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Montag, 10. Oktober 2022

Gestiefelter Kater sein - die bieder selbstgenügsame Spiritualität überwinden. Den (Welten)Humor leben!

Wer noch einmal das Märchen vom Kater, der uns ein Vorbild sein kann, lesen möchte: https://bit.ly/3EuVYKM

Ein bisschen hat jeder die Fähigkeit, gestiefelter Kater zu sein, in sich. Gewiss nicht jede und jeder gleichermaßen, aber mancher, der vor sich tut, er kenne den Kater nicht, ist entweder einfach lau (ein biblischer Ausdruck für nicht Fisch noch Fleisch), faul-behäbig oder feige.

Es gibt diese Märchen, deren Stellen manche gern überlesen, die darauf aufmerksam machen, dass man zu Mitteln greifen darf, die die Feigen von vornherein ächten und z.B. einen auf Pazifismus machen. Nein, das Leben fordert uns heraus, nicht nur die Hände zu falten und den Frommen zu geben, sondern handlungsstark und gewitzt zu sein.
Gretel ist da ein leuchtendes Beispiel:
Frühmorgens musste Gretel heraus, den Kessel mit Wasser aufhängen und Feuer anzünden. 'Erst wollen wir backen', sagte die Alte, 'ich habe den Backofen schon eingeheizt und den Teig geknetet.' Sie stieß das arme Gretel hinaus zu dem Backofen, aus dem die Feuerflammen schon herausschlugen. 'Kriech hinein,' sagte die Hexe, 'und sieh zu, ob recht eingeheizt ist, damit wir das Brot hineinschießen können.' Und wenn Gretel darin war, wollte sie den Ofen zumachen, und Gretel sollte darin braten, und dann wollte sie´s auch aufessen. Aber Gretel merkte, was sie im Sinn hatte und sprach 'ich weiß nicht wie ich´s machen soll; wie komm ich da hinein?' 'Dumme Gans,' sagte die Alte, 'die Öffnung ist groß genug, siehst du wohl, ich könnte selbst hinein,' trappelte heran und steckte den Kopf in den Backofen. Da gab ihr Gretel einen Stoß, dass sie weit hineinfuhr, machte die eiserne Tür zu und schob den Riegel vor. Hu! da fing sie an zu heulen, ganz grauselich; aber Gretel lief fort, und die gottlose Hexe musste elendiglich verbrennen.
Gretels Stoß ist einer, der es in sich hat; er ist notwendig, damit sich die Not ihres Bruders und ihre eigene wenden. Mit ein bisschen esoterischem Powerchen ist da nichts getan; Gretel langt hin!

Wie gesagt, es ist nicht jedermanns Sache und es ist auch falsch, den Helden zu geben, wenn man aus unterschiedlichen Gründen ein Schwert nicht führen kann. Oft aber besteht auch die Tat darin, einen Helden zu rufen und nicht einfach die Augen vor der eigenen und der Not anderer zuzumachen. Der gestiefelte Kater hat nicht nur seine Stiefel; er kommt auch im Frack oder im Trainingsanzug.

Was uns das Märchen lehrt:
  • Vorsicht mit vorschnellen Urteilen: Was zu nichts zu taugen scheint, kann uns große Dienste erweisen; ein paar Stiefel können die Welt verändern. 
  • Oder ein Sack, wenn man ihn zu nutzen weiß. 
  • Die Rebhühner im Märchen sind jene Dinge, deren wir habhaft werden können, wenn wir dem Leben zugewandt sind und mit dessen Fülle umzugehen lernen.
  • Dann ist auf einmal ein Wachposten da, der es zulässt, dass wir zum König gelangen. 
Während der Kater aktiv ist, sitzt der Müllersohn zu Hause und jammert.
Das ist eine Seite, die, wenn sie uns dominiert, wir schnell recyceln sollten.

Natürlich kann es auch sein, dass der Kater übertreibt. Von diesem Kater erzählt das Märchen nicht. Aber es gibt ihn. Allerdings gibt es eben auch eine Seite in uns, die sagt: Übertreib´s nicht. Geh nicht zu weit!
Oft ist das eine durch unser Elternhaus oder andere Sozialisationsinstanzen eingebaute Spaßbremse.
Manchmal ertragen wir Glück nicht. Wir kennen die Geschichten von Lottogewinnern, die binnen kurzer Zeit ihr Geld wieder verlieren. Kein Zufall.

Es gibt allerdings auch Gesetze, auch spirituelle, die wir zu beachten haben: Einen Lohengrin darf man nicht fragen, woher er kommt; die Sonne zu genießen ist schön, aber Ikarus zu spielen, zahlt sich nicht aus.

