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Dienstag, 23. Januar 2024

Die Zeit der Rotkäppchen-Mutterenergie ist vorbei!

Wir wissen, dass jede Zeit bestimmte Energien hervorbringt, denken wir nur an die Zeit des Vormärz, die Zeit - in der ein Heinrich Heine lebte und ein Turnvater Jahn, die Zeit also vor der 1848er Märzrevolution in Deutschland - und welche Energie der Wandlung damals vorhanden war, die jene der französischen Revolution nach einer Zeit der Restauration wieder aufnehmen wollte und es auf vielen Feldern auch tat (Wartburgfest, Zollunion, Paulskirche … ) .

Auch heute haben wir wieder eine Energie der Wandlung, aber sie hat sich, was ihre spirituelle Bedeutsamkeit betrifft, mehr ins Innere der Menschen verlagert. Wir erleben einen Wandel im Verhältnis der Männer zu ihrer Männlichkeit und der Frauen zu ihrer Weiblichkeit. Und da die Geschlechter ja im Innern das andere Geschlecht noch zum Teil fast verschämt verborgen tragen, ist das Weibliche auch in mir als Mann vorhanden. Wenn es durch ein Seelentier gespiegelt wird, dann ist es - bei mir ist es jedenfalls so - ein Reh. Jäger und Menschen schauen meistens bekanntlich fast automatisch auf den röhrenden Hirsch, der sich doch im Grunde in seiner ganzen Verwundbarkeit zeigt, wenn er stolz aus dem Wald tritt.
Das Reh tritt ganz unauffällig aus dem Wald und weiß intuitiv, was auf den Feldern sich abspielt und kann die andern warnen oder kann ein Zeichen geben, das alles in Ordnung ist; und das ganz unauffällig, doch wie achtsam! Wo Männer gern eine Show inszenieren, im Zweifel einen Krieg, handelt die weibliche Energie gern im Stillen; es entspricht ihrem Wesen, wenn dies auch heute schwerer erkennbar ist, da das untere Ende der Weiblichkeit zunehmend vulgärer wird und verroht.

Wie mit dem Wolf umgehen?

Wir wissen, wenn eine Energie über ihre Zeit hinaus am Leben gehalten wird, dann besteht die Gefahr, dass sie toxisch wirkt; vielleicht sichert sie im Außen noch Wohl-Stand ab, aber es ist eben ein Stand, der steht, sich nicht mehr bewegt, seelisch nicht, und das - wir wissen es - führt zu Krankheit und Demenz. Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen Wohl-Stand und Wohl-(Er)Gehen.

Deshalb ist es so wichtig, zu erkennen, was es mit der Mutterenergie im Rotkäppchen-Märchen auf sich hat.

Die Mutter gibt Rotkäppchen mit auf den Weg: Mach dich auf, bevor es heiß wird, und wenn du hinauskommst, so geh hübsch sittsam und lauf nicht vom Wege ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, und die Großmutter hat nichts.

Vor dem Wolf scheint die Mutter ihre Tochter nicht gewarnt zu haben; dennoch weiß Rotkäppchen, dass das Tier, dem es begegnet, ein Wolf ist, spricht es ihn doch mit „Wolf“ an, als er auftaucht. 
Letzterer frisst Rotkäppchen nicht gleich.
Das Raubtier braucht Zeit, um seinen Fress-Plan umzusetzen und sich im Haus der Großmutter einzuquartieren. Auffallend ist, dass ihm kindgemäßes Denken und Fühlen vertraut ist, fast mehr, will es scheinen, als der Mutter:

"Rotkäppchen, sieh einmal die schönen Blumen, die ringsumher stehen. Warum guckst du dich nicht um? Ich glaube, du hörst gar nicht, wie die Vöglein so lieblich singen? Du gehst ja für dich hin, als wenn du zur Schule gingst, und ist so lustig haussen in dem Wald.“

Es ist nicht der Punkt, dass Rotkäppchen auf den Wolf hereinfällt; der Punkt ist, dass die Mutter nicht berücksichtigt, wie ihr Kind tickt, was also im Grunde fast jedes Kindes Fühlen und Empfinden und Auf-die-Welt-Zugehen ausmacht - und eines jeden Menschen, der noch etwas Kind in sich bewahrt hat.

Natürlich verbirgt sich, wenn man auf eine übergeordnete Verständnisebene geht, hinter den Blumen, den Wiesen und dem Wald ein Hinweis auf die Möglichkeiten, die unser Leben als Menschen beinhaltet.

Im Wikipedia-Artikel zu Rotkäppchen finden wir in Kürze vier Interpretationsansätze, die ich hier wiedergebe, die allerdings meiner Ansicht nach am Sinn des Märchens vollkommen vorbeigehen; es sind typisch männlich-intellektuelle Kopfgeburten. Es heißt dort: 
Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf kann so interpretiert werden, dass es junge Mädchen vor Übergriffen gewalttätiger Männer warnen soll. Die Moral am Ende des Märchens in der Fassung von Perrault lautet:

„Kinder, insbesondere attraktive, wohlerzogene junge Damen, sollten niemals mit Fremden reden, da sie in diesem Fall sehr wohl die Mahlzeit für einen Wolf abgeben könnten. Ich sage „Wolf“, aber es gibt da verschiedene Arten von Wölfen. Da gibt es solche, die auf charmante, ruhige, höfliche, bescheidene, gefällige und herzliche Art jungen Frauen zu Hause und auf der Straße hinterherlaufen. Und unglückseligerweise sind es gerade diese Wölfe, welche die gefährlichsten von allen sind.“  (…)

Nach dem Psychoanalytiker Bruno Bettelheim geht es in diesem Märchen um den Widerspruch zwischen Lust- und Realitätsprinzip. Rotkäppchen sei einem Kind gleich, das sich bereits mit Pubertätsproblemen herumschlägt, aber die ödipalen Konflikte nicht bewältigt hat. Es benutzt seine Sinne. Damit entsteht das Risiko, verführt zu werden. Anders als bei Hänsel und Gretel, wo ebenfalls Haus und Waldhaus identisch sind, sind Mutter und Großmutter hier zur Bedeutungslosigkeit zusammengeschrumpft, dafür das männliche Prinzip in Wolf und Jäger gespalten.

Für den Psychiater Wolfdietrich Siegmund ermutigt das Märchen zum Durchhalten, wo man sich nicht selbst befreien kann, obwohl man nicht schuld ist. Das sei für depressive Menschen wichtig. Fragwürdig sei, wenn Rotkäppchen in einer modernen Fassung ein Messer dabei hat und von innen den Bauch aufschneidet. 

