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Mittwoch, 27. November 2024

Über die Entstehung von Kristallen und ihr Zusammenhang mit Materie als zerborstener geistiger Form, als Trümmerhaufen des Geistes

Im folgenden zitiere ich eine Passage aus Rudolf Steiners „Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes“, die zu dem Bemerkenswertesten gehört, was ich von ihm gelesen habe.

Jenen Lesern, die der Anthroposophie abhold sind, möchte ich als einer, der auch kein Anthroposoph ist, empfehlen, nicht vor allem die aktuelle Anthroposophie mit dem, was Steiner unter ihr verstand, der sich immer wieder aktiv mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzte und zu ihm engagiert Stellung nahm - womit er für mich in deutlichem Gegensatz zu dem eunuchenhaften Verhalten der derzeitigen Dornacher Führungsriege, was deren Verhältnis zum Zeitgeschehen betrifft, stand -, gleichzusetzen.

Steiners folgende Ausführungen zur Materie als zerborstene geistige Formen, als Trümmerhaufen des Geistes, und deren Zusammenhang mit den Kristallformen, ist so bemerkenswert und wenn man will, auch wegweisend, dass ich sie zur Lektüre empfehlen möchte und deshalb auch wiedergebe. Dem ein oder anderen mag es gehen wie mir, der die Tiefe der Ausführungen mit einmaligem Lesen nicht erfassen konnte:

"Wenn ein Prozess im Weltenall fortgeschritten ist bis zur Form, die noch ganz im Geistig-Seelischen ist, die noch keine Raumesform ist, wenn der Prozess (der Schöpfung) fortgeschritten ist bis zu dieser übersinnlichen Form, dann ist der nächste Schritt nur noch möglich dadurch, dass die Form als solche zerbricht. Und das ist nämlich das, was sich dem okkulten Anblick darbietet: wenn gewisse Formen, die unter dem Einfluss der Geister der Form geschaffen sind, sich bis zu einem gewissen Zustand entwickelt haben, dann zerbrechen die Formen. Und wenn Sie nun ins Auge fassen zerbrochene Formen, etwas, was also dadurch entsteht, daß Formen, die noch übersinnlich sind, zerbrechen, dann haben Sie den Übergang von dem Übersinnlichen in das Sinnliche des Raumes. Und das, was zerbrochene Form ist, das ist Materie. Materie ist ein Trümmerhaufen des Geistes, ist also in Wirklichkeit Geist, aber zerbrochener Geist.

Wenn Sie jetzt weiter nachdenken, so werden Sie sich sagen: Ja, aber es treten uns doch räumliche Formen entgegen wie die schönen Kristallformen. –

Denken Sie sich zunächst einmal, damit Sie eine gewisse Vorstellung (zur Verdeutlichung) haben, einen herabfallenden Wasserstrahl. Nehmen Sie aber an, er wäre unsichtbar. Dadurch, dass dieser Wasserstrahl auffällt (auf einem Widerlager), wird er in Tropfen zerbersten. Nun nehmen Sie an, der Wasserstrahl, der herunterfällt wäre unsichtbar, aber das, was zerborsten ist, würde sichtbar. Dann hätten sie hier einen zertrümmerten Wasserstrahl, hätten ein Bild der Materie. Aber jetzt müssen Sie sich wegdenken die Widerlage, sie müssen sich vorstellen: ohne dass eine solche Widerlage da ist, ist die Materie, indem sie sich geistig zur Form gliedert, übersinnlich ist die Materie in Bewegung, denn die Bewegung geht der Form voraus.

Es gibt nirgends etwas anderes als das, was durchdrungen ist von den Taten der Geister der Bewegung, Dynamis.

An einem bestimmten Punkt kommt die Bewegung bei der Form an, erlahmt in sich selber und zerbirst in sich selber. Die Hauptsache ist, daß wir es so auffassen, daß das, was zunächst geistig-seelisch ist, hinstrahlt, aber nur eine gewisse Schwungkraft hat, an das Ende der Schwungkraft kommt und nun in sich selber zurückprallt und dabei zerbirst. Aber bevor es zerbirst, da hat es innerlich geistig noch die Formen.

Nun wirkt in den einzelnen auseinanderfallenden Trümmern, wenn es zerborsten ist, nach das, was als geistige Form vorhanden war. Wo das stark nachwirkt, da setzen sich nach dem Zerbersten noch die Linien der geistigen Formen fort, und da drückt sich in den Linien, die sie dann beschreiben, noch eine Nachwirkung der geistigen Linien aus. Dadurch entstehen Kristalle.