Es sind da auch andere Seiten in uns, die uns lehren wollen und können, was angesagt ist und was nicht. In Bezug auf diese hören wir nicht auf, ein Leben lang zu lernen.

Märchen geben in vielerlei Gestalten, zu denen Menschen und Tiere gehören, Auskunft über unsere gigantisch vielen Seiten. Das Leben ist wie eine Orgel. Mancher von uns spielt gar nicht mit den Füßen oder nur auf einem einzigen der vielen Manuale. Und ist glücklich. Aber eben in seiner Definition von Glück.

Das Üble ist, dass jene, die eine reduzierte Form von Glück leben, möchten, dass andere das auch tun. Dann müssen sie nicht hinschauen, dass sie in Wahrheit Leben nicht leben.

Wer hätte gedacht, dass ein fluchender Kutscher, von dem das Märchen erzählt, eine Türe zum großen Glück aufmachen kann - wenn man nur hinhört …

Und wer hätte gedacht, dass es manchmal gut sein kann, sich splitternackt auszuziehen …

Mancher wird sagen, dass der Kater auch zum Mittel der Lüge greift.
Oder ist er listig?
Ist es eine Lüge, dass der Kater verlauten lässt, seinem Herrn seien die Kleider gestohlen worden, oder ist es eine List?
Ist es verwerflich, die Leute zu anderen Aussagen zu animieren - oder ist es ein geschickter Schachzug, den das Leben zulässt?

Die Antwort des Märchens ist mit der Gestaltung des Ausgangs eindeutig.

Und es lässt uns auch wissen: Man kann mit einem Zauberer in einen gewaltigen Kampf gehen, man kann ihn aber auch mit List und Witz in die Tasche stecken.

Menschen sind heute gerne bierernst, weil sich dann besser übersehen lässt, dass der Geist der Menschen in die Abstraktion gegangen ist und mit vielen Seiten und Saiten des Lebens nicht mehr umgehen kann, sie nicht zum Klingen bringt. Da ist dann manches geheim und geheimnisvoll geworden, obwohl es seiner eigentlichen Bedeutung nach bestens bekannt ist, denn „geheim“ bedeutet eigentlich:„zum Heim gehörend“. Deshalb gab es Geheimräte wie Goethe, die das Fürstentum bestens kannten und in Bezug auf das Heim des Fürstens jenem ein wertvoller Ratgeber sein konnten. 
Das Gegenmittel zum Fallen in die Abstraktion des Intellekts ist der Humor und Hermann Hesse hat ihm im Steppenwolf ein Denkmal gesetzt (https://bit.ly/3SP5Tze). Oder auch Rudolf Steiner in Aussagen wie:
„Nun konnte man sehr leicht meinen, daß es etwas Ungehöriges ist, so, wie man sagt, «heilige Dinge» satirisch zu behandeln. Aber wirklich, meine lieben Freunde, will man weiterkommen gerade auf dem Gebiete geistiger Weltanschauung, dann ist eine Grundforderung diese, daß man nicht das Lachen verlernt über dasjenige, worüber in der Welt gelacht werden muß, wenn man es richtig beurteilt. Eine Dame erzählte einmal von einem Herrn, der immer in der Stimmung war, «hinaufzusehen zu den großen Offenbarungen des Weltenalls». Von anderen Menschen, als von «Meistern», sprach er überhaupt nicht, und, verzeihen Sie, aber sie sagte noch: Er hat eigentlich immer «ein Gesicht bis ans Bauch» gemacht - sie war keine Deutsche, die betreffende Dame - also ein tragisch verlängertes Gesicht trug er stets zur Schau.“ (GA 169, S. 124)
„Man kriegt manchmal ein bißchen Schmerzen, wenn man in anthroposophische Ansiedlungen oder Zusammenrottungen kommt. Da ist manchmal eine solche bleierne Schwere. Man kriegt die Leute nicht zum Beweglichwerden. Bleierne Schwere ist da; wenn man eine Diskussion beginnt, macht keiner den Mund auf, weil auch die Zunge bleiern schwer ist. Die Leute machen ein «Gesicht bis ans Bauch». Sie sind so wenig geneigt, zum Heiterwerden, zum Lachen zu kommen!“ (GA 317, S. 102)

Dem einen mag der gestiefelte Kater zu weit gehen, einem anderen nicht. Das mag jeder für sich entscheiden. Nur ist es empfehlenswert, den Kater in sich auszuprobieren und andere Tiere und Möglichkeiten, die wir haben. Nicht dass wir am Ende des Lebens zurückschauen und denken: Wäre ich doch nicht so bieder gewesen und hätte mehr ausprobiert …

Seinem Menschheitsrepräsentanten lässt Rudolf Steiner nicht von ungefähr den Weltenhumor sozusagen über den Rücken schauen (https://bit.ly/3RJb9Dn).
Das mag uns zu denken geben, wenn wir mal wieder nur bierernst sein wollen …

Wir leben gerade in einer Zeit, in der alles viel zu sehr bierernst genommen sein will, Ukraine, Klima, Inflation …
Dahinter aber stehen genau jene Kräfte, die uns nur bierernst sein lassen und den gestiefelten Kater als eine Möglichkeit des Lebens vergessen machen wollen.