Die vielen Ebenen der Astralwelt 

Aus seelisch-geistiger Sicht bezieht sich der Weg, den Rotkäppchen geht, auf unseren Lebensweg, und was rechts und links vom Weg sich findet, ist das, was sich uns an Schönheit, Sinnfälligkeit und Lebensgenuss anbietet. Man muss, ja darf es per se nicht negativ sehen, die Schönheiten und Annehmlichkeiten des Lebens sind auch für seelisch und geistig aufgeschlossene Menschen nicht dazu da, als Gegner betrachtet zu werden. Wir wandern in den Bergen, wir gehen gemütlich mit Freunden essen, wir fahren auf dem Jahrmarkt Karussell, schlendern über den Weihnachtsmarkt, machen eine Dampferfahrt auf dem Rhein, grüßen die Loreley. Was wir mit den Sinnen beispielsweise in der Natur erleben, was uns an Materiellem und Physischem gefällt und in uns Freude und Lust auslöst, wird erst dann fragwürdig, wenn Menschen von einem Event zum anderen hecheln, wenn wir nie innehalten, wenn wir nicht lernen wollen, dass wir nicht unbedingt sind, was wir denken, dass wir nicht unbedingt sind, was wir fühlen, sondern dass tief in uns ein Etwas eine Sprache spricht, die wir hören, wenn wir die Türe einer Kirche oder Kapelle öffnen, von innen schließen und bemerken, dass die Geräusche des Tages, des Alltages nur wie von Ferne oder gar nicht mehr an unser Ohr dringen. Vor allem, wenn wir das immer wieder tun, also in unsere eigene innere Kapelle gehen, melden sich Regionen der Seele in uns, die den meisten Menschen womöglich ein Leben lang verborgen bleiben. In unserer inneren Kapelle lernen wir auf Farben, Licht, Töne, Laute und ungewohnte Äußerungen zu achten. Wir sind in der Nähe einer Welt oder bereits in ihr, die man auch als astrale Welt bezeichnet, in christlich-mystischen Begrifflichkeiten sprechen wir von der Ebene des Heiligen Geistes.

Die Astralwelt ist zweigeteilt, wobei die Übergänge fließend sind und sie sich damit als ausgesprochen vielschichtig erweist.

Die niedere Ebene kennen wir in der Literatur aus Fausts Wanderschaft über den Brocken in der Walpurgisnacht, als er Hexen und diversen anderen Wesen begegnet, schlussendlich auch der vorweggenommenen Realität eines toten Gretchen. Wir finden diese Ebene ebenso in Richard Wagners „Tannhäuser“, als jener sich im Venusberg befindet und nur durch marianisches Bewusstsein - Tannhäuser zur Venus, die ihn klammern will:„Mein Heil liegt in Maria“ - herausgelangt, oder finden sie in Joseph von Eichendorffs Novelle „Marmorbild“ in der nächtlichen Begegnung Florios mit der Venus - auch dort heißt sie so. 
Wenn in der Schöpfungsgeschichte der Bibel die oberen Wasser sich von den unteren trennen, dann wird hingewiesen auf diese beiden Ebenen - Faust spricht von den zwei Seelen in der Brust -, und in der spirituellen Entwicklung eines Menschen ist es notwendig, dass ihm bewusst wird, wie sehr die niedere Ebene Menschen einbinden, ja fesseln kann, wie sehr aber auch die höhere Ebene den Menschen befreien kann von Süchten, Abhängigkeiten, Trieben und Verflechtungen, die seine Seele einseitig und damit in negativer Weise an Materielles und Physisches binden, an sein Denken und seine Gefühle und damit an die meist unreflektierte Annahme, das alles sei wirklich sein wahres Wesen.

Die eigentliche Astralwelt erleben wir im Schlaf, wenn Astralleib und Ich des Menschen den Körper verlassen; manche Menschen können dies aus dem Tagesbewusstsein heraus tun, manche tun es mit Hilfe von Mitteln, seien es früher die berühmten Hexensalben oder heute Drogen - wobei die eigentliche Gefahr von letzteren nicht unbedingt in einer körperlichen Abhängigkeit besteht, sondern in dem Einfluss astraler Wesenheiten, für die sich die Seele durch Drogen unkontrolliert öffnet.

Tagsüber sind wir dieser Welt ausgesetzt, in der Regel ohne es zu merken. Es kann unser Ziel sein, ihren Einfluss im Laufe unserer Entwicklung immer mehr wahrzunehmen, etwa in der Tatsache, dass wir merken, dass etwas in uns denkt, in uns fühlt, etwas unseren Willen beeinflusst, was nicht unbedingt uns entspricht, vor allem, wenn uns niedere astrale Wesenheiten in Beschlag genommen haben, was, wenn man sich in der Gesellschaft und auf der Welt umschaut, leider häufig der Fall ist - Leid und Schmerz, ja Tod sind der Preis für diese Abhängigkeiten.

Im Märchen ist in der Regel der Aufenthalt im Wald Symbol für den Aufenthalt im Raum dieser niederen Astralwelt. Wer wie im Märchen die Bedeutung des Hexenhauses erkennt und den Einfluss der Hexe, der lernt, mit diesen Kräften umzugehen. Es ist ein gewaltiger Fortschritt, der Gretchen gelingt, als es die Hexe ins Feuer stößt - und diese im Übrigen damit einer notwendigen Läuterung zu"führt".

Das darf Ziel einer Erziehung sein, dass Kinder sich nicht vor dem Wald fürchten, sondern dass sie ohne Angst lernen, mit seinen Gefahren umzugehen, mit Wölfen und Räubern, denn dann stehen ihnen zugleich sehr bewusst deren Energien und die Stille und der Frieden des Waldes als Kraftquelle zur Verfügung.

Wenn es am Schluss im Märchen heißt:

Rotkäppchen aber dachte: Du willst dein Lebtag nicht wieder allein vom Wege ab in den Wald laufen, wenn dir's die Mutter verboten hat.

dann bedarf es entweder ein Leben lang einer Mutterenergie, die hinter ihm steht und Anweisungen gibt und Abhängigkeit von dieser und Unfreiheit impliziert, oder es geht womöglich ein Leben lang auf keine Wiese, in keinen Wald - in früheren Zeiten dann gern auch ins Kloster (wo diese Energien genauso wirken, gegebenenfalls viel qualvoller). 

Die Kenntnis und Differenzierung in Bezug auf Luzifer und Satan/Ahriman sind wertvoll

Als Erwachsene führen wir Kinder an diese Realität heran, wobei Kinder ohnehin recht schnell lernen, dass am Wegesrand nicht nur Blumen und Gras wachsen, sondern auch Dreck und Vergiftetes herumliegen kann. Und ja, es gibt Energien, die den Menschen nach unten ziehen, es gibt einen Wolf und es gibt etwas, was das menschliche Leben in seiner Grundsubstanz angreift: aus seelisch-geistiger Sicht nennen wir diese Energien Luzifer und Satan. Es sind die Kräfte, die uns am Ende des Lebens für eine lange Zeit im Jenseits und während des Lebens schon sukzessive auffressen wollen. Goethe hat diese Kräfte in seinem „Faust“ in der Gestalt des Mephistopheles erfasst. Die meisten Christen sprechen pauschal vom Teufel oder vom Satan oder dem Versucher, der Schlange. Aber es gibt eine Sichtweise, die differenziert zwischen der Schlange, also Luzifer, und dem Satan. Die bestausformulierteste und durchdachteste Differenzierung findet sich meines Erachtens im Werk Rudolf Steiners; ich erinnere mich, dass ich vor zwei, drei Jahrzehnten die weitere Lektüre seiner Schriften storniert habe, weil mir auf den Keks ging, dass dauernd vor allem von Ahriman die Rede war (jedenfalls kam es mir so vor), also dem christlichen Satan. Mittlerweile bin ich dankbar für all die entsprechenden Informationen, denn obwohl ich in superchristlichem Umfeld erzogen worden bin, ist doch dort vieles im Unklaren und weder gibt es eine Klarheit in Bezug auf den Zusammenhang von Jesus und Christus noch eine Differenzierung in Bezug auf Luzifer und Satan/Ahriman.

