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Montag, 17. Januar 2022

Wege aus der Corona-Zeit: „Die Skelettfrau.“ Ein Märchen.

In einer seelenlosen Gesellschaft ist die Welt zu einer großen Börse geworden. Entscheidungen sind in Sekundenbruchteilen zu treffen, die Menschen bestimmen nicht mehr selbst ihr Leben, sondern die Kurse, von deren Launen die Menschen sich abhängig gemacht haben. Wie in Hans Christian Andersens Märchen „Die roten Schuhe“ tanzen dieselben, wie sie wollen und wirbeln in irrem Tanz an den Dingen vorbei, nach denen Menschen sich am meisten sehnen. Die aber stecken in ihren roten Schuhen fest und sind auf Gedeih und Verderben mit dem, was jene mit ihnen tun, verbunden. Eine Allianz des Schreckens und entfremdeten Lebens.

Glaubt ernsthaft noch jemand, mit Corona sei es anders? Auf Gedeih und Verderben sind wir von dem Virus abhängig und der macht mit uns, was er will. Vermutlich hatte er nie geglaubt, dass er so leichtes Spiel mit den Menschen hat.

Die Männer, die bei uns das Sagen haben, haben null Alternativen zu ihrem einfallslosen Handeln. Das Märchen von der Skelettfrau zeigt, wie es gehen kann. Gefunden habe ich es in Clarissa Pinkola Estés wunderbarem Buch „Die Wolfsfrau. Die Kraft der weiblichen Urinstinkte.“

Auch in Bezug auf Corona gilt Obiges? Ja, auch in Bezug auf Corona. Denn dieser Virus zeigt uns, wie krank unsere Gesellschaft wirklich ist. Nicht krank wegen des Virus. Sie war schon vorher krank, ja todkrank. Nun lässt sie sich von einem Virus durch die Gegend jagen, und er genießt es und tanzt und tanzt und tanzt und der RKI-Wieler guckt bedenklich und schon ganz krank und Lauterbach sieht mal wieder schwarz und Scholz sagt wieder mal nix und bitte, hört bitte alle zu und dass das aber wirklich jetzt klar ist: Lasst Euch boostern, dieser Weg allein gibt Sicherheit … in alle Ewigkeit …


Die Skelettfrau

Jahre vergingen, bis sich niemand mehr daran erinnern konnte, gegen welches Gesetz das arme Mädchen verstoßen hatte. Die Leute wussten nur noch, dass ihr Vater sie zur Strafe von einem Felsvorsprung ins Eismeer hinabgestoßen hatte und dass sie ertrunken war. So lag sie für eine lange Zeit am Meeresboden. Die Fische nagten ihr Fleisch bis auf die Knochen ab und fraßen ihre kohlschwarzen Augen. Blicklos und fleischlos schwebte sie unter den Eisschollen, und ihr Gerippe wurde von der Strömung um- und um- und umgedreht.

Die Fischer und Jäger der Gegend hielten sich fern von der Bucht, denn es hieß, dass der Geist der Skelettfrau dort umginge. Doch eines Tages kam ein junger Fischer aus einer fernen Gegend hergezogen, der nichts davon wusste. Er ruderte sein Kajak in die Bucht, warf seine Angel aus und wartete. Er ahnte ja nicht, dass der Haken seiner Angel sich sogleich in den Rippen des Skeletts verfing! Schon fühlte er den Zug des Gewichts und dachte voll Freude bei sich: "Oh, welch ein Glück! Jetzt habe ich einen Riesenfisch an der Angel, von dem ich mich für lange Zeit ernähren kann. Nun muss ich nicht mehr jeden Tag auf die Jagd gehen."

Das Skelett bäumte sich wie wild unter dem Wasser auf und versuchte freizukommen, aber je mehr es sich aufbäumte und wehrte, desto unentrinnbarer verstrickte es sich in der langen Angelleine des ahnungslosen Fischers.