Mit Lachen und Humor überleben wir, ja leben wir!

Montag, 5. März 2012

Hermann Hesses "Seltsam im Nebel zu wandern". Ego-Projektionen an den Nebelwänden! – Über Herzen im Nebel.

In den letzten Tagen bin ich zweimal etwas spät rausgekommen, um über die Felder und Hügel vorbei an den Pferdegestüten und Pferdekoppeln zu streifen. Die Sonne ging gerade unter und - mir nichts, dir nichts - stieg Nebel auf. Recht schlagartig wurde es kalt, über die Hochebene legte sich eine richtige Kühle und ich war froh, die Mütze dabei zu haben. Weg war auf einmal die Sicht auf Weil der Stadt, auf Renningen, auch die Pferdestallungen verschwanden im Nebel.
Das erinnerte mich an zwei Erlebnisse im Nebel, die noch heute, viele Jahre später mir ganz präsent sind.
Das eine war eine Nebelwanderung in der Nähe des Matterhorns. Ich war allein unterwegs und wusste, dass ich eigentlich durch eine wunderschöne Landschaft ging, links und rechts wären Almen und Bäume, auch ein kleiner Bach zu sehen gewesen, hier und da eine Baumgruppe und ein Gatter.
Doch ich sah nichts.
Irgendwie konnte ich es nicht glauben. Alles verschluckt. Nichts. 
So ein schales Gefühl von Akzeptierenmüssen ...
So ein tiefes inneres Bedauern, wie es sein könnte ...
Zwei Tage später ging ich die Strecke in hellstem Sonnenschein. Meine Güte, was für ein Unterschied.
So wie das Leben.Man kann durch eine blühende Landschaft gehen, doch es ist nichts als Watte, gegen die man nicht einmal kämpfen kann. Sie schluckt alles Leben, jede Reaktion!
Die zweite Nebelsituation war im Zusammhang mit einer Klassenfahrt. Damals war ich mit einer Klasse drei Tage unterwegs im Gebirge. Am zweiten Abend waren wir gerade noch auf der Hütte angekommen. Dann zog Nebel auf.
Nach dem Abendessen ging ich noch ein paar Schritte vors Haus. Geschirrklappern allenthalten, Johlen aus den Zimmern. Highlife.
Mir taten die Schritte vors Haus gut. Ich ging meinem Gefühl nach gerade mal 70, 80 Meter und drehte mich um: nichts mehr zu sehen - nichts mehr zu hören. Nicht einmal den Weg in nächster Nähe sah ich mehr richtig. Kaum, dass ich die Hand vor Augen sah.
Nebel so dicht. Unvorstellbar.
Auf einmal kapierte ich, wie man im Gebirge hoffnungslos verloren sein kann. Ich bin unterwegs, suche die Hütte, wo ich die Nacht verbringen will. Ich weiß, hier muss sie sein, ich muss sie finden, die Nacht bricht herein, es wird kalt werden. Was ich nicht weiß: Ich laufe hundert Meter entfernt an ihr vorbei. Ich sehe sie nicht, laufe vorbei in die Nacht, in den Nebel.

Nicht einmal den Weg findet man mehr. Einmal einen kleinen Trampler für den Weg gehalten und auf ihm falsch gelaufen, dann findet man den eigentlichen nicht mehr. Alles sieht gleich aus. Unmöglich, eine Wegmarkierung noch zu finden. Man müsste förmlich vor dem Stein liegen und auf ihn gucken, dann könnte man die Markierung sehen. Aber es würde absolut nichts nützen. Wo wäre die nächste? 

Dass Menschen hier sang- und klanglos abstürzen, weil sie an einer Gratstelle ins Straucheln kommen oder den abschüssigen Steilhang zu spät sehen: nur zu leicht nachvollziehbar.
Ich weiß, dass ich damals ruckartig umdrehte und tief aufatmete, als ich auf einmal wieder Lichter sah!

Hermann Hesse wusste genau, wovon er 1906 schrieb, als er Im Nebel dichtete.
Nebel - rückwärts gelesen: Leben.
Aber ebenso:
Leben - rückwärts gelesen: Nebel!

Im Nebel 
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.
 