Wenn es gutgeht, erkennt der Mensch, warum es auf Golgatha drei Kreuze gibt: Ahriman - Christus - Luzifer

Der Psalmist, König David, begegnet zwei dieser drei Kreuze im 23. Psalm im finsteren Tal. Odysseus begegnet ihnen zwischen Skylla und Charybde und es ist kein Zufall, dass in der herausragenden Mythe des Christentums der Name des Helden übersetzt lautet: Durchdringe das Tal! Die Rede ist von Parzival.

Wir können durch Täler gehen und links und rechts erheben sich sanfte Hügel und Berge. Es kann aber genauso auch sein, dass sich die Felsen links und rechts auftürmen und sich fast über dem Talweg aufzuwölben scheinen, ihn überwölben; kaum ein Licht dringt mehr herein. Ein Hiob, ein Parzival, Fausts Margarete, vielleicht Du und ich haben diese Situationen durchlebt, wie sie auch Jesus erlebte. In unseren Leben kommen wir an Gethsemane nicht vorbei, auch unsere Kinder, die wir erziehen, nicht. Oft sind es gerade Menschen, die auf diesem Weg weit fortgeschritten sind, die von links und rechts, von Luzifer oder Satan/Ahriman, gegebenenfalls von beiden gleichzeitig, attackiert werden. 
In der Erziehung unserer Kinder gilt es, sie auf den richtigen Umgang mit Luzifer beziehungsweise Satan/Ahriman vorzubereiten, nicht durch Verbote beziehungsweise durch Hinweise, die sie auf dem Weg gehen lassen wollen wie einen Seiltänzer auf dem Seil, der stur und stramm nach vorne gehen soll, weil er nicht gelernt hat, Wind und Ungleichgewichte auszupendeln - sein Absturz ist sicher. 
Nur wer gegebenenfalls auf Einflüsse reagiert (und nicht tut, als ob es sie nicht gäbe), kann immer wieder auch schwankend dennoch sicher gehen, kann diesen Weg siegreich bewältigen.

Es ist die Aufgabe von uns Eltern, unsere Kinder auf die Angriffe von links und rechts vorzubereiten, aber nicht durch Verbote, sondern durch wertvolle Hinweise, die sich aus den alltäglichen Situationen des Lebens meist wie von selbst ergeben. Eltern, die diesen Weg selbst gehen, sind meist gut gerüstet.

Steiner sagt dazu:
So ist eigentlich in unserem Kosmos, in den wir hineinverwoben sind als Menschen, ein Kampf vorhanden zwischen den fortwährend nach Freiheit, nach universeller Freiheit strebenden luziferischen Wesenheiten, und den nach einer immerwährenden Macht und Kraft strebenden ahrimanischen Wesenheiten. Dieser Kampf, in dem wir drinnen stehen, durchdringt alles. Das bitte ich Sie als die zweite für unsere weitere Betrachtung wichtige Idee festzuhalten. Die Welt, in der wir drinnenstehen, ist durchdrungen von luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten, und es besteht dieser gewaltige Gegensatz zwischen der befreienden Tendenz der luziferischen Wesenheiten und der nach Macht strebenden Tendenz der ahrimanischen Wesenheiten.
Die luziferische Tendenz zur Freiheit ist allerdings eine Freiheit ohne Christus, ist oft eine selbstverliebte Freiheit, oft und - wenn es nach Luzifer geht - gern hochgeistig; aber der Prüfstein ist das Bewusstsein unserer Zeit, das Christusbewusstsein, und wer nicht weiß, wodurch es sich auszeichnet, der versuche, den Beginn des Johannes-Evangeliums zu verstehen, die Bergpredigt und auch die Worte des Paulus über die Liebe, der versuche zu verstehen, warum der verlorene Sohn umkehrt, warum Menschen, wie im Neuen Testament berichtet, auf Bäume klettern, um Jesus zu sehen.

Ich kenne zu wenig die anthroposophisch-pädagogische Literatur, um zu wissen, ob es Bücher gibt, die hilfreiche Hinweise vermitteln, wie beispielsweise ahrimanische Kräfte wirken, die darauf aus sind, gerade Kinder und Jugendliche auf Materielles fixiert sein zu lassen, sei es Geld, Ausstattungen jedweder Art, Smartphonesucht, vor allem auf den Körper fixierte Sexualität, oder luziferische, die den Intellekt überbetonen und Wissen und/oder ein Leben zu führen, dass in Esoterik steckenbleibt oder auf falsche Weise Gutsein zum hohen Ziel macht - wie gesagt, in Bezug auf die entsprechende Literatur kenne ich mich nicht aus. 

Vorsicht vor der Sorge!  

Für mich bedeutet es eine neue Ebene der Erziehung, wenn es Eltern gelingt, ihre Kinder auf aufgeschlossen liebevolle Weise mit Luzifer und Ahriman vertraut zu machen. 
Wertvoller als alle Worte ist dabei der eigene bewusste Umgang; Kinder und Jugendliche werden von ihm mehr beeinflusst als durch Worte.

Immer wieder nehme ich gerade unter esoterisch aufgeschlossen sein wollenden Menschen wahr, wie sie Entwicklungen gegenüberstehen:
Natürlich kann beispielsweise künstliche Intelligenz in hohem Maße die Seelen der Menschen gefährden, indem sie ihr gleichsam den Status eines Seelenpartners zugestehen und sie nicht als Produkt ahrimanischer Verführungskunst durchschauen. 
Doch ist ein sorgenvoller Umgang der falsche Weg und es ist kein Zufall, dass es am Ende des "Faust" ausgerechnet der Sorge gelingt, das Haus von Faust zu betreten. 
Sorge ist ein Energieräuber und raubt der Seele Wasser.
Ein angemessener Umgang kann beispielsweise sein, sich augenzwinkernd bei Ahriman zu bedanken für die Entwicklung dieser Intelligenz, die fallweise unseren Alltag erleichtern wird. Wir bewegen uns ja ständig in luziferischen Bereichen und auf ahrimanischen Feldern, nichts wird aber beispielsweise Ahriman mehr nerven, als wenn seelisch geistig aufgeschlossene Menschen seine Produktivität nutzen, um sich den Lebensweg zu erleichtern, ohne an seiner geistigen Klebe hängen zu bleiben.

Steiner hat im Übrigen wiederholt darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig Humor in der Erziehung, für das Lernen und überhaupt ihm Zusammenleben der Menschen ist. Er spricht nicht von Erziehungswissenschaft, sondern von Erziehungskunst und hat in der GA 301 (https://lmy.de/JmSs) sich ausführlich beispielsweise auseinandergesetzt mit der Bedeutung des Rhythmus und des kindlichen Spiels im Rahmen dieser Kunst. Wer sie ernst nimmt und zugleich spielerisch mit ihr umgeht, ist als Vater bzw. Mutter Künstler! Nie ist man ein fertiger Künstler. Wir sind immer auf dem Weg, berufen, uns gegenseitig zu unterstützen. 

