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Samstag, 28. Oktober 2017

Reformationsgeschichte als Heimatkunde. Von Ohrfeigen auf der Kanzel und einem Einschussloch im Messgewand . . .

Von einem Raubritter, der Monstranzen zu Geld machte, von Kollekten, die während der Predigt gesammelt und gleich an Arme und Bedürftige verteilt wurden und warum die Frau eines Lutheraners zur Strafe des öffentlichen Steintragens verurteilt wurde, von dem Vorwurf, Kinder in deutscher Sprache zu taufen, sowie einem Heiligenholz, das zum Mittelpunkt einer Auseinandersetzung wurde:
Die Jahrzehnte, die auf Luthers 95 Thesen folgten, ließen an Turbulenzen nichts zu wünschen übrig, Handgreiflichkeiten, Gefängnisstrafen, Vertreibungen inclusive – darüber berichtet ein liebevoll gestaltetes Buch.
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Freitag, 1. November 2013

Retten wir den Konjunktiv - und mit ihm viel mehr!

Martin Luthers Bibelübersetzung war im Grunde der erste Duden Deutschlands, und die zeitnahe Aufeinanderfolge von Gutenbergs Buchdruck mittels beweglicher Lettern und der Bibelübersetzung ins Deutsche sind eine der Sternstundenzeiten unserer Kultur.
Fast ein Drittel aller lesekundigen Deutschen besaß recht schnell die damals noch nicht ganz vollständige Übersetzung der Bibel.
Der Reformationstag, der vor allem an Luthers Wirken gegen Ablasshandel und Simonie - wobei bekanntlich Ämterschacherei kein spezifisch kirchliches Phänomen ist - erinnert, ist mir Anlass, auch an die oben angesprochene Leistung des in Eisleben geborenen Theologieprofessors zu erinnern.
Einer der für mich bedeutendsten Sätze seiner so eigenwillig gekonnten, weil zugleich prägnanten Übersetzung ist jener, wie er sich in den Evangelien von Matthäus und Markus findet:

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele.

Das ist Konjunktiv II in Reinkultur  . . .

Sonntag, 11. Juli 2010

"Wie nicht aus dem Reichtum die Tugend entsteht, sondern aus der Tugend der Reichtum"


Ist dieser Gedanke so ungewöhnlich für uns geworden, dass wir einen oder zwei oder drei Momente brauchen, um zu verstehen, was der griechische Philosoph Sokrates meinte?
Ja, angesichts unserer gesellschaftlichen Realität - und mit "unserer" meine ich die der reichen Industrienationen der Erde - kommt diese Aussage fast einem Koan gleich, jener Aufgabe, die der Schüler im Zen-Buddhismus von seinem Meister erhält und zu lösen hat.

Bezüglich der Werte des Sokrates, des geistigen Vorläufers von Jesus, sind wir als ach so gebildete Europäer und Erdenbürger Schüler geworden.

Man muss nur unsere tägliche Realität ansehen. Hören wir es nicht tagtäglich in den Nachrichten, dass es uns gut geht, wenn die wirtschaftlichen Indices nach oben zeigen? Wenn die Wirtschaft brummt, zeigen sich Nachrichtensprecher sichtlich aufgehellt, Börsenexperten wirken nahezu euphorisch und die Menschen zeigen sich in bester Laune, was mittlerweile immer zugleich auch Kauflaune meint; auch Politiker, soweit sie der Regierung angehören, hängen ihr Mäntelchen in den Börsen-Wirtschaftswind, das im Zuge steigender Kaufkraft lustig flattert ... Wenn die bunten Scheine wehen ...

Glück und Geldwert scheinen nahezu identisch geworden zu sein.

Da muss dieser verschrobene Grieche kommen und schon vor 2400 Jahren gesagt haben: Aus dem Reichtum entsteht keine Tugend!

Aus der Tugend entsteht Reichtum.