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Wir wissen, Hermann Hesse war nicht der große Lyriker, wenn ihm auch einige wenige exzellente Gedichte gelungen sind, wie ich finde. Und wir wissen auch, dass er sich gern etwas priesterlich-seherhaft gab, man hört es einer Formulierung wie Wahrlich, keiner ist weise an. Amen heißt wahrlich und so sagt auch Hesse: Amen, ich sage Dir ... wie gesagt, seherhaft, auch gern bibelhaft.

Aber wo er recht hat, hat er recht: Seltsam, im Nebel zu wandern!
Scheinbar recht, denn differenzieren muss man schon:
Seltsam ist es, wenn ich weiß, ich komme an, wenn ich mich also im Grunde nicht verlaufen kann, keine Angst habe während meiner Nebelwanderung, wenn sie eine Episode ist, eine Phase, die vorbei geht.
Trostlos und schrecklich ist es, wenn sich das Leben zu einer Nebelwanderung ausdehnt.
Dann ist nichts mehr nur seltsam ... es ist viel, viel schlimmer.
Nebel kündet sich meist an, das ist das Gute. Dennoch laufen viele zielsicher hinein.
Was man aber auch wissen muss: Ein Nebelwanderer findet nur selten allein aus der Watte des Vergessens heraus. – Er braucht einen Führer, der sich auskennt.

Sind es in der ersten Strophe die Büsche, Steine, Bäume, die allein sind, so sind es in der letzten die Menschen.

Mit welcher Selbstverständlichkeit Hesse schreibt: Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern. 
So pauschalisierend schreibt jemand, der selbst im Nebel sich befindet.
Hesse muss damals in tiefstem Nebel gewesen sein.

Ja, wenn L-e-b-e-n zur Umkehrung davon wird, was es sein soll, wird es N-e-b-e-l.

Bedrückend ist für mich, dass es vielen Menschen gelingt, sich vergessen zu machen, dass sie im Nebel laufen. 
Wie machen sie das?

Sie illuminieren den Nebel, die Nebelbänke, die Nebelwände.
Wie auf einer Seifenblase sind da auf dem Nebel die schönsten Bilder zu sehen, mal eine Oase mit Palmen und Kokosnüssen, mal eine der üblichen Kulturmeilen mit Mac Donalds, Schlecker, Karstadt, Schuhgeschäften, Media-Markt ... was das Herz so begehrt, das Herz im Nebel ...

Ja, der Nebel kann zu Kopfe steigen, so dass wir Gott als Versucher ausgeben wie der geschätzte Olivier Messiaen im vorletzten Post ... oder sagen: Leben ist Einsamsein. 
Dank der Illuminierungen fällt es gar nicht auf, dass uns der Nebel in Watte packt . . . eine tödliche Watte für das wahre Leben. 
Da ist es gut, wenn man, wie Ricarda Huch in den Schluss-Terzettten ihres Sonetts wissen darf:

Wie nachts ein Segel steuernd heimatwärts
Der Leuchte zu die schweren Nebel spaltet
Und so gelenkt sich in den Hafen rettet,

Ging ich getrost, den Blick an dich gekettet,
Die Hände gläubig auf der Brust gefaltet,
Durch Flut und Dunkel an dein strahlend Herz.

Samstag, 25. Februar 2012

Olivier Messiaen: Christ ist derjenige, der begreift, dass Gott gekommen ist. – Gott als Versucher?

Vielleicht war er einer der größten Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts, einer der größten Musiker auf jeden Fall. So viel weiß ich leider von ihm nicht. Manches aber, was ich weiß, geht mir nicht mehr aus dem Sinn, beispielsweise, dass er ungefähr 700 Vogelrufe zu unterscheiden wusste, deren Klänge immer wieder in seine Musik mit einflossen. 700 - man stelle sich das vor! – Mein Geigenlehrer ging, wenn ein Lastwagen unverschämterweise laut hupte, ans Klavier und schlug genau den Ton dieser Hupe an; das imponierte mir damals gewaltig; aber 700 Vogelrufe unterscheiden - das ist nahezu unvergleichlich. Selbst wenn mein Geigenlehrer 700 Lastwagentypen an ihrer Hupe erkannt hätte: Olivier Messiaen hätte mir mehr imponiert. So viel Natur, die er in sich trug ...
Sicherlich aber wären beide bei Wetten, das ..? Wettkönige geworden.

