Wenn Mann und Frau sich in Liebe vereinen, bringt das die Frau dazu, ihren Magnetischen Boden zu öffnen. Was wir im „Manuskript der Magdalena“ lesen können, vermittelt auch dieses Video. Wir lesen und hören weiterhin, dass im Herzen, im Verstand und in der Körperweisheit des Weiblichen einige der größten Geheimnisse und Kräfte ruhen, die darauf warten entdeckt zu werden. Und sie offenbaren sich alle durch die gegenseitige Berührung!
Zugleich erfahren wir, dass das solare Prinzip - damit auch der Mann - sich von dem lunaren Prinzip bedroht fühlt. Und das, wo doch die männliche Schlange, die entlang unserer Wirbelsäule aufsteigen will, golden ist, die weibliche aber, links der Wirbelsäule, schwarz. Offensichtlich hat Nacht Macht …
Mit Maria Magdalena sind wir in der Lage, einen neuen Blick auf die Bedeutung der Sexualität im Leben der Menschen zu werfen. Wir erfahren, dass wir durch sie auf ungeahnte Weise unser Bewusstsein entwickeln können. Und erstaunlich ist, dass Rudolf Steiner das bestätigt und als Ziel dieser Entwicklung Christus benennt. Erstaunlich deshalb, weil in der gesamten anthroposophischen Bewegung darüber nicht gesprochen wird. Seltsam …
Mit diesem Video möchte ich auch Menschen ansprechen, die alleine leben oder in einer Beziehung, in der Sexualität keine große Bedeutung hat. Denn mit Hilfe der Übungen, auf die ich im ersten Video zum Thema der Spirituellen Sexualität hingewiesen habe, sind wir in der Lage, die beiden Schlangen rechts und links unserer Wirbelsäule zu veranlassen, sich weiter nach oben zu bewegen, damit die Kraft unseres Ätherleibes zu stärken und uns immer tiefer unserem inneren Heiligtum zu nähern, dem Christus in uns.
Politik und Gesellschaft, Idee und Wirklichkeit, Ethik und Religion, Spiritualität und Mythologie, Literatur und Kunst: Das sind die Felder, die mich immer wieder zu Beiträgen bewegen.
Seiten
Donnerstag, 25. Dezember 2025
Wenn sich der Magnetische Boden der Frau öffnet ... – Was spirituelle Sexualität ermöglicht .
Samstag, 13. Dezember 2025
Wahre Weiblichkeit und die Ängste einer dekadenten Männlichkeit, wie sie zunehmend deutlicher zutage treten.
Wahre Weiblichkeit steht in Zusammenhang mit der Finsternis, die existierte, bevor Gott in der Schöpfungsgeschichte sprach: „Es werde Licht.“
Das ursprüngliche Geschlecht ist das Weibliche.“, um bei anderer Gelegenheit zu äußern:Damit nimmt er u.a. Bezug auf obige Stelle der Genesis. Die wenigsten vermuten, dass wir schon hier zu Beginn der Bibel Ursprünge der männlich-weiblichen Polarität finden und damit eine große noch so wenig verstandene Wahrheit in Bezug auf die Wirklichkeit unseres Lebens.
“In Wahrheit ist das Männliche und das Weibliche nur ein Spezialfall für eine viel höhere Zweiheit. (GA 89, S. 289).
Wenn Maria Magdalena in Tom Kenyons Das Manuskript der Magdalena feststellt - ich habe dies in dem hier verlinkten Video angesprochen:
Aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht.so bezieht sie sich mit dieser Aussage auch auf die Angst vieler Männer vor einer Weiblichkeit, der sie sich - meist unbewusst - nicht gewachsen fühlen. Welcher Mann gibt gern zu, dass er sich fürchtet vor der Dunkelheit, vor dem Feuchten und einer Furcht, die sich zum Teil auch äußert in der klammheimlichen Angst vieler Männer vor der Vagina.
Die Gründe für die männliche Angst - dabei dürfen doch ausgerechnet Männer eigentlich nicht ängstlich sein, räusper, räisper - liegen in dem Verlust um das Wissen, dass sie aus der Finsternis geboren sind. Weil sie darum nicht mehr wissen, tritt ihnen diese Finsternis furchterregend gegenüber; sie fangen mit ihr nichts an, zumal sie doch strahlendes Licht sind, zumindest sich so vorkommen.
In dieser Angst liegt auch die Ursache für die Machtgier und Kontrollwut des dekadenten Männlichen in unserer Zeit. Ein Putin macht ein ganzes Land, Russland, zu einem Gefängnis, in dem er der Gefängnisaufseher ist. Insassen, die nicht spuren, fliegen gegebenfalls aus dem Fenster, werden vergiftet oder finden sich in Arbeitslagern wieder. Staaten, die Formen der Freiheit kennen, werden bekämpft. Dasselbe Spiel treibt ein Trump ungleich dilettantischer in den USA. Außenpolitisch spielt er den Friedensengel - sieht man einmal von Venezuela ab; nach innen soll seine Art von Frieden, wenn es nach ihm geht, allerdings nur Totenstille bedeuten für alle, die ihn durchschauen und kritisieren, es sei denn, sie schleimen ihn an, dann dürfen sie reden. In Variationen findet sich dieses männlich tödliche Spiel meist in etwas abgeschwächter Form auf der ganzen Welt (Erdogan, Orban, Kim Jong-un, Xi Jinpin …).
Unter anderem in der Sexualmagie der Isis, in die Maria Magdalena eingeweiht war und die sie mit Jesus bis zu dessen Tod praktizierte, auch um seinen Ka-Leib, seinen Ätherleib zu stärken für die große Herausforderung seines Lebens, finden wir nicht von ungefähr eine schwarze - die weibliche lunare - Schlange links der Wirbelsäule und auf der rechten Seite die goldene, solare (siehe Video - 28. November).
Frauen, die obigen Hintergrund nicht blicken, sind gegebenenfalls entsetzt über die Tatsache, dass ausgerechnet dem Weiblichen schwarz zugeordnet wird, und Männer fühlen sich dann bestätigt, dass dem Männlichen das Gold zukommt.
Doch die Finsternis - im Hebräischen wird sie mit Tohuwabohu (tōhū wā-ḇōhū - wüst und leer) bezeichnet, die Griechen nannten sie dann Chaos - ist so wertvoll wie das Licht.
Wir leben in einer Zeit, in der das dekadente Männliche für viele Menschen immer offensichtlicher sein wahres Gesicht zeigt und durchschaut wird. Damit einher geht, dass bei zunehmend mehr Menschen sowohl die schwarze als auch die goldene Schlange entlang ihrer Wirbelsäule aufsteigen und wenn dies mit einer charakterlichen und moralischen Läuterung, einer Reinigung ihres Astral- und Ätherleibes einhergeht, wird es diesmal nicht enden wie in Atlantis, sondern es wird die Geburt eines neuen Bewusstseins stattfinden, das die "Offenbarung des Johannes" in deren 21. Kapitel das „Neue Jerusalem“ nennt.
Der Grund, warum ich in meinem 2. Video zum Thema der Spirituellen Sexualität, das ich in den nächsten Tagen fertigstellen zu können hoffe, von wahrer Weiblichkeit spreche und nicht nur von Weiblichkeit, liegt darin, dass unsere Erde nicht nur überladen ist mit einer dekadenten Männlichkeit, sondern auch um wahre Weiblichkeit kaum mehr weiß.
