochten die Stimmen ihrer geistigen Führer und Lehrer zu unterscheiden und auch die Naturgeister zu vernehmen. 
(aus „Das White Eagle Engel-Buch)


Samstag, 10. September 2022

KUNST ALS TOR ZU KOSMISCHEM BEWUSSTSEIN. – DIE ZWANGHAFTIGKEIT DER ERDE ZUNEHMEND ABLÖSEN.

Ich veröffentliche den folgenden, ursprünglich in einer Facebook-Gruppe (https://bit.ly/3B9NDJ8) veröffentlichten Beitrag  hier auf der EthikPost, weil er von Facebook dort gecancelt wurde mit dem Hinweis, er widerspreche den Gemeinschaftsstandards. Er ist also in erster Linie für die Gruppenmitglieder gedacht, denn ohne die vorausgehenden Beiträge mag sein spiritueller Inhalt nicht immer ganz leicht nachvollziehbar sein 

Kunst ist der fortdauernde Befreiungsprozess des menschlichen Geistes und zugleich Erzieherin der Menschheit zum Handeln aus Liebe. (aus „Ita Wegmans Lebenswirken aus heutiger Sicht“;1976) 
  • die Kunst: unser Tor zu kosmisch bewusstem Sein 
  • mindestens genauso wichtig wie Inhalte: die Stimmung 
  • Steiner-Happen und überhaupt Spirituelles können die Seele zukleistern 
  • Die Götter wieder jubelnd musizieren hören 
  • „Du sollst Dir kein Bildnis machen“ 
  • „Weil Du nicht bist wie alle andern“ 

Manche werden sich wundern, wie sprunghaft doch in unserer  Gruppe die Themen angeschlagen werden. Aber ein geistiges Netzwerk lässt sich nicht so aufbauen, wie unser Verstand es sich wünscht. Die Einordnung der Themen in das Ganze - beispielsweise ´der Zyklus der Frau im Spiegel der Jahreszeiten´, ´die Bedeutung der kosmischen Vater- und Mutterkräfte´, ´Enzensbergers wunderbares Gedicht über einen Mann, der seine Gefährtin nicht einengt´, ´die Bedeutung der Isis-Zeit´, ´über Penis und Vagina und was man ach doch über beides wissen sollte´ und andere Themenbereiche mehr … - bleibt jedem selbst überlassen; in der Seele muss sich zusammenfinden, was wirklicher Sinn im eigenen Leben werden soll. Ich hoffe jedenfalls schon, dass sich in absehbarer Zeit die Bedeutung des Kosmischen für unsere Entwicklung und die Heilsamkeit eines Miteinander von Weiblichkeit und Männlichkeit deutlich abzeichnen. Noch tun sich immer neue Bereiche auf, die Bedeutung für unser Gesamtthema haben, z.B. für mich als nächstes die Bedeutung der Schönheit, die auch den Zugang zum Kosmos öffnen kann.

Zuletzt sollten Grammatik, Syntax und Kunst einen Stellenwert für unser Thema haben.

Der Textauszug aus Max Frischs „Homo Faber“ hat viele nicht sonderlich interessiert oder gar beeindruckt; für mich allerdings ist der Roman ein Paradebeispiel für das, was Kunst in Bezug auf unser Verhältnis zum Übersinnlichen zu leisten vermag und mein Herzblut hängt an diesem Werk, weshalb ich mich selten so sehr über Likes gefreut habe wie die von Margareta, Franziska und Michaela Mirjam unter dem letzten Beitrag:

Jener Ingenieur ist ja vielleicht in der neueren Literatur DAS Paradebeispiel für ein sich wandelndes Männliches; sein „Im Licht sein“ - eine für ihn noch wenige Monate zuvor undenkbare Wortwahl - erinnert mich an das, was wesentlich ist: nicht die Inhalte sind, es, jedenfalls nicht nur:
„Auch ich“, so gibt Margarita Woloschin in „Leben und Werk“ eine Aussage Steiners wieder, „wenn ich einen Vortrag zu halten habe, bestimme nicht im Voraus, was ich sagen werde, sondern vertiefe mich in eine bestimmte Stimmung, aus der heraus ich dann spreche.“ Und sie formuliert dann, dass Stimmung bedeute: in das Licht hineinwachsen, das von einem höheren Wissen als farbiger Schimmer herabglänzt.
Diese Worte lassen erkennen, wie wichtig Homo Fabers „Im Licht sein“ für ihn war und für uns sein kann.

auf die Stimmung kommt es an …

Für mich ist diese Thematik noch auf eine andere Weise von Bedeutung: Vor mehr als zwanzig Jahren sagte eine Frau, deren Hellsichtigkeit ich noch heute schätze, zu mir über das, was ich später einmal machen würde: Es wird nicht so sehr auf die Inhalte ankommen, sondern auf die Stimmung; es geht um Stimmung. - Ich war damals ziemlich enttäuscht - „Stimmung“ hatte für mich im Zusammenhang mit Spiritualität keinen wirklichen Stellenwert - und ich dachte: Na danke, für was lese und studiere ich all das, was ich tue. Heute erkenne ich, wie sehr sie mir Wichtiges mitteilte. Jeder, der ein Saiteninstrument, sei es eine Geige oder Gitarre, stimmt, weiß, wie gut das dem eigenen Inneren tut, wenn die Klänge der Saiten immer mehr zueinander finden und zuletzt ein feinstimmiger, feingestimmter Akkord erklingt - es gibt kaum etwas Schöneres, Erlösenderes als einen abschließend reinen Akkord. Das gilt auch für unsere Seelen. Der Mensch handelt, wenn es gutgeht, zunehmend in Überein-Stimmung mit der Geistigen Welt und verwirklicht sein eigenes Wesen, wenn er - wie ein wahrer Künstler - die eigenen Seelenkräfte, am Sinnlichen erprobend, umwandelt und damit hinstimmt zu einem sinnenfreien, rein geistigen Anschauen, um die Geistige Welt zu erkennen; wenn ihm das gelingt, erkennt er als Folge den ur-eigenen Zusammenhang mit dem ur-sprünglichen Wesen der Welt.

Was für eine Tatsache: den ur-eigenen Zusammenhang mit dem ur-sprünglichen Wesen der Welt erkennen!

