Seiten

Posts mit dem Label Kosmos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kosmos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 23. Juli 2026

🌟 "Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe / so müd geworden ..." – Die Zeit unseres Panther-Daseins ist vorbei! – Warum Rilkes "Der Panther" dennoch uns in Erinnerung bleiben darf.

Es gibt im Rahmen eines literarischen Werkes kaum ein Bild, dass in nuce so eindrücklich die Gefangenschaft der menschlichen Seele durch dunkle Mächte in der Vergangenheit darstellt, wie Rilkes Gedicht "Der Panther“:

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein. 

 

Tatsächlich gab es für die allermeisten Menschen hinter ihren Stäben keine Welt, keine kosmische Welt; ihre mentale Begrenztheit war perfekt und ist es immer noch heute für viele. Natürlich haben Christen, Buddhisten und Angehörige anderer Religionen an einen Himmel und ein Jenseits geglaubt, aber dieser Glaube war und ist sehr oft sehr abstrakt und berücksichtigt nicht - und will das auch kirchlicherseits nicht -, dass Planeten, unsere Galaxie, ja Millionen Galaxien bewohnt sind und es Milliarden von Sternenvölker gibt. Für die allermeisten Christen beispielsweise war und ist das keinen Gedanken wert, ja fast gotteslästerlich. Der Mensch war die Krone der Schöpfung Gottes und weitere Kronen gab und gibt es nicht. Natürlich durfte es Engel, Erzengel und weitere Engelhierarchien geben, dass aber, seit es Menschen auf der Erde gibt, dunkle und lichte Sternenvölker nicht nur im Kosmos, sondern auch im Inneren der Erde und unter den Menschen weilten: dieses Bewusstsein vereitelte vor allem die Kirche genauso wie andere Religionen. Sie nutzten die Kraft der Rituale.

Im vierten Band ihrer "Lichtbotschaften von den Plejaden" schreibt Pavlina Klemm:
Durch das Wiederholen von ´Gebeten´ haben sie um die ganze Erdkugel herum riesige negative energetische Strukturen erzeugt, an die sich Milliarden von Menschen angebunden haben. Mit jedem Gebet, das die Menschen wiederholen, geben sie diesen riesigen Strukturen neue Kraft. Und gleichzeitig werden sie immer stärker mit ihnen verbunden.
Auf diese Weise haben die Kirchen unzählige Menschen an sich gebunden. Mit wiederholten Ritualen verstärkten sie kraft der Gedanken ihre selbstsüchtigen Wünsche. Sie wussten, dass sie mithilfe des Kollektivs und auch durch das wiederholte Denken und durch wiederholte Worte diese paralysierende Kraft erzielen können.
(Anmerken möchte ich, dass aufgrund der Dynamik der menschlichen Entwicklung die von der Kirche missbrauchten Worte wie "Christus" und "Amen" von der Lichtwelt gereinigt, von den negativen Energien der Kirchen befreit und in die göttliche Ordnung zurückgebracht werden konnten; dies gilt auch für kirchliche Personen und Gebäude.)

Doch es sind nicht nur die Kirchen, sondern einzelne Menschen auf unserer Erde, die ihren Besitz und ihre Macht dazu missbrauchen, den Planeten Erde mehr oder weniger zu beherrschen. Die Plejader lassen uns in Band 6 von Pavlina Klemms "Lichtbotschaften der Plejader" dazu wissen:
Sie stellen den Menschen keine Informationen über das Leben auf benachbarten Planeten zur Verfügung. Sie stellen keine Informationen darüber zur Verfügung, dass sie selbst schon längst auf Nachbarplaneten reisen und mit benachbarten Zivilisationen in Verbindung stehen. Sie treffen sich mit dunklen Zivilisationen. Sie halten die menschliche Gesellschaft am Boden und sorgen dafür, dass ihr eure Kenntnisse über die Nachbarwelten nicht erweitert.
In einem zum Teil leider inhaltlich etwas wirren Video weist Charlene Manca in ihrem Gespräch mit Matthias Langwasser auf die Existenz einer solchen Dependance im Inneren des Mars hin, bevölkert vor allem von Amerikanern, Russen und auch Deutschen (Link s. unten).
Diese Machtpersonen wissen, dass die Menschen, wenn sie solche Kenntnisse besäßen, neue gedankliche Bewusstseinsfelder erschaffen würden, morphogenetische Felder, die sich über den ganzen Planeten verbreiten, so dass jeder Mensch die Möglichkeit hätte, sich daran anzubinden, wenn er seine Umgebung zu erforschen beginnt. Deshalb haben sie den Zugang zu den Gesamtinformation lieber begrenzt, damit sich das menschliche Individuum nicht entwickeln kann und die Hoffnung in sich begräbt, dass außerirdische Völker existieren, die Zuneigung und Liebe für die Menschen empfinden. (...) Die menschliche Gesellschaft ertrinkt buchstäblich in überfüllten Städten. Die Menschen können zwar mit Hilfe von Flugzeugen auf andere Kontinente der Erde reisen, aber sie haben keine Ahnung, dass das Reisen auf andere Planeten und das Besuchen freundlich gesinnter außerirdischer Zivilisationen für die anderen außerirdischen Zivilisationen vollkommen normal ist.
Für Leserinnen und Leser, die davon zum ersten Mal hören, klingt alles sehr unwahrscheinlich und science-fiction-mäßig, die Plejader aber informieren darüber schon seit Jahren. Lange werden gewisse Milliardäre nicht mehr den Deckel auf diesem Wissen halten können. Auch die Macht der dunklen Mächte ist zunehmend eingeschränkt, ja gebannt. Dies hängt damit zusammen, dass doch mehr Menschen, als viele annehmen, sich – wenn auch oft unbewusst – dem göttlichen Licht gegenüber geöffnet haben. Da sollten auch der Ukraine-Krieg, die Iran-Krise und die Tatsache, dass ein alter, seniler Mann mit Hilfe seines Amtes ein Land dazu missbraucht, seinen Narzissmus auf exzentrischste Weise auszuleben, nicht irritieren. Es sind Rückzugsgefechte der dunklen Kräfte, die bekanntlich seit über 5000 Jahren die Erde in reptiloider Gefangenschaft gehalten haben und Menschen, die ihnen - zum Teil ohne dass diesen das bewusst ist - gefügig sind, dazu benutzen, ihr Unwesen zu treiben. Diese Zeit ist, so lassen die Plejader verlauten, unumkehrbar vorbei, wenn auch die Rückzugsgefechte verdeutlichen, welch gewaltige dunkle Energie hinter allem stand und noch eine Weile steht.
Es ist bezeichnend, dass Rainer Maria Rilke im dritten Vers der ersten Strophe – "Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe“ - den Konjunktiv II, den Irrealis, verwendet. Rilke deutet damit an für den, der es zu verstehen vermag, dass es diese Stäbe - die hier so unnachahmlich per Schlagreim betont werden - in einer heilen Wirklichkeit nicht gibt. Doch in der Wirklichkeit von Menschen, die ein Pantherleben leben, gibt es sie und ihr Vorhandensein ist so dominierend, dass diese Stäbe sich gar schon verselbständigt haben: nicht der Panther scheint zu gehen, die Stäbe gehen vorüber, in schier endloser Zahl ...
Bilder sind in gewisser Weise irreal, sie sind keine Wirklichkeit. Wahre Wirklichkeit hört im Herzen nicht auf zu sein. Sie nährt das Herz, macht es stark und stärker. Die dritte Strophe macht das ganze Dilemma eines Panther-Lebens deutlich, darüber kann auch die geniale Metapher vom "Vorhang der Pupille" nicht hinwegtäuschen; sie ist ein Abgesang auf wahres Leben; das wahre Leben und ein großer Wille, der doch jedem Menschen zur Verfügung stünde, ist betäubt.
Aber die Zeit der Narkotisierung ist vorüber.
Rilke litt unter dieser Narkotisierung, Er litt unter einer seelisch absolut labilen Mutter, die sich ihm entzog, so dass er ein Leben lang im Grunde nach dem Urmütterlichen suchte und es kein Zufall ist, dass er ein Leben lang Mariendarstellungen aufsuchte, wo er nur konnte. Das Ungleichgewicht zwischen seiner weiblichen und männlichen Seite war jedoch eklatant, auch deshalb vermochte er es nicht, Welt - sein reales irdisches Leben also - und Kunst in Übereinstimmung zu bringen. Damit hängt auch sein verstörendes Verhalten seiner Tochter Ruth gegenüber zusammen und es mag kein Zufall sein, dass sie sich das Leben nahm.
Rilkes Leben war geprägt von der Sehnsucht nach der Welt vor den Stäben, von der er zutiefst überzeugt war, sie aber nicht mit seinem Leben verbinden konnte. Damals waren die Kräfte noch zu stark, deren Machtende wir nun erleben dürfen. Dafür dürfen wir unendlich dankbar sein und den kosmischen Kräften danken, dass sie uns nicht im Stich ließen, Kräften, die wir im Übrigen auf unserer Erde auch in dem Reich der Delfine und Wale finden, die der Menschheit so wertvolle Dienste leisten.
Rilkes Gedicht, das er unter dem Einfluss Auguste Rodins schrieb und das 1902 nach einem Besuch im Jardin des Plantes in Paris entstand, mag uns zukünftig daran erinnern, wie sehr diese Stäbe unsere Existenz einst dominierten und mag uns zugleich ein Verständnis für die Menschen haben lassen, die von deren scheinbarer Wirklichkeit noch gefangen gehalten werden.

PS
Hier noch der Link zum Video von Charlene Manca ("Überlebende packt aus: Unfassbares geschieht täglich")



Mittwoch, 21. Mai 2025

Wegweiser der Erkenntnis, des Mitgefühls und der Weisheit sein! - Was zur Zeit geschieht:

Es ist prophezeit, dass die B´nai Or, die Söhne des Lichts, „über den Nationen der Welt erscheinen werden und damit eine neue Phase des Engagements zwischen der menschlichen Evolution und Aspekten einer höheren Evolution ankündigen werden. Das passiert heute.“

Die B´nai Or sind Engelwesen, die als Engelsbruderschaften unter der Führung der B´nai Elohim, den Söhnen ( = B´nai) der Schöpfergötter, auch als Paradiessöhne bezeichnet, wirken; sie, die B´nai Or, können sich gegebenenfalls auch physisch verkörpern.

