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Dienstag, 14. Oktober 2025

Das weibliche Prinzip - ein dunkler, feuchter Abgrund ...

(..) aus der von Sonnenlicht durchfluteten Perspektive des männlichen Prinzips trägt das weibliche Prinzip einen dunklen, feuchten, gefährlichen Abgrund in sich. Das solare Prinzip fühlt sich von der Dunkelheit des lunaren Prinzips bedroht. Doch durch die Vereinigung von Sonne und Mond, durch die Vereinigung des maskulinen und des femininen Prinzips, im Gleichgewicht und energetisch ausgeglichen, kann wahre Erleuchtung erreicht werden. („Das Manuskript der Magdalena“)


Ist es die Angst vor dem abgründig Dunklen, Feuchten, warum mehr Männer, als man annehmen möchte, Angst vor dem Weiblichen, Angst vor der weiblichen Sexualität haben, auch wenn sie ganz anders tun … 
(vgl. "Die oft klammheimliche Angst mancher Männer vor der Vagina")

Ist das auch ein Grund, warum es der Kirche gelingen konnte, der Menschheit weiszumachen, dass Frauen verdorben sind und dass die sexuelle Leidenschaft zwischen einem Mann und einer Frau böse ist?
Dabei kam ihr ja entgegen, dass von den beiden Schlangen am unteren Ende unserer Wirbelsäule die solare, also männliche Schlange, golden leuchtet, die lunare weibliche Schlange aber, links von der Wirbelsäule, schwarz ist.

Braucht es noch mehr an Beweisen, dass man sich vor dem Dunklen, Feuchten in Acht nehmen muss - genügen schwarze Schlangen nicht ?!

Brauchte es noch mehr Legitimation, Frauen den Weg in die Ämter der Kirche zu versperren und die Männer der Kirche aufzufordern, besser allein zu leben als zu zweit ...

Warum hat denn die Schlange sich am Anfang der Zeiten an das Weib gewandt, um den Menschen aus dem Paradies herauszubekommen?
Doch, weil das Einfallstor für das Böse eben das Weib war ...

In Ricarda Huchs Buch „Luthers Glaube“ findet sich der Hinweis auf einen geheimnisvollen Zusammenhang zwischen der Frau und der Erkenntnis des Bösen, einem Zusammenhang zwischen dem Weiblichen und der Sehnsucht nach dem Teufel.
Rudolf Steiner schrieb vor etwas mehr als 100 Jahren dazu (GA273): „(..) man kann auf diese Dinge nicht weiter eingehen, denn man würde heute noch auf sehr dünnes Eis treten, wenn man sie andeuten, geschweige weiterhin besprechen würde.“

Doch heute ist die Zeit reif dafür. Vor der Kirche haben immer weniger Leute Angst und die Macht der Männlichkeit bekommt immer mehr Risse, weil die Menschen erkennen, wie sehr diese kaputte Männlichkeit für die Nöte und vielen Kriege auf der Welt verantwortlich ist (die sie gegebenenfalls ganz großspurig beendet ...).

Heute kann eine Maria Magdalena in Das Manuskript der Magdalena behaupten, dass in der magischen Anziehung zwischen den Geschlechtern die Grundlage für die Himmelfahrt entsteht. Und sie formuliert:
Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. 
Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Jeder mag selbst entscheiden, ob er zu der Handvoll Menschen gehören will.

Zu den Menschen, die darum wissen, dass das Dunkle, Feuchte verantwortlich ist für alles Leben und das Männliche nur so glänzen kann, weil es das Geheimnis des Dunklen gibt, ein Geheimnis, das sich zu offenbaren beginnt.

