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Montag, 21. Januar 2008

Rohr frei für die Scham !

Hallo Etienne, ich finde Deine Montage unten echt genial! Ich kann mir vorstellen, Nico und Du, ihr hattet einen Riesenspaß ...
Erst habe ich gedacht, dass hätte irgendjemand zufällig irgendwo gefunden und eben an die Wand von 118 gepinnt - hätt´ mich eigentlich stutzig machen können, dass es genau zum Unterricht passt .... gg ... Bis ich nachgefragt habe und hörte, dass Du das "verbrochen" hast - köstlich, ich könnt´ mich nach wie vor kringeln ... find es nur gut ...


Der Panzerfahrer Ingo Appelt (siehe Bild), selbsternanntes enfant terrible unter den Comedians, ist ein Paradebeispiel für eine Schampersönlichkeit, die dies dadurch kaschiert, dass sie sich besonders schamlos geriert, wobei Appelt sich in letzter Zeit mit krass-obszönen und vulgären Ausdrücken im Fernsehen mehr und mehr zurückgehalten hat. Das mag damit zusammenhängen, dass er in einer Talkrunde von einem älteren Teilnehmer gefragt worden war, ob er sich nicht mal überlegt habe, was seine Kinder über ihn denken, wenn sie ihren Vater auf diesem Fäkalniveau erleben. Seitdem hat er sich auf öffentliche Beiträge zur Intimrasur und Ähnliches verlagert, wobei er nicht zurückschreckt, im Hinblick auf Türken und Kurden peinlich diskriminierende Anspielungen zu machen.



Wenn man Ingo Appelt in einem eher persönlich geführten TV- Gespräch erlebt, bemerkt man, wie voller Selbstwertproblemen er ist, wie er in Wahrheit Probleme mit sich als Mann hat, der sich Frauen grundsätzlich unterlegen fühlt, und dass man ihn für jemand halten kann, der all das, mit was er nicht klar kommt, auf andere projiziert - und das scheint eine ganze Menge zu sein ...

Schampersönlichkeiten kommen aus Familien, in denen in sehr hohem Ausmaß Gefühle an Scham gebunden werden. In dem Moment also, wo ein Gefühl aktiviert wird, wird sofort auch Schamgefühl aktiviert; beispielsweise schämt man sich, zärtlich zu sein oder wütend, stolz oder ausgelassen.
In nicht wenigen Familien ist es z.B. Kindern untersagt, zornig zu sein. Zornig darf der Vater sein, die Mutter manchmal, wenn es sich nicht gegen den Vater richtet, die Kinder jedoch haben zorn-los zu sein, das ist ihr Los; im Zweifel haben sie den Mund zu halten bzw. lieb zu sein, andernfalls haben sie sich zu schämen. - Wobei man sich nicht vorstellen darf, dass heute noch des Öfteren gesagt wird: "Schäm Dich!"
Mittlerweile wissen viele Eltern, dass das nicht mehr ´in´ is
t. Eltern, die in ihrer Kindheit einer schamgeprägten Erziehung ausgesetzt waren, haben aber in der Regel ein reichhaltiges Reservoir, ihre Kinder in die Scham zu treiben, z.B. mit Hilfe entsprechender Blicke. Wenn solche Kinder in ihrem späteren Leben zornig werden wollen - und manchmal kann Zorn sehr wichtig und reinigend sein, davon abgesehen, dass man nicht zu Unrecht von einem heiligen Zorn spricht -, dann schämen sie sich; sie sind - wenn überhaupt - zornig mit ganz schlechtem Gewissen oder eben überhaupt nicht. Solche Menschen empfinden andere, die zornig sein können, deshalb gern als unkontrolliert und aggressiv.
Auch alles, was mit dem "Schambereich" zu tun hat, kann - nomen est omen - an Scham gekoppelt werden.
Ingo Appelt und andere gehen gegen diese Koppelung und die damit vorhandene Gefühlsblockade vor, nicht, indem sie die Hintergründe aufarbeiten und den "Schambereich" in ihr Leben integrieren, sondern indem sie sich in einen Panzer setzen und die ganze Scham niederwalzen, den gordischen Problemknoten "Scham" zerschlagen. Dieses Zerschlagen kann sich äußern in einem Verhalten, wie es Appelt zeigte und zeigt: indem man durch sein schamloses Verhalten und Reden andere zwingt, sich zu schämen. Innerlich triumphiert in Wirklichkeit die eigene Scham: Sieh an, köstlich, wie sich alle schämen.

Man selbst kann sich dann suggerieren, all dem überlegen zu sein. Die eigene Scham nimmt man nicht wahr; unser Comedian kennt ja auch nichts anderes als den Scham-Ingo.