Herzeloyd muss nicht sein

Im Parzival-Versroman von Wolfram von Eschenbach finden wir die Mutter-Problematik, die hier angesprochen ist, in einer ganz besonderen Variante vor:

Herzeloyde, Herzeleide - im „Parzival“ Wolfram von Eschenbachs haben Namen sehr oft eine hinweisende Bedeutung – hat ihren Mann, der fern der Heimat kämpfte, verloren und will dieses Schicksal ihrem Sohn ersparen, mithin natürlich auch sich selbst (diesen Aspekt eines verkappten mütterlichen Egoismus lassen wir hier beiseite). Sie lebt zurückgezogen mit ihrem Sohn im Wald, kann aber nicht verhindern, dass dieser eines Tages Rittern hoch zu Ross begegnet und glaubt, sie seien Gott. Als er hört, sie kämen von Artus, will er unbedingt zu jenem und zieht los, die Mutter kann ihn nicht aufhalten; mit gibt sie ihm Verhaltenshinweise im Stil der Rotkäppchenmutter, die Parzival und mit ihm beteiligte Personen in ziemlich großes Unglück stürzen werden.

Keine Mutter kann ihrem Kind die Gefahren, die rechts und links vom Weg lauern, ersparen beziehungsweise verhindern, dass jene Wolfskräfte entfalten. Der Weg, den wir gehen, kann im besten Fall der Weg eines Bewusstseins sein, das der derzeitigen Entwicklungsstufe unserer Menschheit angemessen ist: es ist das Christusbewusstsein. Deshalb sagt Christus: „Ich bin der Weg“. 

Aber so wie das Kreuz nicht alleine auf Golgatha steht, sondern rechts und links von ihm die Kreuze, die die ahrimanische und luziferische Energie repräsentieren, so finden sich rechts und links vom Weg Wald und Wiesen, und wohl dem, der gelernt hat, die Wölfe zu entdecken, die sich dort, oft sehr gut getarnt, verborgen halten; manchmal haben sie Kleider der Großmutter an, manchmal sehen sie aus wie Totto-Lotto-Scheine, manchmal sind es sexuelle Energien, frei von Liebe und mithin belastet mit einem hohen seelischen Vernichtungspotenzial. 

"Du musst ..." - "du sollst": oft repräsentieren diese Modalverben ungute Elternenergien

Wir sehen auf eine Zeit zurück, in der es eine Erziehung gab à la Rotkäppchen: Du sollst nicht … du sollst nicht … du sollst nicht …

Die Energie eines neuen Bewusstseins, das für mich das Christus-bewusstsein darstellt, spricht nicht von Verboten, sondern fordert uns auf: Lasst uns gemeinsam …

Lasst uns gemeinsam mit unseren Kindern …
Lasst uns gemeinsam mit den Gefährten unseres Lebens …
Lasst uns gemeinsam mit wachen, bewusstseinsfreudigen Sinnen und zunehmend reinem Herzen den Weg gehen, ohne Angst vor Wiesen und Wäldern und Wölfen und Drachen und sogenannten Hexen.

Lasst uns gemeinsam mit unseren Kindern Liebe lernen, Leben lernen und Liebe leben. Dazu ist der Weg da, auf dem wir auch als Rotkäppchen gehen und gespannt sein dürfen, in welcher Gestalt der Wolf das nächste Mal auftaucht …

Sonntag, 14. Januar 2024

Mann im Märchen: der Jäger im „Rotkäppchen“. - Über real existierende männliche und weibliche Seiten

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Gewiss transportiert das Rotkäppchen-Märchen (Link https://bit.ly/3RUELjf) eine Mutter-Energie, die in unserer Zeit überholt ist - von der Weisheit der Märchen, wie sehr ich sie auch schätze, kann hier nicht (mehr) die Rede sein - und enttarnt werden sollte.
Dazu ein andermal mehr.
Warum das Märchen dennoch für mich so wichtig ist:
Es vermittelt eine männliche Energie, die Männer und Frauen heute in ihrem Inneren bestens brauchen können, gerade in einer Zeit, in der das Männliche kaum mehr seiner wahren Bedeutung gerecht werden kann. Zunehmend wird den Menschen bewusst, wie korrumpiert und kaputt die männliche Energie ist. Sie ist verbunden mit Dominanz und Macht und Konkurrenzdenken und einer zum Teil fast lächerlich anmutenden Aufgeblasenheit - Paradebeispiele dafür sind für mich Erdoğan, Orban und Co. (von „Männern“ wie unserem Bundeskanzler Olaf Sch., dem jede männliche Energie fehlt, nicht zu reden).
Im medialen Bereich ist sie genauso aktiv, sie versteckt sich nur wesentlich besser (Kerner, Lanz und Co.)
Aber es gibt ja auch in Frauen diese männliche Energie, die sich bestens tarnt und leider umso wirkungsvoller aktiv ist gerade im medialen und politischen Bereich. Dass eine Merkel eine höchst effektive männliche Energie hatte, die alles nach Einfluss strebende Männliche in ihrer Umgebung ausradiert hat, mag doch einigen aufgefallen ein (übrig blieben "Männer" wie Peter Altmaier).
Und männlicher in Sprache und Gestus als eine Carolin Kebekus kann auf der Bühne sich kaum ein Mann aufführen.
Natürlich ist Fixierung auf Materielles ebenfalls ein Spezialgebiet des Männlichen, wobei Frauen wie von der Leyen mit ihrem ewig-penetrantem Lächeln oder auch eine Christine Lagarde hier munter mitmischen. Wie weit sind beide davon entfernt, auch einen Aspekt wie diesen einzubringen, dass es nicht nur um ein ständiges Wachstum im wirtschaftlichen Bereich geht, sondern um ein Wachstum im Seelisch-Geistigen - eigentlich ein urweibliches Thema. Man hat den Eindruck, dass die meisten Frauen nicht (mehr) darum wissen, obwohl sie bei jeder Geburt (von der Leyen hat sieben Kinder) damit konfrontiert werden.
Kein Zufall ist beispielsweise, dass eine kranke Seele wie die des Gesundheitsministers Lauterbach die homöopathische Medizin nun endgültig unterminieren möchte mit einem Argument, das in der Geschichte sich wieder und wieder als falsch erwiesen hat: fehlende oder vorhandene naturwissenschaftliche Ergebnisse sind kein Beleg für richtig oder falsch, wahr oder unwahr, weil immer wieder sich zeigte, dass in der Zukunft sich naturwissenschaftliche Positionen als überholt erwiesen haben.
Die Krise um das Männliche hängt damit zusammen dass Frauen - vor Jahrzehnten beginnend - durchaus berechtigte Kritik an männlicher Dominanz übten und gerade in Männern, die aufgeschlossen waren für Veränderung, eine tiefe Verunsicherung ausgelöst haben. Wie sehr darf noch ein Mann Mann sein, auf welche Weise darf er seinen Wunsch, sich sexuell auszuleben, äußern?
Nicht wenige Frauen erwarten von ihm weibliche Eigenschaften, doch wenn er sie zeigt, wird ihm vermittelt, dass er im Grunde genommen unattraktiv ist. Ausgesprochen wird das nicht, aber das Gefühl kennen recht viele Männer, die sich in einer wandelnden Welt zurechtfinden wollen und müssen.
Hinzu kommt, dass nicht wenige Männer erstaunt wahrnehmen, dass es auf der einen Seite ein ernst zu nehmendes weibliches Bewusstsein gibt, auf der anderen Seite aber ein Weibliches, das in den letzten 20 bis 30 Jahren zunehmend vulgärer geworden ist, in einem Ausmaß, das schon erstaunt und dem Männlichen hier weit überlegen ist. Von nicht wenigen Frauen wird Sexualität eingesetzt, um zu suggerieren, das Weibliche bestehe vor allem aus sexuellen Reizen. Dabei ist überraschend, dass es kaum Frauen gibt, die sich dieser Entwicklung entgegenstemmen.
In der Öffentlichkeit ist wahrzunehmen, dass über Männer, die eine doofe sexistische Bemerkung machen, hergefallen wird, dass aber Frauen, die das wertvolle Weibliche auf dem freien Markt verhökern, das ungestört tun können.
Keine Frage ist, dass eine MeToo-Bewegung leider noch extrem wichtig ist, weil das Ausmaß männlicher seelischer Deformation erst in den letzten zehn Jahren so richtig zutage trat. Dazu gehört ja auch, dass im katholischen Bereich es zu wohl 100 % Männer waren, die sich auf hässliche Weise ausgelebt haben, genauso wie es im Bereich des Kindesmissbrauchs und der Kinderpornographie - wenn ich das recht überblicke - vorwiegend Männer sind, die hier ihr schreckliches Unwesen treiben in einem Ausmaß, dass, wenn man die Zahlen der an kinderpornographischen Ringen Beteiligten liest, annehmen muss, dass fast jeder in seiner Nachbarschaft einen Mann kennen könnte, der auf seinem Computer entsprechendes Material archiviert.
Unsere Gesellschaft ist verseuchter, als viele das wahrhaben wollen.
Der Jäger im Rotkäppchen-Märchen macht nicht viel Worte, er setzt um, was er wahrnimmt: Das Schnarchen ist ihm verdächtig, er geht nicht weiter und denkt sich seinen Teil, sondern schaut nach; aber anstatt den Wolf einfach zu erledigen, lässt er dem Gedanken intuitiv Raum, dass anderes Handeln sinnvoller sein könnte und rettet das Leben der Großmutter und von Rotkäppchen. Sein Handeln wird nicht weiter herausgestellt, er tut seine Pflicht und verschwindet von der Bildfläche, aber gesagt sei, dass solch eine männliche Energie für unser aller Zukunft wünschenswert ist, eine männliche Energie, wie sie in jedem Mann, jeder Frau vorhanden sein möge. Sie setzt Intuition, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zu überlegtem Handeln voraus. Das will gelernt sein, aber offensichtlich hat es der Jäger gelernt.
So ist der Jäger mutiger Wächter, Hüter der Heimat, Beschützer des Lebens und kommt damit dem entgegen, was wir von Männern erwarten.
Es wäre zu wünschen, dass unsere Gesellschaft mehr über ein Männliches spricht, das wir benötigen, um eine lebbare Zukunft zu gestalten.
Vielleicht würden dann Fragen, wie, warum Männer auf der Erde Exzesse wie in der Ukraine oder Gaza initiieren und Frauen und Mütter doch recht klaglos für das Abschlachten von Leben ihre Männer und Söhne zur Verfügung stellen, endlich unüberhörbar werden ...