Wahre Weiblichkeit ist eine Weise göttlichen Seins, wie sie in diesen Tagen zunehmend auf unsere Erde zurückkehrt; nie hatte sie die Erde wirklich verlassen - Wesen wie Hathor, Isis und Maria waren immer anwesend gewesen -, doch sie war aus dem Bewusstsein vieler Menschen entschwunden und Frauen, die in der Politik tätig sind, dokumentieren gerade heute die Degeneration des Weiblichen, indem sie glauben, weiblich sein bedeute, männlich dekadentes Verhalten besonders perfekt zu praktizieren (man nehme beispielsweise die sich in ihrer stimmlichen Wirklichkeit verbergende seelische Verfassung einer Alice Weidel wahr oder den Tonfall einer Julia Klöckner, mit dem sie ihr Amt führt ...)
Doch wir dürfen in unseren Tagen eine Rückkehr des Madonnenbewusstseins erleben, wie es Raphael mit seiner Sixtinischen Madonna ankündigte und Goethe mit seinem Verweis am Ende des "Faust“ auf das Ewig-Weibliche.
Diesem Weiblichen dürfen wir in der Dunkelheit der Weihnachtstage gerade in diesem Jahr besonders intensiv begegnen.
Mittwoch, 26. November 2025
Bewusstseinsentwicklung mittels spiritueller Sexualität
Freitag, 14. November 2025
Bäume umarmen dich wie eine Mutter ...
Freitag, 7. November 2025
"Wir sehen überall Anzeichen dafür, dass das Licht in größerem Maße zur Menschheit kommt.
Solange nicht Mann und Frau in vollkommener Partnerschaft leben und jeder seine Rolle in der Fortentwicklung der Menschheit spielt, kann kein wirklicher Fortschritt stattfinden. Mit dem Erscheinen des weiblichen Aspektes und der Ausgewogenheit des Lebens wird ein großer Fortschritt auf der Erde die Folge sein. Es muss Gleichheit herrschen, geistige (spirituelle) Gleichheit, mentale Gleichheit; zwischen Mann und Frau müssen gegenseitiger Respekt und wahre Partnerschaft gelebt werden. Diese neue Situation wird viel derzeit noch bestehendes Unrecht mildern.
(...)
Die Seele einer jeden lebenden Frau drückt Weisheit aus, und jede männliche Seele Kraft oder Willen. Die Vervollkommnung des menschlichen Lebens ist dann vollendet, wenn die Liebe in jeder Seele so vollkommen ist, dass es keine Trennung gibt. Dann sind die Zwei wie Eins. Wenn sie es so wünschen, werden sie als getrennte Einheiten wirken, aber als Einheiten, die verschmelzen und sich selbst zu Einem vervollkommnen können, in dem sie alle Selbstsucht verlieren und in die unendliche Liebe Gottes eintauchen."
PS: White Eagle ist ein geistlicher Lehrer, dessen Gedanken und Worte durch das Medium Grace Cooke, mit der er in vielen Leben verbunden war, übermittelt wurden.
White Eagles letzte Inkarnation liegt wohl 450 Jahre zurück. Damals war er, wie Grace Cooke seinen Hinweisen entnehmen konnte, der Mohawk-Sachem Hiawatha, also der Friedenshäuptling eines zu den Irokesen gehörigen Stammes. Unter den Indianern genoss er eine unglaublich große Verehrung; dadurch konnte er maßgeblich zur Gründung des Bundes der Irokesen beitragen, der die internen schrecklich blutigen Auseinandersetzungen beenden sollte.
Seine durch Grace Cooke übermittelten Schriften sind geprägt von einer einfachen, schlichten Sprache und genauso einfach und zugleich wertvoll ist die vermittelte Wahrheit. Zahlreiche Bücher sind von ihm erschienen, u.a. "Geistige Jahreszeiten" und "Das große White Eagle Heilungsbuch" ...
Dienstag, 14. Oktober 2025
Das weibliche Prinzip - ein dunkler, feuchter Abgrund ...
(..) aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht. Doch durch die Vereinigung von Sonne und Mond, durch die Vereinigung des maskulinen und des femininen Prinzips, im Gleichgewicht und energetisch ausgeglichen, kann wahre Erleuchtung erreicht werden. („Das Manuskript der Magdalena“)
Ist es die Angst vor dem abgründig Dunklen, Feuchten, warum mehr Männer, als man annehmen möchte, Angst vor dem Weiblichen, Angst vor der weiblichen Sexualität haben, auch wenn sie ganz anders tun … (vgl. "Die oft klammheimliche Angst mancher Männer vor der Vagina")
Ist das auch ein Grund, warum es der Kirche gelingen konnte, der Menschheit weiszumachen, dass Frauen verdorben sind und dass die sexuelle Leidenschaft zwischen einem Mann und einer Frau böse ist?
Dabei kam ihr ja entgegen, dass von den beiden Schlangen am unteren Ende unserer Wirbelsäule die solare, also männliche Schlange, golden leuchtet, die lunare weibliche Schlange aber, links von der Wirbelsäule, schwarz ist.
Braucht es noch mehr an Beweisen, dass man sich vor dem Dunklen, Feuchten in Acht nehmen muss - genügen schwarze Schlangen nicht ?!
Brauchte es noch mehr Legitimation, Frauen den Weg in die Ämter der Kirche zu versperren und die Männer der Kirche aufzufordern, besser allein zu leben als zu zweit ...
Warum hat denn die Schlange sich am Anfang der Zeiten an das Weib gewandt, um den Menschen aus dem Paradies herauszubekommen?
Doch, weil das Einfallstor für das Böse eben das Weib war ...
In Ricarda Huchs Buch „Luthers Glaube“ findet sich der Hinweis auf einen geheimnisvollen Zusammenhang zwischen der Frau und der Erkenntnis des Bösen, einem Zusammenhang zwischen dem Weiblichen und der Sehnsucht nach dem Teufel.
Rudolf Steiner schrieb vor etwas mehr als 100 Jahren dazu (GA273): „(..) man kann auf diese Dinge nicht weiter eingehen, denn man würde heute noch auf sehr dünnes Eis treten, wenn man sie andeuten, geschweige weiterhin besprechen würde.“
Doch heute ist die Zeit reif dafür. Vor der Kirche haben immer weniger Leute Angst und die Macht der Männlichkeit bekommt immer mehr Risse, weil die Menschen erkennen, wie sehr diese kaputte Männlichkeit für die Nöte und vielen Kriege auf der Welt verantwortlich ist (die sie gegebenenfalls ganz großspurig beendet ...).
Heute kann eine Maria Magdalena in Das Manuskript der Magdalena behaupten, dass in der magischen Anziehung zwischen den Geschlechtern die Grundlage für die Himmelfahrt entsteht. Und sie formuliert:
Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.Jeder mag selbst entscheiden, ob er zu der Handvoll Menschen gehören will.
Zu den Menschen, die darum wissen, dass das Dunkle, Feuchte verantwortlich ist für alles Leben und das Männliche nur so glänzen kann, weil es das Geheimnis des Dunklen gibt, ein Geheimnis, das sich zu offenbaren beginnt.
Anmerken möchte ich noch, dass Maria Magdalena darauf hinweist, dass auch ein einzelner Mensch sich entsprechend weiterentwickeln kann, denn diese Entwicklung geschieht durch die Stärkung des Ka-Körpers, also des Ätherleibs und den bewussten Aufstieg der beiden Schlangen. Beides ist möglich durch entsprechende Übungen, deren im Übrigen auch Paare bedürfen.
Dass all dies nicht zu sehr sich verbreitet, hängt auch damit zusammen, dass es um ungeheuer machtvolle Energien geht, die in unserer Zeit - in Atlantis lief es falsch - in die Hände derer kommen mögen, die diese Energien - Maria Magdalena vergleicht ihre Explosionskraft mit der einer Atombombe - zum Segen der Menschheit nutzen mögen.
Sonntag, 21. September 2025
KI und Transhumanismus: Großangriff auf den "Logos"
Siegt die Künstliche Intelligenz, eine Intelligenz, die den Logos nicht kennt, den göttlichen Geist, und siegt die Auffassung, dass die Grenzen des Menschen vor allem biologischer Natur sind, die aber technologisch überwindbar sind, bedeutet dies das Ende wahren Menschseins.