Reichtum meint ein Reich-Sein an Tugend.
Das scheinen wir mittlerweile besser zu wissen.
Schließlich ist es ja auch ewig lange, ca. 500 Jahre her, dass ein gewisser Martin Luther in der Auslegung des ersten Gebotes in seinem Großen Katechismus schrieb:

"Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott"

Wenn wir begutachten, womit sich die Medien vorzugsweise beschäftigen und was unser eigenes Denken ausmacht, dann kennen wir die Götter der Moderne; wir kennen auch die unseres Innern; in der Bibel werden sie als Goldenes Kalb bezeichnet.
Jener Tanz um das Goldene Kalb hat die Menschheit damals schon das Original der 10 Gebote gekostet, denn angesichts dessen, was sein Volk tat, während er ihnen Heiliges brachte, zerbrach Mose die Tafeln, auf denen die 10 Gebote standen.
Schon damals fehlte den Menschen jegliche Wertschätzung von Heiligem, Göttlichem.
Während Mose in Kommunikation mit dem Höchsten stand, tat sein Volk genau das Gegenteil.
Ob es heute anders wäre?
Ob, wenn das Göttliche sich auf diese besondere Weise wie damals auf der Erde zeigt, die Menschen den Blick von den Börsenkursen und Vergleichbarem wegwenden könnten auf das für ihre Seele Essentielle?

Bis heute haben wir nur eine Kopie der 10 Gebote.
Es scheint, als ob es vielleicht deshalb diesen nicht gelungen ist, in die tiefen Schichten des Bewusstseins der Menschen vorzudringen.
Wie hätte auf dieser Grundlage in der Folge das große Gebot der Liebe Beachtung finden können?

So schlimm ist es doch gar nicht, höre ich sagen, wir trauern mit den Harz-IV-Empfängern um das Elterngeld, wir leisten in aller Welt Entwicklungshilfe, wir erhöhen die Ausgabe für die Bildung ...

Die Frage ist, ob das aus Berechnung geschieht oder weil unser Herz möchte, dass es möglichst vielen Menschen gut gehe ...

Nur vereinzelt gibt es diese Wunder der Liebe, beispielsweise in dieser mutigen jungen Amerikanerin Withney Johnson, die in den Townships inmitten von mit Aids infizierten Kindern im Rahmen von Ubuntu Africa hilft, deren Körper und Seele zu heilen.

Ein jeder sieht, was er im Herzen trägt.

Fast jeder weiß sich mit dem berühmten Satz von Saint-Exupéry zu schmücken, heftet sich an die Brust, dass er doch wisse, dass man wirklich nur mit dem Herzen gut sehe. Doch ist dieses Wissen, das der Fuchs dem Prinzen mitteilt, mehr als nur Poesiealbumschnickschnack - und anspruchsvoller, als die meisten wohl in Wirklichkeit wissen wollen.

Sehen wir uns an, was wir sehen, dann wissen wir, was wir im Herzen tragen und was wir in Wirklichkeit nur sehen können!

Dieser Satz - Ein jeder sieht, was er im Herzen trägt -, den wir zu Beginn von Goethes Faust in der Szene Vorspiel auf dem Theater finden, ist der Schlüssel nicht nur zum Verständnis dieses Werkes, sondern auch zur Realität unseres Lebens.
Schauen wir an, was wir so tagtäglich sehen, im Außen wie im Innen; dann wissen wir über unsere Herzensrealität und unseren wahren Reichtum Bescheid.

Klar mag man die Aussage des großen Griechen, die er im Angesicht des nahen Todes sagte, für übertrieben halten. Aber angesichts unserer Herzens-Realität und jener, die wir bei anderen glauben beobachten zu können, sind die sokratischen Worte nur zu verständlich, dass ja eben dies das größte Gut für den Menschen ist, täglich über die Tugend sich zu unterhalten und über die andern Gegenstände, über welche ihr mich reden und mich selbst und andere prüfen hört, dass aber ein Leben ohne Selbsterforschung gar nicht verdient, gelebt zu werden.

Diese Orientierung auf wahre Werte, das ist es, was auch die Bibel meint mit jenem An-Spruch:

Betet ohne Unterlass.