Das Boot schwankte bedrohlich im aufgewühlten Meer, fast wäre der Fischer über Bord gegangen, aber er zog mit aller Kraft an seiner Angel, er zog und ließ nicht los und hievte das Skelett aus dem Meer empor . "Iii, aiii", schrie der Mann, und sein Herz rutschte ihm in die Hose, als er sah, was dort zappelnd an seiner Leine hing.

"Aiii" und "igitt" schrie er beim Anblick der klappernden, mit Muscheln und allerlei Getier bewachsenen Skelettgestalt. Er versetzte dem Scheusal einen Hieb mit seinem Paddel und ruderte, so schnell er es im wilden Gewässer vermochte, an das Meeresufer. Aber das Skelett hing weiterhin an seiner Angelleine, und da der Fischer seine kostbare Angel nicht loslassen wollte, folgte ihm das Skelett, wohin er auch rannte: über das Eis und den Schnee; über Erhebungen und durch Vertiefungen folgte ihm die Skelettfrau mit ihrem entsetzlich klappernden Totengebein.

"Weg mit dir", schrie der Fischer und rannte in seiner Angst geradewegs über einige frische Fische, die jemand dort zum Trocknen in die Sonne gelegt hatte. Die Skelettfrau packte ein paar dieser Fische, während sie hinter dem Mann hergeschleift wurde, und steckte sie sich in den Mund, denn sie hatte lange keine Menschenspeisen mehr zu sich genommen.

Und dann war der Fischer bei seinem Iglu angekommen. In Windeseile kroch er in sein Schneehaus hinein und sank auf das Nachtlager, wo er sich keuchend und stöhnend von dem Schrecken erholte und den Göttern dankte, dass er dem Verderben noch einmal entronnen war. Im Iglu herrschte vollkommene Finsternis, und so kann man sich vorstellen, was der Fischer empfand, als er seine Öllampe anzündete und nicht weit von sich in einer Ecke der Hütte einen völlig durcheinander geratenen Knochenhaufen liegen sah. Ein Knie der Skelettfrau steckte in den Rippen ihres Brustkorbs, das andere Bein war um ihre Schultern verdreht, und so lag sie da, in seine Angelleine verstrickt.

Was dann über ihn kam und ihn veranlasste, die Knochen zu entwirren und alles vorsichtig an die rechte Stelle zu rücken, wusste der Fischer selbst nicht. Vielleicht lag es an der Einsamkeit seiner langen Nächte, und vielleicht war es auch nur das warme Licht seiner Öllampe, in dem der Totenkopf nicht mehr ganz so grässlich aussah - aber der Fischer empfand plötzlich Mitleid mit dem Gerippe.

"Na, na, na", murmelte er leise vor sich hin und verbrachte die halbe Nacht damit, alle Knochen der Skelettfrau behutsam zu entwirren, sie ordentlich zurechtzurücken und sie schließlich sogar in warme Felle zu kleiden, damit sie nicht fror. Danach schlief der Gute erschöpft ein, und während er dalag und träumte, rann eine helle Träne über seine Wange. Dies aber sah die Skelettfrau und kroch heimlich an seine Seite, brachte ihren Mund an die Wange des Mannes und trank die eine Träne, die für sie wie ein Strom war, dessen Wasser den Durst eines ganzen Lebens löscht.

Sie trank und trank, bis ihr Durst gestillt war, und dann ergriff sie das Herz des Mannes. das ebenmäßig und ruhig in seiner Brust klopfte. Sie ergriff das Herz, trommelte mit ihren kalten Knochenhänden darauf und sang ein Lied dazu.