Oben zitierte Aussage - und das gilt auch für die folgenden - findet sich in der Einleitung zu „Die 72 Lebendigen Göttlichen Namen des Allerhöchsten“ und es heißt dort weiter:

„Wir glauben, dass dies die Zeit einer Raum-Zeit-Überlappung mit kosmischen Kulturen ist. Das erfordert, dass die menschliche Rasse auf außergewöhnliche Erfahrungen und den Kontakt mit höheren Welten vorbereitet ist.“

Raum-Zeit-Überlappung bedeutet, dass sich unsere Raum-Zeit-Linie, unter deren Bedingung wir auf der Erde leben, mit Raum-Zeit-Linien von kosmisch höheren Evolutionen überlagern, überschneiden, oder sagen wir einfach, ihnen begegnet, was zu bewirken vermag, dass wir - manchmal bewusst, bisweilen halbbewusst oder unbewusst - uns aufgefordert fühlen, gedankliche Grenzen zu sprengen, neue Gedankenformen aufzunehmen und zu übernehmen, was zur Folge hat, dass mehr und mehr Menschen ihre bisherige Welt, die Welt der dreidimensionalen Matrix, auf einmal wie ein Zuschauer, der im Zuschauerraum sitzt und auf die Theaterbühne schaut, als Schauspiel erleben und erkennen, dass da gewisse Kräfte über Jahrhunderte hin eine gigantische Inszenierung ablaufen ließen, ermöglicht dadurch, dass es ihnen gelungen war, die Menschen von ihrem kosmischen Ursprung abzukoppeln.
Für manche bedeutet das eine völlig neue Kosmologie, für andere ist es die Bestätigung uralter Weisheit, die anerkennt, dass es eine höhere Evolution und einen göttlichen Geist hinter den kosmogonischen Kräften gibt, die unserem derzeitigen Verständnis verschlossen sind. Die alten biblischen Lehren sprechen von der Existenz höherer Kräfte, die die B´nai Elohim, die Söhne Gottes genannt werden. Dieses Buch [gemeint ist „Die 72 Lebendigen Göttlichen Namen des Allerhöchsten“] weist gleichermaßen auf die Tatsache hin, dass es wesentliche Unterschiede zwischen den ultraterrestrischen Engelsmächten, welche direkt mit dem Allerhöchsten arbeiten, und den extraterrestrischen Intelligenzen gibt. Diese außerirdischen Lebensformen stehen zum größten Teil unter dem Einfluss lokaler Intelligenzhierarchien, von denen einige außerhalb des Göttlichen Gesetzes operieren und die Mehrzahl unter der Illusion steht, höchstes Wissen und letzte Weisheit zu besitzen. Das verhindert dann die Bildung einer größeren göttlichen Familie im Universum. Daher müssen wir zuerst lernen, wie wir diesen Formen außer-solarer Intelligenz aus dem Wege gehen können, die bestrebt sind, eine rücksichtslose Entwurzelung, Desorientierung über unsere ethischen Werte und Bedeutungslosigkeit in der tragenden Natur humaner und trans-humaner Partnerschaft herbeizuführen, welche eigentlich in harmonischem Gewahrsein bestehen sollte. Aus diesem Grund sind die Namen Gottes gegeben, damit du dich in Gebet und Meditation versenken kannst und nicht nach den lokalen Intelligenzebenen greifst, sondern direkt zur Quelle gehst.
(…) Um über die lokalen Ebene hinausgehen zu können, müssen wir ihre unvollkommenen Gedanken verwerfen und mit den reinen Gedankenformen hinter den Heiligen Namen ersetzen, indem wir sie mit Achtung und in tiefer Hingabe gebrauchen. Wir alle sind Kinder des Unendlichen, der unsere Gebete hört, wir brauchen uns Gott nur mit Liebe im Herzen und in tiefer Demut zu nähern. Wir benötigen Respekt für unsere menschlichen und übermenschlichen Brüder und Schwestern, die ebenfalls, jeder einzelne unter ihnen, von einem Aspekt des Göttlichen geschaffen wurden. Und so mögen wir alle, durch das Zeugnis jener Verfasser der Heiligen Schrift, die in den alten Sprachen der Bibel zu Hause waren, Wegweiser der Erkenntnis, des Mitgefühls und der Weisheit werden, wenn wir beten: ´Tawo Malkutecha´, ´Dein Reich komme´ zu uns durch die Gaben der Liebe, Weisheit und Einsicht!
Wir dürfen es als eine besondere Gnade ansehen, wenn wir zu diesen Wegweisern in diese neue Zeit, die auf neue Weise Erde und Kosmos wieder zusammenführt, gehören, weil wir bereit sind, das Gefängnis alter Gedankenformen zu sprengen.
Die Heiligen Göttlichen Namen zu meditieren, ist sicherlich nur eine Möglichkeit, den Zugang zum Kosmos zu öffnen und zu weiten, aber sicherlich notwendig ist es, eine Gestaltung und Sicherheit an der Hand zu haben, die uns erkennen lässt, ob wir von einer lokalen Intelligenzebene attackiert werden, die uns abziehen will von der Ebene der B´nai Or und der B´nai Elohim oder in Kontakt sind mit jenen Ebenen, die uns mit dem Vater verbinden können. Höchste Vorsicht ist geboten, denn, wie uns die Bibel wissen lässt, es treten viele falsche Propheten auf. Manchmal blitzt nur ein kleines Detail auf, das uns gesandt ist von unserem Schutzengel, anhand dessen wir erkennen können: Vorsicht, falscher Prophet, falsche Prophetin!

Beispielhaft möchte ich ein Erlebnis erzählen, das ich hatte, als ich an einem Channelling im Internet teilnahm, und der channelnden Frau sich der Engelfürst Michael zeigte mit - wie sie sagte - seinem Schwert Excalibur. Excalibur ist allerdings das Schwert von König Artus; niemals würde Michael mit dessen Schwert erscheinen. Ich schrieb damals diesen Sachverhalt in den Chat, allerdings reagierte niemand darauf. Ich aber wusste dadurch mit Sicherheit – und es bestätigte mir nur meinen Vorbehalt, den ich ohnehin gegenüber diesem Channeling hatte und überhaupt gegenüber Channelings via Internet habe -, wes Geistes Kind diese Frau war. Deshalb gilt es, jederzeit wachsam zu sein.

Auch wenn wir einer Wesenheit - ob auf physischer oder metaphysischer Ebene - begegnen, dann ist es eine Möglichkeit, sie mit einem Heiligen Göttlichen Namen, einer Heiligen Formel wie „Kodoish, Kodoish, Kodoish Adonai Tsebayoth“ (´Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr, Gott der Heerscharen´) oder dem ´Vater unser´, laut oder ggf. im Inneren gesprochen, zu konfrontieren; sie wird nicht widerstehen können.

Seien wir also vorbereitet! Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen, nachzulesen in Matthäus 25, von denen nur fünf die Ankunft des Bräutigams wirklich aktiv und bewusst erwarteten, möge uns Mahnung und Hinweis sein.

Dienstag, 20. Juni 2023

Von Gaia und einem kosmischen Klima

Seit ich die Wochensprüche Steiners für mich entdeckt habe, werden sie mir immer mehr zu einer Fund- und Schatzgrube.

So auch jener für diese Woche:
Es ist in dieser Sonnenstunde
An dir, die weise Kunde zu erkennen:
An Weltenschönheit hingegeben,
In dir dich fühlend zu durchleben:
Verlieren kann das Menschen-Ich
und finden sich im Welten-Ich.
Unter denen, die ich kenne, ist obiger ein Höhepunkt, denn in seinem Mittelpunkt steht eine coiunctio oppositorum, also die so sehr erstrebte Vereinigung der Gegensätze (wegen deren Existenz wir momentan krank, kriegerisch und was nicht noch alles sind):▫️

Offensichtlich ist es möglich, etwas hingegeben zu sein und sich selbst zugleich zu durchleben, zu erleben.

Was die Menschheit noch nicht willens zu verstehen bereit war und ist:

Es ist nicht gleichgültig, wem oder was ich mich hingebe.
Mit Bitcoin und KI wird die Erde nicht überleben.
Weltenschönheit will erkannt und sich ihr hingegeben sein (wie finden wir die Welt ... ?)

Das Entscheidende liegt darin, dass man sich finden kann, weil man sich etwas Besonderem hingibt.
Dann findet man sich nicht mehr so, wie man es vielleicht gewohnt ist, sondern man findet sich im Welten-Ich.
Auf dieser Ebene nur finden wir die Lösung unserer derzeitigen Probleme.

Darin liegt auch das Geheimnis der Liebe:
Wenn ich mich in Liebe hingebe, finde ich mich im Anderen.
Ja, in all den Anderen (so wenig sich das auch mein begrenzter Verstand im Moment vorstellen kann).

Darin auch liegt die Lösung der sozialen Frage.
Ihre Lösung liegt eben nicht in dem begrenzten Rahmen, den wir, Gewerkschaften und Politiker ihr geben:
  • Es will der Kosmos mit eingebunden sein.
  • Es geht nicht um unsere Vorstellung von Schönheit.
  • Es geht um Weltenschönheit.
  • Es geht nicht um unsere Vorstellung von Liebe.
  • Es geht um Weltenliebe.

Wir lösen unsere Probleme nicht auf der irdischen Ebene.
Wir lösen sie nur auf der kosmischen Ebene.

Unser aller Urmutter, Gaia - einst war sie einfach reines Feuer - hatte eine Beziehung zu Uranos, dem Himmel (Hesiod erzählt davon).
Auch wir, ihre Kinder, bedürfen dieser Beziehung.
Sie ist möglich, wenn wir uns auch mehrheitlich den Gedanken an sie abgewöhnt haben.

Ab sofort können wir wieder kosmisch denken, kosmisch fühlen, auch wenn wir uns wie Pennäler auf diesem Gebiet vorkommen und der ein oder andere nur darauf spöttisch reagieren kann (was er nicht weiß: es gibt ein kosmisches Klima und unser irdisches Klimaproblem lässt sich nur auf ersterer Ebene lösen ...)

PS Man sollte es nicht glauben, aber die Sommer-Sonnen-Zeit scheint eine günstige Voraussetzung für obiges Geschehen zu bieten. Gewiss, Sonne ist allein schon kosmisch, aber Uranos ist noch viel mehr ...

Sonntag, 7. Mai 2023

Die Liebessabotage überwinden

Unter Liebe versteht jeder etwas anderes, wenn er Überhaupt etwas versteht.
Um Verstehen geht es ohnehin den Menschen in der Regel in Sachen Liebe nicht.
Muss man denn in Sachen Liebe etwas verstehen? Ist sie nicht einfach ein Gefühl? Und wenn sie da ist, ist sie da, wenn nicht, nicht?

Das Dilemma der Liebe ist, dass viele Menschen ein Gefühl für, ein Gefühl von Liebe für Liebe halten. Aber Liebe ist Unmittelbares, nur stellt sie sich nicht unmittelbar ein, sondern mittelbar.
Liebe ist ein Puzzle, bestehend aus einzelnen Teilchen, die die Bibel beispielsweise „Früchte des Geistes“ nennt und Freude, Frieden, Geduld und anderes mehr damit meint, andere nennen sie Tugenden und unterscheiden Primär- und Sekundärtugenden. Eine Primärtugend soll Hilfsbereitschaft sein, eine Sekundärtugend beispielsweise Ordnungsliebe.
Aber der Kosmos ist Ordnung. Das griechische Wort Kosmos bedeutet ja übersetzt Ordnung, Schmuck. Im Kosmos hat alles seinen Wert. Er ist wie eine Wohnung, die wir bewohnen und in der sich nur Dinge befinden, die einen Sinn machen, die ich nicht vermissen kann, ohne das Entscheidendes fehlt.
Ist dann Ordnunghalten eine Sekundärtugend?
Nein. Deshalb Vorsicht mit solchen Klassifizierungen.

Voraussetzungen für Liebesfähigkeit sind die Fähigkeiten des buddhistischen Achtfachen Pfades, die Früchte des Geistes und Tugenden, die es zu benennen gilt. Eine davon ist beispielsweise das Nicht-urteilen-Müssen, das Annehmen eines Anderen ohne Vorab-Wertung - kurzum: ein Wunsch und Wille, zu verstehen; ein Vermögen, zu verstehen.