Es ist damit kein frommes Gesülze gemeint, sondern eine geistige Ausrichtung, die den wahren Reichtum im eigenen Innern wissen will, ganz im Sinne von Bias von Priene, einem der sieben großen Weisen des Altertums:
omnia mea mecum porto

All meinen Besitz trage ich bei mir.

In diesem Sinne können wir sagen: All unseren Besitz tragen wir in uns.

Ein geistiges Herz lässt sich nicht transplantieren. Dafür sind allein wir verantwortlich.

Samstag, 11. Oktober 2008

Auf Erden ist der Himmel himmlischer als im Himmel! Über die Hochzeit von Himmel und Erde.




Halt an, wo laufst Du hin, der Himmel ist in dir,

suchst Du ihn anderswo, Du fehlst ihn für und für.

So hat schon Angelus Silesius in seinem Cherubinischen Wandersmann gedichtet, und er hatte Recht. Schließlich heißt es in der Bibel sinnentsprechend:

Das Königreich der Himmel ist in euch.

Im Grunde bedeutet das doch, dass immer da, wo ein Mensch geht und steht, auch der Himmel auf Erden ist.

Was wir wissen:
Da ist er nur als Möglichkeit. Wie schön, wenn es in der Realität bald 7 Milliarden Himmel auf der Erde gäbe.

So ist es also nicht. Aber die Option ist da. Eigentlich hat die Schöpfung es so vorgesehen.

Vater unser, der Du bist in den Himmeln ...
Deshalb spricht das Vater unser von den Himmeln, nicht, wie Luther sinnentstellend übersetzte: ... der Du bist im Himmel.
Korrekt übersetzt ist von tois ouranoís, von d e n Himmeln die Rede.

Kein Wunder, denn Gott ist in jedem Menschen, also in jedem seiner Himmel, die in den Menschen sind.

Man ahnt, wie weit es mit der Erde gekommen ist, wie sie leiden muss, denn von diesen Himmeln spüren wir wenig, spürt sie wenig. Statt Himmeln trägt sie alle Schattierungen der Höllen.

Hölle: Das ist ja ein Bewusstseinszustand. Genauso, wie das Paradies oder der Himmel.
Viele wollen diese lokalisieren.
Doch: Sie sind da, wo wir sind.
Manche denken: Oh, das Paradies, wie langweilig, ein Mann, eine Frau, ein Apfelbaum ...

Ist, selbst wenn wir das Paradies, den Himmel einen Moment lang leben können: Ist das langweilig?

Bei Gott nicht!

In Gott schon gar nicht!

In Bezug auf ihre selbstgemachten Höllen sind die Menschen ohne Ende phantasievoll und schaffen sie jeden Moment neu und jedesmal so einfallsreich anders.

Nur in Bezug auf den Himmel haben sie so eindimensionale Vorstellungen. Das ist bezeichnend und wirft die Frage auf:
Warum führen gerade die Himmel in den Menschen solch ein Aschenputteldasein?
Mit diesem Bewusstsein haben wir mit Sicherheit unsere kosmische Reise nicht angetreten. Nunmehr geht es um die Rückkehr der Könige und vieles, vieles mehr.

Leider ist Luther an all dem nicht ganz unbeteiligt, denn des Öfteren, wo in der Bibel von den Himmeln die Rede ist, hat er diese im Singular, in der Einzahl übersetzt.
Gehen wir daran, einfallsreich in Bezug auf das Kreieren von Himmelsvorstellungen zu werden, damit sie in uns zu Wirklichkeiten werden können, um einen Bogen, den Regenbogen zwischen Himmel und Erde zu spannen.














Die Aussicht besteht, dass wir den Himmel tatsächlich leben, und das geschieht vielleicht öfters, als man denkt, immer dann, wenn ein Mensch wahrhaft liebt, sei es, dass er sich selbst liebt, sei es, dass er einen Nächsten liebt.
Immer dann ist der Himmel auf Erden.
Dann geschieht, was in der Mythologie die Hochzeit von Himmel und Erde genannt wird.


Die Hochzeit von Himmel und Erde geschieht im Menschen.
Wo sonst?

Samstag, 7. Juni 2008

Wo bleibt die Liebe, Martin Luther?