Dieser Anspruch darf uns ruhig bewusst sein, vor allem aber sollte uns bewusst sein, dass wir noch - und dieses Leben wird nicht das diesbezüglich letzte sein - mitten im Stimmen sind und jeder Misston uns Hinweis sein darf, an einem der Wirbel von Geige oder Gitarre, sprich, an einem unserer Seelenwirbel zu drehen, um die Töne bzw. Seelenlagen stimmiger werden zu lassen.

In uralten Erdenzeiten musizierten die Götter jubilierend im Kosmos aus der Freude an ihrem Weltenschaffen heraus, göttlich gestimmt. Das darf uns wieder bewusst sein (https://bit.ly/3RzxraV) und die Frage beantworten, warum es so bedeutungsvoll ist, dass wir den Kosmos betreten; wir tun es im Schlaf, wir tun es in unserem Leben nach dem Leben, wir können täglich tagsüber einige wenige Minuten stille werden und in den Kosmos eintreten und uns augenblicklich begrüßt fühlen von all den Wesen, die sich über solche Besuche königlich freuen; auch heute jubeln die Götter noch, wenn Licht geschieht. Und sie tun das auch in dieser Zeit, da das Licht immer stärker wird. 

Kunst und die geistige Gestaltung unserer Wirklichkeit

Damit wir dies wahrnehmen und zu unterstützen vermögen, dazu trägt die Kunst - ob Poesie, Malerei, Architektur, Formen der Landschaftspflege und weitere Seinsweisen - in einem bisher zu wenig gewürdigten Ausmaß bei; mit ihr erscheint Übersinnliches in unserer sinnlichen Welt in Formen, Farben, Tönen - zukünftig immer mehr in Tönen, denn die Musik ist die Kunstform der Zukunft („ die Musik stellt deshalb ein Höchstes dar, weil sie ganz außerstande ist, irgend etwas aus der Natur nachzuahmen, sondern in ihrem eigenen Element Gehalt und Form ist“ - R. Steiner, GA 271, S. 102). Mit ihr enthebt sich der Mensch der zwanghaften Anpassung an die Erde; sie ermöglicht den Brückenschlag zwischen äußerlichem Anschauen und innerem Erleben, ermöglicht eine gegenseitige Befruchtung beider Seiten und gibt damit unserem irdischen Leben Sinn; mittels der Kunst durchgeistigt sich sinnlich Wahrnehmbares. Es ist der Künstler, der durch sein Schaffen die geistig-übersinnliche Welt in die physisch-sinnliche hineinträgt und sie erlöst; er ist es, der der verzauberten Natur Geheimnisse entlockt, die in ihr verborgen sind und durch Verwandlungsprozesse nicht zum Tragen kommen konnten: 
Wenn der Mensch sein Inneres über die Natur sprechen läßt, so erkennt er, daß die Natur hinter dem zurückbleibt, was sie vermöge ihrer Triebkräfte leisten könnte. Der Geist sieht das, was die Erfahrung enthält, in vollkommenerer Gestalt. Er findet, daß die Natur ihre Absichten mit ihren Schöpfungen nicht erreicht. Er fühlt sich berufen, diese Absichten in vollendeter Form darzustellen. Er schafft Gestalten, in denen er zeigt: dies hat die Natur gewollt; aber sie konnte es nur bis zu einem gewissen Grade vollbringen. Diese Gestalten sind die Werke der Kunst. In ihnen schafft der Mensch das in vollkommener Weise, was die Natur unvollkommen zeigt. (GA 1, S. 331)
Lasst uns den Wandlungskräften der Kunst vertrauen! 

Der Mensch von heute setzt sich immer weniger Wandlungskräften aus. Selbst wenn jemand ein spirituelles Video im Netz anschaut: Selten - so erlaube ich mir zu sagen - wird der Mensch in der Seele berührt. Kommt doch meist das, was erwartet wurde: eine Ladung Samadhi oder ähnliches … aber die Seele gähnt; Spirituelles kann auch die offenen Stellen der Seele noch gänzlich zukleistern, weil in Wirklichkeit der Mensch nicht mehr forscht, nicht mehr strebt.

Notwendig ist, dass wir uns (wieder) Überraschungen aussetzen: Das geschieht mittels eines Romans, eines wertvollen Films wie „Der Himmel über Berlin“ (https://bit.ly/3TIPCNi), wenn wir uns in Bilder hineinbegeben. 

Lasst uns regelmäßig uns den Wandlungskräften der Kunst aussetzen!
Kunst will uns mit dem Geistigen verbinden und es ist etwas anderes, ob ich eine Sammlung von Steiner-Zitaten lese - das kann für unsere geistige Entwicklung durchaus sehr kontraproduktiv sein, weil das Lebendige des Lebens fehlt, das WIR nicht hineingeben; deshalb empfinde ich ja die Anthroposophie so leblos. Geisteswissenschaft kann furchtbar einschläfern. 

Da ist es gut, wenn man mal ein so bemerkenswertes Gedicht liest wie jenes von Marie Luise Kaschnitz (1901-1974) über „Ein Leben nach dem Tode“ ((https://bit.ly/3D1Pxyp) oder jenes so aktuelle: 
Es ist kein Garten so fernab gelegen,
Daß nächtens nicht der wilde Schrei der Welt 
Gleich einem wunderbaren Feuerregen
Vernichtend auch auf seine Saaten fällt.

Und keinem ist der Kreis so fest gezogen,
Daß eines Tages nicht ein wilder Geist
Ihm mit der Urgewalt der Meereswogen
Furcht und Erbarmen aus dem Herzen reißt.

Ein wölfisch Wesen springt aus Lammesmienen,
Und keiner lebt, der nicht in sich entdeckte
Ein fremdes ungeheures Element.

Und weil er lebt, muß er dem Chaos dienen
Und einem Neuen, das die Zeit erweckte,
Und dessen Sinn und Ende niemand kennt.

Wir erleben gerade eine Zeit, in der das geschieht, was die leider  zu sehr in Vergessenheit geratene Dichterin hier formuliert. Sinn und Ende kennen die Götter. Wir oft nicht. Wir nähern uns dem Sinn:
Dasjenige, was künstlerisch geschaffen wird, das gehört einem nicht selber an, das schaffen in uns die Götter, denn die wollen es in der Welt haben, die wollen, daß es geschaffen wird, wollen, daß es darinnen steht.“ (Ga 287, S.59)
Ihr Medium ist der Künstler, auch gegebenenfalls der Künstler in uns.