Wenn wir die Früchte- und Tugendleiter Stück für Stück uns nach oben bewegen, dann entsteht in uns zunächst etwas wie ein Gefühl für Liebe, das mehr und mehr Liebe selbst wird. Das ist etwas, was jeder nur individuell in sich wahrnehmen kann. Der Liebeskuchen in uns wächst, obwohl wir zunehmend und mehr und mehr davon essen.
Natürlich gibt es Liebe, die wir spontan empfinden, die auch eine Mutter und ein Vater haben, wenn sie ihr Kind bedingungslos lieben. Aber das ist Liebe, für die wir nichts können, die ein Geschenk des Lebens ist. Es ist die natürliche Liebe, die in allem ist, die wir auch im Anblick eines Gänseblümchens empfinden oder beim Betrachten eines Regenbogens, beim Bewundern kleiner spielender Kätzchen oder Hundebabys.

Was wir entwickeln ist die Kunst der Liebe. Liebe als bewusstes Wahrnehmen-Können von „Liebe“.
Eine Übungsmöglichkeit, sich diesem Zustand zu nähern, ist, uns vorzustellen, dass wir auf einem Pfad gehen, auf der linken Seite ist Hass, auf der rechten Seite begleitet uns Liebe.
Ist das vorstellbar, dass wir uns zwischen Hass und Liebe befinden?
Ein Versuch ist es wert.
Er ist vergleichbar dem Christusweg, der verläuft zwischen Luzifer und dem Satan (oder, wie Anthroposophen sagen würden: Ahriman).
Auf dem Weg zwischen Liebe und Hass erkennen wir möglicherweise, dass wir Luzifer für Liebe gehalten haben, dass das Licht, das wir für das göttlichen gehalten haben, das kalte Neon-Licht Luzifers war.
Luzifer ist als abgestürzter, als Beinahe-Engel viel weiser als wir. Er liebt Weisheit; er vermittelt uns Weisheit. Und viele Menschen, gerade im esoterischen Bereich, halten das hehre Gefühl von Weisheit, das er zu vermitteln vermag, für Liebe; sie, diese luziferische Weisheit fühlt sich so gut an ... wie Liebe ...

Der seit Jahrhunderten gelehrte Dualismus zwischen Himmel und Hölle ist durchschaut. Der Himmel im Rahmen dieser Dichotomie ist Luzifer, nicht Himmel bzw. Liebe. Der wirkliche Weg bleibt nicht im Dualistischen stecken. Ein Drittes ist notwendig. Und das zu erkennen, dazu erleben wir jedes Jahr Ostern - wenn wir es denn wirklich erleben …
Wenn wir in der Mitte zwischen Liebe und Hass gehen, erkennen wir, dass wir den Weg des Herzens gehen, auf dem jeder Augenblick fruchtbringend und wahrhaft tugendhaft sein kann.
Oder sagen wir kosmisch.
Himmel und Erde sind nicht mehr getrennt. Sie lassen uns ein Drittes, einen Zustand leben, den wir Liebe nennen dürfen.

Donnerstag, 9. März 2023

Für eine bewusste Weiblichkeit und Männlichkeit! - Über die Ursache des Genderns und nicht-binärer Geschlechtlichkeit.

Es ist wichtig, dem Kampf der Geschlechter, wie er sich nicht nur in den militärischen Kämpfen auf dem Erdtableau, sondern auch in den versteckten Grabenkämpfen innerhalb von Beziehungen zeigt, die Nahrung zu nehmen; denn vor allem das Männliche, wenn ihm das Weibliche nicht zur Seite steht, neigt dazu, sich zu verselbständigen - und das endet nicht selten in Mord und Totschlag. 
Der angesprochene Nahrungsentzug geschieht, wenn wir uns bewusster werden, was das Wesen des einzelnen Geschlechtes ausmacht und worin beider Sinn innerhalb der Entwicklung der Menschheit besteht. Dazu möge der Beitrag dienen.
Im gemeinsamen Zusammenwirken von Männlichem und Weiblichem besteht eine, wenn nicht DIE Option der Menschheit, Menschsein zu verwirklichen; dann geschieht, wofür sie stehen soll: für Verstehen und Miteinander.

Den folgenden Beitrag habe ich zuerst im Rahmen der fb-Gruppe Spirituelles Reifen mittels kosmischer Ebenen und heilsamer Weiblichkeit veröffentlicht. Ihn im Rahmen der EthikPost zu veröffentlichen, damit habe ich - wie dies bei Beiträgen dieser Art immer der Fall ist - gewisse Schwierigkeiten, weil er auf Wissen und notwendige Informationen zurückgreift, die vermutlich nicht sehr vielen Lesern zur Verfügung stehen.
Wenn ich ihn dennoch veröffentliche, dann deshalb, weil die Thematik meines Erachtens existentiell ist für ein friedlich-liebevolles Miteinander der Geschlechter. Der sogenannte Kampf der Geschlechter, den es in der Tat gibt, weil sich Männliches und Weibliches zu sehr verloren haben, spiegelt sich ja in den vielen weltweiten Kämpfen und auch in Kämpfen und Grabenkriegen von Beziehungen, die oft sehr versteckt ablaufen, wieder.
Ich veröffentliche den Beitrag hier, weil es denen, die an der Thematik interessiert ist, eine Möglichkeit der inhaltlichen Auseinandersetzung gibt und, wer möchte, sich mittels der weiteren unten verlinkten Informationen auf meinem Blog Wortbrunnen informieren kann. Für jene, die sich nicht angesprochen fühlen, kostet es ja nur einen Klick, weiterzugehen.

Hier nun der Beitrag:

Es gibt zwei Gründe, die mich zu diesem Beitrag veranlasst haben. Da ist zum einen ein persönlicher und ehrlicher Kommentar einer lieben Bekannten im Rahmen der fb-Gruppe "Spirituelles Reifen ..." , den ich noch einmal wiedergebe:
Gestern bei einem Geburtstag hier im Dorf hatte ich auch ganz den Eindruck, dass es eine Sache ist, die besonders Frauen sehr gut kennen.

Es sind diese Zeiten in denen man im Außen gefordert ist und man spürt richtig, wie man immer mehr ausfusselt, diese diffundierende Energie trägt einen dann immer mehr aus der eigenen Mitte.
Wenn man es rechtzeitig bemerkt reicht oft ein Innehalten und Zentrieren, an manchen Tagen gelingt das mühelos, doch es gibt auch Tage, da läuft alles aus dem Ruder, da ist es dann einiges schwieriger.
Oft beobachte ich, dass mein Sein auch das Außen mitgestaltet.
Immer wieder erstaunt es mich, dass Männer da viel weniger Probleme haben, ein profanes Beispiel ist zum Beispiel das Rasenmähen, auf jedenfall lohnenswert zu beobachten...

Mann wirft das Ding an und dann mäht er, Bahn für Bahn... bis alles gemäht ist.

Frau wenn sie das Teil überhaupt anbekommt.. stoppt immer wieder..., weil da ein Kind weint, die Nachbarin vorbeikommt oder sie irgendeine wunderschöne Blume auf der Wiese entdeckt, manchmal reicht auch schon ein Schmetterling.

Warum ist das so, was macht Frau da so anders?

Ist es ihr Geist oder Verstand, der anders tickt, ist es ihr Astralleib, ihr Ätherleib oder ihre Seele, die sich laufend verbindet
…
Ihr Kommentar hatte weitere ehrliche und persönliche Kommentare zur Folge, u.a. diesen:
Mir geht es oft so, dass wenn ich es schaffe, mit einem inneren Loslassen, ganz aufnehmend zu werden, nichts mehr zu "müssen", ich es als eine große Erleichterung empfinde, eine Art Ankommen in meiner inneren Wesens-Substanz. Das Aktive, nach Außen zielgerichtete Tätige genieße ich, wenn ich es im Männlichen wahrnehme. Es passt für mich gefühlt dort besser hin. Wenn ich es in Frauen wahrnehme, dann nehme ich diese Frauen als nicht anwesend in ihrer weiblichen Essenz wahr. Das Leben fordert jedoch von uns, dass wir beide "Pole" leben, aber das innere Gefüge sehnt sich nach dem Aufnehmen.
Diese beiden - und noch weitere Kommentare - zu finden hier > https://bit.ly/41Rv8FY - haben mich veranlasst, genauer nachzuschauen, was ich auf der spirituellen Ebene über das Weibliche und Männliche finde. Da nun gibt es u.a. „Liebe und Sexualität“ von Omraam Mikhaël Aïvanhov, wobei er inhaltlich nicht annähernd dem, was ich bei Rudolf Steiner lesen konnte, das Wasser zu reichen vermochte und ich zudem, was er über die Dualseele schreibt, für falsch halte - dazu ein andermal mehr.
Bevor ich das, was ich bei Steiner gefunden habe, zusammengefasst wiedergebe, möchte ich noch einen zweiten Grund ansprechen:

In meinem Beitrag vom 28. Februar über Daniele Gansers fatales Verstandesseelenbewusstsein hatte ich geschrieben:
ein Beispiel für ein notwendig zu bearbeitendes Thema wäre das des Genderns, da dieses wie kaum ein anderes den Weg zum Göttlichen verstellt, weil Menschen sich in dieser Zeit nur weiterentwickeln können, wenn ihnen die spirituelle Bedeutung von Männlichem und Weiblichem klar ist - das genau aber wird verhindert durch alles, was mit Gendern zusammenhängt und in der Absicht jener Kräfte steht, die dieses Thema initiiert haben und am Laufen halten.
In der Tat halte ich es für gut, wenn man sich über die Bedeutung von Männlichem und Weiblichem genauer informiert, nicht nur wegen des Genderns, sondern auch wegen der Verunsicherung, die es gibt hinsichtlich eines dritten bzw. vieler Geschlechter, zumindest aber einer nicht-binären Befindlichkeit, und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, Aspekte kennenlernen zu dürfen, die mich nach wie vor noch beeindrucken.
Die Originalzitate und genauere Informationen zu dem, was ich in der Folge von bei Rudolf Steiner Gefundenem zusammengefasst habe, finden sich auf meinem Blog Wortbrunnen (https://bit.ly/3Yz7dIt); aufgrund der dortigen Quellenangabe kann auch, wer möchte, sich das Umfeld einer Textpassage genauer ansehen, indem er in der jeweiligen GA nachliest.

der Frau stehen mehr Begriffe zur Verfügung

Hier also nun meine Zusammenfassung des mir Wichtigsten, wobei im ersten Kommentar schon ein bemerkenswerter Punkt sich angesprochen fand, als von einer diffundierenden Energie gesprochen wurde. Nach Steiner ist es so, dass der Frauenleib weniger verstandesmäßig, weniger also auf den Verstand hin konstruiert ist als der Männerleib; daher sei die Frau im allgemeinen, trotz der leichteren Beweglichkeit oder gerade wegen dieser leichteren Beweglichkeit des Verstandes, mit weiteren und zugleich mit einer größeren Zahl von Begriffen ausgestattet als der Mann, der die Dinge eher so vorbringe, dass man das Gefühl der Festigkeit habe. 
Letzteres ist durchaus beschönigend ausgedrückt; Steiner hätte wahrscheinlich auch schreiben können, dass der Mann soviel an Möglichkeiten gedanklicher Richtungen nicht zur Verfügung hat, die Dinge enger sieht und gedanklich nicht so beweglich ist (dass es unter den Männern da Unterschiede gibt, versteht sich von selbst).
Im Grunde steht dies - siehe Wortbrunnen - auch mit der Plastizität des Astralleibes von Männern und Frauen in Zusammenhang; Steiner merkt an:
Der astralische Leib hat durch das ganze Leben hindurch beim weiblichen Geschlecht eine größere Bedeutung als beim männlichen Geschlecht. Die ganze weibliche Organisation ist ja durch den astralischen Leib mehr nach dem Kosmos hin organisiert. Der astralische Leib der weiblichen Natur ist in sich differenzierter, wesentlich reicher gegliedert als der astralische Leib des Mannes, der in einer gewissen Weise ungegliederter, undifferenzierter, gröber ist.
Ausgangspunkt Lemurien