„Oh, Fleisch, Fleisch, Fleisch“, sang die Skelettfrau. „Oh, Haut, Haut, Haut.“ Und je länger sie sang, desto mehr Fleisch und Haut legte sich auf ihre Knochen. Sie sang für alles, was ihr Körper brauchte, für einen dichten Haarschopf und kohlschwarze Augen, eine gute Nase und feine Ohren, für breite Hüften, starke Hände, viele Fettpolster überall und warme, große Brüste. Und als sie damit fertig war, sang sie die Kleider des Mannes von seinem Leib und kroch zu ihm unter die Decke. Sie gab ihm die mächtige Trommel seines Herzens zurück und schmiegte sich an ihn, Haut an lebendige Haut. So erwachten die beiden, eng umschlungen. Fest aneinander geklammert. Die Leute sagen, dass die beiden von diesem Tag an nie Mangel leiden mussten, weil sie von den Freunden der Frau im Wasser, den Geschöpfen des Meeres. ernährt und beschützt wurden. So sagt man bei uns, und viele unserer Leute glauben es heute noch.


Dieser junge Fischer hält sich nicht an die üblichen Regeln und was schon immer so gemacht wird. Manchmal tut man etwas unbewusst, man kann aber auch ganz bewusst mal etwas ausprobieren, anders tun, für das Ende von Blockaden sorgen, die ein Leben lang ansonsten existent sein können.

Kein Zufall, was der junge Fischer da an Land zieht. Es ist ein skelletiertes Weibliches. Was einst so voller Lebenssaft und Freude war, hat nicht einmal mehr Augen, keine Haut mehr, nur noch Knochen.

Es ist so wie im Leben der Menschen: Der Tod hat sich vom Leben getrennt, beide existieren für sich, beide haben nichts mehr voneinander mit der Folge, dass ein Teil im Grunde gar nicht mehr existiert, der andere aber panisch reagiert, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht (wo doch, wie sich herausstellt, Leben einziehen will). Wie wehrt er sich, sich nicht ändern zu müssen, alles beim Alten bleiben zu lassen.

Gut, dass das Skelett nicht wirklich tot ist.

Jene Teile in uns, die sich von uns getrennt haben und kein Leben mehr haben, sind nicht wirklich tot. Auch der Gralskönig ist nicht wirklich tot, nur todkrank und die sogenannte Mitleidsfrage des Parzival kann ihn von der tödlichen Krankheit erlösen.

Mitfühlen ist notwendig, denn ohne es zu wissen, fühlen wir mit etwas Wichtigem in uns selbst mit. Parzival erlöst im Grunde mit seiner einfachen Frage: „Oheim, was ist mit Dir?“ seine alte Natur, die überholt ist, todkrank. Sie darf gehen.

Auch der junge Fischer hat ein Herz, das fühlt

Etwas Neues darf entstehen. Wir wissen es: das Weibliche wird wieder singen. Diese Töne werden die Welt der beiden verändern.

Im Märchen geht es auch um das Auflösen der Grenze zwischen Tod und Leben, eine Grenze, die all unsere Kräfte lahmlegen kann; das Glück des jungen Fischers aber hat hier auch und gerade mit dem Weiblichen der Menschheit zu tun. Wo es von den alten ideenlosen Männern fortgejagt worden ist, die herrschen und ihre Macht festigen, indem sie Menschen in Leblosigkeit zwingen, stirbt Leben ab. Wir brauchen uns nur umblicken.

Man mag es nicht glauben, was im Märchen abgeht und was auch in unseren Leben abgehen könnte … wenn wir dem Weiblichen die Möglichkeit geben, sich zu entfalten, zu singen.

Möglich ist es, nur müsste man, was wie tot erscheint, neu ordnen, sich überhaupt ihm zuwenden und schauen, zu was es in der Lage ist: Wir würden staunen …

Wenn wir aber immer das Übliche tun und das, was alte - auch eben geistig verbrauchte und einfallslose Männer uns vorschreiben, dann entgehen uns feine Ohren, breite Hüften, starke Hände, viele Fettpolster überall und warme, große Brüste.

Manche leben ihr Leben lang in Wirklichkeit mit einem Skelett, wie es unter Wasser, also unbewusst, in ihnen lebt, sie aber regiert.