Ein Parallelverhalten finden wir auch bei Harald Schmidt und anderen, die die eigene fehlende Selbstliebe kaschieren, indem sie über andere herziehen. Wenn jemand sich wirklich selbst liebt, respektiert er den anderen, welche Schwächen er auch zeigt. Er muss nicht ablästern. Er will damit auch kein Geld verdienen.
Schlimm ist es, wenn Scham an Freude gekoppelt ist. Dann ist Ausgelassensein streng untersagt, Freude und Ausgelassenheit werden dann z.B. als ein Zeichen für Oberflächlichkeit gewertet.
Freude aber ist auch Lebensfreude; deshalb kann die Koppelung von Scham an Freude nicht nur einfach diese Emotion lahmlegen, sondern viel mehr: eben Lebens(!)Freude.
Es wird kaum einen Menschen geben, bei dem nicht Gefühle an Scham gebunden sind.
Wenn diese Koppelung ausschlaggebendes Kennzeichen einer Persönlichkeit wird, sprechen wir von einer Schampersönlichkeit.
Manche machen aus dieser Tatsache nicht nur eine "Tugend", sondern auch ihren Beruf.
Ich vermute, dass mindestens 80 Prozent aller Beiträge von Stefan Raab auf dieser Tatsache basieren.
Die Frage ist, warum so viele ihn gut finden; unter Jugendlichen ist er - oder war lange Zeit zumindest - nahezu eine Kultfigur.

Ich selbst empfinde Harald Schmidt als seine intellektuelle Ausgabe und Ingo Appelt seinen vulgären Klon.
Harald Schmidt selbst ist ein Narziss par excellence. Im Grunde ein eitler Pfau, welcher die Fähigkeit besitzt, mit dieser Tatsache gekonnt zu kokettieren. So weiß man nie, ob er´s wirklich ist oder nur so tut oder womöglich für unsere gesellschaftliche Hygiene unverzichtbar ist - hm, hm, ... wir brauchen doch diesen Spiegel ... nicht wahr? ... Oder doch nicht ganz wahr ...

Mit ihm können wir zudem klasse unsere eigene narzisstische und selbstlieblose Seite ausleben. Und sie hat im Grunde jeder mehr oder weniger; deshalb findet auch fast jeder Harald Schmidt mehr oder weniger gut, ich nicht ausgenommen, allerdings: eher "weniger" als "mehr".

Nur verdienen wir nicht so viel Geld mit solchem Schmidteinander :-((.
Dazu möchte ich nur sagen: Gott sei Dank! :-))

Samstag, 19. Januar 2008

ohne Selbstliebe ist Liebe immer eine Art Flucht



Was

mir

die

Birke

erzählt:


... ohne SelbstLiebe ist Liebe immer eine Art Flucht ...
... Flucht vor sich selbst ...
Genauer: Es existiert in Wahrheit kein Selbst ...
Und genau davor flieht man zu einem oder einer anderen hin ...


* * * * * * *
SelbstLiebe

ist,

wenn DU DICH DIR lässt!

* * *

Liebende ohne Selbstliebe leben

Bedürftigkeit, Abhängigkeit.


Liebende, die sich beide zugleich selbst lieben, leben

FÜLLE.

* * *

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Altes Testament

***

SELBSTLIEBE IST,
wenn ich MIR vertraue,
mir keine Bedingungen stelle.
Wenn MIR meine Anliegen ein Anliegen sind.
Wenn ich aufhöre, mich zu bewerten.
Wenn die Sonne jeden Tag FÜR MICH scheint.
Wenn jede Nacht die Millionen Augen des Alls
MICH besonders liebevoll anblicken.
Wenn ich mich nicht glauben machen lasse,
mich zwischen dem halbvollen
und dem halbleeren Glas entscheiden zu müssen,
sondern die Fülle lebe.
Das Gefäß der Liebe ist ewig voll.


Ich habe eine nach außen hin sehr selbstbewusste, im Leben stehende und das Leben meisternde Frau gekannt, Leiterin einer überregional bekannten Tanzschule, erfolgreich, anerkannt, bewundert. Sie tanzte, choreographierte, komponierte ... sie war einfach vielseitig und kreativ.
Sie hatte immer wieder Schmerzen, aber sie glaubte an die Selbstheilungskräfte in sich; sie arbeitete bewusst mit und an sich.
Das ging lange Zeit so.
Als sie zum Arzt ging, weil sie es vor Schmerzen nicht mehr aushielt, war es zu spät. - Der Krebs war zu weit fortgeschritten.

