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Donnerstag, 6. März 2025

Bewusstsein entsteht anlässlich von Zerstörungsprozessen (trotz allem also könnte Donald Trump sich als segensreich für die Menschheit erweisen ...)

"Für den, der nun die Welt verstehen will, ist es im eminentesten Sinne notwendig, daß er auch auf die sogenannte Zerstörung hinblickt, auf die Auflösungsvorgänge, auf dasjenige, was sich zuletzt für die physische Welt wie das Hineinströmen in das Nichts ergibt. Denn Bewußtsein in der physischen Welt kann sich niemals da entwickeln, wo bloß aufsprießende, sprossende Vorgänge vor sich gehen, sondern Bewußtsein beginnt erst da, wo das auf der physischen Welt Ersprossene wiederum abgetragen, vernichtet wird. (...) Es ist in der Tat so, daß, wenn wir irgendetwas Äußeres wahrnehmen, unser Seelisch-Geistiges in unserem Nervensystem Zerstörungsprozesse anrichten muß, und diese Zerstörungsprozesse vermitteln dann das Bewußtsein.
Immer, wenn wir uns irgendeiner Sache bewußt werden, müssen die aus Zerstörungsvorgängen hervorgehen.

Und ich habe darauf hingedeutet, wie der bedeutsamste, der für das Menschenleben bedeutsamste Zerstörungsvorgang, der Vorgang des Todes, gerade der Schöpfer des Bewußtseins ist für die Zeit, die wir nach dem Tode verbringen. Dadurch, daß unser Seelisch-Geistiges die volle Auflösung und Loslösung des physischen und Ätherleibes erlebt, das Aufgehen des physischen und Ätherleibes in der allgemeinen Physis und Ätherwelt, schöpft unser Geistig-Seelisches die Kraft - aus dem Todesvorgange schöpft unser Geistig-Seelisches die Kraft, zwischen dem Tod und einer neuen Geburt Wahrnehmungsvorgänge haben zu können.

Das Jakob-Böhme-Wort So ist denn der Tod die Wurzel alles Lebens gewinnt dadurch seine höhere Bedeutung für den ganzen Zusammenhang der Welterscheinungen."
(R. Steiner, GA 272, S. 119ff)

Auf obigem Hintergrund wird verständlich, warum Steiner zu der Aussage gelangen kann:
"Gott ist in allem Zerstörenden und Zertrümmernden am wirksamsten." 
(GA 266c, S. 59)

PS
Auch wenn der Sinn des Lebens für Donald Trump - die personifizierte Zerstörungsenergie - in Deals besteht - auch die Beziehung zu seiner Frau dürfte ein Deal sein -, so wird sich herausstellen, dass sein werteverachtendes Treiben zum Vorteile des Menschheitsbewusstseins gereichen wird. Die Menschen werden aufgrund seines Treibens verstehen lernen, warum das Schwache, Geringe, die Schwachen und Armen für uns Menschen so von Bedeutung sind und warum gerade sie Christus so am Herzen liegen.

Freitag, 31. Januar 2025

Donald Trump: Lust an Destruktion, an Zerstörung. – Der Mensch Trump aus spiritueller Sicht.


