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Samstag, 22. März 2008

Ostersamstag: Neu-Ausrichtung als Jüngstes Gericht




"Niedergefahren zur Hölle" - so heißt es im Apostolischen Glaubensbekenntnis.
Gibt es also eine ewige Verdammnis?

Gibt es eine Hölle? - Gibt es ein Jüngstes Gericht?Eine ewige Verdammnis gibt es nicht. Für mich nicht: Ein Gott der Liebe verdammt nicht auf ewig.
Das hätten einige Theologen gern, damit sie besser drohen und mehr Macht über ihre Mitmenschen haben können.Aber was hat es mit dem Jüngsten Gericht auf sich?
Gegenfrage: Kennt jemand ein Ältestes Gericht?
Noch nie gehört? - Ich auch nicht.
Warum nur wird ein Gericht so dezidiert als Jüngstes Gericht bezeichnet?Für mich ist das Jüngste Gericht etwas, was immer im Augenblick stattfindet.
Es ist so jung, jünger geht´s nicht. - Kein Wunder, dass die Jünger Jesu wohl darum wussten.
Immer in der Gegenwart entscheidet sich, wohin wir uns richten, nach was wir uns ausrichten.Gerichtet-Sein bedeutet, eine Ausrichtung haben - das ist die Bedeutung, die hinter dem Wort Gericht steht.
In erster Linie hat es gar nichts mit Strafe und Urteil zu tun.
Das Wort Gericht ist der Bedeutung des Wortes (aus)richten angeschlossen.
Derselben indogermanischen Sprachwurzel zugehörig ist das Wort recht, was u.a. gerade bedeutet. Weitere Wörter aus dieser Wurzel sind das Wort (sich) recken, lenken, Regent und andere mehr.

Das Jüngste Gericht ist etwas, was uns in der Gegenwart unmittelbar ausrichtet, wenn wir diese Instanz wahrnehmen.
Diese Ausrichtung lässt den Menschen zu jeder Zeit sich entscheiden zwischen einer Hinwendung zu dem niederen Teil seiner Seele und all dem Unrat, der im kollektiven Unbewussten gespeichert ist, oder er richtet sich aus in Richtung auf sein wahres Selbst: Friedrich Schiller spricht in Über Anmut und Würde vom "höhern Selbst".
Diese Ausrichtung ist sicherlich ganz entscheidend in dem Leben nach dem Leben. Wohin sich die Seele hier ausrichtet, dort verbringt sie ihre Zeit, bis sie in ein neues Leben eintritt. Daher mag die Bedeutung des Jüngsten Gerichtes, wie es weite Teile der Christenheit auffassen, kommen.
Ein Mensch, der hier in seinem Leben sich immer wieder neu auf seine wahre Bestimmung als Mensch ausrichtet, wird in seinem Leben im Jenseits nie absinken.

Wer aber hier immer unbewusst dahingelebt hat, läuft große Gefahr, sich jenen Ebenen anzuschließen, die wir als Hölle bezeichnen. Es sind Bewusstseinsebenen niederer Natur. Bis hin zu völliger Lichtlosigkeit. Dort verkümmern auch die Augen.
Der eigentliche Trugschluss vieler Menschen liegt darin zu glauben, dass es auf der Erde weder einen Himmel noch eine Hölle gäbe. - Wer hier um das Goldene Kalb tanzt, befindet sich seelisch gesehen in der Hölle, auch wenn die Gier nach Events das eine Weile überdecken kann.
Irgendwann jedoch platzt jede Seifenblase.
Der Überlieferung nach geht Jesus zwischen seiner Kreuzigung und seiner Auferstehung in jene oben angesprochenen lichtlosen Bereiche.
Mancher mag dort sein Licht für eine Fata Morgana gehalten haben, manche mögen die Gunst der Stunde genutzt haben. Auch dies war für sie dann ein Jüngstes Gericht, die Möglichkeit einer Neu-Ausrichtung.