Gehen wir aber zunächst zurück, wie alles begann - bitte beachten: das allermeiste, was ich wiedergebe, ist auf Steiners „Mist“ gewachsen:

Der eingeschlechtliche Körper entstand in der Zeit Lemuriens - zeitlich dürfte diese Epoche vor 2500 Millionen von Jahren ca. begonnen und bis in etwa 70 Millionen Jahre v. Chr. gedauert haben - zugleich mit dem Austritt des Mondes aus der Erde, als die Erde und der menschliche Körper sich verhärteten und eine Doppelgeschlechtlichkeit - also von zwei Geschlechtern in einem Wesen - zunehmend unmöglich wurde; das Stoffliche siegte über das Seelische.
Die Seele ist männlich und weiblich zugleich und war bestrebt, diesen Zustand auch im Stofflichen zu verwirklichen -, was jedoch immer weniger möglich war, so dass der menschliche Leib in zwei Formen auftrat: in der männlichen verwirklichte sich das Element des Willens, in der weiblichen das Element der Vorstellung.
Die Zweigeschlechtlichkeit gab es, wie gesagt, ab der Zeit, als der Mond von außen wirkte.
Die Kraft, die die Seele in der Folge nicht mehr in den Leib aufgrund dessen Dichtigkeit ausgießen konnte, richtete sich nun nach innen und ermöglichte innere Organe, unter anderem das denkende Gehirn (wenn ich es richtig sehe, denken wir nicht in unserem Gehirn, aber dieses Organ spiegelt uns das Denken, so dass wir es wahrnehmen können).
Die Befruchtung findet, wie wir wissen, nicht mehr im Innen statt, sondern muss von außen kommen; es ist der Beginn der uns bekannten Sexualität.
Innen aber befruchtet uns nun der Geist.
Der Frauenleib drang weit weniger als der männliche in die Materie ein, blieb also auf einer geistigeren Stufe stehen; der Mann dagegen prägte eine Gestalt aus, die materieller ist als jene, die dem normalen Mittel, das sich aus beider physischer Verwirklichung ergibt, entspricht. Steiner spricht sogar von einer „unwahren Gestalt“ bzw. bezeichnet den Frauenleib als eine ins Geistige, den männlichen Leib als eine ins Materielle verzeichnete Gestalt; keine von beiden Gestalten gibt also den ursprünglich vom Geistigen vorgesehenen wahren Menschen wieder.

im Weib: Bewusstsein der drei vergangenen Erdinkarnationen

Festgehalten aber werden kann, daß das Geschlecht, das unserem unmittelbar vorangegangen ist, äußerlich-physisch nicht dem männlichen, sondern dem weiblichen Geschlecht ähnelte. Das Weib hatte, wenn man so will, ursprünglich den Mann in sich. Das ist auch der Grund, warum wir den griechischen Gott Zeus auch mit Frauenbrüsten dargestellt finden. Jedenfalls war aus Steiners Sicht das ursprüngliche Geschlecht eindeutig das weibliche.
Vor der äußeren Trennung finden wir also beide Geschlechter in einem äußerlich weiblichen Individuum.
In der Tempellegende, die Steiner der biblischen Schöpfungsgeschichte gegenüberstellt - erstere bezeichnet er als männliche Weisheit, zweitere als weibliche Opposition - schuf ein Elohim bemerkenswerter Weise zuerst Eva, mit der er sich verband; aus dieser Verbindung ging Kain hervor. Darauf schuf der Elohim Jahve/Jehova den Adam. Adam verband sich ebenfalls mit Eva und aus dieser Ehe ging Abel hervor.
Mit der geistigeren Gestalt des Weibes mag zusammenhängen, dass jenes in seinen inneren Organen die Wirkungen der früheren Erdinkarnationen spiegelt, ja enthält [für Steiner gibt es insgesamt 7 Inkarnationen der Erde, wir befinden uns in der vierten], die Inkarnationen also, wie er sie nennt, des alten Saturn, der alten Sonne und des alten Mondes - im Grunde eine gigantische kosmische Fülle. Möglich ist das durch die geringere Materialität. Auf der körperlichen Ebene mag die physische Plastizität der Frau in der Schwangerschaft damit zusammenhängen (im Schnitt vergrößert sich der Bauchumfang um fast 50 Zentimeter - mich mutet der Bauch einer Schwangeren immer kosmisch an, eine "kleine" Weltkugel).
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Worte Jahve und Eva miteinander verwandt sind und Eva als die große Erdenmutter in Jahve enthalten ist als die Summe all dessen, was durch die alte Saturn-, Sonnen- und Mondenentwicklung herübergekommen ist und die Grundlage abgibt für den heutigen physischen Leib, den Ätherleib und Astralleib des Menschen.
Ins Innere des Weibes also ist herübergetragen das Makrokosmische, so formuliert es Steiner, und wird in deren Mikrokosmos, den Mikrokosmos, als der der Mensch bezeichnet wird, aufgenommen; der Mann aber nimmt das makrokosmisch Irdische in seinen Mikrokosmos auf, das also, was die derzeitige Inkarnation der Erde ausmacht. Seine Gestalt wird uns im Übrigen über die Erdenzeit hinaus in die nächste Inkarnation der Erde, die Steiner „Jupiter“ nennt - die Offenbarung des Johannes nennt sie „Neues Jerusalem“ - führen. Steiner:
Wenn der Mensch die Kraft erlangt haben wird, daß sein Kehlkopf so weit sein wird, daß sein Wort schaffend sein wird, so daß er durch das Wort seinesgleichen hervorbringen wird, dann wird die ganze produktive Kraft übergehen auf das männliche Geschlecht. Das Mutieren (der Stimme beim jungen Mann) ist nichts anderes als der Ausdruck der alten Zusammengehörigkeit von Sprachorgan und Geschlechtsorgan. Der männliche Kehlkopf ist es aber, der sich zum Zukunftsorgan bildet.
Vorsichtshalber füge ich an, dass dies wohl in Milliarden von von Jahren der Fall sein wird.
Für uns heute gilt, dass das Männliche das Abbild des Lebens ist; was das Leben in eine gewisse Form bringt, drückt sich aus im Weiblichen; so sind Leben und Form untrennbar miteinander verbunden. 
Das Weibliche neigt im Leben dazu, sich immer mehr einzugliedern in außerirdische Prozesse; auf das Weib wirkt der Himmel. 

Abel: aktive weibliche Intuition - Kain: irdische Erkenntnis

Das männliche Wesen neigt dazu, mehr von der Erde in Anspruch genommen zu werden; das manifestiert sich auch in Kain und Abel, nicht von ungefähr bleibt der Rauch Kains auf der Erde, der Abels steigt zum Himmel. Damit zusammenhängt, dass weiblich ist, was von der Gottheit inspiriert ist; was Kain, was der Mann gibt, ist dagegen menschliche Arbeit auf dem irdischen Plan. Dazu zählen auch Künste und Wissenschaften, die dazu beigetragen haben, den Menschen frei zu machen, ihn aber auch von der Gottheit entfernt haben (sieht man einmal davon ab, dass wir auch immer wieder Kunst finden, die Wege zum Himmel weist, denken wir nur an Goethes Faust oder Raffaels Sixtinische Madonna).
Abel repräsentiert die weibliche aktive Intuition; daher ist er nicht imstande, etwas von außen aufzunehmen; er ist vom Göttlichen durchflossen, der Rauch seines Opfers steigt nach oben. Indem Kain Abel tötet, tötet männliche Erkenntnis, was durch die Götter hervorgebracht ist, was von den Göttern kommt. Hervorgebracht durch die Götter war aber auch die Fortpflanzung aus sich selbst. So musste fortan die Möglichkeit der Fortpflanzung von außen kommen.
Von dem allem erzählt die Geschichte um Kain und Abel.
Natürlich ist es wichtig, die Unterschiede zwischen Männlichem und Weiblichem zu finden, sie zu sehen, um auch auf der irdischen Ebene die Realität bewusster verstehen zu können. Zugleich sollte man sich immer bewusst sein, dass auf beides Himmel und Erde wirkt und beides auf einer tieferen Ebene untrennbar miteinander verbunden ist und ohne Wertung existiert. 
Ich bemerke zwar selten, aber doch bei der ein oder anderen Frau, dass und wie wichtig es ihr ist, die Menschen wissen zu lassen, dass das Weibliche dem Männlichen überlegen ist. 
Das ist nicht spirituell gedacht. 
Zukünftig gewinnt, wie oben angesprochen, das Männliche an Bedeutung. Aber auch das sollte man nicht mit Wertung überziehen; wo Entwicklung geschieht, müssen immer auf bestimmten Ebenen Unterschiede und unterschiedliche Phasen sein.
Aus dem bereits Angesprochenen ergibt sich auch, dass der Frauenleib weniger auf Verstand hin konstruiert ist als der Männerleib, weshalb die Frau mit einer größeren Zahl von Begriffen ausgestattet ist als der Mann, was zur Folge hat, dass innhalb dieser Bewegung die Frau eher das Gefühl des Spirituellen vermittelt - und es auch leichter aufnimmt -, wohingegen man beim Mann im Rahmen dieser gedanklichen Bewegung eher das Gefühl der Festigkeit wahrnimmt. „Aber“, so merkt Steiner an, „wenn nun beide wirklich zusammenwirken, dann wird gerade im Gemeinschaftsleben etwas außerordentlich Harmonisches herauskommen können.“

männlich-weiblich nur ein Spezialfall für eine höhere Zweiheit

Das Äußere der Frau ist natürlicher und geistiger - im Mann lebt mehr der selbständige Geist.
Die Zweiheit gehört zur Natur allen Werdens. „Erst wenn wir die Zweiheit im eigenen Leben sehen, kommen wir zum Verstehen der Welt“, formuliert Steiner; das ist auch der Grund, warum es nicht unwichtig ist, auf das Männliche und Weibliche genauer zu sehen und wie durch beides Entwicklung möglich ist. Zweiheit bedeutet beispielsweise, nicht nur zu denken: "In mir ist Göttliches“, sondern eben auch: “ich lebe im göttlichen Ich“.
Man darf nie vergessen, dass die Zweiheit des Männlich-Weiblichen nur ein Spezialfall für eine viel höhere Zweiheit ist. Das deutet sich auch dadurch an, dass der Mensch im Schlafe seine männliche und weibliche Organisation zurücklässt und in einer geistigen Welt als ein Wesen verweilt, das nichts Männliches und Weibliches mehr an sich trägt, ein geschlechtlich undifferenziertes bzw. bipolares Wesen. Wir nehmen das Geschlechtliche nicht mit hinauf in die höheren Welten; nur dürfen wir wissen, dass wir den Ursprung des Geschlechtlichen in der astralischen Welt, zu der wir Zugang haben, finden.
Zu erkennen, warum die beiden Geschlechter vorhanden sind, ermöglicht uns, in vollem Umfang nutzen zu können, warum es diese Kreation der Götter gibt. 
Ein weitergehendes Bewusstsein kann wie ein Turbo für unsere spirituelle Entwicklung sein.
Natürlich ist die Frau, die ja die kosmische Vergangenheit in sich trägt, auch wenn sie keinen Mann, der doch das Bewusstsein der Erde in sich trägt, an ihrer Seite hat, mit dem Irdischen verbunden, aber klar ist auch, dass es eine glückliche Fügung ist, wenn sich Mann und Frau miteinander verbinden, erst recht, wenn in ihnen dieses entsprechende Bewusstsein vorhanden ist. Dann vermag sich eine Fülle zu zeigen, die die ganze vergangene Entwicklungszeit des Menschen umfasst und gar nicht anders kann, als Grenzen unseres Bewusstseins zu sprengen.