Link zum Märchen: https://bit.ly/3RUELjf

Das Rotkäppchen-Märchen der Gebrüder Grimm – über seine männlichen und weiblichen Seiten.

Sonntag, 5. November 2023

Herzensbildung: ihre Entstehung, ihre Erscheinungsformen, ihr unendliches Potential (Teil I)

Gewiss wäre es schön, wenn hier viele zusammentragen, was sie unter Herzensbildung verstehen. Mit meiner Ansicht über sie kann ich hier natürlich nur einige Aspekte wiedergeben, die zudem sehr subjektiv sind und meinen Erfahrungen entstammen - das bitte ich zu berücksichtigen.

Heinrich, der Wagen bricht!

In einem Kommentar unter diesen Beitrag auf Facebook habe ich darauf hingewiesen, dass das Erlangen von Herzensbildung mit innerem Kampf und Leid verbunden ist. Das hängt damit zusammen, dass vor allem Leid die Verkrustungen und Verengungen unseres Herzens zu sprengen vermag, worüber auf geniale Weise das Grimm-Märchen „Der Froschkönig“ Auskunft gibt - übrigens eine wahre Medizin für Herzen auf dem Weg zu ihrer Bildung (Link und Auszug s. Schluss). Beeindruckend, dass dem Kutscher des Königssohnes das Leid seines Herrn so nahe geht, er so mitfühlt, dass es ihm zum eigenen Leid wird. Wenn es am Ende des Märchens gehen darf, wird es sein Herz weiter sein lassen als zuvor. Mitleiden, mitfühlen weitet unser Herz und diese Weite kennt keine Grenzen.
Gewiss kann Leid - wir sehen das gerade bei älteren Menschen - auch zu zunehmender Verhärtung führen, aber die meisten werden Beispiele aus ihrem persönlichen Bereich kennen, die ihnen vermitteln konnten, wie sehr Leid in einem positiven Sinne Menschen zu verändern vermag und auf sie selbst zuführen kann, zum inneren Kern ihres eigenen Wesens.
Nie bewegt sich in den normalen, alltäglichen Phasen unseres Lebens unser Herz so sehr wie in jenen, in denen es sich zwangsläufig bewegen muss, weil es sich mit Leidvollem auseinanderzusetzen hat. Das gilt auch für Erfahrungen von Leid, mit dem wir in unserem unmittelbaren Umfeld konfrontiert werden. Wer beispielsweise mit der Suchtabhängigkeit eines nahen Verwandten oder Bekannten konfrontiert worden ist, weiß, wovon ich spreche. Solche Erfahrungen führen zu einer existenziellen Eigenschaft, ohne die wahre Herzensbildung nicht möglich ist:
Der Mensch hört zunehmend auf zu werten.
Leid führt zu der Erkenntnis, dass es in Bezug auf menschliche Seelen keinen Unterschied macht und vor dem Leid, dessen man in der Seele eines anderen ansichtig wird - auch eines Menschen, den man nicht näher kennt -, jedes Richten und Urteilen schweigt.

wie wir vergeben unsern Schuldigern

Ein Mensch auf dem Weg der Herzensbildung wird sich auch der Tatsache bewusst, dass jemand, der sich seelisch grausam verhält und mitleidlos, vielleicht aber dennoch gar momentan reich ist und glücklich erscheint, dem Leid nicht entgehen kann. Manche Seele mag angesichts der verbrecherischen Taten von Gewaltherrschern und Despoten, wie sie auf der Erde sich zu jeder Zeit in Hülle und Fülle zeigen – auch im Moment -, schweigen, weil sie sieht, welches unendliche Leid womöglich über viele Leben Despoten und Gewaltherrschern bevorsteht. Gewiss hilft das deren Opfern wenig, wobei wir in karmische Zusammenhänge, in die fast jedes Opfer involviert ist, zumeist nicht hineinsehen. Was mich – auch wenn es hier nicht zum Thema gehört, sei es dennoch gesagt – tröstet in dieser Zeit, ist meine Erkenntnis, dass sich solche karmischen Zusammenhänge – und dies betrifft ja auch uns selbst – recht schnell auflösen können, weil Zeit momentan zunehmend beschleunigt und die Bitte des >Vater unser< – „vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern“ – stärker und stärker Realität werden kann, weil mehr und mehr Menschen auf Vergeltung verzichten und immer wieder oder gar täglich um die Vergebung der Schuld anderer bitten - gerade auch jener, unter der sie selbst zu leiden hatten - , oft im Rahmen ihres bewusst täglich gebeteten >Vater Unser<.

