Seiten

Posts mit dem Label Metanoia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Metanoia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Juli 2025

Die 7. Reue Sophias und das Dilemma spiritueller Frauen mit ihrer männlichen Seite

Immer noch, so muss Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern vermitteln, ist - im Übrigen auf Befehl des Ersten Mysteriums - auch nach sechs Reuegesängen Sophia noch nicht im Hinblick auf Vergebung ihrer Sünde und ihr Herauskommen aus dem Chaos erhört worden.
Es ist schon ein bemerkenswert langer Weg, der Reue, der viel Durchhaltevermögen erfordert. Ohne eine tiefgehende Ernsthaftigkeit in Bezug auf seinen Sinneswandel kommt niemand zum Ziel. Dies gilt auch für uns in Bezug auf die Ziele, die wir zur Heilung unserer Seele anstreben. Eines dieser Ziele ist die balancierte Vereinigung unserer männlichen und weiblichen Seite. Nicht, dass beide immer absolut pari sein müssen. Eine ständige Ausgewogenheit gibt es nicht, weil das Leben an beide Seiten ja auch unterschiedliche Anforderungen stellt. Jede neue Situation erfordert eine neue Balancierung. Die allerdings ist nur möglich, wenn das Potential beider Seiten auch zur Verfügung steht, zumindest aber mit Bewusstsein angestrebt wird.

Meine Beobachtung und Erfahrung ist die, dass für mich überraschend viele spirituell engagierte Frauen Schwierigkeiten und Defizite in Bezug auf ihre männliche Seite haben. Natürlich keineswegs alle, und es ist ja auch nicht so, dass Männer nicht Schwierigkeiten mit ihrer weiblichen Seite hätten - dass das so ist, darüber ist ja nun oft genug geschrieben worden - und Männer haben im Übrigen überraschend oft Schwierigkeiten auch mit ihrer männlichen Seite; ich bin an anderer Stelle schon darauf eingegangen.
Hier und jetzt soll es um die Probleme spiritueller Frauen im Hinblick auf ihre männliche Seite gehen und warum das so ist, dafür gibt es einige nachvollziehbare Gründe - auf einen wichtigen möchte ich nachher eingehen. Doch möchte ich zunächst ein Beispiel ansprechen, das mich doch ziemlich betroffen gemacht hat:

Im letzten Beitrag habe ich dargelegt, warum der Eigner des Lichtweltverlages, Jahn J Kassl, für mich ein spiritueller Scharlatan ist. Seine Jesus-Biografie, 1. Teil - den zweiten habe ich mir erspart -, ist eine Ansammlung inhaltlicher Absurditäten. Das beginnt mit der Aussage, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben sei, dass es folgerichtig auch keine Auferstehung im biblischen Sinne gegeben habe, dass im Übrigen auch der Verrat des Judas nicht stattgefunden habe, die Hochzeit von Kana in Wirklichkeit die Hochzeit von Jesus selbst gewesen sei und auch die Schlüsselübergabe an Petrus („Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben“ - Matthaus16,19) nie stattgefunden habe.
Ich glaube im übrigen, dass Kassl heute sein Absurditäten-Buch über Jesus bedauert, den ganzen Unsinn wird er heute niemand mehr auftischen wollen. 

Worum es geht: Danielle Gernandt (https://danielle-gernandt.de), die sich selbst als spirituelle Beraterin, systemischer Coach und Wegbereiterin für die neue Erde bezeichnet, stellt regelmäßig auf YouTube Videos ins Netz, in denen sie zumeist Informationen aus der Geistigen Welt, die sie erhält, weitergibt und erläutert. Früher enthielt fast jedes zweite von ihr veröffentlichte Video ausschließlich Texte, zumeist Channelings, von Jahn J Kassl, die sie - sicherlich mit seiner Genehmigung - selbst aufsprach, Channelings, angeblich - wie Kassl schreibt und dann eben auch Danielle G. so weitergibt - von Gott, Jesus Christus, Maria Magdalena, Sai Baba, Saint Germain, Babaji und einigen anderen - das letzte Video von vor 5 Tagen enthält eine Botschaft des Erzengel Michael (der mittlerweile laut Aussagen Rudolf Steiners, die nun mehr als 100 Jahre zurückliegen, zur Natur eines Archai, eines Zeitgeistes aufsteigt). Unter einem dieser Kassl-Channeling-Videos - kaum eines ist allerdings unter den Videos ihres You-Tube-Kanals gelistet - machte ich vor wenigen Monaten Danielle Gernandt, die übrigens immer wieder in ihren eigenen Videos Bezug nimmt auf Christus, per Kommentar darauf aufmerksam, dass Kassl den Kreuzestod von Christus leugnet, der ja entscheidend für die Erfüllung von dessen Erdenmission ist; ich zitierte damals sogar in meinem Kommentar die diesbezüglich entscheidende Stelle aus Kassls Jesus-Biografie. Ich dachte, dass sie darum offensichtlich nicht weiß, ansonsten sie nicht Kassls Channelings selbst einsprechen würde, wo sie doch immer wieder in ihren eigenen Videos Christus einbezieht und damit suggeriert, dass er scheinbar eine zentrale Stelle in ihrer geistigen Welt einnimmt.
Sie reagierte mit dem Hinweis, dass sie von Kassls Leugnung nichts wisse und dass das vorliegende Channeling Kassls (das sie also aktuell eingesprochen hatte) stimmig auf sie wirke. Damit war die Sache für sie gegessen.
Dass Kassl das Wirken von Christus hintertreibt, war kein Problem für sie, sie hatte ja davon keine Kenntnis und ganz offensichtlich konnten mein Zitat und meine Aussage sie nicht dazu veranlassen nachzuforschen, denn sie verbreitet ja seine Channelings in ihren Videos weiterhin, Channelings, die nur verlogen sein können, denn dass ein Michael, eine Maria Magdalena oder andere einem Christusverächter Botschaften durchgeben, ist ausgeschlossen.

Wie kann jemand, so dachte ich und denke noch heute so, die Energie eines Mannes mittels eigener Videos weiterverbreiten, der die für unsere Zukunft alles entscheidende Tat auf Golgatha in Abrede stellt. Und falls Danielle Gernandt mir nicht glaubt: die Jesus-Biografie zu erschwingen und selbst nachzuschauen, wo sie für 20 Minuten telefonischer Beratung 99 Euro kassiert und für einen dreimonatigen Kurs 850 Euro verlangt, hätte ihr meines Erachtens die Klärung wert sein sollen.

Christus vor so einem Mann zu schützen war ihr es offensichtlich nicht wert.

Anders formuliert: die männliche Seite in ihr war nicht bereit, das Schwert zu führen bzw. wie Jesus den Tempel auszumisten.

In einer spirituell so entscheidenden Sache nicht aktiv zu werden und ggf. Konsequenzen zu ziehen, offenbart für mich mehr als nur einen Mangelzustand ihrer männlichen Seite.

Das ist natürlich ein krasses Beispiel für den Zustand der männlichen Seite bei einer Frau, grundsätzlich aber stellt sich für mich die Frage, wie es zu meinen Beobachtungen hinsichtlich der männlichen Seite bei spirituellen Frauen kommt.
Die Antwort liegt meines Erachtens in den Auswirkungen des kollektiv männlichen Zustandes auf unserer Erde. Dieser bedauernswerte Zustand schlägt so stark auf die Seelen von Frauen und ihre männliche Seite durch, dass das göttlich Männliche bis in unsere Zeit hinein nicht mehr zur Entfaltung kommen kann. Für mich ist das deshalb auch absolut nachvollziehbar, weil es meines Erachtens kaum Männer gibt, die in ihrem Leben eine männliche Seite zu verwirklichen suchen, die göttlich Männliches zeigt, wie wir es bei einem Mose, einem Josef (sowohl dem des Alten als auch des Neuen Testamentes), einem Jesus, einem Petrus (trotz oder gerade wegen all seiner Schwächen), einem Dietrich von Bern, einem Parzival, einem Lohengrin oder einem Faust in dessen zweitem Teil finden können. 
Mir fällt spontan allerdings auch eine Maria Magdalena ein, wie sie mutterseelenallein und doch entschlossen am Ostersonntagmorgen zum Grab von Jesus geht, während die Jünger in Jerusalem sich fast in die Hosen machend zusammenhocken, in Angst vor den Römern und sich verlassen vorkommend.

Wir - ob Männer oder Frauen - sind aufgefordert, ein Christophorus, ein Christusträger zu sein und das erfordert, dass wir in unserem Handeln und in konsequentem Denken und Sprechen - so gut wir es eben tun zu können uns entwickelt haben - Klarheit und Konsequenz zeigen.

Dass das Verhalten einer Danielle Gernandt Auswirkungen auf die Qualität ihrer spirituellen Arbeit hat, steht für mich außer Frage, auch wenn das nicht unmittelbar erkennbar ist (und wer in der Geistigen Welt für sie tätig ist, sehen wir ja nicht); auch Jahn J Kassl sitzt ja regelmäßig einer recht großen Fangemeinde gegenüber bzw. viele lesen seine Bücher, die doch so wunderbar klingen, deren energetisches Fundament aber für jede Seele höchst schädlich ist (zweifellos gibt Luzifer ganz ausgezeichnete Channelings durch und Buchinhalte …).
Im übrigen geht es nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern aus den Fehlern anderer zu lernen und zu hoffen, dass diese ihre Fehler erkennen und noch in diesem Leben beginnen können zu bereuen.

Verfolgen wir weiter den Weg der Reue der Sophia, lernen wir von ihr und hören wir, was sie - vermittelt durch Jesus - in ihrer siebten Reue äußert.
Sie sieht alle Archonten der 12 Äonen über sie lachen, sie verspotten und ist tief verletzt:

