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Freitag, 27. März 2026

Warum Anthroposophen nicht zu Christus, zum Christusbewusstsein gelangen.

Gewiss gibt es unter Anthroposophen (beiderlei Geschlechtes) Ausnahmen und im Übrigen gilt auch für viele spirituell orientierte Menschen, was für Anthroposophen gilt.

Rudolf Steiner hat eine engstmögliche Verknüpfung zwischen dem Sexuellen und Christus konstatiert und obwohl ein entsprechendes Bewusstsein Voraussetzung für einen Zugang zu Christus ist, meidet die anthroposophische Community das Thema "Sexualität" wie der Teufel das Weihwasser. Dabei hat Steiner in seiner GA 89 darauf aufmerksam gemacht, dass Menschen mit entsprechenden Ängsten und Vermeidungsstrategien sich in der Gewalt Luzifers befinden, dessen Absicht es war und ist, „
die Sexualität wegzuschaffen und den Menschen vollständig im Geistigen aufgehen zu lassen.“ 

Anthroposophen erkennen gar nicht, wie sehr sie sich in der Gewalt Luzifers befinden, indem sie das Thema der Sexualität meiden. 

Ganz erfreulich mag da erscheinen, dass in der Februarausgabe des "Goetheanum" sich ein Artikel findet, überschrieben "Wenn Geist und Körper sich finden" und er beginnt:
Sexualität verbindet Körper und Geist auf einzigartige Weise. Aber es fällt schwer, unbefangen darüber zu sprechen. Zwischen digitaler Omnipräsenz und spiritueller Verdrängung droht das Intime, Heilige dieser Art von Begegnung verloren zu gehen. Ein Plädoyer für eine Erotik, in der Eros, Philia und Agape zusammenwirken und den ganzen Menschen meinen.
Erstaunlich ist, dass in dem gesamten Beitrag sich nicht ein einziges Zitat bzw. Verweis auf die Sicht Steiners zur Sexualität findet bzw. ein Bezug zum Christusbewusstsein hergestellt wird. Im Grunde könnte dieser durchaus lebendig geschriebene und gut lesbare Artikel in jedem schöngeistig offenen Journal stehen, wobei er auch noch schließt:
Die Sexualität ist in Gefahr, wieder etwas zu werden, wovor wir uns schützen wollen, weil sie uns mit etwas Unverfügbarem auch in uns selbst konfrontiert.
Wieder etwas zu werden?
Sie ist es doch und mit Hilfe der Kirche (und den Anthroposophen) seit hunderten von Jahren.

Es ist im Übrigen Altmeister Goethe, der in der Gestalt des Mephistopheles dem Doktor Faust ein Wesen gegenübertreten lässt, das - um Steinersches Vokabular aufzugreifen - ahrimanische und luziferische Verführungskünste vereint. Wenn Faust wider besseres Wissen Gretchen ansäuselt:"Gefühl ist alles", dann grinst Luzifer um die Ecke; wenn Mephistopheles Faust dazu bringt, in der Hexenküche den Trank der Hexe zu trinken, damit der Gelehrte sexuell endlich auf Touren kommt, dann grinst Ahriman sich eins. Auf diesem Hintergrund macht Steiner darauf aufmerksam:
Die normale Entwickelung des Menschen auf der Erde besteht ja darinnen, dass sich auf der Erde das Menschengeschlecht durch die Geschlechter fortpflanzt. Aber Mephistopheles wollte auf der Mondenentwickelung zurückbleiben. Er wollte das daher nicht haben, dass die Liebe zur Liebe der Geschlechter auf der Erde führt. Mephistopheles ist der Feind der Liebe der Geschlechter auf der Erde. Der ganz entschiedene Feind ist er. Er fühlt sich daher - und Goethe charakterisiert das ganz richtig - außerordentlich dazu berufen, alles dasjenige ad absurdum zu führen, was irgendwie zur Geschlechterliebe führt. Was er veranlassen will in der Beziehung des Faust zu Gretchen - lesen Sie nur mit Aufmerksamkeit die Gretchen-Szenen, da werden Sie überall spüren, er will da allerlei, was das Amt des Ahriman-Mephistopheles ist.
Aber die Liebe zwischen Faust und Gretchen, die wirkliche menschliche Erdenliebe, die will er nicht aufkommen lassen, weder bei Faust noch bei Gretchen will er sie eigentlich dulden. (GA 272, S. 281) 
Für Leser, die sich im Denken Steiners nicht auskennen, sei gesagt, dass mit der Mondenentwicklung die unserer augenblicklichen Erde vorausgehende Inkarnation unseres Planeten angesprochen ist, die Steiner als "alten Mond" bezeichnet.

