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Freitag, 11. Juli 2025

Die dritte Reue Sophias und Psalm 70 - Spiritualität darf kein Ersatz für gelebte 3-D-Realität sein.

  • Spiritualität darf kein Ersatz für gelebte 3-D-Realität sein.
  • Vorsicht vor dem Licht Luzifers - es ist nicht das göttliche Licht ´Ain Soph Or´.

Die ersten beiden Reuegesänge der Sophia haben durch ihre Wortwahl deutlich gemacht, wie angegriffen ihre Seele ist durch das vergangene Geschehen, schließlich ist sie auf der Ebene des Chaos gelandet.
Wie sie in diese Situation kam, habe ich in dem Auszug, der sich auf meinem Blog Wortbrunnen befindet, wiedergegeben, was also sie zu der ersten und den folgenden Reuen veranlasst hat. Deutlich wird hier, dass Sophia eigentlich etwas wollte, was jeder, der spirituell unterwegs ist und eine höhere Lichtqualität anstrebt, auch tun würde: Sie erahnte die übergroße Lichtrealität des Ain Soph Or, des wahren göttlichen Lichtes, zwar nur hinter einem Schleier, aber dieser Eindruck muss dennoch so gewaltig gewesen sein, dass sie - um es etwas flapsig auszudrücken - alles stehen und liegen ließ und nur noch dieses Licht anstrebte.

Zugleich aber wird deutlich, worin für mich, wenn ich es denn einmal bewerten möchte, ein entscheidender Fehler liegt, der zu jener fast ausweglos scheinenden Situation führte, in der sie sich während ihrer Reuegesänge befindet: 
Und sie hörte auf, das Mysterium des Dreizehnten Äons zu vollführen und sang stattdessen Loblieder an das Licht der Höhe, welches sie im Licht des Schleiers der Schatzkammer des Lichts gesehen hatte.
Sie wollte nur noch in die Höhe und noch einmal wird im weiteren Verlauf darauf verwiesen, dass sie aufgehört hatte, ihr Mysterium zu vollziehen; stattdessen seufzte sie fortwährend und suchte nach dem Licht …

Gewiss ist es nicht falsch, nach dem Licht zu suchen, aber man darf dabei den Weg der Mitte nicht verlassen und der besteht in einer angemessenen Ausgewogenheit zwischen links und rechts, zwischen weiblichem und männlichem Verhalten, zwischen der Existenz auf 3 D und höherer Dimension.

Sophias Fehler, wenn man es so bezeichnen will, besteht also in der Tatsache dass sie ihre Arbeit auf der Ebene des Dreizehnten Äon eingestellt hat. Das Dreizehnte Äon ist ihre Heimat, dort wirkt sie, lebt sie, arbeitet sie. Indem sie ihr Wirken, ihr Arbeiten dort einstellt, macht sie einen entscheidenden Fehler, den wir als Menschen genauso machen können und deshalb ist es mir wichtig, ihn aufzugreifen und zu benennen:
Selbst wenn wir nach Höherem streben, dürfen wir nicht unsere Basis, unser Fundament, unser Wirken auf der 3-D-Ebene, unserer alltäglichen Realität also, einstellen beziehungsweise vernachlässigen. Rudolf Steiner würde sagen dass wir ansonsten ein Opfer Luzifers würden. Das ist dann der Fall, wenn Menschen fast nur noch in Spirituellem schwelgen, sei es, womöglich sich nur noch über Entsprechendes unterhalten oder sich mit entsprechenden Themen beschäftigen. Das ist absolut ungesund und führt dazu, wie es bei Sophia der Fall war, dass die Kräfte der Unterscheidung, die uns durch unsere Erfahrungen auf der 3-D-Ebene zur Verfügung stehen und dadurch überhaupt erst gebildet und geschult werden, dass diese Kräfte der Unterscheidung also uns verloren gehen. Dann hat Luzifer ein leichtes Spiel mit uns, er führt uns problemlos an der Nase herum und an der Christusebene vorbei - das ist sein Ziel, sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken, sein Licht als das wahre Licht auszugeben und die Menschen Christus vergessen zu machen. Solche Menschen fallen ohne es zu merken, der Energie der Archonten anheim, vergöttern das falsche Licht.
Wenn Menschen in diesem Bewusstsein sterben, werden sie in der geistigen Welt höchste Schwierigkeiten haben zu erkennen, wo sie sich befinden und wie geistig vertrackt ihre Situation ist. Das kann dazu führen, dass weitere Leben mit diesem geistig in die Irre führenden Hintergrund folgen.

Ich habe bereits darauf verwiesen, dass das Folgende auf Befehl des Ersten Mysteriums, also im Grunde vor allem der Vaterebene geschieht. Aber auch aufgrund ihres Seufzens und den Umständen ihrer Suche erkennt Sophia nicht, wer hinter dem Löwengesicht sich verbirgt, Authades, Gott Selbst-Wille nämlich.

Ich vermute, dass viele von uns schon in früheren Leben diese Sophia-Erfahrung gemacht haben, vielleicht, ja wahrscheinlich sogar mehrfach. Nie hört diese mephistophelische Kraft freiwillig auf zu wirken!

