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Donnerstag, 9. April 2026

Auferstehung zu heiliger Spiritualität

Gemessen an der Tatsache, dass die Beziehung zwischen Sexuellem, auch zwischen Sexualität und Christusbewusstsein zu den fundamentalsten Aspekten im Werk Rudolf Steiners zählt, wurde ihr von ihm recht wenig Raum eingeräumt. Obwohl ein Sigmund Freud damals die Sexualität wissenschaftlich hoffähig machte, war sie dennoch für viele Menschen ein Tabuthema - übrigens auch noch heute. Ich vermute, Steiner hat die Zeitumstände berücksichtigt. 

Was allerdings von großer Bedeutung ist, ist die Tatsache, dass er sich in Sachen Sexualität und Liebe in einen eklatanten Widerspruch verwickelte. So formulierte er in zwei Vorträgen 1912, dass Sexualität und Liebe gar nichts miteinander zu tun hätten 

Es ist deshalb von großer Bedeutung, weil viele Anthroposophen - natürlich beiderlei Geschlechts - dem geistlosen Verständnis von Sexualität und Liebe auf den Leim gegangen sind - man kann sich nicht des Eindrucks verwehren, dass sie den geistigen Fehltritt Steiners noch heute gern nutzen, um sich dem Thema der Sexualität zu entziehen. Ich gehe in diesem Video darauf ein. In der Anthroposophie ist Sexualität kein Thema

Es ist jedoch zugleich so, dass wir es Steiner verdanken, den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Sexualität und Christusbewusstsein sehen zu können - wer es denn will, vielleicht ja auch bald einige Anthroposophen. Steiner hat den Ursprung der Sexualität in geistiger Liebe betont, 1904, 1905 und 1923.

Notwendig ist eine bewusste Auferstehung, eine bewusste Hinwendung zum Thema der Sexualität, denn das Christusbewusstsein, will es sich in unserem Leben realisieren, bedarf dieser Hinwendung. Vor allem aber wäre es Aufgabe der Anthroposophie, Jugendlichen zu vermitteln, welche Bedeutung körperliche Liebe für die Bewusstseinsentwicklung eines Menschen haben kann, wie sehr sie Einfluss nehmen kann auf die Entwicklung des Ätherleibes hin zu einem Leib des Lichtes und der Liebe.

Unter diesem Aspekt sehe ich auch das Engagement der Maria Magdalena, das ich in den ersten beiden Videos zum Thema der spirituellen Sexualität angesprochen und dem ich mittels wertvoller Zitate Raum gegeben habe. In ihren Worten wird u. a. deutlich, warum in unserer Zeit eine göttliche Weiblichkeit, der sich gerade Frauen bewusst zuwenden sollten, so wichtig und wertvoll ist. In den abschließenden Worten im Rahmen dieses Videos ist es ein Mann, White Eagle, der diese Sicht unterstützt.





PS Hier die beiden Beiträge auf "Freie Anthroposophie" - auch der gelöschte: 



- der gelöschte: 

Freitag, 27. März 2026

Warum Anthroposophen nicht zu Christus, zum Christusbewusstsein gelangen.

Gewiss gibt es unter Anthroposophen (beiderlei Geschlechtes) Ausnahmen und im Übrigen gilt auch für viele spirituell orientierte Menschen, was für Anthroposophen gilt.

Rudolf Steiner hat eine engstmögliche Verknüpfung zwischen dem Sexuellen und Christus konstatiert und obwohl ein entsprechendes Bewusstsein Voraussetzung für einen Zugang zu Christus ist, meidet die anthroposophische Community das Thema "Sexualität" wie der Teufel das Weihwasser. Dabei hat Steiner in seiner GA 89 darauf aufmerksam gemacht, dass Menschen mit entsprechenden Ängsten und Vermeidungsstrategien sich in der Gewalt Luzifers befinden, dessen Absicht es war und ist, „
die Sexualität wegzuschaffen und den Menschen vollständig im Geistigen aufgehen zu lassen.“ 

Anthroposophen erkennen gar nicht, wie sehr sie sich in der Gewalt Luzifers befinden, indem sie das Thema der Sexualität meiden. 

Ganz erfreulich mag da erscheinen, dass in der Februarausgabe des "Goetheanum" sich ein Artikel findet, überschrieben "Wenn Geist und Körper sich finden" und er beginnt:
Sexualität verbindet Körper und Geist auf einzigartige Weise. Aber es fällt schwer, unbefangen darüber zu sprechen. Zwischen digitaler Omnipräsenz und spiritueller Verdrängung droht das Intime, Heilige dieser Art von Begegnung verloren zu gehen. Ein Plädoyer für eine Erotik, in der Eros, Philia und Agape zusammenwirken und den ganzen Menschen meinen.
Erstaunlich ist, dass in dem gesamten Beitrag sich nicht ein einziges Zitat bzw. Verweis auf die Sicht Steiners zur Sexualität findet bzw. ein Bezug zum Christusbewusstsein hergestellt wird. Im Grunde könnte dieser durchaus lebendig geschriebene und gut lesbare Artikel in jedem schöngeistig offenen Journal stehen, wobei er auch noch schließt:
Die Sexualität ist in Gefahr, wieder etwas zu werden, wovor wir uns schützen wollen, weil sie uns mit etwas Unverfügbarem auch in uns selbst konfrontiert.
Wieder etwas zu werden?
Sie ist es doch und mit Hilfe der Kirche (und den Anthroposophen) seit hunderten von Jahren.

Es ist im Übrigen Altmeister Goethe, der in der Gestalt des Mephistopheles dem Doktor Faust ein Wesen gegenübertreten lässt, das - um Steinersches Vokabular aufzugreifen - ahrimanische und luziferische Verführungskünste vereint. Wenn Faust wider besseres Wissen Gretchen ansäuselt:"Gefühl ist alles", dann grinst Luzifer um die Ecke; wenn Mephistopheles Faust dazu bringt, in der Hexenküche den Trank der Hexe zu trinken, damit der Gelehrte sexuell endlich auf Touren kommt, dann grinst Ahriman sich eins. Auf diesem Hintergrund macht Steiner darauf aufmerksam:
Die normale Entwickelung des Menschen auf der Erde besteht ja darinnen, dass sich auf der Erde das Menschengeschlecht durch die Geschlechter fortpflanzt. Aber Mephistopheles wollte auf der Mondenentwickelung zurückbleiben. Er wollte das daher nicht haben, dass die Liebe zur Liebe der Geschlechter auf der Erde führt. Mephistopheles ist der Feind der Liebe der Geschlechter auf der Erde. Der ganz entschiedene Feind ist er. Er fühlt sich daher - und Goethe charakterisiert das ganz richtig - außerordentlich dazu berufen, alles dasjenige ad absurdum zu führen, was irgendwie zur Geschlechterliebe führt. Was er veranlassen will in der Beziehung des Faust zu Gretchen - lesen Sie nur mit Aufmerksamkeit die Gretchen-Szenen, da werden Sie überall spüren, er will da allerlei, was das Amt des Ahriman-Mephistopheles ist.
Aber die Liebe zwischen Faust und Gretchen, die wirkliche menschliche Erdenliebe, die will er nicht aufkommen lassen, weder bei Faust noch bei Gretchen will er sie eigentlich dulden. (GA 272, S. 281) 
Für Leser, die sich im Denken Steiners nicht auskennen, sei gesagt, dass mit der Mondenentwicklung die unserer augenblicklichen Erde vorausgehende Inkarnation unseres Planeten angesprochen ist, die Steiner als "alten Mond" bezeichnet.

Jedenfalls sind sich Luzifer (die biblische Schlange, Diabolo, im Koran "Iblis") und Ahriman, also Satan bzw. der "Geist der Finsternis" einig: Geschlechterliebe wollen sie nicht. Einig wie sonst selten sind sie sich, weil ihnen die Gefahr viel zu groß ist, dass sie den Menschen zu Christus führt. Den diesbezüglich wichtigsten Satz finden wir in der Aussage Steiners:
Das Sexuelle, das in der lemurischen Zeit herauskam, das wird, wenn wir es zurückverfolgen, wenn wir es in seiner immer höheren und höheren Natur sehen, der zweite Logos. Durch das Kama-Prinzip heruntersteigend wurde es Jehova; durch das Buddhi-Prinzip hinaufsteigend wurde es das Christus-Prinzip. (GA 93a, S. 149)
Wenn Steiner seine Aussage im Präteritum formuliert, dann deshalb, weil das Buddhi-Prinzip, also Christus, seit Golgatha gilt - als Möglichkeit; verwirklichen muss es in sich jeder selbst, dann wird das Sexuelle in der Liebe zu einem anderen und zu uns das Christus-Prinzip. Ohne Bewusstsein für die Bedeutung des Sexuellen aber geht das nicht. In der Regel verweigern sich Anthroposophen diesem Bewusstsein, indem sie nicht über die Bedeutung der Sexualität schreiben bzw. sprechen.

Warum?
Weil sie in den Händen des Mephistopheles sind.

Oft mag dahinter eine tiefverwurzelte Angst vor - wie es Steiner nennt - Kama, dem Triebhaften, der Lust und Wolllust sich verbergen. Jeder hat all das in sich. Wer es mit offenen Augen anschaut, wer mit seinem Kama, seiner Lust und Wolllust, seiner Sexualität im Gespräch ist, verwandelt sie zur Buddhi-Energie. Jesus und Maria Magdalena haben das vorgelebt.

