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Donnerstag, 23. Juli 2026

🌟 "Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe / so müd geworden ..." – Die Zeit unseres Panther-Daseins ist vorbei! – Warum Rilkes "Der Panther" dennoch uns in Erinnerung bleiben darf.

Es gibt im Rahmen eines literarischen Werkes kaum ein Bild, dass in nuce so eindrücklich die Gefangenschaft der menschlichen Seele durch dunkle Mächte in der Vergangenheit darstellt, wie Rilkes Gedicht "Der Panther“:

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein. 

 

Tatsächlich gab es für die allermeisten Menschen hinter ihren Stäben keine Welt, keine kosmische Welt; ihre mentale Begrenztheit war perfekt und ist es immer noch heute für viele. Natürlich haben Christen, Buddhisten und Angehörige anderer Religionen an einen Himmel und ein Jenseits geglaubt, aber dieser Glaube war und ist sehr oft sehr abstrakt und berücksichtigt nicht - und will das auch kirchlicherseits nicht -, dass Planeten, unsere Galaxie, ja Millionen Galaxien bewohnt sind und es Milliarden von Sternenvölker gibt. Für die allermeisten Christen beispielsweise war und ist das keinen Gedanken wert, ja fast gotteslästerlich. Der Mensch war die Krone der Schöpfung Gottes und weitere Kronen gab und gibt es nicht. Natürlich durfte es Engel, Erzengel und weitere Engelhierarchien geben, dass aber, seit es Menschen auf der Erde gibt, dunkle und lichte Sternenvölker nicht nur im Kosmos, sondern auch im Inneren der Erde und unter den Menschen weilten: dieses Bewusstsein vereitelte vor allem die Kirche genauso wie andere Religionen. Sie nutzten die Kraft der Rituale.

Im vierten Band ihrer "Lichtbotschaften von den Plejaden" schreibt Pavlina Klemm:
Durch das Wiederholen von ´Gebeten´ haben sie um die ganze Erdkugel herum riesige negative energetische Strukturen erzeugt, an die sich Milliarden von Menschen angebunden haben. Mit jedem Gebet, das die Menschen wiederholen, geben sie diesen riesigen Strukturen neue Kraft. Und gleichzeitig werden sie immer stärker mit ihnen verbunden.
Auf diese Weise haben die Kirchen unzählige Menschen an sich gebunden. Mit wiederholten Ritualen verstärkten sie kraft der Gedanken ihre selbstsüchtigen Wünsche. Sie wussten, dass sie mithilfe des Kollektivs und auch durch das wiederholte Denken und durch wiederholte Worte diese paralysierende Kraft erzielen können.
(Anmerken möchte ich, dass aufgrund der Dynamik der menschlichen Entwicklung die von der Kirche missbrauchten Worte wie "Christus" und "Amen" von der Lichtwelt gereinigt, von den negativen Energien der Kirchen befreit und in die göttliche Ordnung zurückgebracht werden konnten; dies gilt auch für kirchliche Personen und Gebäude.)

Doch es sind nicht nur die Kirchen, sondern einzelne Menschen auf unserer Erde, die ihren Besitz und ihre Macht dazu missbrauchen, den Planeten Erde mehr oder weniger zu beherrschen. Die Plejader lassen uns in Band 6 von Pavlina Klemms "Lichtbotschaften der Plejader" dazu wissen:
Sie stellen den Menschen keine Informationen über das Leben auf benachbarten Planeten zur Verfügung. Sie stellen keine Informationen darüber zur Verfügung, dass sie selbst schon längst auf Nachbarplaneten reisen und mit benachbarten Zivilisationen in Verbindung stehen. Sie treffen sich mit dunklen Zivilisationen. Sie halten die menschliche Gesellschaft am Boden und sorgen dafür, dass ihr eure Kenntnisse über die Nachbarwelten nicht erweitert.
In einem zum Teil leider inhaltlich etwas wirren Video weist Charlene Manca in ihrem Gespräch mit Matthias Langwasser auf die Existenz einer solchen Dependance im Inneren des Mars hin, bevölkert vor allem von Amerikanern, Russen und auch Deutschen (Link s. unten).
Diese Machtpersonen wissen, dass die Menschen, wenn sie solche Kenntnisse besäßen, neue gedankliche Bewusstseinsfelder erschaffen würden, morphogenetische Felder, die sich über den ganzen Planeten verbreiten, so dass jeder Mensch die Möglichkeit hätte, sich daran anzubinden, wenn er seine Umgebung zu erforschen beginnt. Deshalb haben sie den Zugang zu den Gesamtinformation lieber begrenzt, damit sich das menschliche Individuum nicht entwickeln kann und die Hoffnung in sich begräbt, dass außerirdische Völker existieren, die Zuneigung und Liebe für die Menschen empfinden. (...) Die menschliche Gesellschaft ertrinkt buchstäblich in überfüllten Städten. Die Menschen können zwar mit Hilfe von Flugzeugen auf andere Kontinente der Erde reisen, aber sie haben keine Ahnung, dass das Reisen auf andere Planeten und das Besuchen freundlich gesinnter außerirdischer Zivilisationen für die anderen außerirdischen Zivilisationen vollkommen normal ist.
Für Leserinnen und Leser, die davon zum ersten Mal hören, klingt alles sehr unwahrscheinlich und science-fiction-mäßig, die Plejader aber informieren darüber schon seit Jahren. Lange werden gewisse Milliardäre nicht mehr den Deckel auf diesem Wissen halten können. Auch die Macht der dunklen Mächte ist zunehmend eingeschränkt, ja gebannt. Dies hängt damit zusammen, dass doch mehr Menschen, als viele annehmen, sich – wenn auch oft unbewusst – dem göttlichen Licht gegenüber geöffnet haben. Da sollten auch der Ukraine-Krieg, die Iran-Krise und die Tatsache, dass ein alter, seniler Mann mit Hilfe seines Amtes ein Land dazu missbraucht, seinen Narzissmus auf exzentrischste Weise auszuleben, nicht irritieren. Es sind Rückzugsgefechte der dunklen Kräfte, die bekanntlich seit über 5000 Jahren die Erde in reptiloider Gefangenschaft gehalten haben und Menschen, die ihnen - zum Teil ohne dass diesen das bewusst ist - gefügig sind, dazu benutzen, ihr Unwesen zu treiben. Diese Zeit ist, so lassen die Plejader verlauten, unumkehrbar vorbei, wenn auch die Rückzugsgefechte verdeutlichen, welch gewaltige dunkle Energie hinter allem stand und noch eine Weile steht.
Es ist bezeichnend, dass Rainer Maria Rilke im dritten Vers der ersten Strophe – "Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe“ - den Konjunktiv II, den Irrealis, verwendet. Rilke deutet damit an für den, der es zu verstehen vermag, dass es diese Stäbe - die hier so unnachahmlich per Schlagreim betont werden - in einer heilen Wirklichkeit nicht gibt. Doch in der Wirklichkeit von Menschen, die ein Pantherleben leben, gibt es sie und ihr Vorhandensein ist so dominierend, dass diese Stäbe sich gar schon verselbständigt haben: nicht der Panther scheint zu gehen, die Stäbe gehen vorüber, in schier endloser Zahl ...
Bilder sind in gewisser Weise irreal, sie sind keine Wirklichkeit. Wahre Wirklichkeit hört im Herzen nicht auf zu sein. Sie nährt das Herz, macht es stark und stärker. Die dritte Strophe macht das ganze Dilemma eines Panther-Lebens deutlich, darüber kann auch die geniale Metapher vom "Vorhang der Pupille" nicht hinwegtäuschen; sie ist ein Abgesang auf wahres Leben; das wahre Leben und ein großer Wille, der doch jedem Menschen zur Verfügung stünde, ist betäubt.
Aber die Zeit der Narkotisierung ist vorüber.
Rilke litt unter dieser Narkotisierung, Er litt unter einer seelisch absolut labilen Mutter, die sich ihm entzog, so dass er ein Leben lang im Grunde nach dem Urmütterlichen suchte und es kein Zufall ist, dass er ein Leben lang Mariendarstellungen aufsuchte, wo er nur konnte. Das Ungleichgewicht zwischen seiner weiblichen und männlichen Seite war jedoch eklatant, auch deshalb vermochte er es nicht, Welt - sein reales irdisches Leben also - und Kunst in Übereinstimmung zu bringen. Damit hängt auch sein verstörendes Verhalten seiner Tochter Ruth gegenüber zusammen und es mag kein Zufall sein, dass sie sich das Leben nahm.
Rilkes Leben war geprägt von der Sehnsucht nach der Welt vor den Stäben, von der er zutiefst überzeugt war, sie aber nicht mit seinem Leben verbinden konnte. Damals waren die Kräfte noch zu stark, deren Machtende wir nun erleben dürfen. Dafür dürfen wir unendlich dankbar sein und den kosmischen Kräften danken, dass sie uns nicht im Stich ließen, Kräften, die wir im Übrigen auf unserer Erde auch in dem Reich der Delfine und Wale finden, die der Menschheit so wertvolle Dienste leisten.
Rilkes Gedicht, das er unter dem Einfluss Auguste Rodins schrieb und das 1902 nach einem Besuch im Jardin des Plantes in Paris entstand, mag uns zukünftig daran erinnern, wie sehr diese Stäbe unsere Existenz einst dominierten und mag uns zugleich ein Verständnis für die Menschen haben lassen, die von deren scheinbarer Wirklichkeit noch gefangen gehalten werden.

