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Sonntag, 28. November 2010

Advent ist ein Weg hin zur Geburt der Liebe.




Von treuen Lesern meiner Ethikpost aus dem Taubertal erhielt ich heute eine Spruchkarte von Zitante (um dem Urheberrechtlichen Genüge zu tun) mit obigem wunderschönen Spruch von Herbert Wesely, einem österreichischen Autor.
Manchmal, glaube ich, führen Engel Menschen Gedanken und Hände, so dass sie zu einem Werkzeug dieser göttlichen Ebene werden dürfen. 
Denn ohne dass es die beiden lieben Menschen gewusst hätten, war mir diese Postkarte gerade heute wie ein Licht, wie es oben in diesem Bild auch scheint.
Sie hat mir so gut getan.
Manchmal blicken wir in die Tiefen unseres Seins und müssen Dinge erkennen, die wir so nicht sehen wollten und wollen. 
Solche Erkenntnisse gemahnen uns, wie sehr wir auf dem Weg sind ... zur Liebe.
Auf dem Weg.
In diesen Worten erkennen wir in Demut das Wesen unseres Da-Seins an.
Weil wir auf dem  Weg sind, ist Weihnachten so wichtig und diese Zeit der Wehen, die wir Adventszeit nennen.
Damit in unserem Bewusstsein wieder geboren werden kann, was wir eigentlich immer sind: ein Kind Gottes.

Ich wünsche allen meinen Lesern eine gesegnete Adventszeit.
Und besonders liebe und dankbare Grüße ins Taubertal!

Dienstag, 23. November 2010

Für Ethikkollegen und alle, die sich zum Thema Altern und Tod befragen wollen ...

Dieser Fragebogen geht zurück auf Max Frischs Fragebogen zum Thema Tod in seinem Tagebuch II. Dort hat ja der 1991 verstorbene Schweizer Autor u.a. Fragebögen zum Thema Geld, Ehe, Humor und Heimat veröffentlicht und sie auf seine Weise köstlich gestaltet; bei manchen Fragen muss man zum Teil lächeln - oder man schaut ziemlich konsterniert.
Ich habe einige Fragen verändert, einige weggelassen, andere hinzugefügt, herausgekommen sind folgende 24 Fragen; im Unterricht mit älteren Schülern waren und sind sie oft Anlass zu einem sehr tief gehenden Gedankenaustausch:

1.  Wenn Du Dir beiläufig vorstellst, Du wärest nie geboren: Beunruhigt Dich diese Vorstellung?
2.  Wen, der tot ist, möchtest Du wiedersehen?
3.  Wen hingegen nicht?
4.  Wie alt möchtest Du werden?
5.  Hast Du Angst vor dem Tod?
6.  Könntest Du Dir vorstellen, dass sich Deine Meinung kurz vor dem Tod ändert?
7.  Wenn es den Tod als Wesenheit gäbe - welche Frage(n) würdest Du an ihn stellen?
8.  Hast Du keine Angst vor dem Tod, aber Angst vor dem Sterben?
9.  Wenn Du an Deinen möglichen Tod denkst, was fällt Dir am ehesten ein:
  • was Du hinterlässt
  • etwas in Deinem Schrank, das niemand sehen sollte
  • eine Landschaft
  • Feuerbestattung ohne Schmerzen
  • die Weltlage
  • die Zurückbleibenden
  • wer oder was Dich wohl erwartet
  • dass alles eitel war
  • was ohne Dich nie zustande kommen wird
  • die Unordnung in den Schubladen
  • dass es schon Sisyphos geschafft hat, dem Hades zu entkommen
  • wer um Dich trauert
  • ? .................................................