Ich persönlich bin eher für breite Hüften, starke Hände, warme, große Brüste …

Wir müssten halt das skelettierte Weibliche an Land ziehen …

Die ganzen alten Männer (die so alt sind wie die älteren Brüder im Märchen, die in Wirklichkeit nichts auf die Reihe kriegen) und all die männlichen Frauen, die von ihrer lebendigen Weiblichkeit in Wahrheit nichts wissen, tun es nicht …

Freitag, 14. Januar 2022

BIS ZU 38 PROZENT ALLER ERWACHSENEN FRAUEN IN DEN USA WURDEN ALS KINDER MISSBRAUCHT.

Diese Zahl, die auf eine Untersuchung von Dr. Gloria Bachmann zurückgeht, erschreckt doch auch den ein oder anderen Mann, zumal die letzten Skandale in Deutschland haben deutlich werden lassen, dass ziemlich sicher in unserer engeren Nachbarschaft mindestens ein Computer - in der Regel ist sein Besitzer ein Mann - mit kinderpornographischen Bildern gesättigt ist, ein Tatbestand, der auf unendliches Leid verweist.

Etwas in unseren Gesellschaftssystemen läuft seit langem aus dem Ruder - und es wird in einem unerklärlichen Ausmaß toleriert. Diejenigen, die aktiv etwas ändern könnten, widmen sich mit einem Wahnsinns-Engagement der Corona-Bekämpfung, aber das Leid der Kinder dauert schon viel länger an und ist ungleich größer - in den USA betrifft es über 50 Millionen Kinder bzw. Frauen der derzeitigen Bevölkerung, Frauen, die ihr Leben lang unter vergangenen Geschehnissen leiden - mehr als jede dritte ist betroffen.
Man mag die Worte von Christiane Northrup im Rahmen ihres Buches „Frauenkörper. Frauenweisheit“ für übertrieben halten:
In unserer Kultur wird Mädchen früh vermittelt, dass sie sich ständig für ihre Existenz, ihren Körper und ihre Weiblichkeit entschuldigen müssen.
Wie ebenso den Satz von Anne Wilson Schaef:
„die Tatsache, als Frau geboren zu sein, ist die Erbsünde, die sich mit guten Werten nicht ablösen lässt“.
Das scheint überholt. Die Zahlen aber sprechen eine andere Sprache.
Die Tatsache, dass nicht wenige Frauen sich heutzutage zu inszenieren wissen, bedeutet ja nicht, dass sie wirklich Frau sind, in ihrer Mitte und glücklich. Wenn man genau hinschaut, sind sie nur das geduldete Parallelprogramm zu einer männlichen Welt, die sich gerade in Corona-Zeiten, wie ich an anderer Stelle ausgeführt habe, in ihrer Zwanghaftigkeit und Kontrollwut hemmungslos auslebt und Frauen braucht, die dieses Spiel mitmachen, indem sie an sich vorbeileben.
Christiane Northrup schreibt, dass sie erst in ihrer medizinischen Praxis erlebt hat, wie verbreitet Missbrauch und Misshandlung von Frauen sind,, ob offen oder verdeckt und sie vermutet, dass weit mehr Frauen als 38 % in Wirklichkeit betroffen sind.
Es hilft uns jedoch nicht weiter, Männern die Schuld zuzuweisen, zumal immer mehr Frauen gern in dieser Welt den Mann geben.
Menschen und Männer müssen Frauen und dem Weiblichen den Wert zurückgeben, der ihnen und ihm zusteht. Und es muss in den Schulen beginnen, Mädchen und Frauen ihr Recht auf Würde und Wert zu vermitteln. Ein Recht, das ihnen ein Leben lang bleibt.

Wenn das der Fall ist, kann das Weibliche auf der Erde wieder Platz finden.
Das könnte und würde gewaltig viel verändern.

Donnerstag, 6. Januar 2022

EINE ALLIANZ FÜR DAS LEBEN!

Heute in den Nachrichten die Expertenmeinung: Omikron ist keine Welle, es ist eine Wand!