Jedenfalls sind sich Luzifer (die biblische Schlange, Diabolo, im Koran "Iblis") und Ahriman, also Satan bzw. der "Geist der Finsternis" einig: Geschlechterliebe wollen sie nicht. Einig wie sonst selten sind sie sich, weil ihnen die Gefahr viel zu groß ist, dass sie den Menschen zu Christus führt. Den diesbezüglich wichtigsten Satz finden wir in der Aussage Steiners:
Das Sexuelle, das in der lemurischen Zeit herauskam, das wird, wenn wir es zurückverfolgen, wenn wir es in seiner immer höheren und höheren Natur sehen, der zweite Logos. Durch das Kama-Prinzip heruntersteigend wurde es Jehova; durch das Buddhi-Prinzip hinaufsteigend wurde es das Christus-Prinzip. (GA 93a, S. 149)
Wenn Steiner seine Aussage im Präteritum formuliert, dann deshalb, weil das Buddhi-Prinzip, also Christus, seit Golgatha gilt - als Möglichkeit; verwirklichen muss es in sich jeder selbst, dann wird das Sexuelle in der Liebe zu einem anderen und zu uns das Christus-Prinzip. Ohne Bewusstsein für die Bedeutung des Sexuellen aber geht das nicht. In der Regel verweigern sich Anthroposophen diesem Bewusstsein, indem sie nicht über die Bedeutung der Sexualität schreiben bzw. sprechen.

Warum?
Weil sie in den Händen des Mephistopheles sind.

Oft mag dahinter eine tiefverwurzelte Angst vor - wie es Steiner nennt - Kama, dem Triebhaften, der Lust und Wolllust sich verbergen. Jeder hat all das in sich. Wer es mit offenen Augen anschaut, wer mit seinem Kama, seiner Lust und Wolllust, seiner Sexualität im Gespräch ist, verwandelt sie zur Buddhi-Energie. Jesus und Maria Magdalena haben das vorgelebt.

Ich weiß nicht, wieviel tausend Beiträge über das Leben Steiners abgefasst worden sind, über die soziale Dreigliederung oder den Bau des Goetheanums oder die Weihnachtstagung. Anthroposophen bleiben jedoch an entscheidender Stelle verklemmt und Mephisto lacht sich eins und freut sich über die üblichen Vorträge. Und es mag kein Zufall sein, dass in dem im Rudolf-Steiner-Verlag erschienenen "Stichwort Sexualität" mit seinen über 100 Auszügen zum Thema Sexualität im Werk Steiners ausgerechnet jener von mir oben zitierte fehlt, der für mich am deutlichsten die Beziehung zwischen dem Sexuellen und dem Christusbewusstsein herstellt.
Es geht ja nicht um eine neuerliche sexuelle Revolution und dass alle Anthroposophen Sexmonster werden.
Es geht um jene von Maria Magdalena in ihrem von Tom Kenyon und Judi Sion veröffentlichten "Manuskript" so bezeichnete Alchemie des Horus, also jenem Bewusstsein, das aus der Vereinigung von Osiris und Isis hervorgeht und in der altägyptischen Mystik Horus genannt ist.
Steiner schreibt dazu:
Dieses Zusammengehen des väterlichen Geistes mit der mütterlichen Materie wurde in Ägypten als das Zusammengehen von Osiris und Isis beschrieben. Was da entstand, war Horus. (GA 93a, S. 142) 
Und an anderer Stelle des Weiteren: 
Dieser Mensch, der nicht der äußere, physische Mensch ist, sondern der Mensch, der zum geistigen Licht aufzustreben immerfort den Ansporn hat, immer von den verborgenen Isis-Kräften getrieben wird, ist es, der wie der irdische Sohn des nicht in der irdischen Welt aufgegangenen, sondern in den geistigen Welten verborgen gebliebenen Osiris erscheint. Dieser unsichtbare Mensch, der Mensch des Strebens nach dem Höheren Selbst, wurde von der ägyptischen Seele als Horus empfunden, als der nachgeborene Sohn des Osiris. (GA 60, S. 360f)
Dieses Aufstreben kann durch eine der Sexualmagie der Isis verwandte körperliche Liebe zwischen zwei Liebenden, wie sie Magdalena in ihrem "Manuskript" und ich in meinen beiden Videos zur spirituellen Sexualität auf YouTube anspreche, geschehen, wenn und weil sich durch Verwandlung des Ätherkörpers in der Liebe Bewusstsein entwickelt.  Aber Magdalena sagt auch, "dass die alchemistischen Praktiken des Horus sowohl für Menschen, die ihren Weg alleine gehen, als auch für Menschen in Partnerschaft geeignet seien. Der Hauptunterschied besteht darin, dass ein Mensch, der alleine praktiziert, die Energie und Ekstase aus sich selbst heraus erschaffen muss, während diejenigen, die sich in heiligen tantrischen Beziehungen befinden, diese Energie in Ekstase spontan aus dem sexuellen Akt gewinnen. " (Tom Kenyon et al., S. 50)
Für die Verwandlung des Ätherkörpers finden sich in Tom Kenyons und Judi Sions Buch einige Übungen.