Selbstliebe liebt und nimmt auch die eigenen Ängste an, auch die vor einer möglichen Krankheit.
Sich selbst heilen wollen kann auch eine Flucht sein. Manchmal besteht wahre geistige Heilung im ganz profanen Weg zum traditionellen Arzt, zu einer Shiatsu-Therapeutin, zu einem Kinesiologen - im rechtzeitigen Gang -; weil man sich liebt.
Weil man eines Menschen bedarf, der für einen etwas tut ...
Dies anzunehmen, auch darin kann Selbstheilung bestehen ... und Selbstliebe.


Wir neigen dazu, immer Ersatz zu suchen:
eine Ersatz-Mutter, einen Ersatz-Vater, eine Ersatz-Liebe,
einen Ersatz-Geliebten, eine Ersatz-Geliebte.
Doch all das ist in unserer großen Seele selbst - als Original.

Original kommt von lat. origo: Ursprung, Erstfassung, Beginn.

Wenn wir uns selbst lieben, lieben wir nicht den Ersatz,
ein Imitat, ein Duplikat, ein Plagiat,
sondern unseren Ursprung,
unsere Ursprünglichkeit
uns selbst.
Dann
finden wir auch im Außen,
was wir in uns ent-deckt haben:
die wahre Mutter,
das Ewig-Weibliche,
den wahren Vater,
unsere Wurzel,
Liebe.









Sonntag, 13. Januar 2008

Schneekristalle: wie Menschen - alle











Bildquelle: www.eurowoche.org

Franz Werfel (1890-1945)
Der Schneefall

Oh langsames Fallen des Schnees,
Unendliches schleierndes Treiben!

Wär doch mein Auge geistesgestählt,

Ihm könnte verborgen nicht bleiben,
Dass jede Flocke des weißen Gewehs

Gewusst ist, gewogen, gezählt.
Oh Flocken, die tanzend sich drehn,
Ihr klein beseelten Persönlichkeiten,
Vertragen von Schwere, Leichte und Wind,
In eurem Kommen und Gehn
Seh ich die Schicksale niedergleiten,
Die ihr beginnt, vollendet, beginnt ...
Die eine fällt wollig und weich,
Die andre voll Trotz und kristallen,
Die dritte von Widerständen geballt.
Doch löst sich morgen das bleiche Reich,
So stirbt nicht eine von allen,
Und die reinsten tauen zur Tropfengestalt.
Oh langsamer Schneefall der Welt,
Der Geschlechter dicht schleierndes Treiben!
Es stirbt und schwindet kein einziges Los.
Wir schmelzen, aber wir bleiben,
Wenn uns Tropfen der Tod, als Tauwind bestellt,
Heimsucht und heimsammelt zum Schoß.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Yin und Yang des Seins

Zunächst möchte ich alle linkshirnigen Leser , also all diejenigen im Grunde, welche die traditionelle Schulausbildung genossen haben, bitten, vorsichtig weiterzulesen, da die folgenden Informationen nur unter Zuhilfenahme der rechten Gehirnhälfte verarbeitet werden können. Wer also nicht mehr staunen und sich wundern kann, wer lieber Stockwerke zählt als ein Haus als Ganzes anzusehen, wer bei sich Details wahrnimmt, aber nie sein gesamtes Format und die wirkliche Größe, und wer grundsätzlich bei Mystischem (gehirn-)kollabiert, sollte der Gesundheit seines corpus callosum zuliebe, das die linke und die rechte Gehirnhälfte verbindet, vorsichtig und zugleich sorgfältig weiterlesen.
Obiges Bild manifestiert die Wortenergie Danke in Form eines Wasserkristalls (bitte anklicken) ; dieses und alle Wasserkristallbilder im Folgenden sind mit freundlicher Genehmigung des Verlages entnommen: M. Emoto, Die Botschaft des Wassers, Bd.I, Koha-Verlag, Burgrain 2002
Der nebenstehend fotografierte Wasserkristall manifestiert die Wortenergie Dummkopf auf Englisch. Dabei wurden über Nacht die Worte you fool auf eine Wasserflasche geklebt.
Bei blockiertem Durchgang des corpus callosum, was bei Linkshirnigen, also sehr verstandesorientierten Menschen besonders gern der Fall ist - wobei das Ausmaß der Blockade variiert -, schlägt gegebenenfalls die Wahrheit der Information wie ein Dampfhammer gegen die geschlossene Tür der auch Balken genannten Verbindung der beiden Gehirnhemisphären.
Wir möchten empfehlen, nicht vorschnell ein Urteil zu fällen, denn Urteile teilen, sie trennen uns von den Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte, welche die Aufgabe übernimmt, was wir aufnehmen, in ein großes Ganzes einzuordnen.
Einige Leser werden Masaru Emoto und seine Wasserkristallexperimente kennen; vorsichtshalber fasse ich das Wirken des mittlerweile weltbekannten Japaners kurz zusammen:
Emoto entwickelte ein Verfahren, mittels welchen er Wasserkristalle sichtbar machen konnte (Bild: Wasserkristall der Quelle von Lourdes). Er gefror Wasser tropfenweise ein und fotografierte in 200-500facher Vergrößerung die kristallinen Strukturen. Nun gleicht bei Wasser auch aus derselben Quelle kein Kristall dem anderen, allerdings lassen sich charakteristische Tendenzen erkennen.Emotos Experimente und Ergebnisse werden zum Teil stark angezweifelt, was kein Wunder ist, denn Wissenschaftlichkeit wird definiert dadurch, dass sich ein Versuch unter denselben Bedingungen mit dem gleichen Ergebnis wiederholen lassen können muss. Das ist bei Wasserkristallen nun einmal schwer möglich, zumal womöglich jeder anwesende Mensch auf das Wasser einwirkt, ein Einfluss, den Quantenphysiker hinsichtlich des Aufbaues von Experimenten schon lange nicht mehr abstreiten.