In der Kunst sind Kräfte aktiv wie sonst nirgends. Es sind göttliche Kräfte. Sie haben nur ein Ziel: den Menschen mit dem Geistigen zu verbinden. Sie wollen uns fort und fort Anregungen geben. Aber auf Facebook allein oder Whats App oder Telegram finden sie sich selten, auch nicht im Rahmen der vielen kritischen Berichte über das, was alles so Fatales in unserer Gesellschaft und weltweit läuft (ohne guten Filter überleben dieses Trommelfeuer von Maya-Informationen nur wenige unbeschadet).

Es ist notwendig, dass wir uns aktiv der Kunst zuwenden, sei es der Plastik, der Architektonik, der Musik, der Poesie, der Malerei, des Töpferns und was es auch immer gibt:
(..) eigentlich kann ja die Kunst nichts anderes sein als die Wiedergabe desjenigen, was der Mensch im Zusammenhange mit dem Weltenall empfindet, daß vom Kunstwerke aus sich die Seele öffnen kann für die Geheimnisse des Weltenalls. (GA 229, S. 23)
Für den ein oder anderen mag sich die Frage stellen, wie es mit einer Auswahl der Kunstgegenstände bestellt ist, denn man wird ja immer wieder an Exponate gelangen, die den Geist wenig erheben (im Gegensatz zu vielen anderen sehe ich das bei einem Josef Beuys gegeben - ehrlich gesagt ertrage ich, wenn ich auf You Tube einen Beitrag über oder mit ihm sehe - seine Energie kaum über längere Zeit, das aber geht mir bei einem Robert Betz und anderen spirituellen Selbstdarstellern auch so - und will nichts heißen :-)  - man muss über die unterschiedlichen Wahrnehmungen nicht unbedingt streiten, sondern wissen, dass unterschiedliche Sichtweisen der Geistigen Welt durchaus willkommen sind.

Einerseits ist es ja so, dass das nur Schöne die Menschen einlullen würde und dass das ganz im Sinne Luzifers wäre; andererseits ist es so, dass unsere geistigen Sinne sich an unterschiedlichen Exponaten schärfen und unser astralisches Wahrnehmungsvermögen sich stimmt und dabei eben auch irrt, den Wirbel - um das Geigen- und Gitarrenbild nochmal aufzunehmen - in die falsche Richtung dreht oder überhaupt den falschen Wirbel betätigt und damit an der falschen Saite stimmt - das gehört dazu. Vergessen wir nicht:
In der Wirklichkeit haben wir, so wie mit einem Ineinanderspiel von Evolution und Devolution, es zu tun mit einem Ineinanderspielen, und zwar einem harten Kampfe der Schönheit gegen die Häßlichkeit. Und wollen wir Kunst wirklich fassen, so dürfen wir niemals vergessen, daß das letzte Künstlerische in der Welt das Ineinanderspielen, das Im-Kampfe-Zeigen des Schönen mit dem Häßlichen sein muß. Denn allein dadurch, daß wir hinblicken auf den Gleichgewichtszustand zwischen dem Schönen und dem Häßlichen, stehen wir in der Wirklichkeit darinnen, nicht einseitig in einer nicht zu uns gehörigen Wirklichkeit, die aber mit uns erstrebt wird in der luziferischen, in der ahrimanischen Wirklichkeit. (GA194, S.57).
Das Thema der Kunst im Erkenntnisprozess wird, wie ich glaube - denn ich habe es kaum einmal angesprochen gesehen; für Steiner ist ihre Bedeutung, so möchte ich fast sagen: überragend - unterschätzt bzw. zum Nachteil von uns auf dem Weg Befindlichen, vernachlässigt, denn Kunst führt uns ins Kosmische; dahin geht doch unser Weg.

Beschäftigung mit Kunst und erst recht künstlerisches Schaffen führt ins Kosmische.

Man kann es nicht oft genug sagen!

Ich möchte dieses Thema, auf das ich aufmerksam machen wollte, abschließen mit einem Zitat aus der GA 77b:
Innig verwandt ist dasjenige, was der Geisteswissenschafter durchzumachen hat mit demjenigen, was der Künstler durchzumachen hat. Und was dem Künstler die Phantasie gestaltet, das gestaltet sich dem Geistesforscher in der übersinnlichen Anschauung (…) In die Regionen dringt der imaginativ Erkennende ein, in denen die Impulse liegen, die der Künstler zunächst nicht im Bewußtsein hat, die aber kraften und leben in seinem Inneren, die seine Bildgestaltung führen, die seine Hände führen, die ihn zum Bildner, zum Künstler machen, so daß er dasjenige, was er aus diesen Regionen als Anregungen empfängt, dem äußeren Material, dem äußeren Stoff einverleibt. Dasjenige, was der Künstler zunächst nicht zu wissen braucht, was er aber einverleibt aus seiner unbewußten Intuition heraus dem ihn von außen gegebenen Stoff, das tritt dem imaginativ Erkennenden vor das bewußte Seelenleben.
Über die Bedeutung der Musik habe ich ja an anderer Stelle sich White Eagle , wenn auch nur kurz, äußern lassen - und vielleicht werde ich noch, was er über Farben äußert, dort nachtragen - (https://bit.ly/3wVwGRE); hier möchte ich abschließend auf zwei poetische Beiträge aufmerksam machen, die mir sehr wichtig geworden sind; der eine beinhaltet Ausführungen Max Frischs zur Bildnisthematik; sie rücken die Bedeutung dieses Gebotes in ein besonders wertvolles Licht, das erhellt, warum, sich ein Bildnis zu machen und Liebe leben zu wollen einander ausschließen und warum wir letztendlich reisen, eben auch lebensreisen - um nämlich Bildnissen zu entfliehen (dazu der dramatische Beginn von Max Frischs Stiller-Roman -  https://bit.ly/3THvj2Q)

Deshalb Frischs so dringender Appell:
Du sollst Dir kein Bildnis machen

Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen kön­nen, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu fol­gen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig ­werden: weil wir sie lieben; solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie grei­fen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt –

Nur die Liebe erträgt ihn so.

Warum reisen wir?

Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für alle Mal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei –

Es ist ohnehin schon wenig genug.

Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedes Mal […]

Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.

„Du bist nicht“, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: „wofür ich dich gehalten habe.“
Und wofür hat man sich denn gehalten?

Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat […]

In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! auch wir sind die Verfasser der andern; wir sind auf eine heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage. Wir sind es, die dem Freunde, dessen Erstarrtsein uns bemüht, im Wege stehen, und zwar dadurch, dass unsere Meinung, er sei erstarrt, ein weiteres Glied in jener Kette ist, die ihn fesselt und langsam erwürgt. Wir wünschen ihm, dass er sich wandle, o ja, wir wünschen es ganzen Völkern! Aber darum sind wir noch lange nicht bereit, unsere Vorstellung von ihnen aufzugeben. Wir selber sind die letzten, die sie verwandeln […]


Zeugnis von einem Umgang miteinander, frei von Bildnissen, gibt ein, wie ich finde, wunderbares Lied von Klaus Hoffmann - jeder Satz mag uns Anregung sein (vertont hier ab Minute 3.10´ https://bit.ly/3KMivUv) 

weil du nicht bist wie alle andern
weil man dich niemals kaufen kann
weil mit dir tausend Sterne wandern
weil du auch Wölfin bist und Lamm

weil du noch Mut hast um zu träumen
weil in dir Schmetterlinge sind
und weil du Zeit hast dich an Bäumen
halbtot zu freuen wie ein Kind

weil du das große Abenteuer
wie ein Geheimnis mit dir führst
weil du nicht satt bist und das Feuer
so vieler Leben in dir spürst

weil du nicht bist wie alle andern
weil man dich niemals kaufen kann
weil mit dir tausend Sterne wandern
weil du auch Wölfin bist und Lamm

weil du noch in dir suchst und zweifelst
auch wenn du dich dabei verlierst
und deine Grenzen überschreitest
und weil du recht hast wenn du irrst

weil du Verbote einfach auslässt
weil du Gesetze hasst wie ich
weil du dich täglich etwas loslässt
weil du die Schatten kennst vom Licht

weil du ein Herz hast wie ein Bahnhof
aus dem ein Zug auf Reisen geht
und meine Stimme sagt ´fahr nicht los´
wenn du für immer von mir gehst

weil du nicht bist wie alle andern
auch wenn du ausgehst wie das Licht
und mit dir tausend Sterne wandern
weil es dich gibt liebe ich dich

Samstag, 8. Juni 2019

Pfingstsegen.

Wenn Ostern, das große Fest der Auferstehung, vorüber ist, hat man das Gefühl, als ob sich eine Stille auf die Erde herabsenke. Trotz der Üppigkeit des Wachstums und der Emsigkeit des neu erwachten Lebens spürt man einen fundamentalen, tiefen Frieden, den wir dem Mutteraspekt der Gottheit zuordnen, dem Aspekt, der allem Schönen Gestalt verleiht (...)

Betrachtet die Pfingsttage als eine Gelegenheit, die Bruderschaft allen Lebens zu überdenken und sie euch erneut vor Augen zu führen. Die Brüder versammeln sich an einem bestimmten Ort, in Harmonie und gegenseitiger Übereinstimmung. Solche Zusammenkünfte zwischen Männern und  Frauen in Harmonie und Brüderlichkeit bildeten einen Teil jener uralten Religion der Gott-Menschen, die zur Anfangszeit auf die Erde kamen, um der jungen Erdenmenschheit zu helfen, den Weg zur Wahrheit und zu Gott zu finden (...)
Es ist nichts Neues für die Menschen, sich in Gruppen oder in Bruderschaften zusammenzuschließen. Über die Jahrtausende haben sich Männer und Frauen im Geiste der Übereinstimmung zusammengefunden, um die Sonne, den Quell allen Lebens, und um die Große Mutter, die Spenderin aller Nahrung zu verehren. Somit, als die ersten Christenbrüder zusammenkamen, folgten sie lediglich dem Vorbild, das sie von ihren Vorfahren übernommen hatten, sie kamen zusammen, um Gott, Spender allen Lebens, und die Große Mutter, Spenderin aller Nahrung, in Andacht zu verehren.

Die ganze Natur war im Gottesbild der Menschen der Frühzeit enthalten. Der heutige Mensch wird wieder lernen müssen, sowohl mit den Naturgesetzen als auch mit den geistigen Gesetzen in Harmonie zu leben.

Das geistige Gesetz ist nichts anderes als das Gesetz der Liebe (...)

Die Menschen meinen, sie müssten für ihr Recht kämpfen, doch Jesus lehrte das nicht. Jesus lehrte euch, still zu werden ... zu lieben. Die älteren Brüder und die großen Meister aller Zeiten lehrten dieselbe fundamentale Wahrheit. Damit ist nicht gemeint, untätig zu sein, wenn es gilt, eine Wunde zu heilen oder einem Mitmenschen zu helfen. Vielmehr sollt ihr das Gesetz der Bruderschaft verwirklichen, und indem ihr das tut, setzt ihr die Macht der göttlichen Magie in Bewegung, die alle Dunkelheit erhellen und alle Schwierigkeiten überwinden kann. Welcher Art euer Konflikt auch sein mag, welches Problem auch immer ihr in eurem Leben lösen müsst, wenn ihr geduldig seid, wenn ihr Liebe und Dankbarkeit und das Licht Christi ausstrahlt, dann werdet ihr finden, wie wirksam diese Magie ist (...) Mit dieser positiven Haltung könnt ihr der ganzen Welt helfen.
aus  White Eagle, Geistige Jahreszeiten

[Übrigens sollten Frauen sich nicht ausgeschlossen fühlen, wenn von der Bruderschaft bzw. den Brüdern die Rede ist, denn in der Geistigen Welt hat das Wort von dem Bruder und der Schwester eine viel umfassendere Bedeutung, als wir es uns, wenn wir in unseren Geschlechterkategorien denken, vorstellen können. Vergessen wir zudem nicht, dass Jesus nach seiner Auferstehung sich einer Frau offenbarte (nur einer Frau offenbaren konnte!), während die "Brüder" in Jerusalem saßen und vor sich hinzitterten. Erst als er von einer Frau erfuhr, dass Jesus auferstanden sei, spurtete Petrus sehr sportlich zum Grab. Sonst säße er vielleicht noch heute jammernd in Jerusalem.]


