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Freitag, 18. Juli 2025

Die fünfte Reue Sophias. – Franz Alt und sein Golgathaverständnis: "Weiche von mir, Satan!"

Wie groß und überzeugend ist die Bereitschaft Sophias im Rahmen ihres vierten Reuegesangs zu einer fundamental ehrlichen Bestandsaufnahme, zu einer schonungslosen Analyse ihrer Situation, wie groß die Bereitschaft zu benennen, wie das Verhältnis des Lichtes zu ihr ist und wie sehr sie auf die Rettung durch das Licht hofft.

Sie beginnt ihren fünften Reuegesang mit einem Lob auf das Licht, um dann wieder überzugehen zu einer schonungslosen Bestandsaufnahme ihrer Situation verbunden mit einem Ausblick voller Hoffnung.
Ihr Umgang mit ihrer Situation mag eine Hilfe, ja - wenn wir wollen - eine Vorlage sein für uns, wie wir mit dem Licht und Gott sprechen können.

Die Realität von sogenannten Christen in unserem Land sieht zum Teil gänzlich anders aus. Wie selbstgefällig und überheblich handeln und reden manche, wie bar echter Reue. Ich möchte dies zu Beginn dieses und der drei folgenden Reuegesänge an vier Beispielen deutlich machen.

Einige unter uns dürften Bücher von Franz Alt kennen oder gar gelesen haben, bekannt sind vor allem „Frieden ist möglich. Die Politik der Bergpredigt.“ bzw. „Liebe ist möglich. Die Bergpredigt im Atomzeitalter.“
Mit „Jesus – der erste neue Mann.“ fand sich Franz Alt auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Insgesamt listet Wikipedia über 30 von ihm geschriebene Bücher und Veröffentlichungen auf. In den Buchrezensionen werden ihm immer wieder Lobeshymnen gesungen, die kritischen Rezensionen gehen aber sehr eindeutig im Hinblick auf sein Wirken in Richtung ideologischer Vorstellungen, die sich an modisch-kritischen Themen unserer Zeit orientieren (der ökologische Jesus, der pazifistische Jesus, der feministische Jesus), immer wieder wird ihm auch New-Age-Besserwisserei und eine gewisse parteipolitische Haltung mit erkennbarem Hang zur Selbstdarstellung vorgeworfen; in diesen Zusammenhang gehören seine offenen Briefe an Helmut Kohl und Angela Merkel, und als ob er noch nicht ausgelastet genug gewesen sei, engagierte er sich noch in dem Bahn-Bauprojekt "Stuttgart 21".

Für mich ist die entscheidende Frage: Leuchtete Franz Alt bei seinem vielen Schreiben das Licht, nach dem eine Sophia so strebte, erstrebte er die Weisheit, die uns Sophia vermitteln kann, gerade deshalb, weil sie durch tiefe und lichtlose Täler ging? Finden wir bei ihm diese Demut gegenüber dem Licht, die eine Sophia auszeichnet? Oder ist Franz Alt einfach nicht weise, sondern ein typischer Intellektueller unserer Zeit, nicht weise also, sondern schlau?

Ich war doch sehr verblüfft, als ich von einem Mann, der mehrere Bücher über Jesus geschrieben hat und von dem man doch also annehmen darf, dass er um den zentralen Punkt von Jesu Mission auf der Erde weiß, in einem Video den Satz hörte:
Ich kann mir gut vorstellen, dass das ganze Ostergeheimnis nichts anderes ist als eine Nahtoderfahrung (…) Das ist für mich kein Glaubensproblem, sondern eine Frage des gesunden Menschenverstandes.
Wenn Jesus Franz Alts Buchtitel nach der erste neue Mann ist, dann eigentlich doch deshalb, weil durch sein Wirken und Sein für uns Menschen der Weg zur Auferstehung gebahnt wurde, zur Auferstehung eines neuen Bewusstseins, was dadurch möglich wird, dass mit und in Jesus auf Golgatha der göttliche Sohn Christus stirbt, ein Geschehen in einer Dimension, die vielen Menschen noch in seiner Bedeutung nicht wirklich zugänglich ist.
Goethe hat darum gewusst, sein Gedicht „Selige Sehnsucht“ beginnt deshalb mit: „Sagt es niemand, nur den Weisen, / Weil die Menge gleich verhöhnet, / Das Lebend’ge will ich preisen, / Das nach Flammentod sich sehnet.“
Goethe wusste, dass das Geheimnis um den Flammentod der Seele, die in seinem Gedicht als Schmetterling diesen Tod erleidet, nur wirklich weisen Menschen zugänglich ist. Deshalb spricht der bloß schlaue Franz Alt von einem nicht wirklichen Tod, sondern von einem Nahtod. Er hat den Tod Jesu, der für alle Tode steht, die Menschen seelisch sterben, wenn etwa fundamental Neues in ihnen auferstehen will, nicht verstanden.
Goethe lässt uns in der letzen Strophe wissen: „Und so lang du das nicht hast, / Dieses: Stirb und werde! / Bist du nur ein trüber Gast /Auf der dunklen Erde.“
Um den Sinn unserer Existenz auf der Erde wissen wir nur, wenn wir die Bedeutung des Todes von Jesus verstehen. Weil er diesen Weg ging, dürfen wir heute in einem irdischen Leben zu dem Bewusstsein der Auferstehung gelangen. Wir sterben auch in diesem Leben oder einem folgenden den Tod auf Golgatha, jeder auf seine Weise.
Dann dürfen wir auch Pfingsten erleben.

Das alles hat Franz Alt nicht verstanden Für ihn gibt es keinen wirklichen Tod Jesu, deshalb kann es für ihn auch keinen wirklichen Ostersonntag geben, keine Auferstehung, kein Pfingsten.

Eine bemerkenswerte Stelle, die Alt mehr als nur zu denken hätte geben müssen, finden wir in Matthäus 16:
Wir lesen, dass Jesus seine Jünger darauf vorzubereiten beginnt, dass er nach Jerusalem gehen und dort sterben, dass er aber am dritten Tag auferstehen wird (so sprach er und das steht dort klipp und klar !)
Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weiche von mir, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Wie viel hat der Mann, Franz Alt, über Jesus und die Bergpredigt geschrieben!! Verstanden hat er weder sie noch ihn! Auch wenn es noch so klug klingt, wie und was er schreibt. Deshalb kommt in Wirklichkeit nichts Wertvolles in unserer Seele an in dem, was er von sich gibt.
Was er tut, ist ja noch gravierender als das, was Petrus macht: Jesus weist die Jünger darauf hin, dass er sterben wird, Alt aber sagt: In Wirklichkeit ist er gar nicht gestorben …
Jesus würde zu ihm sagen und, ich vermute, er hat es bereits getan:"Weiche von mir, Satan!"

Wenn Alt über Liebe schrieb, dann hat er die größte Liebestat, die alle Liebe göttlich machen kann und will, gar nicht verstanden: diese göttliche Liebe beendet durch den realen Tod Jesu die Trennung von Tod und Leben; in dem Sinn, wie wir heute über Tod und Leben denken, das gibt es für Menschen, die sich zu einem Christus-Bewusstsein zu entwickeln vermochten, nicht mehr.
Das aber versteht der gesunde Menschenverstand nicht, das versteht ein Franz Alt nicht.
Denken in göttlichem Sinne ist nicht mehr linear, dieses Denken ist unbeschreiblich und deshalb ist die Weisheit einer Sophia so schwer zu erfassen; es kann nur der erfassen, dem das alte Denken stirbt. Wenn Menschen aber dieses Sterben, dieses Goethesche „Stirb“ nicht haben, dann fehlt ihnen auch das „Werde“ dann bleibt ihr Denken, so formuliert es Goethe, trübe, so wie ihr Dasein.