Nun aber zum Beginn der dritten Reue Sophias:
Jesus lobt Petrus aufgrund seiner Erkenntnis - jener brachte den 71. Psalm ein (siehe 2. Reue) - und wendet sich dann auch den anderen Jüngerinnen und Jüngern zu, ihnen versichernd, dass er sie mit Geist erfüllen werde, so dass sie vollendet in den göttlichen Königreichen genannt werden sollen. 
Und Amen, Amen, ich sage euch: Ich werde euch mit allen Mysterien aller Regionen meines Vaters und aller Regionen des Ersten Mysteriums [vor allem der göttlichen Vaterebene also] ausstatten, so dass, wen immer ihr auf Erden anerkennt, im Licht der Höhe anerkannt sein wird, und wen immer ihr auf Erden ablehnt, im Königreich meines Vaters im Himmel abgelehnt sein wird.
Jesus fährt fort:
„Doch hört nun, und hört genau auf alle Reuen, die Pistis Sophia sprach. Sie fuhr nun fort und äußerte ihre dritte Reue, indem sie sprach:

1 Oh mächtiges Licht, schütze mich und rette mich.
2 Mögen die zunichte werden und in der Finsternis verbleiben, die mein Licht ergreifen wollen. Möge ihnen Chaos gegeben werden und sie beschämt werden, sie, die mich meiner Kraft berauben wollen.
3 Mögen sie geschwind der Finsternis übergeben werden, sie, die mich angreifen und sagen, „Wir haben über sie triumphiert.“
4 Und mögen stattdessen alle, die nach dem Lichte suchen, feiern und sich freuen, und sie, die sich nach deinen Mysterien sehnen, mögen sie für immer sagen: Verherrlicht sei das Mysterium.
5 Rette mich nun, oh Licht: Ich bin meines Lichtes beraubt, denn sie haben es von mir genommen, und ich bedarf meiner Kraft, denn sie haben sie ergriffen. Oh Licht, du bist mein Erlöser und du bist mein Befreier. Oh Licht, rette mich rasch aus diesem Chaos.


Und als Jesus aufgehört hatte, diese Dinge seinen Jüngern zu sagen, sprach er, „Dies ist die dritte Reue von Pistis Sophia.“ Und er sagte zu ihnen, „In wem der wahrnehmende Geist sich regt, der komme nach vorn und erkläre die Lösung dieser Reue von Pistis Sophia“

Und es geschah, bevor Jesus noch zu Ende geredet hatte, dass Martha nach vorne kam, zu seinen Füßen niedersank und sie liebkoste, weinte und in Bescheidenheit sprach, „Mein Herr, zeige mir deine Gnade und habe Mitleid mit mir, und lass mich die Lösung der Reue, die Pistis Sophia gegeben hat, sprechen.“

Und Jesus streckte seine Hand über Martha aus und sprach zu ihr, „Gesegnet ist ein jeder, der Bescheidenheit beweist, denn dieser wird Gnade erhalten. Nun denn, Martha, du bist gesegnet. Gib die Lösung der Reue von Pistis Sophia.“

Martha antwortete sodann und sprach zu Jesus unter den Jüngern, „Inbetreff der Reue, die Pistis Sophia gab, oh mein Herr Jesus, hat deine Lichtkraft einmal durch David im 70. Psalm prophezeit, wo sie sagte:

1 Oh Gott, eilends komme zu meiner Rettung.
2 Lass die beschämt und erniedrigt werden, die nach meiner Seele trachten.
3 Mögen sie zurückgewiesen werden und zuschanden werden, die jetzt über mich lachen, „Ha! Ha!“
4 Lass all jene, die dich zu erhöhen suchen und sich an dir freuen, lass jene, die deine Befreiung lieben, für immer sagen: Möge Gott erhöht werden.
5 Doch ich bin betrübt und elend, oh Gott, komm` doch zu mir. Meine Hilfe und meine Rettung bist du, JHWH, verspäte dich nicht.


Dies ist die Lösung der dritten Reue, welche Pistis Sophia gab, als sie Loblieder an die Höhe sang.“
J.J. und Desiree Hurtak machen im Rahmen der Pistis Sophia an dieser Stelle aufmerksam auf wunderbare Zeilen über Sophia, die Weisheit, zu lesen im Buch der Weisheit, auch Weisheit Salomos genannt, in Kapitel 7 (24ff); diese Zeilen verweisen auf die wahre Weisheit, die gerade dadurch existiert, dass auch sie, Sophia, - auf Veranlassung des Ersten Mysteriums (!) -, so wie wir, Erfahrungen machen muss, so dramatisch und durchdringend, wie wir sie schon im Rahmen der ersten und zweiten Reue vorgefunden haben, Erfahrungen, die auch eine Weisheit sich immer weiter entwickeln lassen:
24 Die Weisheit ist beweglicher als alle Bewegung; / in ihrer Reinheit durchdringt und durchwaltet sie alles.
25 Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes / und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers; / darum dringt nichts Verunreinigtes in sie ein.
26 Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, / der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, / das Bild seiner Güte.
27 Sie ist nur eine und vermag doch alles; / ohne sich zu ändern, erneuert sie alles. Von Geschlecht zu Geschlecht tritt sie in heilige Seelen ein / und schafft Freunde Gottes und Propheten;
28 denn Gott liebt nur den, / der mit der Weisheit zusammenwohnt.
29 Sie ist schöner als die Sonne / und übertrifft jedes Sternbild. / Sie erweist sich strahlender als das Licht;
30 denn diesem folgt die Nacht, / doch über die Weisheit siegt keine Schlechtigkeit.

