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Samstag, 9. Dezember 2023

Zur Herzensbildung (Teil 4): ÜBER DEN LÖWEN IN UNS

(der Beginn, Teil I findet sich hier: https://lmy.de/cyrr )

Wer den Löwen in sich hat, braucht ihn außerhalb nicht mehr fürchten. Es mag etwas - ich sage sogar: viel - Wahres an dieser Ansicht sein und Goethes „Novelle“ gibt uns ein aus dem Leben gegriffenes Beispiel über den Zusammenhang von Löwe, Feuer, Herz und Mut. In Teil V dazu mehr.

Zunächst möchte ich auf eine Geschichte verweisen, die meine Kindheit prägte und ich wünschte, Eltern würden sie ihren Kindern als Gute-Nacht-Geschichte immer mal wieder vorlesen oder erzählen; es ist jene von Daniel in der Löwengrube [https://lmy.de/aXOA].
Die Löwenenergie, die Daniel besitzt, ist dem Feuer verwandt, und so verwundert es nicht, dass sich im alttestamentarischen Buch Daniel eine vergleichbare Geschichte findet, jene von den Drei Männern im Feuerofen [https://lmy.de/ZMDd]; auch sie ist - im angesprochenen Sinne - eine wertvolle Gute-Nacht-Geschichte.

Warum solche Erzählungen wie Balsam für die Seelen sind, erklärt sich daraus, dass wir in einer Welt zunehmend ohne Prinzipien, ohne Werte, ohne Ideale leben, ohne herzenstiefe Religiosität. Gewiss gilt das nicht für alle lebenden Zeitgenossen, aber jene, die wie Daniel sowie Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu ihrer Überzeugung stehen und mutige Bekenner eines Sinnes, der in ihnen ist und zu dem sie stehen, wenn es auch das Leben kostet, sind, finden sich doch selten.
Man spürt, wie sehr die Seele aufatmet, wenn sie solche Erzählungen hören darf, weil sie doch den Mut nicht verlieren will. Die Seele braucht in dieser Zeit mehr denn je diese Nahrung!
Gerade auch die von Kindern!

Gewiss ist der Mut eine Eigenschaft, die mehr dem Weiblichen zuteil ist, was mit der Herkunft der Frauen aus der Gruppenseele der Löwentiermenschen (vgl. Sphinxtiere) zusammenhängt, dennoch haben wir in oben erwähnten Erzählungen zugleich ein Beispiel für echte Männlichkeit und Standhaftigkeit.

Gerade vor dem Hintergrund, dass wir derzeit einen Bundeskanzler haben, der lügt und sich an krumme Absprachen nicht erinnern will (Cum-Ex) und der, bei ihm selten extrem, kaum eine männliche Seite bzw. Energie hat – man schaue nur einmal, wie er geht und dass er kaum in der Lage ist, die Hüfte zu bewegen und zum Teil fast Tippelschritte macht wie ein Kind – , wird offenbar, wie sehr sich unser Volk bzw. Kulturkreis sehnt nach einer Männlichkeit, die lebendig ist und gelebt sein will - sie darf sich auch im Äußeren zeigen. Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass so viele Menschen diesen Mann in seiner männlichen Unmännlichkeit immer wieder ansehen müssen; die Seele leidet, wenn sie solch menschliche Reduktion sieht, vor allem, wenn sie behebbar wäre. Sie benötigt aber dieses Lehrprogramm.
Die Seelen der Menschen leiden ganz besonders in dieser Zeit des Übergangs von der kaputten patriarchalischen Männlichkeit hin zu einer neuen kosmischen, weil viele spüren, dass das Alte geht, sie aber das Neue noch nicht wirklich sehen.
Gewiss ist, kosmisch gesehen, eine neue Männlichkeit zur Erde unterwegs und lebt hier auch schon in Ansätzen und entwickelt sich, noch aber haben zu wenige Männer bewusst das unerlöste, nicht zu erlösende, weil dem Untergang geweihte kollektive Feld einer kaputten degeneriert-patriarchalischen Männlichkeit verlassen, bewusst verlassen. Das Patriarchat hatte für eine gewisse Zeit eine Funktion im Rahmen der menschlichen Entwicklung; die Zeit aber ist nun endgültig vorbei und Frauen und Männer sollten die Erdogans, Putins, Orbans, Bidens, wie überhaupt diese ganzen alten Männer, die sich zum Teil auch in jungen Männern, gerade auch Politikern verstecken, entmächtigen. Im übrigen sollten auch Frauen aus ihrer Opferrolle, die als solche nicht stimmig ist, herauskommen, soweit sie sich darin befinden – und es tun das nicht wenige –, und sehen, dass auch eine neue Weiblichkeit gelebt sein will, eine Weiblichkeit, wie sie auf eine bisher nicht gekannte Weise das Männliche schätzt, anstatt, wie das viele zum Teil unbewusst tun, das Männliche zum Maßstab zu nehmen, an dem man erfolgreiche Weiblichkeit misst, um so sich endlich überlegen zu fühlen.- Eine totale seelische Sackgasse.