Franz Alt schrieb und schrieb und schrieb; wie ein Don Juan auf der Suche und Sucht nach Liebe von Bett zu Bett sprang und sie doch nie erreichte, so springt Franz Alt von Buch zu Buch, weil er sich das Verständnis von Liebe und Weisheit auf diese Weise erschreiben wollte. In Wirklichkeit hatte er Angst, etwas Entscheidendes in sich sterben zu lassen.

Warum ich darüber schreibe: All den vielen Büchern Alts fehlt die göttliche Weisheit, das göttliche Licht. Es kann in ihnen nicht vorhanden sein. 
Für mich ist wichtig, dass wir vorsichtig sind mit dem, was Menschen so Schlaues sagen und schreiben. Für mich ist wichtig, dass wir ein Gespür dafür entwickeln, ob Menschen mit dem wahren Licht, das Sophia so intensiv suchte und fand, in Kontakt sind - vielleicht sind sie es nicht immer, aber doch immer wieder. Ob sie in Kontakt mit der wahren Weisheit sind, nicht immer, aber ob sie danach streben, das ist wichtig.
Zu solchen Menschen sollten wir uns hingezogen fühlen und sie suchen, mit ihnen in Gemeinschaft gehen, Menschen, die wissen, warum Jesus Christus für uns ganz real auf Golgatha starb! Oft sind es keine Vielschreiber. Aber die Gemeinschaft mit ihnen und ihre ehrlichen Worte tun unserer Seele gut. Und gut für unsere Seele ist, wenn wir zu Menschen mit einem Verstand a là Franz Alt und ihrem tödlich kranken Bewusstsein sagen: "Weiche von mir, Satan!
"
Weil Jesus Petrus liebte, wies er ihn so deutlich zurecht! Dann kann Erkennen, kann Metanoia, kann Reue einsetzen.

Wenden wir uns der fünften Reue zu und denken wir daran, dass Sophia nur im Wirrwarr des Chaos, dem sie ausgesetzt ist, ihren Bedarf an Göttlichkeit und das Wirken der Gottheit erkennen kann. Aus der Verwirrung und dem Chaos in den niederen evolutionären Welten wird letztlich für Sophia und für uns der eigentliche Wandel hervortreten.
Dann werden, wie es in der 4. Reue heißt, selbst alle Archonten der materiellen Welt, dich, oh Licht fürchten, andere dagegen – wie eben auch Sophia – werden sich mit dem gereinigten Licht kleiden. 
Vollziehen wir den Weg der Reue mit, dass auch wir dieser Kleidung teilhaftig werden:

5. Reue
Und es geschah, als alle materiellen Emanationen von Selbst-Willen schwer auf ihr lasteten, dass Sophia laut weinte und die fünfte Reue gab, indem sie sprach:
1 Oh Licht meiner Erlösung, ich singe dir Lob in der Region der Höhe und auch im Chaos.

2 Ich singe dir Lob in meinem Lied, mit dem ich in der Höhe Hymnen bildete, und mit dem ich an dich Hymnen bildete, als ich im Chaos [in den niederen Welten] war. Möge es deine Gegenwart erreichen, und bitte höre, oh Licht, auf meine Reue.

3 Meine Kraft ist in die Finsternis gesunken, und mein Licht ist ins Chaos abgestiegen.

4 Ich selbst werde wie die Archonten des Chaos, sie, die in die Finsternis unten hinabgestiegen sind; ich werde zu einem materiellen Körper, ohne jemanden in der Höhe, der mich errettete.

5 Ich werde auch wie die Substanzen, deren Kraft aufgebraucht ist und in das Chaos ausgeschieden werden, solche, die du nicht in der Erlösung für wert befandest und die auf dein Gebot hin übriggelassen werden, um zu vergehen.

6 Nun haben sie mich unten in die Finsternis gestellt, in tote Finsternisse und Materien, die keine Kraft in sich haben.

7 Du hast dein Gebot über mich gebracht und alles, was du bestimmt hast,

8 und dein Geist hat sich zurückgezogen und mich verlassen. Auch sind auf deinen Befehl die Emanationen meines Äons mir nicht zu Hilfe gekommen, sondern haben mich verabscheut und sich von mir ferngehalten, und immer noch bin ich nicht vollkommen ausgelöscht.

9 Aber mein Licht ist in mir geschwächt, und ich habe mit allem Licht, das mir noch geblieben ist, nach dem Licht gerufen, und ich habe meine Hände nach dir ausgestreckt.

10 Nun, oh Licht, wirst du nicht dein Gebot im Chaos erfüllen, und die Befreier, werden sie nicht kommen, wie du es ihnen befohlen hast, in der Finsternis aufzustehen, um deine Jünger zu sein?

11 Werden sie nicht das Mysterium deines Namens im Chaos sprechen?

12 Oder werden sie eher deinen Namen in der Substanz des Chaos sprechen, die du nicht reinigen wirst?

13 Doch ich habe dich gepriesen, oh Licht, und meine Reue wird dich in der Höhe erreichen.

14 Möge dein Licht über mich strömen,

15 denn sie haben mir mein Licht genommen, und ich bin seit der Zeit, da ich emaniert wurde, in heftigem Schmerz wegen dem Licht. Und nachdem ich auf das Licht in der Höhe geblickt hatte, blickte ich nach unten auf die Lichtkraft im Chaos; und ich machte mich auf und stieg hinab.

16 Dein Gebot fand mich, und die Ängste, die du für mich festgelegt hast, führten mich in Verwirrung.

17 Und sie haben mich wie zahlreiche Wasser umzingelt, sie haben mich fortwährend gemeinsam zu jeder Zeit ergriffen.

18 Und durch dein Gebot hast du meinen Schutz-Emanationen nicht gewährt, mir zu Hilfe zu kommen, noch hast du meinem Gepaarten erlaubt, mich aus meinem Leiden zu erlösen.
🌟

Dies ist die fünfte Reue, welche Pistis Sophia im Chaos von sich gab, als alle materiellen Emanationen von Selbst-Willen sie weiterhin bedrohten.
(...)
Jesus spricht: Nun komme du, Philippus, nach vorn und verkünde die Lösung der fünften Reue von Pistis Sophia, und nimm dann wieder deinen Platz ein und schreibe alle Belehrungen, die ich äußern werde, bis die Zahl deines Anteils der Aussagen über das Königreich des Lichts, die du aufzeichnen sollst, vollendet ist.

Und Philippus antwortete und sprach zu Jesus, „Mein Herr, höre mir zu, dass ich die Lösung ihrer Reue gebe. Denn deine Kraft hat darüber früher durch David im 88. Psalm prophezeit, indem er sprach:

1 YHWH, Gott meiner Errettung, bei Tag habe ich nach dir gerufen, des Nachts habe ich vor dir gewartet.

2 Lass mein Gebet vor dir aufsteigen; neige dein Ohr meinem Lied.

3 Denn meine Seele ist mit Elend durchtränkt, und mein Leben nähert sich den unteren Tiefen.

4 Ich bin mit jenen gezählt, die in die Grube hinabgehen; ich bin wie ein kraftloser Mann geworden.

5 Ich werde wie die Toten, die frei sind, betrachtet, wie die Geschlagenen, die in Gräbern liegen, an die du dich nicht mehr erinnerst und die von deiner helfenden Hand abgeschnitten sind.