Kristalle sind Nachbildungen geistiger Formen, die gleichsam noch durch die eigene Schwungkraft die ursprüngliche Richtung im entgegengesetzten Sinn beibehalten." (GA134, S. 72f)

Der Raum ist nach Steiner also nichts anderes als das, was selbst mit entsteht, indem der Geist zerbersten muss und dadurch in das materielle Sein übergeht. 

Er weist darauf hin, dass wir in den Gestaltungskräften des Mineralreichs Kräfte finden, die weit hinaus über unser Sonnensystem reichen. Wir erhielten durch sie eine Ahnung von dem, was weit über unser Sonnensystem hinaus in der Welt vor sich geht.
Kristallformen sind Abdrücke großer kosmischer Verhältnisse. 

Eines der Lieblingsthemen von Steiner war ja der Zusammenhang von Mikrokosmos und Makrokosmos; ihm hat er mehrere Bücher gewidmet, ist in Vorträgen immer wieder darauf eingegangen.
Nur die wenigsten aber würden wohl vermuten, dass, wenn sie einen Kristall meinetwegen in der Form eines Würfel, eines Oktaeder, Tetraeder, Dodekaeder oder in rhombischer, monoklinischer oder triklinischer Gestalt - also wenn sich drei verschieden lange Achsen schiefwinklig schneiden - vor sich haben, sie gigantische kosmische Verhältnisse womöglich gerade in der Hand halten.

Sonntag, 24. November 2024

Beten - voller Vertrauen! - Nicht voller Verzweiflung beten! (Befreiung von Fremdenergien)

Als ich kürzlich ziemlich verzweifelt war und betete, fiel mir Gott sei Dank eine Erfahrung ein, die ich weitergeben möchte, weil sie so bedeutungsvoll ist:

Eine Bekannte von mir war in großen seelischen Nöten: immer wieder konnte sie morgens kaum aufstehen, weil ihr das Leben so schwerfiel.

Als ich wieder einmal mit einer spirituellen Weggefährtin [https://lmy.de/yycIg], deren Hellsichtigkeit ich sehr vertraue und viel verdanke, telefonierte, bat ich sie nachzuschauen, warum es der Bekannten so schlecht gehe. Das tat sie und sagte mir, dass sie von zahlreichen Fremdenergien besetzt sei.
Besetzung durch Fremdenergien: das ist bei den meisten Menschen der Fall - sie docken an den Chakren an; aber wenn die Fremdbesetzungen extrem sind - wie das bei meiner Bekannten der Fall war –, kann sich das auch extrem auswirken.

Wer sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hat, so viel nur in Kürze: mit jeder Emotion und Einstellungen, denen wir uns hingeben, ziehen wir auf der astralen Ebene Wesenheiten an, die mit diesen im Gleichklang sind und die Emotionen beziehungsweise die seelische Ursache von Verhaltensweisen bzw. ihnen zugrundeliegenden Einstellungen verstärken. Freiwillig gehen sie nicht wieder. 

Meine Weggefährtin übersandte mir zwei Gebete, ein Befreiungsgebet und ein Schutzgebet, verbunden mit dem Hinweis, am ersten Tag dreimal das Befreiungsgebet zu beten, ab dem folgenden Tag - durchaus über Wochen hin - dreimal am Tag das Befreiungsgebet + Schutzgebet jeweils immer zusammen zu beten.

Meine Bekannte betete nun am ersten Tag das Befreiungsgebet und sie hörte gar nicht auf, es zu beten. Ich war etwas irritiert, weil meine Freundin doch den Hinweis dreimaligen Betens gegeben hatte, aber das Beten meiner Bekannten war so flehentlich, so intensiv, dass ich nichts sagen wollte und es geschehen ließ.

Am nächsten Tag ging es in meiner Bekannten unfassbar schlecht. Ihr seelische Not war für mich fast spürbar im Raum zu greifen. Ich war völlig ratlos. Irgendwie konnte es doch nicht sein, dass trotz der Gebete die Not spürbar größer war als vorher. Ich glaubte an die Kraft der Gebete, aber ich konnte mir nicht erklären, warum es meiner Bekannten so schlecht ging. Als ich mich verabschiedete, war mir klar, dass sie das Beten nicht fortführen würde.