der physische Leib des Menschen und sein ätherischer Leib

Beide sind aufgeteilt in Männliches und Weibliches - der ätherische Leib ist bei der Frau überwiegend männlich, beim Mann überwiegend weiblich; das Astralische ist es nicht, doch finden wir dort, wie bereits gesagt, den Ursprung der beiden Geschlechter.
Weil der Ätherleib der Frau überwiegend männlich ist, zeigt die Frau bei Eigenschaften, die vom Ätherleib abhängig sind, männliche Tugenden; das betrifft u.a. Tapferkeit, Aufopferungsfähigkeit, Liebe. - Der Ehrgeiz des Mannes erklärt sich entsprechend.
Sein Einfluss, der des Mannes also, bewirkt auch, dass die Nachkommen ein individuelles Gepräge zeigen. Das Weibliche wirkt eher in Richtung Gruppenseelenhaftigkeit (https://bit.ly/3F6zqzt). Zugleich ist die Frau in der Lage, tiefer als der Mann Erfahrungen in ihr Inneres aufzunehmen. Da ein solches tieferes Hineinarbeiten in den eigenen Organismus in Zukunft einen männlichen Organismus hervorbringt, ist ein Wechsel des Geschlechtes wahrscheinlich. Der Intellektualismus des Mannes dagegen bewirkt ein verfestigteres Gehirn und lässt ihn nicht tief aufnehmen. Damit hängt zusammen, dass er in der nächsten Inkarnation sich einen Frauenleib wählt. Das muss nicht sein, ist aber in der Tendenz so.

was wir unter „Erbsünde“ verstehen

Übrigens trat erst in der atlantischen Zeit ein, was wir als leidenschaftliche Liebe bezeichnen. Während zuvor alles, was an dem Menschen gestaltend wirkte, eine Folge der göttlich-geistigen Umgebung war, wurde es jetzt mehr eine Folge der Leidenschaften und Triebe der beiden Geschlechter, die aufeinander wirkten. Es ist mit dem Zusammenwirken der beiden Geschlechter die sinnliche Begierde verknüpft worden, die angeregt wurde durch das äußere Auge, durch das äußere Sehen des andersgeschlechtlichen Wesens. Was jetzt geschieht, ist nicht mehr im vollen Einklang mit dem göttlich-geistigen Kosmos. Das ist es, was wir unter der Erbsünde zu verstehen haben:

Die Erbsünde wird dadurch herbeigeführt, daß der Mensch in die Lage kommt, seine individuellen Erlebnisse in der physischen Welt auf seine Nachkommen zu verpflanzen. Jedesmal, wenn die Geschlechter in Leidenschaften erglühen, mischen sich in den aus der astralischen Welt herabkommenden Menschen die Ingredienzien der beiden Geschlechter hinein. Wenn sich ein Mensch inkarniert, kommt er aus dem Devachan herunter und bildet sich seine astralische Sphäre nach der Eigenart seiner Individualität. Dieser eigenen astralischen Sphäre mischt sich etwas bei aus dem, was den astralischen Leibern, den Trieben, Leidenschaften und Begierden der Eltern eigen ist.

genug Zusammenfassung

Wenn ich Dir etwas empfehlen möchte, dann lies wenigstens sechs GA-Auszüge auf Wortbrunnen (https://bit.ly/3Yz7dIt), denn obige Zusammenfassung kann nicht annähernd die Tiefe und Ernsthaftigkeit vermitteln, die in den Worten Steiners zu finden ist. Möglich auch, dass Du nach ein oder zwei Auszügen erstmal genug hast, denn in uns, sicherlich aber vor allem in Frauen, wird angesprochen, was seit dem alten Saturn geschehen ist, als wir zunächst undifferenziert und nicht annähernd als singuläres Wesen in einer Wärme-Suppe existierten. Wenn man bedenkt, dass seit dem Ende Lemuriens um die 65 Millionen an Jahren vergangen sind, dann ahnt man, was für eine weite Reise wir alle hinter uns haben, eine Reise, die unseren ganzen Respekt verdient, weil sie uns alles abverlangt und in deren Rahmen die Götter sich immer mehr zurückgenommen haben, um uns Freiheit zu ermöglichen. Wobei, was diese betrifft, wir meines Erachtens noch ziemlich am Anfang stehen.

was anfangen mit all den Informationen

Nun, zum einen geht es darum, wie wichtig ein Bewusstsein dafür ist, welche große Bedeutung dem Geschlechtlichen zukommt, denn es beeinflusste und beeinflusst doch die menschliche Entwicklung wie kaum etwas anderes.
Daraus mag sich die Erkenntnis ergeben, sich bewusster dem eigenen Geschlecht zuzuwenden, dem im Außen sichtbaren und dem unsichtbaren. Der ein oder andere mag seine Geschlechtlichkeit mehr zu schätzen lernen, denn sie ist ein Geschenk der Götter, vielleicht mag er sie sogar zu lieben lernen.
Wer solch ein Bewusstsein in die Welt trägt, trägt dazu bei, dass andere auf unbewussten Ebenen angeregt werden und ggf. sich auch bewusst der Schatztruhe zuzuwenden, in der die Bedeutung beider Geschlechter verborgen ist. Das mag auch einen offensiveren Umgang mit der Sexualität nach sich ziehen, allerdings nicht in der Form, in der sie sich in der heutigen Gesellschaft mehr und mehr präsentiert. Sexualität, wenn sie nicht krankmachen soll, steht im Dienst der Heiligung der Seele. Die Sexualität, die wir heute weitgehend erleben, ruiniert die Seele.
Indem mehr Menschen den Umgang mit dem Geschlecht als eine Aufgabe der Götter erkennen, folgen wir der Spur, die uns auf einer neuen Stufe mit dem Kosmischen verbinden wird.

Wozu diente und dient die Eingeschlechtlichkeit? 

In den zitierten Passagen auf Wortbrunnen wird deutlich, dass unser Menschsein einen urgewaltigen Schub bekommen hat durch die Geschlechtertrennung. Durch sie konnten wir ein Individuum werden, durch sie konnten wir ein Ich entwickeln, durch sie konnten wir überhaupt erst denken - und vielen wird bewusst sein, dass wir im Bereich des Denkens, das zu einem reinen, geistigen Denken sich entwickeln will (https://bit.ly/3FcVRDf), nicht ausgelernt haben.
All das, wenn wir es, wie es in der Bibel heißt, im Herzen bewegen, vermag uns viele Türen auf unserem Weg zurück ins Vaterhaus geöffnet vorfinden lassen und es vermag auch in unserem Inneren klären, warum wir, den Vater geschlechtlich wahrzunehmen, zurücklassen sollten. Das Weibliche vergeht, dem Männlichen gehört die Zukunft, weil hinter allem ein riesiger geistiger Prozess steht und wir über den Sohn zum Vater zurückgelangen mit einem unfassbar erweiterten Bewusstsein. Der Märchenheld möchte sooft den Ausgangszustand wiederherstellen. Am Ende aber steht zumeist etwas völlig Neues.
Am Ende steht das Vaterbewusstsein. Dahin kommen wir nur, wenn wir der Gottesmutter vertrauen. Deshalb mein Beitrag zu Maria und der Kraft der Madonna (https://bit.ly/3yr7GCg), deshalb auch noch ausstehende Beiträge zur Helenagestalt im Faust und den weiblichen Gestalten in den Opern Richard Wagners. Wie kaum ein anderer hat er dem verführerisch Weiblichen, das er unter anderem im „Tannhäuser“ Venus nennt und das wir unter gleichem Namen und in gleicher Bedeutung auch im „Marmorbild“ Eichendorffs finden, in der Gestalt einer Elisabeth ("Tannhäuser") oder Senta ("Der fliegende Holländer") das Weibliche gegenübergestellt, dessen Aufgabe es ist, so war Wagners tiefe Überzeugung, die Seele des Mannes zu erlösen.
Der Zugang zur eigenen Geschlechtlichkeit im Innen und Außen kann uns diesen Weg erheblich leichter gehen lassen.
Wir können in unseren physischen Leib gehen und als Mann zu unserem Ätherleib sagen: "Hallo, meine Freundin“ - als Frau, „hallo mein Freund“.
Hilfreich kann die Meditation Steiners sein zum Erlernen des Sprechens aus dem Ätherleib, damit wir ihn besser wahrnehmen lernen. Man spürt Menschen an, ob sie aus dem Ätherleib sprechen oder schlimmstenfalls auf Samuranweise (https://bit.ly/3yp53Aw).
Wer diesen Weg geht, wird vielleicht zum ersten Mal so richtig bewusst im Leben sagen:
“Ich bin ein Mann!“ -
„Ich bin eine Frau!“ -
Das kann wie eine Erlösung sein!

Je tiefer wir auf den inneren Ebenen gelangen, desto mehr verlieren Polaritäten ihre Bedeutung, auch das Männliche und Weibliche. Doch um auf diese tieferen Ebenen zu kommen, ist es - ich möchte sagen - notwendig, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Sie bestimmen doch unsere derzeitige Realität und noch die einiger zukünftiger Inkarnationen.

Gendern und nicht-binäre Identität

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum wir uns um dieses Thema kümmern sollten. Gleich zu Beginn habe ich meine Sicht auf das Gendern geäußert und finde es wichtig, sich von dieser Thematik nicht infizieren zu lassen; dabei ist nicht einmal ausschlaggebend, ob man in seiner Rede- bzw.- Schreibweise mitgendert oder nicht. Es geht um die gedankliche Einvernahme und dass wir nicht unheilsame Wirbel gedanklich verstärken.
Seien wir uns der Bedeutung des Männlichen und Weiblichen zunehmend bewusster.
Unsere Klarheit tut der Menschheit gut.
Vergleichbares gilt dem Aufkommen eines dritten oder vieler Geschlechter. Niemand wird über diese Entwicklung die Nase rümpfen, denn gerade unter Jugendlichen zeigt sich hier ja oft eine große seelische Not. Da mag bei dem ein oder anderen durchaus ein Bewusstsein mitschwingen, dass, je tiefer wir in uns gehen, desto unbedeutender das Geschlechtliche wird; es mag unbewusst eine Ahnung da sein, dass sich Männlich-Weibliches in der augenblicklichen Form auflösen wird und es mag womöglich auch ein eher unbewusster Protest sein gegen die Art und Weise des aktuellen Umgangs mit dem Männlich-Weiblichen auf der Erde, ein Umgang, der ja für die Gesundung der Seele eine Riesengefahr darstellt.
Dass mittlerweile in Pässen und Ausweisen Deutschland und Österreich ermöglichen, eine dritte Rubrik neben männlich und weiblich ankreuzen zu können, sollten wir verstehen im Rahmen einer großen Verunsicherung, die die Menschheit momentan überflutet. Auch nimmt die geistige Welt eine große Verzweiflung unter den Menschen wahr, weil derzeit frühere Sicherheiten wegbrechen: unbekannte Viren können plötzlich und unkontrolliert auftauchen, das kaputte Männliche bricht Kriege vom Zaun, Geld ist nicht mehr sicher und: wie umgehen mit solch neuen Entwicklungen wie der oben angesprochenen oder der künstlichen Intelligenz?
Sicher ist, dass die Urkräfte des Weiblichen, heißen sie Hator, Isis, Brigid, Sarasvati, Guan Yin, Lakshmi, Gaia - wie auch immer, es gibt eine fast unübersehbare Zahl dieser hohen Wesen - bereitstehen, uns zu helfen; sie tun das ohnehin, aber wir können diese großen Göttinnen auch konkret ansprechen, um Hilfe bitten, um Rat fragen.
Jedenfalls, so sehe ich das, eröffnet uns die Möglichkeit einer bewussten Sicht darauf, dass wir geschaffen sind nach dem Bilde Gottes, männlich-weiblich, den Zugang zu unserer ganzen Seele.
Leben wir also nicht nur vorwiegend eine Seite in uns, sondern lassen wir beide in uns zu Wort kommen, lassen wir sie miteinander sprechen und lauschen wir ihnen, den beiden Kundalini-Schlangen, die für männlich und weiblich in uns stehen!
Die beiden haben im Übrigen einen Humor, der uns vieles auf unserem Weg erleichtern kann.