6 Du hast mich in die niederste Grube gelegt, in die Finsternis der tiefsten Schlucht.

7 Dein Zorn hat sich auf mich geheftet, und deine Wellen haben mich gepackt. Selah.

8 Du hast mir meine Freunde entfremdet; du hast mich ihnen zum Abscheu gemacht. Ich bin eingesperrt, und ich kann nicht heraus.

9 Meine Augen trauern wegen meiner Not; ich habe nach dir gerufen YHWH, jeden Tag; meine Hände habe ich nach dir ausgestreckt.

10 Wirst du für die Toten Wunder wirken? Werden nicht jene, die niedergeworfen wurden, aufstehen und dich preisen? Selah.

11 Werden sie nicht bestimmt deinen Namen in den Gräben aussprechen?

12 Und deine Rechtschaffenheit im Land des Vergessens?

13 Und zu dir, YHWH, rufe ich um Hilfe, und am Morgen ist mein Gebet früh vor dir.

14 Warum verbirgst du dein Angesicht vor mir?

15 Denn ich bin betrübt und nahe am Tod. Ich erhöhte mich selbst und wurde gedemütigt.

16 Dein strenger Zorn überwältigte mich, und deine Schrecken haben mich zum Schweigen gebracht.

17 Sie umkreisen mich wie Wasser den ganzen Tag; sie überschwemmen mich alle gleichzeitig.

18 Du hast mir den Freund und Gefährten entfremdet; meine Bekannten werden von meinem Leid ferngehalten.“
🌟

Dies ist nun die Lösung des Mysteriums der fünften Reue, die von Pistis Sophia gegeben wurde, als man sie im Chaos verfolgte.

Freitag, 11. Juli 2025

Die dritte Reue Sophias und Psalm 70 - Spiritualität darf kein Ersatz für gelebte 3-D-Realität sein.

  • Spiritualität darf kein Ersatz für gelebte 3-D-Realität sein.
  • Vorsicht vor dem Licht Luzifers - es ist nicht das göttliche Licht ´Ain Soph Or´.

Die ersten beiden Reuegesänge der Sophia haben durch ihre Wortwahl deutlich gemacht, wie angegriffen ihre Seele ist durch das vergangene Geschehen, schließlich ist sie auf der Ebene des Chaos gelandet.
Wie sie in diese Situation kam, habe ich in dem Auszug, der sich auf meinem Blog Wortbrunnen befindet, wiedergegeben, was also sie zu der ersten und den folgenden Reuen veranlasst hat. Deutlich wird hier, dass Sophia eigentlich etwas wollte, was jeder, der spirituell unterwegs ist und eine höhere Lichtqualität anstrebt, auch tun würde: Sie erahnte die übergroße Lichtrealität des Ain Soph Or, des wahren göttlichen Lichtes, zwar nur hinter einem Schleier, aber dieser Eindruck muss dennoch so gewaltig gewesen sein, dass sie - um es etwas flapsig auszudrücken - alles stehen und liegen ließ und nur noch dieses Licht anstrebte.

Zugleich aber wird deutlich, worin für mich, wenn ich es denn einmal bewerten möchte, ein entscheidender Fehler liegt, der zu jener fast ausweglos scheinenden Situation führte, in der sie sich während ihrer Reuegesänge befindet: 
Und sie hörte auf, das Mysterium des Dreizehnten Äons zu vollführen und sang stattdessen Loblieder an das Licht der Höhe, welches sie im Licht des Schleiers der Schatzkammer des Lichts gesehen hatte.
Sie wollte nur noch in die Höhe und noch einmal wird im weiteren Verlauf darauf verwiesen, dass sie aufgehört hatte, ihr Mysterium zu vollziehen; stattdessen seufzte sie fortwährend und suchte nach dem Licht …

Gewiss ist es nicht falsch, nach dem Licht zu suchen, aber man darf dabei den Weg der Mitte nicht verlassen und der besteht in einer angemessenen Ausgewogenheit zwischen links und rechts, zwischen weiblichem und männlichem Verhalten, zwischen der Existenz auf 3 D und höherer Dimension.

Sophias Fehler, wenn man es so bezeichnen will, besteht also in der Tatsache dass sie ihre Arbeit auf der Ebene des Dreizehnten Äon eingestellt hat. Das Dreizehnte Äon ist ihre Heimat, dort wirkt sie, lebt sie, arbeitet sie. Indem sie ihr Wirken, ihr Arbeiten dort einstellt, macht sie einen entscheidenden Fehler, den wir als Menschen genauso machen können und deshalb ist es mir wichtig, ihn aufzugreifen und zu benennen:
Selbst wenn wir nach Höherem streben, dürfen wir nicht unsere Basis, unser Fundament, unser Wirken auf der 3-D-Ebene, unserer alltäglichen Realität also, einstellen beziehungsweise vernachlässigen. Rudolf Steiner würde sagen dass wir ansonsten ein Opfer Luzifers würden. Das ist dann der Fall, wenn Menschen fast nur noch in Spirituellem schwelgen, sei es, womöglich sich nur noch über Entsprechendes unterhalten oder sich mit entsprechenden Themen beschäftigen. Das ist absolut ungesund und führt dazu, wie es bei Sophia der Fall war, dass die Kräfte der Unterscheidung, die uns durch unsere Erfahrungen auf der 3-D-Ebene zur Verfügung stehen und dadurch überhaupt erst gebildet und geschult werden, dass diese Kräfte der Unterscheidung also uns verloren gehen. Dann hat Luzifer ein leichtes Spiel mit uns, er führt uns problemlos an der Nase herum und an der Christusebene vorbei - das ist sein Ziel, sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken, sein Licht als das wahre Licht auszugeben und die Menschen Christus vergessen zu machen. Solche Menschen fallen ohne es zu merken, der Energie der Archonten anheim, vergöttern das falsche Licht.
Wenn Menschen in diesem Bewusstsein sterben, werden sie in der geistigen Welt höchste Schwierigkeiten haben zu erkennen, wo sie sich befinden und wie geistig vertrackt ihre Situation ist. Das kann dazu führen, dass weitere Leben mit diesem geistig in die Irre führenden Hintergrund folgen.

Ich habe bereits darauf verwiesen, dass das Folgende auf Befehl des Ersten Mysteriums, also im Grunde vor allem der Vaterebene geschieht. Aber auch aufgrund ihres Seufzens und den Umständen ihrer Suche erkennt Sophia nicht, wer hinter dem Löwengesicht sich verbirgt, Authades, Gott Selbst-Wille nämlich.

Ich vermute, dass viele von uns schon in früheren Leben diese Sophia-Erfahrung gemacht haben, vielleicht, ja wahrscheinlich sogar mehrfach. Nie hört diese mephistophelische Kraft freiwillig auf zu wirken!