Die alten Mechanismen greifen nicht wirklich mehr. Was bisher selbstverständlich war, dass nämlich hinter verschlossenen Türen gemauschelt und auf dieser Basis Politik gemacht wird: es funktioniert nicht mehr, nicht mehr in den USA, zunehmend auch nicht mehr bei uns.
Warum? - 
Corona hat vielen Menschen die Augen geöffnet. Zu viele der gewählten Politiker waren und sind ganz offensichtlich nicht lauter wie ein Bach; sie sehen krank aus und ihre Seelen sind es wirklich. Hinweise des RKI wurden übergangen, damit Menschen weggesperrt werden können und die Schäden an den Seelen von Kindern und Jugendlichen sind heute zunehmend sichtbar - eine Aufarbeitung: Fehlanzeige.
Man hört die Politiker reden und glaubt ihnen nicht mehr; man spürt, dass sie in Wahrheit sich selbst nicht glauben, sondern reden nach überkommenen politischen Mustern und Strukturen. SPD-Politiker müssen eben auf bestimmte Weise reden, gleiches gilt für Linke und Grüne und eine AfD schöpft das Unwohlsein der Menschen ab an einer Art von Politik, von der Menschen einfach nur die Nase voll haben.
Mit größter Selbstverständlichkeit werden nun Millionen von Menschen diffamiert, die die AfD gewählt haben, weil es momentan das wirkungsvollste Ventil ist, Olaf und Co zu sagen: Wir haben genug von dir und deinesgleichen. A
ber Scholz, Merz, Habeck und Co interessiert nicht, was die Menschen ihnen eigentlich sagen wollen. Bevor man hinhört, ist es einfacher, Millionen Wähler zu diffamieren, die überwiegend keineswegs rechtsradikal sind, nur einfach genug haben, wie ihnen vor Wahlen geschmeichelt wird und nach der Wahl lieber Banken gerettet werden als Menschen und in einem angeblich reichen Land wie Deutschland Millionen Menschen an der Armutsgrenze leben.

Da kommt auf einmal einer daher, der sagt, was er denkt. Vieles ist verlogen, was er sagt und denkt, aber mit größter Selbstverständlichkeit steht er zu seinen Lügen und seinen zum Teil kruden Ansichten. Schon lange schreit kaum jemand mehr auf - warum?
Wie gerne würden viele sich so verhalten wie er: zu sagen, was sie denken, auch wenn man für vieles keine Argumente hat, sondern Gefühlen nachgibt. Wie kaum jemand sonst agiert Trump aus dem Bauch heraus, redet aus dem Bauch heraus, lügt und diffamiert: wie gern täten das viele auch … endlich einfach zu sagen, was sie fühlen und denken …
Und dann kommt hinzu: Trump tut, was er sagt. Er erlässt verfassungsfeindliche Dekrete, aber es stört ihn nicht. Endlich gibt es den Django der Politik. Sein Revolver sitzt ihm locker am Gürtel. Für seine Art zu leben, zu regieren gehen die Menschen über Barrikaden hinweg. Wenn Hüter des Gesetzes dabei schwer verletzt werden - was zählen Bilder, die zeigen, wie sie um ihr Leben kämpfen … Trump begnadigt mit einem Handstreich alle, die auf ihn hören. Er kündigte es an, und dann tut er es auch, auch wenn unter den Begnadigten Schwerverbrecher sind.
Was zählt, entscheidet Django.
Und Django fackelt nicht.
Wie gern würden viele auch so sein: nicht im Sessel sitzen und in die Glotze starren und mit Bekannten über die Welt schimpfen, sondern tätig sein: ein Wilhelm Tell, ein Robin Hood … momentan reicht es nur zu einem Trump, mit dem sie sich identifizieren ...
Das alte Männlichkeitsideal feiert Urstände; endlich einer, der schießt und viele Männer und Frauen finden das toll. Das alte Polit-Establishment wurde durch Trumps Wahl hinweggespült, eine Pamela Harris hatte keine Chance. Und niemand trauert ihr wirklich nach. Den ganzen Familien-Polit-Clans in den USA trauert niemand nach - ihre Zeit geht zu Ende, noch ahnen sie selbst nicht, wie radikal das geschehen
wird. Es sind nur wenige in den USA, die ahnen, in welchem Ausmaß sich das Land in den nächsten Jahren verändern wird.
Donald Trump
legt der Welt die Daumenschrauben an. Nach der Wahl wird sofort alles anders, Krieg wird sofort beendet, kündigte er an. Das imponiert. Friedrich Merz beispielsweise kündigt auf einmal genauso an, was sofort nach der Wahl anders wird. Das Männlein Friedrich möchte gern auch ein Django sein … vielleicht wird er ja noch zum Mann - unter (deutschen) Politikern wäre er dann allerdings eine absolute Ausnahme.