Das oben angesprochene Thema ist für mich auch deshalb so wichtig, weil es Anthroposophen sein müssten, die zunächst an ihren Schulen einen inhaltlich neu gestalteten Sexualkundeunterricht ein- und durchführen müssten. Wie sonst sollen unsere Jugendlichen zu einem Bewusstsein für ihren Ätherkörper und der Bedeutung körperlicher Liebe gelangen, die diese so wertvoll und heilig macht.
Im Grunde sind es Anthroposophen, die wider mögliches besseres Wissen diesen Zugang für unsere Jugendlichen versperrt sein lassen. Abgesehen davon, dass sie meiner Wahrnehmung und Erfahrung nach sich selbst erfolgreich blockieren.

In dieser Zeit des Aufwachens sind Änderungen Gott sei Dank möglich, ja wahrscheinlich.

Donnerstag, 6. März 2025

Bewusstsein entsteht anlässlich von Zerstörungsprozessen (trotz allem also könnte Donald Trump sich als segensreich für die Menschheit erweisen ...)

"Für den, der nun die Welt verstehen will, ist es im eminentesten Sinne notwendig, daß er auch auf die sogenannte Zerstörung hinblickt, auf die Auflösungsvorgänge, auf dasjenige, was sich zuletzt für die physische Welt wie das Hineinströmen in das Nichts ergibt. Denn Bewußtsein in der physischen Welt kann sich niemals da entwickeln, wo bloß aufsprießende, sprossende Vorgänge vor sich gehen, sondern Bewußtsein beginnt erst da, wo das auf der physischen Welt Ersprossene wiederum abgetragen, vernichtet wird. (...) Es ist in der Tat so, daß, wenn wir irgendetwas Äußeres wahrnehmen, unser Seelisch-Geistiges in unserem Nervensystem Zerstörungsprozesse anrichten muß, und diese Zerstörungsprozesse vermitteln dann das Bewußtsein.
Immer, wenn wir uns irgendeiner Sache bewußt werden, müssen die aus Zerstörungsvorgängen hervorgehen.

Und ich habe darauf hingedeutet, wie der bedeutsamste, der für das Menschenleben bedeutsamste Zerstörungsvorgang, der Vorgang des Todes, gerade der Schöpfer des Bewußtseins ist für die Zeit, die wir nach dem Tode verbringen. Dadurch, daß unser Seelisch-Geistiges die volle Auflösung und Loslösung des physischen und Ätherleibes erlebt, das Aufgehen des physischen und Ätherleibes in der allgemeinen Physis und Ätherwelt, schöpft unser Geistig-Seelisches die Kraft - aus dem Todesvorgange schöpft unser Geistig-Seelisches die Kraft, zwischen dem Tod und einer neuen Geburt Wahrnehmungsvorgänge haben zu können.

Das Jakob-Böhme-Wort So ist denn der Tod die Wurzel alles Lebens gewinnt dadurch seine höhere Bedeutung für den ganzen Zusammenhang der Welterscheinungen."
(R. Steiner, GA 272, S. 119ff)

Auf obigem Hintergrund wird verständlich, warum Steiner zu der Aussage gelangen kann:
"Gott ist in allem Zerstörenden und Zertrümmernden am wirksamsten." 
(GA 266c, S. 59)

PS
Auch wenn der Sinn des Lebens für Donald Trump - die personifizierte Zerstörungsenergie - in Deals besteht - auch die Beziehung zu seiner Frau dürfte ein Deal sein -, so wird sich herausstellen, dass sein werteverachtendes Treiben zum Vorteile des Menschheitsbewusstseins gereichen wird. Die Menschen werden aufgrund seines Treibens verstehen lernen, warum das Schwache, Geringe, die Schwachen und Armen für uns Menschen so von Bedeutung sind und warum gerade sie Christus so am Herzen liegen.

Mittwoch, 27. November 2024

Über die Entstehung von Kristallen und ihr Zusammenhang mit Materie als zerborstener geistiger Form, als Trümmerhaufen des Geistes

Im folgenden zitiere ich eine Passage aus Rudolf Steiners „Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes“, die zu dem Bemerkenswertesten gehört, was ich von ihm gelesen habe.

Jenen Lesern, die der Anthroposophie abhold sind, möchte ich als einer, der auch kein Anthroposoph ist, empfehlen, nicht vor allem die aktuelle Anthroposophie mit dem, was Steiner unter ihr verstand, der sich immer wieder aktiv mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzte und zu ihm engagiert Stellung nahm - womit er für mich in deutlichem Gegensatz zu dem eunuchenhaften Verhalten der derzeitigen Dornacher Führungsriege, was deren Verhältnis zum Zeitgeschehen betrifft, stand -, gleichzusetzen.