Ich weiß nicht, wieviel tausend Beiträge über das Leben Steiners abgefasst worden sind, über die soziale Dreigliederung oder den Bau des Goetheanums oder die Weihnachtstagung. Anthroposophen bleiben jedoch an entscheidender Stelle verklemmt und Mephisto lacht sich eins und freut sich über die üblichen Vorträge. Und es mag kein Zufall sein, dass in dem im Rudolf-Steiner-Verlag erschienenen "Stichwort Sexualität" mit seinen über 100 Auszügen zum Thema Sexualität im Werk Steiners ausgerechnet jener von mir oben zitierte fehlt, der für mich am deutlichsten die Beziehung zwischen dem Sexuellen und dem Christusbewusstsein herstellt.
Es geht ja nicht um eine neuerliche sexuelle Revolution und dass alle Anthroposophen Sexmonster werden.
Es geht um jene von Maria Magdalena in ihrem von Tom Kenyon und Judi Sion veröffentlichten "Manuskript" so bezeichnete Alchemie des Horus, also jenem Bewusstsein, das aus der Vereinigung von Osiris und Isis hervorgeht und in der altägyptischen Mystik Horus genannt ist.
Steiner schreibt dazu:
Dieses Zusammengehen des väterlichen Geistes mit der mütterlichen Materie wurde in Ägypten als das Zusammengehen von Osiris und Isis beschrieben. Was da entstand, war Horus. (GA 93a, S. 142) 
Und an anderer Stelle des Weiteren: 
Dieser Mensch, der nicht der äußere, physische Mensch ist, sondern der Mensch, der zum geistigen Licht aufzustreben immerfort den Ansporn hat, immer von den verborgenen Isis-Kräften getrieben wird, ist es, der wie der irdische Sohn des nicht in der irdischen Welt aufgegangenen, sondern in den geistigen Welten verborgen gebliebenen Osiris erscheint. Dieser unsichtbare Mensch, der Mensch des Strebens nach dem Höheren Selbst, wurde von der ägyptischen Seele als Horus empfunden, als der nachgeborene Sohn des Osiris. (GA 60, S. 360f)
Dieses Aufstreben kann durch eine der Sexualmagie der Isis verwandte körperliche Liebe zwischen zwei Liebenden, wie sie Magdalena in ihrem "Manuskript" und ich in meinen beiden Videos zur spirituellen Sexualität auf YouTube anspreche, geschehen, wenn und weil sich durch Verwandlung des Ätherkörpers in der Liebe Bewusstsein entwickelt.  Aber Magdalena sagt auch, "dass die alchemistischen Praktiken des Horus sowohl für Menschen, die ihren Weg alleine gehen, als auch für Menschen in Partnerschaft geeignet seien. Der Hauptunterschied besteht darin, dass ein Mensch, der alleine praktiziert, die Energie und Ekstase aus sich selbst heraus erschaffen muss, während diejenigen, die sich in heiligen tantrischen Beziehungen befinden, diese Energie in Ekstase spontan aus dem sexuellen Akt gewinnen. " (Tom Kenyon et al., S. 50)
Für die Verwandlung des Ätherkörpers finden sich in Tom Kenyons und Judi Sions Buch einige Übungen.

Das oben angesprochene Thema ist für mich auch deshalb so wichtig, weil es Anthroposophen sein müssten, die zunächst an ihren Schulen einen inhaltlich neu gestalteten Sexualkundeunterricht ein- und durchführen müssten. Wie sonst sollen unsere Jugendlichen zu einem Bewusstsein für ihren Ätherkörper und der Bedeutung körperlicher Liebe gelangen, die diese so wertvoll und heilig macht.
Im Grunde sind es Anthroposophen, die wider mögliches besseres Wissen diesen Zugang für unsere Jugendlichen versperrt sein lassen. Abgesehen davon, dass sie meiner Wahrnehmung und Erfahrung nach sich selbst erfolgreich blockieren.

In dieser Zeit des Aufwachens sind Änderungen Gott sei Dank möglich, ja wahrscheinlich.

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Wenn sich der Magnetische Boden der Frau öffnet ... – Was spirituelle Sexualität ermöglicht .

Wenn Mann und Frau sich in Liebe vereinen, bringt das die Frau dazu, ihren Magnetischen Boden zu öffnen. Was wir im „Manuskript der Magdalena“ lesen können, vermittelt auch dieses Video. Wir lesen und hören weiterhin, dass im Herzen, im Verstand und in der Körperweisheit des Weiblichen einige der größten Geheimnisse und Kräfte ruhen, die darauf warten entdeckt zu werden. Und sie offenbaren sich alle durch die gegenseitige Berührung!
Zugleich erfahren wir, dass das solare Prinzip - damit auch der Mann - sich von dem lunaren Prinzip bedroht fühlt. Und das, wo doch die männliche Schlange, die entlang unserer Wirbelsäule aufsteigen will, golden ist, die weibliche aber, links der Wirbelsäule, schwarz. Offensichtlich hat Nacht Macht …

Mit Maria Magdalena sind wir in der Lage, einen neuen Blick auf die Bedeutung der Sexualität im Leben der Menschen zu werfen. Wir erfahren, dass wir durch sie auf ungeahnte Weise unser Bewusstsein entwickeln können. Und erstaunlich ist, dass Rudolf Steiner das bestätigt und als Ziel dieser Entwicklung Christus benennt. Erstaunlich deshalb, weil in der gesamten anthroposophischen Bewegung darüber nicht gesprochen wird. Seltsam …

Mit diesem Video möchte ich auch Menschen ansprechen, die alleine leben oder in einer Beziehung, in der Sexualität keine große Bedeutung hat. Denn mit Hilfe der Übungen, auf die ich im ersten Video zum Thema der Spirituellen Sexualität hingewiesen habe, sind wir in der Lage, die beiden Schlangen rechts und links unserer Wirbelsäule zu veranlassen, sich weiter nach oben zu bewegen, damit die Kraft unseres Ätherleibes zu stärken und uns immer tiefer unserem inneren Heiligtum zu nähern, dem Christus in uns.


Samstag, 13. Dezember 2025

Wahre Weiblichkeit und die Ängste einer dekadenten Männlichkeit, wie sie zunehmend deutlicher zutage treten.

Wahre Weiblichkeit steht in Zusammenhang mit der Finsternis, die existierte, bevor Gott in der Schöpfungsgeschichte sprach: „Es werde Licht.“

Diese erste göttliche Aussage war sodann die Geburt des Lichtes, das in Zusammenhang steht mit dem Göttlich-Männlichen (von dem auf unserer Erde kaum mehr eine Vorstellung vorhanden ist).


Es heißt zu Beginn der Schöpfungsgeschichte:



Rudolf Steiner formuliert in seiner GA 93 (S. 36):
Das ursprüngliche Geschlecht ist das Weibliche.“, um bei anderer Gelegenheit zu äußern:
“In Wahrheit ist das Männliche und das Weibliche nur ein Spezialfall für eine viel höhere Zweiheit. (GA 89, S. 289).
Damit nimmt er u.a. Bezug auf obige Stelle der Genesis. Die wenigsten vermuten, dass wir schon hier zu Beginn der Bibel Ursprünge der männlich-weiblichen Polarität finden und damit eine große noch so wenig verstandene Wahrheit in Bezug auf die Wirklichkeit unseres Lebens.

Wenn Maria Magdalena in Tom Kenyons Das Manuskript der Magdalena feststellt - ich habe dies in dem hier verlinkten Video angesprochen:
Aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht.
so bezieht sie sich mit dieser Aussage auch auf die Angst vieler Männer vor einer Weiblichkeit, der sie sich - meist unbewusst - nicht gewachsen fühlen. Welcher Mann gibt gern zu, dass er sich fürchtet vor der Dunkelheit, vor dem Feuchten und einer Furcht, die sich zum Teil auch äußert in der klammheimlichen Angst vieler Männer vor der Vagina.

Die Gründe für die männliche Angst - dabei dürfen doch ausgerechnet Männer eigentlich nicht ängstlich sein, räusper, räisper - liegen in dem Verlust um das Wissen, dass sie aus der Finsternis geboren sind. Weil sie darum nicht mehr wissen, tritt ihnen diese Finsternis furchterregend gegenüber; sie fangen mit ihr nichts an, zumal sie doch strahlendes Licht sind, zumindest sich so vorkommen.
In dieser Angst liegt auch die Ursache für die Machtgier und Kontrollwut des dekadenten Männlichen in unserer Zeit. Ein Putin macht ein ganzes Land, Russland, zu einem Gefängnis, in dem er der Gefängnisaufseher ist. Insassen, die nicht spuren, fliegen gegebenfalls aus dem Fenster, werden vergiftet oder finden sich in Arbeitslagern wieder. Staaten, die Formen der Freiheit kennen, werden bekämpft. Dasselbe Spiel treibt ein Trump ungleich dilettantischer in den USA. Außenpolitisch spielt er den Friedensengel - sieht man einmal von Venezuela ab; nach innen soll seine Art von Frieden, wenn es nach ihm geht, allerdings nur Totenstille bedeuten für alle, die ihn durchschauen und kritisieren, es sei denn, sie schleimen ihn an, dann dürfen sie reden. In Variationen findet sich dieses männlich tödliche Spiel meist in etwas abgeschwächter Form auf der ganzen Welt (Erdogan, Orban, Kim Jong-un, Xi Jinpin …).