1  Oh Licht, ich habe meine Kraft dir dargebracht, mein Licht.
2  An dich habe ich geglaubt; lass mich nicht verachtet werden, erlaube nicht den Archonten der zwölf Äonen, die mich verabscheuen, über mich zu spotten.
3  Keiner derjenigen, die an dich glauben, wird beschämt werden. Und diejenigen, die meine Kraft ergriffen haben, mögen sie in der Finsternis verbleiben; mögen sie keine Nutzen davon haben, sondern lass sie ihnen ebenso genommen werden.
4  Oh Licht, lass mich deine Wege wissen, und sie werden mich retten; und lass mich deine Pfade wissen, denn sie werden mich aus dem Chaos befreien.
5  Und führe mich in dein Licht, damit ich sicher bin, oh Licht, dass du mein Retter bist. Auf dich will ich meine ganze Zeit vertrauen.
6  Erinnere dich an mich und rette mich, oh Licht, denn deine liebende Güte währet für immer.
7  Wegen meines Vergehens, das ich von Anfang an in meiner Unwissenheit begangen habe, schreibe es nicht gegen mich, oh Licht, sondern rette mich vielmehr in deiner Güte durch dein großes Mysterium der Vergebung der Sünden, oh Licht.
8  Denn das Licht ist gut und wahr. Deshalb wird es meinen Weg öffnen und mich aus meinem Vergehen retten.
9  Und meine Kräfte, geschwächt wie sie sind durch die Angst vor den materiellen Emanationen von Selbst-Willen, werden durch seinen Befehl geweckt werden; und meinen Kräften, die von den Grausamen vermindert worden sind, wird Wissen gelehrt werden.
10  Denn alle Gnosen [Arten von Wissen] des Lichts bringen Befreiung und sind Mysterien für einen jeden, der zu den Regionen seines Erbes und seiner Mysterien strebt.
11  Um des Mysteriums deines Namens willen, oh Licht, vergib mein Vergehen, welches groß ist.
12  Jedem, der auf das Licht vertraut, wird es das Mysterium geben, das ihm angemessen ist.
13  Und seine/ihre Seele wird in den Regionen des Lichts [in den höheren Himmeln] wohnen und seine/ihre Kraft wird die Schatzkammer des Lichtes [die Gedankenformen größerer Schöpfung] erben.
14  Das Licht versorgt diejenigen mit Kraft, die ihren Glauben auf es setzen; und der Name seines Mysteriums gehört denjenigen, die ihre Hoffnung in es legen. Und es wird sie in die Region des Erblandes [des kommenden Königreiches] setzen, welche in der Schatzkammer des Lichtes ist.
15  Ich aber habe immer an das Licht geglaubt, und es wird meine Füße aus den Ketten der Finsternis befreien.
16  Erinnere dich meiner, oh Licht, und rette mich, denn mein Name ist mir im Chaos genommen worden.
17  Wegen all der Emanationen sind meine Nöte und meine Qualen zahllos geworden; erlöse mich aus meinem Vergehen und aus dieser Finsternis [der niederen Welten].
18 Bemerke doch den Schmerz meiner Qualen und vergib mein Vergehen.
19  Denke an die Archonten der zwölf Äonen, die mich eifersüchtig verachten.
20  Halte Wacht über meine Kraft und befreie mich, und lass mich nicht in dieser Finsternis, denn ich habe an dich geglaubt.
21  Und sie haben mich zur Zielscheibe des Spotts gemacht, weil ich an dich geglaubt habe, oh Licht.
22  Und nun, oh Licht, rette meine Kräfte vor den Emanationen von Selbst-Willen, der mich plagt. 
Deshalb nun, der, welcher nüchtern in seinen Gedanken ist, soll nüchtern sein.

Als Jesus diese Reue seinen Jüngerinnen und Jüngern wiedergegeben hatte, trat Thomas nach vorn und sprach, „Mein Herr, ich bin nüchtern, ich bin sehr nüchtern, und mein Geist in mir ist bereit, und ich freue mich sehr, dass du uns diese Aussagen offenbart hast. Aus Rücksicht auf meine Brüder habe ich bis jetzt geschwiegen, damit ich sie nicht verärgere, und ich habe gewartet, bis ein jeder vor dich komme und die Lösung der Reue von Pistis Sophia erkläre.
Darum, mein Herr, über die Lösung der siebenten Reue von Pistis Sophia hat deine Lichtkraft früher schon durch den Propheten David im 25. Psalm prophezeit, indem sie, die Kraft des Lichtes also [deren Gehalt im Übrigen spirituell wesentlich wertvoller sein dürfte als die meisten Channelings], sprach:

1  Zu dir, YHWH, erhebe ich meine Seele.
2 Mein Gott, in dich lege ich mein Vertrauen; lass mich nicht beschämt werden, und lass meine Feinde nicht über mich triumphieren.
3  Lass niemanden beschämt sein, der fest in dir steht; lasse beschämt sein, die ohne Grund verraten.
4  Deine Wege, YHWH, zeige sie mir; und deine Pfade, lehre sie mich.
5  Führe mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meiner Rettung; ich stehe fest in dir den ganzen Tag.
6  Gedenke deiner Barmherzigkeit, YHWH, und deiner liebenden Güte, die von Anbeginn der Welt existiert haben.
7  Rufe dir nicht die Sünden meiner Jugend und meine Vergehen in den Sinn, sondern in deiner liebenden Güte erinnere dich an mich nach deiner Gültigkeit, YHWH.
8  Gut und aufrecht ist YHWH, und so belehrt er Sünder auf dem Weg.
9  Er führt den Elenden mit Gerechtigkeit und lehrt den Elenden seinen Weg.
10  Alle Pfade YHWHs sind liebende Güte und Wahrheit für ihn, der seinen Bund und seine Vorschriften einhält.
11  Um deines Namens willen, YHWH, vergib meine Sünde, welche groß ist.
12  Wer ist nun der Mensch, der vor YHWH zittert? Sie werden von ihm in den Wegen, die er wählt, unterwiesen werden.
13  Ihre Seele wird in Wohlstand leben und ihr Same wird die Erde erben.
14  Bekanntschaft mit YHWH ist für diejenigen, die vor ihm zittern, und seinen Bund wird er ihnen offenbaren.
15  Meine Augen schauen beständig auf YHWH, denn er wird meine Füße aus der Schlinge ziehen.
16  Wende dich zu mir und schenke mir deine Gunst, denn ich bin allein und elend.
17  Die Sorgen meines Herzens haben sich vermehrt; bringe mich aus meinem Kummer heraus.
18  Siehe mein Elend und meinen Schmerz, und erlasse meine Sünden.
19  Siehe meine Feinde, die an Zahl zugenommen haben, und den ungerechten Hass, mit dem sie mich hassen.
20  Wache über meine Seele und rette mich; lass mich nicht beschämt werden, denn ich habe in dir Zuflucht genommen.
21  Integrität und Aufrichtigkeit werden mich schützen, denn ich habe auf dich gewartet.
22  Oh Gott, befreie Israel von all seinen Bedrängnissen.
„In dieser unvollkommenen, geschlagenen Welt der Isolation“, so merkt J. J. Hurtak an, „sind wir lebenswichtig für die Absichten Gottes. Unser Zeugnis ist jetzt noch mehr als je vonnöten, da wir uns mit unserer höheren Identität identifizieren und Gott uns führt, sie zu entdecken. Wenn wir der Eitelkeiten müde werden und die höheren Wahrheiten erlernen, werden unsere Krankheiten geheilt und unsere sterblichen Teile erneuert und neu gebildet werden, und wir werden beständig sein und ewig vor Gott, YWHW, leben, der lebt und immerdar beständig ist.“
Sophia verlor ihren Namen im Chaos, so haben wir oben gelesen, verlor ihre spirituelle Identität, die es ihr erlaubt hatte, durch die Shekinah Verbindung zu göttlichen Präsenz herzustellen. Wenn Sophia, wenn wir diese höhere Identität verlieren, sind wir uns unseren wahren Ursprungs nicht mehr bewusst und vergessen ihn. Es gilt, die göttliche Sophia, die Weisheit, in uns zu aktualisieren, damit wir zurück zum Bewusstsein unser wahren Ursprungs gelangen und unser Geburtsrecht beanspruchen können. Dann können wir, darauf verweist Hurtak, die Verbindung mit anderen Bruderschaften/Schwesternschaften auf diesem Planeten und mit solchen, die nicht von dieser planetaren Welt sind, wiederherstellen und erkennen, dass wir Teil eines größeren Planes sind innerhalb des Ordens Melchizedek, des Ordens Enoch, des Ordens Michael und dass wir hierher zurückgekehrt sind, um das Werk Christi zu tun, um Liebe, Mitgefühl und Vergebung der ganzen Menschheit zu bringen, bis der wahre, große Christus für alle zurückkehren wird.

Montag, 21. Juli 2025

Die 6. Reue Sophias und Jahn J Kassls Lichtweltverlag – seine schauderhafte Jesus-Biographie.

Jesus lobte zunächst den Beitrag des Philippus im Rahmen des fünften Reuegesangs der Sophia, indem jener mit dem 88. Psalm Davids, so die Formulierung im Text, die Lösung ihrer Reue gab.

Lösung führt zu Erlösung.
Was aber bedeutet Erlösung?
Es ist die Lösung, die Überwindung unserer alten gedanklichen Muster, das Ende der Knechtschaft durch niedere Gedankenformen. Wer sich dahin gearbeitet hat, der spürt, dass tatsächlich Gedanken Gewicht haben, nach unten ziehen, denn die Erleichterung ist fühl- und spürbar. Warum? - Der Christus-Logos hat Raum, in unser Inneres einzuziehen, und dieser Logos hat alles andere als ein Gewicht der Schwere, er hebt die Seele vielmehr himmelan. Wem es widerfährt, der beginnt zu fühlen: die Seele kann tatsächlich fliegen. Wie schrieb Eichendorff in Mondnacht: „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus, / Flog durch die stillen Lande, / Als flöge sie nach Haus." 
Dieser große Spätromantiker hat sich noch nicht getraut, das Heimkommen im Indikativ anzusprechen; er verwendet noch den Konjunktiv „als flöge“.
Die Zeit ist gekommen zu schreiben: unsere Seele fliegt nach Hause!

Bevor ich die Worte wiedergebe, mit denen Jesus den sechsten Reuegesang der Sophia kundtut, möchte ich das zweite von vier Beispielen einbringen, mit denen (angebliche) Christen, ob bewusst, halbbewusst oder unbewusst ihren eigenen Sinneswandel - das griechische Wort lautet hierfür Metanoia, Luther übersetzte es mit Buße - , ihre eigene mögliche Reue hintertreiben.
Dass man, wie im letzten Beitrag angesprochen, bei Franz Alt von „unbewusst“ sprechen kann, halte ich für ausgeschlossen; die Verleugnung des Todes am Kreuz geschieht ja bewusst.
Selbiges gilt auch für Jahn J. Kassl, dem 2009, so ist bei Amazon in den biographischen Angaben zu lesen, der Auftrag (wie es ominös heißt) erteilt worden war, den Lichtweltverlag zu gründen (natürlich durch die Geistige Welt - wie kann es bei Kassl anders sein!?). Seit 2005 - so lesen wir - werden ihm nahezu täglich auf medialem Wege Botschaften übermittelt. Wie am Schnürchen veröffentlicht er Bücher und die Prominenz derer, die ihm die Bücher und Botschaften channeln, ist kaum zu überbieten (Erzengel Michael, Saint Germain, Anastasia, Gott, Jesus …); seine Leserschaft steigt ständig an, heißt es, und regelmäßig finden öffentliche Lichtlesungen im Lorely-Saal in Wien statt, die auf Video aufgezeichnet werden und auf You Tube einsehbar sind. Ich bin ihm über Danielle Gernandt begegnet, die regelmäßig eigene mediale Botschaften mit Channelings von Kassl abwechselt, indem sie per Video aus den Büchern von Kassl vorliest. Vielleicht, weil für mich ihre Stimme bei den Kassl-Botschaften ziemlich unnatürlich klingt, fiel mir die Fragwürdigkeit von dessen Inhalten auf, die ich mittlerweile für frei erfunden halte (mehr zu Danielle Gernandt im Rahmen der 7. Reue). Ich kaufte mir die von ihm herausgegebene Jesus-Biographie, Teil I, und las mit Erstaunen (S. 29 der 2. Auflage 2008):
Die Zeit und die Ereignisse in Jerusalem spitzten sich aber zu, und so kam der Tag, an dem ich Jerusalem verließ.
Das letzte Abendmahl deutet darauf hin.
Es war ein Abschiedsfest, und alle waren versammelt.
Wir aßen Datteln und Feigen und teilten das Brot. Es war mein Abschied von meinen Freunden und Weggefährten. Auch von meiner Frau und von meiner Mutter.
Es waren nicht nur zwölf bei diesem Fest, sondern wesentlich mehr, und alle kamen, mir Lebewohl zu sagen. Die Geschichte lässt euch glauben, dass danach meine Kreuzigung stattfand.
All diese Darstellungen sind unwahr und falsch!
Und auf S. 81 finden wir unter der Kapitelüberschrift Die Kreuzigung:
Ich bin Jesus Christus und begrüße dich, geliebtes Erdenkind.
Es ist eine wundervolle Zeit, in der ihr lebt, und alle, die sich entschließen, ihre Begrenzungen aufzugeben, erwartet die ewige Glückseligkeit.
Heute will ich euch weitere Neuigkeiten zu meinem Leben auf Erden geben, damit ihr loslassen könnt von alten Vorstellungen. Damit diese Hindernisse von euch gehen und ihr einen klaren Blick bekommt.
Wie bereits eingangs gesagt, bin ich weder gekreuzigt worden noch am Kreuz gestorben. (…)
Es gab keinen Verrat, von wem auch immer.
Ganz leicht konnten mich die römischen Soldaten finden.
Rudolf Steiner, der auch über den Verrat sprach, begründete übrigens sehr genau, warum ohne den Verrat des Judas die römischen Soldaten Jesus womöglich hätten nicht identifizieren können. Steiner schrieb über die Situationen, die der Jesus Kassls anspricht, wesentlich differenzierter, ohne dass er sein Buch eine Biographie genannt hätte.
Bei Kassl gibt Jesus sodann seinen Wortwechsel mit Pilatus wieder, aber er ist nicht, wie in der Bibel, ein Verhör, sondern „eher ein Gespräch“ - so die von Jesus via Kassl höchstselbst gegebene Bezeichnung. Überhaupt weist der Kassl-Jesus darauf hin, dass „es für mich kein Leid, keinen Schmerz (gab).“

Was in den Evangelien steht: offensichtlich dummes Geschwätz!