UNTERWEGS ZUR ZEHNTEN HIERARCHIE

Auf eine untrennbare Weise ist der Löwe in uns mit unserer Herzenskraft verbunden und mit dem Mut, einem Mut, der Voraussetzung dafür ist, dass wir demütig sein können vor der Größe menschlichen Seins als der zehnten Hierarchie, wie sie sich entwickelt, weil sie eine geniale Idee vorausgehender Hierarchien ist, die eine unvorstellbare Größe besitzen und im Menschentum ein Neues schaffen, etwas kosmisch ganz Neues, von dem die Bibel in Bezug auf die nächste große Phase als dem Neuen Jerusalem spricht, auf das noch der sechste und siebente Schöpfungstag folgt. Unsere Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.
Die wunderbare Ricarda Huch, Autorin u.a. von Luthers Glaube, selbst im Übergang vom Krebs zum Löwen geboren, lässt ein sehr ehrliches, sehr schonungsloses Gedicht beginnen mit - kein Zufall dieser Zusammenhang - „Mein Herz mein Löwe“ und die ersten beiden Zeilen lauten:
Mein Herz, mein Löwe, hält seine Beute fest,
Sein Geliebtes fest in den Fängen …
Es ist übrigens bezeichnend, dass sie in ihrem eben genannten Buch mit jenen ins Gericht geht, von denen es zur Zeit viel zu viele gibt:
Die meisten Berufenen scheitern daran, dass sie nicht kämpfen und leiden wollen. Sie möchten wohl Auserwählte sein, aber, wie Papageno [in Mozarts „Zauberflöte“; Anm. J.K.], nicht durch Feuer und Wasser gehen, und gleichen Frauen, die sich nach Kindern sehnen, aber die Qual, sie zu tragen und hervorzubringen, nicht auf sich nehmen mögen. Es gibt Menschen, die dem Leiden ausweichen, und es gibt Menschen, die das Leiden suchen und denen das Leiden ausweicht; wen Gott auserwählt hat, dem zwingt er das Leiden auf. Und zwar zwingt er es ihm auf durch das Mittel, durch welches er überhaupt im Menschen wirkt, nämlich durch das Herz; insofern nun jedem sein Herz selbst angehört, macht jeder sich sein Schicksal selbst.
Unsere Erde braucht Frauen und Männer mit innerem Feuer und Löwenkraft.