PS
Hier noch der Link zum Video von Charlene Manca ("Überlebende packt aus: Unfassbares geschieht täglich")



Freitag, 26. September 2025

Die ganze Wahrheit über die Teufel bzw. Dämonen der Maria Magdalena. - Über ein Verbrechen an der Seele der Menschheit.

Zum Abschluss ihres Buches Das Manuskript der Magdalena. Die Alchemie des Horus und die Sexualmagie der Isis stellen Tom Kenyon und Judi Sion noch einige Fragen an Maria Magdalena, unter anderem, was es auf sich habe mit der Aussage in den Evangelien (Luk.8,2; Mark.16,9), dass „Jeshua dir sieben Teufel ausgetrieben hat.“

Die Antwort Magdalenas:
Jeshua vollzog einen Reinigungsritus an mir, um das, was ihr negative Energien nennen würdet, aus meinen sieben Chakren zu entfernen. Es war eine Chakra-Reinigung. Die ´sieben Dämonen´ waren einfach negative Energien, wie wir sie alle manchmal in unserem Energiefeld haben. Er reinigte mein Feld von ihnen, um mich für die tiefere Alchemie vorzubereiten, die wir zusammen durchführen wollten.
Es wird auch nichts davon erzählt, dass ich auch seine sieben Chakren reinigte. Ich tat das Gleiche für ihn.
Wenn wir heute je nach Übersetzung von Teufeln oder Dämonen lesen, die Jesus aus Maria Magdalena austrieb, dann will diese Formulierung ganz bewusst vermitteln, dass wir in dieser Frau eine besonders sündhafte und seelisch-geistig zerrüttete vor uns haben. Und das geschah und geschieht mit Absicht.
In den frühchristlichen Jahrhunderten war gewiss noch bekannt und überliefert, dass Maria Magdalena in die Sexualmagie der Isis eingeweiht war. Für diese Magie hatte nicht nur die Sexualität eine heilige Bedeutung, lehrte sie doch, dass mit Hilfe der sexuellen Vereinigung zweier Liebender, die auf bestimmte Weise vollzogen wird, die Spiritualität sich auf eine höhere Ebene entwickeln kann. Sexualität war eben keine Sünde, wie die Kirche später lehrte - im Gegenteil -, und in diesem Rahmen war eben die Frau nicht dem Mann untergeordnet, sondern eine gleichwertige Liebespartnerin, deren Anwesenheit gerade nicht, wie es später vermittelt wurde, zu einer Erniedrigung des Göttlichen führte, sondern - im Gegenteil - den göttlichen Glanz erhöhte, indem durch die heilige, zärtliche Intimität der sogenannte KA-Körper - heute sprechen wir in der Regel vom Ätherleib - gestärkt und leuchtkräftiger wurde und die Verbindung zur Kosmischen Mutter immer nachhaltiger. 

Durch Magdalenas weibliche Präsenz im Leben Jesu war zudem das Bild von jenem als einem superfrommen, zölibatär lebenden Prediger ganz und gar nicht zu vermitteln.