Äsop lebte im 6. Jhdt., also nicht lange vor Sokrates, der einen ähnlichen Tod erleiden sollte wie Ersterer.
Äsop war ein griechischer Sklave und soll mit seinen Fabeln den Zorn der Mitbewohner von Delphi erregt haben. Er wurde zum Tode verurteilt und von einem Felsen gestürzt. Der erste Übersetzer der Äsopschen Fabeln ins Deutsche hat dies vor ca. 500 Jahren illustriert, wie oben zu sehen.
Im Folgenden eine der schönsten und zugleich tragischen Fabeln von jenem faszinierenden Sklaven:

Als die Tiere noch alle die gleiche Sprache rede­ten, gewann eine Maus einen Frosch lieb. Da­her lud sie ihn zum Mahle und führte ihn in die Vorratskammer eines Reichen. Da gab es Brot, Käse, Honig, Feigen und alle ändern Leckerbis­sen. „Nun iss nach Herzenslust, lieber Frosch", sagte die Maus. Der ließ sich das nicht zweimal sagen und alle beide schwelgten in auserlese­nen Genüssen. Dann sagte der Frosch: „Nun komm auch einmal zu mir, liebe Maus, und mäste dich an meinen Schätzen! Damit du aber bei deiner Reise durchs Wasser keine Angst bekommst, will ich deinen Fuß an meinen anbin­den." Das tat er auch und sprang in den Teich, wobei er die Maus gefesselt mit sich zog. Als diese nun merkte, dass sie ertrinken musste, sprach sie: „Ich werde von dir getötet werden, aber von einem Stärkeren werde ich gerächt werden." So starb sie. Aber wie sie noch auf dem Wasser dahintrieb, flog ein Habicht über den Teich. Der sah die Maus, schoss herab und er­griff sie und zugleich mit ihr den Frosch. Und er verschlang sie beide.

Unabhängig von aller Lehre, die in dieser Fabel stecken mag: Was mich beeindruckt, ist die Liebe der Maus; sie gewann den Frosch richtig lieb und öffnet ihm ihre Schatzkammer; das tut man, wenn man wirklich liebt. Für die Maus ist es gleichsam ihr Innerstes.
Und sie wünscht dem Frosch: Iss nach Herzenslust.
Man spürt es auf Schritt und Tritt, in allen Buchstaben: Mit Herzens-Lust liebt die Maus den Frosch.
Bei allem Schrecklichen, was dann geschieht:
Dass eine Maus so lieben kann, das fand und finde ich wunderschön.
Nun kommt Martin Luther und ein weit verbreitetets Schulbuch für Schüler der 6. Klasse schreibt, was man gewöhnlich schreibt, wenn man auf Luther hinweist: Luther (1483-1546), der Begründer der evangelischen Kirche, lebte in Wittenberg. Um seine Vorstellungen von einem neuen Christen­tum im Volk zu verbreiten, schrieb Luther Lieder, die im Gottesdienst oder zu Hause gesungen werden konnten (z.B. „Vom Himmel hoch, da komm ich her"). Er übersetzte die Bibel ins Deutsche und schrieb eini­ge Fabeln Äsops für die Menschen seiner Zeit um. Dazu gehört auch die Fabel „Vom Frosch und der Maus":

Eine Maus wollte über ein Wasser und konnte nicht und bat einen Frosch um Rat und Hilfe. Der Frosch war hinterlistig und sagte zu der Maus: „Binde deinen Fuß an meinen Fuß. Dann will ich schwimmen und dich hinüberziehen." Als sie aber in das Wasser kamen, tauchte der Frosch unter und wollte die Maus ertränken. Während sich die Maus wehrt und abmüht, fliegt ein Weihe vorbei, schnappt die Maus und zieht den Frosch mit und frisst sie beide. Lehre: Überlege dir, mit wem du dich einlässt. Die Welt ist voller Falschheit und Untreue. Denn wenn ein Freund den anderen übervor­teilen kann, tut er es. Aber mit Treulosigkeit schadet man sich selbst, so wie es dem Frosche geschehen ist.