Steiners folgende Ausführungen zur Materie als zerborstene geistige Formen, als Trümmerhaufen des Geistes, und deren Zusammenhang mit den Kristallformen, ist so bemerkenswert und wenn man will, auch wegweisend, dass ich sie zur Lektüre empfehlen möchte und deshalb auch wiedergebe. Dem ein oder anderen mag es gehen wie mir, der die Tiefe der Ausführungen mit einmaligem Lesen nicht erfassen konnte:

"Wenn ein Prozess im Weltenall fortgeschritten ist bis zur Form, die noch ganz im Geistig-Seelischen ist, die noch keine Raumesform ist, wenn der Prozess (der Schöpfung) fortgeschritten ist bis zu dieser übersinnlichen Form, dann ist der nächste Schritt nur noch möglich dadurch, dass die Form als solche zerbricht. Und das ist nämlich das, was sich dem okkulten Anblick darbietet: wenn gewisse Formen, die unter dem Einfluss der Geister der Form geschaffen sind, sich bis zu einem gewissen Zustand entwickelt haben, dann zerbrechen die Formen. Und wenn Sie nun ins Auge fassen zerbrochene Formen, etwas, was also dadurch entsteht, daß Formen, die noch übersinnlich sind, zerbrechen, dann haben Sie den Übergang von dem Übersinnlichen in das Sinnliche des Raumes. Und das, was zerbrochene Form ist, das ist Materie. Materie ist ein Trümmerhaufen des Geistes, ist also in Wirklichkeit Geist, aber zerbrochener Geist.

Wenn Sie jetzt weiter nachdenken, so werden Sie sich sagen: Ja, aber es treten uns doch räumliche Formen entgegen wie die schönen Kristallformen. –

Denken Sie sich zunächst einmal, damit Sie eine gewisse Vorstellung (zur Verdeutlichung) haben, einen herabfallenden Wasserstrahl. Nehmen Sie aber an, er wäre unsichtbar. Dadurch, dass dieser Wasserstrahl auffällt (auf einem Widerlager), wird er in Tropfen zerbersten. Nun nehmen Sie an, der Wasserstrahl, der herunterfällt wäre unsichtbar, aber das, was zerborsten ist, würde sichtbar. Dann hätten sie hier einen zertrümmerten Wasserstrahl, hätten ein Bild der Materie. Aber jetzt müssen Sie sich wegdenken die Widerlage, sie müssen sich vorstellen: ohne dass eine solche Widerlage da ist, ist die Materie, indem sie sich geistig zur Form gliedert, übersinnlich ist die Materie in Bewegung, denn die Bewegung geht der Form voraus.

Es gibt nirgends etwas anderes als das, was durchdrungen ist von den Taten der Geister der Bewegung, Dynamis.

An einem bestimmten Punkt kommt die Bewegung bei der Form an, erlahmt in sich selber und zerbirst in sich selber. Die Hauptsache ist, daß wir es so auffassen, daß das, was zunächst geistig-seelisch ist, hinstrahlt, aber nur eine gewisse Schwungkraft hat, an das Ende der Schwungkraft kommt und nun in sich selber zurückprallt und dabei zerbirst. Aber bevor es zerbirst, da hat es innerlich geistig noch die Formen.

Nun wirkt in den einzelnen auseinanderfallenden Trümmern, wenn es zerborsten ist, nach das, was als geistige Form vorhanden war. Wo das stark nachwirkt, da setzen sich nach dem Zerbersten noch die Linien der geistigen Formen fort, und da drückt sich in den Linien, die sie dann beschreiben, noch eine Nachwirkung der geistigen Linien aus. Dadurch entstehen Kristalle.

Kristalle sind Nachbildungen geistiger Formen, die gleichsam noch durch die eigene Schwungkraft die ursprüngliche Richtung im entgegengesetzten Sinn beibehalten." (GA134, S. 72f)

Der Raum ist nach Steiner also nichts anderes als das, was selbst mit entsteht, indem der Geist zerbersten muss und dadurch in das materielle Sein übergeht. 

Er weist darauf hin, dass wir in den Gestaltungskräften des Mineralreichs Kräfte finden, die weit hinaus über unser Sonnensystem reichen. Wir erhielten durch sie eine Ahnung von dem, was weit über unser Sonnensystem hinaus in der Welt vor sich geht.
Kristallformen sind Abdrücke großer kosmischer Verhältnisse. 

Eines der Lieblingsthemen von Steiner war ja der Zusammenhang von Mikrokosmos und Makrokosmos; ihm hat er mehrere Bücher gewidmet, ist in Vorträgen immer wieder darauf eingegangen.
Nur die wenigsten aber würden wohl vermuten, dass, wenn sie einen Kristall meinetwegen in der Form eines Würfel, eines Oktaeder, Tetraeder, Dodekaeder oder in rhombischer, monoklinischer oder triklinischer Gestalt - also wenn sich drei verschieden lange Achsen schiefwinklig schneiden - vor sich haben, sie gigantische kosmische Verhältnisse womöglich gerade in der Hand halten.