Die Wirkung des Virus basiert auf Angst. Das dämmert immer mehr Menschen. Nach zwei Jahren Angstschüren spüren mehr und mehr Menschen, dass Leben mit der Angst Normalzustand werden könnte.
Wer noch halbwegs gesund ist, beginnt sich zu wehren bzw. sieht sich in seiner Haltung bestätigt, dem Virus entgegenzutreten, nicht, sich von ihm durch die Gegend treiben zu lassen.

Nach wie vor spricht kein Politiker von Vertrauen und Mut, vom Vertrauen, dass ein gesunder Geist der beste Schutz ist und dass man Leben mit Mut meistert.

Welche unselige Allianz sind Politiker und Wissenschaftler eingegangen!

Wessen wir bedürfen ist eine Allianz für das Leben!
Vor solch einer Allianz hätte der Virus Angst.
Und all die, deren Macht auf Angst basiert.
Weshalb sie umso eifriger die Angst schüren und mit immer neuen Ideen das Virusthema im Mittelpunkt des Lebens zu halten suchen.

Spürbar ist jedoch, dass mehr Menschen umzudenken beginnen.

Dienstag, 4. Januar 2022

IN WAHRHEIT GIBT ES KEINE FEHLER ? - ES GIBT ABER DOCH EINEN ORT, AN DEM ALLE FEHLER ENTSTEHEN ... …

Das „Gefühl der Begrenztheit ist der Ort, an dem alle Fehler entstehen.“

Dieser Satz stammt aus dem Buch „Ein Kurs in Wundern“ und bezieht sich auf das Thema „Die Berichtigung von Fehlern“ (dort S. 121). Wer dieses Kapitel studiert und ggf. auch noch das Folgende - „Der Vergebungsplan des HEILIGEN GEISTES“ -, dem könnte bewusst werden, dass er bisher falsch gelebt hat.
Wer aber so denkt und sich dann auch noch bemerkenswert bewusst vorkommt, fährt genau damit fort, falsch zu leben.
Warum das so ist, das gilt es zu verstehen.
(Text der Kapitel > https://bit.ly/3FXTwuh).

Für die meisten unter uns, mich eingeschlossen, erfordern die Aussagen in diesem Buch ein radikales Umdenken im Umgang mit den Fehlern anderer - und den eigenen. Fehler resultieren ja aus einem Getrenntsein von Gott und seiner Stimme, dem Heiligen Geist. Getrenntsein von Gott bedeutet, im Ego zu sein, im von Gott getrennten Ich, das nichts zu tun hat mit jenem I-CH, das manchem Vorbild ist, Jesus Christus, dem unsere Sprache in der 1. Person des Personalpronomens ein heiliges Denk-Mal gesetzt hat, etwas, was allenthalben verschwiegen wird.

"DIR SIND DEINE SÜNDEN VERGEBEN! -
STEHE AUF UND WANDLE!"

Dies ist ein Satz, den Jesus unter anderem zu einem Gelähmten und in vergeichbarer Weise zu dem Kranken am Teich von Bethesda gesprochen hat. Die ganze Bedeutung seiner Dimension wird deutlich, wenn man sich bewusst macht, dass Jesus nicht sagt: ´Mach bitte eine Therapie!´ oder ´Dein Weg zurück wird schwer bei Deinem Karma!´
Nein, er sagt im Grunde: ´Es ist auf der Stelle alles gut! Steh auf!´- Und er sagt das, weil der Mann sofort gesund, ja heil ist.
Auf der Ebene, auf der Jesu heilt, gibt es kein Getrenntsein mehr. Es gibt nur Heilung.