Was macht Luther?
* Für mich lässt er das Schönste der Äsop-Fabel weg: die Liebe der Maus!
Warum?
Ausgerechnet jemand, der "seine Vorstellungen von einem neuen Christentum im Volk" verbreiten möchte, lässt die Liebe weg. –
Ehrlich gesagt: Das hat mich total irritiert.
* Wenn die Welt voller Falschheit und Untreue ist, müsste sich Luther nicht auch selbst dazu rechnen?
* Meine Klasse war irritiert, dass sie voller Falschheit und Untreue sein sollte.
* Und was ist das für ein entsetzlicher Virus, den Luther in die Seelen der Menschen pflanzt:
> Wenn ein Freund den anderen übervor­teilen kann, tut er es. <
* Irritiert hat mich auch, dass zwar ein lustiges Bild in jenem Schulbuch neben der Fabel zu sehen war, aber nichts darauf hinwies, wie fragwürdig Luthers Fabelversion ist. Wie schnell hat sich solch ein Virus für ein Leben lang in einer Kinderseele verhakt!
Wie heißt es in Goethes Faust: Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust …
Jener Mann, der solch ein gewaltiges Lied wie Ein feste Burg ist unser Gott schreiben konnte, konnte auch so schmählich das Wunder der Liebe verleugnen und der Freundschaft …

Donnerstag, 3. Januar 2008

Yin und Yang des Seins

Zunächst möchte ich alle linkshirnigen Leser , also all diejenigen im Grunde, welche die traditionelle Schulausbildung genossen haben, bitten, vorsichtig weiterzulesen, da die folgenden Informationen nur unter Zuhilfenahme der rechten Gehirnhälfte verarbeitet werden können. Wer also nicht mehr staunen und sich wundern kann, wer lieber Stockwerke zählt als ein Haus als Ganzes anzusehen, wer bei sich Details wahrnimmt, aber nie sein gesamtes Format und die wirkliche Größe, und wer grundsätzlich bei Mystischem (gehirn-)kollabiert, sollte der Gesundheit seines corpus callosum zuliebe, das die linke und die rechte Gehirnhälfte verbindet, vorsichtig und zugleich sorgfältig weiterlesen.
Obiges Bild manifestiert die Wortenergie Danke in Form eines Wasserkristalls (bitte anklicken) ; dieses und alle Wasserkristallbilder im Folgenden sind mit freundlicher Genehmigung des Verlages entnommen: M. Emoto, Die Botschaft des Wassers, Bd.I, Koha-Verlag, Burgrain 2002
Der nebenstehend fotografierte Wasserkristall manifestiert die Wortenergie Dummkopf auf Englisch. Dabei wurden über Nacht die Worte you fool auf eine Wasserflasche geklebt.
Bei blockiertem Durchgang des corpus callosum, was bei Linkshirnigen, also sehr verstandesorientierten Menschen besonders gern der Fall ist - wobei das Ausmaß der Blockade variiert -, schlägt gegebenenfalls die Wahrheit der Information wie ein Dampfhammer gegen die geschlossene Tür der auch Balken genannten Verbindung der beiden Gehirnhemisphären.
Wir möchten empfehlen, nicht vorschnell ein Urteil zu fällen, denn Urteile teilen, sie trennen uns von den Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte, welche die Aufgabe übernimmt, was wir aufnehmen, in ein großes Ganzes einzuordnen.
Einige Leser werden Masaru Emoto und seine Wasserkristallexperimente kennen; vorsichtshalber fasse ich das Wirken des mittlerweile weltbekannten Japaners kurz zusammen:
Emoto entwickelte ein Verfahren, mittels welchen er Wasserkristalle sichtbar machen konnte (Bild: Wasserkristall der Quelle von Lourdes). Er gefror Wasser tropfenweise ein und fotografierte in 200-500facher Vergrößerung die kristallinen Strukturen. Nun gleicht bei Wasser auch aus derselben Quelle kein Kristall dem anderen, allerdings lassen sich charakteristische Tendenzen erkennen.Emotos Experimente und Ergebnisse werden zum Teil stark angezweifelt, was kein Wunder ist, denn Wissenschaftlichkeit wird definiert dadurch, dass sich ein Versuch unter denselben Bedingungen mit dem gleichen Ergebnis wiederholen lassen können muss. Das ist bei Wasserkristallen nun einmal schwer möglich, zumal womöglich jeder anwesende Mensch auf das Wasser einwirkt, ein Einfluss, den Quantenphysiker hinsichtlich des Aufbaues von Experimenten schon lange nicht mehr abstreiten.

