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Dienstag, 24. Februar 2026

Pandemien als Geschäftsmodell und -möglichkeit - Epstein lässt grüßen.

betrifft im Video: Minuten 18.24´ - 23.24´

Der Physiker Prof. Roland Wiesendanger weist in einem Interview darauf hin, dass die Epstein-Files durch Mails, die bis zu 15 Jahren zurückgehen, enthüllen, dass es Bestrebungen gab, sich Gedanken darüber zu machen, Pandemien als mögliches Geschäftsmodell zu nutzen. Beteiligt u. a. führende Virologen und - wen wundert es - Bill Gates.

Offensichtlich wurden Pandemiesimulationen und Maßnahmen vorbereitet, die zu extremen negativen Konsequenzen für die Bevölkerung geführt hätten, so Wiesendanger.

Der Auszug geht inhaltlich nicht in die Tiefe, aber er offenbart einmal mehr, dass Menschen ohne jede Hemmung dem Gott Mammon alle menschlichen Werte opfern.

Wir sollten um die Untiefen der menschlichen Seele wissen, aber ich plädiere dafür, ihnen und ihren Bewohnern gedanklich möglichst wenig Raum und Energie zu geben.

Wünschen wir mit Schiller in seiner "Ode an die Freude" ganz herzlich:"Untergang der Lügenbrut!".
Ich gehe nicht davon aus, dass, wie in der Ode angesprochen, alle Menschen Brüder werden - jedenfalls nicht in absehbarer Zeit; vielleicht aber wird die Anzahl der Menschen, die brüderlich miteinander umgehen, doch größer und größer. - Dem gilt meine Hoffnung, auch wenn es momentan nicht danach aussieht.



Montag, 12. Oktober 2020

Wie Goethe Sterben und Tod des lieben Freundes erlebte. - Nicht nur literarisch - beide waren auch menschlich groß! – Gerade in unseren Zeiten ein wertvolles Dokument.

Im damaligen Deutschland – auch eben in Weimar – waren bekanntlich Männerfreundschaften en vogue; dennoch aber war Goethes Beziehung zu Schiller etwas Einmaliges, nicht nur, weil keiner von beiden alleine das für die deutsche Kultur geworden wäre, was beide durch ihr Einander-Ergänzen und Sich-gegenseitig- Anregungen-Geben miteinander geworden sind.

Goethe war ja in Bezug auf das Outen persönlicher Gefühle, jedenfalls, was Männer betraf, durchaus zurückhaltend. Doch was Schiller betrifft, durchbrach Liebe und Wertschätzung des Freundes alle möglichen selbstauferlegten Barrieren.
So lässt uns der junge Heinrich Voß, der gerade auf Empfehlung Goethes eine Professorenstelle am Weimarer Gymnasium angetreten hatte, teilhaben an einem Treffen der beiden, als Schiller Goethe endlich wieder – beide waren seit längerer Zeit krank – am Frauenplan aufsuchen konnte; deutlich wird, wie erleichtert beide waren, den Freund wieder in den Arm nehmen zu können:

„Sie fielen sich um den Hals und küssten sich in einem langen herzlichen Kusse, ehe einer von ihnen ein Wort herausbrachte.“

Schiller sollte sich bekanntlich nicht wieder von seiner Krankheit erholen und für mich ist es eine der bewegendsten Dokumente menschlichen Miteinanders – auch übermittelt durch Heinrich Voß -, zu lesen, wie nicht anders Goethe mit dem Sterben und Tod seines Freundes umgehen konnte:

„In der letzten Krankheit Schillers war Goethe ungemein niedergeschlagen. Ich habe ihn einmal in seinem Garten weinend gefunden; aber es waren nur einzelne Tränen, die ihm in den Augen blinkten: sein Geist weinte, nicht seine Augen, und in seinen Blicken las ich, daß er etwas Großes, Überirdisches, Unendliches fühlte. Ich erzählte ihm vieles von Schiller, das er mit unnennbarer Fassung anhörte. „Das Schicksal ist unerbittlich und der Mensch wenig!“ Das war alles, was er sagte und wenige Augenblicke nachher sprach er von heiteren Dingen. Aber als Schiller gestorben war, war eine große Besorgnis, wie man es Goethen beibringen wollte. Niemand hatte den Mut, es ihm zu melden. Meyer war bei Goethen, als draußen die Nachricht eintraf, Schiller sei tot. Meyer wurde hinausgerufen, hatte nicht den Mut, zu Goethen zurückzukehren, sondern ging weg, ohne Abschied zu nehmen. Die Einsamkeit, in der sich Goethe befindet, die Verwirrung, die er überall wahrnimmt, das Bestreben, ihm auszuweichen, das ihm nicht entgehen kann — alles dieses läßt ihn wenig Tröstliches ermatten. „Ich merke es,“ sagt er endlich, „Schiller muß sehr krank sein,“ und ist die übrige Zeit des Abends in sich gekehrt. Er ahnte, was geschehen war; man hörte ihn in der Nacht weinen. Am Morgen sagte er zu einer Freundin: „Nicht wahr, Schiller war gestern sehr krank?“ Der Nachdruck, den er auf das „sehr“ legt, wirkt so heftig auf jene, daß sie sich nicht länger halten kann. Statt ihm zu antworten, fängt sie laut an zu schluchzen. „Er ist tot?“ fragt Goethe mit Festigkeit. — „Sie haben es selbst ausgesprochen,“ antwortete sie. „Er ist tot!“ wiederholte Goethe noch einmal und bedeckte sich die Augen mit den Händen. —

Dienstag, 30. Oktober 2012

Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen. – Gewiss weiß unsere Seele um die Bedeutung des Vogelflugs.


Dichter, Künstler überhaupt, stehen oft in unmittelbarer Berührung zum urzeitlichen Wissen der Menschheit. Georg Trakl war einer von ihnen, ganz gewiss. Man erkennt es daran, welche Bedeutung der Vogelflug und Vögel überhaupt in seinen Gedichten spielen. Die Zeile in der Überschrift stammt aus Der Herbst des Einsamen. In einem anderen Gedicht, Verfall überschrieben, lesen wir:

Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten
folg ich der Vögel wundervollen Flügen,
die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen
entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.

In Verklärter Herbst grüßt Ende der zweiten Strophe ein Vogelzug auf der Reise und der Gesang des Abgeschiedenen beginnt:

Voll Harmonien ist der Flug der Vögel.

Selten, dass so verdichtet bei einem Dichter so viele Hinweise sich finden im Hinblick auf die Bedeutung des Vogelflugs. Auch bei Homer finden wir die ein oder andere Stelle, das ein oder andere Geschehen, aufgrund dessen deutlich wird, dass der Vogelflug als meist mahnendes Zeichen gilt; aus dem Nibelungenlied kennen wir den Falkentraum, Schillers Kraniche des Ibykus sind ein gewaltiger Beleg für die Macht der Vögel und ihre Bedeutung als göttliche Boten; auch Brechts Gedicht Die Liebenden und der Verweis dort auf die Kraniche zählt für mich dazu; nicht zuletzt finden sich auch in der Bibel zahlreiche Verweise und Vergleiche und mit am berührendsten finde ich, dass Gott als Himmlischer Vater auch der Vögel bezeichnet wird. 

Man muss auch nur einmal beobachten, wie Menschen auf die scheuen Tiere reagieren. Wenn man einem nahe kommen darf oder wenn eines der scheuen Tiere näher kommt, hält man doch unwillkürlich fast den Atem an. Und wie schlimm ist es für einen Menschen, wenn er einen toten Vogel liegen sieht, erst recht auf dem eigenen Balkon oder vor der eigenen Haustür!
Seltsam auch, wie viele Vögel es gibt, die doch auch naturnotwendig sterben. Doch finden wir in der Regel keinen verstorbenen Vogel.
Wo sind sie?

Die Zeit des Vogelflugs ist nun für Monate vorbei, der Winter hat  überraschend früh bei uns Einzug gehalten. Am vergangenen Samstag habe ich die Moderatorin im Radio noch einmal berichten hören, dass sie Kraniche auf dem Flug beobachtete und am selben Tag hörte ich einen Schwarm, vielleicht waren es Stare, in einem Baum.
Nun haben die meisten hoffentlich gesund ihre wärmeren Gefilde bereits erreicht.