Und so heißt es auch folgerichtig auf S. 135:
Die Auferstehung ist genauso erfunden, wie der Tod am Kreuz. Das Leid in diesem Erdenleben als wünschenswert hinzunehmen, um im Jenseits die Früchte zu ernten, war das menschenverachtende Spiel der dunklen Kräfte. (…)
Dennoch aber gibt es sie, die Auferstehung.
Es ist das Wiedergeboren-werden, das Auferstehen, um sich seiner Wirklichkeit hinzuwenden.
Um deine Gottheit in dir wieder zu erlangen, bedarf es deiner Auferstehung. Das Erwachen in deinen ewigen Geist, hier im Jetzt, mündet in die Auferstehung. Du bist wiedergeboren und auferstanden, selbst-bewusst und voller Achtung für dich und deine Mitmenschen.
Frei von Leid, Angst und Sorge.
Warum der Kassl-Jesus von „Wiedergeboren-werden“ spricht, obwohl doch gar niemand gestorben ist, bleibt sein bzw. Kassls Geheimnis.

Einiges in der Biographie wird, verglichen mit dem Evangelien, so möchte ich sagen, vom Fuß auf den Kopf gestellt. Ob Jesus froh war, dass er mittels Jahn J Kassl endlich einmal die „Wahrheit“ kundtun konnte?

Der eigentliche Text der Biographie umfasst 152 Seiten, wobei angemerkt sein will, dass ich kein Buch kenne, bei dem so wenig Buchstaben auf einer Seite zu finden sind; der Zeilenabstand ist bemerkenswert groß, ebenso die Schrift.

Die Informationen zum Leben Jesu möchte ich zurückhaltend als dürftig, spärlich und oberflächlich bezeichnen, und wenn man beispielsweise sie vergleicht mit denen Rudolf Steiners in dessen Fünftem Evangelium, in dessen Rahmen über die Zeit des Lebens Jesu zwischen seinem zwölften Lebensjahr und dem Beginn seines Wirkens, wie es dann die Evangelien aufgreifen, berichtet wird, wird deutlich, dass doch eine große Berechtigung vorhanden sein könnte, sein Geld von Kassl zurückzuverlangen. Jesus hat uns in dem, was Kassl „Jesus-Biografie“ nennt, bedauerlicherweise sehr wenig über sein Leben verraten.
Teil II, 2011 erschienen, bringt übrigens - laut Kassl - „ein Ausmaß von Liebe auf die Erde, das alles bisher Gewesene bei Weitem übertrifft“ (ich würde, wenn jemand Kassl als den Trump der Esoterik bezeichnet, nicht unbedingt widersprechen wollen).

Ernsthaft gesprochen ist für mich Kassl ein spiritueller Scharlatan.

Am Ende des Buches hat Kassl eine Kurzbiographie von sich gegeben. Sie ist ein besonderes Schmankerl esoterisch selbstbeweihräuchernden Zeitgeistes und ich gebe sie auf meinem Wortbrunnen-Blog wieder.

Es folgt nun die 6. Reue, ich nehme aber zunächst vorweg, was Jesus am Ende dieser Reue seinen Jüngerinnen und Jüngern sagen wird, weil dadurch deutlich wird, wie wertvoll diese Reuen sind, wie wichtig es der Seele ist, Geduld zu haben; die Spreu wird vom Weizen getrennt werden und die tyrannischen Götter werden um die vollständige Reinigung ihres Lichtes durch das Feuer der Weisheit nicht herumkommen:
Armen, Armen, ich sage euch: Ich werde euch in allen Mysterien des Lichtes [den Geheimnissen der höheren Himmel] und in allen Gnosen [Wissensgebieten] vollenden, vom Inneren der Inneren bis zu den Äußeren der Äußeren, vom Unaussprechlichen bis zur Finsternis der Finsternisse, vom Licht der Lichter bis zu der Materie [dem gefangenen Licht also], von allen Göttern bis zu den Dämonen, von allen Herren bis hinunter zu den Dekanen, von allen Gewalten bis zu den Dienern, von der Schöpfung der Menschheit bis zu der der Tiere, der Rinder und der Reptilien, so dass ihr Vollkommene genannt werdet, vollendet im ganzen Pleroma [Gesamtheit der göttlichen Königreiche].
Amen, Armen, ich sage euch: In der Region, wo ich im Königreich meines Vaters sein werde, dort werdet auch ihr mit mir sein. Und wenn die vollkommene Zahl [der vervollkommnete Körper der Menschheit] erfüllt ist, so dass die Mischung vergeht [das gegenwärtige Programm von Licht und Finsternis], werde ich befehlen, dass sie alle tyrannischen Götter, die nicht die Reinigung ihres Lichtes geopfert haben, bringen werden, und ich werde dem Feuer der Weisheit, über das die Vollkommenen gehen werden, befehlen, diese Tyrannen zu verzehren, bis sie die letzte Reinigung ihres Lichtes gegeben haben.

Die 6. Reue Sophias
1  Dir habe ich Loblieder gesungen, oh Licht, unten aus der Finsternis.
2  Höre meine Reue, und möge dein Licht den Klang meiner flehentlichen Bitte beachten.
3  Oh Licht, wenn du über meine Sünde nachdenkst, werde ich nicht in der Lage sein, in deine Gegenwart zu kommen, und ich werde verloren sein.
4  Denn du, oh Licht, bist mein Erlöser; und wegen des Lichtes deines Namens habe ich an dich, oh Licht, geglaubt.
5  Und meine Kraft hat an dein Mysterium geglaubt; meine Kraft hat auf das Licht vertraut, als sie in der Höhe war, und sie vertraute darauf, als sie im Chaos darunter war.
6  Lass alle Kräfte in mir Vertrauen in das Licht haben, wenn ich unten in der Finsternis bin, und mögen sie [die Kräfte] wieder Vertrauen auf das Licht finden, wenn sie in die Region der Höhe zurückkehren.
7  Denn das Licht hat Mitleid mit uns und rettet uns; ein großes Mysterium der Rettung ist in ihm.
8  Und alle Kräfte werden vor dem Chaos gerettet werden wegen meines Vergehens, denn ich bin aus meiner Region hinausgegangen, um in das Chaos darunter einzutreten.
Nun also, wer immer Verstehen hat, der möge verstehen.
Und es geschah, als Jesus diese Worte an seine Jünger zu sprechen beendet hatte, dass er zu ihnen sagte, „Wisst ihr, in welcher Weise ich mit euch rede?
Andreas trat vor und sprach, „Mein Herr, über die Lösung der sechsten Reue von Pistis Sophia hat deine Lichtkraft früher schon durch David in dem 130. Psalm prophezeit, worin sie sprach:
1  Aus den Tiefen habe ich zu dir gerufen,YHWH.
2  Mein Herr, höre meine Stimme; mögen deine Ohren auf die Stimme meiner Gebete merken.
3  Wenn du, oh Yah, meine Laster bemerken solltest, wer könnte überleben?
4  Denn bei dir ist Vergebung; um deines Namens willen habe ich auf dich gewartet.
5  Meine Seele wartet du auf dein Wort.
6  Meine Seele hat auf den Herrn gewartet, mehr als der Wächter auf den Morgen. Israel warte weiterhin auf den Herrn vom Morgen bis zum Abend.
7  Denn bei YHWH steht die liebende Güte, und bei ihm ist überfließende Erlösung.
8  Und er wird Israel aus all seinen Lastern erlösen.

Die Erfahrung der Erlösung von alten Gedankenformen machen zu dürfen, ist fast unvergleichlich. König David ist ja mehr als ein König, er ist wahrlich ein Prophet, er spricht an, dass wir, wenn wir zum geistigen Israel gehören, von allen (!) Lasten befreit werden werden. Zunehmend können wir, was noch in der Zukunft liegt, zu unserer Gegenwart machen und auf welchen Ebenen dann Erlösung im umfassenden Sinne geschieht, erfasst J.J. Hurtak in seinen kommentierenden Worten:
Auf der Ebene des Individuums (in einem dreidimensionalen Körper) kommt sie [die Erlösung] durch die Fähigkeit, den Lichtkörper mit dem Christus zu verinnerlichen; auf der Seelenebene bringt sie die volle Macht des Lichts zur Verwandlung und Wiedervereinigung der Seele-Geist-Einheit; auf der planetaren Ebene findet Erlösung durch die Erfüllung der zur Belehrung der Menschheit gegebenen Heiligen Schriften statt, und letztendlich durch die Befreiung, die im Auszug aus Ägypten exemplifiziert ist; auf der universalen Ebene geschieht Erlösung durch den Göttlichen Logos, der die Lebenskraft aller lokalen Welten in das gereinigte Sohn-Universum einverleibt, wo die vielen Erfahrungen und Experimente durch den Einfluss des Göttlichen, das sich in der Existenz manifestiert und zum Aufstieg des Universums führt, erlöst werden können.
Anmerken möchte ich bei dieser Gelegenheit, wie wichtig es ist, das Alte Testament angemessen zu verstehen. Wer das tut, dem kann leider nicht entgehen, dass noch viele Menschen in der Gefangenschaft und Knechtschaft des alten Ägypten sich befinden. Sie haben den Ruf eines Mose noch nicht vernommen.

Freitag, 18. Juli 2025

Die fünfte Reue Sophias. – Franz Alt und sein Golgathaverständnis: "Weiche von mir, Satan!"

Wie groß und überzeugend ist die Bereitschaft Sophias im Rahmen ihres vierten Reuegesangs zu einer fundamental ehrlichen Bestandsaufnahme, zu einer schonungslosen Analyse ihrer Situation, wie groß die Bereitschaft zu benennen, wie das Verhältnis des Lichtes zu ihr ist und wie sehr sie auf die Rettung durch das Licht hofft.

Sie beginnt ihren fünften Reuegesang mit einem Lob auf das Licht, um dann wieder überzugehen zu einer schonungslosen Bestandsaufnahme ihrer Situation verbunden mit einem Ausblick voller Hoffnung.
Ihr Umgang mit ihrer Situation mag eine Hilfe, ja - wenn wir wollen - eine Vorlage sein für uns, wie wir mit dem Licht und Gott sprechen können.