Bild: Regenwasserkristall, Zentrum Tokios
Wer sich im Übrigen noch erinnert, wie lange Akupressur und Akupunktur im Westen verteufelt wurden, genauso wie der Einfluss von Musik auf Pflanzen, wundert sich nicht über den heftigen Widerstand.
Letzterer also muss nicht weiter stören, nicht verunsichern - im Gegenteil.
Auch nach Kopernikus hat es noch viele Jahrzehnte gedauert, bis die meisten der Menschen überzeugt waren, dass wirklich die Sonne nicht untergeht, sondern die Erde sich bewegt.
Manche haben das heute noch nicht begriffen.
Desgleichen existiert eigentlich die Mauer zwischen Ost und West nicht mehr, aber in den Köpfen von nicht wenigen ist sie mehr denn je vorhanden.
Ist sie also da oder nicht?
Radiowellen und Röntgenstrahlen gibt es übrigens schon seit Ewigkeiten. Aber es gibt tatsächlich Menschen, die glauben, sie seien zusammen mit dem Radio- und dem Röntgenapparat erfunden worden.
Soweit zu dem Argument, Masaru Emotos Forschungen seien wissenschaftlich nicht haltbar, da nicht beweiskräftig. - Was er erforscht, gibt es schon lange.
Aber auch als die erste Eisenbahn über Land tuckerte, fürchteten nicht wenige, dass man bei dieser horrenden Geschwindigkeit verrückt werden müsse ...
Kolumbus hätte im Übrigen nach Ansicht vieler am Horizont die Erde runterfallen müssen ...
... gut, dass es keine Inquisition mehr gibt ...
... später sind dann alle begeistert ...
... keiner will´s gewesen sein ...
... klasse, dass es trotzdem immer wieder Menschen gibt, die das Rad vorwärts drehen ...
Vorwärts zu Masaru Emoto.
In die esoterische Ecke wurde er vollends ge(d)rückt, als er Ergebnisse vorwies, wie Wortenergien sich auswirken, indem über das Schriftbild des Wortes Informationen an das Wasser weitergegeben werden (siehe Bilder ganz oben) und wie Musik auf Wasser sich auswirkt.