Vorab möchte ich zunächst bemerken: Mithilfe eines reduzierten „Logos“-Verständnisses - der Begriff geht ja zurück auf den Beginn des Johannes-Evangeliums: „Am Anfang war das Wort“ (griech. „Logos“) - schlug die Katholische Kirche von Beginn an die weibliche Seite des Göttlichen aus dem Feld, ein fatales Vorgehen, dessen Auswirkungen wir uns erst heute angesichts geistloser KI und geistlosen Transhumanismus wirklich bewusst werden. Die Kirche propagierte den männlichen Geist, das Wort als männliche Äußerung eines männlichen Gottes - der wurde zum Vater stilisiert.Auf dem Hintergrund einer aufgeblähten Männlichkeit, gefördert durch die Kirche, wurde immer weniger über Sophia, die Weisheit, das göttlich-weibliche Wesen, gesprochen. Nicht von ungefähr hatten die frühchristlichen Esoteriker die Mutter Jesu „Sophia“ genannt; für sie war sie wie die ursprünglich unbefleckte leuchtend astrale Seele, die sich in ihr aufgrund ihrer Entwicklungsarbeit auf der Erde zeigte.
Tom Kenyon formuliert in Das Manuskript der Magdalena, dass „die Unkenntnis der Bedeutung von Logos und Sophia ein Resultat der Bemühungen der Kirchenväter (war), das Weibliche aus der Theologie des Christentums zu entfernen.“
Tom Kenyon:“Es wurden große Anstrengungen unternommen, alle Spuren der weiblichen Lehren Sophias aus den christlichen Schriften und dem christlichen Denken zu löschen. (…) Die Göttin wurde verschleiert und versteckt. Und nicht nur das: Es wurde zur Gotteslästerung, sie auch nur zu erwähnen. Allein einen ihrer Namen zu nennen, konnte das Leben kosten (…) In der Trinität gab es nichts Weibliches. Es wurde zur Nebensächlichkeit erniedrigt.“
Aus der Geschichte wissen wir, wie mit einer Weiblichkeit, die mehr wusste, als die Kirche erlaubte, umgegangen wurde; wir wissen aus den Hexenprozessen, wie eine Weiblichkeit, deren die Menschheit so dringend bedurft hätte, oft blutig entsorgt wurde.
Warum das wichtig ist: Transhumanistisches Gedankengut und der Siegeszug der KI auf diese Weise, wie er weltweit geschieht, ist nur auf dem Hintergrund kirchlich geförderter Missachtung göttlicher Weiblichkeit auf der Erde zu verstehen. Die wenigsten Menschen sind sich bewusst, dass es eine geniale Intelligenz geben könnte, wie sie die Künstliche Intelligenz zeigt, die sich in den Dienst spirituellen Bewusstseins und spiritueller Entwicklung integrieren könnte. Mit welcher Selbstverständlichkeit aber KI für die Optimierung von Waffen verwendet wird und Entwicklungen, die den Menschen mit größter Selbstverständlichkeit von dem Bewusstsein einer heilsamen Natur trennen, erklärt sich auf oben angesprochenem Hintergrund.
Wer sich ein Bild machen möchte, wie sehr die KI in den Alltag der Menschen Einzug gehalten hat, mag sich hier informieren: Link
In dem Bestreben der führenden Köpfe der frühen Katholischen Kirche, das Weibliche zu ruinieren, um die männliche Macht zu sichern, wurde gleich die Sicht auf eine heilige Sexualität mit entsorgt. Damit wurden Mann und Frau entscheidend geschwächt, denn mittels einer entheiligten Sexualität sind Menschen - in Geschlechter auseinanderdividiert - viel leichter manipulierbar.
Der Begriff Vater bezog sich ursprünglich auf die erste, die physische Stufe menschlichen Seins, noch bevor Gott dieser Schöpfung seinen Odem einblies und der Geist in die Physis des Menschen einzog.
Die Übersetzung des Johannes-Evangeliums, Kapitel 1,14, dass das Wort ("Logos") Fleisch wurde, ist nicht nur deshalb unglücklich, weil das Wort Fleisch heute mit Konnotationen wie Schweinefleisch, Metzger u.Ä. verbunden ist, sondern weil die erste Stufe des Menschseins, diese materielle Form, der menschliche Körper, heute nicht mehr verbunden ist mit dem Bewusstsein, dass alle Materie verdichteter Geist ist, unser Körper also eine erste heilige Form der Göttlichkeit in materieller Ausprägung war. Nur deshalb war es ja möglich, dass das Wort, der Logos, also Christus, Fleisch wurde.
Heiligkeit lässt sich nicht klonen. Kein im Labor gezüchtetes Organ kann diese Heiligkeit haben. Sie lässt sich technologisch nicht imitieren. Alle transhumanistischen Versuche, die in diese Richtung gehen, sind zum Scheitern verurteilt. Zur Zeit wird viel Energie in diese Richtung investiert und es steckt der Versuch dahinter, den wahren Geist, den Logos zu entmachten. Eine männlich-mephistophelische Hoffnung, die schon im „Faust“ zum Tod Margaretes - von dem mit ihrem Tod verbundenen Tod ihres Kindes, ihrer Mutter und ihres Bruders ganz zu schweigen - geführt hat.
Auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz spiegeln sich diese Versuche u.a. in der Hoffnung und Annahme, man könne irgendwann ein „Wesen“ herstellen, dass intelligenter sei als der Mensch. Dahinter verbirgt sich der Versuch, den Logos zu entmachten, indem man die Schöpfung wiederholt und dabei auf eine neue Stufe stellt.
Der Transhumanismus ist - wie Rudolf Steiner es formulieren würde- ein ahrimanischer Abklatsch des eigentlich wahrhaft menschlichen Unterfangens, sich seelisch-geistig zu entwickeln. Letzteres kann zur Folge haben, dass unter Umständen auch die Physis geheilt wird. Ein Taoist würde sagen, dass, je mehr Chi-Energie ein Mensch sich anverwandeln kann, desto mehr kann sich sein Bewusstsein weiten, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass der Körper gesünder wird. Für einen spirituell orientierten Menschen ist das der Weg, den Transhumanisten mithilfe von Technologie zu gehen suchen.
Die Frage ist, wie dem Transhumanismus in seinen vielfältigen Ausprägungen und der KI (englisch „AI“ - artificial intelligence) zu begegnen ist.
In unserem Alltag ist Transhumanismus nicht wirklich ein Problem, weil seine Vertreter eh eher im angelsächsischen Raum zu finden sind und allgemein eher im akademischen Revier wildern. Höchste Vorsicht ist vor allem dann allerdings geboten, wenn transhumanistisches Denken, also die Suche nach ewigem Leben, schon in Schriften wie dem Gilgamesch-Epos, bei Dante oder in der Jungbrunnen-Metaphorik u.a. in Volksliedern und Märchen zu finden sein soll. Die dort angesprochene Suche ist aber eine ganz anders geartete. „Und in dem Schneegebirge, da fließt ein Brünnlein kalt / Und wer das Brünnlein trinket, wird jung und nicht mehr alt.“ Es geht beispielsweise in diesem Volkslied um das Wasser des Lebens, wie es in der Bibel angesprochen ist, u.a. von Jesus („Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke.“) Um dieses Trinken geht es Transhumanisten gewiss nicht. Sie tun aber zum Teil so, als ob ihr Wunsch nach Lebensverlängerung vergleichbar sei. Ein plumper Trick.