Für mich hat eine Kirche, die mit Pseudo-Wahrheiten wie Schuld und Sünde und Strafe und Ewige Verdammnis operiert, dazu beigetragen, dass die Menschen ihre Wahrheit in sich aus den Augen verloren haben.

Deshalb ruft Angelus Silesius:

Halt an, wo laufst Du hin,
der Himmel ist in Dir.
Suchst Du ihn anderswo,
Du fehlst ihn für und für.

Warum soll ich an Strafe, Schuld und Sünde glauben, wenn der Himmel in mir ist?
Auf was ich mich ausrichte, das ist meine Richtung, mein Jüngstes Gericht.


Ob Himmelreich, ob Hölle - darüber entscheide ich, quasi stündlich.


Osterformel

Die allgemeine Osterformel lautet:

Der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond ist Ostern und der kann zwischen dem 22. März und dem 25. April am Himmel aufgehen - heuer war das am Karfreitag um exakt 19.41 Uhr. Erst 2160, also in 152 Jahren, wiederholt sich dieses früh gelegene Osterfest.

Bis die Menschheit zu dieser Festlegung nach der Osterformel kam, war es ein langer Weg. Der Mondkalender in der Bibel kollidierte mit dem Sonnenkalender der Christen. Erst eine Entscheidung der westlichen Kirchen auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsmond wurde endgültig im 4. Jahrhundert festgemacht. Und später entwickelte der Mathematiker Carl Friedrich Gauß eine "Osterformel", nach der die Termine Jahrzehnte voraus berechnet werden können.

(nachzulesen in Steiermarks KLEINE ZEITUNG)

Freitag, 21. März 2008

Gib uns Barabbas! - Karfreitag













Der Präfekt Roms in der Provinz Judäa, Pilatus, durch seine Frau und deren Träume gewarnt, ließ das Volk dennoch entscheiden, wen es haben wolle, Barabbas - den Evangelien nach ein Bandit, Aufrührer, ja womöglich ein Mörder - oder Jesus.

Pilatus war sich im Klaren darüber, dass die Liebe, um zu überleben, seines Schutzes bedurft hätte, denn er wusste genau, wie das Volk sich entscheiden würde:

Gib uns Barabbas!
Die Antwort war eindeutig.

Bewegt hat mich schon immer die Frage, ob Jesu Tod notwendig gewesen sei.

Ein großes Miss-Verstehen gibt es im Hinblick darauf, ob Jesus durch seinen Tod für uns unsere Sünden trage, gleichsam übernehme, uns reinwasche, wie es mir in meiner Kindheit immer wieder erzählt wurde und wie es auch heute noch verbreitet wird.
Wenn Jesus das tat, warum verhalten sich die Menschen dann weiterhin gleich?
Warum hat sich so wenig im christlichen Abendland verändert?
Warum wird die Ferne des Menschen von seinem inneren Wesen, von der Liebe, eher monströser?

Ich mag dieses Wort Sünde nicht. Es ist mir zu moralisierend, zu verurteilend, zu ultimativ. Für mich ist Sünde Bewusstseinstrübung, im Extrem ist es im Bewusstsein finster. Es ist, als ob Menschen in einem finsteren Raum tappen, nicht wissen, wo sie sind.
Dem Verstand, dem Intellekt geben sie seit der Epoche der Aufklärung im 18. Jahrhundert die Rolle des Lichtes, aber es ist kein inneres, kein geistiges Licht. Vor allem ist dieses Licht kalt wie eine Neonröhre.

Dabei kann der Verstand durchaus hilfreich sein und in unserem Leben eine wichtige Funktion erfüllen.
Auf sich allein gestellt aber ist er eine Nebelkerze:Es raucht gewaltig und in Wahrheit sieht man nichts mehr.

Die Seele der Menschen ahnt, manchmal weiß sie auch sehr genau um ihre Bewusstseinstrübungen, deshalb haben so viele Angst vor dem Tod. Im Leben nach dem Leben gibt es keine Taschenlampen, keine Nebelkerzen, kein Spektakel, mit dem man sich ablenken und die Sinne betören kann.
Das goldene Kalb erweist sich als Fata Morgana.
Als Illusion.