 

Sonntag, 6. Juli 2025

Der tiefe Fall der Pistis Sophia und ihre dreizehn Stufen der Reue: eine Stufenfolge zurück ins Licht!

Wie seltsam, ja fast absurd will es mir selbst vorkommen, dass ich mitten im Hochsommer auf Reue - Luther sprach statt von Reue von „Buße“, im Griechischen findet sich das Wort „metánoia“, man könnte es am besten mit „Sinneswandel“ oder „Umkehr in seiner höchsten Form“ wiedergeben - verwiesen werde.

Die ganze esoterische Welt tönt von „Aufstieg, Aufstieg, Aufstieg“ - ich nenne beispielhaft Dieter Broers, Danielle Gernandt, Kerry K oder auch die Astrologin Silke Schäfer mit ihren 220 000 Followern - doch mein Inneres wird in eine ganz andere Richtung verwiesen, und das auch noch dreizehnfach.
Das wird mit meiner persönlichen Situation und Entwicklung zusammenhängen, doch scheint es mir kein Zufall, dass ich in diesen aktuellen Zeiten mich gehalten fühle, die dreizehn Reuestufen der Sophia zu veröffentlichen.

Ich war in meiner Lektüre der „Pistis Sophia“ (hg. von J.J. und Desiree Hurtak; mehr zu diesem Werk im Beitrag vom 13. Juni) zu einer ersten Reue der Sophia, die sie aufgrund ihres Falls aus dem 13. Äon aussprach, gelangt und war schon verwundert, konnte das aber nachvollziehen, dass sich weitere anschlossen; nach der siebten, dachte ich, ist Schluss und genug der Reue. 
Dass es dann aber weiterging bis zu einer zwölften, ja gar zu einer dreizehnten, das hat mich doch dann mehr als verblüfft, doch neben der Drei und der Sieben ist eben die Zwölf eine besondere Zahl: 12 Stämme Israel machte das physische Israel aus und kennzeichnet das geistige, 12 Ritter umgaben Artus, von zwölf Lichtkräften und zwölf Erlösern wird in der „Pistis Sophia“ gesprochen und 12 Jünger sammelte Jesus um sich, wobei es wie bei Siegfried und seinen zwölf Gefährten doch so ist, dass ein Dreizehnter im Grunde dazu gehört, der aber stirbt, Jesus.
Nach einer gewissen Zeit habe ich verstanden, dass mir dieses Thema wohl begegnete, weil die ganze Aufstiegseuphorie nur dann wirklich zu Recht besteht, wenn sie auf einem absolut ehrlichen Fundament einer tief innerlichen Reue gegründet ist. Und, wie ich in meinem letzten Beitrag vom 30 5. bereits andeutete, ist es für mich auch kein Zufall, dass dies alles in der Bruthitze eines heißen Sommers geschieht.

Glaube und Weisheit sind in dem Werk und dem Wesen der Pistis Sophia eigentlich untrennbar verbunden (Weisheit ohne Verbindung nach innen und oben ist purer Intellekt, nutzloses 3-D-Exkrement). Sophia, jener Teil der Wesenheit, genannt Pistis Sophia, der nicht Pistis, den Glauben, bewusst mit einbezieht, stürzte, vergleichbar dem Fall Luzifers und mit ihm eines Drittels aller Engel, ab, ebenso wie Adam und Eva. 

Sophias tiefer Fall geschah nicht mutwillig, nicht bewusst, sondern sogar eher in dem Glauben, etwas sehr Wertvolles zu tun. In dem Werk „Pistis Sophia“ - wenn ich das Buch anspreche, setze ich „Pistis Sophia“ in Anführungszeichen, beziehe ich mich auf jene Wesenheit Pistis Sophia, die es kosmisch universal gibt und die zugleich ein wesentlicher Teil des Inneren eines jeden Menschen ausmacht, lasse ich sie weg - in dem Werk „Pistis Sophia“ also finden wir den Hinweis, dass das Wesen Sophia sich von ihrer Ebene, die als 13. Äon bezeichnet wird und eine Devachan-Ebene, also eine Ebene des Himmels ist, sich dem Licht in höheren Ebenen zuwandte, dieses Licht der Lichter sozusagen begehrte - doch eigentlich ein löbliches Unterfangen.

Und hier geschieht nun etwas, was uns als Menschen eine fundamental wichtige Mahnung sein muss:
In ihr Begehren schlich sich Selbst-Wille ein. Es war also nicht mehr ihr reiner göttlicher Wille, der sie bisher ausmachte, sondern eine andere Energie, die in der „Pistis Sophia“ in einer Gestalt sich manifestiert und benannt wird als >Authades<, dort bezeichnet als großer dreifachkräftiger Herrscher, einer der gefallenen Autoritäten - eine andere ist beispielsweise Lamchamor, einer der führenden negativen Archonten im sechsten Kerker oder experimentellen Raum mit dem Gesicht eines Wildebers oder Schweines oder auch Marchur aus dem fünften Kerker oder experimentellen Raum des/unseres lokalen Universums mit dem Gesicht eines Stieres, den Tier-Menschen repräsentierend.