Tut das gut, dieses Ende bisheriger Politschleimerei! Auch Europa zählt nicht mehr. Es hat die USA nur ausgenutzt, damit ist jetzt Schluss. Dass die USA über Jahrzehnte selbst dieses Verhältnis zu den „Freunden“ in Europa aufbaute, damit Waffen dort stationiert werden können, damit es ein Bollwerk gegen den Feind im Osten gibt - immerhin war diese Bastion Europa den USA über die Jahrzehnte Milliarden und Abermilliarden wert (gewiss nicht aus Selbstlosigkeit) - das spielt keine Rolle. Auf einmal wurden die USA nur ausgenutzt und Django macht dem ein Ende. Nun sitzt der Feind woanders, alles andere zählt nicht mehr. Trump wird das Theater mit Europa und der NATO beenden wie vieles andere auch. 
Jahrzehntelang haben die USA Süd- und Mittelamerika ausgenützt - wir erinnern uns an Galeanos „Die offenen Adern Lateinamerikas“. Irgendwann begannen die Armen nach den USA zu strömen. Nun werden sie in Handschellen per Flugzeug zurückgeschickt. Django liebt keinen menschlichen Müll. Dass sein Land maßgeblich für ihn verantwortlich ist: das kümmert nicht.
Django-Trumps Verhalten wird Schule machen. Andere werden sich ihm und seinem Vorgehen anschließen und tun es schon. In vielen ruft er ab, was ihn ihnen ist, aber nicht gelebt werden konnte, was sie sich nicht trauten und trauen zu leben. Nun tut er es. Django tritt bisher verschlossene Türen ein. Endlich ist der Weg frei ins gelobte Land, in dem endlich jeder ganz offen sich selbst der Nächste sein darf.

Wie ist, was sich gerade abspielt, aus spiritueller Sicht zu bewerten? Hat Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit auf einmal ausgedient? Ist wirklich jeder nur noch sich selbst der Nächste?
Nein, es gibt zu viele Menschen, denen Menschlichkeit wichtig ist. Aber gesucht werden die, denen Menschlichkeit wichtig ist und die zugleich handeln können. Die in der Lage sind, ohne Schablonen zu denken und zu handeln, die nicht mehr die Welt in links und rechts aufteilen müssen und in Westen und Osten. Wenn, dann sitzt der Feind im eigenen Inneren und nicht mehr irgendwo auf der Erde, darum wissen sie.
Die alten, überkommenen Muster, die bisher die Welt regierten und die an ein Ende gekommen sind, sind jedoch so verhärtet und erstarrt, dass sie auf herkömmliche Weise nicht zu einem Ende gebracht werden können. Schon gar nicht mit der gewohnten Politschleimerei. Sie müssen gesprengt, zerstört werden. Natürlich wird ein Donald Trump von gewissen Energien geleitet, auch wenn er sich selbst sehr frei vorkommt. Er ist ein Handlanger gewisser Kräfte. Sind sie dunkel?
Sie sind einfach ehrlich. Gern auch ehrlich böse. Wie schön ist böse sein. Wie schön ist ehrlich sein, ehrlich böse sein.
Ist dieses Ehrlich-Sein wirklich böse?
Die Hindus nennen dieses Böse-Sein Shiva. Auch wenn es dem ein oder anderen schwerfällt, dies einzusehen und sie gar konstruktiv zu finden, wo sie doch zerstören: die Macht dieser Kräfte, deren Wirken ist im Moment bitter notwendig, denn nur sie sind in der Lage, die alten, verkrusteten Strukturen und Handlungsmuster zu sprengen. Und das tut Trump. Er tut es, weil er in seinem tiefen Wesen ein Zerstörer ist. Auch wenn es ganz anders scheint, ist er ein Feind alles Weiblichen, aller Weiblichkeit, die integrieren möchte, Leben schützen möchte, allen Wesen Nahrung geben möchte. Er ist Vertreter einer überholten Männlichkeit. Aber sie wird 
momentan gebraucht in dieser radikalen Ausprägung, um aufzusprengen, was anders nicht gelöst, nicht verändert werden kann. 
Für eine Weile wird das so sein. Aber was wahre Männlichkeit ausmacht: Männer und Frauen werden sie finden.