Im Gegensatz dazu steht unsere oft gutgmeinte Fehlerkorrektur anderen gegenüber.
Wenn wir deren Fehler korrigieren, können wir das nur tun, wenn wir selbst in unserem Ego sind, denn nur da ist der Ort, wo wir sie wahrnehmen; deshalb aber eben verbleiben sie auch.
Jesus geht aus gutem Grund radikal anders vor. Er beschäftigt sich nicht mit den Fehlern. Er ermöglicht ein anderes Bewusstsein, ein heiles Bewusstsein
Und ein bemerkenswerter Punkt ist, dass der Heilige Geist, die Stimme Gottes, diese Fehler nicht wahrnimmt, wie wir dem Auszug aus "Ein Kurs in Wundern" entnehmen (https://bit.ly/32OEM2C). Ja, er versucht gar nicht, Fehler zu verstehen. Warum auf die Ebene des Getrenntseins gehen und glauben, man tue einem anderen einen Gefallen damit?
Ein zentraler Satz aus diesem Kapitel ist:

„In irgend jemandem Fehler wahrzunehmen und auf sie so zu reagieren, als wären sie wirklich, heißt, sie für dich wirklich zu machen. Du wirst unausweichlich den Preis dafür zahlen müssen - nicht, weil du dafür bestraft wirst, sondern weil du dem falschen Führer folgst und daher deinen Weg verlieren wirst.“

Man zahlt den Preis! Der Preis ist bitter und bedeutet eine Verfestigung des Getrenntseins vom Göttlichen, unserer Heimat.

Die Alternative ist, sich nicht auf die eigenen Fehler und die des Anderen einzulassen, denn der Heilige Geist versteht diese Fehler nicht, weil er kein Interesse hat, sie zu verstehen. Es ist nicht seine Ebene. Er geht nicht aus falscher Barmherzigkeit auf die Ego-Ebene, um ein armes Menschlein zu verstehen. Wenn man sich auf die Ebene der Fehler einlässt, verleiht man ihnen Wirklichkeit.

Wir aber sind gehalten, der göttlichen Wahrheit Wirklichkeit zu verleihen. 
Was also tun?
Auf die STIMME zu hören.

ERKENNE, WER DU BIST! ERKENNE DICH SELBST, DEIN SELBST!


Der folgende Hinweis mag für den ein oder anderen inakzeptabel und der falsche Weg sein. Goethe hat ihn allerdings auch geteilt:
„Sieh also über Fehler hinweg und lass deine Wahrnehmung nicht darauf ruhen, denn du wirst glauben, was deine Wahrnehmung enthält. Nimm nur das als wahr an, was dein Bruder ist, wenn du dich selbst erkennen möchtest. Nimm wahr, was er nicht ist, und du kannst nicht erkennen, was du bist, weil du ihn falsch siehst. Denk immer daran, dass ihr eure IDENTITÄT miteinander teilt und dass SIE miteinander zu teilen IHRE Wirklichkeit ist.“

Wahrzunehmen, was mein Bruder ist, bedeutet, ihn in seiner göttlichen Vollkommenheit zu sehen; dann, wenn ich das tue, erkenne ich mich selbst. Ich erkenne mich in ihm.

Goethe hat das in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" folgendermaßen in Worte gegossen:
„Wenn wir die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“
PS Die Erkenntnisse der Psychologie und alle möglichen Verfahren, die uns bewusster leben lassen wollen und oft auch dazu geführt haben, sind nicht sinnlos. Viele von denen, die die Zeilen aus "Ein Kurs in Wundern" lesen, haben dies an sich erlebt.
Jeder hat seinen eigenen Weg bis zu dem Punkt, an dem er auf dieses im Buch geoffenbarte Bewusstsein trifft. Vielleicht ist es genau dieser Weg, der dazu führt, dass man erkennt: Was in dem ´Kurs in Wundern vorgeschlagen wird, ist möglich und in Wahrheit konkret befreiend!