Mittwoch, 17. Juli 2024

Unsere Gedanken sind der Leichnam des Geistigen, das wir verloren beziehungsweise beerdigt haben, als wir inkarnierten.

Es gibt nur wenige Vorträge Rudolf Steiners, die mich so sehr beeindruckt haben wie der sechste aus der GA 210, überschrieben „Über den Durchgang der menschlichen Geist-Seelenwesenheit durch die physisch-sinnliche Organisation“.

In diesem Vortrag, der inhaltlich wesentlich spektakulärer ist als die Überschrift klingt, macht Steiner darauf aufmerksam, dass, wenn wir die vorgeburtliche Welt verlassen, im Grunde genommen das Geistige in uns stirbt und – wie es auch ist, wenn wir hier sterben – ein Leichnam vorhanden ist, der nicht einfach verschwindet, sondern der sich uns zeigt, wenn wir auf unsere Gedankenwelt blicken. Steiner sagt: „Die Gedankenwelt ist der Leichnam unseres Geistig-Seelischen.“

Wir streben hier als Menschen, die sich seelisch geistig entwickeln wollen, ein Denken an, dass Steiner als sinnlichkeitsfreies Denken bezeichnet, an anderer Stelle spricht er auch vom Herzdenken [Erläuterungen hierzu auf Wortbrunnen https://t1p.de/7bshq ]. Dieses Denken hat nichts mehr zu tun mit dem Leichnam, der die Gedankenwelt des mehr materialistisch orientierten Menschen entspricht.
Wenn der Mensch sich um sinnlichkeitsfreies Denken, das im Herzen seinen Raum hat (wie Aristoteles noch wusste, wenn er auch ein ganz anderes Denken initiierte), bemüht, dann kehrt er im Grunde zurück zu jener Geistigkeit, die er verlassen hat vor der Geburt, und diese Rückkehr, die als Entwicklungsschritt ein großer Schritt vorwärts ist, gelingt, weil sein Denken kosmisch werden kann. 
Michael - früher Erzengel, mittlerweile Archai - verwaltet dieses kosmische Denken und vermittelt es auch den Menschen, die es ergreifen wollen; man kann es als Weltendenken bezeichnen. Dann ist der Weltenäther Träger dieser Gedanken und der Mensch trägt mit seinen Gedanken im Verein mit vielen Wesen der übersinnlichen Welt zur Entwicklung der Weltenseele bei.

Ich zitiere jene Stelle, die ich oben schon angesprochen habe, im folgenden ausführlicher; sie beginnt mit dem Hinweis, dass wir ursprünglich geistige All-Wesen waren, bevor wir uns hineinzwängten in die Enge irdischen Seins und nun zumeist annehmen, wie man heute noch bei professoralen Gehirnforschern wie Gerald Hüther und anderen irrtümlich lesen kann, dass unser Denken und unser kreatives Sein unseren Gehirnwindungen entspringt (die bekanntlich nur uns unser Denken spiegeln und und somit bewusst werden lassen können, dass wir denken, doch nicht die Quelle unseres Denkens sind). 

Hier nun der Auszug aus der GA 210, 95f:
Wir haben also zunächst das geistige Element, das da lebt im All, das sich gewissermaßen hineinbegibt in die enge Wohnung des menschlichen Leibes, sich namentlich durch das Nervensystem, durch das Gehirn entfaltet und sich dabei metamorphosieren muß. Dabei gliedert es sich in zwei Regionen. Man kann wirklich davon sprechen, daß das, was der Mensch vor der Konzeption in der geistig-seelischen Welt ist, beim Übergehen in die physische Leiblichkeit stirbt. Die Geburt in der physischen Leiblichkeit ist ein Absterben für das geistig-seelische Leben des Menschen. Beim Absterben bleibt immer ein Leichnam übrig. Wie, wenn der Mensch für die Erde stirbt, der Leichnam übrigbleibt, so bleibt auch ein Leichnam übrig, wenn das Geistig-Seelische, indem es durch die Konzeption zur Erde hingeht - wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf -, für das Himmlische abstirbt. Von dem, was nun da als ein Leichnam übrigbleibt, von dem leben wir eigentlich gedanklich unser ganzes Erdenleben hindurch. Der Leichnam ist nämlich die Gedankenwelt; das Tote, das ist diese Schattenwelt. So daß wir sagen können: Indem das Geistige des Menschen durch die Konzeption ins Erdenleben heruntersteigt, stirbt es für die geistig-seelische Welt ab und läßt diesen Leichnam zurück.
Geradeso wie der Leichnam des physischen Menschen in die irdischen Elemente sich auflöst, so löst sich für die geistige Welt das Geistig-Seelische auf und wird zu der Kraft, die in den physischen Gedanken entfaltet wird. Die Gedankenwelt ist der Leichnam unseres Geistig-Seelischen. So, wie die Erde den Leichnam verarbeitet, wenn wir ihn in die Erde legen, oder wie ihn das Feuer verarbeitet, wenn wir ihn verbrennen, so verarbeiten wir unser ganzes Leben hindurch den Leichnam unseres Geistig-Seelischen in unserer physischen Gedankenwelt. Also die physische Gedankenwelt ist im Grunde genommen das fortgehende Tote dessen, was als Wirkliches, als geistiges Leben vorhanden ist, bevor der Mensch in die physische Irdischheit heruntersteigt.