Konsterniert berichtete ich meiner Weggefährtin bei nächster Gelegenheit, was geschehen war. Was aber die geistige Welt als Ursache für die Befindlichkeit meiner Bekannten am folgenden Tag aufzeigte, war und ist für mich ein Schlüsselerlebnis meiner geistigen Entwicklung: Die geistige Welt wies darauf hin, dass die Ursache darin zu finden sei, dass meine Bekannte verzweifelt gebetet habe, nicht im Vertrauen.

Ich sehe noch meine Bekannte vor mir, das ausgedruckte Blatt mit dem Gebet in der Hand und höre ihre flehentliche Stimme. Heute ist mir bewusst, dass sie mit der Verzweiflung, die in ihrem flehentlichen Beten zum Ausdruck kam, Kräfte auf der geistigen Ebene anzog, die keine Befreiung bewirken konnten und ja auch gar nicht wollten, sondern eine Intensivierung ihrer Verzweiflung zur Folge hatten.

Dreimal das Gebet zu beten voller Vertrauen: das hätte gereicht!
Ja, ich glaube, dass es keinen Schaden angerichtet hätte, wenn sie das Gebet mehr als dreimal gebetet hätte – aber im Vertrauen. Vielleicht aber hätte das Vertrauen bewirkt, dass sie gar nicht das Bedürfnis gehabt hätte, so oft das Gebet zu beten.
Es gibt gewisse Situationen so großer Not, die Menschen gar nicht aufhören lassen wollen, um Hilfe zu bitten. Jeder der in dieser Situation war, kann das nachvollziehen.

Mögen wir in Zukunft die Kraft haben, Zweifel durch Vertrauen zu ersetzen. Eine Hilfe kann uns jene weiß-magische Formel sein, die uns das Alte Testament an die Hand gibt und die basiert auf den Worten Gottes gegenüber Mose: ICH BIN, der ICH BIN.

> ICH BIN Vertrauen <
Wir können diese Worte an den Anfang jeden Gebetes stellen, vor allem in Situationen, in denen wir verzweifelt sind. Sie verbinden uns unmittelbar mit dem Göttlichen in uns

Ich verlinke die beiden Gebete auf meinem Wortbrunnen-Blog > https://lmy.de/VDtFf

Ich möchte noch die Empfehlung weitergeben, abends vor dem Einschlafen Erzengel Michael, der inzwischen im übrigen ein Archai ist, zu bitten, unsere Chakren zu reinigen.

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass diese Gebete für einen anderen Menschen zu beten nur dann gestattet sein kann, wenn man sich sicher ist, dass sein Inneres und seine geistige Führung zustimmen.

Bleibt noch, darauf hinzuweisen, dass es natürlich nicht nur um die Befreiung von den Fremdenergien gehen kann – das ist ein erster Schritt –, sondern dass er gilt, die Emotionen und Einstellungen, die zu Besetzungen führen, aus sich herauszureinigen – die Tempelreinigung Jesu gibt uns ein entsprechendes Bild. Reinigen wir den Tempel in uns, dann haben entsprechende Energien immer weniger Zugriff auf uns.

Dienstag, 5. November 2024

HErr, Du krönst das Jahr mit Güte, HErr, Dein Wort erschafft und lenkt! - Warum so viele Menschen, gerade auch Männer, auf Donald Trump abfahren.

Wie soll dieses Jahr mit Güte gekrönt sein?

Tatsächlich wird es so sein – dazu später mehr.

Die beiden Eingangszeilen finden sich in einem Tischgebet, das meine Tochter vor circa 30 Jahren mit aus dem Kindergarten brachte. Es hat sich in mein Herz eingraviert, ich glaube, ich habe es hier schon einmal eingebracht und werde es am Schluss noch einmal wiedergeben.

Wir stehen inmitten eines gigantischen Zerstörungsprozesses, dessen Name verbunden ist mit einem Mann namens Donald Trump. Er ist nicht nur ein Zerstörer, er ist auch ein Selbstzerstörer, was er auf der bewussten Ebene wissen könnte, aber nicht anschauen will. Am Ende dieses Jahres wird er in den USA so viel zerstört haben an Vertrauen in die sogenannte Demokratie, dass keine Wahl mehr so sein wird wie eine frühere. Die USA werden nicht mehr so sein wie früher, womöglich werden sie zerfallen. Trumps Agieren wird zu verdanken sein, dass das Vertrauen in demokratische Prozesse unwiederbringlich zerstört sein wird und die Gegensätze in vielen Bereichen und zwischen den Menschen werden sich unwiederbringlich erhöht haben, anstatt, wie es sich viele doch in Wirklichkeit wünschen, sich zu vermindern, damit Menschen wieder aufeinander zugehen, gern miteinander leben, aufeinander Rücksicht nehmen, sich beschützen, sich unterstützen – man sieht, wie groß die Bereitschaft dazu ist, gerade in Notsituationen.