Die Realität von sogenannten Christen in unserem Land sieht zum Teil gänzlich anders aus. Wie selbstgefällig und überheblich handeln und reden manche, wie bar echter Reue. Ich möchte dies zu Beginn dieses und der drei folgenden Reuegesänge an vier Beispielen deutlich machen.

Einige unter uns dürften Bücher von Franz Alt kennen oder gar gelesen haben, bekannt sind vor allem „Frieden ist möglich. Die Politik der Bergpredigt.“ bzw. „Liebe ist möglich. Die Bergpredigt im Atomzeitalter.“
Mit „Jesus – der erste neue Mann.“ fand sich Franz Alt auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Insgesamt listet Wikipedia über 30 von ihm geschriebene Bücher und Veröffentlichungen auf. In den Buchrezensionen werden ihm immer wieder Lobeshymnen gesungen, die kritischen Rezensionen gehen aber sehr eindeutig im Hinblick auf sein Wirken in Richtung ideologischer Vorstellungen, die sich an modisch-kritischen Themen unserer Zeit orientieren (der ökologische Jesus, der pazifistische Jesus, der feministische Jesus), immer wieder wird ihm auch New-Age-Besserwisserei und eine gewisse parteipolitische Haltung mit erkennbarem Hang zur Selbstdarstellung vorgeworfen; in diesen Zusammenhang gehören seine offenen Briefe an Helmut Kohl und Angela Merkel, und als ob er noch nicht ausgelastet genug gewesen sei, engagierte er sich noch in dem Bahn-Bauprojekt "Stuttgart 21".

Für mich ist die entscheidende Frage: Leuchtete Franz Alt bei seinem vielen Schreiben das Licht, nach dem eine Sophia so strebte, erstrebte er die Weisheit, die uns Sophia vermitteln kann, gerade deshalb, weil sie durch tiefe und lichtlose Täler ging? Finden wir bei ihm diese Demut gegenüber dem Licht, die eine Sophia auszeichnet? Oder ist Franz Alt einfach nicht weise, sondern ein typischer Intellektueller unserer Zeit, nicht weise also, sondern schlau?

Ich war doch sehr verblüfft, als ich von einem Mann, der mehrere Bücher über Jesus geschrieben hat und von dem man doch also annehmen darf, dass er um den zentralen Punkt von Jesu Mission auf der Erde weiß, in einem Video den Satz hörte:
Ich kann mir gut vorstellen, dass das ganze Ostergeheimnis nichts anderes ist als eine Nahtoderfahrung (…) Das ist für mich kein Glaubensproblem, sondern eine Frage des gesunden Menschenverstandes.
Wenn Jesus Franz Alts Buchtitel nach der erste neue Mann ist, dann eigentlich doch deshalb, weil durch sein Wirken und Sein für uns Menschen der Weg zur Auferstehung gebahnt wurde, zur Auferstehung eines neuen Bewusstseins, was dadurch möglich wird, dass mit und in Jesus auf Golgatha der göttliche Sohn Christus stirbt, ein Geschehen in einer Dimension, die vielen Menschen noch in seiner Bedeutung nicht wirklich zugänglich ist.
Goethe hat darum gewusst, sein Gedicht „Selige Sehnsucht“ beginnt deshalb mit: „Sagt es niemand, nur den Weisen, / Weil die Menge gleich verhöhnet, / Das Lebend’ge will ich preisen, / Das nach Flammentod sich sehnet.“
Goethe wusste, dass das Geheimnis um den Flammentod der Seele, die in seinem Gedicht als Schmetterling diesen Tod erleidet, nur wirklich weisen Menschen zugänglich ist. Deshalb spricht der bloß schlaue Franz Alt von einem nicht wirklichen Tod, sondern von einem Nahtod. Er hat den Tod Jesu, der für alle Tode steht, die Menschen seelisch sterben, wenn etwa fundamental Neues in ihnen auferstehen will, nicht verstanden.
Goethe lässt uns in der letzen Strophe wissen: „Und so lang du das nicht hast, / Dieses: Stirb und werde! / Bist du nur ein trüber Gast /Auf der dunklen Erde.“
Um den Sinn unserer Existenz auf der Erde wissen wir nur, wenn wir die Bedeutung des Todes von Jesus verstehen. Weil er diesen Weg ging, dürfen wir heute in einem irdischen Leben zu dem Bewusstsein der Auferstehung gelangen. Wir sterben auch in diesem Leben oder einem folgenden den Tod auf Golgatha, jeder auf seine Weise.
Dann dürfen wir auch Pfingsten erleben.

Das alles hat Franz Alt nicht verstanden Für ihn gibt es keinen wirklichen Tod Jesu, deshalb kann es für ihn auch keinen wirklichen Ostersonntag geben, keine Auferstehung, kein Pfingsten.

Eine bemerkenswerte Stelle, die Alt mehr als nur zu denken hätte geben müssen, finden wir in Matthäus 16:
Wir lesen, dass Jesus seine Jünger darauf vorzubereiten beginnt, dass er nach Jerusalem gehen und dort sterben, dass er aber am dritten Tag auferstehen wird (so sprach er und das steht dort klipp und klar !)
Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weiche von mir, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Wie viel hat der Mann, Franz Alt, über Jesus und die Bergpredigt geschrieben!! Verstanden hat er weder sie noch ihn! Auch wenn es noch so klug klingt, wie und was er schreibt. Deshalb kommt in Wirklichkeit nichts Wertvolles in unserer Seele an in dem, was er von sich gibt.
Was er tut, ist ja noch gravierender als das, was Petrus macht: Jesus weist die Jünger darauf hin, dass er sterben wird, Alt aber sagt: In Wirklichkeit ist er gar nicht gestorben …
Jesus würde zu ihm sagen und, ich vermute, er hat es bereits getan:"Weiche von mir, Satan!"

Wenn Alt über Liebe schrieb, dann hat er die größte Liebestat, die alle Liebe göttlich machen kann und will, gar nicht verstanden: diese göttliche Liebe beendet durch den realen Tod Jesu die Trennung von Tod und Leben; in dem Sinn, wie wir heute über Tod und Leben denken, das gibt es für Menschen, die sich zu einem Christus-Bewusstsein zu entwickeln vermochten, nicht mehr.
Das aber versteht der gesunde Menschenverstand nicht, das versteht ein Franz Alt nicht.
Denken in göttlichem Sinne ist nicht mehr linear, dieses Denken ist unbeschreiblich und deshalb ist die Weisheit einer Sophia so schwer zu erfassen; es kann nur der erfassen, dem das alte Denken stirbt. Wenn Menschen aber dieses Sterben, dieses Goethesche „Stirb“ nicht haben, dann fehlt ihnen auch das „Werde“ dann bleibt ihr Denken, so formuliert es Goethe, trübe, so wie ihr Dasein.

Franz Alt schrieb und schrieb und schrieb; wie ein Don Juan auf der Suche und Sucht nach Liebe von Bett zu Bett sprang und sie doch nie erreichte, so springt Franz Alt von Buch zu Buch, weil er sich das Verständnis von Liebe und Weisheit auf diese Weise erschreiben wollte. In Wirklichkeit hatte er Angst, etwas Entscheidendes in sich sterben zu lassen.

Warum ich darüber schreibe: All den vielen Büchern Alts fehlt die göttliche Weisheit, das göttliche Licht. Es kann in ihnen nicht vorhanden sein. 
Für mich ist wichtig, dass wir vorsichtig sind mit dem, was Menschen so Schlaues sagen und schreiben. Für mich ist wichtig, dass wir ein Gespür dafür entwickeln, ob Menschen mit dem wahren Licht, das Sophia so intensiv suchte und fand, in Kontakt sind - vielleicht sind sie es nicht immer, aber doch immer wieder. Ob sie in Kontakt mit der wahren Weisheit sind, nicht immer, aber ob sie danach streben, das ist wichtig.
Zu solchen Menschen sollten wir uns hingezogen fühlen und sie suchen, mit ihnen in Gemeinschaft gehen, Menschen, die wissen, warum Jesus Christus für uns ganz real auf Golgatha starb! Oft sind es keine Vielschreiber. Aber die Gemeinschaft mit ihnen und ihre ehrlichen Worte tun unserer Seele gut. Und gut für unsere Seele ist, wenn wir zu Menschen mit einem Verstand a là Franz Alt und ihrem tödlich kranken Bewusstsein sagen: "Weiche von mir, Satan!
"
Weil Jesus Petrus liebte, wies er ihn so deutlich zurecht! Dann kann Erkennen, kann Metanoia, kann Reue einsetzen.

Wenden wir uns der fünften Reue zu und denken wir daran, dass Sophia nur im Wirrwarr des Chaos, dem sie ausgesetzt ist, ihren Bedarf an Göttlichkeit und das Wirken der Gottheit erkennen kann. Aus der Verwirrung und dem Chaos in den niederen evolutionären Welten wird letztlich für Sophia und für uns der eigentliche Wandel hervortreten.
Dann werden, wie es in der 4. Reue heißt, selbst alle Archonten der materiellen Welt, dich, oh Licht fürchten, andere dagegen – wie eben auch Sophia – werden sich mit dem gereinigten Licht kleiden. 
Vollziehen wir den Weg der Reue mit, dass auch wir dieser Kleidung teilhaftig werden:

5. Reue
Und es geschah, als alle materiellen Emanationen von Selbst-Willen schwer auf ihr lasteten, dass Sophia laut weinte und die fünfte Reue gab, indem sie sprach:
1 Oh Licht meiner Erlösung, ich singe dir Lob in der Region der Höhe und auch im Chaos.

2 Ich singe dir Lob in meinem Lied, mit dem ich in der Höhe Hymnen bildete, und mit dem ich an dich Hymnen bildete, als ich im Chaos [in den niederen Welten] war. Möge es deine Gegenwart erreichen, und bitte höre, oh Licht, auf meine Reue.

3 Meine Kraft ist in die Finsternis gesunken, und mein Licht ist ins Chaos abgestiegen.

4 Ich selbst werde wie die Archonten des Chaos, sie, die in die Finsternis unten hinabgestiegen sind; ich werde zu einem materiellen Körper, ohne jemanden in der Höhe, der mich errettete.

5 Ich werde auch wie die Substanzen, deren Kraft aufgebraucht ist und in das Chaos ausgeschieden werden, solche, die du nicht in der Erlösung für wert befandest und die auf dein Gebot hin übriggelassen werden, um zu vergehen.

6 Nun haben sie mich unten in die Finsternis gestellt, in tote Finsternisse und Materien, die keine Kraft in sich haben.

7 Du hast dein Gebot über mich gebracht und alles, was du bestimmt hast,

8 und dein Geist hat sich zurückgezogen und mich verlassen. Auch sind auf deinen Befehl die Emanationen meines Äons mir nicht zu Hilfe gekommen, sondern haben mich verabscheut und sich von mir ferngehalten, und immer noch bin ich nicht vollkommen ausgelöscht.

9 Aber mein Licht ist in mir geschwächt, und ich habe mit allem Licht, das mir noch geblieben ist, nach dem Licht gerufen, und ich habe meine Hände nach dir ausgestreckt.

10 Nun, oh Licht, wirst du nicht dein Gebot im Chaos erfüllen, und die Befreier, werden sie nicht kommen, wie du es ihnen befohlen hast, in der Finsternis aufzustehen, um deine Jünger zu sein?