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Warum der Mensch tatsächlich Krone der Schöpfung ist - damit verbunden: über Goethe hinausdenken ...

Liebe Leserin, lieber Leser, Facebook hat mal wieder einen Beitrag im Rahmen einer von mir dort initiierten Gruppe (https://bit.ly/3f5njZQ) zensiert, also vom Netz genommen und für den Fall erneuten Verstoßes mir Folgen bis zum Sperren meines Kontos angedroht, da ich gegen Gemeinschaftsstandards mehrfach verstoßen hätte - mir persönlich ist schleierhaft, gegen welche.
Für den ein oder anderen mögen im Folgenden die spirituellen Begrifflichkeiten und Gehalte nicht ganz nachvollziehbar sein - ich bitte in obigem Zusammenhang um Verständnis
Es folgt also der zensierte Beitrag:

>

  • Warum der Mensch wirklich Krone der Schöpfung sein und das Wirken der Hierarchien krönen könnte
  • Warum es gilt, über Goethe hinauszudenken

Selten habe ich so profunde Sätze bei Rudolf Steiner gelesen, die so viel an wertvollem Bewusstsein beinhalten, wie die folgenden:
Der Mensch ist Götter-Ideal und Götter-Ziel. Aber dieses Hinblicken kann nicht der Quell von Überhebung und Hochmut beim Menschen sein. Denn er darf sich ja nur, als von ihm kommend, zurechnen, was er in den Erdenleben mit Selbstbewußtsein aus sich gemacht hat. Und dies ist, in kosmischen Verhältnissen ausgedrückt, wenig gegenüber dem, was als die Grundlage seines Eigenwesens die Götter aus dem Makrokosmos, der sie selber sind, heraus als Mikrokosmos, der er ist, geschaffen haben. 
Die göttlich-geistigen Wesen stehen im Kosmos einander gegenüber. Der sichtbare Ausdruck dieses Gegenüberstehens ist die Gestalt des gestirnten Himmels. Sie wollten, was sie so zusammen sind, in einer Einheit als Mensch schaffen. [Rudolf Steiner, GA26, S. 183ff] 

1. Der Mensch ist nicht nur eine Kreation der Elohim, wie mancher aufgrund des Beginns der Schöpfungsgeschichte annehmen könnte - Luther spricht bekanntlich aus seiner engen Sicht heraus von „Gott“ -, sondern im Grunde aller Hierarchien [https://bit.ly/3zg0kSB]. Der ganze Kosmos ist an unserem Werden, auch an der derzeitigen Bewusstseinsstufe, die man mit dem Wort „Christus“ erfassen kann, beteiligt. Steiner verweist z.B. auf die Bedeutung der Throne in Bezug auf die erste Inkarnation der Erde, die er Saturnzustand nennt und die den Beginn des menschlichen Seins erfasst.
Der Mensch ist ein Ergebnis kosmischen Wollens aller Hierarchien.
Diese Tatsache mag verdeutlichen, wie gigantisch wertvoll menschliches Sein ist.
Sie mag aber auch verdeutlichen, dass der Mensch sich auf sein Menschsein nicht zu viel einbilden sollte; er ist ein Ergebnis von Vorhandenem; allerdings leistet er einen unverzichtbaren Beitrag.

2. Für die Hierarchien ist der Mensch ein Wesen, in dem ihre eigene Entwicklung gipfelt. Dieser Gipfel will erklommen sein. Menschsein darf der Mensch schon auf dem Weg zum Ziel.
Warum das alles möglich ist, liegt an der notwendigen Kreation eines Phänomens, das wir Zeit nennen. Ohne Zeit gäbe es den Menschen nicht.
Zeit ist eine unglaublich wichtige Kreation der Götter (vgl. die Existenz des griechischen Gottes „Kronos“ - übersetzt „Zeit“).

3. Der Mensch verdankt die Qualität seines ideal-göttlichen Wesens nicht sich selbst; „die Grundlage seines Eigenwesens“ sind die neun Hierarchien. Das mag menschlichen Wesen immer bewusst sein. Sie verdanken die Qualität ihres Seins einer kosmischen Vaterschaft aller Wesen.

4. Aufgrund des gestirnten Himmels sind wir in der Lage, das individuelle Sein jeder der neun Hierarchien zu erkennen. In ihrer Göttlichkeit bilden sie eine Einheit, aber sie können eine solche nur sein, weil sie auch als Einzel-Entitäten lokalisierbar sind, wenn man es in einem Raumbegriff formulieren möchte. Den pantheistischen Einheitsbrei gibt es nicht. Er existiert nur für denkfaule lahmgeistige Esoteriker. Wie man ohne Yin nicht das Yang versteht, ohne das Weibliche nicht das Männliche und umgekehrt, so versteht man den Pantheismus nicht ohne ein Bewusstsein seiner ihm inhärenten Vielheit und Vielfalt.

5. Der Mensch wird Mensch, indem ihm etwas zur Verfügung steht, das wir mit einem Pflug vergleichen können.
Wir sind kein kosmisch wildes Kraut, wie es in der Natur wächst. Voraussetzung für unser Sein ist, dass wir das, was wir dank der Hierarchien vorfinden, als Möglichkeit unseres Wesens, den kosmischen Acker also, pflügen. Nur so finden wir Bewusstsein für den Samen und seine Früchte.
Darin besteht unsere Arbeit, unsere Aufgabe: im Pflügen. Wer glaubt, er müsse nur die Blumen ernten, bleibt ein kosmischer Luftikus, verfällt Luzifer.
Mancher mag mit seinem Pflug in der Erde stecken bleiben; Steiner nennt dieses Phänomen „Ahriman“.

6. Der Mensch muss sich ein Verständnis seiner kosmischen Substanz pflügend erarbeiten. Man kann auch den Pflug als Selbstbewusstsein bezeichnen; es ist das Bindeglied zwischen Mikro- und Makrokosmos. Ohne pflügen geht nichts.

Indem er seiner Selbst mehr und mehr bewusst wird, dringt sein Pflug immer tiefenwirksamer, immer verstehender, immer bewusster in den kosmischen Acker ein. In jeder Krume erkennt er Substanzen von Hierarchien, die an dieser Stelle gewirkt haben.

7. Selbstbewusstsein erfordert die Arbeit am inneren Menschen. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat ihn beispielsweise die Bedeutung der Arbeit mit und an seinem inneren Kind erkennen lassen, etwas, was ihn verstehen lässt, warum es wichtig ist, Verletzungen zu heilen, vor allem aber, Verletzungen von Kindern zu vermeiden (hallo Katholische Kirche, hallo …)

8. Der Mensch kann aufgrund der Studien eines Steiner verstehen, dass Kindsein verbunden ist mit dem allnächtlichen Vermögen, im Schlaf aufarbeitend zu den Tagesanfängen zurückzugehen, dass wieder Kind zu werden ebenfalls bedeutet, zwischen den Leben zu den kosmischen Ursprüngen zurückzugehen. Deshalb geht Michael Endes Momo im gleichnamigen Werk rückwärts zu Meister Hora. Es gilt, unter den vielen Quellen, die unser Bewusstsein fördern können, die richtigen auszuwählen, denn falsche Propheten gibt es zuhauf, z.B. Menschen, die nur luziferisches Bewusstsein lehren und in die Irre führen; viele Esoteriker gehören zu ihnen.

9. Das eigene Selbst zu finden ist ein Prozess, der nicht ohne Irren und Verlaufen im Wald vonstatten geht, wie wir es in den Märchen dargestellt finden - durch viele Leben. Nur muss der Mensch irgendwann wirklich den Mut haben, wie Gretel der Hexe ins Kreuz zu treten - zu viele Esoteriker und auf spirituellen Wegen unterwegs Seiende sind zahnlose Tiger, die ihre Unfähigkeit zu handeln mit pseudopazifistischem Spiritualismus kaschieren. Christus brachte in Wahrheit das Schwert, also die Fähigkeit, Wahrheit und Falschheit zu trennen. Ohne die Fähigkeit, das Schwert zu gebrauchen, gibt es keinen Seelenfrieden - „ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ (Matth. 10,34) Das kosmische Pflügen geht ohne Schwerter nicht. Pflugscharen sind auch Schwerter.

10. Der gestirnte Himmel ist eine Kreation unserer Inneren, eine Kreation, die uns nur aufgrund der Arbeit der Hierarchien zur Verfügung steht. Er vermag uns alles zu spiegeln, was unseren geistigen Kosmos ausmacht. Indem wir unseren Pflug, unser Selbstbewusstsein einsetzen, erkennen wir uns in ihm, diesem Himmel. Die Gefahr besteht meines Erachtens darin, dass viele Menschen eigene Sterne in den gestirnten Himmel hineingeheimnisst haben und es weiterhin eifrig tun und sich z.B. etwas einbilden, was in Wahrheit nicht vorhanden ist oder was sie beispielsweise bei Steiner gelesen haben, was nicht aber in ihrem Bewusstsein wirklich vorliegt und immer fremd bleiben könnte. Es entwickeln sich daraus dann die geistigen Drohnen dunkler Kräfte.

Der Mensch hat in wenigen Jahrzehnten den Orbit mit Weltraumschrott vermüllt; über Jahrtausende tat er das mit dem gestirnten Himmel.
Wir dürfen und müssen uns auf ein großes Reinigen einstellen.

11. Es gibt keine Wahrheit, kein kosmisches Bewusstsein ohne tiefe Ehrlichkeit. Zu oft existiert der gestirnte Himmel als esoterische Seifenblase.
Um ihn wirklich zu erfahren, benötigen wir diese Ehrlichkeit und das Bewusstsein und die Hilfe aller Hierarchien.
Wir dürfen ihnen ab und an dafür danken.

Kern und Schale

Wer meine Veröffentlichungen, beispielsweise auf meinem Methusalem-Blog kennt, weiß, wie sehr ich Goethe schätze, auch, weil er ein wirklicher Mensch und ein unverblümter Mann war: beides war in seiner jeweiligen Authentizität Voraussetzung für sein großes Bewusstsein.