Lateinisch illudere bedeutet verpotten.
Wer wurde verspottet? Wer wird verspottet?
Das wahre Wesen des Menschen, die Liebe.

Kann man mehr Hohn und Spott über die Liebe ausgießen, als dass man das Volk zwischen der personifzierten Liebe und einem Verbrecher wählen lässt?

Pilatus wusste, dass das Volk durch die Pharisäer manipuliert war.
Die Pharisäer stehen hier symbolisch für alle Intriganten, alle Vasallen der Lieblosigkeit, alle Nachfahren des Herodes.

In einem Fall möchte ich das Wort "Sünde" als angemessen erachten:
Wenn jemand wider besseres Wissen den Tanz des Goldenen Kalbes tanzt.
Der spottet der Liebe.

Ist es also das, was man als Sünde bezeichnen kann?
Wider besseres Wissen den Weg der Illusion zu gehen?

Aber tun das nicht viele Menschen?

Das Kreuz, das Jesus auf die Schädelstätte trug – er tut es immer wieder -, ist das Ego, das niedere Selbst des Menschen, dessen Hochmut, sein Neid, sein Verrat an der Liebe, seine Gier nach Macht in der Gesellschaft, Macht in der Liebe über den anderen, was man gemeinhin als Sex bezeichnet, sein Tanz um das goldene Kalb.

Deshalb Jesu´ Wort: Ich bin der Weg … Mein Weg ist die Wahrheit … Es ist auch Dein Weg ... Er bedeutet wahres Leben!

Wenn der Mensch bereit ist, obige Dinge zu Ende zu bringen, Hass, Neid, Machtgier und seine Feigheit, sich zur Liebe zu bekennen, wirklich zu kreuzigen, dann tut er, was Jesus damals für ihn Weg bahnend vorausging.
Doch der Mensch muss es selbst wollen, selbst tun!
Das falsche Bewusstsein muss sterben.
Dann steht die Liebe auf! Dann ist Ostern!
Nur:
Ohne dass Jesus diesen Weg gegangen wäre, würde es niemandem gelingen.

Wer denn wüsste um diesen Weg?

Dieser Weg lässt sich nicht beschönigen.
Jedem Ego wird sein Golgatha. - Wenn unser Selbst es will.

Nie wäre ohne Jesu Sterben der Vorhang im Tempel zerrissen.
Eine gewaltige Symbolik.

Trotz Laotse (6. Jh. v.Chr.), Konfuzius (551-479), Sokrates (469-399), trotz Buddha (ca. 450-ca.370), trotz Platon (427-347):
Der Verrat an der Liebe, der Verlust der Liebe auf der Erde war zu groß.

Sieht es so aus, dass die Reise der Menschheit ein gutes Ende nimmt?

Als die vollkommene Liebe auf die Erde kam, wusste sie, dass die Menschen sie opfern und ihr einen Verbrecher vorziehen würden.

Gib uns Barabbas!

Wäre es heute anders?

Sonntag, 16. März 2008

Wess` Geistes Kind

Peter Handke in einer Fernsehsendung:


"Das ewige Licht gibt es eh´ nicht."

Phönix, 16.3. 2008


Handke
, Autor des bekannten, durch Wim Wenders 1971/72 verfilmten Romans Die Angst des Tormanns beim Elfmeter, schätzt Franz Kafka (1883-1924) und spricht davon, dass dieser eine Instanz in ihm sei.