 „Ba-Ba-Banküberfall, das Böse ist immer und überall“ (Erste Allgemeine Verunsicherung)

Erfahrungen, die wir machen, führen uns zu der Erkenntnis dass es ohnehin so viele Geschehnisse gibt, die wir nicht kennen, dass sie sich einer Beurteilung von unserer Seite entziehen; wir können im Bereich des Bösen und des Guten nicht alles kennen, was sich zuträgt. Diese Erkenntnis, dieses Bewusstsein hat zur Folge, dass wir ein Urteilen und Richten über andere beenden; wir überlassen es einer höheren Macht.
Vielen wird zudem bewusst, dass, wenn sie früher über Böses und Böse ein Urteil fällten, sie zumeist über ihre eigene Vergangenheit ein Urteil sprachen. Einblicke in frühere Leben können uns mit der Tatsache konfrontieren, dass wir unter Umständen sehr spirituell unterwegs waren, beispielsweise als Medizinmann, als weise Hexe oder im Bereich der Kirche, aber dass wir auch richtig große Schurken waren. Gerade letzter Tatbestand führt ja in unserem Leben dazu, dass wir sehr oft die Tiefe des Bösen in den Seelen der anderen wahrnehmen, bisweilen auch, ohne dass sie sich real gezeigt hat, weil wir sie bestens kennen.

 ein jeder sieht, was er am Herzen trägt

Goethes Worte zu Beginn des > Faust I < - „ein jeder sieht, was er am Herzen trägt“ - verweist darauf, wie sehr Menschen ihre unterschiedlichen Erfahrungen gewichten und welchem Herzensbereich sie die Oberhand zugestehen. Es ist ja nicht so, dass Menschen, die immer nur die ganze Zeit über Negatives auf der Welt sprechen, früher nur negative Erfahrungen gemacht hätten. Aber das Negative zieht eben mehr nach unten, hat ein schwereres Gewicht und das erfordert weniger Aufwand, um es zu aktualisieren, ist es doch zu unseren Füßen. Erfahrungen aus seelisch geistig wertvolleren und höheren Bereichen verlangen die Überwindung der Schwerkraft, die ja nicht nur eine Schwerkraft im Äußeren ist, sondern auch eine Schwerkraft der Seele. Ein Zeichen dafür, dass ein Mensch sich seelisch entscheidend verändert, ist, dass er Situationen und Worte vermeidet oder in seinem Umfeld unterbindet, die Negatives verstärken. Zunehmend verspürt er jene schwere Kraft, die die Seele nach unten drückt. Das lässt beispielsweise den ein oder anderen manches Fernsehprogramm, das er gerade einschaltet, gleich wieder ausmachen.

Wer sich davon befreit, nimmt wahr, dass das Herz freier schlagen kann und dass es beginnt, sich ausdehnen zu wollen. Es kann durchaus sein, dass Herzschmerzen einem Menschen signalisieren wollen, dass das Herz sich ausdehnen will und dass es nur ein bewusstes JA für diesen Prozess benötigt.

Wer sich innerlich bilden möchte und Geschehen, das bisher in seinem Kopf beheimatet war, deshalb aus dem Kopf ins Herz verlagert, der bedarf natürlich eines zunehmend weiteren Herzens - und keine Sorge: ein sich ausweitendes Herz kennt keine Grenzen.

 eine Etappe auf dem Weg der Herzensbildung: Karfreitag
Wenn ich oben von Kampf gesprochen habe, dann deshalb, weil die Überwindung von eigenen Schwächen, Süchten und Gewohnheiten die Bereitschaft erfordert, für deren Überwindung zu kämpfen. Oft ist es so, dass der Mensch eine lange Zeit kämpfen muss, bis in ihm die Bereitschaft und die Erkenntnis wächst, dass die Lösung darin liegt, aus dem Kampf herauszugehen. Lange Zeit allerdings hat Parzival darum gekämpft, die Gralsburg wiederzufinden. Es war dann an einem Karfreitag, dass er aus diesem Kampf herausgehen konnte, weil er einem Menschen - im „Parzival“ Wolfram von Eschenbachs heißt er Trevrizent - treffen durfte, der ihm vermittelte, dass er all sein Leid unter jenes Kreuz legen darf, das er selbst trägt und erfolgreich tragen darf, weil es für ihn zuvorderst ein Anderer trug.

Herzensbildung kommt zu irgendeinem Zeitpunkt nicht ohne dieses Karfreitagserlebnis aus und niemand möge es in einem Topf werfen mit dem, was sich auf unserer Erde als christliche Religion ausgibt. Das Karfreitagsgeschehen ist überreligiös, es ist ein Bewusstsein, das sich in uns bildet, und es bildet sich in einem muslimischen oder hinduistischen Herzen genauso wie in dem eines sogenannten Atheisten oder bisher normativen Christen.

Mit dem Kampf und dem Aus-dem-Kampf-gehen-Dürfen verhält es sich übrigens so wie mit der Wohnungssuche: Seltenst ist es der Fall, dass eine neue Wohnung einem einfach so zufällt. Meistens ist es doch so, dass man viel Zeit und Energie investieren muss, um die richtige zu finden. Es gehört zu meiner Erfahrung, dass ich den Eindruck hatte, es ist dieses Sich-Bemühen notwendig, damit die richtige auf mich zukommt.
Ähnlich verhält es sich mit dem Parzival-Kampf: Wer glaubt, im Sessel sitzen zu können und einfach auf den Karfreitag zu warten, der mag ihn kalendarisch erreichen, nicht aber seelisch.

Ich beende hier diesen Teil, wiewohl ich weit weniger als ich eigentlich wollte, ansprechen konnte; ich melde mich wieder -)

Worauf ich oben hinwies, war jenes wunderbare Märchen vom Froschkönig ( https://bit.ly/46Vjo7y ), in dem zu guter Letzt sich jene Stelle findet, um die alle wissen, die auf dem Weg der Herzensbildung sind, denn sie kennen, was geschieht, wenn das Herz sich ausdehnen möchte - nach all den Erlebnissen tut es dort auf einmal laute Schläge und es findet sich der Wortwechsel zwischen dem Ex-Frosch und Königssohn sowie seinem Kutscher:

Und als sie ein Stück Wegs gefahren waren, hörte der Königssohn, daß es hinter ihm krachte, als wäre etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief:

"Heinrich, der Wagen bricht!“
"Nein, Herr, der Wagen nicht,
Es ist ein Band von meinem Herzen,
Das da lag in großen Schmerzen,
Als Ihr in dem Brunnen saßt,
Als Ihr eine Fretsche (Frosch) wast (wart).“

Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem Weg, und der Königssohn meinte immer, der Wagen bräche, und es waren doch nur die Bande, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr erlöst und glücklich war. 

Mögen viele Bande vieler Menschen in dieser unserer Zeit zerreißen!

Montag, 13. März 2023

„Hier wohnt jeder frei“. - Die wundersame Botschaft des Brüder-Grimm-Märchens „Das Mädchen ohne Hände“.