So musste ein anderes Bild Maria Magdalenas gezimmert werden:
In der Überlieferung verschmilzt sie mit zwei im Neuen Testament erwähnten Frauen, deren eine Jesu Füße mit kostbarem Öl salbt (Jesus in Ehren, aber diese Verschwendung muss ja nun doch nicht sein …) und deren andere im Rahmen eines Abendessens, das bei dem Pharisäer Simon stattfand, dort auftaucht, als Sünderin bezeichnet wird, Jesu Füße mit Tränen netzt - gerade in der Kunst wurde gern das erotische Moment in den Vordergrund gestellt, dann war auch schon einmal eine ihrer Brustwarzen zu sehen … - und sie mit ihren weiblich langen Haaren trocknet. 

Sündig war eine Frau vor allem, wenn sie eine Hure war; so war der Schritt von der Sünderin zur Hure nicht weit (zumal mit solch verführerischen Haaren ... ).
Dieses Bild passte auch bestens in die Sexualmoral der Kirche. Gerade Frauen waren ja schon immer durch die Schlange besonders gefährdet und damit eine Gefahr für die moralische Standfestigkeit der Männer. 
Gut, dass die Besonderen unter ihnen sich durch das Zölibat schützten.
(Welche Auswirkungen es in Wirklichkeit oft hatte, ist in den letzten zwei Jahrzehnten einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden.)

Was die Kirche mit dem Zölibat und dem Umgang mit Sexualität in Wirklichkeit dann Realität werden ließ, ist in meinen Augen in Wirklichkeit ein Verbrechen an der Seele der Menschheit.

Magdalena formuliert, nachzulesen in dem Manuskript:
Aus meiner jetzigen Sicht finde ich es äußerst tragisch, dass die Geheimnisse und die Heiligkeit unserer Sexualität von der Kirche, von den Kirchenvätern, als Böse verteufelt wurden. Fast 2000 Jahre lang wurde einer der kraftvollsten und schnellsten Wege zu Gottes Erkenntnis als falsch hingestellt (…) Die Wahrheit und die Kraft von Jeshuas Lehren wurden von der Kirche verdreht. Die Geheimnisse der Erhöhung des Bewusstseins durch heilige Sexualität, so wie Jeshua und ich sie praktizierten, wurden von der Kirche unterschlagen. Mir ist klar, dass nur eine Handvoll Menschen meine Geschichte verstehen wird, doch das genügt.
Maria Magdalena macht deutlich, dass sie mit der Veröffentlichung des Manuskripts der Wirkung dieses Verbrechens, wie ich das Ganze nenne, ein Ende bereiten möchte. 
Wer Ohren hat zu hören, der mag es hören.

Wer sich jenem Buch widmet, dessen erstes Drittel das gechannelte Manuskript der Maria Magdalena umfasst, wird sich der gerade heute hilfreichen Sexualmagie der Isis konfrontiert sehen, wie sie sich durchaus vergleichbar im Tantra Yoga, im Taoismus und in der Alchemie des tibetischen Buddhismus findet; es macht den Mittelteil des Buches aus, dass Tom Kenyon uns einen vergleichenden Blick auf diese drei Richtungen werfen lässt.
Die Übungen und Hinweise zur Sexualmagie können Paaren weiterhelfen ebenso wie auch Alleinstehenden.

Die beiden Schlangen, die in jedem von uns sind - eine schwarze weibliche und eine golden männliche - warten darauf, dass wir sie auf ihrem Weg nach oben durch die Chakren, in denen sie sich kreuzen, unterstützen; vielleicht müssen wir sie möglicherweise überhaupt erst einmal auffordern, sich zu bewegen und zu erheben; vielleicht schlummern sie noch am unteren Ende der Wirbelsäule oder eine von beiden ist wach und möchte los, die andere aber macht nur müde ein Auge auf und sagt: Gib doch Ruhe, was machst du auf einmal für einen Lärm …

Wer sich übrigens daran stören sollte, dass die weibliche Schlange schwarz ist, der möge sich Gedanken darüber machen, warum so viele Männer Angst vor dem Weiblichen haben … und das, obwohl sie doch eine so tolle goldene Schlange haben (oder gar sind) …


PS. Es ist übrigens interessant, dass Jeanne Ruland und Marion Hellwig in ihrem Buch Maria Magdalena. Lebe und heile deine Weiblichkeit, erschienen 2014, ohne dass sie ganz offensichtlich das Buch von Tom Kenyon kannten, das 2002 zunächst im Englischen erschien, in vielen Punkten Vergleichbares schrieben, nicht nur, was Magdalenas und ihrer Tochter Sarahs Landung in Frankreich und den zeitweiligen Aufenthalt in England betrifft, sondern auch die Dämonenaustreibung. Zu letzterer haben beide Frauen einen 28-zeiligen „Exkurs“ verfasst, den ich für interessierte Leser auf meinem Blog "Wortbrunnen" eingebracht habe.
Das Buch der beiden Frauen ist im Übrigen ganz anderer Natur als das von Kenyon/Sion. Es beschreibt die Pilgerfahrt von Jeanne Ruland und Marion Hellwig, die zusammen mit einer Frauengruppe auf den Spuren Maria Magdalenas heilige Orte in Frankreichs Süden aufsuchen (Les-Saint-Marie-de-la-Mer, Saint-Maximin-la-Sainte-Baume u.a.), wobei regelmäßig meditative Texte beispielsweise zur Einweihung in die Weiblichkeit, eine Lilien-Reinigungsmeditation oder zum Kelch der göttlichen Liebe eingeblendet werden.

Donnerstag, 24. April 2025

Papst Franziskus: der scheinheilige Fürsprecher der Armen und Entrechteten!

Ich möchte gar nicht sagen, dass Franziskus als Mensch nicht wirklich ein Herz für Arme und Entrechtete hatte. Aber ihm war bewusst, dass er für eine Institution arbeitete, die über zig Jahrhunderte die Menschen abhängig machte von ihrer Macht, abhängig davon, ob sie Segen sprach oder nicht, sie seelisch-geistig entrechtete und der auch an der Armut der Menschen gelegen war, weil Arme willfährig sind.

Weltweit besitzen die Kirchen zig Milliarden an Vermögen, aber noch heute sammeln sie von armen Menschen Kollekte ein und bitten um Spenden für Notleidende, während sie einem Kardinal zwischen 10000 und 13000 Euro Gehalt zahlen, unabhängig davon, dass jenen ein Fahrzeug und Fahrer gestellt wird und sie oft fürstlich und verbilligt wohnen.