https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEir88sqxOFK6xCPfjWrvAogs2OP-4FXeR2l_JPIqUeXr1QZKFlw8N_dBSXqzqiEJMimBjW64DdQYWJ3uPfPNMV-29JaES_yabdkJl0RjkYtRWi0cCubH2FkChXeCl2bWGdcVL9r3Or0lcuK/s1600/Hiawatha_and_Minnehaha.jpg
Hiawatha und Minnehaha.
In H.W. Longfellows Epos über das Leben des
Häuptlings Hiawatha heiratet dieser Minnehaha.
Die Statue lässt die Liebe der beiden erahnen.
Bild Wikipedia, urheberrechtlich gemeinfrei
White Eagle ist ein geistlicher Lehrer, dessen Gedanken und Worte durch das Medium Grace Cooke, mit der er in vielen Leben verbunden war, übermittelt wurden. 
White Eagles letzte Inkarnation liegt wohl 450 Jahre zurück. Damals war er, wie Grace Cooke seinen Hinweisen entnehmen konnte, der Mohawk-Sachem Hiawatha, also der Friedenshäuptling eines zu den Irokesen gehörigen Stammes. 
Unter den Indianern genoss er eine unglaublich große Verehrung; dadurch konnte er maßgeblich zur Gründung des Bundes der Irokesen beitragen, der die internen schrecklich blutigen Auseinandersetzungen beenden sollte.
Seine durch Grace Cooke übermittelten Schriften sind geprägt von einer einfachen, schlichten Sprache und genauso einfach und zugleich wertvoll ist die vermittelte Wahrheit. Zahlreiche Bücher sind von ihm erschienen; für mich zu den wertvollsten zählen "Die Verborgene Weisheit des Johannesevangeliums", "Die Göttliche Mutter", "Geistige Jahreszeiten" und "Naturgeister und Engel".

Montag, 14. Februar 2011

Bittet, und euch wird gegeben! - Vom Schlüssel, der im Herzen liegt.

(...) in  jeder Zelle ist ein göttlicher Funke, an den man sich wenden kann, damit der Körper vervollkommnet wird.
Wahre Liebe ist der Schlüssel dazu, das Geheimnis. Alle Weisen und Heiligen wissen das. Du siehst zu allen Zeiten, dass der Schlüssel im Herzen liegt. Der Schlüssel ist einfache Liebe, wahre Liebe, aber keine Gefühlsduselei! Das ist keine Liebe. Liebe ist der Wille des Vaters - der Mutter. Liebe bedeutet, den Willen von Vater/Mutter zu tun, die dich gesandt haben - das ist der Schlüssel.
Es gibt so etwas wie geistige Führung, nicht nur durch das innerste Sein, nicht nur durch das innere Licht, sondern auch eine Führung durch Führer, weise Führer oder Schutzengel im Jenseits. (...)
Viele Menschen reagieren unbewusst auf eine derartige Führung. Die Zeit wird kommen, da ihr alle auf euren Schutzengel reagiert. Dann schreiten die Menschen und die Engel Seite an Seite auf der Erde dahin. Bittet, und euch wird gegeben – bittet um Führung, vor allem vor dem Einschlafen am Abend, und achtet gut auf Eindrücke am frühen Morgen. Antworten werden euch eingegeben werden. Ihr werdet euch wundern über die wahre Führung und Hilfe, die da kommt.
aus White Eagle, Reinkarnation

Mittwoch, 11. August 2010

Stille Kommunion mit Gott und ein inneres Wissen, ihm nahe zu sein

Manche Menschen fühlen sich  dem Geist, oder Gott, näher in einem Garten - oder in der Heide oder den Bergen. Manche, sprächen sie aus aufrichtigem Herzen, würden dir sagen, dass sie sich Gott in der Einsamkeit des Meeres näher fühlen. Andere wiederum fühlen sich Gott näher, wenn sie einer schönen Musik lauschen. Andere fühlten sich Gott nahe, als sie ein schönes Bild betrachteten oder selbst malten. Eine Mutter könnte dir sagen, dass sie Gott am intensivsten fühlte, als sie ihr Kind gebar oder als sie in seine Augen blickte, in dieser unbeschreiblich engen geistigen Verbindung, die für eine Mutter so viel bedeutet. Zwei Freunde nähern sich Gott in der Liebe, die sie füreinander empfinden, von Geist zu Geist verbunden.
Diese Gefühle können nicht in irdische Worte gekleidet werden; möglich ist nur eine stille Kommunion (Vereinigung) und ein inneres Wissen um Gott. Du kannst Gott in einem Mann und in einer Frau erkennen, du kannst Gott in deinem Gefährten erkennen. Du siehst also, wenn du das Licht des Geistes in deinem Gefährten fühlen und erkennen kannst, erblickst du tatsächlich Gott. Das ist das Ziel und das ideale menschliche Leben, das alle suchen - diesen Augenblick, wenn du das göttliche Licht in einem blendenden Blitz erkennst; wenn du eins wirst mit Gott und den anderen. Das ist eine Erfahrung, die dir zuteil wird, während du in einem physischen Körper lebst.

Diese Worte White Eagles aus Die Göttliche Mutter weisen darauf hin, dass Gott keineswegs so unerreichbar ist, wie manche Theologen und zu bestimmten Zeiten die Kirche uns das weismachen wollte.
Es liegt vor allem an unseren Gedanken. Wenn sie reinen Herzens sind, ermöglichen sie den Zugang zu Gott. 
Wenn wir achtsame Blicke auf unsere Gedanken werfen, stellen wir fest, dass es da viel zu tun gibt.

Freitag, 10. April 2009

An Ostern schlägt spürbar das große warme Herz Gottes. - Die Osterblumen und das Erwachen der Christusliebe.


Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.
Dietrich Bonhoeffer

Geistige Wahrheiten, wie alle Wahrheiten, müssen sowohl für das Herz als auch für den Verstand annehmbar sein. Es gibt Leute, die sind der Ansicht, Liebe sei eine reine Gefühlsangelegenheit, und die Stimme der Liebe sei unvereinbar mit dem Verstand. Doch Liebe in ihrem göttlichen Aspekt kann Herz und Verstand zufriedenstellen. Ist diese Liebe in einem Menschen voll entfaltet, dann kann sie ihn aus der Tiefe zur Höhe erheben, wobei er dann einen Überblick bekommt, wie es nur von einer Bergspitze aus möglich ist.
Glaubt nicht, Ostern sei ausschließlich ein christliches Fest. Dieses Fest ist uralt, und das Ostergeschehen, das in der christlichen Lehre verankert ist, veranschaulicht einmal mehr das Mysterium des Christus, des Sohnes, der Sonne.
Obwohl ihr die Sonne als Quelle von Wärme und Licht betrachtet, ohne welche kein Leben auf Erden möglich wäre, ist es für die heutige Menschheit nicht leicht, den kosmischen Christus mit der Sonne am Himmel in Zusammenhang zu bringen.