In Kafkas Türhüterlegende, in der ein Mann ein Großteil seines Lebens vor einer Tür sitzt und nicht hineinkommt, weil sie von einem Türhüter bewacht wird, der ihn nicht hineinlässt, heißt es am Schluss über den Mann:

Schließlich wird sein Augenlicht schwach und er weiß nicht, ob es um ihn wirklich dunkler wird oder ob ihn nur seine Augen täuschen. Wohl aber erkennt er jetzt im Dunkel einen Glanz, der unverlöschlich aus der Türe des Gesetzes bricht. Nun lebt er nicht mehr lange. Vor seinem Tode sammeln sich in seinem Kopfe alle Erfahrungen der ganzen Zeit zu einer Frage die er bisher an den Türhüter noch nicht gestellt hat. Er winkt ihm zu, da er seinen erstarrenden Körper nicht mehr aufrichten kann. Der Türhüter muss sich tief zu ihm hinunterneigen, denn die Größenunterschiede haben sich sehr zuungunsten des Mannes verändert. „Was willst du denn jetzt noch wissen“, fragt der Türhüter, „Du bist unersättlich.“ „Alle streben doch nach dem Gesetz“, sagt der Mann, „wieso kommt es, dass in den vielen Jahren niemand außer mir Einlass verlangt hat.“ Der Türhüter erkennt, dass der Mann schon am Ende ist und um sein vergehendes Gehör noch zu erreichen, brüllt er ihn an: „Hier konnte niemand sonst Einlass erhalten, denn dieser Eingang war nur für Dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn."

So viel zum Thema ewiges bzw. unverlöschliches Licht, das es doch laut Peter Handke gar nicht gibt ...
Ob unser zeitgenössischer Schriftsteller seine Instanz Kafka versteht?
Ob er versteht, dass er der Mann vor der Tür und womöglich zugleich der Türhüter ist?
Ob er versteht, dass er sich womöglich selbst vom Licht fernhält?
Mit Licht meinen die Heiligen Schriften der Menschheit immer zugleich Bewusstsein.
"Es werde Licht!" - Immer ist damit auch Bewusstwerdung gemeint!
Zu jeder Zeit kann uns ein Licht aufgehen ...


Sonntag, 9. März 2008

Danke, Miriam,

... für Dein Geschenk,
einfach so mit einem Lächeln überreicht ...
Ich finde sie so goldig, die zwei Delphine.

Einer meiner Seelentiere ist ein Delphin, er heißt Helian.
Jetzt müsste ich nur noch wissen, wer der zweite ist :-))
Ob Helian eine Freundin hat? -
Er hat mir noch gar nichts davon gesagt ... vielleicht tut er´s auf diesem Wege :-))


Donnerstag, 6. März 2008

Krishnamurti: Bedingungen ganzheitlicher Entwicklung


Uns geht es um die ganzheitliche Entwicklung jedes Men­schen, darum, ihm zu helfen, seine eigenen höchsten und voll­sten Fähigkeiten zu verwirklichen - nicht irgendeine eingebil­dete Fähigkeit, die der Erzieher als ein Konzept oder Ideal vor Augen hat. Jeder Geist des Vergleichens verhindert dieses volle Aufblühen des Individuums, sei er nun Wissenschaftler oder Gärtner. Wenn es keinen Vergleich gibt, dann steht die höchste Befähigung des Gärtners auf der gleichen Stufe wie die höchste Befähigung des Wissenschaftlers: aber wenn der Vergleich hin­einkommt, dann kommt es zu den Herabsetzungen und neidi­schen Reaktionen, die zu Konflikten zwischen den Menschen führen. Wie das Leid, so ist auch die Liebe nicht vergleichend; sie kann nicht mit der größeren oder der geringeren verglichen werden. Leid ist Leid und Liebe ist Liebe, bei den Reichen wie bei den Armen.
aus Jiddu Krishnamurti, Vollkommene Freiheit.

Mittwoch, 5. März 2008

Die Wirklichkeit Circes - damals wie heute ...