HILFEN DURCH UNSERE TIERKREISZEICHEN

Den Zusammenhang von Löwe, Feuer und Herz stellt insbesondere White Eagle - in seinem letzten Leben ein großer Irokesen-Häuptling, wohl Hiawatha [https://de.wikipedia.org/wiki/Hiawatha], der legendäre Gründer des Bundes der sechs Irokesenstämme und nun wohl Mitglied der Weißen Bruderschaft - in seinem „Großen Heilungsbuch“ heraus. In dessen letztem Kapitel „Astrologie und geistiges Heilen“ betont er, wie wichtig es für das geistige Heilen sei, um die Bedeutung des Sonnenzeichens, unter dem die Menschen geboren sind, zu wissen, ihr Tierkreiszeichen. Er weiß darum, dass Löwe-Menschen - ihr Zeichen ist dem Element des Feuers zugeordnet - dazu neigen, ihr Vertrauen zu spontan und leichtgläubig zu verschenken und sich dadurch häufig heftige Enttäuschungen einzuhandeln, weiß auch, dass sie gegebenenfalls im Verhältnis zu geliebten Partnern und Kindern viel Herzenskummer und Enttäuschungen erleben, doch wirken sich diese Erfahrungen oft sehr segensreich für sie aus, öffnen sie doch das Herz des Löwe-Menschen zu echtem Verständnis, zumal im Herzen aller Feuerzeichen ein ausgeprägter Sinn für Ehrenhaftigkeit und Integrität brennt und alle Seelen unter diesem Zeichen nicht anders könnten, als im Lichte zu leben. So White Eagle.

Für alle Heiler in diesem Zeichen sei es unerlässlich, sich selbst der großen machtvollen Sonne zu öffnen, zumal es ihnen als Löwe-Geborenen leichtfalle, sich zum ewigen Licht der Sonne zu erheben und von ihrem Herzen aus alle ihre Werke zu vollbringen, von ihrem Löwe-Herzen, das wie kein anderes Organ dazu erschaffen worden sei, das solare, also das Sonnen-Feuer in sich zu entwickeln und weithin zu allen Wesen auszustrahlen.

Anmerken möchte ich hier, dass alle Tierkreiszeichen auf ihre Weise wunderbare spezifische Heilungsmöglichkeiten beinhalten, doch spielt im Tierkreiszeichen des Löwen das Herz eine ganz besondere Rolle.

Wenn Paracelsus darauf verweist, dass wir den Himmel in uns reinigen mögen, so bedeutet das in einem umfassenden Verständnis der Bedeutung des Tierkreises, dass wir alle Tierkreiszeichen in uns integrieren, damit wir zu einem umfassenden Verständnis des Kosmos gelangen.

In einem abschließenden Teil möchte ich auf die zukünftige Bedeutung des Herzens verweisen, wie es sich also weiterentwickelt in zukünftigen Entwicklungsstufen unseres Menschseins und ich möchte Goethes Novelle empfehlen, die auf wunderbare Weise zeigt, wie in unserem Menschenleben äußeres und inneres Feuer, äußerer und innerer Löwe, Mut und Herzfähigkeit zusammenhängen.

Samstag, 29. Januar 2022

Irrsinniger Putin, der Irrsinn von 11 US-amerikanischen Flugzeugträgern, Gretel und ein not-wendendes Hexenfeuer

Vor einigen Tagen habe ich einen Beitrag auf Facebook veröffentlicht, den doch einige meiner Leser angesichts der  Vereinbarungen der OSZE-Charta und des Versprechens des Westens, dass es keine NATO-Osterweiterung geben werde, einseitig fanden, auch angesichts der Tatsache, wie der Westen überhaupt mit Putin umgegangenen sei. 
Hier zunächst mein Beitrag:

Irrsinniger Putin
Der Wahnsinn an der ukrainischen Grenze kostet jeden Tag Millionen von Euro, wobei die regulären Unterkünfte, die Garnisonen im Landesinneren Russlands, ja weiter unterhalten sein müssen. Aber die Zelte und Baracken, die an der Grenze errichtet worden sind, die notwendigen Installationen für die Wartung von Panzern und die Unterbringung von Waffen und Gerätschaften, die Transportkosten von Menschenmaterial (ist es mehr für Putin?) und Waffen, die Logistik für Essen und Trinken und Sanitär hat Milliarden gekostet und kostet und kostet.
Und die über 100 000 Soldaten wollen unterhalten sein, vor allem durch militärische Spielchen, durch das Verschießen von Munition und Räuber- und Gendarmspiele in der Umgebung, die die Soldaten beschäftigen und verhindern, dass sie auf dumme Gedanken kommen ...
Und das angesichts einer zum Teil bettelarmen Bevölkerung in der Sowjetunion. Nicht einmal Akademiker können zum Teil von ihrem Gehalt leben. Viele, auch junge Menschen, wohnen bei ihren Eltern, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten können.
Das interessiert den Kreml-Chef nicht, der auf seinen persönlichen Milliarden sitzt.
Wie groß müssen die Unterdrückungsmechanismen sein, damit die Bevölkerung in diesem Ausmaß zum Stillhalten gezwungen wird angesichts von Zuständen, die im Grunde zum Himmel schreien.
Das ist ein Aspekt; von anderen, dass z.B. Millionen von Menschen in der Ukraine in Angst versetzt worden sind und die gesamte Welt unnötig in Unruhe ist, ganz zu schweigen.
Was für ein Irrsinn. Das aber ist die Situation auf unserer Erde, dass ein paar bescheuerte alte Männer - wir erinnern uns an einen namens Trump, meine Gedanken gehen auch Richtung Ungarn, die Türkei, China und einge Regionen Afrikas - diese Macht haben, ihrem persönlichen Ego zuliebe solche Zustände zu inszenieren.
Wie kann man diese Menschen entmachten?
Was muss geschehen, dass allüberall auf der Welt diese alten, kaputten Männer sich nicht mehr ausagieren können?

Namen wie "Putin", "Erdogan", "Biden", "Scholz" und weitere mögliche Buchstabenfolgen stehen in meinen Augen für eine Realität, die einer Transformation entgegenstrebt. Deshalb habe ich folgenden Beitrag angeschlossen:

PUTIN, 11 FLUGZEUGTRÄGER, GRETEL UND DAS NOT-WENDENDE HEXENFEUER
Mir scheint, dass sich doch recht viele meiner Leser daran gestoßen haben, dass ich Putin Irrsinn zugeordnet habe, wo doch der Irrsinn ganz wo anders zu suchen sei.
Das ist er und ist er zugleich nicht, denn er regiert unsere Erde sozusagen weltweit (ja, er ist universal und ist so mächtig, weil er auch im Universum existiert - noch viel realer und mächtiger als unter uns Menschen).
Dieser Irsinn existiert aus geistiger Sicht nicht, wenn man so will, denn existent ist nur wahrer Geist. Nur ist mir persönlich diese Denke zu abgehoben, solange nämlich mein dürftiger Geist neben dem wahren existiert, existiert für mich eine Realität, die man Maya oder wie auch immer nennen mag (> https://anthrowiki.at/Maya_(Religion)).
In dieser, meiner Realität existiert nicht nur ein verirrter Sinn Putins, sondern es existieren beispielsweise 11 Flugzeugträger der USA, die auf den Weltmeeren patrouillieren - drei weitere sind in Planung -, jeder von ihnen eine Kleinstadt für sich, jede kostet jährlich Millionen, insgesamt verschlingen die zehn Bastionen Milliarden und das, obwohl die Infrastruktur einiger Staaten in den USA völlig am Boden liegt und in diesem gesamten Land ein riesiges Armenhaus existiert. 
Was auch immer Menschen dazu treibt, die Realität von 120 000 Soldaten an einer Grenze zu inszenieren oder höchst überflüssige Flugzeugträger auf den Weltmeeren patrouillieren zu lassen (die Bundeswehr könnte sich Gott sei Dank nicht auch nur annähernd einen einzigen leisten), ich hoffe, dass aus diesem - wie ich es sehe - verirrten Sinn sich möglichst bald ein wirklicher Sinn ergibt.
Ich habe, wie angesprochen, den Eindruck, dass sich manche daran stören, dass ich einer Buchstabenfolge wie -P-u-t-i-n- diesen Irrsinn zuordne. Für mich steht er für diese irr-sinnige, verirrte Geistigkeit weltweit.
Um es in der Märchensprache auszudrücken: die Menschheit tappt wie Hänsel und Gretel orientierungslos und verirrt im Wald.
Doch ich hoffe - und ich bin sogar zuversichtlich -, dass bald sich jener weibliche Mut findet, den Gretel gezeigt hat, als sie die Hexe ins Feuer trat und damit Hänsel und sich rettete, ja erlöste (und damit im Übrigen auch das Hexenbewusstsein, das durch das machtvoll reinigende Feuer gehen muss - die Hexe, sie ist im Übrigen auch ein Teil von uns, so wie das Feuer).
Wenn das geschieht, ist die Zeit der Stiefmutter beendet.  
Märchenhelden wollen oft den alten Zustand des Glücks herstellen. Das gelingt nie, doch ich hoffe, es gelingt uns bald, jenen neuen Glückszustand zu finden, den Jesus im Lukas-Evangelium anspricht:
ICH bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, denn es brennete schon!
Es ist dieses Hexenfeuer, das im Hänsel-und-Gretel-Märchen brennt und welches das sogenannte Böse selbst entzündet hat.