Nun aber zum Beginn der dritten Reue Sophias:
Jesus lobt Petrus aufgrund seiner Erkenntnis - jener brachte den 71. Psalm ein (siehe 2. Reue) - und wendet sich dann auch den anderen Jüngerinnen und Jüngern zu, ihnen versichernd, dass er sie mit Geist erfüllen werde, so dass sie vollendet in den göttlichen Königreichen genannt werden sollen. 
Und Amen, Amen, ich sage euch: Ich werde euch mit allen Mysterien aller Regionen meines Vaters und aller Regionen des Ersten Mysteriums [vor allem der göttlichen Vaterebene also] ausstatten, so dass, wen immer ihr auf Erden anerkennt, im Licht der Höhe anerkannt sein wird, und wen immer ihr auf Erden ablehnt, im Königreich meines Vaters im Himmel abgelehnt sein wird.
Jesus fährt fort:
„Doch hört nun, und hört genau auf alle Reuen, die Pistis Sophia sprach. Sie fuhr nun fort und äußerte ihre dritte Reue, indem sie sprach:

1 Oh mächtiges Licht, schütze mich und rette mich.
2 Mögen die zunichte werden und in der Finsternis verbleiben, die mein Licht ergreifen wollen. Möge ihnen Chaos gegeben werden und sie beschämt werden, sie, die mich meiner Kraft berauben wollen.
3 Mögen sie geschwind der Finsternis übergeben werden, sie, die mich angreifen und sagen, „Wir haben über sie triumphiert.“
4 Und mögen stattdessen alle, die nach dem Lichte suchen, feiern und sich freuen, und sie, die sich nach deinen Mysterien sehnen, mögen sie für immer sagen: Verherrlicht sei das Mysterium.
5 Rette mich nun, oh Licht: Ich bin meines Lichtes beraubt, denn sie haben es von mir genommen, und ich bedarf meiner Kraft, denn sie haben sie ergriffen. Oh Licht, du bist mein Erlöser und du bist mein Befreier. Oh Licht, rette mich rasch aus diesem Chaos.


Und als Jesus aufgehört hatte, diese Dinge seinen Jüngern zu sagen, sprach er, „Dies ist die dritte Reue von Pistis Sophia.“ Und er sagte zu ihnen, „In wem der wahrnehmende Geist sich regt, der komme nach vorn und erkläre die Lösung dieser Reue von Pistis Sophia“

Und es geschah, bevor Jesus noch zu Ende geredet hatte, dass Martha nach vorne kam, zu seinen Füßen niedersank und sie liebkoste, weinte und in Bescheidenheit sprach, „Mein Herr, zeige mir deine Gnade und habe Mitleid mit mir, und lass mich die Lösung der Reue, die Pistis Sophia gegeben hat, sprechen.“

Und Jesus streckte seine Hand über Martha aus und sprach zu ihr, „Gesegnet ist ein jeder, der Bescheidenheit beweist, denn dieser wird Gnade erhalten. Nun denn, Martha, du bist gesegnet. Gib die Lösung der Reue von Pistis Sophia.“

Martha antwortete sodann und sprach zu Jesus unter den Jüngern, „Inbetreff der Reue, die Pistis Sophia gab, oh mein Herr Jesus, hat deine Lichtkraft einmal durch David im 70. Psalm prophezeit, wo sie sagte:

1 Oh Gott, eilends komme zu meiner Rettung.
2 Lass die beschämt und erniedrigt werden, die nach meiner Seele trachten.
3 Mögen sie zurückgewiesen werden und zuschanden werden, die jetzt über mich lachen, „Ha! Ha!“
4 Lass all jene, die dich zu erhöhen suchen und sich an dir freuen, lass jene, die deine Befreiung lieben, für immer sagen: Möge Gott erhöht werden.
5 Doch ich bin betrübt und elend, oh Gott, komm` doch zu mir. Meine Hilfe und meine Rettung bist du, JHWH, verspäte dich nicht.


Dies ist die Lösung der dritten Reue, welche Pistis Sophia gab, als sie Loblieder an die Höhe sang.“
J.J. und Desiree Hurtak machen im Rahmen der Pistis Sophia an dieser Stelle aufmerksam auf wunderbare Zeilen über Sophia, die Weisheit, zu lesen im Buch der Weisheit, auch Weisheit Salomos genannt, in Kapitel 7 (24ff); diese Zeilen verweisen auf die wahre Weisheit, die gerade dadurch existiert, dass auch sie, Sophia, - auf Veranlassung des Ersten Mysteriums (!) -, so wie wir, Erfahrungen machen muss, so dramatisch und durchdringend, wie wir sie schon im Rahmen der ersten und zweiten Reue vorgefunden haben, Erfahrungen, die auch eine Weisheit sich immer weiter entwickeln lassen:
24 Die Weisheit ist beweglicher als alle Bewegung; / in ihrer Reinheit durchdringt und durchwaltet sie alles.
25 Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes / und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers; / darum dringt nichts Verunreinigtes in sie ein.
26 Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, / der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, / das Bild seiner Güte.
27 Sie ist nur eine und vermag doch alles; / ohne sich zu ändern, erneuert sie alles. Von Geschlecht zu Geschlecht tritt sie in heilige Seelen ein / und schafft Freunde Gottes und Propheten;
28 denn Gott liebt nur den, / der mit der Weisheit zusammenwohnt.
29 Sie ist schöner als die Sonne / und übertrifft jedes Sternbild. / Sie erweist sich strahlender als das Licht;
30 denn diesem folgt die Nacht, / doch über die Weisheit siegt keine Schlechtigkeit.

 

Montag, 7. Juli 2025

Die erste Reue der Sophia und Psalm 69 - „Und meine Stimme drang nicht durch die Finsternis“.

Vor allem für jene, die eher zufällig reinklicken:
Um die Bedeutung der ersten Reue und des nachfolgenden Psalmes zu verstehen, ist es sinnvoll, den vorausgehenden Beitrag vom 6. 7. gelesen zu haben.

Vorausschicken möchte ich noch, dass die vorliegende Ausgabe, aus der ich zitiere, aus dem Englischen übersetzt ist; sicherlich eine anstrengende Aufgabe, der mit Respekt zu begegnen ist. Allerdings finde ich manche Begriffe nicht so glücklich gewählt und für manche Fremdwörter hätte man meines Erachtens auch deutsche Worte wählen können. Das Wort „Emanationen“ lässt sich allerdings beispielsweise mit einem deutschen Wort kaum erfassen: Emanationen sind grundsätzlich Äußerungen jedweder möglichen Art, ob auf akustischer, optischer oder seelisch-geistiger Ebene.
 In der Philosophie bezeichnen Emanationen Dinge, die aus einem unveränderlich göttlichen Ursprung hervorgehen. Es sind in gewisser Weise Ausströmungen …
 So viel zu diesem Wort, das in den Reuen doch häufig vorkommt, aber nicht unbedingt in seiner Bedeutung sehr geläufig ist.

Aus unserer Schulzeit wissen wir, dass Lehrer in der Regel genau wussten, wie etwas vorzutragen ist, und meist wollten sie auf eine Frage hin eine bestimmte Antwort hören - und nur die. Dabei entging ihnen nicht selten, dass sie Antworten nicht akzeptierten, weil ein Schüler etwas auf seine eigene ganz wertvolle Art vortrug oder seine Antwort etwas enthielt, was auf besondere Weise den vorgegebenen Rahmen sprengte.