Es wird Zeit, dass die Kirche entmachtet wird und die Menschheit bereit ist, ihre Verlogenheit wahrzunehmen. Dann können vor allem die sogenannten Gläubigen wirklich zu ihrer eigenen Macht finden, jener, die aus ihrem eigenen Inneren kommt.

Wie kann man eine Institution ernst nehmen, die jenen Teil der Menschheit, der von Gott geschaffen wurde, das Weib, die Frau, ganz besonders entrechtete und ins Abseits stellte? Eigentlich kann gar nicht offensichtlicher sein, dass die Kirche sich gegen Gottes Schöpfung stellt, aber so tut, als sei sie dessen Stellvertretung.

Wie kann es sein, dass die Menschheit die Tatsache, dass die Kirche den Willen Gottes mit Füßen tritt, so lange hingenommen hat und es noch fürderhin tut? - 
Es ist die Macht der Scheinheiligkeit. Noch ist sie stärker als wahre aus dem Herzen kommende Heiligkeit ...

Montag, 29. April 2024

Vom Notnagel Christus hin zu einem aktiven Christentum

"Denken Sie nur einmal, bei wie vielen Menschen der Christus eigentlich nichts weiter war in der Vergangenheit als eine Art Helfer in der Not für dasjenige, was der Mensch nur ja nicht selber tun mag. Jene eigentümliche Art, wie die römisch-katholische Kirche von einem bestimmten Zeitpunkte an die Sünden vergeben hat - man konnte sündigen, was man wollte, wenn man dann nur aufrichtig Buße leistete, Reue hatte und so weiter, so war einem das vergeben.

Schließlich, der Christus war da zum Helfen in der Not, zum Gutmachen desjenigen, was man selber gar nicht beabsichtigte in erheblichem Maße gutzumachen, von dieser Abirrung, wo man eigentlich auch passiv bleibt, das weltliche Leben, das weltliche Treiben für sich einrichtet, und dann womöglich nur dadurch, daß man an den Christus glaubt, daß man sich ganz in Passivität mit dem Christus verbunden fühlt, von dem Christus sich erlösen läßt - dieses zwiefache passive Verhalten zu dem Christus gehört und muß angehören der Vergangenheit. 

Und dasjenige, was an die Stelle treten muß, das muß sein ein Verhältnis zu dem Christus als zu einer aktiven Macht, ein Entgegengehen dem Christus so, daß er nicht für sich das tut, was man selber nicht gerne tut, sondern so, daß er einem durch sein Dasein die Kraft gibt, selber etwas zu tun. Ein aktives, oder besser gesagt, ein zur Aktivität kommendes Christentum ist dasjenige, was an Stelle des Passivitäts-Christentums treten muß, wo man im Grunde genommen - nun, verzeihen Sie, daß ich es so trivial ausdrücke - selber auf dem physischen Plane tut, was man will, und dann Gott einen guten Mann sein läßt, der einem alles verzeiht, wenn man nur im rechten Momente zu ihm zurückkommt. Das bezeichnet zu gleicher Zeit die Grenzscheide zwischen dem Zeitalter, das vergangen sein muß, das in eine furchtbare Menschheitskatastrophe hineingeführt hat, und dem, das da kommen muß und nur, wenn es ein Passivitäts-Christentum in ein Aktivitäts-Christentum überführt, geeignet sein kann, jede Schäden, die sich schon herausgestellt haben und die sich aus dem Vergangenheitsprinzip immer mehr herausstellen werden, zu heilen. Diese Schäden sitzen noch tief in den menschlichen Herzen und menschlichen Seelen. Und sie müssen geheilt werden, wenn die Erdenentwickelung weitergebracht werden soll."
 (R. Steiner am 19. Januar 1919; GA 273, S. 236f)

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Warum die Madonna die Seele so vieler Menschen berührte und berührt.

Jahrelang hing das Bild der Sixtinischen Madonna von Raffael in meinem Wohnzimmer, ohne dass mir bewusst war, welch tiefe spirituelle Bedeutung ihm zukommt. Für mich spiegelte sich in Maria und den diversen Madonnen der Versuch der katholischen Kirche, dem Weiblichen eine gewisse Bedeutung zu geben und doch zugleich für den religös-kirchlichen Alltag alles Weibliche aus dem seelsorgerlichen und institutionellen Bereich fernzuhalten. Der war Männern vorbehalten. Nicht von ungefähr entspricht die eigentlich katholische Sportart dem Mixed im Tennis: im Grunde für diverse Männer ein Herreneinzel mit Damenbehinderung. – Es ist auch nicht abzusehen, dass im 21. Jahrhundert sich daran grundlegend etwas ändert.

Gerade auf diesem Hintergrund war ein Aspekt im Werk Rudolf Steiners einer, der mich zutiefst berührt hat, als ich von ihm zum ersten Mal las, weil er mir einen ganz neuen Blick auf die Gestalt der Madonna eröffnet hat.
Es gehört ja zur spirituellen Aufgabe eines jeden Menschen, seine Seele zu reinigen von allen möglichen Süchten, Leidenschaften und Begierden. Das bedeutet nicht, dass alles Sinnliche, was uns in der Natur und im täglichen menschlichen Leben begegnet, minderwertig sei. Aber gerade im zwischenmenschlichen Bereich und auch in der Sexualität gibt es eine Sinnlichkeit, in der Liebe eine immer größere Bedeutung gewinnt und es zwar nach wie vor ein Begehren gibt, das aber nicht die Sinne überbordet. Im Rahmen solch einer Liebe mag sogar die körperliche Liebe eine seelisch-geistige Zuneigung zwischen zwei Menschen in Tiefen hinein verwirklichen, die erkennen lässt, warum die Körperlichkeit von uns Menschen eine himmlische Gabe ist, von Gott geschaffen. 

Leider nehmen wir momentan auf unserer Erde bei vielen eine eher gegenteilige Entwicklung war: „Liebe“ darf gar nicht tierisch genug sein.