In dieser ganzen derzeitigen (Corona-, Putin- und Flugzeugträger-) Existenz entfacht sich dieses Feuer und es wird entflammen, wenn sich eine machtvolle Weiblichkeit zeigen kann (es ist unsere Aufgabe, uns an ihrer (Wieder-)Geburt auf der Erde zu beteiligen), die mit mit ihrer kraftvoll männlichen Seite die Hexe ins Feuer tritt:


Frühmorgens mußte Gretel heraus, den Kessel mit Wasser aufhängen und Feuer anzünden. "Erst wollen wir backen," sagte die Alte, "ich habe den Backofen schon eingeheizt und den Teig geknetet." Sie stieß das arme Gretel hinaus zu dem Backofen, aus dem die Feuerflammen schon herausschlugen "Kriech hinein," sagte die Hexe, "und sieh zu, ob recht eingeheizt ist, damit wir das Brot hineinschieben können." Und wenn Gretel darin war, wollte sie den Ofen zumachen und Gretel sollte darin braten, und dann wollte sie's aufessen. Aber Gretel merkte, was sie im Sinn hatte, und sprach: "Ich weiß nicht, wie ich's machen soll; wie komm ich da hinein?" - "Dumme Gans," sagte die Alte, "die Öffnung ist groß genug, siehst du wohl, ich könnte selbst hinein," krabbelte heran und steckte den Kopf in den Backofen. Da gab ihr Gretel einen Stoß, daß sie weit hineinfuhr, machte die eiserne Tür zu und schob den Riegel vor. Hu! Da fing sie an zu heulen, ganz grauselich; aber Gretel lief fort, und die gottlose Hexe mußte elendiglich verbrennen.

Samstag, 16. November 2019

Mein Herz sei Gottes Herd!




Wo GOtt ein Fewer ist / so ist mein Hertz der Herd /
Auf welchem Er das Holtz der Eittelkeit verzehrt.

                                                                                          Angelus Silesius (1624-1677)

Donnerstag, 7. März 2013

Verliebtsein findet im Bauch statt, die Liebe im Herzen! – Wie aus einem Strohfeuer ein Feuer wird.

In Hans Jellouscheks Buch Wie Partnerschaft gelingt – Spielregeln der Liebe habe ich unlängst einen klasse Satz gefunden, als dieser bekannte Paartherapeut sich die Frage stellte: Partnerliebe - was ist das?