Deshalb gilt es im Hinblick auf die Psalmen, aber auch im Hinblick auf die Aussagen der Sophia, sich hineinzuversetzen in die Seele dessen, der etwas aussagen möchte. Es geht also nicht darum, was man selbst denkt, sondern um die Bereitschaft zu tiefem Verstehen eines anderen!
In einem zweiten Schritt - nachdem wir ein offenes Verstehen vorgenommen haben - können wir durchaus wahrnehmen, was uns ganz persönlich an den Aussagen auffällt, Unerwartetes, Merkwürdiges, Seltsames …


Wir kommen zum Beginn:


In der „Pistis Sophia“ ist vorausgehend zu lesen, dass Sophia von den Kräften des Selbstwillens umringt und gepeinigt wurde und die Lichtkraft des Löwengesichtes, einer stark negativen Kraft der astralen Ebene, die Lichtkräfte der Sophia verzehrte, was deshalb auch möglich war, weil Sophia aus dem 13. Äon in die Ebene des Chaos abgeglitten war.
Jesus lässt nun die Jüngerinnen und Jünger wissen und in der „Pistis Sophia“ heißt es:

Pistis Sophia [also die Wesenheit Glaube-Weisheit] schrie laut auf und rief das Licht der Lichter, welches sie von Anfang an gesehen hatte und an das sie geglaubt hatte, und sie äußerte diese Reue, indem sie sprach:

1  Oh Licht der Lichter, an das ich von Anfang an geglaubt habe, höre nun, o Licht, meine Reue. Rette mich, denn böse Gedanken sind in mich eingezogen.

2  Ich blickte, oh Licht, in die Bereiche unten und sah dort ein Licht. Und ich dachte: Ich werde in diese Region gehen, so dass ich dieses Licht erwerben kann. Und so ging ich, und ich fand mich unten in der Finsternis des Chaos wieder, und nicht mehr konnte ich nach oben gehen und in meine Region zurückkehren, denn ich wurde belagert von allen Emanationen des Selbst-Willens, und die löwengesichtige Kraft ergriff das Licht, das in mir war.

3  Und obwohl ich um Hilfe schrie, drang meine Stimme nicht durch die Finsternis. Und ich starrte in die Höhe, so dass das Licht, an das ich geglaubt hatte, mir zu Hilfe kommen möge.

4   Doch als ich in die Höhe schaute, sah ich alle Archonten der Äonen– wie zahlreich sie waren – auf mich herabblicken und über mich triumphieren. Und obwohl ich ihnen nichts getan hatte, verachteten sie mich ohne Grund! Und als die Emanationen von Selbst-Willen die Archonten der Äonen sahen, wie sie über mich triumphierten, wussten sie, dass die Archonten der Äonen mir nicht zu Hilfe kommen würden, und so wurden diese Emanationen darin bestärkt, mich mit Gewalt zu peinigen. Und das Licht, das ich gar nicht von ihnen erhalten hatte, ergriffen sie von mir.

5  Und nun, oh Licht der Wahrheit, du musst wissen, dass es aus Unwissenheit war, dass ich dieses getan habe, in dem Glauben, dass die Lichtkraft mit dem Löwengesicht von dir käme; und die Sünde, die ich begangen habe, liegt offen vor dir.

6  Lass mich nicht mehr im Mangel sein, oh Herr, denn ich habe an dein Licht geglaubt von Anfang an. Oh Herr, Licht der Kräfte, lass mich nicht mehr ohne mein Licht sein.

7  Denn es ist aufgrund deiner Initiative und wegen deines Lichtes, dass ich in dieses Elend gefallen bin, und ich bin mit Scham bedeckt.

8  Und wegen der Nachahmung deines Lichtes bin ich von meinen Brüdern, den Unsichtbaren, und den großen Emanationen von Barbelo eine Fremde geworden.

[Mit den Unsichtbaren sind u.a. die 24 Ältesten der „Offenbarung des Johannes“ angesprochen. 
Barbelo ist die männliche Form der kreativen Energie, 
notwendig für die Erschaffung von Lebensformen in dieser Welt.]

9  Dies ist mir geschehen, oh Licht, weil ich nach deinem Wohnort strebte, und der Zorn von Selbst-Willen ist über mich gekommen, er, der deinem Befehl nicht gehorcht hat, von den Emanationen seiner Kraft zu emanieren, denn ich war in seinem Äon und vollzog nicht mehr sein Mysterium.

10  Und alle Archonten der Äonen [der niederen Welten] höhnten über mich.

11  Und ich war in jener Region, seufzend und sehnsüchtig nach dem Licht, das ich in der Höhe gesehen hatte.

12  Und die Wächter an den Toren der Äonen verfolgten mich, und alle, die in ihrem Mysterium blieben, höhnten über mich.

13  Doch ich blickte zu dir in die Höhe, oh Licht, und bewahrte meinen Glauben an dich. Doch nun, oh Licht der Lichter, bin ich bedrückt in der Finsternis des Chaos. Wenn du nun kommen willst und mich retten, ist deine Barmherzigkeit groß! Höre mich in Wahrheit und errette mich.

14  Hebe mich aus der Materie dieser Finsternis, so dass ich nicht mehr in ihr untergetaucht bin, und so dass ich vor den Emanationen von Gott Selbst-Wille gerettet werde, die mich heftig bedrängen, und vor ihren Bosheiten.

15  Erlaube dieser Finsternis nicht, mich zu überschwemmen, und erlaube dieser löwengesichtigen Kraft nicht, meine ganze Kraft vollständig zu verschlingen, und erlaube diesem Chaos nicht, meine Kraft auszulöschen.

16  Höre mich, oh Licht, in deiner kostbaren Gnade; blicke herab auf mich in der großen Barmherzigkeit deines Lichtes.

17  Wende dein Gesicht nicht von mir ab, denn ich bin in großen Qualen.

18  Neige eilig dein Ohr mir zu und rette meine Kraft.

19  Rette mich vor den Archonten, die mich hassen, denn du kennst meine Not und meine Qual, und die Qual meiner Kraft, die sie von mir genommen haben. Diejenigen, die mich inmitten all dieses Bösen eingekerkert haben, sind dir bekannt; handle mit ihnen nach deinem Willen.

20  Meine Kraft schaute aus der Mitte des Chaos und aus der Mitte der Finsternis, und ich wartete auf meinen Gepaarten, dass er komme und für mich kämpfe, aber er kam nicht. Ich wartete darauf, dass er komme und seine Kraft zu mir ausstrecke, aber ich fand ihn nicht.

21  Und als ich nach dem Lichte suchte, wurde mir nur Finsternis gegeben; und als ich nach meiner Kraft suchte, gaben sie mir Materie.

22  Deshalb, oh Licht der Lichter, lass nun die Finsternis und die Materie, mit der mich die Emanationen von Selbst-Willen belagert haben, ihnen zu Fallschlingen werden, und lass sie sich darin verwickeln. Lass dieses auf sie selbst zurückfallen, so dass sie stolpern werden und nicht in die Region ihres Selbst-Willen gehen können.

23  Lass sie in der Finsternis bleiben und das Licht nicht sehen. Lass sie für immer nur das Chaos kennen, und lass sie nicht in die Höhe blicken.

24  Bring deine eigene Rache über sie, und möge dein Urteil sie erfassen.

25  Lass sie nicht mehr in die Region ihres Gottes Selbst-Wille zurückkehren, und lass deine Emanationen nicht mehr in ihre Regionen reichen. Denn profan und willkürlich ist ihr Gott, der glaubte, er selbst hätte diese Gemeinheit vollbracht, ohne zu erkennen, dass, wenn ich nicht auf deinen Befehl gedemütigt worden wäre, er keine Macht über mich hätte.

26  Doch als du mich nach deinem Befehl demütigtest, jagten sie mich umso mehr, und ihre Emanationen fügten meiner Schmach noch Schmerz hinzu.

27  Und sie haben meine Lichtkraft genommen und haben begonnen, mich anzugreifen, um mir das ganze Licht, das in mir ist, zu entreißen. Weil sie mich nun hierhin gepflanzt haben, lass sie nicht in das Dreizehnte Äon, die Region der Rechtschaffenheit aufsteigen.