Vergessen wir nicht: die Welt bedarf Shivas, des Gottes der Zerstörung, nicht, wie Trump es möchte, damit alles zu einem Ende kommt und am Ende er mit allem untergeht - im Grunde hat Heinrich Mann mit seinem „Professor Unrat“ literarisch thematisch Vergleichbares gestaltet -, sondern damit auf der Spirale des Lebens eine neue Ebene an Lebensgefühl und Lebensglück möglich wird. Was aufgebaut wurde, wird nun zerstört, nicht weil es überflüssig und falsch war, sondern weil etwas Neues gebaut werden will. Und um dieses Neue zu bauen, muss altes Erstarrtes, Verholztes zu Staub werden … damit, wie einst Gott aus Staub und Lehm, Menschen mit einem zunehmend göttlich neuen Bewusstsein Neues werden bauen können.
Vielleicht lernen jetzt erst viele einen Rudolf Steiner zu verstehen, wenn er in der GA 266c formuliert:
„Nicht das ist Gott, was wir erleben im Frühling, in den aufbauenden Kräften, in dem Sprießenden, Sprossenden, in allem Schönen und Leuchtenden, sondern da ist Gott wirklich und wirksam, wo wir verheerende Naturgewalten sehen; in den Herbststürmen, in allem Zertrümmernden, Vernichtenden, Zermalmenden, da ist Gott drinnen. Es klingt grauenvoll und erschütternd, aber es ist so: Gott ist in allem Zerstörenden und Zertrümmernden am wirksamsten.“

Donald Trump ist ein Werkzeug dieser Kräfte, wenn er sich auch gewiss nicht so sieht. Aber auch, wenn es schlimm ist, wenn Menschen qualvoll sterben in all den Bränden und Fluten, Stürmen und Erdbeben, die schon gekommen sind und noch kommen, weil auch die Erde sich reinigt: Sie sind notwendig, damit die Not sich wendet und das Neue Jerusalem entstehen kann, wie es Johannes in seiner Offenbarung ankündigte.
Es kommt!

Dienstag, 5. November 2024

HErr, Du krönst das Jahr mit Güte, HErr, Dein Wort erschafft und lenkt! - Warum so viele Menschen, gerade auch Männer, auf Donald Trump abfahren.

Wie soll dieses Jahr mit Güte gekrönt sein?

Tatsächlich wird es so sein – dazu später mehr.

Die beiden Eingangszeilen finden sich in einem Tischgebet, das meine Tochter vor circa 30 Jahren mit aus dem Kindergarten brachte. Es hat sich in mein Herz eingraviert, ich glaube, ich habe es hier schon einmal eingebracht und werde es am Schluss noch einmal wiedergeben.

Wir stehen inmitten eines gigantischen Zerstörungsprozesses, dessen Name verbunden ist mit einem Mann namens Donald Trump. Er ist nicht nur ein Zerstörer, er ist auch ein Selbstzerstörer, was er auf der bewussten Ebene wissen könnte, aber nicht anschauen will. Am Ende dieses Jahres wird er in den USA so viel zerstört haben an Vertrauen in die sogenannte Demokratie, dass keine Wahl mehr so sein wird wie eine frühere. Die USA werden nicht mehr so sein wie früher, womöglich werden sie zerfallen. Trumps Agieren wird zu verdanken sein, dass das Vertrauen in demokratische Prozesse unwiederbringlich zerstört sein wird und die Gegensätze in vielen Bereichen und zwischen den Menschen werden sich unwiederbringlich erhöht haben, anstatt, wie es sich viele doch in Wirklichkeit wünschen, sich zu vermindern, damit Menschen wieder aufeinander zugehen, gern miteinander leben, aufeinander Rücksicht nehmen, sich beschützen, sich unterstützen – man sieht, wie groß die Bereitschaft dazu ist, gerade in Notsituationen.