Luther hat bedauerlicherweise die letzte der neun Früchte des Geistes, wie sie Paulus im Galater-Brief benennt -  dazu gehören Freude, Frieden, Geduld, Sanftmut -, übersetzt mit „Keuschheit“. Das hat im religiösen Bereich zu einem völlig falschen Zungenschlag hinsichtlich der Bedeutung von Sexualität geführt.
Im Griechischen findet sich das Wort „enkrateia“. Wie Luther dazu kam, dieses Wort mit „ Keuschheit“ zu übersetzen, mag er allein wissen. „enkrateia“ bedeutet, abgeleitet vom griechischen "krátos" = Macht, > in der Macht sein <; seiner selbst mächtig; frei von fremden Mächten, gerade auch seelisch niederen.

Diese Übersetzung wirft ein bezeichnendes Licht auf das, worum es in unserer spirituellen Entwicklung geht: um eine ihrer selbst bewusste Freiheit, zunehmend überlegen gierigem Verhalten, Sucht und Leidenschaft. Solch ein Mensch gebiert in sich und aus sich heraus den höheren Menschen, den wahrhaft geistigen Menschen, dessen Inneres zunehmend mehr von jenem Geist erfüllt ist, den Jesus „heilig“ nannte und heute noch so nennt.

Über einen Menschen, der sich solchermaßen entwickelt hat, schreibt Steiner in seinem Vortrag „Isis und Madonna“ (GA 57):
Versuchen wir, die Seele, welche den höheren Menschen aus sich, aus dem geistigen Universum, herausgebiert, zu verbildlichen, so brauchen wir uns nur vorzustellen das Bild der Sixtinischen Madonna, das wunderbare Kind in den Armen der Madonna.
Im Grunde ist es kaum möglich, im Bereich der Sinne ein Bild für das Innere eines Menschen, wie wir ihn eben in seiner Entwicklung angesprochen haben, zu gestalten. Wenn es jemandem gelungen ist - darauf verweist Steiner -, dann Raffael und ergänzend mag man hier ebenfalls Michelangelos Pietà nennen und gewiss zu Recht auch die ein oder andere künstlerische Madonnengestaltung.

Für mich war der Gedanke, in der Madonna dies zu sehen, ehrlich gesagt, umwerfend. Mit einem Mal wurde mir klar, warum über Jahrhunderte hinweg so viele Menschen sich der Madonna zuwandten, gerade auch einfache Seelen, die ihren Zugang zur Wahrheit intellektuell noch nicht so verstellt hatten: im Grunde wandten sie sich in der Madonna ihrem eigenen zukünftigen Inneren zu. 
Natürlich wird bei jedem Einzelnen schlussendlich eine individuelle Gestaltung dieses Inneren vorhanden sein. Doch diesem großen Künstler mag es gelungen sein, eine Art Urbild dieses höheren Menschen und seiner Seele in der Gestalt seiner Sixtinischen Madonna geschaffen zu haben, gewiss eine himmlische Gnadengabe und dem eine große Hilfe, der sie demütig anzunehmen weiß.
Dann kann in der Seele eine Frucht entstehen, welche die ägyptische Mythe von Isis und Osiris Horus nannte und die, von zu vielen Menschen noch nicht verstanden, Christus heißt.


Dienstag, 23. Oktober 2018

„Die an dich nur denkt / Die sich liebend kränkt“ - Goethes Ballade verweist nicht nur auf eine übergroße Liebe, sondern auch auf die Bigotterie der Katholischen Kirche.

Manche Balladen Goethes haben eine sterbenslangweilige Überschrift wie z.B. "Der Gott der Bajadere" oder "Die Braut von Korinth". Hätte er wenigstens "Der Gott und das Tempelmädchen" getitelt oder "Korinths Vampir, Widergängerin und Liebende zugleich" würden selbst heute noch manche nachschauen, was es damit auf sich hat. Zu seiner Zeit erregte die Ballade über jene korinthische Braut, die als Tote ihren ihr versprochenen Bräutigam aufsuchte und durch seine Liebe nahezu lebendig wurde, großes Aufsehen, vor allem in klerikalen Kreisen, weil Goethe in dieser Ballade deutlich werden ließ und lässt, wie sehr ein wahres Heidentum, das Liebe ermöglicht, einem bigotten Christentum immer vorzuziehen ist.

Ich selbst lehne den Begriff des Heiden ab. Seine etymologische Herkunft ist unklar, seine einstmals abwertende Konnotation eindeutig. Mittlerweile ist das angesichts vieler sich zum Atheismus bekennenden Menschen nicht mehr der Fall. Aber selbst C.G. Jung hat diesen Begriff noch verwendet, der doch zu seiner Zeit sehr negativ belastet war, obwohl er aufgrund seiner Studien hätte wissen müssen, dass es eine nicht-christliche, also heidnische Zeit in dem so verstandenen Sinne nie gab, war doch in den Mysterien Griechenlands und Ägyptens - v.a. vermittelt durch die Gestalt des Gottes Osiris -, aber auch in den germanischen in der Gestalt des Gottes Baldur, bekannt, was auf die Menschheit an neuem Bewusstsein zukommen würde (Richard Wagner hat das im Ring der Nibelungen in der Götterdämmerung verarbeitet, die Voraussetzung ist für jenes Bewusstsein, das er in seiner Oper Parzival auferstehen lässt); dass mit dem Erscheinen von Christus das Mysterienwesen versiegte, ist auf diesem Hintergrund eben kein Zufall.

Jedenfallls ist die > Braut von Korinth < absolut lesenswert, weil auf ihrem Hintergrund klar wird, wie scheinheilig - auch aufgrund ihrer zölibatären Struktur - eine Kirche ist, die sich mit Kindesmissbrauch besser auskennt als mit der Realität der Ehe, dennoch aber in das Leben der Menschen so spirituell arrogant wie unberechtigt eingreift, indem sie ihren Gläubigen eine zweite Ehe untersagt und das auf dem Hintergrund, dass sie selbst es ist, die deren erste Ehe immer im Namen Gottes weiht, obwohl sie doch sehen muss, dass ihre Priester mit dieser sakramentalen Weihe oft daneben lagen und liegen, was die Zahlen sich scheiden lassender Paare zeigen. Dennoch, obwohl ihre Priester sich offensichtlich selbst so oft irren, erlaubt sie sich, eine weitere Ehe zu verbieten. Eigentlich ist das schlicht unverschämt, vor allem angesichts der Gewissensnöte vieler Gläubigen, die diese falsche und scheinheilgie, weil menschlich irrige Religiosität ernst nehmen.