Zur Osterzeit, wenn die Sonne vermehrt auf die nördliche Hemisphäre strahlt, beginnt sich neues Leben zu regen. Die meisten Frühlingsblumen tragen die Farbe der Sonne. Wärmt dieses sonnige Gelb nicht euer Herz und stimuliert euren Intellekt? Euer Herz jauchzt, wenn ihr seht, wie die kleinen gelben Blumen ihre Köpfchen aus der Dunkelheit des Erdreiches erheben und sich der Sonne zuwenden. Die gesamte Natur regt sich und blüht empor, dem Schöpfer zur Ehre.
Jedermann wird zugeben, dass diesem Erwachen und Erblühen des Lebens ein Naturgesetz zugrunde liegt. Doch da gibt es mehr, da wirkt eine göttliche Intelligenz. Ja, mehr noch, da schlägt ein großes, warmes Herz! Habt ihr je an die Wärme im Herzen Gottes, im Herzen eures Schöpfers gedacht?

Wie könnt ihr als Einzelwesen die kosmischen Christuskräfte in eurem eigenen Leben verwirklichen? Zum Beispiel indem ihr in Christus nicht mehr das fremde Wesen erblickt, das ihr eines Tages zu Gesicht bekommen werdet, wenn ihr brav genug gewesen seid, nachdem ihr die Erde und die sie unmittelbar umgebenden Ebenen verlassen habt, sondern wenn ihr - so ihr es wollt - Christus als immer gegenwärtige Kraft und Intelligenz, als Freund, als euren Bruder hier und jetzt erkennt. [...]
Es ist sehr wichtig für euch zu begreifen, dass dieses herrliche, lichtvolle Wesen in Menschengestalt zu euch kommen kann und großes Verständnis hat für eure menschlichen und persönlichen Probleme, für eure Ängste und Nöte, für eure Einsamkeit und eure Trauer.
Der Mensch von heute ist intellektuell stark entwickelt. Doch da es ihm an Weisheit mangelt, besitzt er weder Demut noch Einfachheit des Herzens, um die Schönheit und die Herrlichkeit der Liebe seines Schöpfers zu begreifen.
Wenn du eines Tages denkst, du hättest eine Vision von Christus oder vom Meister Jesus gehabt, dann ist das keine pure Einbildung. Jesus war nicht von der Erdenmenschheit isoliert. Er hatte gelernt, sein Leben in wahrer, vollkommener Liebe zu führen und war sich seiner Einheit mit Gott, seinem Schöpfer, voll bewusst. Die Seele Jesu wurde für ihre große Mission gut vorbereitet. Jesus wurde zur Erde gesandt, damit Christus, der Gottessohn, durch ihn der Menschheit die Wahrheit über die Erlösung bringen konnte, und damit sie die Macht des Gottessohnes im Menschen erkennen sollte.

Erlösung ist das richtige Wort, mit dem man die Mission Christi benennen kann, denn ist einmal im Menschen der Christusgeist lebendig geworden, dann ist er buchstäblich von seinen Sünden erlöst. Dann lebt er im Licht und trägt das Licht in die Welt. Dann kann die Welt ihm nichts mehr anhaben. Das ist wahre Erlösung - nicht Erlösung durch den Glauben an eine ganz be­stimmte Person, sondern Erlösung durch die Christusliebe im eigenen Herzen. Diese verbietet ihm, gegen seinen Bruder Krieg zu führen oder seinen Bruder so zu behandeln, als wäre er geringer als er selber. Viel­mehr wird sie ihn zu freundlichen Worten und Taten inspirieren, wird ihn anspornen, in seinem täglichen Leben für Gott und mit Gott zu wirken und im Bewusstsein des Lichtes, das über ihm, um ihn und in ihm ist, zu leben. Das ist 'Erlösung durch Christus'.

aus White Eagle, Geistige Jahreszeiten, Grafing 1997

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Zum Neuen Jahr: Glück ist die Erkenntnis, dass Gott im Herzen wohnt ...

Nach altem Brauch wünscht man sich zum neuen Jahr viel Glück, obwohl wir wissen, dass es im Grunde genommen weder Glück noch Unglück gibt. Was also verstehen wir unter Glück? Macht uns die Befriedi­gung unserer materiellen Wünsche und Sehnsüchte glücklich? Wenn uns jeder materielle Wunsch, ja auch jeder Wunsch nach geistigen Dingen erfüllt würde, brächte uns das ein glückliches Jahr? Wir glauben es nicht, und ihr glaubt es wahrschein­lich auch nicht. Glück ist nicht einfach Vergnügen, denn das Glück kommt manchmal auch inmitten gro­ßen Leides. Glück, meine Freunde, ist die Erkenntnis, dass Gott im Herzen wohnt. Glück ist das Resultat von Lobpreisung, von Danksagung, von Glauben und An­nehmenkönnen, von tief innerem Bewusstsein göttli­cher Liebe. Das alles bringt der Seele vollkommenes und unbeschreibliches Glück. Gott ist Glück! Und so, meine Freunde, kommt es, dass wir euch we­der viel Glück noch Reichtum noch gute Gesundheit wünschen. Dafür wünschen wir euch allergrößtes Glücksempfinden in der Einheit eures Geistes mit dem Großen Weißen Licht, mit Christus und allen seinen Engeln. Wir wünschen euch „himmlisches Glücksemp­finden", denn kein irdisches Geschick kann euch die­ses wegnehmen. Weder Geburt noch Tod noch Sorgen irgendwelcher Art können euch das Glück des EINS­WERDENS mit VATER-GOTT rauben. So möget ihr denn im neuen Jahr dieses Glück fin­den und ein kleines Samenkorn säen oder auch ein klei­nes Licht leuchten lassen auf dem Lebensweg eines an­deren und so das Glück mit einem Bruder, einer Schwester teilen.
aus White Eagle, Geistige Jahreszeiten, Aquamarin-Verlag, Grafing 1997

Freitag, 31. Oktober 2008

Gedanken von White Eagle zu Allerheiligen, Allerseelen, dem Herbst um uns und in uns.