Bild: Regenwasserkristall, Zentrum Tokios
Wer sich im Übrigen noch erinnert, wie lange Akupressur und Akupunktur im Westen verteufelt wurden, genauso wie der Einfluss von Musik auf Pflanzen, wundert sich nicht über den heftigen Widerstand.
Letzterer also muss nicht weiter stören, nicht verunsichern - im Gegenteil.
Auch nach Kopernikus hat es noch viele Jahrzehnte gedauert, bis die meisten der Menschen überzeugt waren, dass wirklich die Sonne nicht untergeht, sondern die Erde sich bewegt.
Manche haben das heute noch nicht begriffen.
Desgleichen existiert eigentlich die Mauer zwischen Ost und West nicht mehr, aber in den Köpfen von nicht wenigen ist sie mehr denn je vorhanden.
Ist sie also da oder nicht?
Radiowellen und Röntgenstrahlen gibt es übrigens schon seit Ewigkeiten. Aber es gibt tatsächlich Menschen, die glauben, sie seien zusammen mit dem Radio- und dem Röntgenapparat erfunden worden.
Soweit zu dem Argument, Masaru Emotos Forschungen seien wissenschaftlich nicht haltbar, da nicht beweiskräftig. - Was er erforscht, gibt es schon lange.
Aber auch als die erste Eisenbahn über Land tuckerte, fürchteten nicht wenige, dass man bei dieser horrenden Geschwindigkeit verrückt werden müsse ...
Kolumbus hätte im Übrigen nach Ansicht vieler am Horizont die Erde runterfallen müssen ...
... gut, dass es keine Inquisition mehr gibt ...
... später sind dann alle begeistert ...
... keiner will´s gewesen sein ...
... klasse, dass es trotzdem immer wieder Menschen gibt, die das Rad vorwärts drehen ...
Vorwärts zu Masaru Emoto.
In die esoterische Ecke wurde er vollends ge(d)rückt, als er Ergebnisse vorwies, wie Wortenergien sich auswirken, indem über das Schriftbild des Wortes Informationen an das Wasser weitergegeben werden (siehe Bilder ganz oben) und wie Musik auf Wasser sich auswirkt.