11 Werden sie nicht das Mysterium deines Namens im Chaos sprechen?

12 Oder werden sie eher deinen Namen in der Substanz des Chaos sprechen, die du nicht reinigen wirst?

13 Doch ich habe dich gepriesen, oh Licht, und meine Reue wird dich in der Höhe erreichen.

14 Möge dein Licht über mich strömen,

15 denn sie haben mir mein Licht genommen, und ich bin seit der Zeit, da ich emaniert wurde, in heftigem Schmerz wegen dem Licht. Und nachdem ich auf das Licht in der Höhe geblickt hatte, blickte ich nach unten auf die Lichtkraft im Chaos; und ich machte mich auf und stieg hinab.

16 Dein Gebot fand mich, und die Ängste, die du für mich festgelegt hast, führten mich in Verwirrung.

17 Und sie haben mich wie zahlreiche Wasser umzingelt, sie haben mich fortwährend gemeinsam zu jeder Zeit ergriffen.

18 Und durch dein Gebot hast du meinen Schutz-Emanationen nicht gewährt, mir zu Hilfe zu kommen, noch hast du meinem Gepaarten erlaubt, mich aus meinem Leiden zu erlösen.
🌟

Dies ist die fünfte Reue, welche Pistis Sophia im Chaos von sich gab, als alle materiellen Emanationen von Selbst-Willen sie weiterhin bedrohten.
(...)
Jesus spricht: Nun komme du, Philippus, nach vorn und verkünde die Lösung der fünften Reue von Pistis Sophia, und nimm dann wieder deinen Platz ein und schreibe alle Belehrungen, die ich äußern werde, bis die Zahl deines Anteils der Aussagen über das Königreich des Lichts, die du aufzeichnen sollst, vollendet ist.

Und Philippus antwortete und sprach zu Jesus, „Mein Herr, höre mir zu, dass ich die Lösung ihrer Reue gebe. Denn deine Kraft hat darüber früher durch David im 88. Psalm prophezeit, indem er sprach:

1 YHWH, Gott meiner Errettung, bei Tag habe ich nach dir gerufen, des Nachts habe ich vor dir gewartet.

2 Lass mein Gebet vor dir aufsteigen; neige dein Ohr meinem Lied.

3 Denn meine Seele ist mit Elend durchtränkt, und mein Leben nähert sich den unteren Tiefen.

4 Ich bin mit jenen gezählt, die in die Grube hinabgehen; ich bin wie ein kraftloser Mann geworden.

5 Ich werde wie die Toten, die frei sind, betrachtet, wie die Geschlagenen, die in Gräbern liegen, an die du dich nicht mehr erinnerst und die von deiner helfenden Hand abgeschnitten sind.

6 Du hast mich in die niederste Grube gelegt, in die Finsternis der tiefsten Schlucht.

7 Dein Zorn hat sich auf mich geheftet, und deine Wellen haben mich gepackt. Selah.

8 Du hast mir meine Freunde entfremdet; du hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin eingesperrt, und ich kann nicht heraus.

9 Meine Augen trauern wegen meiner Not; ich habe nach dir gerufen YHWH, jeden Tag; meine Hände habe ich nach dir ausgestreckt.

10 Wirst du für die Toten Wunder wirken? Werden nicht jene, die niedergeworfen wurden, aufstehen und dich preisen? Selah.

11 Werden sie nicht bestimmt deinen Namen in den Gräben aussprechen?

12 Und deine Rechtschaffenheit im Land des Vergessens?

13 Und zu dir, YHWH, rufe ich um Hilfe, und am Morgen ist mein Gebet früh vor dir.

14 Warum verbirgst du dein Angesicht vor mir?

15 Denn ich bin betrübt und nahe am Tod. Ich erhöhte mich selbst und wurde gedemütigt.

16 Dein strenger Zorn überwältigte mich, und deine Schrecken haben mich zum Schweigen gebracht.

17 Sie umkreisen mich wie Wasser den ganzen Tag; sie überschwemmen mich alle gleichzeitig.

18 Du hast mir den Freund und Gefährten entfremdet; meine Bekannten werden von meinem Leid ferngehalten.“
🌟

Dies ist nun die Lösung des Mysteriums der fünften Reue, die von Pistis Sophia gegeben wurde, als man sie im Chaos verfolgte.

Montag, 7. Juli 2025

Die erste Reue der Sophia und Psalm 69 - „Und meine Stimme drang nicht durch die Finsternis“.

Vor allem für jene, die eher zufällig reinklicken:
Um die Bedeutung der ersten Reue und des nachfolgenden Psalmes zu verstehen, ist es sinnvoll, den vorausgehenden Beitrag vom 6. 7. gelesen zu haben.

Vorausschicken möchte ich noch, dass die vorliegende Ausgabe, aus der ich zitiere, aus dem Englischen übersetzt ist; sicherlich eine anstrengende Aufgabe, der mit Respekt zu begegnen ist. Allerdings finde ich manche Begriffe nicht so glücklich gewählt und für manche Fremdwörter hätte man meines Erachtens auch deutsche Worte wählen können. Das Wort „Emanationen“ lässt sich allerdings beispielsweise mit einem deutschen Wort kaum erfassen: Emanationen sind grundsätzlich Äußerungen jedweder möglichen Art, ob auf akustischer, optischer oder seelisch-geistiger Ebene.
 In der Philosophie bezeichnen Emanationen Dinge, die aus einem unveränderlich göttlichen Ursprung hervorgehen. Es sind in gewisser Weise Ausströmungen …
 So viel zu diesem Wort, das in den Reuen doch häufig vorkommt, aber nicht unbedingt in seiner Bedeutung sehr geläufig ist.

Aus unserer Schulzeit wissen wir, dass Lehrer in der Regel genau wussten, wie etwas vorzutragen ist, und meist wollten sie auf eine Frage hin eine bestimmte Antwort hören - und nur die. Dabei entging ihnen nicht selten, dass sie Antworten nicht akzeptierten, weil ein Schüler etwas auf seine eigene ganz wertvolle Art vortrug oder seine Antwort etwas enthielt, was auf besondere Weise den vorgegebenen Rahmen sprengte.

Deshalb gilt es im Hinblick auf die Psalmen, aber auch im Hinblick auf die Aussagen der Sophia, sich hineinzuversetzen in die Seele dessen, der etwas aussagen möchte. Es geht also nicht darum, was man selbst denkt, sondern um die Bereitschaft zu tiefem Verstehen eines anderen!
In einem zweiten Schritt - nachdem wir ein offenes Verstehen vorgenommen haben - können wir durchaus wahrnehmen, was uns ganz persönlich an den Aussagen auffällt, Unerwartetes, Merkwürdiges, Seltsames …


Wir kommen zum Beginn:


In der „Pistis Sophia“ ist vorausgehend zu lesen, dass Sophia von den Kräften des Selbstwillens umringt und gepeinigt wurde und die Lichtkraft des Löwengesichtes, einer stark negativen Kraft der astralen Ebene, die Lichtkräfte der Sophia verzehrte, was deshalb auch möglich war, weil Sophia aus dem 13. Äon in die Ebene des Chaos abgeglitten war.
Jesus lässt nun die Jüngerinnen und Jünger wissen und in der „Pistis Sophia“ heißt es:

Pistis Sophia [also die Wesenheit Glaube-Weisheit] schrie laut auf und rief das Licht der Lichter, welches sie von Anfang an gesehen hatte und an das sie geglaubt hatte, und sie äußerte diese Reue, indem sie sprach:

1  Oh Licht der Lichter, an das ich von Anfang an geglaubt habe, höre nun, o Licht, meine Reue. Rette mich, denn böse Gedanken sind in mich eingezogen.

2  Ich blickte, oh Licht, in die Bereiche unten und sah dort ein Licht. Und ich dachte: Ich werde in diese Region gehen, so dass ich dieses Licht erwerben kann. Und so ging ich, und ich fand mich unten in der Finsternis des Chaos wieder, und nicht mehr konnte ich nach oben gehen und in meine Region zurückkehren, denn ich wurde belagert von allen Emanationen des Selbst-Willens, und die löwengesichtige Kraft ergriff das Licht, das in mir war.

3  Und obwohl ich um Hilfe schrie, drang meine Stimme nicht durch die Finsternis. Und ich starrte in die Höhe, so dass das Licht, an das ich geglaubt hatte, mir zu Hilfe kommen möge.

4   Doch als ich in die Höhe schaute, sah ich alle Archonten der Äonen– wie zahlreich sie waren – auf mich herabblicken und über mich triumphieren. Und obwohl ich ihnen nichts getan hatte, verachteten sie mich ohne Grund! Und als die Emanationen von Selbst-Willen die Archonten der Äonen sahen, wie sie über mich triumphierten, wussten sie, dass die Archonten der Äonen mir nicht zu Hilfe kommen würden, und so wurden diese Emanationen darin bestärkt, mich mit Gewalt zu peinigen. Und das Licht, das ich gar nicht von ihnen erhalten hatte, ergriffen sie von mir.

5  Und nun, oh Licht der Wahrheit, du musst wissen, dass es aus Unwissenheit war, dass ich dieses getan habe, in dem Glauben, dass die Lichtkraft mit dem Löwengesicht von dir käme; und die Sünde, die ich begangen habe, liegt offen vor dir.

6  Lass mich nicht mehr im Mangel sein, oh Herr, denn ich habe an dein Licht geglaubt von Anfang an. Oh Herr, Licht der Kräfte, lass mich nicht mehr ohne mein Licht sein.

7  Denn es ist aufgrund deiner Initiative und wegen deines Lichtes, dass ich in dieses Elend gefallen bin, und ich bin mit Scham bedeckt.

8  Und wegen der Nachahmung deines Lichtes bin ich von meinen Brüdern, den Unsichtbaren, und den großen Emanationen von Barbelo eine Fremde geworden.

[Mit den Unsichtbaren sind u.a. die 24 Ältesten der „Offenbarung des Johannes“ angesprochen. 
Barbelo ist die männliche Form der kreativen Energie, 
notwendig für die Erschaffung von Lebensformen in dieser Welt.]

9  Dies ist mir geschehen, oh Licht, weil ich nach deinem Wohnort strebte, und der Zorn von Selbst-Willen ist über mich gekommen, er, der deinem Befehl nicht gehorcht hat, von den Emanationen seiner Kraft zu emanieren, denn ich war in seinem Äon und vollzog nicht mehr sein Mysterium.

10  Und alle Archonten der Äonen [der niederen Welten] höhnten über mich.

11  Und ich war in jener Region, seufzend und sehnsüchtig nach dem Licht, das ich in der Höhe gesehen hatte.

12  Und die Wächter an den Toren der Äonen verfolgten mich, und alle, die in ihrem Mysterium blieben, höhnten über mich.

13  Doch ich blickte zu dir in die Höhe, oh Licht, und bewahrte meinen Glauben an dich. Doch nun, oh Licht der Lichter, bin ich bedrückt in der Finsternis des Chaos. Wenn du nun kommen willst und mich retten, ist deine Barmherzigkeit groß! Höre mich in Wahrheit und errette mich.

14  Hebe mich aus der Materie dieser Finsternis, so dass ich nicht mehr in ihr untergetaucht bin, und so dass ich vor den Emanationen von Gott Selbst-Wille gerettet werde, die mich heftig bedrängen, und vor ihren Bosheiten.

15  Erlaube dieser Finsternis nicht, mich zu überschwemmen, und erlaube dieser löwengesichtigen Kraft nicht, meine ganze Kraft vollständig zu verschlingen, und erlaube diesem Chaos nicht, meine Kraft auszulöschen.