Jener Authades also sammelte viele Archonten um sich und griff Sophia an auf unterschiedlichste Weise, indem er ihr u.a. das Licht seiner Ebene zeigte, vergleichbar dem Licht Luzifers, der ja nicht von ungefähr übersetzt „Lichtträger“ genannt wird und auf dessen Licht gerade im esoterischen Bereich so viele - vor allem Frauen - hereinfallen (nicht von ungefähr und ganz richtig dargestellt griff ja in der Bibel die Schlange das Weib an, was man ja nur törichterweise als negativ im Hinblick auf das Weibliche werten kann - dazu ein andermal mehr). 
Infolge ihres Falls ist in der „Pistis Sophia“ von der ´gesunkenen Sophia´ oder ´geringeren Sophia´ die Rede, jener auf der menschlichen Ebene sich zunehmend intellektualisierenden Weisheit, die sich weniger noch bei den vorsokratischen Philosophen oder dem so wahrhaft weisen Platon, in der Folge dann aber umso mehr zeigte - Harald Lesch, Moderator von ´Terra X´ und Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München ist ein gewisser trauriger Höhepunkt und aktuelles Extrembeispiel, wie sich Selbstwille des Authades und Selbstgefälligkeit eines vom Göttlichen völlig abgekoppelten Wissens paaren können.

Diesem Fall der Sophia widmet Jesus in der „Pistis Sophia“ doch einige Absätze und für mich sind sie so beeindruckend und durchaus auch erschütternd, dass ich sie für Interessierte auf meinem Blog Wortbrunnen einbringe.

Die Gnostiker, jene Menschen, die sich vor allem in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten mit dem Leben Jesu und insbesondere seiner Lehre auseinandersetzten, wiesen der Sophia insofern eine absolut große Bedeutsamkeit in der Entwicklung des Menschengeschlechtes zu, da sie es nach ihrer Ansicht war, die trotz ihrer Trennung von der göttlichen Weisheit und dem göttlichen Licht, dem sie ursprünglich verbunden war, den Menschen dennoch den göttlichen Funken der Weisheit brachte und ihn in ihnen entzündete, wobei jener allerdings durch ihren Fall in die Hände der gefallenen Mächte, die über die niederen Äonen herrschten, geriet. Seitdem ist jene Weisheit dualistisch gespalten - abgetrennt ist der Glaube - und so ist jene Weisheit, die wir als solche ansehen, getrennt von einer in der Dreifaltigkeit leuchtenden Weisheit, wobei den meisten Menschen die Existenz dieser göttlichen Weisheit unbekannt ist. 

Die geringere Sophia verschmilzt auf dem Hintergrund dieses Geschehens mit der gefallenen Eva, unter deren Einfluss auch das Männliche in die Dualität absinkt.

Es gibt allerdings einen Umstand, der für einen Menschen wie mich und sicherlich für andere auch schwer fassbar ist - jedenfalls habe ich einige Zeit gebraucht, dazu bewusst Ja sagen zu können. Er bezieht sich auf die Tatsache, dass Sophia auf Befehl des Ersten Mysteriums, jener Instanz, in der die Dreifaltigkeit ihren Sitz hat, in die Höhe blickt, womit im Grunde ihr Fall, ihr Absturz, ihre Gefangennahme in der niederen Ebene eingeleitet wird. 

Sie tut es auf Befehl des Ersten Mysteriums! 

Damit einher ging im Übrigen sodann die Trennung von Pistis, dem Glauben, und Sophia, der Weisheit, wodurch überhaupt nur Sophia so absinken konnte. 

Es sei hier angemerkt, obwohl es nur angedeutet werden kann, warum die Ehe dem Göttlichen so heilig ist:
Handle es sich um die Ehe zwischen Männlichem und Weiblichen, Mann und Frau, dem Glauben und der Weisheit oder auch Leben und Tod: Wenn zwei Aspekte, die zusammengehören, getrennt werden oder ins Ungleichgewicht geraten, bedeutet dies ein Ende des Glücks und für unwissende Seelen der Beginn einer letztendlich unglücklichen Zeit. 

Deshalb das 7. Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“!
Es verbirgt sich weit mehr dahinter als nur das, was wir Menschen darin sehen.
Wobei in Bezug auf die Ehe zwischen Menschen gesagt sein will, dass sich oft zusammenfindet, was nicht wirklich zusammengehört, und solche Ehen in erster Linie eine der vielen Lernprogramme betroffener Seelen ausmacht und damit für mich - jedenfalls nicht wirklich im eigentlichen Sinne - Ehen sind.

Noch einmal zurück zu dem Befehl bezüglich der Sophia, der vom Ersten Mysterium, also einer höchst göttlichen Instanz erging: 