In der Tat, wie im letzten Post zum Vogelflug bereits angesprochen, habe ich bei Rudolf Steiner einen interessanten Hinweis zum Thema gefunden und weil er so lange ist, bringe ich das Zitat von Philon von Alexandria an anderer Stelle.
Wie schon einmal gesagt, bin ich kein Anthroposoph, ich stehe ihnen nicht einmal nahe, weil viele von ihnen mir viel zu heilig wirken wollen und ich auch nicht nachvollziehen kann, dass man, religiös gesinnt, hundertmal mehr auf  Rudolf Steiner verweist denn auf Gott.
Dessen ungeachtet  habe ich bei Steiner viele hochinteressante Hinweise gefunden, gerade im Bereich der Mythologie, die mich nun einmal fasziniert. Wenn auch das, was er sagt, mir zu sachlich nüchtern herüberkommt - ich mag es nunmal, wenn jemand auch mal Humor zeigt und sich erlaubt, ein bisschen flapsig zu sein -, so habe ich doch höchsten Respekt vor seinem Wissen, wie es sich zum Beispiel in seinem Buch Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole und dort in seinem Vormittagsvortrag vom 21. Oktober 1907 zeigt, wobei man wissen muss, dass seine Vorträge auf Mitschriften von Mitgliedern beruhen, die allerdings wohl sehr akribisch aufgezeichnet sind. Wissen muss man auch um seine Ansicht, dass der Mond und die Erde einst vereint waren. Dezidiert spricht er von der Mondentrennung. Wissen muss man auch um seine ausführlichen Hinweise zur Entstehung und Entwicklung des Menschen, so wie wir ihn und uns damit vorfinden. Das betrifft die Entwicklung der Körperlichkeit, die Entstehung der physischen Sprache und vieles mehr. In jenem Vortrag - in dem auf eben Angesprochenes immer wieder Bezug genommen wird -  heißt es, zu Beginn ungewöhnlich lyrisch für Steiner anmutend:

Auf wunderbaren Bahnen ziehen die Vögel mit der einbrechenden kalten Herbsteszeit vom äußersten Norden nach dem wärmeren Süden, manchmal Hunderte von Meilen, und gelangen im Frühling zurück auf anderen Wegen. Wir haben gesagt, daß die Vögel ein Geschlecht sind, das auf einer früheren Stufe der Entwickelung stehengeblieben ist. Sie wissen, daß der eigentliche Fortschritt auf der Erde erst begann in dem Zeitpunkt, als sich der Mond von der Erde abtrennte. Früher, als die Erde noch mit dem jetzigen Monde zusammen einen Himmelskörper bildete, den sogenannten Erden-Mond oder die Mond-Erde. da bewegte sich dieser Körper um die Sonne in einer bestimmten Bahn und in einer gewissen Zeit, indem er ihr stets eine Seite zuwendete. In dieser Zeit wanderten alle Lebewesen einmal um den Mond herum, um einmal die Sonneneinwirkung zu empfangen. Jener Zug um den Planeten hat sich heute noch erhalten im Vogelflug, weil die Vögel damals, bevor das Ich in die Erdenentwickelung eintrat, sich abgespalten haben von der fortschreitenden Entwickelung auf der Erde.Etwas anderes ist noch viel merkwürdiger. Mit der fortschreitenden physischen Entwickelung des Menschen und der höheren Tiere hat sich das Geschlechtliche des einzelnen Leibes bemächtigt. Jene Begierde, die im einzelnen Leibe sitzt, die heute ganz im Geschlechtlichen lebt, war vorher dort nicht vorhanden, sie war eine kosmische Kraft. Dem alten Erden-Monde strömte sie von der Sonne zu. Sie war die Ursache jener Umgänge um den Planeten, mit denen die Art zusammenhing, wie sich die Fortpflanzung vollzog. Der Frühlingszug der Vögel ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Art Brautzug. Bei diesen Wesen ist das Geschlechtliche noch in der Umwelt, und die kosmische Kraft ist die dirigierende Macht, die den Zug von außen lenkt und leitet, während bei den anderen Wesen diese Kraft eingezogen ist in die einzelnen Leiber. Dieselben Kräfte, die im Innern des Menschen, in seinem Leibe wirken, wirken auchim äußeren Makrokosmos. Dieselbe Kraft, die Mensch und Mensch zusammenführt, die im Leibe des Menschen als Geschlechtskraft wirkt, wirkt bei der Vogelspezies nicht im Innern der Wesen, sondern von außen und drückt sich in dem äußeren Zuge der Vögel um den Planeten aus. So wandern die Kräfte, die außen sind, in das innere der Wesenheiten hinein, um im Menschen die Möglichkeit zu finden, wiederum hinauszuwirken, wenn er die Fähigkeit erobert haben wird, wieder eins zu weden mit dem ganzen Kosmos, dem Außerirdischen.