Dieses Märchen hat mir sehr deutlich bewusst werden lassen, auf welche Weise Freiheit in meinem Leben zu leben möglich ist. Dass aber gewisse Angstmacher freiheitsraubend aus den unterschiedlichsten Richtungen kommen (wobei ich gar nicht abstreiten will, dass sie es - zum Teil - gut meinen).
Dem Märchen bin ich gerade auf diesem Hintergrund für seine mir vermittelte Erkenntnis sehr dankbar.

Zunächst ein Blick auf die Handlung und Hinweise zum Verständnis:

Ein Müller hatte im Wald einem Unbekannten, was hinter seiner Mühle sich befände, versprochen; stattdessen sollte er reich werden. Doch befand sich nicht nur, wie er dachte, ein Apfelbaum, sondern auch seine Tochter hinter der Mühle. 

Der Unbekannte war der Teufel und nach drei Jahren würde ihm die Tochter gehören; doch war sie, als die Zeit gekommen, so rein, dass der Teufel keine Macht über sie haben konnte. Nur musste sie, damit ihr Vater nicht dem Teufel verfiele, ihre Hände opfern.

Der Vater versprach seiner Tochter, die ohne Hände vor ihm stand, sie zeitlebens aufs Köstlichste zu halten. Doch wusste das Mädchen, dass es in des Vaters Haus nicht bleiben könne. Es ließ sich die verstümmelten Arme auf den Rücken binden und verließ das Vaterhaus.

Aus den unterschiedlichsten Ursachen heraus geschieht es, doch wir wissen, dass alle Märchenhelden - wie der verlorene Sohn im biblischen Gleichnis - aus dem Vaterhaus aufbrechen. Wir wissen auch, dass wir Menschen - Opfer der aus der Bibel bekannten Schlangenintrige - auf dieser Seelenreise unterwegs sind. 
Ganz unterschiedlich nur geschieht dieses Unterwegs-Sein unter uns Menschen: Manche treiben es sehr bunt wie der verlorene Sohn der Bibel, der sich mit Prostituierten bzw. zahlreichen Liebschaften herumtrieb und dem Gott Mammon verfallen war, dem Geld und dem irdischen Trubel - heute wäre er vielleicht Aktionär, würde seine Zeit mit dem Studieren entsprechender Kurse verbringen, es mit Krypto-Währung versuchen und allen möglichen Gesundheitsmoden frönen aus klammheimlicher Angst vor dem Tod und in der Hoffnung, künstliche Intelligenz könne ihm noch rechtzeitig ein (fast) immerwährendes Leben bescheren. Zugleich aber gibt es auch Zeitgenossen, die sich um eine innere Reinigung bemühen und oben beschriebenen Sogwirkungen ein Bewusstsein für ein geistiges Ziel entgegensetzen mit all den Gefährdungen, die natürlich dennoch mit ihrem Leben verbunden sind.

Wenn in unserem Märchen das Mädchen des Nachts an einen wunderschönen Garten kommt, dann bedeutet das - und wir kennen solch eine Bedeutung aus der Bibel, wenn Nikodemus des Nachts zu Jesus kommt -: dies geschieht im Unbewussten, im Schlaf, wenn die Seele, das Ich und der Astralleib also, sich vom Körper, der mit dem ätherischen Leib zusammen im Bett liegen bleibt, lösen und in einer jenseitigen Welt unterwegs sind und, wenn es sein darf, wie Nikodemus dort Jesus, dem Christusträger, begegnen.

In diesem Garten gelingt ihm trotz seiner Behinderung, von einem Birnbaum eine Frucht zu essen. Der König, dem der Garten gehört, entdeckt den Verlust am nächsten Morgen und legt sich in der kommenden Nacht auf die Lauer. Tatsächlich kommt das Mädchen wieder, um eine Birne zu essen, und gesteht dem König, dass es ein armer Mensch sei, von allen verlassen, nur von Gott nicht.
Der König nun nimmt das junge Mädchen zur Gemahlin, weil es so schön und fromm war.

Schönheit im Märchen weist in der Regel auf die Schönheit der Seele hin - Märchen kennen eine falsche, weil nur äußerliche Schönheit; der König aber spürt eine Korrespondenz zu der jungen Frau ohne Hände in seiner Seele und dass er gefunden habe, was er sucht. Er mag auch gespürt haben, dass da eine Seele vom Baum des Lebens, dem Birnbaum, den er besaß, gegessen hatte. Zunächst im Unbewussten war dem Mädchen damit auf seiner Seelenreise die Gnade zuteil geworden, in seine Seele den Samen des Wissens aufgenommen haben zu dürfen, dass es in Wahrheit keinen Tod gibt.

Eine entscheidende Prüfung folgt

Es geschieht, dass der König zu Felde ziehen muss. Der Teufel nun bringt es, mit allen Wassern zu möglichen Intrigen gewaschen, zustande, dass das Mädchen, inzwischen Mutter eines Sohnes, das Königshaus in Abwesenheit ihres Mannes, des Königs, verlassen muss. Mit seinem Kind, gebunden auf seinen Rücken, verlässt es das Königshaus und gelangt in einen wilden Wald. Im Märchen - wir kennen ihn u.a. auch aus „Hänsel und Gretel“ - repräsentiert der Wald die Unbillen, Fallgruben und Wirrnisse unseres menschlichen Lebens. 

In ihrer Reinheit betet die junge Königin zu Gott und der Engel des Herrn führt sie zu einem kleinen Haus, daran war ein Schildchen befestigt, auf dem stand: 

„Hier wohnt jeder frei.“

Aus dem Haus tritt eine weiße Jungfrau, die sich als Engel Gottes ihr offenbart, von Gott gesandt, sie und ihr Kind zu verpflegen.

Noch hat der Vater des Kindes seine Frau und seinen Sohn nicht gefunden, die er bei seiner Rückkehr so vermisst; es wird noch sieben Jahre dauern und in der Realität unseres Lebens würde die Mutter vielleicht von Hartz IV bzw. dem Bürgergeld leben, vielleicht mit Hilfe einer Tafel sich ernähren oder alleinerziehend und im Spagat zwischen Kindererziehung und beruflicher Tätigkeit leben müssen. Doch wüsste sie sich beschützt von einem Engel.

Wie aber vermag ein Mensch in einer Gesellschaft wie der unseren in einem Haus leben, in dem  jeder, der darin wohnt, frei leben kann?

Als mir  tiefergehend als bisher bewusst wurde, warum und wie das sein kann, fühlte meine Seele sich richtig erleichtert: in ihrem Haus war uneingeschränkt Freiheit möglich; es hing allein von mir ab. 

Dieses Haus ist natürlich mein bzw. unser Seelenhaus. 
Vor vielen Jahren hatte ich einen Traum, in dem ich ein großes Haus betrat und über das Treppenhaus hochstieg, immer wieder in die Etagen hinein und zugleich einen Blick durch das ganze Treppenhaus hatte. Auf einem Stockwerk betrat ich ein Zimmer und war doch sehr erstaunt: in ihm befanden sich zwei Personen, die ich gar nicht kannte … Ich konnte schon in einige Teile dieses Hauses Einblick nehmen und immer wieder fast durch das ganze Treppenhaus sehen, aber es lebten im Haus doch offensichtlich auch noch Teile von mir - im Traum diese zwei Personen -, über deren Vorhandensein ich gar keine Kenntnis hatte.