Viele fragen sich, worin denn das Geheimnis des Erfolgs eines Donald Trump liegt. Es liegt vor allem darin, dass er sich zu tun erlaubt, was andere auch gerne täten, aber sich nicht getrauen. Er macht kein Geheimnis um seine Einstellungen, seien sie auch noch so crude, menschenverachtend oder frauenfeindlich. Und dass er aus seinem Herzen keine Mördergrube macht, dass er sagt, was er denkt, mit der größten Selbstverständlichkeit: das imponiert erstaunlich vielen Menschen, die das auch gern täten, aber sich nicht getrauen - was uns im Grunde den wahren Bewusstseinszustand der Menschheit erkennen lässt.
Das ist auch der Grund, warum es den sogenannten Gendergap gibt, d.h., warum mehr Männer Trump wählen – um 10 Prozentpunkte mehr als Harris: Er repräsentiert Einstellungen gegenüber Frauen, die viele Männer sich nicht mehr erlauben auszuleben, klammheimlich aber noch an ihnen hängen.

Mit der größten Selbstverständlichkeit appelliert Trump an niedere Instinkte. Die niederen Instinkte sind in vielen Menschen noch recht aktiv, was per se nichts Schlimmes ist, sondern normal. Meistens aber erlaubt man sich nicht, öffentlich zu ihnen zu stehen oder sie sogar hoffähig zu machen, aber Trump tut das. Die meisten Menschen lügen, aber sie kaschieren das. Trump lügt in jedem zweiten Satz, aber er macht daraus kein Hehl, er ist der Meister der Lüge, und die Selbstverständlichkeit, mit der lügt, was viele andere doch auch tun, wenn auch nicht so exzessiv, das imponiert nicht wenigen Menschen.
Jeder weiß, wie viele Politiker Halbwahrheiten sagen und im Grunde genommen auch selbst wissen, dass das, was sie sagen, nicht wirklich ihrer Einstellung entspricht. Wenn heute ein Olaf Scholz oder Robert Habeck nach der wirtschaftlichen Situation Deutschlands gefragt werden, dann werden sie eine Halbwahrheit nach der anderen von sich geben, aber nicht wirklich die Wahrheit sagen, nicht wirklich sagen, um was sie wissen. Halbwahrheiten aber sind schlimmer als Lügen, sie richten mehr Unheil in den Seelen an, weil man sich an sie gewöhnt; Lügen in Wahrheiten umzudeuten, ist weit schwerer, als sich selbst glauben zu machen, Halbwahrheiten seien tatsächlich die Wahrheit.
In der politischen Welt haben sich die Menschen an Halbwahrheiten gewöhnt. Da wirkt es fast befreiend, dass da einer mit der größten Selbstverständlichkeiten lügt und sich einen Scheißdreck um seine Lügen kehrt. Ja, er perfektioniert seine Fähigkeit zu lügen nachgerade. Das imponiert Menschen, dass da einer ist, der zu dem, was er tut, steht, und dass er es mit der größten Selbstständigkeit tut.
In diesem Punkt hat Trump die Welt verändert, er hat viele Menschen verändert. Im Grunde genommen hat er sie dazu gebracht, ehrlicher mit sich umzugehen zu wollen, so ehrlich, wie Trump es tut, wenn es auch weh tut, ihm "Ehrlichkeit" zu attestieren, wo er doch so unehrlich zugleich ist wie vielleicht niemand sonst auf der Welt. Allerdings zahlen sie dafür einen hohen Preis. Verlogenheit ist ein Morast, auf dem man steht und in dem man im Grunde sofort beginnt unterzugehen. Und diese Form des mehr oder weniger langsamen Untergangs gleicht dem moralischen Vorgang, mit Halbwahrheiten zu leben: man spürt mit der Zeit nicht mehr, wie sehr man nur halbwahr ist, also lauwarm. Über die sogenannten Lauen aber fällt die Bibel ein vernichtendes Urteil. Wohlweislich, weiß sie doch um die große Gefahr des Lauseins. Der Untergang, in der Halbwahrheit, im Zustand des Lauseins zu versinken, ist schlimmer als ein normaler Tod. Bei letzterem stirbt der Körper, durch die Lüge droht der Untergang der Seele.