Unter anderem in der Sexualmagie der Isis, in die Maria Magdalena eingeweiht war und die sie mit Jesus bis zu dessen Tod praktizierte, auch um seinen Ka-Leib, seinen Ätherleib zu stärken für die große Herausforderung seines Lebens, finden wir nicht von ungefähr eine schwarze - die weibliche lunare - Schlange links der Wirbelsäule und auf der rechten Seite die goldene, solare (siehe Video - 28. November).
Frauen, die obigen Hintergrund nicht blicken, sind gegebenenfalls entsetzt über die Tatsache, dass ausgerechnet dem Weiblichen schwarz zugeordnet wird, und Männer fühlen sich dann bestätigt, dass dem Männlichen das Gold zukommt.
Doch die Finsternis - im Hebräischen wird sie mit Tohuwabohu (tōhū wā-ḇōhū - wüst und leer) bezeichnet, die Griechen nannten sie dann Chaos - ist so wertvoll wie das Licht.

Wir leben in einer Zeit, in der das dekadente Männliche für viele Menschen immer offensichtlicher sein wahres Gesicht zeigt und durchschaut wird. Damit einher geht, dass bei zunehmend mehr Menschen sowohl die schwarze als auch die goldene Schlange entlang ihrer Wirbelsäule aufsteigen und wenn dies mit einer charakterlichen und moralischen Läuterung, einer Reinigung ihres Astral- und Ätherleibes einhergeht, wird es diesmal nicht enden wie in Atlantis, sondern es wird die Geburt eines neuen Bewusstseins stattfinden, das die "Offenbarung des Johannes" in deren 21. Kapitel das „Neue Jerusalem“ nennt.

Der Grund, warum ich in meinem 2. Video zum Thema der Spirituellen Sexualität, das ich in den nächsten Tagen fertigstellen zu können hoffe, von wahrer Weiblichkeit spreche und nicht nur von Weiblichkeit, liegt darin, dass unsere Erde nicht nur überladen ist mit einer dekadenten Männlichkeit, sondern auch um wahre Weiblichkeit kaum mehr weiß.
Wahre Weiblichkeit ist eine Weise göttlichen Seins, wie sie in diesen Tagen zunehmend auf unsere Erde zurückkehrt; nie hatte sie die Erde wirklich verlassen - Wesen wie Hathor, Isis und Maria waren immer anwesend gewesen -, doch sie war aus dem Bewusstsein vieler Menschen entschwunden und Frauen, die in der Politik tätig sind, dokumentieren gerade heute die Degeneration des Weiblichen, indem sie glauben, weiblich sein bedeute, männlich dekadentes Verhalten besonders perfekt zu praktizieren (man nehme beispielsweise die sich in ihrer stimmlichen Wirklichkeit verbergende seelische Verfassung einer Alice Weidel wahr oder den Tonfall einer Julia Klöckner, mit dem sie ihr Amt führt ...)

Doch wir dürfen in unseren Tagen eine Rückkehr des Madonnenbewusstseins erleben, wie es Raphael mit seiner Sixtinischen Madonna ankündigte und Goethe mit seinem Verweis am Ende des "Faust“ auf das Ewig-Weibliche.

Diesem Weiblichen dürfen wir in der Dunkelheit der Weihnachtstage gerade in diesem Jahr besonders intensiv begegnen.

Mittwoch, 26. November 2025

Bewusstseinsentwicklung mittels spiritueller Sexualität

Mit Tom Kenyons und Judi Sions „Manuskript der Magdalena“ ist endgültig das Ende kirchlicher Kontrolle über das Bewusstsein der Menschen besiegelt. Jeder soll wissen: Spirituelle Sexualität dient der seelisch-geistigen Entwicklung des Menschen und wer alleine lebt, kann genauso mit den Übungen im Rahmen der Alchemie des Horus höchstes Bewusstsein erlangen.
In dem unten verlinkten ersten Video zur spirituellen Sexualität bin ich noch nicht zu detaillierteren Informationen zu Isis, Osiris und Horus gekommen. Isis repräsentiert die kosmisch göttliche Mutter, die doch so viele, die monieren, dass immer nur von Gott Vater gesprochen werde, vermissen. Und Horus steht für den Christus, der sich in uns entwickeln will; dazu in einem demnächst folgenden zweiten Video mehr. Hinweise zur lunaren und solaren Schlange, die in ihrem Aufstieg entlang unserer Wirbelsäule, diese in den Chakren kreuzend, die Entwicklung hin zu Christus ermöglich, finden sich allerdings bereits ausführlich in dem vorliegenden Video.
In ihm geht es vor allem auch um die Tiefe wahrer Weiblichkeit, auf die auch Rudolf Steiner - im übrigen nicht nur in der hier zitierten Passage - verweist (mehr dazu in Bälde in Video II), die Frauen endlich in sich entdecken mögen, und um eine Annäherung an die Sexualmagie, die Maria Magdalena und Jeshua lebten.
Magdalena formuliert, dass sie ein Brunnen für Jesus gewesen sei. Ohne diesen Brunnen trocknet das Männliche hoffnungslos aus. Das Ende dieser Hoffart dekadenter Männlichkeit, zu glauben, dass das Männliche in der Macht und Kontrolle über das Weibliche Wirklichkeit gestalten könne, erleben wir gerade; es vertrocknet. Was aber noch fehlt, ist ein Bewusstsein vor allem von Frauen über die Tiefe und Bedeutung ihrer Weiblichkeit und ein Bewusstsein der Männer für wahre Männlichkeit, die angewiesen ist auf den Brunnen wahrer Weiblichkeit. Zu Informationen und gedanklichen Anregungen hierzu möge dieses Video dienen.
Am Ende des Videos habe ich auf die klammheimliche Angst von Männern vor dem Dunklen, Feuchten und der weiblichen Vagina andeutend verwiesen; im folgenden Video werde ich noch näher darauf eingehen. Zu dem Material, das ich erwähnt habe, führt, wer sich vorweg schon informieren möchte, folgender Link:

Dienstag, 28. Oktober 2025

Sprich mit deinem Körper! – Ab und zu ist es noch notwendig, Fleisch zu essen!

Dies sind Informationen des Kollektivs der Plejadier der 9. Dimension aus Tom Kenyons und Wendy Kennedys Buch „Lebe in deinem eigenen Licht. Lehren der Plejadier, der Hathoren und der Magdalena von Arcturus“:
Wir möchten euch ermutigen, mit eurem Körper zu reden. Er liebt das! Die meisten von euch sprechen ihren Körper nicht auf positive Weise an. Ihr sagt eher Dinge wie:„Ich bin dick, ich bin hässlich, ich bin zu klein, zu groß, zu krank“ usw. Diese alten Programmierungen dienen euch nicht mehr. Euer Körper liebt es, von euch neue Anweisungen zu erhalten. Ihr könnt euch das so vorstellen: Jede eurer Zellen ist ein Teil eurer Gesamtheit und hat ein einzigartiges Bewusstsein. Gefällt es euch nicht auch, Wertschätzung und Anerkennung zu erfahren? Versucht einmal, ins Gespräch zu kommen. Folgt dabei eurer eigenen inneren Führung. Sie wird euch den Weg weisen. (…)
Was die Art und die Qualität eurer Nahrungsmittel betrifft – biologisch oder konventionell angebaut, roh oder gekocht, mit tierischen Produkten oder vegan –, so kommt das ganz auf das Individuum an. Idealerweise sollt ihr frisches, biologisch angebautes Obst und Gemüse und Produkte von liebevoll gehaltenen Tieren zu euch nehmen. Manche von euch haben jedoch gesehen, wie die Tiere auf eurem Planeten abgeschlachtet werden, und meinen, man solle unter allen Umständen auf alle tierischen Produkte verzichten. Nun, wir sagen euch, diese Haltung beruht oft auf Bewertungen. Manche von euch werden in diesem Punkt anderer Meinung sein, und das ist in Ordnung. Wir bieten euch nur eine weitere Sichtweise an.
Auf einer rein körperlichen Ebene ist es für euch immer noch ab und zu notwendig, Fleisch zu euch zu nehmen. Ihr braucht die Proteine und Mineralien und auch manche der komplexen Molekülketten, die ihr nur aus tierischen Produkten aufnehmen könnt, um eure Zellstrukturen neu zu kalibrieren.
Unabhängig davon, ob ihr Pflanzen oder Fleisch esst, empfehlen wir euch, es mit Achtung vor der Natur zu tun. Seid euch der Kostbarkeit des Lebens bewusst, welches ihr zu euch nehmt, und dankt ihm für seine Existenz. Ihr nehmt die Lebenskraft eines anderen Bewusstseins auf.
Zu viel von irgendetwas ist ungesund, selbst bei gesunden Lebensmitteln. Es geht um Ausgewogenheit und Mäßigung. Darauf solltet ihr euch aus unserer Sicht konzentrieren.