Es ist, als ob die Gruppe Ärzte mit ihrem Song Männer sind Schweine geradewegs der Insel Circes und deren Schweine-Koben dort entkommen sei, denn eine der Spezialitäten Circes war es - und dies gelang ihr auch: Männer zu Schweinen zu machen.
Der Qualität dieses Songs ist unschwer zu entnehmen, dass ihr dies auch noch heute gelingt; hier ein kleiner Auszug:

Männer sind Schweine
Frage nicht nach Sonnenschein
Ausnahmen gibt's leider keine
In jedem Mann steckt doch immer ein Schwein
Männer sind Säue
Glaube ihnen nicht ein Wort
...
Circe becircte in der Tat alle männlichen Besucher, die auf ihrer Insel Aiaia landeten und verwandelte sie bevorzugt in Schweine.
Odysseus entging diesem Schicksal nur knapp und das nur dank der Hilfe des Gottes Hermes, der ihn vorwarnte und Mittel an die Hand gab, Circes Zauber zu besiegen und seine Kameraden zu befreien.

Circe, die Tochter des Sonnengottes Helios, steht für jenen Typ Frau, auf den Männer gern in Scharen hereinfallen und im Grunde gar nicht merken, dass sie seelisch zu Schweinen degenerieren. - So wirkungsvoll ist der Zauber der Circe. - Circe stand im Übrigen die ganze Palette an Tieren zur Verfügung, wenn es um eine Verwandlung ging.

Zum einen stellt sich die Frage, warum Männer auf diesen Zauber hereinfallen, den Zauber einer Frau, die ja spürbar nicht Liebe sucht, sondern deren Ziel bis zur Degeneration und lächerlichen Preisgabe des Männlichen gehen kann, verbunden mit der Inszenierung ihres Selbst; zum anderen gilt es zu enttarnen, wie und warum sich weltweit nicht wenige Frauen immer wieder diesem Circe-Muster zwanghaft zur Verfügung stellen. Man kann beim Betreten und anschließenden Verhalten von Paaren in Lokalen zum Beispiel die interessantesten Studien treiben; manchesmal inszenieren sich beide (bestens zu studieren im Rahmen dieses Liedes - in einem Liebeslied weniger aufeinander Bezug zu nehmen und mehr auf die Selbstdarstellung zu achten, geht kaum) und suchen am wenigsten den Bezug zu dem Partner, mit dem sie eigentlich gekommen sind.
Wenn eine Circe ein Lokal betritt und das Klappern ihrer Absätze zu hören ist, fahren 80 Prozent aller Männerköpfe herum, auch von denen, die mit Frau oder Partnerin da sind - vielleicht gerade von denen :-(
Zurecht mag man sich da fragen, wie es um die meisten Beziehungen bestellt ist. Ein Mann, der seine Frau wertschätzt, fährt nicht auf eine Circe ab. 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass auch der verlorene Sohn im gleichnamigen Gleichnis der Bibel Vergleichbares erleben muss. Denn als er sein Vermögen, so entnehmen wir der Bibel, mit Prassen auf den Kopf gehauen hatte - wer weiß, vielleicht war auch hier eine Circe im Spiel, musste er sich als Schweinehirte verdingen und begehrte zu essen, was die Schweine fraßen. Hier ist der verlorene Sohn ebenso wie die Kameraden des Odysseus zwar nicht auf den Hund, aber aufs Schwein gekommen.
 
Das Schicksal von Odysseus ist das eines Mannes, der zurück möchte in die Heimat und anhand dessen, was ihm widerfährt, will es scheinen, als ob es ein Schicksal gäbe, einzig dazu geschaffen zu verhindern, dass Helden zurück in ihre Heimat finden.


Homers großer Gesang, die Odyssee, zeichnet stationenhaft die möglichen Gefahren beispielhaft nach; sie können, ja sollen eine Warnung sein für all die, welche wirklich ihre Heimat finden möchten.
Odysseus – übrigens der erste Kriegsdienstverweigerer der Geschichte; allerdings wurde er als solcher nicht anerkannt (er spielte nämlich den Verrückten, nur wurde er duchschaut) und musste mit nach Troja –
wäre ja fast schon bei den Lotophagen hängen geblieben und kein Stück weiter gekommen.

Doch das ist eine andere Geschichte, eine echte Sucht-Geschichte.

Bildqquelle: Mit freundlicher Erlaubnis von Martin Boss, dem Leiter des AERIA-Projekts