28  Und zähle sie nicht mit dem Los derer, die sich und ihr Licht reinigen, und lass sie nicht mit jenen gezählt werden, die bereitwillig bereuen, um rasch die Mysterien des Lichtes zu empfangen.

29  Denn sie haben mir mein Licht genommen und meine Kraft in mir hat zu schwinden begonnen. Ich bin meines Lichtes beraubt.

30  Darum nun, oh Licht, das in dir ist und das in mir ist, ich preise, oh Licht, deinen Namen in Herrlichkeit!

31  Mögest du meinen Lobpreis schön finden, oh Licht, so schön wie ein außergewöhnliches Mysterium, das die Tore des Lichtes öffnet, und das jene, die bereuen, sprechen werden, und dessen Licht sie reinigen wird.

32  Und nun lass alle Materie frohlocken; lass alles nach dem Lichte streben, damit die Kraft der Seele, die in dir ist, lebe.

33  Denn das Licht hat die Materie erhört, und es wird keine Substanz ohne ihre Reinigung lassen.

34  Lass alle Seelen und die Substanz des materiellen Selbst den Herrn aller Äonen preisen, und lass die Substanz und alles in ihr Lob bekunden.

35   Denn Gott wird ihre Seele aus aller Materie [aus dem Körper des Fleisches] retten, und eine Stadt soll im Licht errichtet werden, und alle Seelen, die gerettet werden, sollen diese Stadt bewohnen und sie erben.

36  Und die Seelen jener, die die Mysterien annehmen, werden in jener Region leben, und jene, die die Mysterien in seinem Namen annehmen, werden darin wohnen.



Nun geschah es, nachdem Jesus diese Worte zu seinem Jüngern gesprochen hatte, dass er zu ihnen sagte, „Dies ist das Loblied, welches Pistis Sophia in ihrer ersten Reue sang, da sie Reue für ihre Sünde empfand und alles berichtete, was ihr widerfahren war.
 Maria [ = Maria Magdalena] kam vor und sprach, „Mein Herr, mein Licht-Einwohner hat Ohren, und ich höre mit meiner Lichtkraft, und dein Geist, der mit mir ist, hat mich klar gemacht. So neige dein Ohr, damit ich von der Reue rede, welche die Pistis Sophia gegeben hat, indem sie von ihrer Sünde und allem, was ihr widerfahren war, berichtete. Deine Lichtkraft hat einmal darüber prophezeit durch den Propheten David im 69. Psalm:

1  Rette mich, oh Gott, denn die Wasser reichen bis an meine Seele.

2  Ich bin in die schlammigen Tiefen gesunken mit nichts, worauf ich stehen kann, und die Kraft hat mich verlassen. Ich bin in tiefe Wasser geraten und der Strudel reißt mich fort.

3  Ich bin erschöpft vom Weinen, meine Kehle ist ausgetrocknet, meine Augen versagen, während ich auf meinen Gott warte.

4  Jene, die mich ohne Grund hassen, sind zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf; jene, die mich vernichten wollen, sind mächtig, meine trügerischen Feinde, und was ich von ihnen nicht genommen habe, das zwingen sie mich, ihnen zurückzugeben.

5  Oh Gott, du selbst kennst meine Torheit, und meine Sünden sind vor dir nicht verborgen.

6  Jene, die auf dich hoffen, mein Herr, Gott der Heerscharen, lass sie durch mich nicht beschämt werden; lass die, die dich suchen, nicht durch mich in Schande geraten, oh Gott Israels.

7  Es ist wegen dir, dass ich Demütigung erlitten habe; Erniedrigung hat mein Gesicht bedeckt.

8  Ich bin meinen Verwandten ein Fremder geworden, und ein Ausländer für meiner Mutter Kinder.

9  Weil sie auf dein Haus eifersüchtig waren, verschlingen sie mich und die Missgunst derer, die dich verachten, ist auf mich gefallen.

10  Und mit dem Fasten meiner Seele habe ich weiterhin geweint, und es wurde mir nur zum Vorwurf.

11  Ich mache Säcke zu meiner Kleidung, und ich wurde für Sie ein Spottwort.

12  Jene, die an den Toren sitzen, sie reden über mich, und Trunkenbolde erfinden Lieder über mich.

13  Mögen meine Gebete an dich, YHWH, zu einer günstigen Zeit kommen. Oh Gott, im Überfluss deiner Gnade, antworte mir mit der Wahrheit deiner Erlösung.

14  Rette mich aus dem Morast, und lass mich nicht versinken; lass mich gerettet werden vor jenen, die mich hassen, und vor den Tiefen der Wasser.

15  Lass nicht die Flut mich wegreißen, noch lass die Tiefe mich schlucken, und lass nicht die Grube ihren Mund über mir schließen.

16  Antworte mir, YHWH, denn süß ist deine Gnade; in deiner großen Barmherzigkeit wende dich zu mir.

17  Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Diener, denn ich bin betrübt. Antworte mir geschwind.

18  Komm zu meiner Seele und erlöse sie. Wegen meiner Feinde, befreie mich.

19  Denn du kennst meinen Vorwurf, meine Schande und meine Erniedrigung; alle meine Widersacher sind vor dir.

20  Vorwurf hat mein Herz gebrochen, und meine Wunde ist verheerend. Ich hoffte auf Trost, aber da war keiner, und auf jemanden, der mich trösten würde, aber ich fand niemanden.

21  Sie gaben mir Gift [oder Galle] zur Nahrung und in meinem Durst gaben sie mir Essig zu trinken
[wie Jesus anlässlich seiner Kreuzigung]

22  Lass den Tisch vor ihnen zur Schlinge werden, und lass Ihnen den Frieden zur Falle werden.

23  Möge ihr Rückgrat ewig krumm werden.

24  Gieße über sie deinen Zorn aus, lass das Feuer deiner Wut sie schlagen.

25  Verwüste ihr Lager, lass keinen Bewohner in ihren Zelten übrig.

26  Denn sie belagern denjenigen, den du niedergeworfen hast, und fügen der Wunde weiteren Schmerz zu.

27  Bringe Grausamkeit über ihre Grausamkeit, und gewähre ihnen nicht deine Rechtschaffenheit.

28  Radiere sie aus dem Buch der Lebendigen aus, und mit den Rechtschaffenen schreibe sie nicht ein.

29  Doch ich bin betrübt und elend; lass deine Erlösung, oh Gott, kommen, um mich zu stärken.

30  Ich werde den Namen Gottes im Gesang lobpreisen, und ich werde ihn im Dankgebet erhöhen.

31  Und es wird für Gott erfreulicher sein, als ein junger Stier mit Hörnern und gespaltenen Hufen.

32  Der Betrübte wird es sehen und sich freuen; ihr, die ihr Gott sucht, lasst eure Herzen aufleben.

33  Denn Gott hört den Betrübten und verachtet nicht die Gefangenen.

34  Lasst Himmel und Erde ihn preisen, die Meere und alles, was sich darin bewegt.

35  Denn Gott wird Zion retten und wird die Städte Judahs bauen, und sie werden darin siedeln und sie erben.

36  Und der Same seiner Diener wird sie erben, und die seinen Namen lieben werden es sein, die darin wohnen.


PS   Die dreizehn Reuen samt zugehören Psalmen umfassen in der von J.J. und Desiree Hurtak herausgegebenen „Pistis Sophia“ über 100 Seiten, ganz einfach deshalb, weil immer wieder inhaltlich wertvolle Ergänzungen und Kommentare von Seiten der Herausgeber eingeflossen sind. Wer sich also intensiv mit der Thematik auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich den Kauf des Buches, das einschließlich des Glossars ingesamt über 900 Seiten umfasst und natürlich weitere wertvolle Inhalte enthält.
> https://shop.schluesseldesenoch.org/literatur/buecher

Dass ich mir erlaubt habe und erlauben werde, so ausführlich aus dem Buch zu zitieren, mag formaljuristisch nicht in Ordnung sein.