Erinnern wir uns, dass es - nachzulesen gleich zu Anfang des Buches Hiob, der Herr war, der Satan auf Hiob aufmerksam macht, womit eine lange Zeit übergroßen Elends für Hiob seinen Lauf nimmt:
1 Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfürchtig und mied das Böse.
2 Und zeugte sieben Söhne und drei Töchter;
3 und seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten. (…)
6 Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN traten, kam der Satan auch unter ihnen.
7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
8 Der HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse.
9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet?
10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande.
11 Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HERRN.
13 Des Tages aber, da seine Söhne und Töchter aßen und Wein tranken in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen,
14 kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten, und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide, 15 da fielen die aus Saba herein und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte (…)
Desgleichen lesen wir in Goethes „Faust“, dass es der Herr ist, der Satan gegenüber den Doktor Faust ins Spiel bringt und - man möchte pointiert sagen - ihn diesem ausliefert:
DER HERR:
Kennst du den Faust?
MEPHISTOPHELES:
Den Doktor?
DER HERR:
Meinen Knecht!
MEPHISTOPHELES:
Fürwahr! er dient Euch auf besondre Weise.
Nicht irdisch ist des Toren Trank noch Speise.
Ihn treibt die Gärung in die Ferne,
Er ist sich seiner Tollheit halb bewußt;
Vom Himmel fordert er die schönsten Sterne
Und von der Erde jede höchste Lust,
Und alle Näh und alle Ferne
Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust.
DER HERR:
Wenn er mir auch nur verworren dient,
So werd ich ihn bald in die Klarheit führen.
Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt,
Das Blüt und Frucht die künft'gen Jahre zieren.
MEPHISTOPHELES:
Was wettet Ihr? den sollt Ihr noch verlieren!
Wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt,
Ihn meine Straße sacht zu führen. 
Es zeigt sich die ganze große intuitive Weisheit eines Goethe, dass er diese Stelle so gestaltet. Und natürlich stellt sich letztendlich auch die Frage: Ist der Fall Luzifers und seines großen, eigentlich heiligen Gefolges und auch der Verlust des Paradieses für Adam und Eva wie ebenso für dich und mich Teil eines großen göttlichen Plans?
Auch wenn auf dem Hintergrund des übergroßen Leides, das auf der Erde tagtäglich geschieht, wahrscheinlich nicht nur ich übergroße Schwierigkeiten habe, lautet dennoch die Antwort für mich: Ja, was geschieht, ist Teil eines göttlichen Plans, ein Geschehen innerhalb unseres großen Vater-Universums.

Vergleichbares geschieht in der „Pistis Sophia“ in Bezug auf Sophia. 
Wie bereits angesprochen, habe ich eine längere Passage ausgegliedert (Link siehe oben).

Die Frage, die sich auf obigem Hintergrund und den drei Beispielen stellt, ist doch, ob uns Gott absichtlich Satan und Co. ausgeliefert hat … es scheint doch so und wir leben tatsächlich im Rahmen eines großen Experiments.

Wie aus diesem Experiment - so bezeichnet es J.J. Hurtak - hinausfinden, den Tod überwinden?
Die biblischen Evangelien beantworten diese Frage und Goethe beispielsweise hat einen zentralen Punkt in seinem Gedicht „Selige Sehnsucht“ angesprochen.

Die „Pistis Sophia“ weist auf den Weg der Sophia zurück ins wahre Licht hin. Mich hat dieser Weg ins Grübeln gebracht, da ich doch verwirrt über den Umstand war, dass Sophia ihre Bitte um Rettung so oft wiederholen musste, obwohl sie doch von Beginn an so intensiv und spürbar authentisch ist und nie das Licht aus den Augen verloren hat.

Doch stellt es sich letztlich nicht als ein Wiederholen heraus und J.J Hurtak macht in seinem Kommentar darauf aufmerksam, warum 12 + 1 Bitten bzw. Reuegebete notwendig sind. Darauf möchte ich aber erst am Ende der 13. Reue eingehen, damit jeder, der möchte, diesen 12-stufigen Weg, der aus gutem Grund zu einem 13-stufigen schlussendlich sich erweitert, vorbehaltlos zunächst für sich mitverfolgen kann.

Im Rahmen einer jeden der 13 Stufen schließt sich jeweils ein Psalm Davids an, weit mehr als ein biblisches Anhängsel, denn jeder dieser Psalmen greift auf und vertieft im Grunde den Inhalt des vorangehenden Gebetes und Flehens.

J.J. Hurtak formuliert es so:
Während wir die Psalmen lesen, wollen wir uns selbst mit den Gedankenformen der höheren Welten identifizieren und unser Bewusstsein so verwandeln, dass es wie das Bewusstsein des größeren Lichtes ist. Gebet durch heilige Psalmen erweckt den Geist in unseren Tiefen und ruft ihn hervor, die inneren Strukturen zu verwandeln, die zu eng sind, als dass der intellektuelle Verstand dorthin reichen könnte. Erwachen wir zu dem, was wir sind und warum wir hier sind, so dass die göttlichen Melodien und Energien uns umkreisen können und große morphogene Tore errichten, durch die diese Welt und andere Welten des Lichts vereint werden können.
Für mich sind diese 13 Reuegebete wie eine aus dem Göttlichen gesandte Hilfe, gerade in einer hochsommerlichen Zeit, in der der Sinn nicht unbedingt den Weg nach innen sucht und zudem meines Erachtens die Gefahr besteht, dass ständige Gedanken in Bezug auf den Aufstieg uns unsere Realität aus dem Blick geraten lassen. 