Das soll uns nicht daran hindern, diesen wunderschönen - ich möchte fast sagen: göttlichen - Herbst im Gedächtnis zu behalten.

Herbstzeit an Bad Kissingens Saale

Jene Seite von ihm, die so lucide ist, in der die Natur transparenter zu werden scheint und stiller zu leuchten beginnt, kommt nun auf uns zu, bewegt und beeinflusst unser Inneres auf ein Ziel hin, dass die Katholische Kirche in ihren hierarchischen und dogmatischen Verkrustungen nie wirklich verstanden hat.

Bad Kissingen, am Luitpoldbad

Donnerstag, 9. August 2018

Die Institution Kirche ist längst satanisch unterwandert. - Ihre Existenz beruht ohnehin auf einem Missverständnis.

Vorausschicken möche ich, dass ich die Begründung der Katholischen Kirche für ihre Existenz als falsch erachte. Sie leitet diese Existenz ja von dem Jesu-Wort ab: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen.
Dass Jesus hier von einer zukünftigen Institution gesprochen haben soll, halte ich für mehr als fragwürdig. Für mich ist jede Institutionalisierung dem Wesen von Christus fremd.

Gemeint hat Jesus vielmehr, dass die Erkenntnis des Petrus, die obiger Aussage von ihm nämlich vorausging - Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes - Fundament und unzerstörbare Grundlage, ein Fels also denen ist die ihm geistig nachfolgen, gerade auch in jener Zeit, in der er nicht mehr physisch unter den Menschen sein wird. Denn Petrus erkannte, was noch heute vielen nicht wirklich bewusst ist, dass der Mensch Jesus den Sohn Gottes seit dessen Taufe durch Johannes den Täufer im Jordan in sich trägt.
Um dieses Wissen ging es Jesus, nicht um eine zukünftige Institution. Noch heute ist vielen Christen nicht klar, was es mit Jesus und was es mit Christus auf sich hat - die Kirche hat, soweit ich das sehen kann, nie dazu beitragen, dass Christen diese entscheidende Tatsache verstehen; auf ihr beruht schließlich die Möglichkeit eines jeden Menschen, Christ, Christus zu sein bzw. am siebten Schöpfungstag sein zu können.

Dessen ungeachtet sehe ich, dass die Missionierung Europas, ja der ganzen Welt, nicht nur viele Kriege, sondern auch sehr, sehr viel Gutes mit sich gebracht hat; eine Institution kann gegebenenfalls also durchaus sinnvoll sein (nur sollte man nicht so tun, dass sie als Idee von Christus stammt). Das heutige Europa wäre ohne die Existenz der Katholischen Kirche und das Wirken hunderttausender von Mönchen beider Konfessionen nicht möglich gewesen. Wir verdanken ihnen unendlich viel, auch wenn ihr real existierendes Sein leider auch unendlich viel Leid für Kinder - und nicht nur für Kinder - mit sich gebracht hat, man denke an die Inquisition und beipielsweise den innereuropäischen Kreuzzug gegen die Katharer. Man sollte letztere Übeltaten nicht in einen Topf mit denen werfen, die hingebungsvoll und selbstlos gewirkt haben und das im Übrigen auch noch heute tun - im Gegensatz zu manchen ihrer eitlen Führungschargen.

Was ich aber den Kirchen wirklich ankreiden möchte, ist, dass sie entgegen möglichen Erkennens dieser Fehlentwicklung nach wie vor auch auf einer weiteren beharren: 

Im Verlauf der nachchristlichen Jahrhunderte hat die Kirche zunehmend sehr absichtsvoll die Verantwortung für ihr Seelenheil den Menschen aus der Hand genommen -  und sie tat dabei so, als ob das möglich wäre, als ob sie das Seelenheil von auch nur einem Menschen managen könne, was nicht der Fall ist (!) - und sich um das Heil der Seelen ihrer Schäfchen gekümmert, unter anderem durch das Ablassunwesen, das es perverserweise heute noch in der Katholischen Kirche gibt -, anstatt sich um das Wohl der Menschen zu kümmern. Dass dabei seelisches und leibliches Wohl Hand in Hand hätten gehen können, steht für mich außer Frage. Nur tun die Kirchen Letzteres in Wirklichkeit schon lange kaum mehr (man sehe sich nur an, was das Spitzenpersonal von Brot für die Welt und Caritas verdienen). 

Kirchliche Krankenhäuser und Kindergärten sind steuerzahlerfinanziert, selbst ihre Bischöfe lassen die Kirchen vom Steuerzahler finanzieren (sie haben zum Teil ein Grundgehalt von 12000 Euro) inclusive der Pfarrer, die Religionsunterricht geben, deren Leistung sie, finanziell gesehen, einsacken (wobei ich es als einen Skandal empfinde, wie sehr Pfarrer hier ausgenommen werden: ihr schulischer Unterrichtsumfang beträgt ja zum Teil eine halbe Lehrerstelle und sie haben noch ihre ganze Gemeindearbeit zu leisten; das ist einfach unglaublich, wie verantwortungslos die Kirche hier mit der Gesundheit ihres Personal umgeht, es bis zum Geht-nicht-mehr ausbeutet).

Aber nicht nur, dass die Kirchen sich hier mit falschen Federn schmücken, weil viele Bürger wirklich denken, dass Krankenhäuser und Kindergärten durch die Kirchen finanziert sind: Sie - die Evangelische und die Katholische Kirche - horten ein riesiges Vermögen von geschätzt 435 Milliarden Euro - allein in Deutschland; und ihr Vermögen nimmt trotz der Kirchenaustritte zu.

Es gibt kaum etwas Unchristlicheres, Unsozialeres und damit Unsittlicheres als die Kirchen - ich spreche auch von der Evangelischen, die kein Haar besser als die Katholische ist. In einer Zeit, in der weltweit annähernd 70 Millionen Menschen auf der Flucht sind, auch Christen, und das Ausmaß der Armut in Deutschland, gerade auch unter Rentnern, immer offenbarer wird - von der Kinderarmut ganz zu schweigen -, füllen sie ihren Säckel und füllen und füllen und füllen. Und manche Menschen, mancher Rentner, der kaum  Geld für den eigenen Lebensunterhalt hat, gibt noch sonntags seine Kollekte diesem prall gefüllten Dukaten-Esel, der vor allem sich selbst auszahlt.