Ich respektiere geistiges Eigentum, aber ich halte es auch für wichtig und glaube, dass es im Sinne der Geistigen Welt ist, dass möglichst viele Menschen mit den hier veröffentlichten geistigen Inhalten bekannt werden. Denn Reue ist Voraussetzung, um zum wahren Licht zu gelangen und das wahre göttliche vom luziferischen unterscheiden zu lernen, eine Fähigkeit, die gerade viele Esoteriker vermissen lassen.




Freitag, 13. Juni 2025

Über unseren möglichen bevorstehenden Quantensprung ins Licht. – Unsere Vorbereitung darauf mit Hilfe der "Pistis Sophia".

  •  Über unseren möglichen bevorstehenden Quantensprung ins Licht.
  • Die "Pistis Sophia" hilft uns, die Dimensionen des Christuslichtes zu begreifen und uns vorzubereiten.
  • Sie weist auch auf die spirituelle Bedeutung der Erdbeben und bevorstehender Kataklysmen hin.


Um nachvollziehen zu können, welche Lichtflut möglicherweise schon bald auf den oder die ein oder andere unter uns zukommt, ist es hilfreich, die Pistis Sophia zu studieren, jenes Werk, das eine von Jesus an seine Jünger gerichtete über 11 Jahre währende Belehrung enthält.

Wir erleben zunächst zu Beginn die Himmelfahrt Jesu mit aus der Perspektive der Jünger, die durch das ganze Geschehen - die Erde bebt, der Himmel ist in Aufruhr und sie nehmen eine bisher ihnen nicht vorstellbare Lichtflut wahr - an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen. Dazu später mehr.

Die Berichte der Pistis Sophia können für uns eine hilfreiche Vorbereitung für die Wiederkunft Christi in unserem Inneren sein, unabhängig davon, dass er am Ende der Zeiten für alle wiederkommen wird. Ihr Text ergibt sich u. a. aus dem koptischen Codex Askewianus, der 1773 in Ägypten entdeckt wurde, und aus anderen koptischen Manuskripten, die von dem Philologen Karl Schmidt in seinem Werk Koptisch-Gnostische Schriften 1905 in Leipzig herausgegeben wurden. Insgesamt besteht die Pistis Sophia aus historischen koptisch-gnostischen Dokumenten, die aus dem späten zweiten und dritten nachchristlichen Jahrhundert stammen, womöglich auf griechische Manuskripte zurückgehend, deren Titel nicht bekannt sind.

Der Wissensvermittler der Pistis Sophia ist der auferstandene Jesus, der Christus, der in seinem vollständigen Lichtkörper seinen Jüngern und Jüngerinnen in einem Zeitraum von 11 Jahren nach seiner Himmelfahrt - die Bibel spricht darüber nicht - viel tiefergehende Inhalte über das gesamte Bild des Lebens in den vielen Welten, den vielen Dimensionen mit Engeln und Erzengeln, mithin dem Reich seines Vaters als einem Haus mit vielen Wohnungen vermitteln konnte, da die Jünger nun seinen wahren Status als Schöpfersohn, dessen Lobpreis dem Allerhöchsten gilt, anzunehmen vermochten, was ihnen, als Jesus in physischer Existenz unter ihnen weilte, noch nicht möglich war.

Zitate aus der Pistis Sophia setze ich im folgenden zwischen > Pfeile <, Kommentare von J.J. und Desiree Hurtak, deren Ausgabe der Pistis Sophia (siehe unten) ich verwende und denen ich auch obige Informationen entnommen habe, setze ich in „Anführungszeichen“; [eckige Klammern] weisen auf eine Anmerkung meinerseits hin.

Zu Beginn lässt uns die Pistis Sophia teilnehmen an einer Versammlung der Jünger auf dem Ölberg - Jesus ist auferstanden, aber noch nicht gen Himmel gefahren -, als sie zueinander sprachen:
> Wir sind mehr als die ganze Menschheit auf Erden gesegnet worden, denn der Erlöser hat uns diese Dinge offenbart, und wir haben das Pleroma [die göttliche Fülle] empfangen (…). <

Ganz offensichtlich begriffen die Jünger, indem sie Jesus nach Golgatha in Gestalt seines Lichtkörpers wahrnahmen, wie wertvoll es für sie war, dass der Auferstandene begann, „ihnen eine kosmische Landkarte in die Hand zu geben, die es ihnen gestatten würde, sich in der kosmischen Schöpfung zu bewegen und an ihr teilzunehmen (…).“ Sie folgten bewusster den Spuren Jesu, der seine Liebe für die ganze Menschheit auch in seinem Lichtkörper zu vermitteln wusste. Vorüber ist die Zeit des dreijährigen Zyklus, als die Jünger nur eine Mischung der materiellen Welt mit der spirituellen Welt nachvollziehen konnten. Die wahrhaft kosmischen Dimensionen waren ihnen verschlossen geblieben. > er hatte sie nur bis zu den Regionen des Ersten Gebotes belehrt < als einem ersten Schritt der Initiation in die höheren Welten des Lichts.

„In seinem irdischen Körper hatte Jesus seinen Jüngern nicht die Weite der höheren Welten erklärt, noch die vielen Hierarchien und wie die Himmel miteinander zusammenhängen. Jetzt [nach Golgatha und seiner Auferstehung] ist er in einem Körper aus Licht zurückkehrt, um ihnen dieses Wissen zu erteilen. Jesus wusste, dass seine Jünger das alles nicht aus dem Mund eines Menschen im fleischlichen Körper würden verstehen und annehmen können; der Menschensohn musste als Gottessohn im Lichtkörper reden, so dass das Mysterium der höheren Mathematik und der Höheren Göttlichen Namen und ihre Emanationen verstehbar würden.“
Nun wird er sprechen von den drei Dreifachkräften als einer Urtriade, vom Göttlichen Tetraeder als einer Grundmatrix für alle grundlegenden Geometrien des Lebens, von den 24 Dimensionen unseres lokalen Universums als eines Sohn-Universums, über das Vateruniversum, von den 24 Ältesten, auch 24 Unsichtbare genannt, von der Macht der Archonten, die in diesem unseren Sohn-Universum die zeitweiligen Herrscher sind, die miteinander im Kampf stehen und ihre Kriegsspiele inmitten der niederen Himmel führen, sowie der niederen Äonen, den geringen Schöpfungsräumen und vielem mehr.

Wie den Jüngern so geht es auch uns Menschen, bevor uns Christus die ganzen Dimensionen des Lichtes und den ganzen Umfang des Hauses seines Vaters zu zeigen beginnt.