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Der kosmische Ursprung unserer Sexualkraft – ihr Zusammenhang mit dem Vogelflug – das vulgär verwendete Wort "vögeln" verweist auf die Entfremdung des Menschen von seinen kosmischen Wurzeln


(..) es wäre eine vollständige Verkennung der okkulten Wahrheiten, wenn man in den Fortpflanzungskräften an sich etwas Niedriges sehen wollte. Nur wenn der Mensch diese Kräfte mißbraucht, wenn er sie in den Dienst seiner Leidenschaften und Triebe zwingt, liegt etwas Verderbliches in diesen Kräften, nicht aber, wenn er sie durch die Einsicht adelt, daß göttliche Geisteskraft in ihnen liegt. Dann wird er diese Kräfte in den Dienst der Erdenentwickelung stellen und die Absichten der charakterisierten höheren Wesenheiten durch seine Fortpflanzungskräfte ausführen. Veredelung dieses ganzen Gebietes und Stellung desselben unter göttliche Gesetze ist das, was die Geheimwissenschaft lehrt, nicht aber Ertötung desselben. Die letztere kann nur die Folge äußerlich aufgefaßter und zum mißverständlichen Asketismus verzerrter okkulter Grundsätze sein. (Rudolf Steiner in der GA 11, S. 125)

Die sexuelle Begierde war ursprünglich eine kosmische Kraft. Der früheren Erde strömte sie von der Sonne zu und umfloss sie; es war jene Kraft, die heute die Fortpflanzung im Inneren des Menschen ausmacht.
Der Frühlingszug der Vögel ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Art Brautzug. Bei diesen Wesen ist das Geschlechtliche noch in der Umwelt, und die kosmische Kraft ist die dirigierende Macht, die den Zug von außen lenkt und leitet, während bei den anderen Wesen diese Kraft eingezogen ist in die einzelnen Leiber. Dieselben Kräfte, die im Innern des Menschen, in seinem Leibe wirken, wirken auch im äußeren Makrokosmos. Dieselbe Kraft, die Mensch und Mensch zusammenführt, die im Leibe des Menschen als Geschlechtskraft wirkt, wirkt bei der Vogelspezies nicht im Innern der Wesen, sondern von außen und drückt sich in dem äußeren Zuge der Vögel um den Planeten aus. So wandern die Kräfte, die außen sind, in das Innere der Wesenheiten hinein, um im Menschen die Möglichkeit zu finden, wiederum hinauszuwirken, wenn er die Fähigkeit erobert haben wird, wieder eins zu werden mit dem ganzen Kosmos, dem Außerirdischen.

Wir können den Flug der Vögel sehr bewusst auf neue Weise wahrnehmen:

Auf wunderbaren Bahnen ziehen die Vögel mit der einbrechenden kalten Herbsteszeit vom äußersten Norden nach dem wärmeren Süden, manchmal Hunderte von Meilen, und gelangen im Frühling zurück auf anderen Wegen. Wir haben gesagt, daß die Vögel ein Geschlecht sind, das auf einer früheren Stufe der Entwickelung stehengeblieben ist. Sie wissen, daß der eigentliche Fortschritt auf der Erde erst begann in dem Zeitpunkt, als sich der Mond von der Erde abtrennte. Früher, als die Erde noch mit dem jetzigen Monde zusammen einen Himmelskörper bildete, dem sogenannten Erden-Mond oder die Mond-Erde, da bewegte sich dieser Körper um die Sonne in einer bestimmten Bahn und in einer gewissen Zeit, indem er ihr stets eine Seite zuwendete. In dieser Zeit wanderten alle Lebewesen einmal um den Mond herum, um einmal die Sonneneinwirkung zu empfangen. Jener Zug um den Planeten hat sich heute noch erhalten im Vogelflug, weil die Vögel damals, bevor das Ich in die Erdenentwickelung eintrat, sich abgespalten haben von der fortschreitenden Entwickelung auf der Erde. (GA 101, S. 61f)

Das leider sehr vulgär verwendete Wort "vögeln" ist in Wahrheit überhaupt nicht vulgär, denn es verweist auf den Zusammenhang zwischen der sich im Vogelflug zeigenden kosmischen Sexualkraft und der entsprechenden menschlichen Aktivität. Dieser Zusammenhang ist eigentlich in keiner Weise vulgär.  
Seine heutige Verwendung zeigt in Wirklichkeit deutlich auf, wie sehr sich der Mensch von seinen kosmischen Wurzeln entfernt hat, sich selbst und seine Ursprünge nicht mehr kennt. Es zeigt sich in diesem Missbrauch auch die Wirkungsweise der Gegenkräfte, wie sie gegen das wahre Menschliche arbeiten. Unsere große Natürlichkeit ist ins Vulgäre abgedriftet, diese wertvolle Kraft im Menschen wurde unserem Innersten entfremdet; wir wurden unserer wahren Wirklichkeit fremd.
Heute machen sich Menschen wieder auf, die Wirklichkeiten unserer Seele zurückzuholen, eben auch die spirituelle Dimension unserer Sexualität. Dies geschieht unter anderem mit großem Beistand von Maria Magdalena, der großen Geliebten und Frau von Jesus (siehe vorausgehende Beiträge und "Das Manuskript der Magdalena" von Tom Kenyon und Judi Sion)



Mittwoch, 22. Oktober 2025

Petrus, Andreas und die Arroganz der Männer - aus dem "Evangelium der Maria"

Das Evangelium der Maria (Magdalena), soweit es überliefert ist, lässt deutlich werden, dass die Jünger, namentlich Andreas und Petrus, es kaum verkraften, dass Jesus offensichtlich Maria Magdalena Dinge mitteilte, die er offensichtlich nur ihr übermittelt hat.

Auf Bitten des Petrus teilt sie diese den Jüngern mit.
Deren Reaktion ist bezeichnend; nur gut, dass Levi - er entspricht wohl dem Evangelisten Matthäus - die Courage hat (solche Männer gibt es auch), Maria zur Seite zu springen; im Evangelium heißt es:

1) Als Maria dies gesagt hatte, verstummte sie; denn bis dahin hatte der Erlöser mit ihr geredet.

2) Andreas aber antwortete und sprach zu den Brüdern: Sagt, was ihr zu dem sagen wollt, was sie gesagt hat. Ich jedenfalls glaube nicht, dass der Erlöser das gesagt hat. Denn diese Lehren sind wahrlich seltsame Ideen.

3) Petrus antwortete und sprach über dieselben Dinge.

4) Er befragte sie über den Erlöser: Hat er wirklich privat mit einer Frau gesprochen und nicht öffentlich mit uns? Sollen wir uns umdrehen und ihr alle zuhören? Hat er sie uns vorgezogen?

5) Da weinte Maria und sagte zu Petrus: Mein Bruder Petrus, was denkst du? Glaubst du, ich hätte mir das in meinem Herzen ausgedacht oder würde über den Erlöser lügen?

6) Levi antwortete und sprach zu Petrus: Petrus, du warst schon immer hitzig.

7) Jetzt sehe ich dich wie die Widersacher gegen die Frau ankämpfen.

8 ) Wenn aber der Erlöser sie würdig gemacht hat, wer bist du denn, dass du sie abweisen könntest? Gewiss, der Erlöser kennt sie sehr wohl.

9) Deshalb liebte er sie mehr als uns. Lasst uns vielmehr beschämt sein und den vollkommenen Menschen anziehen, uns absondern, wie er es uns geboten hat, und das Evangelium predigen, ohne andere Regeln oder Gesetze aufzustellen als das, was der Erlöser gesagt hat.

10) Und als sie das hörten, begannen sie auszugehen, um zu verkünden und zu predigen.

hier zum Evangelium der Maria:





Dienstag, 14. Oktober 2025

Das weibliche Prinzip - ein dunkler, feuchter Abgrund ...

(..) aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht. Doch durch die Vereinigung von Sonne und Mond, durch die Vereinigung des maskulinen und des femininen Prinzips, im Gleichgewicht und energetisch ausgeglichen, kann wahre Erleuchtung erreicht werden. („Das Manuskript der Magdalena“)


Ist es die Angst vor dem abgründig Dunklen, Feuchten, warum mehr Männer, als man annehmen möchte, Angst vor dem Weiblichen, Angst vor der weiblichen Sexualität haben, auch wenn sie ganz anders tun … 
(vgl. "Die oft klammheimliche Angst mancher Männer vor der Vagina")

Ist das auch ein Grund, warum es der Kirche gelingen konnte, der Menschheit weiszumachen, dass Frauen verdorben sind und dass die sexuelle Leidenschaft zwischen einem Mann und einer Frau böse ist?
Dabei kam ihr ja entgegen, dass von den beiden Schlangen am unteren Ende unserer Wirbelsäule die solare, also männliche Schlange, golden leuchtet, die lunare weibliche Schlange aber, links von der Wirbelsäule, schwarz ist.

Braucht es noch mehr an Beweisen, dass man sich vor dem Dunklen, Feuchten in Acht nehmen muss - genügen schwarze Schlangen nicht ?!

Brauchte es noch mehr Legitimation, Frauen den Weg in die Ämter der Kirche zu versperren und die Männer der Kirche aufzufordern, besser allein zu leben als zu zweit ...

Warum hat denn die Schlange sich am Anfang der Zeiten an das Weib gewandt, um den Menschen aus dem Paradies herauszubekommen?
Doch, weil das Einfallstor für das Böse eben das Weib war ...

In Ricarda Huchs Buch „Luthers Glaube“ findet sich der Hinweis auf einen geheimnisvollen Zusammenhang zwischen der Frau und der Erkenntnis des Bösen, einem Zusammenhang zwischen dem Weiblichen und der Sehnsucht nach dem Teufel.
Rudolf Steiner schrieb vor etwas mehr als 100 Jahren dazu (GA273): „(..) man kann auf diese Dinge nicht weiter eingehen, denn man würde heute noch auf sehr dünnes Eis treten, wenn man sie andeuten, geschweige weiterhin besprechen würde.“

Doch heute ist die Zeit reif dafür. Vor der Kirche haben immer weniger Leute Angst und die Macht der Männlichkeit bekommt immer mehr Risse, weil die Menschen erkennen, wie sehr diese kaputte Männlichkeit für die Nöte und vielen Kriege auf der Welt verantwortlich ist (die sie gegebenenfalls ganz großspurig beendet ...).