Soweit Steiner.

Diese Vereinigung von Kosmischem und Irdischem finden wir bekanntlich allüberall. Verliebte greifen immer zu Sternen und finden ihre Liebe himmlisch; Max Frisch spricht auf wunderbare Weise davon. Wir finden diese Beziehung im Vater unser in der Formulierung Wie im Himmel so auf Erden und in Hermes Trismegistos´ Hinweis, dass das Oben gleich dem Unten sei. Auf diesem Hintergrund habe ich auch den Vogelflug in meinem letzten Post zu diesem Thema mit tanzenden Galaxien verglichen. Nicht umsonst huldigt auch Einstein einer kosmischen Religiosität.

Wenn wir dem Flug der Vögel unsere Aufmerksamkeit schenken, öffnen wir - unbewusst oder bewusst - unsere Seele für das Einwirken des Göttlichen; so ist gewiss mancher Atheist in diesem Sinne höchst religiös :-))

PS:
In dem hier verlinkten Beitrag habe ich weitere Rudolf-Steiner-Stellen zum Vogelflug/Vogelzug zusammengestellt.

Freitag, 21. September 2012

„Ist dir mal aufgefallen, dass Idioten meistens viele Freunde haben?“ – Über "Hollunder-Freundschaften".


Erster Spruch stammt - woher natürlich: aus einem meiner Lieblings-Bücher, Der Joker. Da denkt Ed gerade über die erste Karte nach, die ihm irgendjemand hat zukommen lassen, mit drei Adressen drauf, die sein Leben verändern werden. Klar fragt er seine drei Freunde, ob sie von ihnen komme. Natürlich nicht. Marv gesteht Ed, dass er zu wenig Grips für sowas habe und Ritchie meint: Wenn er zu dämlich ist, bin ich zu faul. Und Audrey, seine heimliche riesengroße Liebe war es auch nicht.

Zurück noch einmal zu Marv. Er hat – Original–Ed–Gedanken – "einen ziemlich großen Bekanntenkreis, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen spielt er Football und er kennt eine Menge Leute. Zum anderen benimmt er sich pausenlos wie ein Idiot. Ist dir mal aufgefallen, dass Idioten meistens viele Freunde haben?
Nur mal so am Rande."

Ich gebe zu, ich musste total kichern, weil ich an die vielen Facebook-Freundschaften denken musste, auf die viele so viel Wert legen. Motto: Je mehr Freunde, desto begehrter, desto attraktiver.
Ed / Markus Zusak (der Autor) würden sagen: Idioten!

Und in den Sinn kommen mir Matthias Claudius´ Worte Von der Freundschaft, die falsche Freundschaften so gekonnt auf den Punkt bringen und zu Markus Zusaks Idioten so richtig passen:

Wenn Du Paul den Peter rühmen hörst; so wirst Du finden, rühmt Peter den Paul wieder, und das heißen sie denn Freunde. Und ist oft zwischen ihnen weiter nichts, als dass einer den anderen kratzt, damit er ihn wieder kratze und sie sich so einander wechselweise zu Narren halten; denn wie Du siehst, ist hier, wie in vielen anderen Fällen, ein jeder von ihnen nur sein eigener Freund und nicht des andern. Ich pflege solch Ding "Hollunder-Freundschaften" zu nennen. Wenn Du einen jungen Hollunderzweig ansiehst, so sieht er fein stämmig und wohl gegründet aus; schneidest Du ihn aber ab, so ist er inwendig hohl und ist so ein trocken schwammig Wesen darin.

Was aber macht Freundschaft nun wirklich aus?