Im Gegensatz zu den allermeisten von uns Menschen hat - das wird in der „Pistis Sophia“ deutlich - Pistis Sophia nie ihren Ursprung vergessen, ihre Identität und Lebensquelle. Wir Menschen dagegen haben uns zu oft für den Krieg und nicht für den Frieden entschieden. Als Geschöpfe Adams sind - wie es Hurtak formuliert - wir 
die ´Letzten´ in den Ordnungen der Schöpfung, und doch, wenn wir uns nicht mit den Gedankenformen eines gefallenen Bildnisses identifizieren, sondern mit dem göttlichen Bildnis, können wir ´Erste´ sein. Wir müssen wie Sophia sein und die Seele des Friedens in eine unterdrückte Welt bringen. Wir, als Gäste dieser experimentellen Welten und immer noch Bürger des Hauses der vielen Wohnungen sollten uns als in der Welt, jedoch nicht von dieser Welt betrachten. Unsere Seele hat ein Recht, die göttliche Herrschaft zu jeder Zeit um Hilfe anzuflehen und wir werden diese Hilfe vom wahren Gott (Ha-Shem) und von den Herren des Lichts empfangen, die stets hier sind um uns zu unterstützen, wenn wir nur darum bitten.
Der oder die ein oder andere mag sich dieser dreizehnfachen Stufenleiter ins Licht jeden Tag widmen und mit jedem Tag eine weitere Stufe erklimmen, eine andere mag sich einer Stufe drei Tage lang widmen, um dann fortzufahren, ein anderer wird Pausen einlegen oder einlegen müssen. - Jeder wird seinen Weg finden.
Ich bemühe mich, in den folgenden Tagen jeweils ein Reuegebet der Sophia und den dazugehörigen Psalm einzugeben.

Jeder Seele unter uns, die diesen Weg geht, wünsche ich den ganz besonderen Segen Gottes!

Donnerstag, 26. Juni 2025

"Eile und kleide dich mit diesem Gewand!" - Wir leben in einer Zeit, in der vermehrt Seelen, die in begrenzten Schöpfungsprogrammen und in den Ordnungen der Finsternis gefangen sind, befreit werden.

  • > Siehe, die Zeit ist jetzt erfüllt. < 
  • > Eile und kleide dich mit diesem Gewand! < 
  • Wir leben in einer Zeit, in der vermehrt Seelen, die in begrenzten Schöpfungsprogrammen und in den Ordnungen der Finsternis gefangen sind, befreit werden. 
  • Wir setzen das Wirken fort, das mit Christus in der Gestalt des Jesus begann! 
Was Jesus zu seinen Jüngerinnen und Jüngern vor 2000 Jahren sagte, ist ausgerechnet heute wieder so aktuell wie damals. Damals sagte er, nachzulesen in der Pistis Sophia (Einführendes zu dem Werk s. Beitrag vom 13. Juni) - und er sagt es heute zu uns: 
Nun eile und kleide dich mit diesem Gewand. Komm zu uns, denn wir kommen zu dir auf Befehl des Ersten Mysteriums, dich mit deinen beiden Gewändern zu kleiden, die für dich von Anfang an beim Ersten Mysteriums existiert haben, bis dass die Zeit, die das Unaussprechliche bestimmt hat, erfüllt sei. 
Das Erste Mysterium ist die Region des Ewigen Vaters, der auch der Unaussprechliche genannt wird, und mit dem Zweiten und Dritten Mysterium, den Regionen des Ewigen Sohnes und des Ewigen, des Heiligen Geistes bildet es jene Heilige Einheit, die wir Trinität nennen.
Seit der Zeit des Ersten Mysteriums existieren unsere Gewänder, unsere Lichtgewänder - manche sprechen auch von Lichtkörpern. Lange waren große Teile der Menschheit von ihnen getrennt. 

Was Jesus damals zu seinen Jüngerinnen und Jüngern sagte, gilt auch für heute, weil seine Aussage auf neue Weise ins Bewusstsein der Menschen dringt: 
Siehe, die Zeit ist jetzt erfüllt.
Wie im Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen kommt heute der Bräutigam zu Seelen, die gewartet haben und bereit sind. Die Gewänder ermöglichen die zunehmend unbeschränkte Tätigkeit des Lichtkörpers, der wir sind, ungeachtet der Tatsache, dass wir im Fleisch - wie die Bibel formuliert - leben, also in einer Region, in der Kräfte wie die niederen Archonten [s. Beitrag vom 17. Juni 2025] göttliches Wirken außer Kraft setzen wollen und dies leider auch sehr erfolgreich taten und tun. Wer sein Lichtgewand anzieht - und es gibt deren insgesamt drei - arbeitet in und für das Amt Christi, der in der Gestalt von Jesus von Nazareth mit seinem Sterben auf Golgatha den Weg zum ewigen Leben öffnete; es ging ihm um die Vereinigung von Himmel und Erde. Es geht eben nicht um den Ausstieg aus dem Rad der Wiedergeburten, wie ein in dieser Hinsicht schon immer überholter Buddhismus suggeriert, sondern um unser Wiedergeborensein im Fleisch, um der Dualität ein Ende zu bereiten. Ihr Ende beginnt, wenn sich Himmel und Erde in unserer Seele vereinen und wenn wir in diesem Bewusstsein unseren Alltag gestalten - nicht durchgehend gelingt uns das, aber immer wieder und immer mehr.

In der Pistis Sophia spricht Jesus weiter zu seinen Jüngerinnen und Jüngern:
Komm zu uns geschwind, damit wir dich in sie [die Lichtgewänder] kleiden, bis du deinen Dienst in der Vollendung des Ersten Mysteriums, die vom Unaussprechlichen bestimmt wurde, erfüllt hast. Eile dich, damit wir dich nach dem Befehl des Ersten Mysteriums bekleiden können. 
Der Aufruf zur Eile ergeht. Zeit ist ja nicht money, sondern wertvolle Seelen-Leben-Zeit. Die Zeit des Zögerns und Zweifelns ist vorbei. Das bedeutet ja nicht, dass wir unsere Familie verlassen, nicht mehr zum wöchentlichen Bowling-Treffen gehen oder nicht mehr mit Freunden Skat oder ´Mensch ärgere dich nicht´ spielen.