Anmerken möchte ich noch, dass Maria Magdalena darauf hinweist, dass auch ein einzelner Mensch sich entsprechend weiterentwickeln kann, denn diese Entwicklung geschieht durch die Stärkung des Ka-Körpers, also des Ätherleibs und den bewussten Aufstieg der beiden Schlangen. Beides ist möglich durch entsprechende Übungen, deren im Übrigen auch Paare bedürfen.
Dass all dies nicht zu sehr sich verbreitet, hängt auch damit zusammen, dass es um ungeheuer machtvolle Energien geht, die in unserer Zeit - in Atlantis lief es falsch - in die Hände derer kommen mögen, die diese Energien - Maria Magdalena vergleicht ihre Explosionskraft mit der einer Atombombe - zum Segen der Menschheit nutzen mögen.

Freitag, 26. September 2025

Die ganze Wahrheit über die Teufel bzw. Dämonen der Maria Magdalena. - Über ein Verbrechen an der Seele der Menschheit.

Zum Abschluss ihres Buches Das Manuskript der Magdalena. Die Alchemie des Horus und die Sexualmagie der Isis stellen Tom Kenyon und Judi Sion noch einige Fragen an Maria Magdalena, unter anderem, was es auf sich habe mit der Aussage in den Evangelien (Luk.8,2; Mark.16,9), dass „Jeshua dir sieben Teufel ausgetrieben hat.“

Die Antwort Magdalenas:
Jeshua vollzog einen Reinigungsritus an mir, um das, was ihr negative Energien nennen würdet, aus meinen sieben Chakren zu entfernen. Es war eine Chakra-Reinigung. Die ´sieben Dämonen´ waren einfach negative Energien, wie wir sie alle manchmal in unserem Energiefeld haben. Er reinigte mein Feld von ihnen, um mich für die tiefere Alchemie vorzubereiten, die wir zusammen durchführen wollten.
Es wird auch nichts davon erzählt, dass ich auch seine sieben Chakren reinigte. Ich tat das Gleiche für ihn.
Wenn wir heute je nach Übersetzung von Teufeln oder Dämonen lesen, die Jesus aus Maria Magdalena austrieb, dann will diese Formulierung ganz bewusst vermitteln, dass wir in dieser Frau eine besonders sündhafte und seelisch-geistig zerrüttete vor uns haben. Und das geschah und geschieht mit Absicht.
In den frühchristlichen Jahrhunderten war gewiss noch bekannt und überliefert, dass Maria Magdalena in die Sexualmagie der Isis eingeweiht war. Für diese Magie hatte nicht nur die Sexualität eine heilige Bedeutung, lehrte sie doch, dass mit Hilfe der sexuellen Vereinigung zweier Liebender, die auf bestimmte Weise vollzogen wird, die Spiritualität sich auf eine höhere Ebene entwickeln kann. Sexualität war eben keine Sünde, wie die Kirche später lehrte - im Gegenteil -, und in diesem Rahmen war eben die Frau nicht dem Mann untergeordnet, sondern eine gleichwertige Liebespartnerin, deren Anwesenheit gerade nicht, wie es später vermittelt wurde, zu einer Erniedrigung des Göttlichen führte, sondern - im Gegenteil - den göttlichen Glanz erhöhte, indem durch die heilige, zärtliche Intimität der sogenannte KA-Körper - heute sprechen wir in der Regel vom Ätherleib - gestärkt und leuchtkräftiger wurde und die Verbindung zur Kosmischen Mutter immer nachhaltiger. 

Durch Magdalenas weibliche Präsenz im Leben Jesu war zudem das Bild von jenem als einem superfrommen, zölibatär lebenden Prediger ganz und gar nicht zu vermitteln.


So musste ein anderes Bild Maria Magdalenas gezimmert werden:
In der Überlieferung verschmilzt sie mit zwei im Neuen Testament erwähnten Frauen, deren eine Jesu Füße mit kostbarem Öl salbt (Jesus in Ehren, aber diese Verschwendung muss ja nun doch nicht sein …) und deren andere im Rahmen eines Abendessens, das bei dem Pharisäer Simon stattfand, dort auftaucht, als Sünderin bezeichnet wird, Jesu Füße mit Tränen netzt - gerade in der Kunst wurde gern das erotische Moment in den Vordergrund gestellt, dann war auch schon einmal eine ihrer Brustwarzen zu sehen … - und sie mit ihren weiblich langen Haaren trocknet. 