Heute kann eine Maria Magdalena in Das Manuskript der Magdalena behaupten, dass in der magischen Anziehung zwischen den Geschlechtern die Grundlage für die Himmelfahrt entsteht. Und sie formuliert:
Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. 
Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Jeder mag selbst entscheiden, ob er zu der Handvoll Menschen gehören will.

Zu den Menschen, die darum wissen, dass das Dunkle, Feuchte verantwortlich ist für alles Leben und das Männliche nur so glänzen kann, weil es das Geheimnis des Dunklen gibt, ein Geheimnis, das sich zu offenbaren beginnt.

Anmerken möchte ich noch, dass Maria Magdalena darauf hinweist, dass auch ein einzelner Mensch sich entsprechend weiterentwickeln kann, denn diese Entwicklung geschieht durch die Stärkung des Ka-Körpers, also des Ätherleibs und den bewussten Aufstieg der beiden Schlangen. Beides ist möglich durch entsprechende Übungen, deren im Übrigen auch Paare bedürfen.
Dass all dies nicht zu sehr sich verbreitet, hängt auch damit zusammen, dass es um ungeheuer machtvolle Energien geht, die in unserer Zeit - in Atlantis lief es falsch - in die Hände derer kommen mögen, die diese Energien - Maria Magdalena vergleicht ihre Explosionskraft mit der einer Atombombe - zum Segen der Menschheit nutzen mögen.

Sonntag, 5. Oktober 2025

Lebendige Wasser. – Die Symbolik des Brunnens bei Maria Magdalena, Hofmannsthal, Rilke, Baudelaire und C.F. Meyer.

 Mich hat ungeheuer beeindruckt, wie sehr eine Frau in der Lage ist, ohne Wenn und Aber zu ihrer Weiblichkeit zu stehen, spürbar ohne Angst, jemand könne diese untergraben, weil sie zutiefst von dem Wert wahrer Weiblichkeit überzeugt ist, wie sie in ihr selbst ist. Solche Weiblichkeit muss nicht kämpfen. Das ist ja auch der Grund, der fast immer hinter oft aggressiven Emanzipationsbemühungen steht: dass Frauen, die um die Stellung der Frau in der Gesellschaft kämpfen, eigentlich den Kampf um Weiblichkeit in sich noch nicht zu Ende gekämpft haben, ja manchmal erst am Anfang dieses Kampfes im eigenen Inneren stehen. Daher rührt für mich auch jene Verbissenheit, die vielfach im Rahmen entsprechender Auseinandersetzungen zu finden ist.

(..) in jenen vielen Nächten, wenn Jeshua und ich allein waren, kam er zu meinem Brunnen, um aus mir die Kräfte der Isis zu schöpfen, um sich aufzubauen und zu stärken.
Aus meiner jetzigen Sicht finde ich es äußerst tragisch, dass die Geheimnisse und die Heiligkeit unserer Sexualität von der Kirche, von den Kirchenvätern, als Böse verteufelt wurden. Fast 2000 Jahre lang wurde einer der kraftvollsten und schnellsten Wege zu Gottes Erkenntnis als falsch hingestellt (…) Die Wahrheit und die Kraft von Jeshuas Lehren wurden von der Kirche verdreht. Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Die Kirche behauptet, dass ich eine Hure war, doch ich sage euch jetzt, dass die Kirche die Hure ist, denn sie will euch weismachen, dass Frauen verdorben sind und dass die sexuelle Leidenschaft zwischen einem Mann und einer Frau böse ist. Doch genau hier, in der magischen Anziehungskraft der Leidenschaft, entsteht die Grundlage für die Himmelfahrt.

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;

Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.


Römische Fontäne


Borghese

Zwei Becken, eins das andere übersteigend
aus einem alten runden Marmorrand,
und aus dem oberen Wasser leis sich neigend
zum Wasser, welches unten wartend stand,

dem leise redenden entgegenschweigend
und heimlich, gleichsam in der hohlen Hand,
ihm Himmel hinter Grün und Dunkel zeigend
wie einen unbekannten Gegenstand;

sich selber ruhig in der schönen Schale
verbreitend ohne Heimweh, Kreis aus Kreis,
nur manchmal träumerisch und tropfenweis

sich niederlassend an den Moosbehängen
zum letzten Spiegel, der sein Becken leis
von unten lächeln macht mit Übergängen.

Sonntag, 28. September 2025

„Der tiefe Brunnen weiß es wohl …“ – Maria Magdalenas Weiblichkeit

Der tiefe Brunnen weiß es wohl,
Einst waren alle tief und stumm,
Und alle wussten drum.

So beginnt mit ihrer ersten Strophe Hugo von Hofmannsthals Ballade Weltgeheimnis. Sie kam mir in den Sinn, als ich Maria Madalenas Bericht über ihr erstes Treffen mit Jesus in ihrem durch Tom Kenyon übermittelten „Manuskript der Maria Magdalena“ las. Dort heißt es:

Ich beginne mit meiner Geschichte am Brunnen, denn in mehrfacher Hinsicht begann dort wirklich mein Leben. All die Jahre zuvor waren Vorbereitung dafür gewesen.
An jenem Morgen wusste ich, dass etwas in der Luft lag. Ich spürte eine Erregung, ein Zittern in Armen und Beinen, noch bevor ich ihm begegnete. Ich befand mich bereits am Brunnen, als er kam. Ich hatte meinen Krug schon hineingesenkt und er half mir, in herauszuheben. Manche der Apostel sahen mein goldenes Schlangen-Armband [alle Eingeweihten ihres Ordens trugen dieses Armband] und nahmen an, dass ich eine Hure sei. Sie waren entsetzt, dass der Meister so einer half. Doch das berührte mich nicht. Jeshuas Augen hatten mich in eine andere Welt versetzt. Als unsere Blicke sich begegneten, schien ich in die Ewigkeit zu schauen, und ich wusste, dass er der Eine war, für den ich vorbereitet worden war – und er wusste es auch. Ich hielt mich unter denen, die mit ihm gingen, eher im Hintergrund. Abends entfernten wir uns gemeinsam. Nicht jeden Abend, denn er wurde ständig gebraucht.
Ausgebildet in den alchemistischen Praktiken des Horus und in der Sexualmagie der Isis galt ich bei meinen Lehrerinnen als hochentwickelt, doch als ich das erste Mal in Jeshuas Armen lag, war ich eine zitternde Frau und ich musste darum ringen, jenen zentralen Weg durch mein Verlangen hindurch zum höchsten Thron zu finden, denn das war meine Aufgabe.
Mit den Techniken, in denen ich unterwiesen war, und mit den Methoden, die er in Ägypten gelernt hatte, vermochten Jeshua und ich seinen Ka, seinen Energiekörper, mit mehr Licht und Kraft aufzuladen, damit er leichter mit denen arbeiten konnte, die ihn aufsuchten. Und so war es auch.
Ich finde es immer noch merkwürdig, dass in den Evangelien steht, dass ich am Brunnen war, als Jeshua kam. Doch in jenen vielen Nächten, wenn Jeshua und ich allein waren, kam er zu meinem Brunnen, um aus mir die Kräfte der Isis zu schöpfen, um sich aufzubauen und zu stärken.
Tatsächlich wussten einst viele Menschen, dass die Energiekörper von Mann und Frau gestärkt werden dadurch, dass sie praktizierten, was Magdalena später als den Akt der Vier Schlangen nennt, wenn die jeweils zwei Schlangen von Mann und Frau sich vereinen. Was damals in Mysterienschulen, insbesondere im Rahmen der Alchemie des Horus, gelehrt wurde und durch die Männer der Kirche erfolgreich dem Wissen der Menschheit entzogen wurde, kann heute in Das Manuskript der Magdalena durch die dort übermittelten Übungen wieder erworben werden. So unglaublich das klingen mag, so ist es doch so, dass jede Frau auf der höchsten Ausdrucksebene - und es ist gewiss kein einfacher Weg - zur Isis werden kann, zur Kosmischen Mutter, und jeder Mann auf der höchsten Ausdrucksebene zum Osiris, so dass aus ihren Magnetkräften, die im Sexualakt wirksam werden - bei einem Alleinstehenden in einem meditativen Geschehen - Horus entsteht, die Geburt eines Bewusstseins, das wir heute Christus nennen.

Es ist leider so viel Wahres daran, wenn es in Strophe 2 und 3 der Ballade heißt:

Wie Zauberworte, nachgelallt
Und nicht begriffen in den Grund,
So geht es jetzt von Mund zu Mund.

Der tiefe Brunnen weiß es wohl,
In den gebückt, begriffs ein Mann,
Begriff es und verlor es dann.

(Die ganze Ballade: Link)
Tatsächlich haben die Männer das Bewusstsein um die Bedeutung des tiefen Brunnens verloren. Gewiss ist der Brunnen nicht nur ein Vagina-Symbol, aber er ist es auch. Und er ermöglicht gegebenenfalls im Liebesgeschehen die Empfindung eines süßen Geschmacks im Gaumenbereich, welche die Yogis ´Amrita´ nannten, die Eingeweihten des Isis-Kultes nannten ihn ´Quellwasser´, denn die Liebesempfindungen scheinen einer Quelle im Kopf zu entspringen. Es ist ein Quellwasser, das zu trinken durch den Brunnen ermöglicht wird.