10. Warst Du schon einmal in Todesnähe und wie hast Du sie erlebt?
11. Möchtest Du wissen, wie Sterben ist?
12. Was stört Dich an Begräbnissen?
13. Möchtest Du lieber mit Bewusstsein sterben oder von einem Dachziegel erschlagen werden?
14. Wem gönnst Du Deinen Tod nicht?
15. Beruhigt es Dich, dass es ein Reich der Toten geben könnte und wir uns alle wiedersehen?
16. Warum möchten Menschen, die ein Nahtoderlebnis haben, so oft so ungern wieder ins Leben zurück?
17. Glaubst Du, dass die Weise, wie jemand stirbt, Bedeutung hat für sein Leben nach dem Leben?
18. Gilt das auch für Selbstmord?
19. Was assoziierst Du beim Stichwort Altern:
  • körperlicher Verfall
  • Kostbarkeit der Zeit
  • tägliche Arztbesuche
  • mit 70 noch auf den Himalaya
  • Altersweisheit
  • Alte, die sich nicht alt werden lassen dürfen
  • Zahnprothese
  • tägliche Zeitungslektüre
  • viele liebe Enkel
  • regelmäßig die 5 Tibeter
  • Zeit zu reisen
  • ? .................................................
20.  Möchtest Du unsterblich sein?
21. Man sagt, es sei wichtig, ohne Hass aus dem Leben zu gehen. Glaubst Du das auch?
22. Wenn der Atem aussetzt und der Arzt es bestätigt: Bist Du sicher, dass man in diesem Moment keine Träume mehr hat?
23. Ist Einschlafen ein Sterben im Kleinen?
24. Wieso weinen Sterbende nie?


Dienstag, 16. November 2010

auf dem wehenden Banner Phantasiens gesehen

                   
                 ♨
Wenn im Dunkel die Dohle schreit
und die Eule wissend ihre Schwingen breitet
gleitet der Falter der Nacht auf der Suche
nach den Schätzen verlorener Seligkeit
von Strauch zu Strauch
von Busch zu Busch 
Fröstelnd rascheln die Blätter des Holunders
der Himbeergeist tanzt beschwörend in der Nacht 
und bittet alle die warmen Herzens
vorüberkommen 
ein gutes Wort einzulegen
bei den Wächtern der Mondstrahlen
dass sie der Nacht Macht gäben
damit sich befreie alles
was verstrickt ist
in den Netzen der großen Spinne
                   ♨

Samstag, 13. November 2010

Wenn Sterne Wellen der Liebe lenken: Über Friedrich Hebbels "Das Heiligste"

Als Gott in der biblischen Schöpfungsgeschichte die Frau aus dem Wesen Adam, dem Menschen also, nicht dem Mann, heraus erschafft, aus Luthers Rippe - man kann das hebräische Wort auch mit Seite übersetzen - bekennt er sich zur körperlichen Liebe; er möchte, dass sich Mann und Frau erkennen, ein Wort, das in der Bibel für die körperliche Vereinigung steht. Und es gibt auch kaum ein schöneres Liebeslied als das Hohelied Salomos inmitten des Alten Testamentes, das die Liebe zwischen Sulamith und dem König Israels besingt; seine Worte lassen keinen Zweifel: es ist eine lustvolle körperliche Liebe, welche die beiden in ihrem Wechselgesang beseelt.

Auch Friedrich Hebbel, der es in seinem Leben nicht leicht gehabt hat, stürzte doch der frühe Tod des Vaters die Familie in tiefe Armut und saß er doch, obwohl er eine Gönnerin fand, oft mit knurrendem Magen in den Vorlesungen, bezieht sich auf eine solche Liebe. Als er zweiunddreißgjährig nach Wien kommt, abgerissen und mittellos wie ein Landstreicher, findet er Liebe und Frieden in der Ehe mit der Burgschauspielerin Christine Enghaus. Die Kämpfe und Demütigungen seines Lebens schlagen sich in seinem Werk zwar immer wieder nieder; in dem folgenden Gedicht jedoch, einem Sonett, besingt er auf einmalig schöne Weise die Heiligkeit der Liebe:


DAS HEILIGSTE

Wenn sich zwei ineinander still versenken,
Nicht durch ein schnödes Feuer aufgewiegelt,
Nein, keusch in Liebe, die die Unschuld spiegelt,
Und schamhaft zitternd, während sie sich tränken;

Dann müssen beide Welten sich verschränken,
Dann wird die Tiefe der Natur entriegelt,
Und aus dem Schöpfungsborn, im Ich entsiegelt,
Springt eine Welle, die die Sterne lenken.

Was in dem Geist des Mannes ungestaltet
Und in der Brust des Weibes kaum empfunden
Als Schönstes dämmerte, das muss sich mischen;

Gott aber tut, die eben sich entfaltet,
Die lichten Bilder seiner jüngsten Stunden
Hinzu, die unverkörperten und frischen.

Da ist nichts zu spüren von der Sexsüchtigkeit unserer Tage, von der geschäftsmäßig aufgeregten und aufgekratzten Sexualisierung, wie wir sie in den meisten Medien finden.