Sündig war eine Frau vor allem, wenn sie eine Hure war; so war der Schritt von der Sünderin zur Hure nicht weit (zumal mit solch verführerischen Haaren ... ).
Dieses Bild passte auch bestens in die Sexualmoral der Kirche. Gerade Frauen waren ja schon immer durch die Schlange besonders gefährdet und damit eine Gefahr für die moralische Standfestigkeit der Männer. 
Gut, dass die Besonderen unter ihnen sich durch das Zölibat schützten.
(Welche Auswirkungen es in Wirklichkeit oft hatte, ist in den letzten zwei Jahrzehnten einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden.)

Was die Kirche mit dem Zölibat und dem Umgang mit Sexualität in Wirklichkeit dann Realität werden ließ, ist in meinen Augen in Wirklichkeit ein Verbrechen an der Seele der Menschheit.

Magdalena formuliert, nachzulesen in dem Manuskript:
Aus meiner jetzigen Sicht finde ich es äußerst tragisch, dass die Geheimnisse und die Heiligkeit unserer Sexualität von der Kirche, von den Kirchenvätern, als Böse verteufelt wurden. Fast 2000 Jahre lang wurde einer der kraftvollsten und schnellsten Wege zu Gottes Erkenntnis als falsch hingestellt (…) Die Wahrheit und die Kraft von Jeshuas Lehren wurden von der Kirche verdreht. Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Maria Magdalena macht deutlich, dass sie mit der Veröffentlichung des Manuskripts der Wirkung dieses Verbrechens, wie ich das Ganze nenne, ein Ende bereiten möchte. 
Wer Ohren hat zu hören, der mag es hören.

Wer sich jenem Buch widmet, dessen erstes Drittel das gechannelte Manuskript der Maria Magdalena umfasst, wird sich der gerade heute hilfreichen Sexualmagie der Isis konfrontiert sehen, wie sie sich durchaus vergleichbar im Tantra Yoga, im Taoismus und in der Alchemie des tibetischen Buddhismus findet; es macht den Mittelteil des Buches aus, dass Tom Kenyon uns einen vergleichenden Blick auf diese drei Richtungen werfen lässt.
Die Übungen und Hinweise zur Sexualmagie können Paaren weiterhelfen ebenso wie auch Alleinstehenden.

Die beiden Schlangen, die in jedem von uns sind - eine schwarze weibliche und eine golden männliche - warten darauf, dass wir sie auf ihrem Weg nach oben durch die Chakren, in denen sie sich kreuzen, unterstützen; vielleicht müssen wir sie möglicherweise überhaupt erst einmal auffordern, sich zu bewegen und zu erheben; vielleicht schlummern sie noch am unteren Ende der Wirbelsäule oder eine von beiden ist wach und möchte los, die andere aber macht nur müde ein Auge auf und sagt: Gib doch Ruhe, was machst du auf einmal für einen Lärm …

Wer sich übrigens daran stören sollte, dass die weibliche Schlange schwarz ist, der möge sich Gedanken darüber machen, warum so viele Männer Angst vor dem Weiblichen haben … und das, obwohl sie doch eine so tolle goldene Schlange haben (oder gar sind) …