Jene Bibelstelle aus dem Lukas-Evangelium gehört - ebenso wie die Aussage: „Wer sein Kind liebt, züchtigt es“ - zu den am wenigsten verstandenen im Neuen Testament. In Lukas 14, 26 finden wir die Worte: 
Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. (Lk 14, 26)
Griechisch miséo bedeutet hassen, vernachlässigen. Was genau aber ist gemeint? 
Uns hilft die Aussage des weisen Hermes Trismegistos aus seiner Tabula smaragdina: „wie oben so unten“, die sich auch im Vater unser findet, wenn es heißt: „wie im Himmel so auf Erden“.

Gemeint ist, um es an diesem Beispiel zu verdeutlichen: 
Es gibt einen himmlischen Vater und einen irdischen Vater; es gibt eine himmlische Mutter - das göttlich Weibliche in Gestalt der Shekinah, der Pistis Sophia als Wesen, Maria und anderen - und eine irdische, kurzum: es gibt eine himmlische Familie und eine irdische. Beide haben ihre Berechtigung - deshalb wird von Himmel und Erde gesprochen! Der springende Punkt dabei ist, dass ich die Bedeutung meines irdischen Vaters vor allem dann erkennen kann und ihm Wertschätzung entgegenbringe, wenn ich die Bedeutung meines himmlischen Vaters erkannt habe. „miséo“, so missverständlich mit „hassen“ übersetzt, meint schlicht: Ordne die Bedeutung deines irdischen Vaters richtig ein! Wenn er dir wichtiger ist als dein geistiger Vater, dann ist dir das Reich der Erde wichtiger als das himmlische Reich, deine wahre Heimat. Deshalb sagt Jesus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“! Das meint doch nicht, dass wir unser Leben auf der Erde nicht ernst nehmen. Warum sonst hätte Christus sich mit Jesus auf der Erde verbunden, wenn nicht, um sie zu retten und ihr einen ungeheuer neuen Stellenwert zu geben! 

J.J. Hurtak spricht in seinem Kommentar zur Pistis Sophia (siehe Beitrag vom 17. Juni 2025) von der Erde als einer biologischen Testzone und als ein Clearinghaus für Seelenfortschritt und in den „Schlüsseln des Enoch“ (116) formuliert er, 
dass es immer Dimensionen von ´Erd-Experimentation´ in der Dunkelheit geben wird, weil die Lebenskräfte ständig innerhalb der Erdensonne getestet werden. Ungeachtet des Grades der Läuterung der Lebenskräfte wird es immer physische Lebensstationen wie die Erde geben, die als Testzonen für die Gedankenformen der höheren Evolution gebraucht werden, um die vielen Intelligenzreiche im Einklang mit des Vaters Plan zur Erschaffung neuer Welten zu fördern.
Mit dieser Sichtweise, wenn sie denn stimmt, kann man schon Probleme haben, aber - das ist ja offensichtlich - wir Menschen sind auserwählt, Mysterien des niederen Lichtes zu durchlaufen, um auf ganz neue Weise den Wert, die Bedeutung und Strahlkraft des Ewigen Lichtes erkennen zu können, was dazu dient, das Göttliche auf eine bisher nicht gekannte Weise wertschätzen, seine Größe sehr bewusst wahrnehmen zu können, denn je tiefer ein Wesen sinkt - und wie Menschen sind sehr tief gesunken - desto höher kann es aufsteigen, aufsteigen zu einer neuen Erkenntnis der Gottheit.

Gott weiß, wie gewagt dieses Experiment ist, und jeder Mensch, der daran teilnimmt, ist deshalb für ihn sein Kind, das er nie aus den Augen lässt. Manche Menschen spüren dieses gewaltige Wagnis, man denke nur, wie viele Menschen sich auf einer tierischen Ebene verfangen, ein Leben lang im Drogenkonsum steckenbleiben oder um die sich die Schlingpflanze der Depression gelegt, in der sie sich verheddert haben.
Wer solche Schicksale miterleben oder mitansehen muss, versteht, warum manche in Gefahr geraten, den Glauben an den Sinn des Menschseins zu verlieren.

Nicht umsonst hat jeder Mörder, jeder Drogenabhängige, jeder Depressive, wir alle ein göttliches Double, auch Höheres Selbst genannt, aufgrund dessen die menschliche Seele in Wahrheit niemals den Kontakt zu den höheren Dimensionen verlieren kann. Die Germanen wussten darum und bildeten in den Walküren das Höhere Selbst ab; Richard Wagner hat dieses Wissen in seinem „Ring des Nibelungen“ genial verarbeitet; leider haben die tiefe Spiritualität dieses Werkes nicht so viele verstanden. 
In Mythen und der Kunst ist so wertvolles Wissen verborgen und wir müssen als Menschheit achtgeben, dass es nicht auch der Digitalisierung zum Opfer fällt, so nützlich diese auf einzelnen Feldern auch sein mag. Es gibt genug niedere kosmische Kräfte, die dieses Wissen vernichtet sehen wollen. Das eben macht diese unsere Testzone aus.