Viele fragen sich, worin denn das Geheimnis des Erfolgs eines Donald Trump liegt. Es liegt vor allem darin, dass er sich zu tun erlaubt, was andere auch gerne täten, aber sich nicht getrauen. Er macht kein Geheimnis um seine Einstellungen, seien sie auch noch so crude, menschenverachtend oder frauenfeindlich. Und dass er aus seinem Herzen keine Mördergrube macht, dass er sagt, was er denkt, mit der größten Selbstverständlichkeit: das imponiert erstaunlich vielen Menschen, die das auch gern täten, aber sich nicht getrauen - was uns im Grunde den wahren Bewusstseinszustand der Menschheit erkennen lässt.
Das ist auch der Grund, warum es den sogenannten Gendergap gibt, d.h., warum mehr Männer Trump wählen – um 10 Prozentpunkte mehr als Harris: Er repräsentiert Einstellungen gegenüber Frauen, die viele Männer sich nicht mehr erlauben auszuleben, klammheimlich aber noch an ihnen hängen.

Mit der größten Selbstverständlichkeit appelliert Trump an niedere Instinkte. Die niederen Instinkte sind in vielen Menschen noch recht aktiv, was per se nichts Schlimmes ist, sondern normal. Meistens aber erlaubt man sich nicht, öffentlich zu ihnen zu stehen oder sie sogar hoffähig zu machen, aber Trump tut das. Die meisten Menschen lügen, aber sie kaschieren das. Trump lügt in jedem zweiten Satz, aber er macht daraus kein Hehl, er ist der Meister der Lüge, und die Selbstverständlichkeit, mit der lügt, was viele andere doch auch tun, wenn auch nicht so exzessiv, das imponiert nicht wenigen Menschen.
Jeder weiß, wie viele Politiker Halbwahrheiten sagen und im Grunde genommen auch selbst wissen, dass das, was sie sagen, nicht wirklich ihrer Einstellung entspricht. Wenn heute ein Olaf Scholz oder Robert Habeck nach der wirtschaftlichen Situation Deutschlands gefragt werden, dann werden sie eine Halbwahrheit nach der anderen von sich geben, aber nicht wirklich die Wahrheit sagen, nicht wirklich sagen, um was sie wissen. Halbwahrheiten aber sind schlimmer als Lügen, sie richten mehr Unheil in den Seelen an, weil man sich an sie gewöhnt; Lügen in Wahrheiten umzudeuten, ist weit schwerer, als sich selbst glauben zu machen, Halbwahrheiten seien tatsächlich die Wahrheit.
In der politischen Welt haben sich die Menschen an Halbwahrheiten gewöhnt. Da wirkt es fast befreiend, dass da einer mit der größten Selbstverständlichkeiten lügt und sich einen Scheißdreck um seine Lügen kehrt. Ja, er perfektioniert seine Fähigkeit zu lügen nachgerade. Das imponiert Menschen, dass da einer ist, der zu dem, was er tut, steht, und dass er es mit der größten Selbstständigkeit tut.
In diesem Punkt hat Trump die Welt verändert, er hat viele Menschen verändert. Im Grunde genommen hat er sie dazu gebracht, ehrlicher mit sich umzugehen zu wollen, so ehrlich, wie Trump es tut, wenn es auch weh tut, ihm "Ehrlichkeit" zu attestieren, wo er doch so unehrlich zugleich ist wie vielleicht niemand sonst auf der Welt. Allerdings zahlen sie dafür einen hohen Preis. Verlogenheit ist ein Morast, auf dem man steht und in dem man im Grunde sofort beginnt unterzugehen. Und diese Form des mehr oder weniger langsamen Untergangs gleicht dem moralischen Vorgang, mit Halbwahrheiten zu leben: man spürt mit der Zeit nicht mehr, wie sehr man nur halbwahr ist, also lauwarm. Über die sogenannten Lauen aber fällt die Bibel ein vernichtendes Urteil. Wohlweislich, weiß sie doch um die große Gefahr des Lauseins. Der Untergang, in der Halbwahrheit, im Zustand des Lauseins zu versinken, ist schlimmer als ein normaler Tod. Bei letzterem stirbt der Körper, durch die Lüge droht der Untergang der Seele.