In Schillers Bürgschaft finden wir eine bemerkenswerte gestaltet; dort ist der Freund treu bis in den Tod. Dass es nicht dazu kommt, verdankt er der Größe der Freundschaft zu seinem Freund, die selbst das harte Herz eines Tyrannen erweicht und Leben mit sich bringt.
Und es gibt kaum Wertvolleres, als Leben unter und mit wirklichen Freunden.

Für mich bedeutet Freundschaft vor allem auch, dass ich mir sicher sein kann, von meinem Freund, von meiner Freundin die Wahrheit zu hören, und sei sie noch so bitter.

Von wem, wenn nicht von einem Freund, einer Freundin, kann ich sicher sein, dass sie ihr Bestes geben: ihre Wahrhaftigkeit, ihre Wahrheit!

Freitag, 11. November 2011

"Ich verliere einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseins"! - Zu Schillers Tod.

Obigen Satz schrieb Goethe am 1. Juni 1805, nachdem er selbst über längere Zeit krank gewesen war. Man kann ihm entnehmen, wie sehr ihm Schiller ans Herz gewachsen war, wie viel ihm der Gedankenaustausch mit diesem kongenialen großen Geist, dessen Wertvollstes vielleicht nicht einmal die großen Dramen oder Balladen, sondern seine ästhetischen Schriften sind, bedeutete. Letztere sind für uns Heutige zum Teil schwer lesbar, doch sagen sie so Wertvolles und Wegweisendes über Ansprüche, die das Leben bezüglich Verhalten und Einstellung an uns richten will, gerade jener Brief über "die ästhetische Erziehung des Menschen".

Schiller starb vermutlich an einer akuten Lungenentzündung. Zehn Tage nach seinem Tod teilte der weimarische Hofmedikus und Leibarzt Wilhelm Ernst Christian Huschke seinem Herzog das Ergebnis einer am 10. Mai durchgeführten Obduktion mit, und er spricht davon, dass sich »folgendes Merckwürdige« ergeben habe:

1) Die Rippenknorpel waren durchgängig und sehr starck verknöchert.
2) Die rechte Lunge mit der Pleura [dem Rippenfell] von hinten nach vorne u. selbst mit dem Herzbeutel ligamentartig [in fester Verbindung] so verwachsen, daß es kaum mit dem Messer gut zu trennen war. Diese Lunge war faul u. brandig, breiartig u. ganz desorganisirt.
3) Die lincke Lunge beßer, marmorirt mit Eiterpunkten.
4) Das Herz stellte einen leeren Beutel vor u. hatte sehr viel Runzeln, war häutig ohne Muskelsubstanz. Diesen häutigen Sack konnte man in kleine Stücken zerflocken.
5) Die Leber natürl. nur die Ränder brandig.
6) Die Gallenblase noch einmal so groß als im natürl. Zustande u. strotzend von Galle.
7) Die Milz um 2/3 größer als sonst.
8) Der vordere concave Rand der Leber mit allen nahe liegenden Theilen bis zum Rückgrad verwachsen.
9) Die rechte u. lincke Niere in ihrer Substanz aufgelößt u. völlig verwachßen.
10) Auf der rechten Seite alle Därme mit dem Peritoneum [Bauchfell] verwachsen.
11) Urinblase u. Magen waren allein natürl.
Huschkes Kommentar: »Bey diesen Umständen muß man sich wundern, wie der arme Mann so lange hat leben können.« (NA 41 II A, Nr. 535.)

Ich habe dies hier im Zusammenhang mit einem Post wiedergegeben, im Rahmen dessen es um die Macht unseres Geistes geht. 

Wie lange hätte dieser Mann sonst in diesem Zustand leben können, wenn ihn nicht sein Arbeits- und Lebenswille, seine Frau und seine Dankbarkeit gegenüber dem Weimarer Hof, der ihm gerade sein Salär nochmals verdoppelt hatte, nun auf 800 Taler, wofür Schiller unendlich dankbar war, am Leben gehalten hätten.

Samstag, 16. Mai 2009

Denken, Gefühle und Leidenschaften der Menschen gestalten das Wetter mit!