Leider haben auch viele Frauen die Bedeutung und den Wert ihres Brunnens verloren.

Es hat mich sehr berührt, dass Magdalena noch einmal einen Brunnen und sein Wasser erwähnt und selbst von einem seltsamen Zufall spricht, der ihr ewig in Erinnerung bleiben wird, als nämlich Jesus nach seiner Auferstehung zum ersten Mal zu ihr kam - sie war mittlerweile, um den Schutz ihrer gemeinsamen Tochter Sar´h besorgt, nach Frankreich ausgewandert:
Es war zunehmender Mond und der Himmel war klar. Über der Heide hing leichter Nebel und das Licht des Mondes und der Sterne tauchte alles in Silber. Ich sah, wie eine Gestalt auf dem gewundenen Pfad, der zu meiner Hütte führte, auf mich zukam. Es ist ein seltsamer Zufall, dass ich gerade nach draußen gegangen war, um Wasser vom Brunnen zu holen, und da war er. Er sah so aus wie immer, doch ein nicht zu übersehendes Strahlen umgab ihn.

 

 * "Geheim" bedeutet eigentlich: zum Heim gehörend! *

Die letzte Strophe von Weltgeheimnis lautet:

Der tiefe Brunnen weiß es wohl,
Einst aber wussten alle drum,
Nun zuckt im Kreis ein Traum herum.

Wie wahr Hofmannsthal seine Ballade Weltgeheimnis nannte.

Wir können dankbar sein, in einer Zeit zu leben, in der einstiges Wissen nicht mehr im Kreis als Traum herumzucken muss. Wir dürfen es in unser Heim holen.
Tom Kenyons und Judi Sions Das Manuskript der Magdalena kann wieder die Türe aufmachen, damit Paare aber genauso auch Alleinstehende den Weg der zwei Schlangen gehen, von denen ich schon in meinem letzten Beitrag geschrieben habe. Es ist ein Weg des Bewusstseins, eines Bewusstseins, das in unsere Wirklichkeit zurückholt, dass Sexualität keine Sünde ist und kein Verbrauchen von Energie, sondern sie ermöglicht mit Hilfe der Alchemie des Horus den Erwerb eines höheren Bewusstseins. Dieses Bewusstsein hat eine Rückkehr der Kosmischen Mutter zur Folge. Und mit dieser Rückkehr ist eine Würdigung des Weiblichen verbunden und damit eine Gleichheit von weiblichem und männlichem Prinzip.

Möglicherweise hat die Menschheit noch einen weiten Weg vor sich. Wie weit er jedoch ist, hängt auch davon ab, wie ernsthaft und wahrhaftig ihn jeder von uns geht.

Freitag, 26. September 2025

Die ganze Wahrheit über die Teufel bzw. Dämonen der Maria Magdalena. - Über ein Verbrechen an der Seele der Menschheit.

Zum Abschluss ihres Buches Das Manuskript der Magdalena. Die Alchemie des Horus und die Sexualmagie der Isis stellen Tom Kenyon und Judi Sion noch einige Fragen an Maria Magdalena, unter anderem, was es auf sich habe mit der Aussage in den Evangelien (Luk.8,2; Mark.16,9), dass „Jeshua dir sieben Teufel ausgetrieben hat.“

Die Antwort Magdalenas:
Jeshua vollzog einen Reinigungsritus an mir, um das, was ihr negative Energien nennen würdet, aus meinen sieben Chakren zu entfernen. Es war eine Chakra-Reinigung. Die ´sieben Dämonen´ waren einfach negative Energien, wie wir sie alle manchmal in unserem Energiefeld haben. Er reinigte mein Feld von ihnen, um mich für die tiefere Alchemie vorzubereiten, die wir zusammen durchführen wollten.
Es wird auch nichts davon erzählt, dass ich auch seine sieben Chakren reinigte. Ich tat das Gleiche für ihn.
Wenn wir heute je nach Übersetzung von Teufeln oder Dämonen lesen, die Jesus aus Maria Magdalena austrieb, dann will diese Formulierung ganz bewusst vermitteln, dass wir in dieser Frau eine besonders sündhafte und seelisch-geistig zerrüttete vor uns haben. Und das geschah und geschieht mit Absicht.
In den frühchristlichen Jahrhunderten war gewiss noch bekannt und überliefert, dass Maria Magdalena in die Sexualmagie der Isis eingeweiht war. Für diese Magie hatte nicht nur die Sexualität eine heilige Bedeutung, lehrte sie doch, dass mit Hilfe der sexuellen Vereinigung zweier Liebender, die auf bestimmte Weise vollzogen wird, die Spiritualität sich auf eine höhere Ebene entwickeln kann. Sexualität war eben keine Sünde, wie die Kirche später lehrte - im Gegenteil -, und in diesem Rahmen war eben die Frau nicht dem Mann untergeordnet, sondern eine gleichwertige Liebespartnerin, deren Anwesenheit gerade nicht, wie es später vermittelt wurde, zu einer Erniedrigung des Göttlichen führte, sondern - im Gegenteil - den göttlichen Glanz erhöhte, indem durch die heilige, zärtliche Intimität der sogenannte KA-Körper - heute sprechen wir in der Regel vom Ätherleib - gestärkt und leuchtkräftiger wurde und die Verbindung zur Kosmischen Mutter immer nachhaltiger. 

Durch Magdalenas weibliche Präsenz im Leben Jesu war zudem das Bild von jenem als einem superfrommen, zölibatär lebenden Prediger ganz und gar nicht zu vermitteln.


So musste ein anderes Bild Maria Magdalenas gezimmert werden:
In der Überlieferung verschmilzt sie mit zwei im Neuen Testament erwähnten Frauen, deren eine Jesu Füße mit kostbarem Öl salbt (Jesus in Ehren, aber diese Verschwendung muss ja nun doch nicht sein …) und deren andere im Rahmen eines Abendessens, das bei dem Pharisäer Simon stattfand, dort auftaucht, als Sünderin bezeichnet wird, Jesu Füße mit Tränen netzt - gerade in der Kunst wurde gern das erotische Moment in den Vordergrund gestellt, dann war auch schon einmal eine ihrer Brustwarzen zu sehen … - und sie mit ihren weiblich langen Haaren trocknet. 

Sündig war eine Frau vor allem, wenn sie eine Hure war; so war der Schritt von der Sünderin zur Hure nicht weit (zumal mit solch verführerischen Haaren ... ).
Dieses Bild passte auch bestens in die Sexualmoral der Kirche. Gerade Frauen waren ja schon immer durch die Schlange besonders gefährdet und damit eine Gefahr für die moralische Standfestigkeit der Männer. 
Gut, dass die Besonderen unter ihnen sich durch das Zölibat schützten.
(Welche Auswirkungen es in Wirklichkeit oft hatte, ist in den letzten zwei Jahrzehnten einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden.)

Was die Kirche mit dem Zölibat und dem Umgang mit Sexualität in Wirklichkeit dann Realität werden ließ, ist in meinen Augen in Wirklichkeit ein Verbrechen an der Seele der Menschheit.

Magdalena formuliert, nachzulesen in dem Manuskript:
Aus meiner jetzigen Sicht finde ich es äußerst tragisch, dass die Geheimnisse und die Heiligkeit unserer Sexualität von der Kirche, von den Kirchenvätern, als Böse verteufelt wurden. Fast 2000 Jahre lang wurde einer der kraftvollsten und schnellsten Wege zu Gottes Erkenntnis als falsch hingestellt (…) Die Wahrheit und die Kraft von Jeshuas Lehren wurden von der Kirche verdreht. Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Maria Magdalena macht deutlich, dass sie mit der Veröffentlichung des Manuskripts der Wirkung dieses Verbrechens, wie ich das Ganze nenne, ein Ende bereiten möchte. 
Wer Ohren hat zu hören, der mag es hören.

Wer sich jenem Buch widmet, dessen erstes Drittel das gechannelte Manuskript der Maria Magdalena umfasst, wird sich der gerade heute hilfreichen Sexualmagie der Isis konfrontiert sehen, wie sie sich durchaus vergleichbar im Tantra Yoga, im Taoismus und in der Alchemie des tibetischen Buddhismus findet; es macht den Mittelteil des Buches aus, dass Tom Kenyon uns einen vergleichenden Blick auf diese drei Richtungen werfen lässt.
Die Übungen und Hinweise zur Sexualmagie können Paaren weiterhelfen ebenso wie auch Alleinstehenden.