Im Folgenden zitiere ich aus einem Buch, herausgegeben von seiner - Messiaens Aussagen zufolge - besten Orgelinterpretin, der 1932 geborenen Organistin und Kirchenmusikerin Almut Rößler mit dem Titel Beiträge zur geistigen Welt Olivier Messiaens. Immer, wenn ich drin blättere, bin ich froh, dass es mich der sogenannte Zufall antiquarisch erstehen ließ.
In einem Podiumsgespräch, das 1972 im Bach-Saal der Johanneskirche zu Düsseldorf stattfand, sagte der große Musiker:

Halt, bevor Sie loslesen, möchte ich Sie bitten, ganz genau zu lesen und die Worte dieses tief religiösen Menschen mitzuverfolgen.
Ich bin gespannt, ob Sie allem zustimmen werden ...
Es ist sicher, dass wir uns gegenüber einem Universum befinden mit einer Zeit, einem Raum und einer Menge sich drehender Sterne und Planeten, großer und kleiner. Vor allem interessiert uns ein Planet ganz besonders, weil wir auf ihm leben: die Erde. Wir hegen eine besondere Bewunderung für diesen Kosmos, aber wir alle, selbst die Nicht-Glaubenden, fühlen dunkel, dass es noch etwas anderes gibt, das außerhalb von Zeit, Raum und Gestirnen und all dem, was wir kennen, ist, etwas, das nicht davor und danach, sondern völlig außerhalb ist, das alles hält und enthält, was jeder, der nicht völlig abgestumpft ist, fühlt- und was man Gott nennen kann. Im Grunde ist die Religion vor allem das: die Beziehung zu dem außerordentlichen Geist, der außerhalb von allem ist, der ganz anders ist. In der Geschichte unseres Planeten gibt es Religionsstifter, religiöse Genies, Propheten, hevorragende Volksführer wie Mohammed, Buddha und auch Moses, aber es gibt etwas Einzigartiges, das noch ungewöhnlicher ist als die ganz andere Gottheit; nämlich, dass Gott so verschieden, so fern, so schrecklich, so unbewegt, so ewig und so unendlich er uns erscheint, zu uns gekommen ist und daß er versucht hat, sich in unserer Sprache, in unseren Empfindungen, in unseren Anschauungsweisen verständlich zu machen. Das ist der schönste Aspekt der Gottheit: das Geheimnis der Inkarnation und deshalb bin ich Christ. Dabei denke ich nicht an Unterschiede zwischen Orthodoxen, Protestanten, Katholiken - Christ ist derjenige, der begreift, dass Gott gekommen ist (...) Wieviel schöner ist es , anstelle eines wunderbaren, aber fernen Gottes an einen zu glauben, der versucht hat, sich unseren Sinnen mit unseren Mitteln verständlich zu machen.
So weit, so gut?

Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Wir leben in einer Zeit, in der doch bei einigen Menschen das Gefühl, dass es noch etwas anderes gibt, heller und heller wird. So empfinde ich es: dieses Gefühl wird heller - unabhängig davon, dass es genug Menschen gibt, bei denen es dunkel ist, ja vielleicht dunkler wird (insgeheim hoffe ich, dass die Menschheit nicht auseinanderdriftet ...)

Erstens aber empfinde ich, dass das, was Messiaen als außerhalb von Zeit, Raum und Gestirnen ortet, nicht außerhalb von uns ist, sondern in uns - ganz im Sinne Goethes: Im Innern ist ein Universum auch.
Was außerhalb ist, ist auch in uns, sonst - so behaupte ich - könnten wir es gar nicht wahrnehmen.
Gott, dieser Geist, ist für mich nicht außerhalb von allem, wie Messiaen behauptet; diese Vorstellung erschreckt mich eher. – Auch in uns gibt es eine Instanz, eine Wesenheit, eine Entität, die zeitlos ist. Manche nennen sie GOTT.

Das Zweite ist, dass ich nicht glaube, dass Gott zu uns gekommen ist, einfach deshalb, weil ich glaube, dass er nie weg war. 
Wir sollten nicht ihm unterstellen, was für uns gilt, denn: Wir waren weg, nicht er!
Uns Menschen ist es nur gelungen, auf engstem Raum eine Distanz zwischen uns und Gott aufzubauen, die man als große Kunstfertigkeit bezeichnen könnte, wenn auf ihr nicht alles Elend dieser Welt basierte. Es ist deshalb eine kalte Kunstfertigkeit, so wie Luzifer Lichtträger ist - das bedeutet ja übersetzt Luzifer -, aber Träger eines kalten Lichtes.
Gott also, so möchte ich nochmals festhalten, war nie getrennt von uns, er war nie weg. Weg waren wir. Gott aber war da. Und wenn einer fragen mag, wie ich es dann verstehe, dass er seinen Sohn gesandt hat: Natürlich inkarnierte Jesus, aber das, was er brachte, war in Wirklichkeit nie weg. Damit wir Menschen begreifen, um was es geht, kam es scheinbar von weit her. 
Wir haben nicht mehr gesehen, was da ist, deshalb kam es, deshalb musste es kommen.