Nebenstehendes Bild rechts: Heavy metal.
Links darunter: Air auf der G-Saite - Bachs berühmtes Violinstück); dieses und alle obigen Wasserkristallbilder sind entnommen: M. Emoto, Die Botschaft des Wassers, Bd.I, Koha-Verlag, Burgrain 2002
Klar, dass viele diese Ergebnisse schon allein deshalb nicht wahrhaben wollen, wo doch der Mensch zu über 70 Prozent aus Wasser besteht und z.B. viele Pflanzen, die wir essen, auch. Wenn sie und wir tatsächlich Informationen in dem Maße aufnehmen, wie Emoto es dokumentiert, könnte der ein oder andere darüber ins Grübeln kommen, ob nicht einer der größten Umweltverschmutzer, was seinen häuslichen Kosmos und sein körpereigenes Wasserreservoir betrifft, er selbst samt seinen Wort- und Gedankenenergien ist … Nur ärgerlich, dass man Liebe nicht kaufen kann :-( … mit was also das Wasser energetisieren, wenn sich im ganzen Haus inclusive eigenem Körper - von der Seele ganz zu schweigen - keine Liebe findet :-((
Gut, dass die Wortenergie >Liebe< überall wirkt, in jedem Haushalt, unabhängig davon, ob jemand Liebe liebt oder nicht - Liebe ist vollkommen ...
In jeder Vollkommenheit ist Yin und Yang angelegt. In unserer Welt und unserem Leben zeigt sich das als die uns bekannten polaren Strukturen wie männlich und weiblich, oben und unten, innen und außen, links und rechts, göttlich und menschlich. Doch gerade an letzterem Beispiel wird deutlich, wie sehr diese scheinbaren Gegensätze eigentlich nur eine Offenbarung der Einheit sind, denn der Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen. Er ist seiner Natur nach ein göttliches Wesen, ein Kind Gottes.
Bedauerlicherweise hat Luther die Bibel nicht immer angemessen übersetzt, weil ihm manche Vorstellungen einfach fremd waren, z.B. das Wesen von Yin und Yang. Deshalb kommt es, dass er übersetzt, dass in der 1. Schöpfungsgeschichte Gott den Menschen nach seinem Bild schuf, und nun übersetzt Luther: "... und schuf sie, ein Mann und eine Frau." Tatsächlich steht im Hebräischen kein und, wiewohl das Hebräische die Konjunktion "und" kennt. Luther hätte eigentlich übersetzen müssen: "... und schuf sie, MannFrau" oder, was das Hebräische auch zulässt: "... und schuf sie männlichweiblich."
Es gibt nun einmal keinen Herrn Gott und keine Frau Gott. - Gott ist Eins.
Gott ist meines Erachtens in sich männlich-weiblich zugleich, wenn auch die monotheistischen Religionen diesen weiblichen Teil Gottes unterschlagen haben, weshalb sie sich auch im Verlauf der Menschheitsgeschichte so richtig männlich doof bekämpft haben.
Jedenfalls: Der Mensch, nach Gott geschaffen, ist ein männlich-weibliches Wesen, und erst im Laufe der Zeit entwickelt sich, was wir heute kennen. Doch auch heute wissen wir, dass jeder Mann seine Anima, seinen weiblichen Teil hat (manchmal ziemlich verkümmert), und jede Frau ihren Animus, ihren männlichen Teil, jene Energie also, mit der sie im Leben steht und handelt; im Grunde sollte auch heute der Mensch männlich-weiblich zugleich sein. Dass Gott männlich-weiblich zugleich ist, macht auch die 2. Schöpfungsgeschichte deutlich, in der Gott den Menschen aus einem Erdenkloß erschafft - wir werden hier also Zeugen der physischen Schöpfung des Menschen, die uns besagt, dass wir aus den Stoffen unserer Erde sind, weshalb sie unsere Mutter ist und uns heilig sein sollte.
Adam aber bedeutet übersetzt nicht "Mann", sondern "Mensch".
Und auch Adam hatte als Mensch beides in sich, das Männliche und das Weibliche, sonst hätte Gott nicht Eva als Teil - als Rippe übersetzt Luther - herausnehmen können.
Auch Adam war urprünglich also männlich-weiblich.
Dieses universale Prinzip von Yin und Yang zieht sich wie ein roter Faden durch die Heilgen Bücher und Dokumente, beispielsweise auch die Tabula Smaragdina, in deren zweitem Satz es heißt:

Dasjenige, welches unten ist, ist gleich demjenigen, welches oben ist:
Und dasjenige, welches oben ist, ist gleich demjenigen,
welches unten ist,
um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.

Wie sehr die Menschen Schwierigkeiten haben, das Vollkommene zu erfassen, hat Matthias Claudius gewusst und auf unnachahmlich schlichte und doch sinnhafte Weise in einer Strophe seines Abendliedes zum Ausdruck gebracht, indem er schrieb:


Seht ihr den Mond dort stehen,
er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen
die wir getrost belachen,
weil unsere Augen sie nicht sehen.

Wir kennen dieses Prinzip von oben und unten der Tabula Smaragdina aus dem Biblischen "wie im Himmel so auf Erden".(Bild: "Die Sinnes-Lemniskate; www.wbu-qe.de)Wir Menschen neigen dazu, die Dinge nur halb zu sehen, nur das Unten z.B., nur unser Leben auf der Erde.
Doch es gibt mehr, den Himmel über uns, der ja zugleich in uns ist.
Beides zusammen ist das Wunderwerk eines einzigen Dinges.

Samstag, 29. Dezember 2007

* S E L B S T L I E B E *




* S E L B S T L I E B E *

Wie gewinne ich Zugang zu ihr?
Worin zeigt sie sich?

Ich möchte zunächst sagen, mit was sie beginnt.