Da schreibt er:
"Die Liebe zwischen Mann und Frau ist nicht gleichzusetzen mit Verliebtheit", um wenige Zeilen später zu formulieren:

Wer "verliebt in die Liebe" ist und an der Verliebtheit als Ideal festhält, der muß entweder resignieren oder aber immer wieder neue Beziehungen anfangen - um den "Zauber des Anfangs" zu erleben, allerdings um den Preis, daß er vielen Menschen Leid zufügt und schließlich als Einsamer endet.


Das ist erkenntnisreich und wichtig und ließ mich eben - wie im Posttitel schon angedeutet - darüber nachsinnen, ob Verliebtheit auch eine Herzensangelegenheit ist.
Erstmal identifizieren wir Verliebtheit mit den berühmten Schmetterlingen im Bauch.
Der Bauch ist der Sitz der Emotionen, der Gefühle, flacher und tiefer.

Ob aber das Bauchgefühl eine Herzensangelegenheit wird, das, darauf weist Jellouschek hin, hängt mit der Bereitschaft zusammen, Arbeit zu leisten, Beziehungs-Arbeit.

Wer ernten will, muss pflanzen, dafür ein Loch budeln, eines, das tief genug ist, muss düngen, wässern, den Baum beschneiden, vielleicht Äste abstützen, um eine Pflanze das Erdreich lockern und Unkraut jäten.
Wer immer nur ernten will, wird feststellen, dass seine Pflanzen, seine Bäume verkommen.
Ein Gärtner weiß, warum gerade ihm seine Früchte, seine Ernte schmeckt ...
Wenn er einen Apfel seines Apfelbaumes ist, glaubt er ihn zu kennen; nein wirklich: Er kennt ihn.

In der Beziehung meint das die Bereitschaft, für sie zu arbeiten und auch durch Krisen zu gehen, immer mit dem Risiko zu scheitern. 
Aber ohne Arbeit, ohne Krisen geht es nicht.

"Krisen bringen unsere Beziehung zwar in Gefahr, aber die Kehrseite der Gefahr ist fast immer eine Chance: Richtig genutzt, werden sie häufig zu Wachstums-Krisen, in denen die Liebe der Partner heranreift und erwachsen wird. Durch Krisen brechen wir aus eingefahrenen Gewohnheiten aus, in Krisen entdecken wir neue Fähigkeiten an uns und am Partner, Krisen eröffnen uns neue Möglichkeiten des Zusammenlebens."

Eine Beziehungskrise ist "ein Hinweis darauf, daß ein weiterer Schritt der gemeinsamen und individuellen Entwicklung dran ist."


Gerade den letzten Satz finde ich genial, weil er auch all denen Mut machen kann, die durch ein Tal der Tränen durchmüssen.

Das alles ist weit von Verliebtsein entfernt.
Gewiss ist Verliebtsein mehr als ein Strohfeuer. Aber es gewinnt diesen Charakter, wenn das aufflammende Feuer keine Nahrung erhält. Jellouschek jedenfalls ist im Hinblick auf die Arbeit im Garten der Liebe der Meinung:

Es entsteht eine Tiefe von Verbundenheit und Nähe, die tausend kurzfristigere Liebesabenteuer nicht aufwiegen können, auch wenn sie noch so heftig sind.


Deshalb kommt er zu einer Definition von Liebe, die lautet:



Liebe heißt, eine gemeinsame Geschichte haben.

Feuer der Liebe

Donnerstag, 14. Februar 2013

Nicht jeder Verirrte verliert sich ...


Nicht jeder Verirrte verliert sich,
Nicht alles, was Gold ist, glänzt;
Die tiefe Wurzel erfriert nicht,
Was alt ist, wird nicht zum Gespenst.
Aus Schatten ein Licht entspringe!
Aus Asche soll Feuer loh´n!
Heil wird die zerbrochene Klinge.
Der Kronlose steigt auf den Thron.