Gott hat versucht - so sagt Messiaen, und das ist mein dritter Punkt -, sich in unserer Sprache, in unseren Empfindungen, in unseren Anschauungsweisen verständlich zu machen.
Gott hat versucht ...
Welch eine Hybris dieses Mannes. Wir Menschen können, klar, wir können ... Gott dagegen versucht ...
Und er hat versucht, sich unseren Sinnen mit unseren Mitteln verständlich zu machen, so Messiaen..
Welch ein Irrtum. Wenn es so wäre, wäre es das Ende des Kosmos.
Gott versucht ... Welch eine Diskriminierung des Göttlichen. Wahrscheinlich eine unbewusste dieses Mannes ... aber eine, die seit Menschengedenken läuft.
Und die es zu enttarnen gilt.
Gott hat nicht versucht, uns die Liebe zu bringen. Er hat sie vor über 2000 Jahren gesandt - in voller Größe. Die göttliche Liebe war vollgültig da. Genauer gesagt:
Sie kam in ihr Eigentum, doch die Menschen nahmen sie nicht auf, so heißt es im Johannes-Evangelium. Ist man in seinem Eigentum nicht ständig präsent?

Gott reduziert sich nicht den Menschen zuliebe. Gott sei Dank tut er das nicht. Er versucht nicht, sich uns mit unseren Sinnen anzubiedern. Gott sei Dank tut er das nicht.
Die Sonne reduziert nicht ihr Licht, damit wir sie sehen können. Es wäre das Ende unseres Planeten.

Nein, ich glaube, dass Hermann Hesses Radiogleichnis viel eher zutrifft: So, wie es die Radiowellen schon immer gab und die Menschheit schon seit Urzeiten hätte Radio hören können, wenn sie die notwendigen Empfänger hätte bauen können, so ist es mit Gott: Schon immer ist er da; nur hören wir ihn manchmal mit großen Rauschgeräuschen und verstehen ihn kaum - so wie es Harry Haller in Hesses Steppenwolf mit dem Conerto grosso erging - aber wir hören ihn manchmal
Da aber ist er allemal.
Es liegt an uns, ob wir einen Sender bauen und wie wir ihn einstellen! Es gab schon immer Menschen, die ihren Sender so einstellen konnten, dass Gott weitgehend ohne Rauschgeräusche zu ihnen kam, ich denke an Hildegard von Bingen, an Franz von Asissi und vielleicht manches Bäuerlein und manche Bäuerin in einem Schwarzwaldtal oder in den Alpen, von denen wir nicht wissen.

Wie schrecklich wäre es, wenn Gott sich so reduzieren würde, dass wir ihn in der Qualität, in der es uns möglich ist, verstehen.
Sollte er uns dann rauschend, kratzend, quakend erscheinen, weil wir ihn nur rauschend, kratzend, quakend verstehen?
Nicht einmal in dieser Qualität verstehen wir ihn. Immer noch tanzt die Menschheit um das Goldene Kalb, heiße es Euro oder Dollar oder Börse.

Immer noch reduzieren wir Gott, als ob er versuche ... 
... ein Versucher also ...

Eigentlich dachte ich immer, dieser Name sei dem Teufel vorbehalten ...

Vielleicht mag das deutlich machen, was manchmal auf der geistigen Ebene an Verwirrung ablaufen kann ...

Freitag, 28. Januar 2011

In dich, Geliebte, steigt mein Traum,/Tief wie in Meer, Gebirg und Kluft hinein - Hermann Hesses "Der Liebende"


Nun liegt dein Freund wach in der milden Nacht,
Noch warm von Dir, noch voll von deinem Duft,
Von deinem Blick und Haar und Kuss - o Mitternacht,
O Mond und Stern und blaue Nebelluft!
In dich, Geliebte, steigt  mein Traum
Tief wie in Meer, Gebirg und Kluft hinein,
Verspritzt in Brandung und verweht zu Schaum,
Ist Sonne, Wurzel, Tier,
Nur um bei dir,
Um nah bei dir zu sein.
Saturn kreist fern und Mond, ich seh sie nicht,
Seh nur in Blumenblässe dein Gesicht,
Und lache still und weine trunken,
Nicht Glück, nicht Leid ist mehr,
Nur du, nur ich und du, versunken
Ins tiefe All, ins tiefe Meer,
Darein sind wir verloren,
Drin sterben wir und werden neugeboren.

Für mich ist es eines der schönsten Hesse-Gedichte; es ist gekennzeichnet durch die unmittelbare Anwesenheit des Dichters ... noch heute glaubt man ihn gegenwärtig zu fühlen.
Ich freue mich darauf, sobald ich Zeit habe, auf meinem Methusalem-Blog Gedanken zu diesen Zeilen niederzuschreiben; ich verlinke sie dann hier.