Sie beginnt mit einer Entlassung.

Einer Entlassung aus dem Gefängnis.

Aus dem Gefängnis der eigenen Bilder.

Das zweite der Zehn Gebote bezieht sich nicht nur auf Gott, wenn es heißt:

Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen ...

denn es heißt ausdrücklich:

… weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, 
was im Wasser unter der Erde ist.

Auch nicht von dem, was auf der Erde ist! Es gilt eben, wie es im Vater unser schon heißt, vieles wie im Himmel so auf Erden.

Kein Bildnis!

Sich kein Bildnis machen, auch nicht von den Erdenbewohnern!

Max Frisch hat dazu in seinem Tagebuch 1946-1949 einen eingebungsvollen Text geschrieben, der sich darauf bezieht, wie sehr die Liebe zu einem anderen abhängig ist von dem Bild, das man sich von ihm > nicht < macht!

Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig werden: weil wir sie lieben; solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt - Nur die Liebe erträgt ihn so.


Wenn ich im Unterricht begreifbar machen möchte, was Selbstliebe bedeutet, dann lasse ich obigen Text so schreiben, dass jeder ihn auf sich selbst bezieht, ihn also in Ich-Form neu fasst.

Jedes Mal auf´s Neue bin ich ergriffen, wenn ich ihn auf mich beziehe:

Es ist bemerkenswert, dass ich gerade von mir, dem Menschen, den ich liebe, am mindesten aussagen kann, wie ich bin. Ich liebe mich einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie mich in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, mir zu folgen in allen meinen möglichen Entfaltungen. Ich weiß, dass jeder Mensch, wenn ich ihn liebe, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch mir, dem also, der sich selbst liebt, sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sehe ich wie zum ersten Male. Die Liebe befreit mich aus jeglichem Bildnis.

Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass ich mit mir, dem Menschen, den ich liebe, nicht fertig werde: weil ich mich liebe; solang ich mich liebe. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar bin ich für mich, für mich, den Menschen, den ich liebe - Meine Liebe trägt mich so.


Da ist kein >so bin ich eben<, kein >das ist halt typisch für dich< !

                                   Die Liebe befreit aus jeglichem Bildnis. 

Ich gebe mir die Freiheit, mich hinzuentwickeln, wohin ich will. Da gibt es keine Krusten, keine selbstinszenierten Blockaden, kein Selbstmitleid, das zäh an mir klebt und mich sagen lässt: Das schaffe ich nie.

                                              * Liebe liebt selbst Liebe *

... selbst-verständlich ist das noch nicht ...
... man muss dazu sein Selbst verstehen ...
... man versteht es, wenn man selbst-verständlich zu sich steht, mit allem, wie und was man ist und Geduld mit sich hat und sich Zeit gibt.

Es darf und wird Jahre dauern. Gemessen an der Tatsache, dass manche sich ein Leben lang nicht wandeln, sind viele Jahre Geduld mit sich wert.

Die Toten, die Verstorbenen, sind sehr lebendig, wenn das viele auch nicht glauben wollen.

Es ist gut, wenn wir auch als Lebende wirklich lebendig sind, bereit, mit uns in alle Richtungen zu gehen.


Samstag, 22. Dezember 2007

... mit den Hirten gehen ... Weihnachten 2007

"Einhorn mit Marienkapelle".
Dieses Weihnachtsgeschenk, ein Scherenschnitt, entstammt den künstlerischen Händen einer lieben früheren Kollegin. - Und ihrem Herzen!
Mit ihrem Einverständnis darf ich es veröffentlichen.


Weihnachten, wie ich es 2007 erlebe, ist Weihnachten aus der Sicht der Hirten.