Hiawatha und Minnehaha.
In H.W. Longfellows Epos über das Leben des
Häuptlings Hiawatha heiratet dieser Minnehaha.
Die Statue lässt die Liebe der beiden erahnen.
Bild Wikipedia, urheberrechtlich gemeinfrei
White Eagle ist ein geistlicher Lehrer, dessen Gedanken und Worte durch das Medium Grace Cooke, mit der er in vielen Leben verbunden war, übermittelt wurden. 
White Eagles letzte Inkarnation liegt wohl 450 Jahre zurück. Damals war er, wie Grace Cooke seinen Hinweisen entnehmen konnte, der Mohawk-Sachem Hiawatha, also der Friedenshäuptling eines zu den Irokesen gehörigen Stammes. Unter den Indianern genoss er eine unglaublich große Verehrung; dadurch konnte er maßgeblich zur Gründung des Bundes der Irokesen beitragen, der die internen schrecklich blutigen Auseinandersetzungen beenden sollte.
Seine durch Grace Cooke übermittelten Schriften sind geprägt von einer einfachen, schlichten Sprache und genauso einfach und zugleich wertvoll ist die vermittelte Wahrheit. Zahlreiche Bücher sind von ihm erschienen; für mich eines der wertvollsten trägt den Titel "Die göttliche Mutter".
Hier nun ein Auszug aus "Geistige Jahreszeiten":

Ein Gedanke zum Herbst


Aus der Dunkelheit des Erdreiches entspringt Le­ben, es wächst und blüht, duftet und strahlt. Wenn ihr im Herbst eine Blumenzwiebel in den Boden ein­pflanzt, dann vertraut ihr darauf, dass aus dem unan­sehnlichen braunen Knollen etwas hervorgeht, das in solcher Schönheit erblüht, als wäre es ein Hauch Got­tes. Es wächst aus der Dunkelheit zum Licht empor, doch die Wurzeln ziehen die Nahrung aus Stoffen, die verrotten und zerfallen.
[...] was immer eure Sorgen, eure Lebensumstände und eure Schwierigkeiten heute sein mögen - seid dankbar! Denn diese sind das Erdreich um eure Wurzeln, aus denen zur rechten Zeit das Wun­der des Blühens hervorgehen wird.


Die Feste des Herbstes

Nach dem emsigen Wachstum und der mannigfachen Tätigkeiten während der Sommermonate, nach dem Höhepunkt des Ernte-Dankfestes spürt man den alles durchdringenden Frieden des Herbstes auf den Fel­dern und in den Wäldern, in Gärten und Parks, ja auf der gesamten Erde. Wenn sich die Säfte in den Wurzel­stock zurückziehen und die Lebenskräfte im Boden eine Zeitlang schlummern, dann wird der tiefe Frieden beinahe greifbar. Es ist eine Zeit des Ausgleichs der Le­benskräfte. Dieses ewige Gesetz des Ausbalancierens wird in allen Lebensbereichen sichtbar - in Ebbe und Flut der Gezeiten, in Sommer und Winter, in Licht und Dunkel, wie auch in mannigfacher Weise in den er­staunlichen Mechanismen des menschlichen Körpers. Es äußert sich auch im Pendeln des Bewusstseins zwi­schen der inneren und der äußeren Welt, zwischen Wachsein und Schlaf, zwischen Leben und Tod. […]
Auf ähn­liche Weise vollzieht sich der Rückzug des menschli­chen Lebens aus der äußeren Welt, um auf einer inne­ren Ebene geboren zu werden. Wir trauern über den Tod des Leibes, doch jene auf der anderen Seite des Schleiers freuen sich über die Geburt der Seele in ihrer Welt.
In der Natur vollzieht sich der Rückzug des Lebens aus der äußeren Form ganz lautlos. Doch wenn die Blätter fallen und die goldenen Stoppeln unter das Erdreich gepflügt werden, wenn die Ruhe des Herb­stes sich auf die Felder herniedersenkt, dann regt sich neues Leben tief unter dem äußeren Geschehen. Es ist, als wirke dort ein himmlischer Frühling.
Die Festtage, die in diese Zeiten fallen, Allerseelen und Allerheiligen […] sollen - daran erinnern, dass tief in der Seele des Menschen die Fähigkeit ruht, mit himmlischen Wesen und mit der in­neren Welt des Geistes in Kontakt zu kommen.
Zu dieser Jahreszeit wenden sich unsere Gedanken nach innen, zur geistigen Welt, und zu jenen, die dort wohnen. Beide Welten sind sich dann sehr nahe. Als müsste der Verlust des Sonnenlichtes ausgeglichen wer­den, erfolgt ein besonders starkes Ausgießen von gei­stigem Licht auf die Erdensphäre. Das hilft all jenen, die sich darauf einstimmen können, ihren Kontakt mit der geistigen Sonne, dem Quell allen Lebens, zu ver­stärken. Diese Verbindung mit dem göttlichen Quell ermög­licht auch einen echten Kontakt mit den geliebten See­len, die sich vom irdischen Leib zurückgezogen haben. Der Herbst eignet sich ganz speziell für eine Verbin­dung mit der übersinnlichen Welt.