Der KI allerdings können wir nicht entgehen - und in Zukunft noch viel weniger. Ich möchte auch nicht einmal empfehlen, ihr mit Abneigung zu begegnen, zum Teil ist sie ja im täglichen Leben hilfreich, ja rettet Menschenleben (allerdings ist sie auch bestrebt, es sehr effektiv zu vernichten - man denke an intelligente Drohnen und Bomben).
Dass KI den Menschen seiner Seele und dem wahren Geist entfremdet, darauf möchte ich in einem folgenden Beitrag eingehen und hier gilt es, absolut wachsam zu sein und bei bestimmten Entwicklungen glasklar STOPP zu sagen und eine Teilnahme zu verweigern. Aber die Bereiche werden zunehmen, in denen wir um die KI nicht umhin können.
Was also tun?
Das erste ist, zu wissen, wo sie überall steckt und was sie bewirkt. In der Medizin hilft sie, Leben zu retten, aber in ihrer scheinbar unvermeidbaren Effektivität entfremdet sie den Menschen von seinem Körper, seinem Körpergefühl, von der Natürlichkeit des Lebens. Für viele Ärzte wird ihre Verwendung in Apparaten und medizinischen Geräten unvermeidbar sein, aber das ist wie mit dem Impfen: Wer die 6-fach-Impfung für seinen Kleinsten ablehnt, handelt nach Auffassung vieler Kinderärzte verantwortungslos. Warum aber so viele Kinder heute Allergien haben, danach fragt niemand … Es gilt wachsam und achtsam zu sein und sich vor gewohnheitsmäßiger Vereinnahmung zu hüten. KI kann viele Arbeiten im Alltag vereinfachen, aber ohne unser bewusstes Sein spinnt sie uns ein, hat Seelenlosigkeit zur Folge …
Das zweite ist, dass man sich ganz bewusst Räume und Zeiten schafft, wo man der Natürlichkeit des Lebens noch begegnen kann. Für den einen kann es die regelmäßige Arbeit im eigenen Garten sein, für den anderen kann es der regelmäßige auch nur zehnminütige Gang durch den nahen Wald sein oder die Minuten, in denen man sich ans Klavier setzt oder meditiert (ich kenne eine wunderbare geistige Übung, die ich „Begegnung mit dem Himmelstor“ nenne; man kann sie in der Badewanne machen, im Wartezimmer beim Zahnarzt, auf einer Zugfahrt oder einer Parkbank … ich verlinke sie hier) .
Wer den Entwicklungen unserer Zeit aversiv begegnet, den triggern sie und Triggerpunkte öffnen Türen für unerwünschte Energien.
Was wir tun können, außer wachsam und achtsam zu sein: Wir können obige Energien, die Steiner ahrimanisch nennen würde, für den spirituellen Bereich nutzen. Diesen Beitrag veröffentliche ich ja auch auf Facebook, gewiss nicht das Revier des Heiligen Geistes. Aber mit solchen Beiträgen verwandeln wir die Energie und je zielgerichteter uns das gelingt, desto mehr wird Ahriman über die Tatsache, dass Bereiche, die sein Reich sind, ihm zunehmend mehr entgleiten, zum Rumpelstilzchen …
Was ich übrigens in diesem Zusammenhang zutiefst bedaure, ist, wie viele spirituell interessierte und orientierte Menschen noch Beitrage auf den Social-Media-Kanälen verfassen, die sich mit den üblichen 3-D-Problemen befassen … das ist nicht der richtige Weg …
Lasst uns angesichts der größer werdenden Herausforderungen unserer Zeit immer bewusster handeln … unsere Möglichkeiten sind keineswegs geringzuschätzen!
Samstag, 21. Juni 2025
Auch unsere Gedanken können weltbewegend sein! – Über geheilte Weiblichkeit und unsere Mission, dazu beizutragen, die Trennung des göttlich Weiblichen und des göttlich Männlichen auf den niederen Ebenen der Erde aufzuheben.
Nachdem Erdbeben und Aufruhr im Himmel vorbei waren (siehe Teil I), geht Jesus gegenüber seinen Jüngern auf die Situation ein, als er auf dem Ölberg etwas abseits von ihnen saß und diese darüber sprachen, wie sehr sie gesegnet seien durch das, was sie mit dem Erlöser erleben dürfen. Was Jesus nun äußert, ist für mich deshalb so wichtig, weil es auf seine Gedanken verweist und damit einen so bezeichnenden Blick auf den Wert auch unserer Gedanken wirft, nicht jene Gedanken, die mit uns tun, was sie wollen und oft in unserem Kopf Karussell fahren, sondern Gedanken, die zielgerichtet sind und einen ganz besonderen Stellenwert in unserem Leben haben können - er sagt zu seinen Jüngern und wir lesen in der Pistis Sophia:
Als ich ein wenig entfernt von euch auf dem Ölberg saß, dachte ich über die Ordnung des Dienstauftrages nach, für den ich gesandt worden war, und dass er nun vollendet war und dass mir vom letzten Mysterium, nämlich dem 24. Mysterium von innen nach außen unter jenen, die in dem zweiten Raum des Ersten Mysteriums sind, in den Ordnungen jenes Raumes, noch nicht mein Gewand geschickt worden war. So geschah es, als ich wusste, dass die Ordnung des Dienstes, für den ich gekommen war, vollendet war und dass das Mysterium mir noch nicht mein Gewand geschickt hatte, das ich ihn ihm zurückgelassen hatte, bis seine Zeit erfüllt sein würde – darüber nachdenkend saß ich auf dem Ölberg ein wenig von euch entfernt.Jesu Gedanken scheinen nicht weltbewegend, und doch sind sie es. Er reflektiert seine Situation, er reflektiert die Lebensstufe, auf der er sich gerade befindet. Solche Bestandsaufnahmen sind wichtig.
Seine Gedanken sind, wie sich im folgenden erweist, deshalb weltbewegend, weil sie die Lichtflut vorbereiten, die ihn daraufhin erfasst. J.J. Hurtak - der Herausgeber der Pistis Sophia (siehe Teil I) kommentiert diese Situation:
Jesus befand sich hier im Prozess der Vorbereitung auf die nächste Entfaltung seines Seinsheit, die nächste Manifestation dessen, was geschehen würde. Die Dinge erledigen sich nicht einfach von selbst, sondern sie erfordern bewusste Vorbereitung auf das Ereignis, das eintreten soll. Gedanke ist der Initiator aller Geschehnisse, die eine Wirklichkeit werden sollen.Der Text der Pistis Sophia und Hurtaks Kommentar sind für mich sehr aufschlussreich, denn sie zeigen, wie wichtig Gedanken, die wir denken, sein können: Sie können eine neue Phase unseres Lebens einleiten, wenn es nicht solche sind, die mit uns Kopfkarussell fahren und damit von den Archonten und ihren Gehilfen uns eingespeist werden - immerfort fliegen sie ständig um uns herum -, sondern wenn sie im Glauben und Vertrauen geschehen und zielgerichtet sind, das heißt, die Mission von Jesus unterstützen, der die niederen Welten wieder verknüpft mit den höheren und den Menschen den Zugang zum Göttlichen ermöglicht..
In der Pistis Sophia spricht Jesus wiederholt von der „Schatzkammer des Lichts“, jener „ungeheure(n) Quelle an Energie und Kraft, die die göttlichen Gedankenformen und Analoga beinhaltet, die für die Erschaffung und Reprogrammierung der Lebenswelten gebraucht werden (…).“
Jesus erläutert mit großer Sorgfalt, was alles aus der Schatzkammer des Lichtes fließt, „wo die Gedankenformen Gottes nutzbar gemacht werden und durch himmlische Mächte wie Michael und Gabriel und tausende anderer göttlicher Lichtkräfte in Welten neuer Schöpfung hervorgebracht werden.“
Leider hat die katholische Kirche mithilfe diverser Konzilien viel zu sehr den Blick auf den historischen Jesus gelenkt und untergraben, was so vieles darüber hinaus geschieht und was übrigens auch in den Schriften der alexandrinischen und äthiopischen Gemeinden aufgezeichnet ist und - ich bin ziemlich sicher - vom Vatikan hinter verschlossenen Türen verborgen wird.