Samstag, 4. April 2009

Wahre Religion ist die Vereinigung liebender Herzen. – Die Blaue Blume als ihr Symbol.


Es gibt Bilder und Symbole, die in der Seele jedes Menschen – wenn auch z. T. unbewusst - verankert sind. Das Kreuz gehört dazu, der Gral, der Stein der Weisen, das goldene Kalb – viele sind es nicht, doch sie berühren die Menschen im Inneren, mahnend, fordernd, tröstend.

Phänomenal ist, wie sie bisweilen im Bewusstsein der Menschen an die Oberfläche kamen. Urplötzlich z. B. taucht fast zeitgleich der Gral Ende des Mittelalters in einem deutschen und zwei französischen Werken auf und fasziniert von da an die Menschen.
 

Auf einmal ist sie da, die Blaue Blume, aufgetaucht in der Seele von Novalis und geoffenbart in seinem Roman Heinrich von Ofterdingen.

Wir erfahren, dass wir sie im Inneren eines Berges finden und dass wir den Zugang zu diesem überraschend finden. Dass, wenn wir hineingehen, wir in eine besondere Welt eintauchen, eine Welt des Wunderbaren, eine Welt tiefer Sinnhaftigkeit.




Wir wissen um die Bedeutung des Berginneren aus Ali Baba und die 40 Räuber oder aus dem Grimm-Märchen Simeliberg. Wer sich unzulässig den Zugang ergaunert, den kostet es das Leben. Wem der Zugang zuteil wird, der findet reichste Schätze – es sind die Schätze des eigenen Inneren.
Nur im Berginneren, in unserem Inneren also, finden wir die Blaue Blume. Sie zeigt uns in ihrem Blütenkelch ein Gesicht. Es ist der verloren geglaubte Teil von uns. In Wahrheit war er immer da.
 

So wie es, seit es das Universum gibt, auch Radiowellen gibt, von denen die Menschen früher nichts wussten, so gibt es den verlorenen Teil. So wie wir Menschen erst einen Empfänger basteln mussten, um Radiowellen empfangen zu können, so müssen wir Menschen den Empfänger entstauben und wieder in Betrieb nehmen, der uns mit jenem Teil verbindet, der immer sendete, den wir jedoch so lange nicht empfangen konnten.
 

Auf köstliche Weise nimmt Hermann Hesse gegen Ende seines Steppenwolfs auf dieses Phänomen Bezug. 

Wir leben in einer Zeit, in der dieses Bewusstsein zunimmt, dass wir auf Empfang gehen können und dass sich unsere Sinne schärfen, so dass wir besser hören.
Deshalb mag es sein, dass die Blaue Blume zum Symbol des 21. Jahrhunderts wird.
 

Wer von Religion spricht, so lässt uns Novalis wissen, spricht von der ewigen Verbindung zweier Wesen, die sich in Wahrheit nie verloren haben und doch finden müssen. Es ist die Vereinigung von Liebenden, die jeden von uns betrifft, dafür stehen Adam und Eva, Siegfried und Brünhilde, Tristan und Isolde, Romeo und Julia, Heinrich und Mathilde, genauso aber auch Gott und Mensch, Himmel und Erde.
 

Diesen Raum, in dem das geschehen kann, nennen wir Religion, es ist die überkonfessionelle Kathedrale der Welt, der Tempel, den Jesus reinigt, zugleich unser innerer Kosmos.
 

Wenn er uns heilig ist.
 

Wenn er uns heilig ist, finden wir auch diese Blaue Blume.

Montag, 11. August 2008

Die magische Formel: Es war einmal ...

Mit horchenden Herzen – so formuliert es Heinrich Heine – sind wir einst dagesessen oder schon im Bettchen gelegen und haben gelauscht, als uns Vater, Mutter oder Geschwister, vielleicht auch Oma oder Opa ein Märchen vorlasen, tief im Inneren die hoffende Ahnung, dass am Schluss, wenn sie nicht gestorben sind, doch die Märchenhelden noch leben.

Es war einmal … das sind nicht einfach drei Worte … das ist wie eine hell glimmende Glut in uns, ein Bewusstsein, ein Wissen um etwas …

Wir verbinden damit die Märchen der Gebrüder Grimm: Frau Holle, Hänsel und Gretel, Die Bremer Stadtmusikanten, Simeliberg, Dornröschen, Schneeweißchen und Rosenrot, Aschenputtel, Schneewittchen, Hans im Glück, Die 7 Schwäne. Der Wolf und die 7 Geißlein, Rapunzel ...

Nur: Wer lässt uns heute seine Haare herunter, um zu jenem Wissen zu gelangen? Wie gelangen wir in das Innere des Simeliberges?