Ich kann mich nicht erinnern, sechs Tage hintereinander, wie es in dieser Woche der Fall war, krachende Gewitter und Wolkenbrüche erlebt zu haben. Heute bin ich mit dem Fahrrad an einer Wiese entlang gefahren, deren Gräser Wassermassen überflutet und nach unten gedrückt haben müssen; da gibt es nichts mehr zu mähen. Auf anderen Wiesen stand noch das Wasser in riesigen Lachen.
Für mich ist seit langem schon klar, dass das Wetter auch eine Reaktion vor allem auf die Emotionen der Menschen ist und ich sage, wir können froh sein, dass es so ist, denn wenn sich die angestauten und krankhaften Emotionen der Menschen andere Wege suchen müssten, wäre es ungleich gefährlicher für unsere Leben.

Ich möchte nicht sagen, dass Denkemulsionen und Emotionen der einzige Faktor für das Wettergeschehen sind, gewiss nicht. Das lokale Wettergeschehen steht in Zusammenhang mit dem regionalen, damit auch dem überregionalen und dem weltweiten und das weltweite steht in Beziehung zu kosmischen Energien.
Und natürlich gibt es besondere Phänomene wie Erdbeben und Vulkanismus.
 

Bei einem Geschehen wie der Tsunami-Katastrophe setzt das kollektive Unbewusste aller Menschen, in dem sich die vor allem negativen Emotionen der Menschen sammeln, Energien frei, die nicht mehr zu kontrollieren sind. Auf der individuellen Ebene ist das der Fall, wenn jemand ausrastet und über sich die Kontrolle verliert; dann ist alles möglich.
 

Gut, dass es auch das kollektive Überbewusste gibt, ich möchte es die Weltseele nennen; Schiller spricht in seiner Schrift Über Anmut und Würde von dem Höhern Selbst der Menschen; in der Weltseele haben sie meiner Ansicht nach ihre Heimat.
 

In abgemilderter Form treffen wir zahlreiche Varianten des Wettergeschehens an, doch niemand wird mehr abstreiten, dass die Dynamik zunimmt.
 

Man mag das, was ich hier schreibe, momentan noch für eine verrückte Idee halten, aber ich sehe auch das Fernsehen und die gesamten Medien eingebunden in das Wettergeschehen. Selten sind negative Energien so dynamisiert worden, wie heutzutage durch die Medien. Die krankhafte Sexualisierung der Menschheit und die Sucht vieler, die innere Leere durch übersteigerte sofortige Befriedigung von Bedürnissen zuzukleistern, bringen eine unnatürliche und krankhafte innere Erregung auch in die Natur, die nicht ohne Folgen bleibt.
 

Ich bin gewiss kein Jakob-Lorber-Fan und habe nur weniges von ihm gelesen, aber was er z.B. über den Großglockner schreibt und den Kampf der Wolken bzw. der Wolkengeister um den Gipfel, hat mich schon fasziniert. Naturgeschehen wird hier aus einem ganz anderen, aus hellsichtigem Blickwinkel gesehen und ich habe einen Auszug in Methusalem veröffentlicht.
 

Das mag für denjenigen oder diejenige, die für solche Sichtweisen aufgeschlossen sind, erkennen lassen bzw. bestätigen, dass Energien sich in Ereignisse umsetzen, wie das auch bei dem Ausbrechen von Krankheiten und Unfällen der Fall ist, und wohl dem, der seine Verantwortung sich selbst und der Menschheit gegenüber erkennt, auch und vor allem im Hinblick auf sein Denken und seine Gefühle.
 

Um Gottes Willen dürfen sie nicht verdrängt und beschönigt werden; auf diese Weise würden wir sie auf direktestem Weg in den großen Speicher des kollektiven Unbewussten schicken. Aber wir sollten uns bewusster von unguten Emotionen abkoppeln und darauf hinwirken, dass in unserer Umgebung nicht jeder Mist gesagt oder gesehen sein muss.
 

In der Literatur gestalten immer wieder Autoren diesen Zusammenhang zwischen seelischem Geschehen in uns und Ereignissen in der Natur, sicherlich nicht bewusst, sondern aus unbewussten Ebenen ihrer Seelen heraus, die um obige Tatbestände wissen.
Ich veröffentliche dazu drei Beispiele.