Vielmehr lenken Sterne jene Welle, die durch die Vereinigung zweier Menschen sich aus dem Mittelpunkt des Seins als Leuchtspur dieser Liebe ihren Weg durch den Kosmos bahnt.

Wenn wir Hebbels Zeilen lesen, spüren wir die Heiligkeit der Sexualität, der körperlichen Liebe, die zutiefst sinnlich und lustvoll ist; Hebbel bringt das in dem Bild des gegenseitigen Sich-Tränkens zum Ausdruck, des Sich-Verschränkens von Männlichem und Weiblichem.

In jedem Akt vollzieht sich, wenn er in Liebe geschieht, die Vereinigung von Himmel und Erde, von Uranos und Gaia, von Yin und Yang.

Dies geschieht tatsächlich in jedem Liebesakt, wenn er in Liebe vollzogen wird.

Dann, nur dann geschieht auch etwas, was die Liebe krönt: Gott gibt seine Gabe hinzu.

Diese lichten Bilder mögen Seelen sein, es mögen zugleich Bilder sein, die den Kosmos, die Wohnstatt von uns Menschen bereichern. Durchaus denkbar, dass Hebbel an das Bild eines neuen Wesens denkt.


Wie weit ist der Begriff von Liebe, wie wir ihn heute vorfinden, von Hebbels Wertschätzung entfernt.

Schnödes Feuer nennt ihn Hebbel; und er weiß, dieses Feuer wärmt nicht, es fackelt Energie nutzlos ab.

Doch es gibt diese andere, seine Sicht.

Und alle jene, die tief verunsichert sind, mögen im Hohelied Salomos und in diesem Gedicht die Bestätigung finden: Es gibt nichts Heiligeres als die körperlich-seelische Vereinigung von Mann und Frau, ja: Es ist DAS HELIGSTE.

Möge die oben angesprochene Welle ihren Weg auch mitten durch den Vatikan nehmen.

Und durch unser Herz!

Freitag, 12. November 2010

Nachtrag zur Petition

Gegenüber der Petition gab es einige Einwände, die ich durchaus ernst nehme, aber leider keine Zeit habe, auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen.

und

allerdings ist z.B. der geistige Horizont von spiegel online in bestimmten Bereichen schnell überschritten.
Für mich wäre es interessant, Ärzte zu fragen, warum sie die Petition unterzeichnet haben, von einem weiß ich es, er dürfte bei dieser großen Zahl nicht der Einzige gewesen sein.

Überraschend jedenfalls war für mich;

121 819 Bürger haben die Petition unterzeichnet.

Wichtig ist für mich Folgendes, wobei ich vorausschicken möchte, dass ich die Leistungsfähigkeit und das Vermögen unserer Medizin, sei es in der Notfallmedizin oder in anderen Bereichen, absolut bewundere und sie für mich auch in Zukunft einen hohen Stellenwert behalten soll. Ich bin dankbar, dass es sie gibt. Nur kann ich beide medizinischen Felder - im Gegensatz zu anderen - nebeneinander bestehen lassen, wobei ich eben einer Medizin auf Naturbasis den Vorzug gebe und: 
Ich lebe noch, obwohl ich mich ihrer zeitlebens bediene; darüber allerdings wird nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen - und der Umstand ist weiß Gott bekannt -, dass eine überraschend hohe Anzahl von Menschen aufgrund zu vieler und/oder falsch verordneter Tabletten oder ihrer Nebenwirkungen jährlich sterben. Wie auf diesem Hintergrund die Gefahren der Naturmedizin so gern heraufbeschworen werden, ist für mich sehr aufschlussreich.

Was also mir als Ergebnis dieser Petition wichtig und absolut erfreulich ist, ist dieses machtvolle Bekenntnis einer in diesem Ausmaß nicht erwarteten Anzahl von Bürgern zu natürlicher Medizin. Auf Dauer wird sie sich durchsetzen, nicht allein der wesentlich geringeren Kosten wegen, sondern weil sich das Bewusstsein der Menschen deutlich zu verändern beginnt und die Natur und ihre uns naturgemäßen Kräfte den ihnen angemessenen Rang wieder einnehmen werden.
Ich glaube, dass auch genau dieses machtvolle Bekenntnis ein maßgeblicher Umstand dafür ist, dass manche Medien und Mitbürger enerviert reagieren.