Auf den Gemälden der großen Meister finden wir Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend, und bisweilen sieht man noch die Tiere, den Ochsen und den Esel …
Bisweilen ist die Krippe gebettet in einen Strahlenkranz von Licht, dessen Quelle von dem Kind ausgeht.
In dem Stall befindet sich wenig, kaum sehen wir Gegenstände, die den Blick anziehen oder verstellen könnten.
Wäre Jesus in einem Palast geboren worden, so hingen schwere Leuchter von der Decke, Joseph säße auf einem Plüschsofa, ein Butler stünde im Hintergrund und Maria fänden wir bemuttert von einer Hebamme.
Nichts von alledem.
Im Mittelpunkt: das Kind, gebettet in Licht, selbst Licht.
In der Schöpfungsgeschichte wurde das Licht geschaffen und trat in das Bewusstsein der Schöpfung, in Bethlehem wurde es geboren, auf die Erde gebracht durch den Schoß einer Frau: Maria. In einem Stall.
Unangemessen für Jesus?
Gewiss nicht, denn:
Das Wort Stall entstammt der gleichen indogermanischen Wurzel wie das Wort still.
Der Stall an sich ist also schon von der Wortbedeutung her ein stiller Raum.
In der Stille dieses stillen und natürlichen Raumes und einer Nacht, die dadurch heilig wurde, konnte Jesus geboren werden.
Wer aber vermag die Bedeutung der Stille zu erfassen?
Es sind die Hirten, auch des Nachts hüten sie ihre Herde.
Auch nachts!
Nacht steht für das Unbewusste im Menschen, und da, wo bei so vielen verdrängte Gefühle toben und grollen, da sind auch Hirten friedlich, im Frieden mit sich. Umgeben von ihren Schafen.
Jedem von uns kann dieses Hirtenbewusstsein zuteil werden, doch nur wenige können es leben.
Warum?
Weil vielen von uns ihre Schäfchen, ihre Lämmer abhanden gekommen sind.
Schafe stehen für das Wichtigste, was ein Mensch haben kann.
Unsere Lämmer, unsere Schafe versinnbildlichen unsere Liebe. Wie Schäfchen braucht unsere Liebe Vertrauen in uns und wir vertrauen ihr. Wie Schäfchen sich aneinander kuscheln und sich Wärme geben, so kuscheln wir uns an unsere Liebe, und sie wärmt uns in einer kalten Nacht. Schäfchen frieren nicht.
Es ist phaszinierend zu beobachten, was eine Schafherde, die auf einmal hinter der Biegung einer Straße auftaucht, in den Menschen auslöst.
Das ist gewiss kein Zufall.
Es hängt mit der Symbolik der Schafe zusammen, die wir alle intuitiv spüren.
Wir sehen das Bild vor uns: Der Schäfer steht aufrecht inmitten seiner Schafe, in eins mit seinem Schäferstab, seinen Mantel um sich gelegt neben sich seinen Schäferhund – ein Bild der Ruhe, des Friedens, des Vertrauens, des Versöhntseins mit dem Leben, mit der Natur.
Der Schäfer, das ist das Selbst jedes Menschen, und um sich versammelt hat er seine Lieben, seine Liebe. Ein Bild wahrer, tiefer Frömmigkeit, wir sprechen von lammfromm. Und wenn wir es recht verstehen, bedeutet, fromm wie ein Lamm zu sein, das Bekenntnis zum Weg Jesu.
Jesus ist der gute Hirte und dieser Hirte ist der Archetypus des Heilands in uns, für den das Leben heil ist. - Dieser Schäfer mit seinen Schäfchen, das ist in uns, ist der Frieden unserer Seele.
Viele Menschen jedoch empfinden ihr Leben als heillos. Nur mühsam kitten sie die Risse, aus denen die Heillosigkeit herausdampfen will. In ihnen gibt es diesen Schäfer mit seiner Herde nicht, in ihnen gibt es nur diese große Sehnsucht, heil zu sein.
Wir haben unsere Schafe verloren, zumindest einen Teil von ihnen. Oft sind sie weggetrieben von nahen Verwandten, ja von Vater oder Mutter.
Kaum zu glauben , aber wahr: Die meisten und größten Räubereien und Diebstähle finden in den Familien statt!
Nicht selten finden wir in Familien Kinder, die – verglichen mit Geschwistern - einer verwelkten Blume ähneln, denen es jedenfalls bei weitem nicht so gut geht wie Bruder oder Schwester.
Da wird der eine Sohn ein erfolgreicher Kaufmann, der andere ist Alkoholiker, die eine Tochter ist Schulleiterin, eine andere hat das Studium abgebrochen und hat den Beruf ergriffen, der letztendlich übrig blieb.
Oder die Mutter ist eine erfolgreiche Politikerin, doch das eine Kind ist ständig krank, das andere schmeißt seine Lehre.
Mittlerweile wissen wir auf Grund von Familienaufstellungen und einem Zugang zu seelischem Wissen, wie sehr im Leben der Menschen solche Vorkommnisse Realität sind und womit sie zusammenhängen.