PS Am Ende des oben erwähnten Vortrags findet sich ein Hinweis zu zwei Entwicklungsströmungen, die die Menschheit geprägt haben; Steiner bezeichnet die eine als zum Heidentum gehörig - die Griechen sind hier ein leuchtendes Beispiel –; die andere ist geprägt durch Judentum, Jahve und das Alte Testament. Aus den beiden heraus sollte sich ein neues Christusbewusstsein entwickeln und natürlich hätte er sich gewünscht, dass in seiner Nachfolge die Anthroposophie diese Aufgabe leistet … Gegebenenfalls schreibe ich in den nächsten Tagen dazu einen Beitrag.

Donnerstag, 2. April 2020

„(…) die Zahl ist gerade ein Mittel, die Menschen zu täuschen.“ - Über die Bedeutung von Zahlen und Statistiken in Corona-Zeiten aus geistiger Sicht

Ich bin zwar kein Anthroposoph, aber ich studiere immer wieder Steinersches Schrifttum - und dann mit Intensität, denn nebenbei kann man seine Veröffentlichungen nicht lesen - und bewege mich in zwei anthroposophischen Gruppen (aus zwei anderen bin ich schon geflüchtet), die eine, offen und in liberalem Geist geführt, die zweite dergestalt, dass andere als die doch konservativ-restriktiven Corona-Meinungen des weiblichen Admin und der Moderatoren nicht erwünscht sind - was sich in entsprechenden Hinweisen und Ermahnungen äußert mit der Begründung, dass in diesen Zeiten diese Krise nicht verharmlost werden dürfe (was mich doch die ein oder andere recht heftige Auseinandersetzung führen ließ, schon allein, weil, alternative Verhaltens- und Sichtweisen aufzuzeigen nichts mit Verharmlosung zu tun hat). Auffallend aber war, wie man gerade dort auf Zahlen und Fakten abfuhr und meines Erachtens das, um was es Steiner ganz besonders geht, nämlich, dass hinter allem Geschehen auf der physisch-materiellen Ebene ein geistiges Geschehen steht, unberücksichtigt ließ.
Das hat mich veranlasst nachzuforschen, was Steiner selbst von Zahlen und Fakten hält, und so ist der folgende Beitrag, den ich in beiden Gruppen veröffentlichte, entstanden.
 
Vieleicht sollte ich noch für Nichtanthroposophen anmerken, dass Steiner nicht generalisierend von einem Teufel spricht, sondern unterscheidet zwischen Luzifer und Ahriman: Ersterer, auch Diabolo genannt, kommt der biblischen Schlange gleich und dem Ibils des Koran; er bringt, so sein Name, das Licht, aber es ist ein kaltes Licht, er verführt die Menschen zu einer Geistigkeit, die an sich selbst erfriert (Faust: "Bin ich ein Gott? Mir wird so licht!"); Ahriman dagegen ist der Satan, der Jesus auf dem Berg verführen will und die Menschen zu rein materialischer Sicht- und Lebensweise verleitet (der Faust der Walpurgisnacht, der sich, wenn er zweifelt, als Wurm empfindet). - Der Mephistopheles des Faust vereinigt nach Steiner beide Wesenheiten in sich.

Und nun der Beitrag:

Es hat mich nicht überrascht, dass auch Anthroposophen sich an Zahlen und diversen Statistiken über Infizierte, Erkrankte und Tote orientiert haben. Warum nicht, es wäre falsch, sie nicht zur Kenntnis zu nehmen. Das Interesse an geistigen Erklärungen schließt das Interesse an Zahlen und Statistiken nicht aus. Steiner selbst äußerte sich dahingehend, dass es „richtig (sei), daß die Statistik sehr viel helfen kann.“, mit einer kleinen, allerdings entscheidenden Einschränkung:
„Aber die statistische Methode wird heute äußerlich angewendet.“ (GA341, S.21f)
Und an anderer Stelle äußert er - und wichtig ist das eben nun einmal, weil wir ständig statistische Zusammenstellungen über die Zahl der Infektionen, der Erkrankten, der Verstorbenen und der Gesundeten hören:
„Statistik und dergleichen, das hat keinen Wert, wenn man das Innere berücksichtigen will. Statistik hat im äußeren Leben ihren großen Wert, aber auch da beschränkt sie sich auf das Äußere und ergreift gar nicht dasjenige, was Lebensprinzip ist (…) Alles das, was Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnungen für das äußere Leben an gutem Wert besitzen, das hört auf, eine Bedeutung zu haben, wenn der Überzeugungswert für das Geistige beginnt.“ (GA182, S.72f)
Fehlt also eine innere Ebene der Betrachtung - man könnte auch sagen, eine geistige -, dann ist eine äußere Betrachtungsweise Ahriman pur - O-Ton Steiner in der GA 191:
„ Mit der Statistik und mit den Zahlen hat Ahriman ein ganz besonders leichtes Spiel (…).“
Und:
„(..) mit Zahlen läßt sich alles beweisen und alles glauben. Denn die Zahl ist nicht ein Mittel, etwas zu beweisen, sondern die Zahl ist gerade ein Mittel, die Menschen zu täuschen. Sobald man nicht von den Zahlen auf das Qualitative sieht, über die Zahl hinwegsieht und auf das Qualitative sieht, kann man durch die Zahl am meisten getäuscht werden.“ (GA133, S.190)

Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
mit Worten ein System bereiten,
an Worte läßt sich trefflich glauben,
von einem Wort läßt sich kein Iota rauben.