Sonntag, 26. Dezember 2021

EIN ORATORIUM FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag habe ich auf MDR die Aufzeichnung des Weihnachtsoratoriums aus dem Jahre 2019 gesehen, ich glaube, es war eine Aufnahme aus der Thomaskirche in Leipzig. Als ich einschaltete, sangen gerade die 10-11-jährigen Jungen eine Sopranpassage und es war für mich unglaublich eindrucksvoll, die Schönheit dieser Kinder wahrzunehmen: Jeder sah auf seine Weise eigenartig einzigartig aus und ganz besonders und jeder sang auf seine Weise seinen Part hingebungs- und seelenvoll, zutiefst innig. Und auch die jungen Männer, die sich anschlossen und ihre Tenor-und Baritonpartie sangen, ließen mich denken, dass unter ihnen möglicherweise Menschen sind, die die Geschicke unseres Landes in der Zukunft bestimmen und ich dachte bei mir: Wenn sie es sind, die es tun, ist mir nicht bange, denn die da sangen wirkten auf mich wie große (und, um es spirituell auszudrücken: alte Seelen, reife alte Seelen - denn es gibt auch solche, die alt und ohne Moral sind, wie wir alle bestens wissen).


Mir kam im Verlauf des Oratoriums der Gedanke, dass sich in dieser Sphäre kein Virus halten kann; bei all jenen, die ich singen und ihre Instrumente spielen sah, hatte ich den Eindruck, als ob ihre Seelen ganz aufgerichtet seien und frei von jeder Gefahr, von einem Virus befallen zu werden. - Und so mag es auch den Zuhörern gegangen sein und heute noch gehen.
Und ich dachte bei mir, wie gut es wäre, wenn ganz Deutschland diese wunderbare Musik hören könnte, die die Seelen reinigt und heiligt. Das ist einfach spürbar, wenn man dieses große Werk Bachs hört, wie gut es der Seele tut. Von Händels „Hallelujah“ sagt man, dass immer, wenn es auf der Erde gesungen werde, auch im Himmel ein Engelchor mitsinge. Ich für mich weiß, dass das stimmt. Diese Musik ist magisch und verbindet Himmel und Erde. Und Gleiches gilt auch bezüglich des Weihnachtsoratioriums.
Was für ein Gefühl, wenn der Choral „Ich steh an deiner Krippen hier“ ertönt …
Was würde mit einem Volk und seiner Gesundheit geschehen, wenn, statt der ständigen Corona-Beschallung, die Seelen von solcher Musik berührt würden!


Ich behaupte, jeder Politiker weiß tief in seinem Inneren, dass wahr ist, dass nämlich eine wundersame Heilung stattfände. Vor allem, wenn dies regelmäßig geschähe.
Ich glaube übrigens auch, dass dieses Bewusstsein sich wieder einstellt, denn offensichtlich ist doch, dass Corona sich nicht eindämmen lässt, selbst im Rahmen solcher Populationen nicht, die eine höhere Impfrate haben als wir in Deutschland. Wir werden, wenn wir und die Welt so weitermachen, von einer Welle in eine nächste torkeln und immer wird man uns sagen: Wir müssen Erfahrungen sammeln, denn keiner weiß im Moment genau, was geschieht. Und wenn die nächste Mutation kommt, wird der Impfstoff wieder angepasst werden müssen, es wird zum fünften Mal unbedingt geboostert werden müssen und immer noch werden jene schuld sein, die sich nicht haben impfen lassen.
Ich wünsche mir sehr, dass bei uns wieder Menschen das Sagen haben und eine Stimme erhalten, die wissen, was den Seelen wirklich gut tut, was sie brauchen, um körperlich wie seelisch genesen bzw. gesund bleiben zu können.
Halten wir unsere Seelen frei von der ständigen Corona-Beschallung, damit wir uns für eine wahre Heilung einsetzen können!
(Foto Simon Riedel)




Samstag, 25. Dezember 2021

DIE GEBURT JESU AUS DER PERSPEKTIVE DES CHRISTUS

Ich möchte das als sehr waghalsiges Unterfangen bezeichnen, zu versuchen, sich in Christus hineinzuversetzen, wie er die Geburt eines Menschen anschaut bzw. an ihr teilnimmt, eines Menschen, in den er knapp 30 Jahre später inkarnieren wird. In der Schilderung der Jordantaufe, als Johannes der Täufer den Menschen Jesus taufte und eine der höchsten Gottheiten des Kosmos in einen menschlichen Leib einzog - übrigens erst kurz vor Golgatha zur Gänze (weil es ein so schmerzhafter Prozess war) - wird dieses Geschehen angedeutet.