Dienstag, 9. November 2010

Achtung, nur noch bis Donnerstag: Petition an den Bundestag in Sachen Natur- und Kräuterprodukten

Link zur Petition beim Bundestag - mit vorheriger Registrierung (drei Minuten)
... läuft leider nur noch bis morgen (11.11.)

Ich möchte auch diejenigen, die der Allopathie zuneigen, bitten, eine Petition beim Deutschen Bundestag zu unterstützen, die sich dagegen wendet, dass mittels einer Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für tradtitionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden, Folgendes in Kraft tritt: Naturprodukte werden zu medizinischen Produkten umdeklariert und müssen deshalb zugelassen werden. In allen EU-Ländern wird es dann verboten sein, Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die keine Lizenz haben.
Ein Bubenstück der EU-Bürokratie
Unsere Gesundheit wird durch diese Reglementierung nicht geschützt - im Gegenteil; dagegen werden (ist das eine mögliche Absicht?) Krankenkassen entlastet, weil immer mehr Menschen sich Naturheilmittel verschreiben lassen; zudem wird den meist mittelständischen Betrieben, die sich der Herstellung von Naturprodukten zugewendet haben, hoher Schaden zugefügt und das zugunsten einer Pharmaindustrie, die den Steuerzahler u.a. mittels der Schweinegrippenhysterie Millionen gekostet hat (Erinnern Sie sich noch, dass bis dieser Tage 35 000 Tote befürchtet worden waren - schlussendlich wurde dann um einen oder zwei gefeilscht ...)
Gerade der Wille von Eltern, die für ihre Kinder eine medizinische Betreuung auf pflanzlicher und homöopathischer Basis vorziehen, wird dadurch grob missachtet.
Saat der Zerstörung
Es kann nicht Sinn einer Organisation wie der EU sein, gegen den Willen eines größer werdenden Teils ihrer Bevölkerung zu agieren. Würde sie sich lieber um überhöhte Benzin- und Strompreise kümmern und um die dunkle Seite der Gen-Maipulation, wie sie F.William Engdahl in seinem Buch Saat der Zerstörung aufzeigt. Allein die redaktionelle Kurzbeschreibung bei Amazon offenbart Erschreckendes, und eine Frau schreibt zurecht in ihrer Kundenzrezension: "Dieses Buch ist nicht für Grüne gedacht, sondern für alle. Mich jedenfalls hat es als Mutter von drei Kindern erschüttert."
Codex alimentarius
Wie sehr gefährdet unsere Ernährung und deren freie Gestaltung ist, mag eine Sendung des ALPENPARLAMENT.TV  verdeutlichen, in welche über den codex alimentarius informiert wird.
Dieser Kodex unter Schirmherrschaft der World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO - nomen ist nicht immer omen) und der Food and Agriculture Organization (Welternährungsorganisation, kurz FAO) beinhaltet die Entwicklung eines Regelwerks zur Ernährung der Zukunft. 27 Komitees arbeiten international und erfolgreich unübersichtlich, dieses Regelmonster herzustellen, das mittlerweile immerhin 5000 Seiten umfasst, in Auszügen wohl auch auf Englisch und Französisch im Rahmen der EU veröffentlicht, nicht auf Deutsch, obwohl der größte Teil der EU-Bevölkerung deutschsprachig ist (zu was bezahlen wir eigentlich mit Millionen Euro pro Jahr unsere Politiker, wenn sie nicht in der Lage sind, unsere Sprache zu vertreten?)

* ABSTIMMEN nicht vergessen :-) *

Sonntag, 7. November 2010

LIEBE IST . . .

. . .  ein aus tiefem inneren Wissen um das EinsSein mit dem Anderen geborenes Gefühl.


Liebe ist nicht Sentimentalität.


Liebe quillt allein aus dem Herzen Gottes und insofern unser Herz ein reiner Tempel ist, fließt die Liebe auch aus uns


Es ist unsere Demut, die diese Liebe schützt.


Ihr größter Feind ist unsere Hybris, unsere Anmaßung, selbst Ursache und Grund der Liebe zu sein.


Ihr Grund gründet in Gott allein.


Hier, in der Erdenschwere, sind wir Seele, die Geist werden will; denn unsere Heimat ist der Geist, der Geist der Liebe.


Immer sind wir dieser Geist gewesen und sind es jetzt, Seele und Geist zugleich; wir sind es hier, wenn wir das Vergessen überwinden.