16  Höre mich, oh Licht, in deiner kostbaren Gnade; blicke herab auf mich in der großen Barmherzigkeit deines Lichtes.

17  Wende dein Gesicht nicht von mir ab, denn ich bin in großen Qualen.

18  Neige eilig dein Ohr mir zu und rette meine Kraft.

19  Rette mich vor den Archonten, die mich hassen, denn du kennst meine Not und meine Qual, und die Qual meiner Kraft, die sie von mir genommen haben. Diejenigen, die mich inmitten all dieses Bösen eingekerkert haben, sind dir bekannt; handle mit ihnen nach deinem Willen.

20  Meine Kraft schaute aus der Mitte des Chaos und aus der Mitte der Finsternis, und ich wartete auf meinen Gepaarten, dass er komme und für mich kämpfe, aber er kam nicht. Ich wartete darauf, dass er komme und seine Kraft zu mir ausstrecke, aber ich fand ihn nicht.

21  Und als ich nach dem Lichte suchte, wurde mir nur Finsternis gegeben; und als ich nach meiner Kraft suchte, gaben sie mir Materie.

22  Deshalb, oh Licht der Lichter, lass nun die Finsternis und die Materie, mit der mich die Emanationen von Selbst-Willen belagert haben, ihnen zu Fallschlingen werden, und lass sie sich darin verwickeln. Lass dieses auf sie selbst zurückfallen, so dass sie stolpern werden und nicht in die Region ihres Selbst-Willen gehen können.

23  Lass sie in der Finsternis bleiben und das Licht nicht sehen. Lass sie für immer nur das Chaos kennen, und lass sie nicht in die Höhe blicken.

24  Bring deine eigene Rache über sie, und möge dein Urteil sie erfassen.

25  Lass sie nicht mehr in die Region ihres Gottes Selbst-Wille zurückkehren, und lass deine Emanationen nicht mehr in ihre Regionen reichen. Denn profan und willkürlich ist ihr Gott, der glaubte, er selbst hätte diese Gemeinheit vollbracht, ohne zu erkennen, dass, wenn ich nicht auf deinen Befehl gedemütigt worden wäre, er keine Macht über mich hätte.

26  Doch als du mich nach deinem Befehl demütigtest, jagten sie mich umso mehr, und ihre Emanationen fügten meiner Schmach noch Schmerz hinzu.

27  Und sie haben meine Lichtkraft genommen und haben begonnen, mich anzugreifen, um mir das ganze Licht, das in mir ist, zu entreißen. Weil sie mich nun hierhin gepflanzt haben, lass sie nicht in das Dreizehnte Äon, die Region der Rechtschaffenheit aufsteigen.

28  Und zähle sie nicht mit dem Los derer, die sich und ihr Licht reinigen, und lass sie nicht mit jenen gezählt werden, die bereitwillig bereuen, um rasch die Mysterien des Lichtes zu empfangen.

29  Denn sie haben mir mein Licht genommen und meine Kraft in mir hat zu schwinden begonnen. Ich bin meines Lichtes beraubt.

30  Darum nun, oh Licht, das in dir ist und das in mir ist, ich preise, oh Licht, deinen Namen in Herrlichkeit!

31  Mögest du meinen Lobpreis schön finden, oh Licht, so schön wie ein außergewöhnliches Mysterium, das die Tore des Lichtes öffnet, und das jene, die bereuen, sprechen werden, und dessen Licht sie reinigen wird.

32  Und nun lass alle Materie frohlocken; lass alles nach dem Lichte streben, damit die Kraft der Seele, die in dir ist, lebe.

33  Denn das Licht hat die Materie erhört, und es wird keine Substanz ohne ihre Reinigung lassen.

34  Lass alle Seelen und die Substanz des materiellen Selbst den Herrn aller Äonen preisen, und lass die Substanz und alles in ihr Lob bekunden.

35   Denn Gott wird ihre Seele aus aller Materie [aus dem Körper des Fleisches] retten, und eine Stadt soll im Licht errichtet werden, und alle Seelen, die gerettet werden, sollen diese Stadt bewohnen und sie erben.

36  Und die Seelen jener, die die Mysterien annehmen, werden in jener Region leben, und jene, die die Mysterien in seinem Namen annehmen, werden darin wohnen.



Nun geschah es, nachdem Jesus diese Worte zu seinem Jüngern gesprochen hatte, dass er zu ihnen sagte, „Dies ist das Loblied, welches Pistis Sophia in ihrer ersten Reue sang, da sie Reue für ihre Sünde empfand und alles berichtete, was ihr widerfahren war.
 Maria [ = Maria Magdalena] kam vor und sprach, „Mein Herr, mein Licht-Einwohner hat Ohren, und ich höre mit meiner Lichtkraft, und dein Geist, der mit mir ist, hat mich klar gemacht. So neige dein Ohr, damit ich von der Reue rede, welche die Pistis Sophia gegeben hat, indem sie von ihrer Sünde und allem, was ihr widerfahren war, berichtete. Deine Lichtkraft hat einmal darüber prophezeit durch den Propheten David im 69. Psalm:

1  Rette mich, oh Gott, denn die Wasser reichen bis an meine Seele.

2  Ich bin in die schlammigen Tiefen gesunken mit nichts, worauf ich stehen kann, und die Kraft hat mich verlassen. Ich bin in tiefe Wasser geraten und der Strudel reißt mich fort.

3  Ich bin erschöpft vom Weinen, meine Kehle ist ausgetrocknet, meine Augen versagen, während ich auf meinen Gott warte.

4  Jene, die mich ohne Grund hassen, sind zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf; jene, die mich vernichten wollen, sind mächtig, meine trügerischen Feinde, und was ich von ihnen nicht genommen habe, das zwingen sie mich, ihnen zurückzugeben.

5  Oh Gott, du selbst kennst meine Torheit, und meine Sünden sind vor dir nicht verborgen.

6  Jene, die auf dich hoffen, mein Herr, Gott der Heerscharen, lass sie durch mich nicht beschämt werden; lass die, die dich suchen, nicht durch mich in Schande geraten, oh Gott Israels.

7  Es ist wegen dir, dass ich Demütigung erlitten habe; Erniedrigung hat mein Gesicht bedeckt.

8  Ich bin meinen Verwandten ein Fremder geworden, und ein Ausländer für meiner Mutter Kinder.

9  Weil sie auf dein Haus eifersüchtig waren, verschlingen sie mich und die Missgunst derer, die dich verachten, ist auf mich gefallen.

10  Und mit dem Fasten meiner Seele habe ich weiterhin geweint, und es wurde mir nur zum Vorwurf.

11  Ich mache Säcke zu meiner Kleidung, und ich wurde für Sie ein Spottwort.

12  Jene, die an den Toren sitzen, sie reden über mich, und Trunkenbolde erfinden Lieder über mich.

13  Mögen meine Gebete an dich, YHWH, zu einer günstigen Zeit kommen. Oh Gott, im Überfluss deiner Gnade, antworte mir mit der Wahrheit deiner Erlösung.

14  Rette mich aus dem Morast, und lass mich nicht versinken; lass mich gerettet werden vor jenen, die mich hassen, und vor den Tiefen der Wasser.

15  Lass nicht die Flut mich wegreißen, noch lass die Tiefe mich schlucken, und lass nicht die Grube ihren Mund über mir schließen.

16  Antworte mir, YHWH, denn süß ist deine Gnade; in deiner großen Barmherzigkeit wende dich zu mir.

17  Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Diener, denn ich bin betrübt. Antworte mir geschwind.

18  Komm zu meiner Seele und erlöse sie. Wegen meiner Feinde, befreie mich.

19  Denn du kennst meinen Vorwurf, meine Schande und meine Erniedrigung; alle meine Widersacher sind vor dir.

20  Vorwurf hat mein Herz gebrochen, und meine Wunde ist verheerend. Ich hoffte auf Trost, aber da war keiner, und auf jemanden, der mich trösten würde, aber ich fand niemanden.

21  Sie gaben mir Gift [oder Galle] zur Nahrung und in meinem Durst gaben sie mir Essig zu trinken
[wie Jesus anlässlich seiner Kreuzigung]

22  Lass den Tisch vor ihnen zur Schlinge werden, und lass Ihnen den Frieden zur Falle werden.

23  Möge ihr Rückgrat ewig krumm werden.

24  Gieße über sie deinen Zorn aus, lass das Feuer deiner Wut sie schlagen.

25  Verwüste ihr Lager, lass keinen Bewohner in ihren Zelten übrig.

26  Denn sie belagern denjenigen, den du niedergeworfen hast, und fügen der Wunde weiteren Schmerz zu.

27  Bringe Grausamkeit über ihre Grausamkeit, und gewähre ihnen nicht deine Rechtschaffenheit.

28  Radiere sie aus dem Buch der Lebendigen aus, und mit den Rechtschaffenen schreibe sie nicht ein.

29  Doch ich bin betrübt und elend; lass deine Erlösung, oh Gott, kommen, um mich zu stärken.

30  Ich werde den Namen Gottes im Gesang lobpreisen, und ich werde ihn im Dankgebet erhöhen.

31  Und es wird für Gott erfreulicher sein, als ein junger Stier mit Hörnern und gespaltenen Hufen.

32  Der Betrübte wird es sehen und sich freuen; ihr, die ihr Gott sucht, lasst eure Herzen aufleben.

33  Denn Gott hört den Betrübten und verachtet nicht die Gefangenen.

34  Lasst Himmel und Erde ihn preisen, die Meere und alles, was sich darin bewegt.

35  Denn Gott wird Zion retten und wird die Städte Judahs bauen, und sie werden darin siedeln und sie erben.

36  Und der Same seiner Diener wird sie erben, und die seinen Namen lieben werden es sein, die darin wohnen.


PS   Die dreizehn Reuen samt zugehören Psalmen umfassen in der von J.J. und Desiree Hurtak herausgegebenen „Pistis Sophia“ über 100 Seiten, ganz einfach deshalb, weil immer wieder inhaltlich wertvolle Ergänzungen und Kommentare von Seiten der Herausgeber eingeflossen sind. Wer sich also intensiv mit der Thematik auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich den Kauf des Buches, das einschließlich des Glossars ingesamt über 900 Seiten umfasst und natürlich weitere wertvolle Inhalte enthält.
> https://shop.schluesseldesenoch.org/literatur/buecher

Dass ich mir erlaubt habe und erlauben werde, so ausführlich aus dem Buch zu zitieren, mag formaljuristisch nicht in Ordnung sein.

Ich respektiere geistiges Eigentum, aber ich halte es auch für wichtig und glaube, dass es im Sinne der Geistigen Welt ist, dass möglichst viele Menschen mit den hier veröffentlichten geistigen Inhalten bekannt werden. Denn Reue ist Voraussetzung, um zum wahren Licht zu gelangen und das wahre göttliche vom luziferischen unterscheiden zu lernen, eine Fähigkeit, die gerade viele Esoteriker vermissen lassen.




Sonntag, 6. Juli 2025

Der tiefe Fall der Pistis Sophia und ihre dreizehn Stufen der Reue: eine Stufenfolge zurück ins Licht!

Wie seltsam, ja fast absurd will es mir selbst vorkommen, dass ich mitten im Hochsommer auf Reue - Luther sprach statt von Reue von „Buße“, im Griechischen findet sich das Wort „metánoia“, man könnte es am besten mit „Sinneswandel“ oder „Umkehr in seiner höchsten Form“ wiedergeben - verwiesen werde.