Allerseelen

Wir beten, euer inneres Auge möge sich öffnen, um die Schar der Erleuchteten wahrzunehmen, eure geisti­gen Freunde und Brüder, die zu Allerseelen nahe an euch herankommen.
Wir können euch keinen materiellen Beweis für un­sere Botschaft des ewigen Lebens bringen, doch Gott gab euch die Fähigkeit, durch eigenes Erkennen die Bestätigung unserer Botschaft zu erhalten. Ihr könnt die ganze Welt durchforschen, könnt euch jedes wissen­schaftlichen Instrumentes bedienen, das der Mensch erfunden hat, könnt auf Pfaden übersinnlicher Phäno­mene forschen, und dennoch wird sich die Wahrheit vom ewigen Leben eurem Verständnis entziehen, so­lange ihr lediglich auf dem irdischen Weg sucht. Es exi­stiert immer etwas jenseits aller irdischen Dinge, etwas Undefinierbares, das ausweicht und mit dem Intellekt nicht eingefangen, nicht begriffen und nicht nutzbar gemacht werden kann. Es ist derart flüchtig, derart fein, dass es nur im eigenen Herzen erspürt werden kann. Dem Menschen wurden innere göttliche Gaben verliehen. In seinem innersten Wesen liegt das göttli­che Leben verborgen, und es ist seine Aufgabe hier auf Erden, an sich zu arbeiten, damit das Gottesbewusstsein in ihm erstarke. Wie können wir euch die unsichtbaren Welten beschreiben?
Wie können wir euch ihre Schönheit vermit­teln? Wird es euch helfen, Eindrücke aus jener höheren Welt zu erfassen, wenn wir euch raten, Gott freudig und mit Liebe im Herzen zu suchen?
Bemüht euch um die Erweiterung eures Bewusstseins durch die Liebe zu allen Geschöpfen, durch Liebe zum Mitmenschen, durch Liebe zu eurem eige­nen Leben und durch Liebe zu Gott. Sucht diese Bewusstseinserweiterung durch Freude an ganz einfachen Dingen. Wenn ihr euch an unsere Ratschläge haltet, dann werdet ihr euch einer feinstofflichen Gegenwart bewusst, ungefähr so, wie man den Duft einer Rose wahrnimmt oder den Duft der weiten Erde, des Mee­res, der Lüfte. Es gleicht einem zarten, alles durchdrin­genden Wohlgeruch, der euch die Nähe eurer Lieben anzeigt. Ihr beginnt, euch eines Lebens bewusst zu wer­den, das ewig währt. Ihr spürt, wenn ein Engel vorüberschwebt, denn ihr werdet einen höheren Sinn entwickeln für das 'andere' Leben - ein Leben in den Regio­nen des Lichtes, in das eure Lieben eingehen, wenn der Leib stirbt.
Der Tod sollte euch nicht von ihnen trennen, nur ihr sondert euch ab von ihnen. Die Welten des Lichtes, wirklich und begreifbar für jene, die dort wohnen, sind innere Welten. Das zu verstehen mag für euch schwie­rig sein. Wer diese Welten erreichen möchte, muss sich nach innen wenden, in das innerste Sanktuarium des Geistes, um dort Gott zu verehren, in Demut und mit liebendem Herzen.
Jesus, der Vermittler des Christuslichtes, der Offenba­rer des Gottessohnes, sagte: „Suchet zuerst das Reich Gottes, und alles andere wird euch hinzugegeben. "
Dies, meine Freunde, ist die Brücke und […] glücklich seid ihr erst, wenn ihr die kostbare Perle im eigenen Inneren gefunden habt.


aus White Eagle, Geistige Jahreszeiten. Aquamarin Verlag

Montag, 28. April 2008

Mein Herz, mein Löwe ...


Mein Herz, mein Löwe ..., so beginnt Ricarda Huch eines ihrer Gedichte.

Tatsächlich hat das Herz sehr viel mit dem Löwen zu tun:
Er hat das Herz eines Löwen, sagt man nicht von ungefähr oder: Er kämpft wie ein Löwe in der Schlacht, was nichts anderes bedeutet, als dass jemand beherzt und mutig ist und kraftvoll kämpft.
Nomen est omen - der Name ist das Wahr-Zeichen:
Wir denken an den großen Kreuzritter Richard Löwenherz und an Die Gebrüder Löwenherz, dieses tolle Jugendbuch von Astrid Lindgren, in dem zwei Brüder gegen eine dunkle Macht kämpfen.
Wir denken auch an Friedrich Nietzsche, wenn er in Also sprach Zarathustra die Entwicklungsstufen des menschlichen Geistes charakterisiert:


Drei Verwandlungen nenne ich euch des Geistes:
wie der Geist zum Kamele wird, 
und zum Löwen das Kamel, 
und zum Kinde zuletzt der Löwe.... 
der Geist des Löwen sagt: ich will!Neue Werte schaffen -
 das vermag auch der Löwe noch nicht:
aber Freiheit sich schaffen zu neuem Schaffen -
das vermag die Macht des Löwen.

White Eagle charakterisiert in seinem Heilungsbuch die astrologische Sicht:
"Die Sonne regiert das Herz ... Wenn Deine Sonne im Zeichen Löwe steht, wirst du vermutlich durch manche Deiner Emotionen einige schwierige Lektionen zu lernen haben, denn du wirst nicht immer nur mit Weisheit lieben können. Du besitzt die schöne Gabe, mit aller Wärme und von ganzem Herzen zu lieben, mit einem einfachen kindlichen Vertrauen zu deiner Umgebung ... Alle Seelen unter diesem Zeichen können nicht anders als im Licht zu leben ..."
Die vier Verfasser der Evangelien des Neuen Testaments sind Elementen und Tierkreiszeichen zugewiesen:der Evangelist Matthäus dem Element Luft und dem Tierkreiszeichen Wassermann; Lukas dem Erdelement und dem Stier; Johannes dem Wasserelement und ursprünglich dem Skorpion, Markus und sein Markusevangelium dem Element des Feuers und dem Löwen.
Im Lexikon der Symbole aus dem Fourier-Verlag (Super-Buch!) heißt es hierzu:
"Der Löwe steht für die Transformation des ungebändigten menschlichen Willens in die wahren menschlichen Kräfte Mut, Stärke und Liebe. Das Bild dieses Verwandlungsprozesses ist der Löwe, der friedlich neben dem Lamm liegt; dies ist in der christlichen Lehre das Symbol des Menschen, der seine Kräfte in der vollkommenen Art beherrscht."
Dazu muss man im Sinne Nietzsches ein Kind sein, wobei wir schlussendlich bei Goethes Novelle angelangt sind, in deren Zentrum ein Knabe steht, der, nachdem ein Feuer ausgebrochen ist und ein Löwe freikam, mit seiner Musik diesen friedlich stimmte, mit Flötenspiel ... eine wunderbare Geschichte, halt echt Goethe, hoch symbolisch.
Hoch symbolisch und damit in einem tiefgründigen Sinne wahr ist dieser ganze Zusammenhang zwischen Herz und Liebe und Feuer und Löwe und Kindsein ... Nur das Kind in uns, das göttliche Kind, kann unsere innere Löwenkraft uns zur Verfügung stellen, das Feuer bändigen, damit es eine Fackel des Lichtes wird, uns wärmt, uns läutert, uns führt ...