Mit der Reprogrammierung der Lebenswelten sind ja die Welten und Dimensionen angesprochen, von denen die Menschheit u.a. durch die Katholische Kirche und auch durch den geistig so biederen Protestantismus, der sich so gern den Menschen und ihren Zeitströmungen anbiedert, abgekoppelt wurde; so konnten über viele, viele Jahrhunderte die Menschen in einem seelisch-geistigen Gefängnis, ihrem um die Erde kreisenden Bewusstsein, eingesperrt werden, dessen Mauern nun gewaltige Risse bekommen und einstürzen werden, u.a. durch das Wissen, das die Pistis Sophia vermittelt.
Als ich mich mit Rudolf Steiner zu beschäftigen begann, war ich sehr erstaunt darüber, welchen Stellenwert er dem Denken zuwies. Denken, Fühlen und Wollen sind für ihn ja entscheidende Grundbausteine unserer Wirklichkeits-, sind die Trinität unserer Lebensgestaltung. Darüber war ich anfänglich sehr erstaunt, bis ich mehr und mehr wahrnahm, wie wichtig sie sind, um in unserem Inneren - und natürlich auch im Außen - Freund und Feind zu unterscheiden (Luzifer beispielsweise gibt ganz tolle Channelings durch und hält die "besten" Predigten) und Dinge ins Bewusstsein zu rufen und dort zu verankern für zukünftiges Verhalten.
Bei Jesus lösen Gedanken, wie wir sie auch denken und dies in Zukunft bewusster und zielgerichteter tun, Weltbewegendes aus. Es sind eben nicht nur Gefühle, die im Zentrum unseres Seins stehen sollten, wie es gewisse Medien wie u.a. eine Birgit Fischer, die auf You Tube immerhin annähernd 140 000 Follower hat, ständig suggerieren. Wenn wir unser Denken vernachlässigen, können wir uns nicht den göttlichen Gedanken mehr und mehr annähern, jenen Gedanken, die die Welten geschaffen haben und die mit uns zusammen das Neue Jerusalem schaffen werden.
Auch wir bewegen mit unseren Gedanken die Welt, unterschätzen wir sie nicht! Natürlich beobachten wir mit ihrer Hilfe auch das weltweite Geschehen und die ständigen Kriegsszenarien, aber doch nur, wenn es gut geht, um umso bewusster die weltverändernden göttlichen Gedanken zu denken.
Dass jene noch so wenig im Mittelpunkt stehen, zeigt, welche Bewusstseinsarbeit noch vor uns liegt.
Stornieren wir alle jammernden Gedanken - wie viel wird gerade in der esoterischen Szene über Kriege gejammert oder einfach auch nur dazu veröffentlicht (manche tun es fast täglich und finden das richtig) - und bitten wir Michael und Gabriel, uns in ihre göttlichen Welten aufbauenden Gedanken einzubinden.
Dass wir selbstverständlich unsere Gefühle wahrnehmen und sie eine wertvolle Hilfe für unser Leben, auch unser seelisch-geistiges Vorwärtskommen sind, das will ich mit meinen vorher geäußerten Gedanken in keiner Weise in Abrede stellen. Gewiss haben Männer im Hinblick auf Gefühle in der Regel mehr Lernarbeit zu leisten als das weibliche Geschlecht. Doch für beide Geschlechter gilt, dass die Gefahr besteht, dass Gefühle in der Kläranlage des Lebens bleiben und sich dann immer nur auf der horizontalen Ebene drehen und drehen … stattdessen können sie wie eine hilfreiche Leuchtspur unseren Weg nach oben beleuchten.
Ich möchte aber zunächst noch einmal zurückblenden zu meinen Bemerkungen, die ich über die Pistis Sophia (siehe Teil I) machte und etwas ergänzen, was mir sehr wichtig erscheint und was einen bezeichnenden Wink für unsere Realität beinhaltet:
Wenn wir zur Häufigkeit hinzuzählen, mit der Pistis Sophia [das geistige Wesen] selbst zu Wort kommt (26-mal), sehen wir, dass die volle Wucht der weiblichen Sprechrolle mehr als dreimal so ausgedehnt ist wie die männliche! Man könnte vermuten, dass der Grund, warum die weiblichen Jüngerinnen in diesem Text so deutlich hervorgestellt werden, in der Natur der Pistis Sophia selbst liegt, die weibliche Jungfrauenmatrix wiederherzustellen, was auch erreicht wird, indem Pistis Sophia ihr Vergehen völlig bekennt und den Christus durch sein Lichtgewand umarmt.Was hier mit dem „Vergehen“ der Pistis Sophia angesprochen wird, bezieht sich auf die Tatsache, dass jene göttlich weibliche Energie „aus Unwissenheit, unabsichtlich Göttlichkeit in die niederen Äonen verpflanzte. Dieser Akt lässt sie ihre Position als Bewohnerin des 13. Äons verlieren und sie (die Weisheit) fällt daraufhin unter die Kontrolle einer minderwertigen Hierarchie, die unvollkommene Kondensationen [= unvollkommene Zustandsveränderungen] von Materie-Energie zulässt. Als Pistis Sophia Ihr gefallenes Bewusstsein erkennt, bittet sie um Erlösung aus diesen niederen Regionen, indem sie Gebete singt und um Hilfe weint. Jesus kommt der ´gefallenen Sophia´ zu Hilfe und bringt die Erlösung nicht nur zu ihr, sondern in alle unteren Bereiche.“
Zu diesen Bereichen zählt unter anderem der Machtbereich des Authades, der den Selbstwillen - im Gegensatz zum göttlichen Willen - repräsentiert; deshalb kann jene Bitte des Vater Unsers, „dein Wille geschehe“, nicht ernst genug genommen werden und ein so heiliger Akt unseres Bewusstseins sein.
„Sophia" ist der Funken Göttlichkeit, der in jeder launenhaften Seele gefangen ist. Sie ist ein Spiegel für die menschliche Seele, doch ist sie auch diejenige, welche die Erlösung ununterbrochen ermöglicht und fördert, in dem sie Wissen und Weisheit vermittelt. Die Weisheit (Sophia) allein ist ungenügend; Erlösung erfolgt für Pistis Sophia nur durch zahlreiche Petitionen und Gesänge des Glaubens, die sie für ihre Befreiung singt. Dies ist ein aktiver Glaube, nicht der blinde Glaube, der vom unbewussten Geist gepflegt wird.
Bemerkenswert finde ich die abschließenden Worte Hurtaks im Rahmen seiner Einleitung zu diesem Buch, der Pistis Sophia, wenn er den Weg dieser wunderbar weiblichen Wesenheit, die auch wir bitten können, dass sie uns nähertreten möge, uns teilhaben lassen möge an ihrer wiedererrungenen göttlichen Weisheit, mit den Worten krönt:
Die gesamte Wiederaufrichtung durch den Erlöser bedeutet ja das Hervorbringen der erneuerten Sophia, d.h. unserer weiblichen spirituellen Natur, sich ganz der spirituellen und nicht-physischen Realität bewusst, die nicht mehr vom Tod berührt wird, denn der Tod war für Enoch und Elias nicht notwendig gewesen, die von den höheren Mysterien gekostet hatten. Die mit Sophia Lebenden haben schlussendlich ihr verlorenes Bewusstsein inhärenter Unsterblichkeit wiedergefunden",
Paulus weiß, wenn er im 1. Korintherbrief, Kap. 15, fragt
O Tod, wo ist dein Stachel?um die Antwort!