Für mich eines der schönsten und bemerkenswertesten Lieder aus dem Herrn der Ringe.
Es ist vom Zauberer Gandalf an Frodo.
Leider hat Wirt Butterblüm, der ein Gedächtnis wie eine Rumpelkammer hat, einen Brief, von Gandalf an Frodo adressiert, vergessen weiterzugeben.
Schließlich bekam ihn Letzterer doch noch; wär´ auch zu schade, wenn dadurch womöglich das Lied es nicht bis ins Buch geschafft hätte :-)

Mittwoch, 5. Dezember 2012

lux lucet in tenebris – Licht leuchtet in der Finsternis!



Zünd ein Licht an gegen die Einsamkeit.
Ein Licht ist stärker als alle Dunkelheit.
Es macht dich offen, lässt dich wieder hoffen.
Es gibt dir neuen Mut, alles wird gut:
     Zünd ein Licht an. 

Zünd ein Licht an gegen Gewalt und Streit.
Ein Licht ist stärker als alle Dunkelheit.
Es macht dich offen, lässt dich wieder hoffen.
Es gibt dir neuen Mut, alles wird gut:
    Zünd ein Licht an.


Zünd ein Licht an gegen die Gleichgültigkeit.
Ein Licht ist stärker als alle Dunkelheit.
Es macht dich offen, lässt dich wieder hoffen.
Es gibt dir neuen Mut, alles wird gut:
     Zünd ein Licht an. 

Zünd ein Licht an für die Gerechtigkeit.
Ein Licht ist stärker als alle Dunkelheit.
Es macht dich offen, lässt dich wieder hoffen.
Es gibt dir neuen Mut, alles wird gut:
     Zünd ein Licht an.
                                  

Verfasser: Kurt Mikula

PS  lux lucet in tenebris ist der Wappenspruch der Waldenser und erscheint auf ihrem Wappen als Umschrift um einen Leuchter. Ihre Banner-Worte finden sich auch in dem berühmten Waldenserlied, dessen erste und letzte Strophe lauten:

Wir wollen nicht wanken noch weichen,
wir wollen zusammenstehn,
woll'n stolz Waldenser heißen,
für Jesus im Kampfe stehn.
Lux lucet in tenebris, Licht leuchtet in der Finsternis,
der Herr geht uns voran. Der Herr geht uns voran.


So schreiten wir durch die Zeiten,
der Herr ist Panier uns und Schild,
für ihn lasst uns ringen und streiten,
Waldenser auf, denn es gilt:
Lux lucet in tenebris, Licht leuchtet in der Finsternis,
der Herr geht uns voran. Der Herr geht uns voran.


Mittwoch, 18. November 2009

Ich bete an die Macht der Liebe



Ich bete an die Macht der Liebe,
die mich erschuf und diese Welt.
Die stärker ist als Hass und Kriege
und noch die tiefste Nacht erhellt.
Man mag ihr tausend Namen geben,
sie bleibt unfassbar wie das Leben.


Ich glaube an die Macht der Liebe,
ich weiß, sie lässt mich nie allein.
Ob ich verliere oder siege,
Gott, der mich liebt, wird bei mir sein.
Durch Angst und Not und schwere Zeiten
wird mich die Macht der Liebe leiten.


Ich bete an die Macht der Liebe
in einer Welt aus Stahl und Stein.
Die Wahrheit widersteht der Lüge,
die Liebe heilt und kann verzeihn.
Solange unsre Herzen schlagen,
wird uns die Macht der Liebe tragen.


Das Lied mit diesem wenig gesungenen Text, 
dessen Verfasser mir leider unbekannt ist,
singt Johannes Kalpers bemerkenswert schön 
auf seiner CD Heimat deine Lieder
Die Marienplastik, die ich hier fotografiert habe, 
findet sich im Kurhaus Seehof in Bad Kissingen.
Der Name des Künstlers ist nicht genannt.