So sehr ich Respekt habe vor einzelnen Leistungen und vielfältigem Engagement von Pfarrern und Pfarrerinnen: die Institution Kirche ist längst satanisch unterwandert, ja ausgehöhlt. Sie lässt mit ihrem Geiz und ihrer Gier Jesus immer wieder sterben:


Kreuzweg Bad Kissingen: Jesus fällt zum zweiten Mal

Donnerstag, 7. September 2017

Glaubt mit Vernunft! – Benedikts Regensburger Rede wird immer bedeutsamer.

Mit Benedikts Rede verhält es sich wie mit gutem Wein: je älter, desto besser, desto mehr treten ihr Wahrheitsgehalt und ihre Bedeutung zu Tage. Ja, sie wird immer aktueller. Am 12. September jährt sie sich zum elften Mal, und da Benedikt vielleicht nicht mehr allzu lange unter uns weilt, seien an dieser Stelle die Gedanken gewürdigt, die der emeritierte Papst zu Recht in den Mittelpunkt gerückt sehen wollte.
Dass dies zunächst misslang, ist den Reaktionen auf seine Rede, dem fast weltweiten Hype seitens des orthodoxen Islam geschuldet, der sich aus zahlreichen islamischen Staaten fulminant Stimme verlieh; u.a. erklärte der stellvertretende Parteivorsitzende der regierenden türkischen AKP, Salih Kapusuz, der Papst sei durch seine Worte „in derselben Kategorie mit Führern wie Hitler und Mussolini in die Geschichte eingegangen“.

Wer weiterlesen möchte: hier

Sonntag, 13. Januar 2013

Gruppen-Vergewaltigung in Indien und in Deutschland: erneuter Schlag ins Gesicht der Missbrauchs-Opfer!


Erneut Gruppenvergewaltigung in Indien, so lese ich.

Wie beschönigend, wie falsch!

Es war eine HORDE von Männern!

Eine HORDE der UNMENSCHLICHKEIT!

Seit Hunderten von Jahren geschieht das, was hier nun aufgedeckt wird. Endlich hatte die Schwägerin der diesmal betroffenen Frau den Mut, zur Polizei zu gehen. Und die hatte offensichtlich nicht mehr den "Mut", wie so oft vorher, diese Tat zu vertuschen.

Wo in Indien geschah das zur selben Zeit noch?

Wo noch in welchen Ländern?

Dass solches Geschehen aufgedeckt wird und Menschen die Kraft und den Mut haben, dazu beizutragen, ist Zeichen einer neuen Zeit, auf die sich der Maya-Kalender bezieht.

Nie war dort von Weltuntergang die Rede. Immer von einer neuen Periode, einer neuen Zeit!

Gewiss werden wir damit rechnen müssen, dass noch mehr dieser Grausamkeiten aufgedeckt werden - auch die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche gehören dazu -, aber es muss sein.

Bedauerlich nur, dass es der katholischen Kirche gelungen ist, endlich einen Anlass gefunden zu haben, die Aufarbeitung des Missbrauchs in einen dunklen Kanal abseits der Öffentlichkeit zu manövrieren. Erleichtert hat ihr meines Erachtens sicherlich, dass Christian Pfeiffer, der Leiter des Kriminologischen Instituts Hannover, das mit der Aufarbeitung des Geschehenen betraut war, schon immer bestens sich selbst zu inszenieren wusste, was ihn für die Aufgabe der Aufarbeitung meines Erachtens nicht gerade prädestinierte. 

Dennoch muss ich sagen, dass ich das Aufschreichen über das Verhalten der Kirche entsetzlich dünn finde.
Denn ihr Verhalten ist erneut ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Daran denkt offensichtlich kein Bischof und niemand aus der Kirchenleitung. 
Dazu wäre wohl eine ausgeprägtere weibliche Seite in diesen Menschen notwendig und mehr Bewusstsein, wie sie es bei ihrem angeblichen Vorbild finden: Jesus waren Frauen wichtig! Menschen waren ihm wichtig!
Nicht von ungefähr offenbarte er sich als Auferstandener zuallererst einer Frau; seine Jünger nämlich saßen zagend und zitternd in Jerusalem.
Es war eine Frau, die zu seinem Grab gekommen war und von Herzen um ihn trauerte.

Ein Vergleich mit den Bischöfen der Gegenwart lohnt sich: Sie sind groß im Vertuschen und zaghaft zitternd im Aufklären von Verbrechen, begangen unter dem Deckmantel der Kirche.

? Wo ist das Herz der Kirche ?

Ein Herz hat auch den Mut und die Kraft, 
geschehenes Dunkles zu bekennen.

✡  Wie sehr sollte die Kirche gerade hier Vorbild sein  ✡

Sonntag, 29. Januar 2012

Spüren Sie diesem Bischof namens Friedhelm Hofmann seine Erschütterung an?

Ich nicht!
Schauen Sie selbst! Wie sich dieser "Ehren"-Mann zu Entlassungen durch den Siemens-Konzern äußert und vergleichen Sie seine Äußerungen mit seinem eigenen Verhalten.
Ist dieser Bischof ein Heuchler und Pharisäer?
Ich fürchte Ja!

Gerade angesichts seiner Worte:

"Wir müssen die Menschen sehen, die betroffen sind, wir dürfen sie nicht nur als Arbeitskräfte und als Maximierung der Finanzen sehen, sondern man muss ihr Leben mit einbeziehen."

Das sagt ausgerechnet einer, der mit Hilfe seiner servilen Handlanger Pfarrer Breitenbach nach über 40 Jahren treuem Dienst aus seiner Dienstwohnung rausschmeißen lassen wollte und ihm die Formulierung "mit Dank und Anerkennung" in seiner Ruhestandsurkunde verweigerte - im letzten Post habe ich darüber berichtet.

Arme Kirche!

PS  Vielleicht hat sich ja Bischof Hofmann mittlerweile in Sachen Hubertusmessen geäußert ...

Samstag, 28. Januar 2012

Was Pfarrer Breitenbach von einem Bundespräsidenten Christian Wulff unterscheidet.