O Grab, wo ist dein Sieg?
Der Tod hat seinen Stachel verloren. Der Sieg ist unser.
Erneuerte, geheilte Weiblichkeit bedeutet ewige Weiblichkeit.
Ewige Weiblichkeit aber ist verbunden mit ewiger Männlichkeit.
Wenn wir dieses Bewusstsein mit unserer Erdenrealität verknüpfen, verknüpfen wir unsere Erde mit einer umfassenden Form von Liebe und tragen dazu bei, sie auch zu befreien von „den erdgebundenen Spielen von Männern, die nie erwachsen werden und sich immer noch Spielzeugtechnologien wünschen, die zu Technologien des Todes werden“, die immer nur einen Deal machen wollen und sich bereitwillig der Macht der Börsen ausliefern, nicht erkennend, in welchen Händen diese und eben auch ihre Seelen sind.
Die Pistis Sophia als Schrift und als Wesen stellt den Erlöser Jesus Christus in den Mittelpunkt, lenkt das Bewusstsein der Menschen hin zum göttlichen Willen, weg vom Selbst-Willen, und möchte die Spaltung zwischen dem göttlich Männlichen und dem göttlich Weiblichen heilen, eine Teilung, die auf niederen Ebenen die menschliche Seele so sehr ins Verderben führt. Die Gnostiker wussten darum, dass nur die irdische Schöpfung diese Trennung einer ursprünglich göttlichen Einheit von Mann und Frau aufweist.
Mögen immer mehr Menschen diese Trennung in sich heilen und dieses geheilte Bewusstsein in die Welt bringen.
PS
Teil I:
Dienstag, 15. April 2025
Spirituelle Frauen dürfen nicht wirklich weiblich sein!
Das Video greift in erweiterter Form diesen Beitrag vom 5. April auf. Wer möchte, kann sich hier also auf diese Weise dieses Thema zu Gemüte führen, das deshalb ja so wichtig ist, weil jenen Kräften, die auf der unbewussten Ebene ins Leben vieler Menschen eingreifen, ihre Macht endgültig genommen werden sollte.
Sonntag, 9. Februar 2025
Sehnsucht nach wahrer Männlichkeit
09.32 Auszug GEO: Stereotype prägen unser Selbstbild, unseren Blick auf andere …
10.54 BIG FIVE - Fünf-Faktoren-Modell
15.22 R. Steiner: Beim männlichen Geschlecht ist der Ätherleib weiblich, beim weiblichen Geschlecht männlich ...
21.50 R. Steiner: Wie die Frauenform nicht bis zu dem normalen Punkt heruntergestiegen ist …
24.17 R. Steiner: Für das Durchschnittsgehirn des Mannes liegt in der Tat vor, „daß es den gewissen mittleren Entwickelungspunkt überschritten hat …
27.28 R. Steiner: Es liegt ein tiefes Geheimnis über demjenigen, was auf der Erde sich als männlich und weiblich gegenübersteht …
42.30 inhaltliche Zusammenfassung des Beginns der Lohengrin-Oper
49.05 über ein umfassenderes Verständnis von Liebe
55.55 Einsam in trüben Tagen hab ich zu Gott gefleht ... (Elsa/Lohengrin)
57.55 In lichter Waffen Scheine ein Ritter nahte da ... (Elsa/Lohengrin)
Sonntag, 26. Januar 2025
Warum Frauen und Männer nicht so unterschiedlich sind, wie oftmals angenommen wird ...
Sie finden sich in Rudolf Steiners "Philosophie der Freiheit":
Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt. Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen. Im praktischen Leben schadet das den Männern weniger als den Frauen. Die soziale Stellung der Frau ist zumeist deshalb eine so unwürdige, weil sie in vielen Punkten, wo sie es sein sollte, nicht bedingt ist durch die individuellen Eigentümlichkeiten der einzelnen Frau, sondern durch die allgemeinen Vorstellungen, die man sich von der natürlichen Aufgabe und den Bedürfnissen des Weibes macht. (...) Das Weib soll der Sklave des Gattungsmäßigen, des Allgemein-Weiblichen sein. Solange von Männern darüber debattiert wird, ob die Frau «ihrer Naturanlage nach» zu diesem oder jenem Beruf tauge, solange kann die sogenannte Frauenfrage aus ihrem elementarsten Stadium nicht herauskommen. Was die Frau ihrer Natur nach wollen kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen,der ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet, daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden, daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der Verbesserung gar sehr bedürftig sind.
Heute weist die Forschung darauf hin, dass der Unterschied zwischen Mann und Frau in Sachen Verhalten und beispielsweise auch der Beschaffenheit des Gehirns weit geringer ist, als es viele vermuten. Steiner hätte erklären können, wie es zu dieser Annahme kommt, wenn auch der Körperbau deutlich unterschiedlich ist.
C.G Jung hat beispielsweise das Innere der Frau als ihren Animus bezeichnet und beim Mann sprach er von der Anima. Letztendlich ist alles bei ihm ein seelisches Konstrukt, das sich allerdings zum Beispiel für die Traumdeutung als hilfreich erwiesen hat.
Die eigentliche seelische Grundlage hat Steiner gelegt, aus geisteswissenschaftlicher Sicht sind die inneren Gegebenheiten nicht nur ein Konstrukt, sondern eine Realität.
Samstag, 6. April 2024
Feiere Dein Mann-Sein !
Männer haben sich ganz klein gemacht, habe ich den Eindruck, sieht man mal von solchen wie einem Trump ab, der ja nun kein Mann ist. Zum Mann-Sein gehört, dass man Frau wertschätzt. Trump aber hasst in Wirklichkeit Frauen, sonst könnte er nicht so mit ihnen umgehen oder das über sie sagen, was er in der Vergangenheit sagte und was ich hier nicht wiederhole. Aber Trumps gibt es viele oder - siehe mein vorletzter Beitrag - Männer wie Paris, denen es nicht um eine wirkliche Helena geht, sondern um Pin-up-Weiblichkeit, Weiblichkeit, der es nur um äußere Sinnlichkeit geht; Richard Wagner im "Tannhäuser" und Joseph von Eichendorff in seinem "Marmorbild" nennen sie "Venus".
Ein wirklicher Mann feiert Weiblichkeit. Er schätzt sie genauso wie seine Männlichkeit. Männer haben einen inneren Kern, und der ist weiblich, genauso wie Frauen einen inneren Kern haben und der ist männlich.
Was mir in unserer Wirklichkeit fehlt, ist, dass Frauen sich zu ihrer Männlichkeit bekennen und damit zu Männern, auch zu denen, die der Heilung bedürfen. Denn die Trumps dieser Erde sind ja auf der Suche und dass Paris nicht wirklich Helena nach Troja führte, liegt doch daran, dass er sich auf ein falsches Schönheitsspiel einließ und von einer der Göttinnen, die verlor, Hera, nur ein ätherisches Bild mit auf den Weg bekam, und nicht die wahre Helena; die liebte in Wirklichkeit, wie wir von Euripides wissen, ihren Menelaos - Helena war in Wirklichkeit ihrem Menelaos treu.
Ich selbst spreche ja von dieser kaputten Männlichkeit, die es in der Tat zuhauf gibt. Aber gleichzeitig sehe ich, dass eine Männlichkeit auf dem Weg ist, die sich neu findet, weil sie ihre göttlichen Wurzeln erkennt; und sie tut sich leichter, wenn Frauen sie unterstützen, weil sie damit ihren eigenen Kern - die Anthroposophen sprechen davon, dass der Ätherleib des Mannes weiblich und der der Frau männlich ist - unterstützen, ja stärken.