Die ganze esoterische Welt tönt von „Aufstieg, Aufstieg, Aufstieg“ - ich nenne beispielhaft Dieter Broers, Danielle Gernandt, Kerry K oder auch die Astrologin Silke Schäfer mit ihren 220 000 Followern - doch mein Inneres wird in eine ganz andere Richtung verwiesen, und das auch noch dreizehnfach.
Das wird mit meiner persönlichen Situation und Entwicklung zusammenhängen, doch scheint es mir kein Zufall, dass ich in diesen aktuellen Zeiten mich gehalten fühle, die dreizehn Reuestufen der Sophia zu veröffentlichen.

Ich war in meiner Lektüre der „Pistis Sophia“ (hg. von J.J. und Desiree Hurtak; mehr zu diesem Werk im Beitrag vom 13. Juni) zu einer ersten Reue der Sophia, die sie aufgrund ihres Falls aus dem 13. Äon aussprach, gelangt und war schon verwundert, konnte das aber nachvollziehen, dass sich weitere anschlossen; nach der siebten, dachte ich, ist Schluss und genug der Reue. 
Dass es dann aber weiterging bis zu einer zwölften, ja gar zu einer dreizehnten, das hat mich doch dann mehr als verblüfft, doch neben der Drei und der Sieben ist eben die Zwölf eine besondere Zahl: 12 Stämme Israel machte das physische Israel aus und kennzeichnet das geistige, 12 Ritter umgaben Artus, von zwölf Lichtkräften und zwölf Erlösern wird in der „Pistis Sophia“ gesprochen und 12 Jünger sammelte Jesus um sich, wobei es wie bei Siegfried und seinen zwölf Gefährten doch so ist, dass ein Dreizehnter im Grunde dazu gehört, der aber stirbt, Jesus.
Nach einer gewissen Zeit habe ich verstanden, dass mir dieses Thema wohl begegnete, weil die ganze Aufstiegseuphorie nur dann wirklich zu Recht besteht, wenn sie auf einem absolut ehrlichen Fundament einer tief innerlichen Reue gegründet ist. Und, wie ich in meinem letzten Beitrag vom 30 5. bereits andeutete, ist es für mich auch kein Zufall, dass dies alles in der Bruthitze eines heißen Sommers geschieht.

Glaube und Weisheit sind in dem Werk und dem Wesen der Pistis Sophia eigentlich untrennbar verbunden (Weisheit ohne Verbindung nach innen und oben ist purer Intellekt, nutzloses 3-D-Exkrement). Sophia, jener Teil der Wesenheit, genannt Pistis Sophia, der nicht Pistis, den Glauben, bewusst mit einbezieht, stürzte, vergleichbar dem Fall Luzifers und mit ihm eines Drittels aller Engel, ab, ebenso wie Adam und Eva. 

Sophias tiefer Fall geschah nicht mutwillig, nicht bewusst, sondern sogar eher in dem Glauben, etwas sehr Wertvolles zu tun. In dem Werk „Pistis Sophia“ - wenn ich das Buch anspreche, setze ich „Pistis Sophia“ in Anführungszeichen, beziehe ich mich auf jene Wesenheit Pistis Sophia, die es kosmisch universal gibt und die zugleich ein wesentlicher Teil des Inneren eines jeden Menschen ausmacht, lasse ich sie weg - in dem Werk „Pistis Sophia“ also finden wir den Hinweis, dass das Wesen Sophia sich von ihrer Ebene, die als 13. Äon bezeichnet wird und eine Devachan-Ebene, also eine Ebene des Himmels ist, sich dem Licht in höheren Ebenen zuwandte, dieses Licht der Lichter sozusagen begehrte - doch eigentlich ein löbliches Unterfangen.

Und hier geschieht nun etwas, was uns als Menschen eine fundamental wichtige Mahnung sein muss:
In ihr Begehren schlich sich Selbst-Wille ein. Es war also nicht mehr ihr reiner göttlicher Wille, der sie bisher ausmachte, sondern eine andere Energie, die in der „Pistis Sophia“ in einer Gestalt sich manifestiert und benannt wird als >Authades<, dort bezeichnet als großer dreifachkräftiger Herrscher, einer der gefallenen Autoritäten - eine andere ist beispielsweise Lamchamor, einer der führenden negativen Archonten im sechsten Kerker oder experimentellen Raum mit dem Gesicht eines Wildebers oder Schweines oder auch Marchur aus dem fünften Kerker oder experimentellen Raum des/unseres lokalen Universums mit dem Gesicht eines Stieres, den Tier-Menschen repräsentierend.

Jener Authades also sammelte viele Archonten um sich und griff Sophia an auf unterschiedlichste Weise, indem er ihr u.a. das Licht seiner Ebene zeigte, vergleichbar dem Licht Luzifers, der ja nicht von ungefähr übersetzt „Lichtträger“ genannt wird und auf dessen Licht gerade im esoterischen Bereich so viele - vor allem Frauen - hereinfallen (nicht von ungefähr und ganz richtig dargestellt griff ja in der Bibel die Schlange das Weib an, was man ja nur törichterweise als negativ im Hinblick auf das Weibliche werten kann - dazu ein andermal mehr). 
Infolge ihres Falls ist in der „Pistis Sophia“ von der ´gesunkenen Sophia´ oder ´geringeren Sophia´ die Rede, jener auf der menschlichen Ebene sich zunehmend intellektualisierenden Weisheit, die sich weniger noch bei den vorsokratischen Philosophen oder dem so wahrhaft weisen Platon, in der Folge dann aber umso mehr zeigte - Harald Lesch, Moderator von ´Terra X´ und Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München ist ein gewisser trauriger Höhepunkt und aktuelles Extrembeispiel, wie sich Selbstwille des Authades und Selbstgefälligkeit eines vom Göttlichen völlig abgekoppelten Wissens paaren können.

Diesem Fall der Sophia widmet Jesus in der „Pistis Sophia“ doch einige Absätze und für mich sind sie so beeindruckend und durchaus auch erschütternd, dass ich sie für Interessierte auf meinem Blog Wortbrunnen einbringe.

Die Gnostiker, jene Menschen, die sich vor allem in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten mit dem Leben Jesu und insbesondere seiner Lehre auseinandersetzten, wiesen der Sophia insofern eine absolut große Bedeutsamkeit in der Entwicklung des Menschengeschlechtes zu, da sie es nach ihrer Ansicht war, die trotz ihrer Trennung von der göttlichen Weisheit und dem göttlichen Licht, dem sie ursprünglich verbunden war, den Menschen dennoch den göttlichen Funken der Weisheit brachte und ihn in ihnen entzündete, wobei jener allerdings durch ihren Fall in die Hände der gefallenen Mächte, die über die niederen Äonen herrschten, geriet. Seitdem ist jene Weisheit dualistisch gespalten - abgetrennt ist der Glaube - und so ist jene Weisheit, die wir als solche ansehen, getrennt von einer in der Dreifaltigkeit leuchtenden Weisheit, wobei den meisten Menschen die Existenz dieser göttlichen Weisheit unbekannt ist. 

Die geringere Sophia verschmilzt auf dem Hintergrund dieses Geschehens mit der gefallenen Eva, unter deren Einfluss auch das Männliche in die Dualität absinkt.

Es gibt allerdings einen Umstand, der für einen Menschen wie mich und sicherlich für andere auch schwer fassbar ist - jedenfalls habe ich einige Zeit gebraucht, dazu bewusst Ja sagen zu können. Er bezieht sich auf die Tatsache, dass Sophia auf Befehl des Ersten Mysteriums, jener Instanz, in der die Dreifaltigkeit ihren Sitz hat, in die Höhe blickt, womit im Grunde ihr Fall, ihr Absturz, ihre Gefangennahme in der niederen Ebene eingeleitet wird. 

Sie tut es auf Befehl des Ersten Mysteriums! 

Damit einher ging im Übrigen sodann die Trennung von Pistis, dem Glauben, und Sophia, der Weisheit, wodurch überhaupt nur Sophia so absinken konnte. 

Es sei hier angemerkt, obwohl es nur angedeutet werden kann, warum die Ehe dem Göttlichen so heilig ist:
Handle es sich um die Ehe zwischen Männlichem und Weiblichen, Mann und Frau, dem Glauben und der Weisheit oder auch Leben und Tod: Wenn zwei Aspekte, die zusammengehören, getrennt werden oder ins Ungleichgewicht geraten, bedeutet dies ein Ende des Glücks und für unwissende Seelen der Beginn einer letztendlich unglücklichen Zeit. 

Deshalb das 7. Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“!
Es verbirgt sich weit mehr dahinter als nur das, was wir Menschen darin sehen.
Wobei in Bezug auf die Ehe zwischen Menschen gesagt sein will, dass sich oft zusammenfindet, was nicht wirklich zusammengehört, und solche Ehen in erster Linie eine der vielen Lernprogramme betroffener Seelen ausmacht und damit für mich - jedenfalls nicht wirklich im eigentlichen Sinne - Ehen sind.

Noch einmal zurück zu dem Befehl bezüglich der Sophia, der vom Ersten Mysterium, also einer höchst göttlichen Instanz erging: 

Erinnern wir uns, dass es - nachzulesen gleich zu Anfang des Buches Hiob, der Herr war, der Satan auf Hiob aufmerksam macht, womit eine lange Zeit übergroßen Elends für Hiob seinen Lauf nimmt:
1 Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfürchtig und mied das Böse.
2 Und zeugte sieben Söhne und drei Töchter;
3 und seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten. (…)
6 Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN traten, kam der Satan auch unter ihnen.
7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
8 Der HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse.
9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet?
10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande.
11 Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?
12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HERRN.
13 Des Tages aber, da seine Söhne und Töchter aßen und Wein tranken in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen,
14 kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten, und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide, 15 da fielen die aus Saba herein und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte (…)
Desgleichen lesen wir in Goethes „Faust“, dass es der Herr ist, der Satan gegenüber den Doktor Faust ins Spiel bringt und - man möchte pointiert sagen - ihn diesem ausliefert:
DER HERR:
Kennst du den Faust?
MEPHISTOPHELES:
Den Doktor?
DER HERR:
Meinen Knecht!
MEPHISTOPHELES:
Fürwahr! er dient Euch auf besondre Weise.
Nicht irdisch ist des Toren Trank noch Speise.
Ihn treibt die Gärung in die Ferne,
Er ist sich seiner Tollheit halb bewußt;
Vom Himmel fordert er die schönsten Sterne
Und von der Erde jede höchste Lust,
Und alle Näh und alle Ferne
Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust.
DER HERR:
Wenn er mir auch nur verworren dient,
So werd ich ihn bald in die Klarheit führen.
Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt,
Das Blüt und Frucht die künft'gen Jahre zieren.
MEPHISTOPHELES:
Was wettet Ihr? den sollt Ihr noch verlieren!
Wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt,
Ihn meine Straße sacht zu führen. 
Es zeigt sich die ganze große intuitive Weisheit eines Goethe, dass er diese Stelle so gestaltet. Und natürlich stellt sich letztendlich auch die Frage: Ist der Fall Luzifers und seines großen, eigentlich heiligen Gefolges und auch der Verlust des Paradieses für Adam und Eva wie ebenso für dich und mich Teil eines großen göttlichen Plans?
Auch wenn auf dem Hintergrund des übergroßen Leides, das auf der Erde tagtäglich geschieht, wahrscheinlich nicht nur ich übergroße Schwierigkeiten habe, lautet dennoch die Antwort für mich: Ja, was geschieht, ist Teil eines göttlichen Plans, ein Geschehen innerhalb unseres großen Vater-Universums.