Die beiden Schlangen, die in jedem von uns sind - eine schwarze weibliche und eine golden männliche - warten darauf, dass wir sie auf ihrem Weg nach oben durch die Chakren, in denen sie sich kreuzen, unterstützen; vielleicht müssen wir sie möglicherweise überhaupt erst einmal auffordern, sich zu bewegen und zu erheben; vielleicht schlummern sie noch am unteren Ende der Wirbelsäule oder eine von beiden ist wach und möchte los, die andere aber macht nur müde ein Auge auf und sagt: Gib doch Ruhe, was machst du auf einmal für einen Lärm …

Wer sich übrigens daran stören sollte, dass die weibliche Schlange schwarz ist, der möge sich Gedanken darüber machen, warum so viele Männer Angst vor dem Weiblichen haben … und das, obwohl sie doch eine so tolle goldene Schlange haben (oder gar sind) …


PS. Es ist übrigens interessant, dass Jeanne Ruland und Marion Hellwig in ihrem Buch Maria Magdalena. Lebe und heile deine Weiblichkeit, erschienen 2014, ohne dass sie ganz offensichtlich das Buch von Tom Kenyon kannten, das 2002 zunächst im Englischen erschien, in vielen Punkten Vergleichbares schrieben, nicht nur, was Magdalenas und ihrer Tochter Sarahs Landung in Frankreich und den zeitweiligen Aufenthalt in England betrifft, sondern auch die Dämonenaustreibung. Zu letzterer haben beide Frauen einen 28-zeiligen „Exkurs“ verfasst, den ich für interessierte Leser auf meinem Blog "Wortbrunnen" eingebracht habe.
Das Buch der beiden Frauen ist im Übrigen ganz anderer Natur als das von Kenyon/Sion. Es beschreibt die Pilgerfahrt von Jeanne Ruland und Marion Hellwig, die zusammen mit einer Frauengruppe auf den Spuren Maria Magdalenas heilige Orte in Frankreichs Süden aufsuchen (Les-Saint-Marie-de-la-Mer, Saint-Maximin-la-Sainte-Baume u.a.), wobei regelmäßig meditative Texte beispielsweise zur Einweihung in die Weiblichkeit, eine Lilien-Reinigungsmeditation oder zum Kelch der göttlichen Liebe eingeblendet werden.

Samstag, 27. Mai 2023

Voraussetzungen für ein Pfingsten in uns: Worte von Maria Magdalena

Sie können helfen, dass es in uns Pfingsten wird; sie raten, unser Urteil über uns selbst fallen zu lassen, damit auch über unsere Mitmenschen und das Leben ... Voraussetzungen für ein Pfingsten in uns:

GELIEBTE BRÜDER UND SCHWESTERN,

ich sehe wohl, dass der Tanz, in dem Ihr Euch befindet, an Fahrt aufnimmt. Manchen von Euch wird es zuweilen schwindelig bei den sich zunehmend intensiveren Energien, die Euch erreichen.
Diese Energien kommen sowohl von Eurer Sonne, als auch aus dem Kosmos. Viele Sternenvölker schauen auf Euch mit unterschiedlichen Interessen. Viele sind sehr liebevoll und unterstützend für Eure Menschheit. Aber nicht alle schauen wohlwollend und freundlich auf Euch.
Im Kosmos ist es ähnlich wie auf der Erde. Auch dort gibt es Licht und Schatten unter den Sternenvölkern, wie oben, so unten. Dies ist allgemein gültig.
Liebe Menschen, aber es gibt eines, was Ihr tun könnt in diesem wirbelnden Tanz des Aufstiegsprozesses der Erde und der Menschheit:

Verlasst die alten Strukturen Eures Egos, die Euch noch gefangen halten. Erhebt Euer Ego durch die Kraft der göttlichen, bedingungslosen Liebe in die Heiligkeit.
Dies bedeutet, mit der Kraft Eures Herzens und Eurer tiefen Liebe auf Eure alten Egostrukturen zu schauen und sie somit zu erlösen und damit zu erheben.
Euer Erfolg wird sich daran messen, in welchem Maße Ihr Euer Urteil über Euch selbst fallen lasst und damit auch Euer Urteil über Eure Mitmenschen und das Leben. Denkt daran, dass es einen Weg gibt zur wahren, vollkommenen Heilung:
Die Erlösung Eures Schattens ( Schmerzkörpers, Anm. von Silvia) durch die bedingungslose Liebe.

Ihr kennt den Satz in Eurer Bibel: Niemand kommt zum Vater, denn durch mich!
Durch die Schreiber ist der Sinn dieses Satzes verfälscht worden, denn mit „Vater“ ist die göttliche Allmacht, der große Geist der Schöpfung gemeint, der sowohl männliche, als auch
weibliche umfasst. Damals galten allerdings nur Männer etwas, und Männer haben die Texte verfasst.
Mit diesem Satz ist Folgendes gemeint:
Kein Mensch, der einmal das Rad der Inkarnationen begonnen hat, kann in die Allmacht der Schöpfung, in die Einheit zurückkehren, wenn er nicht den Weg über das kosmische und göttliche Bewusstsein gegangen ist und damit seine Schattenanteile erlöst hat. Mein geliebter Jeshua verkörperte auf der Erde dieses göttliche Bewusstsein, das viele Menschen Christusbewusstsein nennen, und er hat dies damit gemeint.

Gesegnet sei die Heilung der Menschheit, ihrer weiblichen und männlichen Anteile mit ihren Schatten, damit Gaya gemeinsam mit ihr in den Aufstieg geht.

In Liebe
Maria Magdalena

Maria Magdalena, empfangen durch Silvia Szödy

Montag, 18. April 2022

"Und die Stimme erkennend" - ein Augenblick tiefster Seligkeit. - Noch einmal zum Passionsgeschehen aus der Sicht Anna Katharina Emmericks





 

(vorausgegangen auf diesem Blog war ein Auszug in Bezug auf das Karfreitagsgeschehen aus der Sicht der Anna Katharina Emmerick - siehe vorausgehender Beitrag)

Magdalena aber sah ich wieder in den Garten und zu dem Grabe eilen, sie war vom Laufen und von Trauer ganz wie von Sinnen. Sie war vom Tau ganz durchnässt, ihr Mantel war ihr vom Kopf auf die Schultern gesunken und ihre langen Haare waren aufgelöst herabgefallen. Weil sie allein war, scheute sie sich, gleich in die Felsenhöhle hineinzutreten, sondern sie verweilte auf dem Rande der Vertiefung vor dem Eingang der Vorhalle. Hier beugte sie sich nieder, um durch die tiefer liegende Tür in die Vorhalle gegen das Grablager zu schauen, und in dem sie ihre vorfallenden langen Haare mit den Händen fassend zurückhielt, sah sie zwei Engel in weißen priesterlichen Kleidern zu Häupten und Füßen des Grablager sitzen und hörte zugleich die Stimme von einem derselben: „Weib, was weinst du?“ Und sie rief in ihrem Jammer aus (denn sie wusste und dachte an nichts, als dass der Leib des Herrn nicht mehr da sei): „Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“  

Dies sagend und nichts als die Tücher sehend, wandte sie sich sogleich wie eine Suchende um, sie meinte, sie müsse ihn überall finden, sie war im dunklen Gefühle seiner Nähe, und selbst die Erscheinung der Engel konnte sie nicht irre machen. Es war, als denke sie gar nicht, dass diese Engel seien, sie konnte an nichts denken, als an Jesus, nichts als: Jesus ist nicht hier, als: wo ist Jesus? Und ich sah sie einige Schritte vor dem Grabe hin und wieder irren wie eine ganz verwirrt suchende Person, ihre langen Haare hingen ihr links und rechts über die Schulter hervor, sie strich einmal die Masse der Haare auf der rechten Schulter durch beide Hände, dann hatte sie die beiden Haarströme in beiden Händen und schlug sie zurück und schaute umher, da sah sie etwa zehn Schritte von dem Grabfelsen gegen Morgen, wo der Garten gegen die Stadt aufsteigt, zwischen dem Gebüsche hinter einem Palmbaum eine lange, weiß bekleidete Gestalt in der Dämmerung und hörte, darauf zustürzend, abermals die Worte: „Weib, was weinst du? Wen suchst du?“ Sie hielt die Gestalt aber für den Gärtner, und ich sah sie auch mit einer Schaufel in der Hand und einem flachen Hut, der einem Stück gegen die Sonne vorgebundener Baumrinde glich, gerade wie ich den Gärtner in der Parabel gesehen, die Jesus den Frauen kurz vor seinem Leiden in Bethanien erzählte, und seine Erscheinung war nicht leuchtend, sondern gleich der eines Menschen in der Dämmerung in langem weißem Gewande. Auf die Worte: „Wen suchst du?“, erwiderte sie sogleich: „Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir wohin, ich will ihn holen!“ Und zugleich schaute sie wieder umher, ob er ihn nicht in der Nähe habe; da sagte Jesus zu ihr mit gewohnter Stimme: „Maria!“ Und die Stimme erkennend und Kreuzigung, Tod und Begräbnis vergessend, als lebe er, sagte sie, sich augenblicklich wendend, wie sonst: „Rabboni (Meister)!“ und fiel vor ihm auf die Knie und streckte die Arme nach seinen Füßen aus. Jesus aber hob die Hand abwehrend gegen sie und sprach: „Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater; gehe aber zu meinen Brüdern und sage es ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“ Da verschwand der Herr. – Ich hatte auch eine Erklärung, warum Jesus sagte: „Rühre mich nicht an“, ich bin mir aber derselben nicht mehr ganz bewusst. Ich meine, er sprach dies, weil sie so ungestüm war und ganz in dem Gefühl, als lebe er wie sonst, und alles sei, wie sonst.