PS. Es ist übrigens interessant, dass Jeanne Ruland und Marion Hellwig in ihrem Buch Maria Magdalena. Lebe und heile deine Weiblichkeit, erschienen 2014, ohne dass sie ganz offensichtlich das Buch von Tom Kenyon kannten, das 2002 zunächst im Englischen erschien, in vielen Punkten Vergleichbares schrieben, nicht nur, was Magdalenas und ihrer Tochter Sarahs Landung in Frankreich und den zeitweiligen Aufenthalt in England betrifft, sondern auch die Dämonenaustreibung. Zu letzterer haben beide Frauen einen 28-zeiligen „Exkurs“ verfasst, den ich für interessierte Leser auf meinem Blog "Wortbrunnen" eingebracht habe.
Das Buch der beiden Frauen ist im Übrigen ganz anderer Natur als das von Kenyon/Sion. Es beschreibt die Pilgerfahrt von Jeanne Ruland und Marion Hellwig, die zusammen mit einer Frauengruppe auf den Spuren Maria Magdalenas heilige Orte in Frankreichs Süden aufsuchen (Les-Saint-Marie-de-la-Mer, Saint-Maximin-la-Sainte-Baume u.a.), wobei regelmäßig meditative Texte beispielsweise zur Einweihung in die Weiblichkeit, eine Lilien-Reinigungsmeditation oder zum Kelch der göttlichen Liebe eingeblendet werden.

Samstag, 13. Mai 2023

Satan, Luzifer, Teufel, Mephisto: (Ur-)Kräfte, die in Goethes "Faust" wirksam sind

Als Kind wuchs ich in einer superchristlichen Familie auf. Und so, wie mir unklar blieb, warum mal von Christus, mal von Jesus, mal von Jesus Christus gesprochen wurde, so blieb mir auch unklar, was es mit dem Teufel und dem Satan auf sich hat, wobei es da auch noch einen Luzifer gab und eine Schlange.
Auf dieses Thema komme ich zwar erst genauer im zweiten meiner geplanten Faust-Videos zu sprechen, aber dass zu Beginn der goetheschen Tragödie "Der Herr" Mephistopheles auf den Faust aufmerksam macht und ihn damit sozusagen jenem ans Messer liefert, könnte doch befremdlich sein, wobei genau dies auch mit Hiob, nachzulesen im "Buch Hiob" des Alten Testamentes, geschieht.
Im Rahmen des geistigen Kosmos finden wir bekanntlich 9 Hierarchien, von den Engeln angefangen über die Elohim und Throne bis zu den Seraphim; der Mensch nun ist die 10. Hierarchie; mit ihm, kommt etwas völlig Neues in den Kosmos: eine Form der Freiheit,  die es bisher so nicht gab  und die es zu erwerben gilt. Dass das Erreichen dieser Freiheit ungeheuer schwer ist und dem Menschen nicht viel mehr als in Ansätzen zur Verfügung steht, steht für mich außer Frage. Um zu ihr zu gelangen muss des Menschen Seele durch eine völlige Gottesferne hindurch, wie wir sie heute noch im Materialismus erleben, um sich in freier Entscheidung dem Göttlichen zuzuwenden, das für den Menschen noch sehr abstrakt ist, weshalb er sich mit diesem Schritt auch sehr schwer tut. In unserer Zeit ringen manche Menschen verstärkt um ein Bewusstsein, was es mit diesem Göttlichen auf sich hat.
Der geistige gesamtkosmische Entwicklungsweg des Menschen entspricht dem Lebensweg des Menschen von der Zeugung bis zum Tod. Der sogenannte Sündenfall steht dabei für die Pubertät der Menschheit.
Goethe nun hat in der Gestalt des Dr. Heinrich Faust einen Menschen dargestellt, der zwar wissen möchte, was die Welt im Innersten zusammenhält und zum Ewig-Weiblichen gelangen möchte - deutlich wird das vor allem im zweiten Teil des Faust - der sich aber dabei verdammt schwertut und im ersten Teil ein sehr unbedarftes Mädchen in Tod und Verderben treibt. Doch die wertvollen Entwicklungsschritte, die Faust im zweiten Teil gelingen, sind nur möglich, weil er sich im ersten auf Mephistopheles einließ, ein  junges Mädchen mit dessen Hilfe meinte, schwängern zu müssen, mit jungen Hexen auf dem Brocken tanzte und anderem mehr.