Nebenstehendes Bild rechts: Heavy metal.
Links darunter: Air auf der G-Saite - Bachs berühmtes Violinstück); dieses und alle obigen Wasserkristallbilder sind entnommen: M. Emoto, Die Botschaft des Wassers, Bd.I, Koha-Verlag, Burgrain 2002
Klar, dass viele diese Ergebnisse schon allein deshalb nicht wahrhaben wollen, wo doch der Mensch zu über 70 Prozent aus Wasser besteht und z.B. viele Pflanzen, die wir essen, auch. Wenn sie und wir tatsächlich Informationen in dem Maße aufnehmen, wie Emoto es dokumentiert, könnte der ein oder andere darüber ins Grübeln kommen, ob nicht einer der größten Umweltverschmutzer, was seinen häuslichen Kosmos und sein körpereigenes Wasserreservoir betrifft, er selbst samt seinen Wort- und Gedankenenergien ist … Nur ärgerlich, dass man Liebe nicht kaufen kann :-( … mit was also das Wasser energetisieren, wenn sich im ganzen Haus inclusive eigenem Körper - von der Seele ganz zu schweigen - keine Liebe findet :-((
Gut, dass die Wortenergie >Liebe< überall wirkt, in jedem Haushalt, unabhängig davon, ob jemand Liebe liebt oder nicht - Liebe ist vollkommen ...
In jeder Vollkommenheit ist Yin und Yang angelegt. In unserer Welt und unserem Leben zeigt sich das als die uns bekannten polaren Strukturen wie männlich und weiblich, oben und unten, innen und außen, links und rechts, göttlich und menschlich. Doch gerade an letzterem Beispiel wird deutlich, wie sehr diese scheinbaren Gegensätze eigentlich nur eine Offenbarung der Einheit sind, denn der Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen. Er ist seiner Natur nach ein göttliches Wesen, ein Kind Gottes.
Bedauerlicherweise hat Luther die Bibel nicht immer angemessen übersetzt, weil ihm manche Vorstellungen einfach fremd waren, z.B. das Wesen von Yin und Yang. Deshalb kommt es, dass er übersetzt, dass in der 1. Schöpfungsgeschichte Gott den Menschen nach seinem Bild schuf, und nun übersetzt Luther: "... und schuf sie, ein Mann und eine Frau." Tatsächlich steht im Hebräischen kein und, wiewohl das Hebräische die Konjunktion "und" kennt. Luther hätte eigentlich übersetzen müssen: "... und schuf sie, MannFrau" oder, was das Hebräische auch zulässt: "... und schuf sie männlichweiblich."
Es gibt nun einmal keinen Herrn Gott und keine Frau Gott. - Gott ist Eins.
Gott ist meines Erachtens in sich männlich-weiblich zugleich, wenn auch die monotheistischen Religionen diesen weiblichen Teil Gottes unterschlagen haben, weshalb sie sich auch im Verlauf der Menschheitsgeschichte so richtig männlich doof bekämpft haben.
Jedenfalls: Der Mensch, nach Gott geschaffen, ist ein männlich-weibliches Wesen, und erst im Laufe der Zeit entwickelt sich, was wir heute kennen. Doch auch heute wissen wir, dass jeder Mann seine Anima, seinen weiblichen Teil hat (manchmal ziemlich verkümmert), und jede Frau ihren Animus, ihren männlichen Teil, jene Energie also, mit der sie im Leben steht und handelt; im Grunde sollte auch heute der Mensch männlich-weiblich zugleich sein. Dass Gott männlich-weiblich zugleich ist, macht auch die 2. Schöpfungsgeschichte deutlich, in der Gott den Menschen aus einem Erdenkloß erschafft - wir werden hier also Zeugen der physischen Schöpfung des Menschen, die uns besagt, dass wir aus den Stoffen unserer Erde sind, weshalb sie unsere Mutter ist und uns heilig sein sollte.
Adam aber bedeutet übersetzt nicht "Mann", sondern "Mensch".
Und auch Adam hatte als Mensch beides in sich, das Männliche und das Weibliche, sonst hätte Gott nicht Eva als Teil - als Rippe übersetzt Luther - herausnehmen können.
Auch Adam war urprünglich also männlich-weiblich.
Dieses universale Prinzip von Yin und Yang zieht sich wie ein roter Faden durch die Heilgen Bücher und Dokumente, beispielsweise auch die Tabula Smaragdina, in deren zweitem Satz es heißt:

Dasjenige, welches unten ist, ist gleich demjenigen, welches oben ist:
Und dasjenige, welches oben ist, ist gleich demjenigen,
welches unten ist,
um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.

Wie sehr die Menschen Schwierigkeiten haben, das Vollkommene zu erfassen, hat Matthias Claudius gewusst und auf unnachahmlich schlichte und doch sinnhafte Weise in einer Strophe seines Abendliedes zum Ausdruck gebracht, indem er schrieb:


Seht ihr den Mond dort stehen,
er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen
die wir getrost belachen,
weil unsere Augen sie nicht sehen.

Wir kennen dieses Prinzip von oben und unten der Tabula Smaragdina aus dem Biblischen "wie im Himmel so auf Erden".(Bild: "Die Sinnes-Lemniskate; www.wbu-qe.de)Wir Menschen neigen dazu, die Dinge nur halb zu sehen, nur das Unten z.B., nur unser Leben auf der Erde.
Doch es gibt mehr, den Himmel über uns, der ja zugleich in uns ist.
Beides zusammen ist das Wunderwerk eines einzigen Dinges.