[nach Rudolf Steiner ist, wenn ich mich recht entsinne, Jesus Christus nicht in seinem physischen Leib auferstanden, sondern in seinem erleuchteten Ätherleib, der sich physisch nicht umarmen lässt; Maria Magdalena, die diesen Ätherleib hellsichtig wahrnahm, setzte ihn wohl mit dem physischen Leibe gleich; in ihrer folgenden Erklärung, scheint mir, ist sich Anna Katharina Emmerick dieser Tatsache aus ihrer Erinnerung heraus, die sie ja Clemens Brentano mitteilte, nicht (mehr) bewusst]

Über die Worte Jesu, er sei noch nicht aufgefahren zu seinem Vater, hatte ich die Erklärung, er habe sich noch nicht nach seiner Auferstehung seinem himmlischen Vater dargestellt und ihm noch nicht für seinen Sieg über den Tod und für die Erlösung gedankt. Es war, als sage er ihr hierdurch, die Erstlinge der Freude gehörten Gott, sie solle sich erst besinnen und Gott danken für das vollendete Geheimnis der Erlösung und des Sieges über den Tod; denn sie hatte seine Füße wie sonst umarmen wollen, sie hatte an nichts gedacht, als an ihren geliebten Meister, und das ganze Wunder in der Heftigkeit ihrer Liebe vergessen. Ich sah aber, wie Magdalena nach dem Verschwinden des Herrn sich aufraffte und, als sei sie im Traum gewesen, nochmals dicht an das Grab hinlief; da sah sie die beiden Engel auf dem Grab sitzen, hörte, was die Frauen gehört von der Auferstehung, sah die Tücher liegen und eilte nun, des Wunders und ihres Gesichtes ganz gewiss, hinaus, ihre Begleiterinnen zu suchen auf dem Weg gegen Golgatha, denn sie wandelten dort noch zagend umher, teils Magdalenas Rückkehr erwartend, teils in Begierde, den Herrn irgendwo zu sehen. Alles, was mit Magdalena geschah, währte nur ein paar Minuten; es mochte etwa halb drei sein, da ihr der Herr erschienen, und als sie kaum den Garten hinausgelaufen war, eilte Johannes in denselben hinein und Petrus dicht hinter ihm her. Johannes stand auf dem Rande vor dem Eingang und bückte sich durch die Tür der Vorhalle nach der halb offenen Grabtür schauend und sah die Tücher liegen. Nun kam Petrus und ging hinab in die Höhle und vor das Grablager und sah die Grabtücher hier in der Mitte des Lagers von beiden Seiten gegen die Mitte zusammengerollt, es waren die Gewürze hineingewickelt und die Binde war darum geschlungen, so wie Frauen dergleichen Tücher zum Aufbewahren zusammenzurollen pflegen, das Angesichtstuch aber lag rechts davon gegen die Wand und war auch geordnet. Hierauf folgte Johannes dem Petrus auch an das Grablager, sah dasselbe und glaubte an die Auferstehung, denn es wurde ihnen nun klar, was der Herr gesagt und was in der Schrift stand, sie hatten das vorher nur so obenhin genommen. Petrus aber nahm die Tücher unter seinem Mantel mit, und sie eilten hinaus durch das Pförtchen des Nikodemus, Johannes aber lief dem Petrus wieder voraus.

Ich habe mit ihnen das Grab besehen und auch mit der Magdalena, und ich sah beidemal die beiden Engel zu Häupten und Füßen sitzen, wie immer und auch wie die ganze Zeit, während der Leib Jesu im Grabe lag. Es schien mir aber, als habe Petrus sie nicht gesehen. Johannes hörte ich nachher zu den Jüngern von Emmaus sagen, dass er von der Vorhöhle schauend einen Engel gesehen habe. Vielleicht ließ er, dadurch erschreckt, den Petrus voraus, und meldete es nicht im Evangelium, aus Demut, um nicht mehr gesehen zu haben als Petrus.

Ich sah aber nun erst die herumliegenden Wächter sich erholen und aufraffen. Und sie nahmen ihre Spieße und Feuerkessel, welche an der Tür des Einganges auf Stangen gebrannt und einen Schein hineingeworfen hatten, und ich sah sie scheu und verstört aus dem Garten eilen und gegen das Tor der Ausführung hin zur Stadt ziehen. 

Magdalena hatte indessen die heiligen Frauen aufgefunden und ihnen erzählt, dass sie es Petrus gesagt, und jetzt den Herrn im Garten und dann die Engel gesehen habe, und die Frauen erwiderten ihr, dass auch sie die Engel gesehen. Nun eilte Magdalena zur Stadt durch das nahe Ausführtor, die Frauen aber gingen wieder gegen den Garten, vielleicht um die beiden Apostel dort noch zu finden, und ich sah die Wächter an ihnen vorüberziehen und einige Worte zu ihnen sprechen.

In der Nähe des Grabgartens trat den heiligen Frauen die Erscheinung Jesu in einem weiten weißen Gewand, das selbst über die Hände niederhig, entgegen und sprach: „Seid gegrüßt!“ Da bebten sie und sanken ihm zu Füßen, und es war, als wollten sie seine Füße umfassen, wessen ich mich jedoch nicht deutlich erinnere. Ich sah aber, dass der Herr einige Worte zu ihnen sprach, mit der Hand nach einer Gegend deutete und verschwand, worauf die heiligen Frauen durch das Bethlehemstor nach Sion eilten, den Jüngern im Cönaculum zu sagen, dass sie den Herrn gesehen und was er zu ihnen gesprochen. Diese aber wollten anfangs weder ihnen noch Magdalenas Aussagen irgendwelchen Glauben schenken und hielten bis zur Rückkehr des Petrus und Johannes alles für Einbildung der Frauen.
Johannes und Petrus, der vor Staunen ganz tiefsinnig geworden war, trafen auf ihrem Rückweg Jakobus den Kleineren und Thaddäus an, welche ihnen zum Grabe hatten folgen wollen. Auch diese beiden waren sehr erschüttert, denn der Herr war ihnen nahe bei dem Cönaculum erschienen. Ich sah aber, dass Jesus dem Petrus und Johannes vorübergegangen war, und Petrus schien mir ihn gesehen zu haben, denn diesen sah ich plötzlich in großer Erschütterung. Ob auch Johannes ihn erkannt, weiß ich nicht.

Ich sehe jetzt in diesen Bildern in Jerusalem und anderen Orten den Herren und andere Erscheinungen öfter hier und da in Gegenwart anderer Menschen ganz deutlich, ohne zu bemerken, dass diese ihn auch sehen. Manchmal sehe ich einzelne plötzlich erschüttert und staunend, während die anderen ganz gleichgültig sind. Es ist, als sähe ich den Herrn immer, bemerke aber zugleich, dass die Leute ihn damals nur dann und wann gesehen.

Ebenso sah ich die beiden priesterlichen Engel im Inneren des Grabes von der Grablegung des Herrn an immer, sah aber auch, dass die heiligen Frauen diese Engel manchmal nicht, manchmal nur einen derselben, und dann wieder beide erblickten. Die Engel, welche die Frauen anredeten, waren die priesterlich erscheinenden Grabengel. Es redete nur einer derselben und wurde nur einer, als die Tür nicht ganz offen war, von ihnen gesehen; der Engel, der wie ein Blitz vom Himmel niederfuhr, den Stein vom Grab rückte und sich auf ihn setzte, erschien in der Gestalt eines Kriegers. Cassius und die Wächter sahen ihn anfangs auf dem Steine sitzen. Die nachher sprechenden Engel waren die beiden oder einer der Engel des Grabes. Warum dieses alles so geschah, ist mir nicht mehr erinnerlich, als ich es sah, wunderte es mich nicht, dann ist alles, wie es ist, ganz recht und nichts scheint seltsam.

(…) es erschienen nach Jesu Auferstehung noch viele Seelen verstorbener heiliger Juden hier und da vielen Leuten aus ihren Nachkommen, die noch einer Gnade und Rührung fähig waren, und erschütterten ihr Herz zur Bekehrung. Auch zu vielen Jüngern, welche, im Glauben erschüttert, sich mutlos im Lande zerstreut hatten, sah ich solche Erscheinungen kommen, die sie trösteten und im Glauben festigten. Das Aufstehen der toten Leiber aus ihren Gräbern nach Jesu Tod hatte keine Ähnlichkeit mit der Auferstehung des Herrn, denn Jesus stand mit seinem nun erneuten, verklärten Auferstehungsleibe auf, wandelte lebend am Tage auf Erden und fuhr mit diesem seinem Leibe vor den Augen seiner Freunde zum Himmel, und es war dieser sein Leib nicht mehr dem Tode und dem Grabe unterworfen. Jene auferstandenen Leiber aber waren nur wandelnde, bewegungslose Leichen, den Seelen zur Hülle gegeben und wurden von diesen wieder in den Schoß der Erde abgelegt, wo sie die Auferstehung am jüngsten Tage mit uns allen erwarten. Ja sie waren weniger vom Tode auferstanden als Lazarus, der wirklich lebte und später zum zweiten Male starb; denn sie wurden als ein Kleid der Seele wieder abgelegt in die Gräber, da der Leib Jesu auch zu Grabe gebracht worden war.


PS.  (betrifft Facebook-Gruppe https://bit.ly/3ObGgXs)

In einem abschließenden Beitrag möchte ich in den nächsten Tagen darauf eingehen, was mir im Rahmen der wiedergegebenen Auszüge selbst sehr bemerkenswert ist (natürlich freue ich mich, wenn das auch andere tun, im Rahmen eines eigenen Beitrages oder mittels Kommentaren).
Die Mitteilungen der Anna Katharina Emmerick könnten im Übrigen einen Hinweis darauf geben, warum unter den Jüngern keine Frau war und sie bestätigen mir, dass Maria Magdalena die Lebensgefährtin von Jesus gewesen sein könnte.