Doch es tut sich momentan Entscheidendes: die Zeit des blinden Glaubens ist vorbei. Gefragt ist tätiger Glaube und jeder darf sich fragen, inwiefern er tätig ist. Man kann auch tätig sein, ohne bei jeder Gelegenheit zwanghaft seine Freunde oder jemanden, mit dem man „zufällig“ auf der Parkbank zusammensitzt, meint missionieren zu müssen. Oft ist das ja sogar kontraproduktiv.

Tätigsein kann bedeuten, sich bewusst sein Lichtgewand anzuziehen. Es geschieht zum einen fast wie von selbst, wenn man sein Herz weitet (ich kenne nicht wenige Menschen, die den halben Rudolf Steiner fast auswendig kennen oder die „Schlüssel des Enoch“ inhaliert haben, aber denen eine Enge des Herzens fast ins Gesicht geschrieben ist - dann ist das ganze Studium nur für den Kopf und für das spirituelle Ego).

Wie kann man das Lichtgewand bewusst anziehen?
Vielleicht hat der ein oder andere den Beitrag vom 13. Juni 2025 gelesen, als die Jünger beisammen sind und Jesus, etwas abseits sitzend, von einem Licht umhüllt wird und überwältigend leuchtet. Eine ungeheure Helligkeit umgibt ihn. Man kann sich nun vorstellen, einer der Jünger zu sein und dieses ungeheure Christuslicht zu sehen, das Jesus umgibt. Für mich war und ist es eine Möglichkeit, mir meines Lichtkörpers bewusst zu werden, wenn ich mir jenes Christuslicht, das ich bei Jesus sehe, auch um meinen Körper vorstelle und wie es ihn durchflutet.
Das ist nur ein Beispiel einer Möglichkeit, wie man sich dieses Lichtgewand anziehen und seiner bewusster werden kann. 
Manchmal denke ich auch tagsüber daran, dass es mich umgibt.

Angetan mit dem Lichtgewand vertreiben wir niedere Energien - und das geschieht im Übrigen auch beim Bowling-Spielen mit Freunden.

J. Hurtak schreibt dazu: 
Die Ordnungen der Wahrheit bringen auch Gaben und Belohnungen den Söhnen und Töchtern Adams, einschließlich der Gabe der Heilung und des Friedens, der Länge der Tage, der Kreativität, ewige Segnungen, immerwährende Freude, Leben in Ewigkeit, die Krone (Kether) der Herrlichkeit, die Strahlen der Majestät als das Gewand Ewigen Lichtes, und schließlich die Fülle göttlicher Partnerschaft (…)
Es mag noch Zukunftsmusik sein, doch es heißt, dass 
auch die Gaben am Ende der Zeit zahlreich (sein) werden. Die Dimensionen werden sich auftun, die Korridore werden geöffnet werden, und es wird zu einer Überlappung der Raumzeit kommen. Göttliche Wesen werden uns besuchen und wir werden die Fähigkeit erwerben, sie zu besuchen. Am Ende wird die spirituelle Menschheit auf diesem Planeten mit dem Messias regieren, dem Erlöser, der Gottes Sohn ist, denn die Menschheit selbst, also Söhne und Töchter Gottes, wird sein Gewand und sein Bildnis tragen.
Der Großteil der Menschheit operiert immer noch auf nur drei bis sechs Chakra-Ebenen [https://www.chakren.net/chakra/wurzelchakra/]. Über dem siebenten mit der physischen Form verknüpften Chakra gibt es auch das achte, neunte und zehnte Chakra, die dem spirituellen Körper angehören. Wenn diese ausgerichtet und aktiv sind, zeigt sich die Sophia/Chokmah [die Weisheit als einer Ebene der Sephiroth], wie sie zu Pfingsten über den Häuptern der Jünger war und Ihnen erlaubte, in allen Klangvibrationen, allen Sprachen zu sprechen, die durch Klänge wie das > zama zama ozza rachama ozai < koordiniert werden (…).
Jesus berichtet davon, dass er diese fünf Worte in seinem Gewand fand, uralte Worte, Worte in der ursprünglichen Sprache der Himmel, im Text der Pistis Sophia nicht übersetzt, die dazu dienen können, von uns ausgesprochen, unseren Lichtkörper zu aktivieren. Wir können diesen Prozess unterstützen, indem wir selbst visualisieren, wie wir unseren fleischlichen Körper in ein Lichtgewand umtauschen.

Diese fünf Worte gehören der Lichtsprache an, die Lichtkraft in sich trägt und zu jener Sprache gehört, die die Propheten und Jünger gebrauchten und wie sie in den höheren Dimensionen der Schöpfung Verwendung findet, direkt mit den Ebenen von Gnade und Wahrheit verbunden.

Man kann über diese fünf Worte Zugang zu jenem Licht finden, das zu uns kommen will. 
Jeder, der dies möchte, wird seinen ihm eigenen Weg finden, doch ist es, glaube ich, wichtig, heute auf diesen Ebenen tätig zu sein und gegebenenfalls seine geistige Führung zu bitten, ihm einen Weg aufzutun.

PS
Originale Jesus-Zitate aus der Pistis Sophia sind in grüner Farbe gehalten. Kommentare von J.J. Hurtak sind in Blau eingerückt.