Das Märchen aber sagte mir: Es gibt die Möglichkeit, in einem Haus zu wohnen, in dem ich frei bin.

Und das in einer Welt voller Krieg, Millionen von Vertriebenen, viraler Gefahren, einem immensen Arm-Reich-Gefälle, der Tatsache beispielsweise, dass sich die Menschheit freiwillig der Börse ausgeliefert hat, die ihr monetäres Schicksal immer wieder anarchisch unberechenbar bestimmt, einem Klima, dass sie zwar weitgehend durch ihr Seelenverhalten bestimmt, aber von diesem Umstand noch keine Ahnung hat, einem Sack voll alter Männer, die mit ihrer verkommenen Männlichkeit noch bestimmen, wo es auf unserer Erde lang zu gehen hat, noch zu vielen Frauen, die diese Männlichkeit gut finden, imitieren und und und …

Wie es der Zufall will, schickte mir eine Bekannte den Link eines im Ruhestand befindlichen Mediziners namens Sucharit Bhakdi zu, von dem ich im Zusammenhang mit Corona schon gehört, aber mich nicht mit ihm weiter beschäftigt hatte; ich wusste nur, dass er dem ganzen Corona-Wirbel, allerdings aus wissenschaftlicher Sicht (nicht alle akzeptieren wohl seine Wissenschaftlichkeit), vergleichbar skeptisch wie ich damals gegenüberstand (ich bin mir ziemlich sicher, dass sich in einigen Jahren, vielleicht auch Jahrzehnten, herausstellen wird, dass die meisten an Corona Erkrankten nicht wegen des Virus, sondern wegen einer seelisch-physischen Disposition ihres Körpers und ihrer Seele, für die sie selbst verantwortlich waren, erkrankt sind - das mag nicht in allen Fällen so gewesen sein, aber in vielen -, wobei sie deshalb in keiner Weise „schlechte“ Menschen sind ). Es ging in diesem Video des Herrn Bhakdi darum, dass Daten von Menschen „das neue Gold unserer regierenden Elite“ seien. „Wer unsere persönlichen Daten hat, erlangt Macht und Kontrolle über uns. Die jüngsten Entscheidungen zur Einführung des digitalen Impfpasses und die digitale Währung der Zentralbank sind genau aus diesem Grund gefallen“, so war Bhakdi zu vernehmen.

Auf dem Hintergrund des Märchens wurde mir schlagartig bewusst, dass das Anliegen dieses Herrn Bhakdi sicherlich gut gemeint war, aber im Sinne des Märchens die Menschen in eine falsche Richtung wies und einen wirkmächtigen Virus enthielt.

Über mich hat niemand Macht! 
Wer meine persönlichen Daten hat, mag Zugriff auf meine gesellschaftliche Existenz haben, aber das bin nicht ICH, das macht nicht mich aus! 
Macht über mich können Süchte haben, geistige bzw. astrale Wesenheiten, wenn ich sie nicht erkenne. Die Aussage Sucharit Bhakdis aber verrät - wie so oft auch bei aufgeschlossenen Menschen (ich habe Vergleichbares auch für Daniele Ganser aufgezeigt), dass sie auf das Materielle und Physische und die Oberfläche gesellschaftlicher Geschehnisse fixiert sind, aber die Kraft der Seele und des Geistes nicht einbeziehen.

Wir sollten darum wissen, um nicht auf einen Virus wie: „Wer unsere Daten hat, hat Macht über uns“ hereinzufallen und, weil sie uns nicht bewusst ist, ihrer klammheimlichen Wirkkraft ausgesetzt zu sein.

Das Mädchen im Märchen gibt die Richtung vor, wie wir uns am besten zu verhalten haben, indem wir uns immer wieder reinigen, weinen, wenn es uns nicht gutgeht und verlieben, wenn der Königssohn kommt (oder die Königstochter), aber nicht hereinfallen auf die Angstschürer dieser Zeit, heißen sie Lauterbach oder Bhakdi (wobei ich beide nur in diesem Punkt auf einer Ebene sehe).

Wieler, der (Ex-)RKI-Präsident, Lauterbach, der Krankheitsminister vieler Deutschen, und früher Merkel - heute heißt sie Scholz - haben ununterbrochen Angst geschürt, waren permanente Bedenkenträger und das war ihre Methode, Macht auszuüben. Damit unterstützen sie geistige Kräfte, denen daran gelegen ist, dass Menschen sich mit ihrem möglichen Frei-Sein nicht beschäftigen. Nur aber wer auf dem Weg zur Freiheit ist, kann die Möglichkeiten seines seelisch-geistigen Seins auszuschöpfen lernen.

Im Übrigen halte ich auch Ratschläge Herrn Bhakdis wie unter anderem jenen, doch einfache Mobiltelephone zu benutzen, Smartphones nicht, für keinesfalls hilfreich, weil sie eine Haltung fördern, die auf das Blockieren von Entwicklung aus ist. Diese Einstellung aber ist für die Zukunft auf unserer Erde nicht seelisch zielführend. Gewiss kann es nicht schaden, Smartphones weniger zu benutzen als das bei den meisten geschieht oder beim Umgang mit persönlichen Daten sehr vorsichtig zu sein. Aber seelisch fortschrittliche Kräfte dürfen nicht auf das Blockieren von Entwicklung verlegt sein, sondern sollten von der Zugspitze möglicher Entwicklungen aus bestrebt sein, den Zug auf die richtigen Gleise zu lenken und die Möglichkeit zu haben, Weichen zu stellen. Es bringt nichts, wenn wir an den Menschheitszug hinten ein paar Brems-Wagen anhängen. Es gilt, die Lokomotive zu entern und die Weichen von der Spitze aus richtig zu stellen. 
Viel zu oft blockieren spirituell orientierte Menschen gesellschaftliche Entwicklungen, anstatt sie mit viel weniger Aufwand von der Zugspitze aus in die richtige Richtung zu lenken. Mit ständigem Skeptizismus und zum Teil fast krankhafter Vorsicht eliminieren sie die Wirkkräfte ihrer Seele -im Übrigen auch auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit.

Unser Seelenhaus - ein Haus der Freiheit

In diesem Haus der Freiheit, auf welches das Märchen Bezug nimmt,  hat niemand Macht über mich. Die entsprechende Aussage S. Bhakdis schwächt die Menschen! 

Mitten auf der Erde bin ich frei! Das bin ich mit Hilfe eines Engels, vielleicht auch vieler Engel, verstorbener Seelen, die um mich sind, göttlicher Wesen.

Das ist für mich eine klare und sehr wertvolle Erkenntnis, die mir das Märchen vermittelt: Auf dieser Erde gibt es einen Raum für mich, in dem regiert die Freiheit, wenn ich es seelisch-geistig will; es ist das Haus meiner Seele. 

Wer noch nicht dort ist, der reise dahin! -  Zu sich!

Das war und ist auch das Geheimnis der großen Seelen früherer und der heutigen Zeit: Inmitten der Gefährdung ihrer gesellschaftlichen Existenz lebten bzw. leben sie in ihrem Haus der Freiheit!

Ich möchte empfehlen, in diesem Sinne dieses wunderbare Märchen in Ruhe ganz und zuende zu lesen: https://bit.ly/3ZTGnME