Des Mephistopheles Aussage gilt eben auch für Zahlen, denn nicht nur aus Buchstaben, auch aus Zahlen kann der Geist gefallen sein.
Vereinzelt gab es Beiträge, die eine geistige Sicht auf das Geschehen angemahnt haben - zu wenig, wie ich fand, und wir sollten, finde ich, daraus für die Zukunft lernen. Zu oft und zu sehr war das Bockshorn aus Zahlen und Statistiken Endstation der Überlegungen und es fehlten mir Gespräche u.a. darüber, welche Erklärungen es geben könne für bestimmte Phänomene wie z.B. die unterschiedlichen Todesfall-Quotienten in den Ländern Europas und weltweit.
Italienische, spanische und auch US-amerikanische Verhältnisse haben verschiedentlich dafür herhalten müssen, entsprechende Maßnahmen in Deutschland anzumahnen, ohne dass berücksichtigt wurde und wird, dass einzelne Völker unterschiedliche seelische Entwicklungen aufweisen - Steiner hat z.B. auf die italienische Nation als Träger der Empfindungsseele verwiesen und für die deutsche als Träger der Bewusstseinsseele. Natürlich lässt sich das nicht für alle Menschen eines Volkes generalisieren, aber es ist sicherlich einsichtig, dass seelische Entwicklungsstufen auf einen ahrimanischen Angriff auf der körperlichen Ebene unterschiedlich reagieren.
Und wessen wir uns auch bewusst sein dürfen, ist, dass jeder Volksgeist - in der Regel ein Erzengel - doch wohl weiß, durch welche Prüfungen er sein Volk schickt (was nicht ausschließt, dass auf Deutschland Schlimmeres zukommt, es aber andererseits vielleicht auch verschont bleibt von Verhältnissen, wie es sie in manchem anderen Land gibt). Ja, es ist zudem in jedem Land so, dass Regionen ganz unterschiedlich betroffen sind - in Deutschland trifft das z.B. auf Nordrhein-Westfalen zu -, und es ist gewiss so, dass jeder Landschaftsengel weiß, warum seine Region auf eine bestimmte Weise durch diese Menschheitsprüfung geführt wird. - Kein Haar fällt von unserem Kopf, weiß der Evangelist Lukas, ohne dass Gott es nicht weiß.
Wir wissen von Ratschlüssen auf diesen geistigen Ebenen nichts, umso verwunderlicher war für mich die Gewissheit mancher, so sicher zu wissen, was zu tun sei.
Wenn wir uns zu den Corona-Ereignissen äußern, wissen wir, dass das, was geschieht, zurückgeht auf einen gewaltigen Kampf hinter den Kulissen unseres Bewusstseins. Und es mag wichtig sein, dass wir nicht noch mit Worten Energien freisetzen und vergeuden, um die mancher Volksgeist froh wäre, wenn sie ihm zur Verfügung stünden.
„Spiritus, ubi vult, spirat” - der Geist weht, wo er will, und es ist wohl gut, wenn wir nicht auch noch ihm ins Kunstwerk pfuschen. -
Der Geist weht, wo er will: Das gilt übrigens auch für gefallene Geister und das Schachspiel mahnt uns, auf der geistigen Ebene zu sehen, dass, wenn Schwarz am Zug ist, Schwarz am Zug ist!
Das klingt nur auf den ersten Blick banal. Im Rahmen des Weltgeschehens steckt dahinter eine große Dramatik.
In solch einer Phase tut Gelassenheit und Duldsamkeit Not, nicht Vernichtung positiver Energie, wie sie zuhauf meines Erachtens bedauerlicherweise auch in anthroposophischen Foren stattfand - ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle erheblich mehr Toleranz gewünscht und, was Steiner anmahnt, sich in ihn hineinversetzend, mehr den Anderen als sich zu denken.
Manche Erklärungen, die Virologen und Statistiker hevorzaubern, mögen plausibel sein, aber aus geisteswissenschaftlicher Sicht muss eigentlich klar sein, dass Abläufe und Ereignisse ganz andere Ursachen haben. Wir wissen doch, dass kein Astronom glaubt oder sich dessen bewusst ist, dass es geistige Wesen sind, die die Planeten bewegen und dass bis in die atlantische Zeit hinein die meisten von uns von dorther kamen. Vergleichbares git doch auch für die medizinische und virologische Ebene.
Vielleicht mag es uns in Zukunft besser gelingen, mit dem einen Auge die äußere Ebene zu sehen und mit dem anderen die geistige. Ein Auge abzukleben, wenn sich keine Deckungsgleichheit ergibt, kann nicht der Weg sein - erst recht nicht, dies prophylaktisch zu tun. - Wir sind gehalten, nie aufzuhören, das Sehen zu üben, zu lernen.
Letztendlich wissen wir auch nicht, um einen letzten unberücksichtigten Aspekt anzusprechen, wie jene ichlosen Wesen, die Steiner in der GA 346 anspricht und welche in der Apokalypse im Rahmen der 5. Posaune immerhin als Heuschreckenplage bezeichnet werden, auf diese ahrimanische Attacke reagieren. Die genannte Bezeichnung sprach der Seher ja nicht menschenverachtend aus, sondern wollte mit ihr darauf verweisen, dass der Körper dieser Wesen, denen wir womöglich täglich begegnen und mit denen wir immer wieder auch zu tun haben, als ätherische Wesen auf der astralen Ebene so aussehen. Gerade im Falle dieser Pandemie ist diese Bezeichnung womöglich auch deshalb aufschlussreich, weil sie darauf verweisen könnte, in welch großer Zahl sie, die Steiner als eine Art ´überzähliger Menschen´ bezeichnet, die nicht im vollen Sinne des Wortes Menschen sind, auf der Erde vorhanden sind, ein Umstand, den es gerade im Rahmen der Krankheitsverläufe und Sterbefälle zu berücksichtigen gilt, auch und gerade im Hinblick auf die Häufung von Todesfällen in bestimmten Gegenden. Wir können nur ahnen, dass diese Wesen, denen wir ja genauso unser Mitgefühl entgegenbringen dürfen, womöglich schutzloser der ahrimanischen Attacke ausgeliefert sind als Menschen, die vielfach reinkarnieren. Möglich, dass viele von ihnen im Rahmen dieser Pandemie die Erde verlassen.
Gleichzeitig gilt es auch zu berücksichtigen - und diese Steiner-Aussage kann uns durchaus Hoffnung geben:
„Sie würden staunen, welch großen Prozentsatz Sie erleben würden als direkten Einfluß aus der geistigen Welt. Viel mehr, als die Leute heute zugeben, stehen sie nämlich unter dem Einfluß der geistigen Welt. Und gerade bedeutsame Geschehnisse, die durch Menschen vollzogen werden, geschehen unter dem Einfluß der geistigen Welt.“ (GA 177, S. 167)

Ich plädiere für ein aktives „Wachet und betet“ und dafür, sich - in Übereinstimmung mit einem verantwortlichen Verhalten, das auf bestmögliche Weise sich selbst und den Nächsten schützt - auf das zu besinnen, was Menschen tun können, die wissen, dass das Dhammapada so Recht hat, wenn es dort zu Beginn heißt: „Alle Dinge entstehen im Geist, / Sind unseres mächtigen Geistes Schöpfung.“
Reinhold Schneider wusste in den Terzetten seines berühmten Sonetts im Jahre 1933, was es heißt, wenn Schwarz zieht:

Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt,
Und Menschenhochmut auf dem Markte feiert,
Indes im Dom die Beter sich verhüllen,

Bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt
Und in den Tiefen, die kein Aug’ entschleiert,
Die trockenen Brunnen sich mit Leben füllen.

Uns steht der Blick auf Weiß immer zur Verfügung. Und es ist gewiss ein gutes Unterfangen, wenn wir im Sinne des Dhammapada in unseren Gebeten unsere Erde in weißes Licht einhüllen, damit, wenn Weiß zieht, es eine mächtige Wirkung hat.