Vor der Wiedergabe des obigen Steiner-Zitats habe ich auf meinem Facebook-Account einen seiner Sprüche bzw seiner Gedichte veröffentlicht, überschrieben Ultimatum. Zu lesen war da:

Und so sag' ich zum letzten Male:
"Alles giebt sie reichlich und gern;
Natur hat weder Kern
Noch Schale;
Alles ist sie mit Einemmale;
Du prüfe dich nur allermeist,
Ob du Kern oder Schale seist!"

(...)

Ihr folget falscher Spur,
Denkt nicht, wir scherzen!
Ist nicht der Kern der Natur
Menschen im Herzen?
(aus Goethe, „Ultimatum“ )

Kern, das sind wir selbst, unser Selbst. Schale, das ist der gestirnte Himmel bis an die Grenzen unseres kosmischen Horizonts.

Für die Natur gilt: Sie ist Kern und Schale, alles im allem.

So allerdings formuliert Goethe nicht. Natur hat nicht die Fähigkeit, ein Bewusstsein von Kern und Schale zu haben bzw. sich zu erarbeiten, er schreibt, sie habe weder Kern noch Schale. 
Das zwischen beiden differenzierende Wahrnehmen ist Aufgabe und Fähigkeit des Menschen.

Klar ist für mich, was Goethe bezweckte, indem er den Menschen dem Kern zuweist. Und natürlich hat das eine gewisse Berechtigung. Dennoch aber liegt dem Guten nicht das Steinersche Bewusstsein zugrunde. Tatsächlich sind wir alles, wir sind Schale und damit gestirnter Himmel und wir sind Kern, Selbst. Das eine besteht nicht ohne das andere, kann nicht ohne das andere existieren. Wir brauchen den Spiegel des gestirnten Himmels.

Damit möchte ich mich natürlich nicht über den Altmeister stellen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, wie vorsichtig wir allem gegenüber zu sein und Dinge neu zu denken haben.

Unser Denken darf noch viel beweglicher werden, ja, auch frecher, wagemutiger, risikobereiter.

Gleiches gilt für unsere Gefühle, für unser Wollen.

Samstag, 10. September 2022

KUNST ALS TOR ZU KOSMISCHEM BEWUSSTSEIN. – DIE ZWANGHAFTIGKEIT DER ERDE ZUNEHMEND ABLÖSEN.

Ich veröffentliche den folgenden, ursprünglich in einer Facebook-Gruppe (https://bit.ly/3B9NDJ8) veröffentlichten Beitrag  hier auf der EthikPost, weil er von Facebook dort gecancelt wurde mit dem Hinweis, er widerspreche den Gemeinschaftsstandards. Er ist also in erster Linie für die Gruppenmitglieder gedacht, denn ohne die vorausgehenden Beiträge mag sein spiritueller Inhalt nicht immer ganz leicht nachvollziehbar sein 

Kunst ist der fortdauernde Befreiungsprozess des menschlichen Geistes und zugleich Erzieherin der Menschheit zum Handeln aus Liebe. (aus „Ita Wegmans Lebenswirken aus heutiger Sicht“;1976) 
  • die Kunst: unser Tor zu kosmisch bewusstem Sein 
  • mindestens genauso wichtig wie Inhalte: die Stimmung 
  • Steiner-Happen und überhaupt Spirituelles können die Seele zukleistern 
  • Die Götter wieder jubelnd musizieren hören 
  • „Du sollst Dir kein Bildnis machen“ 
  • „Weil Du nicht bist wie alle andern“ 

Manche werden sich wundern, wie sprunghaft doch in unserer  Gruppe die Themen angeschlagen werden. Aber ein geistiges Netzwerk lässt sich nicht so aufbauen, wie unser Verstand es sich wünscht. Die Einordnung der Themen in das Ganze - beispielsweise ´der Zyklus der Frau im Spiegel der Jahreszeiten´, ´die Bedeutung der kosmischen Vater- und Mutterkräfte´, ´Enzensbergers wunderbares Gedicht über einen Mann, der seine Gefährtin nicht einengt´, ´die Bedeutung der Isis-Zeit´, ´über Penis und Vagina und was man ach doch über beides wissen sollte´ und andere Themenbereiche mehr … - bleibt jedem selbst überlassen; in der Seele muss sich zusammenfinden, was wirklicher Sinn im eigenen Leben werden soll. Ich hoffe jedenfalls schon, dass sich in absehbarer Zeit die Bedeutung des Kosmischen für unsere Entwicklung und die Heilsamkeit eines Miteinander von Weiblichkeit und Männlichkeit deutlich abzeichnen. Noch tun sich immer neue Bereiche auf, die Bedeutung für unser Gesamtthema haben, z.B. für mich als nächstes die Bedeutung der Schönheit, die auch den Zugang zum Kosmos öffnen kann.

Zuletzt sollten Grammatik, Syntax und Kunst einen Stellenwert für unser Thema haben.

Der Textauszug aus Max Frischs „Homo Faber“ hat viele nicht sonderlich interessiert oder gar beeindruckt; für mich allerdings ist der Roman ein Paradebeispiel für das, was Kunst in Bezug auf unser Verhältnis zum Übersinnlichen zu leisten vermag und mein Herzblut hängt an diesem Werk, weshalb ich mich selten so sehr über Likes gefreut habe wie die von Margareta, Franziska und Michaela Mirjam unter dem letzten Beitrag:

Jener Ingenieur ist ja vielleicht in der neueren Literatur DAS Paradebeispiel für ein sich wandelndes Männliches; sein „Im Licht sein“ - eine für ihn noch wenige Monate zuvor undenkbare Wortwahl - erinnert mich an das, was wesentlich ist: nicht die Inhalte sind, es, jedenfalls nicht nur:
„Auch ich“, so gibt Margarita Woloschin in „Leben und Werk“ eine Aussage Steiners wieder, „wenn ich einen Vortrag zu halten habe, bestimme nicht im Voraus, was ich sagen werde, sondern vertiefe mich in eine bestimmte Stimmung, aus der heraus ich dann spreche.“ Und sie formuliert dann, dass Stimmung bedeute: in das Licht hineinwachsen, das von einem höheren Wissen als farbiger Schimmer herabglänzt.
Diese Worte lassen erkennen, wie wichtig Homo Fabers „Im Licht sein“ für ihn war und für uns sein kann.

auf die Stimmung kommt es an …

Für mich ist diese Thematik noch auf eine andere Weise von Bedeutung: Vor mehr als zwanzig Jahren sagte eine Frau, deren Hellsichtigkeit ich noch heute schätze, zu mir über das, was ich später einmal machen würde: Es wird nicht so sehr auf die Inhalte ankommen, sondern auf die Stimmung; es geht um Stimmung. - Ich war damals ziemlich enttäuscht - „Stimmung“ hatte für mich im Zusammenhang mit Spiritualität keinen wirklichen Stellenwert - und ich dachte: Na danke, für was lese und studiere ich all das, was ich tue. Heute erkenne ich, wie sehr sie mir Wichtiges mitteilte. Jeder, der ein Saiteninstrument, sei es eine Geige oder Gitarre, stimmt, weiß, wie gut das dem eigenen Inneren tut, wenn die Klänge der Saiten immer mehr zueinander finden und zuletzt ein feinstimmiger, feingestimmter Akkord erklingt - es gibt kaum etwas Schöneres, Erlösenderes als einen abschließend reinen Akkord. Das gilt auch für unsere Seelen. Der Mensch handelt, wenn es gutgeht, zunehmend in Überein-Stimmung mit der Geistigen Welt und verwirklicht sein eigenes Wesen, wenn er - wie ein wahrer Künstler - die eigenen Seelenkräfte, am Sinnlichen erprobend, umwandelt und damit hinstimmt zu einem sinnenfreien, rein geistigen Anschauen, um die Geistige Welt zu erkennen; wenn ihm das gelingt, erkennt er als Folge den ur-eigenen Zusammenhang mit dem ur-sprünglichen Wesen der Welt.

Was für eine Tatsache: den ur-eigenen Zusammenhang mit dem ur-sprünglichen Wesen der Welt erkennen!

Dieser Anspruch darf uns ruhig bewusst sein, vor allem aber sollte uns bewusst sein, dass wir noch - und dieses Leben wird nicht das diesbezüglich letzte sein - mitten im Stimmen sind und jeder Misston uns Hinweis sein darf, an einem der Wirbel von Geige oder Gitarre, sprich, an einem unserer Seelenwirbel zu drehen, um die Töne bzw. Seelenlagen stimmiger werden zu lassen.

In uralten Erdenzeiten musizierten die Götter jubilierend im Kosmos aus der Freude an ihrem Weltenschaffen heraus, göttlich gestimmt. Das darf uns wieder bewusst sein (https://bit.ly/3RzxraV) und die Frage beantworten, warum es so bedeutungsvoll ist, dass wir den Kosmos betreten; wir tun es im Schlaf, wir tun es in unserem Leben nach dem Leben, wir können täglich tagsüber einige wenige Minuten stille werden und in den Kosmos eintreten und uns augenblicklich begrüßt fühlen von all den Wesen, die sich über solche Besuche königlich freuen; auch heute jubeln die Götter noch, wenn Licht geschieht. Und sie tun das auch in dieser Zeit, da das Licht immer stärker wird. 

Kunst und die geistige Gestaltung unserer Wirklichkeit

Damit wir dies wahrnehmen und zu unterstützen vermögen, dazu trägt die Kunst - ob Poesie, Malerei, Architektur, Formen der Landschaftspflege und weitere Seinsweisen - in einem bisher zu wenig gewürdigten Ausmaß bei; mit ihr erscheint Übersinnliches in unserer sinnlichen Welt in Formen, Farben, Tönen - zukünftig immer mehr in Tönen, denn die Musik ist die Kunstform der Zukunft („ die Musik stellt deshalb ein Höchstes dar, weil sie ganz außerstande ist, irgend etwas aus der Natur nachzuahmen, sondern in ihrem eigenen Element Gehalt und Form ist“ - R. Steiner, GA 271, S. 102). Mit ihr enthebt sich der Mensch der zwanghaften Anpassung an die Erde; sie ermöglicht den Brückenschlag zwischen äußerlichem Anschauen und innerem Erleben, ermöglicht eine gegenseitige Befruchtung beider Seiten und gibt damit unserem irdischen Leben Sinn; mittels der Kunst durchgeistigt sich sinnlich Wahrnehmbares. Es ist der Künstler, der durch sein Schaffen die geistig-übersinnliche Welt in die physisch-sinnliche hineinträgt und sie erlöst; er ist es, der der verzauberten Natur Geheimnisse entlockt, die in ihr verborgen sind und durch Verwandlungsprozesse nicht zum Tragen kommen konnten: 
Wenn der Mensch sein Inneres über die Natur sprechen läßt, so erkennt er, daß die Natur hinter dem zurückbleibt, was sie vermöge ihrer Triebkräfte leisten könnte. Der Geist sieht das, was die Erfahrung enthält, in vollkommenerer Gestalt. Er findet, daß die Natur ihre Absichten mit ihren Schöpfungen nicht erreicht. Er fühlt sich berufen, diese Absichten in vollendeter Form darzustellen. Er schafft Gestalten, in denen er zeigt: dies hat die Natur gewollt; aber sie konnte es nur bis zu einem gewissen Grade vollbringen. Diese Gestalten sind die Werke der Kunst. In ihnen schafft der Mensch das in vollkommener Weise, was die Natur unvollkommen zeigt. (GA 1, S. 331)
Lasst uns den Wandlungskräften der Kunst vertrauen! 