Mir war als Kind und Jugendlicher in meinem ach so tief-religiösen Elternhaus nie klar, warum man mal Jesus, mal Christus, mal Jesus Christus sagte. Nachgefragt habe ich seltsamerweise auch nicht. Heute denke ich, dass ich es weiß und in meiner Vorstellung umschwebt der Geist Christi die Erde und kommt immer dann in ganz besonderer Weise auf sie, wenn ein Mensch sich ganz intensiv mit ihm zu verbinden vermag. Er mag dann erkennen, dass Christus in der Geistigen Welt DIE dirigierende Kraft ist. Allerdings, so betont Rudolf Steiner in seinem Werk „Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt“: „Der Christus ist eine so gewaltige Wesenheit, daß sie selbst für das höchste hellseherische Bewußtsein unerfaßlich bleibt. Wie hoch sich der Initiierte [der Eingeweihte also] auch erheben mag, er begreift nur einen geringen Teil von ihm.“
Auf diesem Hintergrund möchte man meinen Versuch, sich diese Gottheit vorzustellen, wie sie mit der Geburt des Jesus umgeht, fast als anmaßend ansehen; aber es ist auch ein Versuch der Annäherung an diese große Gottheit, denn für mich ist auch klar, dass der Stall zu Bethlehem einer der geschütztesten Orte war, die jemals auf der Erde existierten. Es muss für all die Menschen, die Eltern, die Hirten und Tiere eine unfassbare Atmosphäre geherrscht haben und ein ganz, ganz schwacher Abglanz ist zu spüren, wenn man an Heilig Abend auf den Balkon tritt oder sich aus dem Fenster beugt und wahrnimmt, dass in der Luft etwas ganz anders ist als sonst, dass man einen Frieden spürt, wie man ihn manchmal auch an einem Sonntagmorgen empfinden kann.
An den Grenzen dieses so beschützten Bethlehem-Raumes - und er mag weit über den Stall hinausgegangen sein - krümmt sich übrigens der Virus samt aller zukünftiger Mutationen wie ein Wurm. Eben auch heute, wenn Menschen diesen geistigen Raum erschaffen.
Hier hat er keinen Zutritt und mag sich sättigen an all den Epidemiologen, Virologen und jenen, die er fest im Griff hat. Es ist das keine Schande, in seinem Griff zu sein und sich mit der vierten und diversen weiteren Wellen auseinanderzusetzen - es ist einfach dies die Realität unserer Erde.
Nur dass ich nicht eine Stimme gehört habe, die darauf hinweist, dass der Geist von Weihnachten, wo er zugegen ist, coronafreie Räume schafft, das macht betroffen.
Natürlich hängt das auch damit zusammen, dass in so vielen Kirchengemeinden die Gottesdienstteilnehmer sich den Virus zugesungen haben. Das macht deutlich, dass tausendmal Gott im Monat zu sagen, nicht diese Sphäre schafft, sondern der Weg dorthin ein riskanter und schwieriger ist. Und auf diesem Weg ist man nicht einmal vor dem Tod geschützt. Nur macht jeder Meter, den man auf diesem Weg zurücklegt den sogenannten Tod zu einer Geburt; mir ist deshalb dieser Weg jedes Risiko wert.
Jedenfalls war meine Vorstellung von Christus und seiner Gegenwart um Bethlehem und so nah bei Maria und Joseph und dem Kind ein für mich in Ansätzen seltsam-bemerkenswertes und auch mit einem heimeligen Gefühl verbundenes Unterfangen und nächstes Jahr werde ich mir mehr Zeit nehmen, mich darin einzufühlen.

Vielleicht macht jemand mit und wir tauschen uns aus.
(Bildquelle pisaba.com)