So notwendig die Frauenbewegung war; zum Teil hat sie die eigene Weiblichkeit stärken wollen auf Kosten der Männlichkeit. Das ist in gewisser Weise nachvollziehbar, denn wenn man allein sieht, was die katholische Kirche mit der Tatsache, dass sie Weiblichkeit von ihren Ämtern aussperrte, angerichtet hat, dann weiß man um das schreckliche Dilemma, was sich mit dem Patriarchat verbindet. Es hat u.a. zu dem geführt, was die katholische Kirche nun zugrunde richtet.
Doch dieses kaputt Männliche zerfällt im Moment, das zeigt sich überdeutlich in dem grausamen Kriegführen dieser Tage durch gewisse "Männer" - ein schreckliches Aufbäumen.
Es ist gut, wenn sich Männer und Frauen die Hand reichen, aufhören damit, sich gegenseitig niederzumachen - Prozesse, die oft klammheimlich in der Seele stattfinden, gerade auch bei Menschen, die an der Oberfläche ganz anders wirken wollen.
Die Lösung liegt nicht darin, das Geschlechtliche zu verwässern und dem Männlichen und Weiblichen auf gendernde Weise auszuweichen.
Als die Elohim in der biblischen Schöpfungsgeschichte den Menschen kreierten nach ihrem Bild, männlich-weilblich (wie Luther hätte korrekt übersetzen müssen), da verbanden sie damit eine hohe Absicht; zu dieser zurückzufinden, darin besteht unsere Aufgabe.
Gerade in der Kunst, beispielsweise in Richard Wagners "Tannhäuser", in "Tristan und Isolde" oder in seinem "Parsifal," in Goethes "Faust" oder in Raffaels "Sixtinischer Madonna" finden wir wegweisende Nahrung; das ein oder adere habe ich dazu ja schon veröffentlicht.
Montag, 25. März 2024
Warum Helena gar nie in Troja war.
In der Tat ist diese Tatsache weitgehend unbekannt, vor allem, weil Homer uns in seinem großen Epos, der „Ilias“, in deren Mittelpunkt der Trojanische Krieg steht, eine ganz andere Version, die wir in allen Schulbüchern und Sagensammlungen lesen, übermittelte. - In den griechischen Mysterien wusste man allerdings um die Wahrheit
Nach Homer war es bekanntlich zum Streit zwischen drei Göttinnen, nämlich Athene, Hera und Aphrodite gekommen, wer die schönste sei. Sie kamen überein, einen Sterblichen zum Schiedsrichter zu bestimmen und wählten Paris, den trojanischen Thronfolger. Dem nun versprach Aphrodite, wenn er sie erwähle, die schönste Frau, die es gibt – Helena, verheiratet allerdings mit dem griechischen Fürsten Menelaos.
Paris nun wählte Aphrodite und mit ihrer Hilfe entführte er die schöne Griechin – der dies, wie man erzählt, gar nicht so unrecht gewesen sei – nach Troja. Die Griechen nun rüsteten schnellstmöglich auf, segelten nach Troja und belagerten die Stadt, wie wir heute wissen, zehn Jahre – und das vergeblich. Bis Odysseus der Clou mit dem Trojanischen Pferd einfiel, was mit der Eroberung der Stadt endete.
In den griechischen Mysterien hatte das Helena-Geschehen allerdings einen ganz anderen Stellenwert, weil anhand des wahren Geschehens den Mysterienschülern die Entwicklung hin zu begierdenhafter Liebe vermittelt wurde, die in den letzten zwei-, dreitausend Jahren zunehmend das Denken, Fühlen und damit auch das Tun der Menschen bestimmte und heute noch bestimmt. Dass Homer, obwohl sicherlich ein hoher Eingeweihter, eine exoterische Version verbreitete, also eine, die das Mysterienwissen außen vorließ, mag daran gelegen haben, dass auf den Verrat von Mysteriengeheimnisssen die Todesstrafe stand, möglicherweise aber auch deshalb, weil die Menschheit zu großen Teilen noch nicht in der Lage gewesen wäre, die spirituellen Hintergründe zu verstehen.
Dass vor allem Euripides, der jüngste der drei großen griechischen Dramatiker, ca 400 Jahre später die Wahrheit zu Teilen offenbaren konnte, mag etwas überraschen; er war aber nicht der einzige, der dies tat und vielleicht drängte die Wahrheit doch zu sehr ans Tageslicht der Öffentlichkeit. Dennoch aber blieben die spirituelle Hintergründe bis heute weitgehend unbeachtet.
Euripides beginnt sein Schauspiel „Helena“ mit einem Monolog, in dessen Rahmen die gleichnamige Protagonistin schon zu Beginn offenlegt, was wirklich geschah:
Doch Hera, grollend, daß sie nicht den Preis gewann,
Vereitelt' meiner Hand Besitz dem Paris: mich
Nicht selber gab sie, sondern ein lebendig Bild,
Aus Ätherstoff geschaffen und mir völlig gleich,
Dem Fürstensohne Priams hin – er glaubte mich
Zu haben, eitlen Wähnens, ohne mich!
Der heutige Leser mag verwundert sein, wie es geschehen konnte, dass Paris ein ätherisches Bild, von Hera, der Frau des Zeus geschaffen, für real nahm, doch die damalige Körper-Seele-Geist-Beschaffenheit war eine ganz andere (z.B. konnte die Seele beim Schiffen auf hoher See den Körper verlassen; in der Regel sangen dann Sirenen, die mit ihrer Energie die Seele aus dem Körper herauszogen, herauslockten - heute halten die Menschen sie einfach für Fabelgestalten; sie waren aber so real wie beispielsweise damals die Erynien, die sich heute in unser Inneres verlagert haben).
Was das historische Geschehen betrifft, ist Fakt, dass viele Männer männertypisch in einem Krieg sich um etwas balgen, was gar nicht vorhanden war - nämlich das Objekt der Begierde, Helena. In Wirklichkeit war sie mitsamt Paris von einem Sturm verschlagen, an der Küste Ägyptens gestrandet und von dem dortigen König Proteus auf der Insel Pharos, 25 Kilometer vor dem Nildelta, festgesetzt worden (mehr über dieses Geschehen in der Darstellung des Euripides unter dem folgenden Link https://lmy.de/TENy). Paris war dann Richtung Troja freigelassen/abgeschoben worden - mitsamt dem (Trug)Bild Helena, wie gesagt, erschaffen durch Hera, während die wirkliche Helena auf der Insel blieb.
Zwei Aspekte, die dieses Geschehen um Troja offenlegt, sind für mich in diesem Zusammenhang bemerkenswert:
Männer wie Paris - und von denen gibt es sehr viele - glauben, eine Helena nach Hause zu führen. Irgendwann stellen sie dann fest, dass ihre Helena gar nicht wirklich eine Helena, wie sie sich diese vorgestellt hatten, ist, d.h., der Helena-Putz bröckelt und die Parisse dieser Welt schieben das heraufziehende Beziehungsdesaster gern der Frau in die Schuhe; die allerdings hat sich zumeist nicht als Helena ausgegeben; im Zweifel hatte der Mann wie Faust in der Hexenküche zu viel vom Hexentrank getrunken, den dort Mephistopheles ihm kredenzt hatte (das müssen in seiner Realität nicht zu viele Pornos gewesen sein, die er sich reingezogen hat; wahrscheinlich ist eher, dass sein inneres Verhältnis von Begehren und Liebe generell nicht so beziehungsfreundlich war; Männer - weniger Frauen, aber auch - halten oft ihr Begehren für Liebe).
Es mag dann nach eine kurzen oder langen Weile so geschehen, wie Erich Kästner in seiner ´Sachlichen Romanze´ schrieb:
Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut)
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
Angemerkt muss natürlich hier auch sein, dass es einige Frauen gibt - und meines Erachtens nimmt ihre Zahl zu - die sich gern als Helena geben und nicht wirklich die sind, die ihrer seelischen Realität entspricht, sondern ein Bild spielen, das der Vorstellung entspricht, die sich von sich selbst erwarten und das oft geprägt ist durch die gesellschaftliche Realität der Frau, die seit geraumer Zeit zunehmend gewollt unter sexistischen Einflüssen steht.