Der Mensch von heute setzt sich immer weniger Wandlungskräften aus. Selbst wenn jemand ein spirituelles Video im Netz anschaut: Selten - so erlaube ich mir zu sagen - wird der Mensch in der Seele berührt. Kommt doch meist das, was erwartet wurde: eine Ladung Samadhi oder ähnliches … aber die Seele gähnt; Spirituelles kann auch die offenen Stellen der Seele noch gänzlich zukleistern, weil in Wirklichkeit der Mensch nicht mehr forscht, nicht mehr strebt.

Notwendig ist, dass wir uns (wieder) Überraschungen aussetzen: Das geschieht mittels eines Romans, eines wertvollen Films wie „Der Himmel über Berlin“ (https://bit.ly/3TIPCNi), wenn wir uns in Bilder hineinbegeben. 

Lasst uns regelmäßig uns den Wandlungskräften der Kunst aussetzen!
Kunst will uns mit dem Geistigen verbinden und es ist etwas anderes, ob ich eine Sammlung von Steiner-Zitaten lese - das kann für unsere geistige Entwicklung durchaus sehr kontraproduktiv sein, weil das Lebendige des Lebens fehlt, das WIR nicht hineingeben; deshalb empfinde ich ja die Anthroposophie so leblos. Geisteswissenschaft kann furchtbar einschläfern. 

Da ist es gut, wenn man mal ein so bemerkenswertes Gedicht liest wie jenes von Marie Luise Kaschnitz (1901-1974) über „Ein Leben nach dem Tode“ ((https://bit.ly/3D1Pxyp) oder jenes so aktuelle: 
Es ist kein Garten so fernab gelegen,
Daß nächtens nicht der wilde Schrei der Welt 
Gleich einem wunderbaren Feuerregen
Vernichtend auch auf seine Saaten fällt.

Und keinem ist der Kreis so fest gezogen,
Daß eines Tages nicht ein wilder Geist
Ihm mit der Urgewalt der Meereswogen
Furcht und Erbarmen aus dem Herzen reißt.

Ein wölfisch Wesen springt aus Lammesmienen,
Und keiner lebt, der nicht in sich entdeckte
Ein fremdes ungeheures Element.

Und weil er lebt, muß er dem Chaos dienen
Und einem Neuen, das die Zeit erweckte,
Und dessen Sinn und Ende niemand kennt.

Wir erleben gerade eine Zeit, in der das geschieht, was die leider  zu sehr in Vergessenheit geratene Dichterin hier formuliert. Sinn und Ende kennen die Götter. Wir oft nicht. Wir nähern uns dem Sinn:
Dasjenige, was künstlerisch geschaffen wird, das gehört einem nicht selber an, das schaffen in uns die Götter, denn die wollen es in der Welt haben, die wollen, daß es geschaffen wird, wollen, daß es darinnen steht.“ (Ga 287, S.59)
Ihr Medium ist der Künstler, auch gegebenenfalls der Künstler in uns.

In der Kunst sind Kräfte aktiv wie sonst nirgends. Es sind göttliche Kräfte. Sie haben nur ein Ziel: den Menschen mit dem Geistigen zu verbinden. Sie wollen uns fort und fort Anregungen geben. Aber auf Facebook allein oder Whats App oder Telegram finden sie sich selten, auch nicht im Rahmen der vielen kritischen Berichte über das, was alles so Fatales in unserer Gesellschaft und weltweit läuft (ohne guten Filter überleben dieses Trommelfeuer von Maya-Informationen nur wenige unbeschadet).

Es ist notwendig, dass wir uns aktiv der Kunst zuwenden, sei es der Plastik, der Architektonik, der Musik, der Poesie, der Malerei, des Töpferns und was es auch immer gibt:
(..) eigentlich kann ja die Kunst nichts anderes sein als die Wiedergabe desjenigen, was der Mensch im Zusammenhange mit dem Weltenall empfindet, daß vom Kunstwerke aus sich die Seele öffnen kann für die Geheimnisse des Weltenalls. (GA 229, S. 23)
Für den ein oder anderen mag sich die Frage stellen, wie es mit einer Auswahl der Kunstgegenstände bestellt ist, denn man wird ja immer wieder an Exponate gelangen, die den Geist wenig erheben (im Gegensatz zu vielen anderen sehe ich das bei einem Josef Beuys gegeben - ehrlich gesagt ertrage ich, wenn ich auf You Tube einen Beitrag über oder mit ihm sehe - seine Energie kaum über längere Zeit, das aber geht mir bei einem Robert Betz und anderen spirituellen Selbstdarstellern auch so - und will nichts heißen :-)  - man muss über die unterschiedlichen Wahrnehmungen nicht unbedingt streiten, sondern wissen, dass unterschiedliche Sichtweisen der Geistigen Welt durchaus willkommen sind.

Einerseits ist es ja so, dass das nur Schöne die Menschen einlullen würde und dass das ganz im Sinne Luzifers wäre; andererseits ist es so, dass unsere geistigen Sinne sich an unterschiedlichen Exponaten schärfen und unser astralisches Wahrnehmungsvermögen sich stimmt und dabei eben auch irrt, den Wirbel - um das Geigen- und Gitarrenbild nochmal aufzunehmen - in die falsche Richtung dreht oder überhaupt den falschen Wirbel betätigt und damit an der falschen Saite stimmt - das gehört dazu. Vergessen wir nicht:
In der Wirklichkeit haben wir, so wie mit einem Ineinanderspiel von Evolution und Devolution, es zu tun mit einem Ineinanderspielen, und zwar einem harten Kampfe der Schönheit gegen die Häßlichkeit. Und wollen wir Kunst wirklich fassen, so dürfen wir niemals vergessen, daß das letzte Künstlerische in der Welt das Ineinanderspielen, das Im-Kampfe-Zeigen des Schönen mit dem Häßlichen sein muß. Denn allein dadurch, daß wir hinblicken auf den Gleichgewichtszustand zwischen dem Schönen und dem Häßlichen, stehen wir in der Wirklichkeit darinnen, nicht einseitig in einer nicht zu uns gehörigen Wirklichkeit, die aber mit uns erstrebt wird in der luziferischen, in der ahrimanischen Wirklichkeit. (GA194, S.57).
Das Thema der Kunst im Erkenntnisprozess wird, wie ich glaube - denn ich habe es kaum einmal angesprochen gesehen; für Steiner ist ihre Bedeutung, so möchte ich fast sagen: überragend - unterschätzt bzw. zum Nachteil von uns auf dem Weg Befindlichen, vernachlässigt, denn Kunst führt uns ins Kosmische; dahin geht doch unser Weg.

Beschäftigung mit Kunst und erst recht künstlerisches Schaffen führt ins Kosmische.

Man kann es nicht oft genug sagen!

Ich möchte dieses Thema, auf das ich aufmerksam machen wollte, abschließen mit einem Zitat aus der GA 77b:
Innig verwandt ist dasjenige, was der Geisteswissenschafter durchzumachen hat mit demjenigen, was der Künstler durchzumachen hat. Und was dem Künstler die Phantasie gestaltet, das gestaltet sich dem Geistesforscher in der übersinnlichen Anschauung (…) In die Regionen dringt der imaginativ Erkennende ein, in denen die Impulse liegen, die der Künstler zunächst nicht im Bewußtsein hat, die aber kraften und leben in seinem Inneren, die seine Bildgestaltung führen, die seine Hände führen, die ihn zum Bildner, zum Künstler machen, so daß er dasjenige, was er aus diesen Regionen als Anregungen empfängt, dem äußeren Material, dem äußeren Stoff einverleibt. Dasjenige, was der Künstler zunächst nicht zu wissen braucht, was er aber einverleibt aus seiner unbewußten Intuition heraus dem ihn von außen gegebenen Stoff, das tritt dem imaginativ Erkennenden vor das bewußte Seelenleben.
Über die Bedeutung der Musik habe ich ja an anderer Stelle sich White Eagle , wenn auch nur kurz, äußern lassen - und vielleicht werde ich noch, was er über Farben äußert, dort nachtragen - (https://bit.ly/3wVwGRE); hier möchte ich abschließend auf zwei poetische Beiträge aufmerksam machen, die mir sehr wichtig geworden sind; der eine beinhaltet Ausführungen Max Frischs zur Bildnisthematik; sie rücken die Bedeutung dieses Gebotes in ein besonders wertvolles Licht, das erhellt, warum, sich ein Bildnis zu machen und Liebe leben zu wollen einander ausschließen und warum wir letztendlich reisen, eben auch lebensreisen - um nämlich Bildnissen zu entfliehen (dazu der dramatische Beginn von Max Frischs Stiller-Roman -  https://bit.ly/3THvj2Q)

Deshalb Frischs so dringender Appell:
Du sollst Dir kein Bildnis machen

Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen kön­nen, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu fol­gen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig ­werden: weil wir sie lieben; solang wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie grei­fen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt –

Nur die Liebe erträgt ihn so.

Warum reisen wir?

Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, dass sie uns kennen ein für alle Mal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei –

Es ist ohnehin schon wenig genug.

Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedes Mal […]

Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.

„Du bist nicht“, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: „wofür ich dich gehalten habe.“
Und wofür hat man sich denn gehalten?

Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat […]

In gewissem Grad sind wir wirklich das Wesen, das die andern in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! auch wir sind die Verfasser der andern; wir sind auf eine heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage. Wir sind es, die dem Freunde, dessen Erstarrtsein uns bemüht, im Wege stehen, und zwar dadurch, dass unsere Meinung, er sei erstarrt, ein weiteres Glied in jener Kette ist, die ihn fesselt und langsam erwürgt. Wir wünschen ihm, dass er sich wandle, o ja, wir wünschen es ganzen Völkern! Aber darum sind wir noch lange nicht bereit, unsere Vorstellung von ihnen aufzugeben. Wir selber sind die letzten, die sie verwandeln […]


Zeugnis von einem Umgang miteinander, frei von Bildnissen, gibt ein, wie ich finde, wunderbares Lied von Klaus Hoffmann - jeder Satz mag uns Anregung sein (vertont hier ab Minute 3.10´ https://bit.ly/3KMivUv) 

weil du nicht bist wie alle andern
weil man dich niemals kaufen kann
weil mit dir tausend Sterne wandern
weil du auch Wölfin bist und Lamm

weil du noch Mut hast um zu träumen
weil in dir Schmetterlinge sind
und weil du Zeit hast dich an Bäumen
halbtot zu freuen wie ein Kind

weil du das große Abenteuer
wie ein Geheimnis mit dir führst
weil du nicht satt bist und das Feuer
so vieler Leben in dir spürst

weil du nicht bist wie alle andern
weil man dich niemals kaufen kann
weil mit dir tausend Sterne wandern
weil du auch Wölfin bist und Lamm

weil du noch in dir suchst und zweifelst
auch wenn du dich dabei verlierst
und deine Grenzen überschreitest
und weil du recht hast wenn du irrst

weil du Verbote einfach auslässt
weil du Gesetze hasst wie ich
weil du dich täglich etwas loslässt
weil du die Schatten kennst vom Licht

weil du ein Herz hast wie ein Bahnhof
aus dem ein Zug auf Reisen geht
und meine Stimme sagt ´fahr nicht los´
wenn du für immer von mir gehst

weil du nicht bist wie alle andern
auch wenn du ausgehst wie das Licht
und mit dir tausend Sterne wandern
weil es dich gibt liebe ich dich