Vergleichbares geschieht in der „Pistis Sophia“ in Bezug auf Sophia. 
Wie bereits angesprochen, habe ich eine längere Passage ausgegliedert (Link siehe oben).

Die Frage, die sich auf obigem Hintergrund und den drei Beispielen stellt, ist doch, ob uns Gott absichtlich Satan und Co. ausgeliefert hat … es scheint doch so und wir leben tatsächlich im Rahmen eines großen Experiments.

Wie aus diesem Experiment - so bezeichnet es J.J. Hurtak - hinausfinden, den Tod überwinden?
Die biblischen Evangelien beantworten diese Frage und Goethe beispielsweise hat einen zentralen Punkt in seinem Gedicht „Selige Sehnsucht“ angesprochen.

Die „Pistis Sophia“ weist auf den Weg der Sophia zurück ins wahre Licht hin. Mich hat dieser Weg ins Grübeln gebracht, da ich doch verwirrt über den Umstand war, dass Sophia ihre Bitte um Rettung so oft wiederholen musste, obwohl sie doch von Beginn an so intensiv und spürbar authentisch ist und nie das Licht aus den Augen verloren hat.

Doch stellt es sich letztlich nicht als ein Wiederholen heraus und J.J Hurtak macht in seinem Kommentar darauf aufmerksam, warum 12 + 1 Bitten bzw. Reuegebete notwendig sind. Darauf möchte ich aber erst am Ende der 13. Reue eingehen, damit jeder, der möchte, diesen 12-stufigen Weg, der aus gutem Grund zu einem 13-stufigen schlussendlich sich erweitert, vorbehaltlos zunächst für sich mitverfolgen kann.

Im Rahmen einer jeden der 13 Stufen schließt sich jeweils ein Psalm Davids an, weit mehr als ein biblisches Anhängsel, denn jeder dieser Psalmen greift auf und vertieft im Grunde den Inhalt des vorangehenden Gebetes und Flehens.

J.J. Hurtak formuliert es so:
Während wir die Psalmen lesen, wollen wir uns selbst mit den Gedankenformen der höheren Welten identifizieren und unser Bewusstsein so verwandeln, dass es wie das Bewusstsein des größeren Lichtes ist. Gebet durch heilige Psalmen erweckt den Geist in unseren Tiefen und ruft ihn hervor, die inneren Strukturen zu verwandeln, die zu eng sind, als dass der intellektuelle Verstand dorthin reichen könnte. Erwachen wir zu dem, was wir sind und warum wir hier sind, so dass die göttlichen Melodien und Energien uns umkreisen können und große morphogene Tore errichten, durch die diese Welt und andere Welten des Lichts vereint werden können.
Für mich sind diese 13 Reuegebete wie eine aus dem Göttlichen gesandte Hilfe, gerade in einer hochsommerlichen Zeit, in der der Sinn nicht unbedingt den Weg nach innen sucht und zudem meines Erachtens die Gefahr besteht, dass ständige Gedanken in Bezug auf den Aufstieg uns unsere Realität aus dem Blick geraten lassen. 

Im Gegensatz zu den allermeisten von uns Menschen hat - das wird in der „Pistis Sophia“ deutlich - Pistis Sophia nie ihren Ursprung vergessen, ihre Identität und Lebensquelle. Wir Menschen dagegen haben uns zu oft für den Krieg und nicht für den Frieden entschieden. Als Geschöpfe Adams sind - wie es Hurtak formuliert - wir 
die ´Letzten´ in den Ordnungen der Schöpfung, und doch, wenn wir uns nicht mit den Gedankenformen eines gefallenen Bildnisses identifizieren, sondern mit dem göttlichen Bildnis, können wir ´Erste´ sein. Wir müssen wie Sophia sein und die Seele des Friedens in eine unterdrückte Welt bringen. Wir, als Gäste dieser experimentellen Welten und immer noch Bürger des Hauses der vielen Wohnungen sollten uns als in der Welt, jedoch nicht von dieser Welt betrachten. Unsere Seele hat ein Recht, die göttliche Herrschaft zu jeder Zeit um Hilfe anzuflehen und wir werden diese Hilfe vom wahren Gott (Ha-Shem) und von den Herren des Lichts empfangen, die stets hier sind um uns zu unterstützen, wenn wir nur darum bitten.
Der oder die ein oder andere mag sich dieser dreizehnfachen Stufenleiter ins Licht jeden Tag widmen und mit jedem Tag eine weitere Stufe erklimmen, eine andere mag sich einer Stufe drei Tage lang widmen, um dann fortzufahren, ein anderer wird Pausen einlegen oder einlegen müssen. - Jeder wird seinen Weg finden.
Ich bemühe mich, in den folgenden Tagen jeweils ein Reuegebet der Sophia und den dazugehörigen Psalm einzugeben.

Jeder Seele unter uns, die diesen Weg geht, wünsche ich den ganz besonderen Segen Gottes!

Dienstag, 19. November 2019

´s ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster: /Wo sie hereingeschlüpft, da müssen sie hinaus. - Mephistopheles outet seine Methode, aber niemand hört hin!

Manchmal mag man es nicht glauben, welche Wahrheiten in so viel gelesenen Sätzen stecken, ohne dass groß darüber geschrieben wurde oder es jemand weiters interessiert.

Doch obiger Satz sagt unglaublich viel aus.
Denn er betrifft die Mehrheit der Menschen (behaupte ich einfach mal)!

Tatsächlich hat es etwas teuflisch Gespenstisches, was da Mephistopheles, der sich als Pudel bei Faust eingeschlichen hat und jetzt als Junker gekleidet jenen wieder verlassen möchte, als Wahrheit von sich gibt.
In dier Bredouille ist er, weil er als Pudel beim Hereinspringen übersehen hatte, dass das Pentagramm, das auf die Türschwelle gezeichnet war (was damals neben gebündeltem Johanniskraut und anderen Abwehrstoffen durchaus üblich war, um böse Geister abzuwehren), verkantet gezeichnet war; die Spitzen mussten jedoch sauber gezogen sein, klar nach außen und innen gerichtet. Wenn sie in irgendeiner Form schräg gezeichnet waren, war dem Geist der Abgang versperrt. Rein konnte er, raus nicht. So ging es Mephistophleles. Er hätte der Hilfe des Faust und dessen Zeichenkünsten bedurft.
Warum aber die Aussage des Mephistopheles so interessant und wichtig ist: Es hat etwas Teuflisches, wenn Menschen immer durch dieselbe Tür raus- und reingehen. Es ist immer dasselbe. Wir gehen raus, wo wir reingekommen sind. Oft kommen wir uns womöglich sogar großartig vor. Aber es hat sich nichts verändert. Wer sich verändert hat, nimmt nicht dasselbe Loch, zu dem er reinkam.
Gut wäre es, wenn wir tatsächlich einen anderen Ausgang nähmen, wenn während des Aufenthalts so viel geschehen ist, dass wir den Sinn wenden, eine Vokabel, die aus dem Griechischen (metánoia - μετάνοια) Luther mit Buße übersetzt, eine Übersetzung, die ungefähr so zutreffend ist, als wenn man ein Mixed im Tennis als Herreneinzel mit Damenbehinderung bezeichnet.


Wer Metanoia betreibt, wendet den Sinn (wie es wörtlich heißt), er geht in eine neue Richtung, der Sinn wendet sich, das Wesen Mensch (es liegt also weit mehr als Buße vor!)
Das genau aber machen Teufel und Gespenster nicht, ihr Sinn bleibt gleich, immer geht es durch denselben Ein- und Aussgang.

Da bewegt sich nichts und die Formulierung des Paktes zwischen Faust und Mephistopheles, der beim nächsten Treffen erfolgt, dass Faust also die Wette verliert, wenn er zum Augenblicke sagt: Verweile doch, Du bist so schön, das ist genau die grundsätzliche Strategie alles Mephistophelischen, alles Satanischen, alles dessen, was den Menschen an Altes bindet: Alles bleibt gleich, nichts ändert sich. Schön verpackt heißt das dann: Verweile doch, du bist so schön.

Wir kennen die Menschen, die - man möchte fast manchmal sagen - seit Jahrtausenden immer diesselbe Auffassung vertreten, bei denen sich nichts im Inneren rührt. Bloß nicht zu einer Tür raus, die man nicht kennt!
Und oft darf man dankbar sein, dass sie diejenigen, die den Sinn wenden, nicht verhöhnen, oder - wie weiland beispielsweise Giordano Bruno - verbrennen oder neu Denkende mit dem Tod bedrohen, wie Galileo Galiliei (der Überlieferung nach soll es jedenfalls so gewesen sein). - Platon hat in seinem Höhlengelichnis das Verhalten dieser mephistophelisch Gesteuerten bestens beschrieben und wie schwer sie es denen machen, die sich dem Licht, einer anderen Tür zuwenden.

Bis Faust lernt zu lernen, obwohl er sich doch für so klug hält, ja für einen Gott: Das dauert seine Zeit. Erst müssen vier Tote seinen Weg pflastern, bevor er lernt, mit dem Teufel umzugehen, bis er lernt, dass er  seiner bedarf, jedoch eben gleichzeitig lernen muss, richtig mit ihm umzugehen (nur Mephistopheles kann ihm im Faust II den Schlüssel ins Reich der Mütter, ins Ur-Reich des Seins überreichen!), bis er also im Grunde die Bedeutung der Schlange, die ja auch für uns Menschen so wichtig ist, auch wenn die Kirche sie erfolgreich verteufelt hat versteht (ohne die Schlange wäre es der Kirche gar nicht möglich, so gottlos sein zu können, wie sie ist, das heißt beispielsweise, Hunderte von Millarden allein in Deutschland zu horten und das Vermögen noch zu vermehren, während die Not auf der Erde riesengroß ist . . .).
Wir wissen, Fausts Besuch im Reich der Mütter endet nicht gerade glücklich, aber für diesen Weg des Faust zum Ewig-Weiblichen bedarf es auch großer Ausdauer, erst recht, wenn auch noch das Ewig-Männliche seinen Part übernehmen soll, den zu erwähnen Goethe noch nicht vermochte.

Ohne die Schlange wären wir nicht in der Lage, Gott abzulehnen, um ihn ggf. aus freien Stücken als bedeutsam für unsere innere Entwicklung zu erkennen (eine Entwicklung, für die die Schlange allerdings auch kein Garant ist, wie man mit Blick auf die Menschheit unschwer sieht).

Jedenfalls mag man in Zukunft den Menschen, die stets immer derselben Auffassung sind und sich nicht verändern, dazu gratulieren, dass sie so gekonnt dieses für die geistige Unterwelt so bedeutsame Gesetz der Geister und Teufel befolgen. Vielleicht wird ihnen anlässlich dieser Gratulation etwas bewusst; aber auch das ist nicht sicher. - Umso mehr können uns selbst solche Sätze wie obiger zu denken geben.

Donnerstag, 27. August 2015

Das Pack sind immer die anderen!

Ich möchte nicht so weit gehen, dass in allen Menschen gleichermaßen ein Kain, ein Goliath, ein Franz Moor oder Sauron ist, aber sie gehören zu uns Menschen. Und keiner ist frei davon. Mancher nur hat gelernt, mit dem Mephistopheles in sich zu leben und mit ihm auf eine richtige Weise umzugehen. Gerade aber diejenigen, die sich fast als heilig finden, sind diejenigen, die diese Haie und Molche und Untiere verbergen - vor sich wie vor anderen - und ihnen damit Unterschlupf gewähren und Ausgangslager für ihre Kriegszüge in unsere menschliche Existenz.

ganzen Artikel lesen: hier