Es war einmal … Damals gab es einen glücklichen König und eine glückliche Königin, es gab einen liebenden Vater und eine liebende Mutter, das Glück wohnte unter den Menschen und in ihnen.

Es war jene Zeit, welche die griechische Mythologie das Goldene Zeitalter nennt. Die Menschen lebten ohne Kampf, Krampf, Krankheit und Arbeit. Die Erde gewährte ihnen alles, was sie zum Leben bedurften in Hülle und Fülle. Gesetze gab es nicht, denn es gab keine Verbrechen; Dike, die Göttin der Gerechtigkeit, lebte unter den Menschen. Mit den Menschen zusammen bewohnten die Tiere das Land und die Meere, aus den Bäumen floss Honig; sanft und voller Liebe lebten wir im Einklang mit allem, was ist.

Im griechischen Schöpfungsmythos war es die Zeit des Gottes Kronos. Kronos bedeutet Zeit. Es war der Beginn unserer Zeit.

Es war einmal …

Diesen Zustand meinen die Märchen, wenn es oft zu Beginn heißt:

Es waren einmal ein König und eine Königin, und sie hatten beide einander sehr lieb …

Ein Zauber, ein Zauber kindlicher Magie liegt in diesem Anfang, deshalb konnte Hermann Hesse in "Stufen" schreiben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Unsere Seelen wissen von diesem Beginn.
Unsere Seelen waren dabei.
Unsere deutsche Sprache lässt daran keinen Zweifel:

Er-inner-ung: Der Kern dieses Substantivs besteht aus dem Wörtchen innen.

ung ist bekanntlich die Endsilbe vieler Hauptwörter und das Präfix Er bedeutet so viel wie: auf dem Weg sein, sich etwas zu eigen machen.

Wir finden es in er-leben. er-kunden, er-fahren, er-mutigen, er-innern.

Erinnerung, der Weg nach innen, ist der Zugang zu unserem inneren Schatz, deshalb gibt es die Märchen wie Simeliberg und Ali Baba und die 40 Räuber.

Sie enthalten zugleich die Warnung, sich nicht unrechtmäßig oder vor der Zeit Zugang verschaffen zu wollen, z.B. durch Drogen. Wer das tut, muss scheitern. Die Räuber sind zugleich die Hüter des Schatzes.

Was ich hier schreibe, ist Menschheitswissen, das sich immer wieder zum Ausdruck bringt.

Wir erkennen es im Symbol der Blauen Blume, die Heinrich von Ofterdingen nicht von ungefähr tief in einem Berg findet; wir finden es verborgen im Inneren des Gesetzes in Kafkas Türhüterlegende oder in jenem berühmten Blütenstaub-Fragment von Novalis:

Wir träumen von Reisen durch das Weltall: ist denn das Weltall nicht in uns? Die Tiefen unsers Geistes kennen wir nicht.- Nach Innen geht der ge­heimnisvolle Weg. In uns oder nir­gends ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft. Die Außenwelt ist die Schattenwelt, sie wirft ihren Schatten ins Lichtreich. Jetzt scheint es uns freilich inner­lich so dunkel, einsam, gestaltlos, aber wie ganz an­ders wird es uns dün­ken, wenn diese Verfinsterung vorbei und der Schattenkörper hinweggerückt ist. Wir werden mehr genießen als je, denn un­ser Geist hat entbehrt.


In uns also liegt jenes Es war einmal …

Deshalb berührt uns dieser Märchenanfang so. Er erinnert an jene Zeit, als alles gut war.

Darum ist es so wichtig, dass Kindern Märchen erzählt werden. Sie wissen dann und werden daran erinnert:

Es gibt einen Zustand in uns, unsere wahre Heimat, dort ist alles gut. - Und es wird auch alles wieder gut.

Nun sind wir unterwegs.


Wilhelm Busch weiß davon:


Wie kam ich nur aus jenem Frieden
ins Weltgetös?
Was einst vereint, hat sich geschieden,
und das ist bös.

Nun bin ich nicht geneigt zum Geben.
Nun heißt es: Nimm!
Ja, ich muss töten, um zu leben.
Und das ist schlimm.

Doch eine Sehnsucht blieb zurücke,
die niemals ruht.
Sie zieht mich heim zum alten Glücke.
Und das ist gut.

Nur: Warum sind wir überhaupt aufgebrochen?
Und ein ´altes Glück´, wie Wilhelm Busch es formuliert, wird es auch nicht wieder geben können - in den Märchen sind Anfangs- und Endzustand nie identisch.

Es verändert sich viel auf unserem Weg ...

Ist es so, wie T.S.Eliot schreibt?
In Four Quartets heißt es:

Und am Ende all unserer Forschung werden wir da ankommen,
wo wir angefangen haben,
und wir werden den Ort zum ersten Mal erkennen ...