Eigentlich geschah die Geschichte um Pfarrer Roland Breitenbach bereits 2010 (wobei über ihre Fortsetzung noch zu schreiben ist), doch ist sie aktueller denn je, denn dieser Pfarrer stand und steht für all jene Deutschen, die für ihr Amt da sind, die für all das, was mit ihm verbunden war, ihre Freizeit opfern, ihre Lebensenergie und ihre Freude hineingeben und ihre Liebe, anderen helfen zu können.
Demgegenüber standen und stehen andere, für die ihr Amt da ist, denen das Amt zu dienen hat, die sich seiner bedienen, die sich in seiner Sonne bräunen, es auszehren, bis nur noch eine ausgelutschte Schale da ist. So einer ist Christian Wulff.
Erinnern Sie sich noch, liebe Leserin, lieber Leser, wie pastoral er in seiner persönlichen Erklärung im Fernsehen eine unglaubliche Weisheit verkündete:

"Nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig".

Damals rätselte ganz Deutschland, ob diese lang erwartete Stellungnahme nun der große Befreiungsschlag gewesen sein könne, um diesen "Ehren"-Mann aus der Schusslinie zu bringen, in die er sich selbst manövriert hatte.
Niemand schrieb darüber, welche Plattitüde er in seiner unglaublich pastoralen Weise als große persönliche Erkenntnis von sich gab - er bringt ja, wenn er spricht (und das ist kein Zufall!) nicht die Zähne auseinander, wie Matthias Richling richtig beobachtete.
Wenn diesen Wulff-Satz ein mittelmäßiger Trickdiebbetrüger von sich gibt, wird er vor Gericht vom Richter gerügt, er solle mit solchen Plattitüden nicht die Arbeit des Gerichtes aufhalten.
Der Bundespräsident von Deutschland verkündet diese Weisheit, die übrigens eine der moralischen Höhepunkte seiner Rede war, und niemand spricht darüber, mit welchen intellektuellen Sotissen er die Öffentlichkeit abspeist:
"Nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig." - 
Leider entspricht dieser Satz nicht nur dem intellektuellen, sondern vor allem dem moralischen Niveau des derzeitigen Bundespräsidenten.

Nehmen wir stattdessen Pfarrer Breitenbach. Über 40 Jahre hat er seiner Schweinfurter Gemeinde treu gedient, und wenn alle Priester und Pfarrer so ideenreich wie er gewesen wären, stünde es um die katholische Kirche nicht so schlecht. Bis zu 6000 Besucher, so schreibt die MAINPOST, kamen zu seinen Motorradgottesdiensten, Zu den Jugendgottesdiensten kamen bis zu 1500 Besucher, nicht nur aus Schweinfurt, nicht nur aus ganz Unterfranken. Bei den Sonntagsmessen der 1100-Seelen-Gemeinde waren 600 Gläubige nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Bestens besucht war sein „Ehe-TÜV“. 1400 Paare hatte er in seiner Zeit als Pfarrer getraut (auch eine Leistung!) und man lese nur den Artikel über solch einen Ehe-TüV-Gottesdienst - wem geht da nicht das Herz auf ...
Solch einen Klasse-Mann hatte die katholische Kirche in den eigenen Reihen.
Zu gut für einen Bischof wie Friedhelm Hofmann?
Jedenfalls ließ der anlässlich des beginnenden Ruhestandes von Pfarrer Breitenbach diesen wissen, dass er mit seinen damals 74 Jahren nicht mehr in seiner Wohnung bleiben könne (obwohl es möglich gewesen wäre und was mittlerweile nach zahlreichen Protesten und Zeitungsberichten doch auf einmal möglich war) und er verweigerte dem 75-Jährigen, der sich weiterhin ehrenamtlich um die Pfarrei (die keinen eigenen Seelsorger mehr erhalten sollte), das Krankenhaus St. Josef und die angegliederte Palliativstation kümmerte, in seiner Ruhestandsurkunde die Formulierung "mit Dank und Anerkennung".
Dies geschah im Mai 2011.
Wegen einer Dienstreise, so hieß es in der Zeitung, sei von Generalvikar Hillenbrand (den der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann solche Geschäfte der Lieblosigkeit erledigen lässt, um sich selbst nicht die Hände schmutzig zu machen) keine Stellungnahme zu erhalten möglich gewesen. Die Pressestelle des Ordinariats habe aber darüber informiert, dass Personalreferent Domkapitular Dietrich Seidel Breitenbach für sein Engagement namens der Diözese gedankt habe.
Noch einer also, der stellvertretend für Bischof Friedhelm Hofmann im Dienst der Lieblosigkeit handelt. Denn es wäre eine Sache des Bischofs gewesen, einem Mann zu danken, der mit Ideenreichtum und Liebe ein Leben lang Gott und der Kirche gedient hat.
Der Kirche dient auch dieser Bischof, gewiss aber nicht der Liebe.

Oder ist es noch ganz anders:
Dient die Kirche dem Bischof? (Wulff lässt grüßen ...) 
Und dient womöglich die Liebe dem Bischof? 
Das wäre ja ein ganz neuer Aspekt: Die Kirche missbraucht die Liebe ...
(Nicht generell, wohlgemerkt, schließlich gibt es die Breitenbachs und auch viele Laien, die wirklich Menschliches und Gutes tun - das sei ausdrücklich vermerkt!)

Gott sei Dank, dass es Menschen wie diesen Pfarrer Breitenbach gibt.
Solche Menschen braucht unser Land dringend, weshalb ich zu Beginn auch bewusst von den Deutschen sprach. 

Ein Christian Wulff darf, möchte und muss unbedingt in Schloss Bellevue wohnen bleiben. Sein Hannoversches Reihenhaus mag er seiner Frau nicht mehr zumuten (sich auch nicht!). – Dieses Schloss mag ein Grund sein, warum er so an seinem Amt klebt.
Schließlich sieht sein Reihenhaus in Hannover aus wie tausend andere Reihenhäuser. 
In den tausend anderen aber wohnen hoffentlich rechtschaffenere und ehrbarere Menschen, die vermutlich erheblich höhere Zinsen für ihr Haus haben zahlen müssen.
Was macht es da schon, wenn ein Bischof seinen verdienstvollen Pfarrer aus dessen Wohnung feuert.

Eigentlich gehört dieser Pfarrer nach Bellevue! 
Zumindest in ein seelisches.