Warum aber sollen wir dieses Jahr mit Güte gekrönt sein?
Es gibt einen Prozess, der dem der Selbstzerstörung beziehungsweise Zerstörung parallel verläuft beziehungsweise ihm auch zu Teilen vorausgeht: es ist der Prozess der Selbstermächtigung. In der Bibel wird von ihm gesprochen, wenn Jesus darauf hinweist, dass er und der Vater eins seien und dann sagt: „Ihr werdet auch eins sein!“
Diese Aussage ist ein Charisma, eine Gnadengabe, die allerdings mit einer großen Aufgabe verbunden ist: sie ist ein Angebot, doch ins Werk setzen muss der Mensch sie selbst. Der Mensch muss diesen Weg des Eins-Sein-Wollens selbst gehen. So wie Jesus selbst den Weg nach Golgatha ging, so muss der Mensch sein Kreuz selbst auf die Schädelstätte tragen, um sein Ego sterben zu lassen und zu einem neuen Bewusstsein zu gelangen, ein neues Bewusstsein in sich auferstehen zu lassen. Im "Vater unser" ist davon die Rede, wenn es heißt: „Und erlöse uns von dem Übel.“ Das Üble ist, dass der Mensch sein wahres Ich vertauscht hat mit seinem Ego und sich über Jahrtausende daran gewöhnt hat. Zunächst hat er diese Vertauschung als Halbwahrheit empfunden, sich aber zunehmend mit ihr arrangiert. Dann wurde sie zur Lüge, an die er sich gewöhnte, als seine Lebenswahrheit.

Als Menschheit kehren wir zurück zur Wahrheit, beziehungsweise genauer gesagt: viele Menschen nehmen die Möglichkeit wahr, zur Wahrheit zurückzufinden, zu der Wahrheit des Wortes: „Ich bin der Weg, die Wahrheit, das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“
Die Menschheit – noch sind es nicht so viele – ist auf dem Weg zum Christusbewusstsein. Noch fallen die Schritte oft schwer. Viele träumen von spiritueller Erkenntnis, die ohne Leid erreichbar sei. Gewiss ist es möglich, doch so weit sind nur wenige, und es ist gut, wenn jene, die davon berichten, auf einer Erkenntnisstufe sind, die der eines Jesus Christus vergleichbar ist, der um die Bedeutung des Leides wusste. Sonst schicken sie Menschen, die unterwegs sind, in Bereiche einer spirituellen Fata Morgana. Und dort wartet Luzifer, nicht Christus.

Am Schluss jenes Tischgebetes, von dem ich am Anfang gesprochen habe und dass ich nun zum Abschluss noch einmal wiedergeben möchte, finden sich die Worte: Behüte, was aus Gnaden, Du, Herr, uns geschenkt hast!
Im Laufe vieler Leben haben wir viele Gnadengeschenke erhalten, oft, ohne dass wir uns ihrer bewusst waren. Umso wichtiger ist es gerade in dieser Zeit, dass wir uns ihrer bewusst sind und den Vater bitten, sie zu behüten, auf dass er und seine Gaben nicht versinken in jenem Morast, der rechts und links von unserem Wege sich ausbreitet.

HErr, Du selbst reichst uns die Gaben,
brichst mit uns das täglich Brot;
HErr, von Dir wir alles haben,
stillst den Hunger, stillst die Not.

HErr, Du schenkst uns Korn und Trauben
und es segnet Deine Hand.
Tröste uns und stärk den Glauben,
wache über Stadt und Land!

HErr, Du krönst das Jahr mit Güte,
HErr, Dein Wort erschafft und lenkt,
und wir bitten Dich, behüte,
was aus Gnaden Du geschenkt!