Es ist noch nicht so lange her, dass ich mir selbst in meiner Familie meine Schafe zurückgeholt habe, und es geht nicht anders, als allen Beteiligten gegenüber klipp und klar offenzulegen, wie vergangene Familienwirklichkeiten Einfluss nahmen. Wenn wir beim Namen nennen, was geschehen ist, wenn wir ans Tageslicht holen, was im Dunkeln munkelt, kann eine Umverteilung stattfinden. Im Licht kann alles seinen richtigen Ort, seinen Stellen-Wert finden. Wir müssen darauf bestehen und der Dreistigkeit Einhalt gebieten. Wir tun ja sogar denen, die wie ein Dieb in der Nacht Schäfchen entwendeten, einen Gefallen, wenn sie auch zetern, denn:
Niemand wird mit fremden Schäfchen glücklich. Warum aber holen sich dennoch Menschen fremde Schafe? Treiben dem Bruder oder der Schwester die Schäfchen weg, nehmen sich vom Familienkuchen viel mehr, viel mehr an Energie, als ihnen zusteht?
Warum horten Menschen Macht?
Warum horten sie Geld, während andere darben?
Wo doch das letzte Hemd keine Taschen hat …
Genau deshalb tun sie es. Das Mehr soll das Meer ersetzen.
Wofür steht das Meer?
Für das umfassende Sein. Es umfasst auch Leben und Tod. Wozu noch >mehr
Das Wasserelement steht für den Gefühlsbereich des Menschen, das Meer mithin für die Fülle wahrer Gefühle, wahren Lebens, für Selbstliebe und Nächstenliebe.
Niemand braucht in sich ein zweites Meer.
Wer keine Selbstliebe hat, hat seine Schafe nicht bei sich, er hat sie verloren. Deshalb braucht er fremde Schafe. Aber es sind nicht seine!
Die fremden Schafe stehen für dieses Mehr. Mehr haben wollen. Immer mehr.
Doch kein fremdes Schaf kann auch nur einen Tropfen der Fülle des eigenen Meeres ersetzen. Des Meeres, das für umfassendes Fühlen steht. Wir verstehen, was es bedeutet, wenn Franz Kafka von dem ´gefrorenen Meer in uns´ spricht; er spricht von seinem eigenen. Wenn wir seine Romane, Erzählungen und Parabeln lesen, verstehen wir, wie ein gefrorenes Meer sich liest.
Die Hirten in der Nacht hüten IHRE Herde!
Es ist arrogant zu glauben, Hirten seien ungebildete Leute gewesen.
Sie waren voller Kraft und Bewusstsein. Sie waren voller Selbstliebe.
In diesem Bewusstsein hätten Menschen die Liebe nicht ans Kreuz genagelt.
Hirten waren Hüter ihrer eigenen Herde und nur deshalb konnten sie zu Hütern dieser Herrlichkeit der Heiligen Nacht und zu deren Verkünder werden.
Nur wer sich selbst liebt, ist in der Lage, die wahre Liebe zu erkennen.
Nur wer seine eigene Herde weidet, zu dem kann Jesus, wie am Ende des Johannes-Evangeliums geschehen, sagen:
"Weide meine Lämmer!"
Lämmer können Worte der Herrlichkeit sein, Taten der Liebe, Gebete für den Nächsten.
Vor allem aber stehen die Lämmer, die jeder Hirte sein eigen nennt, für Selbstliebe.
Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.
Ohne Selbstliebe, ohne die eigenen Schäfchen geht das nicht!
Nur wer sich selbst liebt, steht nicht in Gefahr, die Liebe Gottes zu missbrauchen, ein Missbrauch, der nicht nur in Familien, sondern auch in den Amtskirchen immer wieder geschieht, wenn Ehre einem Menschen oder einer Gruppe von Menschen gezollt wird anstatt Gott.
Hirten konnten in der Heiligen Nacht staunen, glauben und höheres Wissen weitergeben aus obigem Grund.
Wer keine Selbstliebe hat, verheimlicht Liebe, entzieht Liebe, entzieht Freude, verheimlicht Freude.
Wer genug Liebe hat, lässt andere Anteil haben, will weitergeben, will mitteilen, will verkünden …
Wie die Hirten dies taten.
Mir geht durch den Sinn, dass wir mehr Lehrer bräuchten, die in diesem Sinne Hirten sind.
So viele Menschen, die am Heiligen Abend in der Kirche sitzen, würden keinem Hirten glauben, wenn er kommt und wie Gabriel sagt: Euch ist heute der Heiland geboren ... Was für eine Bescherung wäre das auch, wenn die Bescherung ausfallen müsste, nur weil der Heiland geboren ist ... Doch genau das ist die Wirklichkeit des einstmals christlichen Abendlandes.
Die Hirten gingen und breiteten das Wort aus, das ihnen von den Engeln gesagt ward und das sie selbst gesehen hatten; der Evangelist Johannes wird schreiben:
"Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.
Und wir sahen seine Herrlichkeit ..."

Hirten sehen diese Herrlichkeit.

Weihnachtsfreude aus Kinderhänden