Die Pistis Sophia kommt in der Folge zu sprechen auf die Himmelfahrt Jesu, dass sie geschah am 15. Tag des Mondes im Monat Tybi [der 5. Monat der altägyptischen Zeitrechnung entspricht unserem Januar]. Gerade hatte die Sonne ihren täglichen Lauf begonnen, als hinter ihr eine große Lichtkraft hervortrat, unermesslich in ihrem Glanz, > und jene Lichtkraft kam über Jesus herab und umhüllte ihn ganz, während er ein wenig entfernt von seinen Jüngern saß, und er leuchtete überwältigend; es gab kein Maß für das Licht, das ihn umhüllte. Die Jünger konnten Jesus nicht sehen wegen des großen Lichtes, in dem er sich befand (…) Sie sahen nur das Licht, das viele Lichtstrahlen aussandte.<
Erstmalig werden die Jünger Zeuge von Jesu Christi ganz umfassendem Körper aus Licht, das sich aus den Himmeln, gesandt aus der Weisheit und Herrlichkeit des Vaters, auf ihn herabsenkte.
> Und die Lichtstrahlen waren nicht alle gleich: das Licht war von verschiedener Art und verschiedenen Mustern von unten nach oben hin, ein jeder der Lichtstrahlen vorzüglicher als der nächste in einer ungeheuerlichen Herrlichkeit des Lichtes, die von den Tiefen der Erde bis ganz hinauf in den Himmel reichte. Und als die Jünger dieses Licht sahen, entstand in ihnen große Furcht und Aufregung. (…)
Nun geschah es, als jene Lichtkraft über Jesus herabkommen war, dass sie ihn nach und nach ganz einhüllte. Da stieg Jesus auf und flog in die Höhen, während er in unermesslichem Licht wunderbar leuchtete. (…) Und drei Stunden, nachdem Jesus in die Himmel gelangt war, wurden alle Mächte des Himmels in Aufruhr versetzt, und sie verschoben sich gegeneinander – sie und all ihre Äonen und alle Regionen und all ihre Ordnungen; und die ganze Erde bebte, zusammen mit allen, die dort wohnten. (…) Und alle Mächte des Himmels blieben in Aufruhr, sie und die ganze Welt, und sie verschoben sich gegeneinander, von der dritten Stunde des 15. Tages des Mondes im Monat Tybi bis zur neunten Stunde des folgenden Tages. <


Wir erinnern uns, dass Jesus zur neunten Stunde auf Golgatha verschied. „Die neunte Stunde kann daher die Zeit der Erkenntnis der Macht Christi über die niederen Welten sein, denn diese Zeit kann auch zu einer Zeit spiritueller Neugeburt werden, wenn wir von der Zeitverzerrung und dem Zeitkontinuum der materiellen Welt entfernt werden und dem lebendigen Meisteruniversum gegenübergestellt werden, das nun durch Jesu eigene Aufstiegskraft den fühlenden Wesen zur Erfahrung geöffnet wird.“

> Und alle Engel und ihre Erzengel, und all die Mächte der Höhen, sie alle sangen Lobeslieder an das Innerste des Inneren, so dass die ganze Welt ihre Stimmen hörte, und sie hörten nicht auf bis zur neunten Stunde des folgenden Tages.<

Wie es den Jüngern geschah, als sich Jesus ihnen in seinem vollständigen Lichtgewand zeigte, ihnen zugleich ein Bild des Lebens in den vielen Dimensionen und Welten vermittelte und ihnen erstmalig das Ausmaß der Größe des Schöpfersohnes bewusst wurde, so wird es auch uns ergehen, wenn wir den wahren mystischen Körper des Christus in uns erfahren.

Erdbeben, wie sie anlässlich des Todes von Jesus und seiner Himmelfahrt geschahen, sind nicht einfach natürliche Erdumwälzungen, wie Hurtak in seinem Kommentar schreibt, sondern interdimensionale Öffnungen, die durch solche Transformationsprozesse aktiviert werden. Sie sind Teil des Schlüssels, mit denen Christus die Korridore zwischen den niederen Welten und den Herrlichkeiten der höheren Welten aufschließt. Wenn zukünftig neue Welten geformt werden, wird Vergleichbares geschehen und es wird wichtig sein, dass wir nicht in Angst verfallen, wie es die Jünger taten, die sogar, so entnehmen wir der Pistis Sophia, weinten und zueinander sagten:
> Was wird jetzt geschehen? Vielleicht wird der Erlöser alle Regionen zerstören.<

Fortsetzung folgt



Freitag, 18. April 2025

Karfreitags- und Osterbotschaft

Der Geist Gottes hat mich gesandt, den Armen das Evangelium zu verkünden, den Gefangenen zu predigen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit. (Lukas 4,18)

Meditation:
Du hast uns befreit und uns gelehrt, dass es eine größere Wirklichkeit gibt. Wir bitten Dich nun, dass Du unsere Sünden und Begrenzungen erlöst, jede einzelne von Ihnen. Wir bitten Dich, dass Du uns „den Weg“ lehrst, wie wir sie loslassen, damit wir uns aus diesem „Null-und-Nichtig-Bewusstsein" lösen und uns von den eigenen Leiden befreien. Unsere Begrenzungen gehören nicht mehr zu uns, wir sind befreit worden! Jetzt wissen wir, dass ein Leben mit solchen Bewusstseinsbegrenzungen und Gedanken der Verzweiflung eine Verletzung unseres höheren Geburtsrechts darstellt, da wir Söhne und Töchter Gottes sind.

Visualisation:
Wir sehen, wie unser menschlicher Körper vom Kreuz des Leidens abgenommen und in den größeren Lichtkörper verwandelt wird, so wie es dem Leib des Auferstandenen Christus geschah. Jede Zelle unseres Fleisches ist nun durch das Licht befreit! Schließlich sehen wir Christus in seinem Glorreichen Lichtkörper – in Frieden und Liebe, weit über dem Leiden auf der Erde – da wir das Hervortreten eines neuen Zustands der Erneuerung in den Himmel schauen.


(16) DER LEIDENDE GOTTESKNECHT
in "SALVATOR MUNDI: Die Sechsundsiebzig Heiligen Namen des Kosmischen Christus" (J.J. Hurtak und Desiree Hurtak)

Sonntag, 30. März 2025

Über den Prozess der "Einweihung in das Licht"

Der Prozess der „Einweihung in das Licht“ beginnt nur dann, wenn wir anfangen, das Leben, wie es sich aus der Sicht unserer fünf Sinne präsentiert, zu hinterfragen. Blicken wir hinaus in das größere evolutionäre Reich, erleben wir die erste Phase unseres Initiationsprozesses. Wir erkennen, dass wir hier in diesem Schulhaus „Erde“ als Verwalter und Betreuer eingesetzt sind, dass wir aber hier sind um herauszufinden, wer wir wirklich sind. Wir entdecken, dass wir die Bewohner eines weiten und Ehrfurcht gebietenden evoluierenden Universums sind und dass wir in uns einen Göttlichen Funken tragen. Mit dem Beginn unseres Erwachens verstehen wir die Kraft der Aliyah Jacob – der Jakobsleiter. "Die Schlüssel des Enoch" (Schlüssel 104:43) verweisen auf unsere wahre Identität als eine multidimensionale Entwicklung: 
„… Zu diesem Zweck muß der physische Körper in das Licht eingeweiht werden, ehe er den Überselbst-Körper aus Licht, der die wahre ICH-BIN-Identität ist, empfangen, kann.“
Staunend schauen wir in das unendlich weite und Ehrfurcht gebietende Universum und beginnen zu erkennen, dass sich hinter diesem Universum „Membranen“ göttlicher Lichtwelten befinden – Codes hinter Codes, Emanationen hinter Emanationen und LICHT hinter dem Licht.

***1*** Der erste Schritt auf dem Weg zur Einweihung
aus J.J. Hurtak und Desiree Hurtak, "Überselbst Erweckung. Ein Wegweiser durch die Schule der Seele."