Im übrigen mag es natürlich sein, dass es Paare gibt, die dann um ihre Liebe - beziehungsweise was sie als solche bezeichnen - kämpfen und eine ehrliche Arbeit für eine Beziehung beginnt. Das setzt die Bereitschaft voraus, seine eigenen Seelentiefen auszuloten und dem anderen in dessen Seelentiefen bereitwillig und möglichst ohne Vorurteile zu folgen.
Möglich ist natürlich auch bei einem der beiden Partner oder beiden die Erkenntnis, dass sie nicht wirklich den anderen liebten, sondern, als sie an Liebe glaubten, in Wirklichkeit in ihr Gefühl von Liebe verliebt waren, im Grunde genommen – da dieses Gefühl ja ein Bestandteil ihrer eigenen Seele war –in sich selbst. Man kann also in ein Gefühl, das man hat und das sich so schön anfühlt, verliebt sein, und nicht wirklich in den anderen. Das kommt öfters vor, als man denkt; und wenn dieses Gefühle nachlässt, ist es in der Regel oft ganz und gar aus mit der Liebe und in Einzelfällen kann die vermeintliche sogar in Hass umschlagen.
Jener Lehrstoff jedoch, von dem oben bereits die Rede war und wie er in den Mysterien vermittelt wurde, hat zunächst einmal zu tun hat mit dem Entstehen der erotischen Liebe, dem Verlangen, der Begierde - im Sanskrit „Kama“ genannt - im Rahmen der letzten Erdinkarmation; die Anthroposophen bezeichnen diese als ´alten Mond´ (mehr dazu hier https://anthrowiki.at/Alter_Mond).
Diese Art von Liebe allerdings war zunächst weder gut noch böse war, sondern einfach ein, wie es die hinduistische Rigveda darstellt, Urtrieb menschlichen Seins, der die Erscheinungswelt erschafft und aufrecht erhält und für unsere Reinkarnationen verantwortlich ist.
Im Schöpfungslied der Rigveda heißt es:
Im Anfang war Finsternis in Finsternis versteckt (...) das Eine wurde durch die Macht eines heißen Dranges geboren. Über dieses kam am Anfang das Liebesverlangen, was des Denkens erster Same war.
Dieser heiße Drang kann, wie wir wissen, in einem Mystiker tätig sein und ihn (manchmal auch durchaus zwanghaft) zum Himmel ziehen wollen. Er ist aber in seiner niederen Form auch in dem Menschen tätig, der sich Süchten und Trieben hingibt, gern auch dem Sexualtrieb - Don Juan ahnte wohl nicht, wie sehr er dessen Opfer war.
Es ist wichtig zu wissen, dass dieser ursprüngliche Drang erst den Menschen zum Menschen gemacht hat; der eine Mensch allerdings - das lässt sich für unsere Zeit sagen - strebt bzw. versucht in einem positiven Sinne zu streben, ein anderer strebt in seiner negativen Form, ist süchtig und außer Kontrolle geraten bzw. ist unter Kontrolle der Kräfte, die wir der Mondsphäre zuordnen.
Der Mond, wie wir ihn heute kennen, sonderte sich in einer Zeitspanne unserer Erde ab, die wir Lemurien nennen, die vor ca. 2500 Millionen Jahre begonnen haben dürfte und die Atlantis voranging. Dieser Mond nahm niedrige negative Energien mit, ansonsten die Erde für Menschen unbewohnbar geworden wäre, unbewohnbar, weil sie sich verkrustet und verhornt hätte und in der Folge verödet wäre. Mit dem Mondenaustritt näherte sich der Mensch der heutigen Gestalt an; die Geschlechtertrennung fand statt (mehr zur Mondentrennung hier: https://lmy.de/ImIK)
Was hier nur in Kürze angesprochen werden kann, veränderte natürlich die Wirklichkeit der Menschen auf enorme Weise. Unser heutiges Denken beispielsweise wäre ohne die Geschlechtertrennung nicht möglich gewesen und Odysseus steht für diesen Menschen und wird deshalb der listige Odysseus genannt. Was fast zeitgleich geschah, war, das dieser denkende Mensch, für den auch Paris steht, Helena in Beschlag nimmt. Helene/Helena - der Name geht zurück auf Selene, die Mondgöttin, das weibliche Prinzip - steht immer in Gefahr, tief abzusinken. Das derbste Kamische - Selene-Helene-Helena - ist mit dem Mondaustritt von der Erde abgefallen und das reißt der Mensch, hier Paris genannt, an sich in Form der Helena. Die Folge eben ist Krieg.
Nur hat Paris eben nicht die wahre Helena geraubt, sondern im Grunde ein Plagiat, ein Trugbild, ein weibliches Abziehbild, wie Männer es sich gern in den Spind hängen. Als Faust die Hexenküche verlässt, sieht er in einem Spiegel ein wunderschönes Weib und vernarrt sich in diesen Anblick. Mephisto aber sagt zu ihm die übergroße Wahrheit, wissend, das Faust den Hexentrank zu sich genommen hat:
Du siehst, mit diesem Trank im Leibe,
Bald Helenen in jedem Weibe.
Es ist nicht die wirkliche Helena, die er zukünftig unter mephistophelischem Einfluss sehen wird, sondern eine, die er für Helena hält, womöglich eine niedere Kopie.
Die wahre Helena hat ihren Menelaos übrigens wirklich geliebt und ist ihm treu geblieben. Daran lässt Euripides keinen Zweifel (Auszüge hier https://lmy.de/TENy). Es sind die typischen Männerphantasien, die eine Helena in den Armen eines Paris und aller weiterer Parisse untreu werden lassen wollen.
Und das ist auch der Grund, warum der wahren Helena im zweiten Teil des Faust eine so große Bedeutung zukommt. Goethe stellt sie der Hexentrank-Spiegel-Helena des „Faust I“ gegenüber. Und sie ist es, die den Mann zum Ewig-Weiblichen ziehen kann, vor allem, wenn er auch selbst entsprechende Schritte tut. Heute genügt es nicht mehr, sich ziehen zu lassen. Heute müssen Männer wie Frauen sich aktiv um ihre Seele kümmern. Dann wird auch geschehen, was geschehen kann, dass nämlich der Mond sich wieder (in tausenden von Jahren) mit der Erde verbindet. Dann wird in vielen Menschen Männliches und Weibliches ins Gleichgewicht gekommen sein und der Krieg der Geschlechter wird vorbei sein und damit jene Kriege, die entstehen, weil Männer meinen, das niedere Kama rauben zu müssen, das, dem sie bereitwillig dienen.
Es gibt mittlerweile nicht wenige Männer, die auf dem Weg zu der wahren Helena unterwegs sind und nach der wahren Helena in sich und im Außen Ausschau halten. Dies Geschehen ist identisch mit dem Gralskönigtum, indem dem Menschen, der das Parzivalbewusstsein integrieren konnte, durch den Gral seine Königin gezeigt wird.
Gefährdet ist mittlerweile ungleich mehr das Weibliche. Zu viele Frauen fahren auf ein vulgäres Bild von Weiblichkeit ab, auch, weil sie das kaputte Männliche, das derzeit noch die Erde regiert, imitieren. Deshalb ist es auch wichtig, dass Frauen sich ebenfalls um jene Helena bemühen, die sie verbindet mit den Tiefen ihres Seins, jenen Tiefen, aus denen Faust im zweiten Teil von Goethes Werk Helena und ihre umfassende Weiblichkeit in seine Realität zu holen sucht.