Warum aber sollen wir dieses Jahr mit Güte gekrönt sein?
Es gibt einen Prozess, der dem der Selbstzerstörung beziehungsweise Zerstörung parallel verläuft beziehungsweise ihm auch zu Teilen vorausgeht: es ist der Prozess der Selbstermächtigung. In der Bibel wird von ihm gesprochen, wenn Jesus darauf hinweist, dass er und der Vater eins seien und dann sagt: „Ihr werdet auch eins sein!“
Diese Aussage ist ein Charisma, eine Gnadengabe, die allerdings mit einer großen Aufgabe verbunden ist: sie ist ein Angebot, doch ins Werk setzen muss der Mensch sie selbst. Der Mensch muss diesen Weg des Eins-Sein-Wollens selbst gehen. So wie Jesus selbst den Weg nach Golgatha ging, so muss der Mensch sein Kreuz selbst auf die Schädelstätte tragen, um sein Ego sterben zu lassen und zu einem neuen Bewusstsein zu gelangen, ein neues Bewusstsein in sich auferstehen zu lassen. Im "Vater unser" ist davon die Rede, wenn es heißt: „Und erlöse uns von dem Übel.“ Das Üble ist, dass der Mensch sein wahres Ich vertauscht hat mit seinem Ego und sich über Jahrtausende daran gewöhnt hat. Zunächst hat er diese Vertauschung als Halbwahrheit empfunden, sich aber zunehmend mit ihr arrangiert. Dann wurde sie zur Lüge, an die er sich gewöhnte, als seine Lebenswahrheit.

Als Menschheit kehren wir zurück zur Wahrheit, beziehungsweise genauer gesagt: viele Menschen nehmen die Möglichkeit wahr, zur Wahrheit zurückzufinden, zu der Wahrheit des Wortes: „Ich bin der Weg, die Wahrheit, das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“
Die Menschheit – noch sind es nicht so viele – ist auf dem Weg zum Christusbewusstsein. Noch fallen die Schritte oft schwer. Viele träumen von spiritueller Erkenntnis, die ohne Leid erreichbar sei. Gewiss ist es möglich, doch so weit sind nur wenige, und es ist gut, wenn jene, die davon berichten, auf einer Erkenntnisstufe sind, die der eines Jesus Christus vergleichbar ist, der um die Bedeutung des Leides wusste. Sonst schicken sie Menschen, die unterwegs sind, in Bereiche einer spirituellen Fata Morgana. Und dort wartet Luzifer, nicht Christus.

Am Schluss jenes Tischgebetes, von dem ich am Anfang gesprochen habe und dass ich nun zum Abschluss noch einmal wiedergeben möchte, finden sich die Worte: Behüte, was aus Gnaden, Du, Herr, uns geschenkt hast!
Im Laufe vieler Leben haben wir viele Gnadengeschenke erhalten, oft, ohne dass wir uns ihrer bewusst waren. Umso wichtiger ist es gerade in dieser Zeit, dass wir uns ihrer bewusst sind und den Vater bitten, sie zu behüten, auf dass er und seine Gaben nicht versinken in jenem Morast, der rechts und links von unserem Wege sich ausbreitet.

HErr, Du selbst reichst uns die Gaben,
brichst mit uns das täglich Brot;
HErr, von Dir wir alles haben,
stillst den Hunger, stillst die Not.

HErr, Du schenkst uns Korn und Trauben
und es segnet Deine Hand.
Tröste uns und stärk den Glauben,
wache über Stadt und Land!

HErr, Du krönst das Jahr mit Güte,
HErr, Dein Wort erschafft und lenkt,
und wir bitten Dich, behüte,
was aus Gnaden Du geschenkt!

Mittwoch, 30. Oktober 2024

Raum schaffen für den Christus!

Wie wertvoll wirkliches und wahres Verstehen ist!
Ein wundervoller Beitrag für mehr Menschlichkeit auf unserer Erde!

Sonntag, 29. September 2024

Der Wirrwarr um die Lichtkörperprozesse – Versuch einer Klärung.

Es ist annähernd 20 Jahre her, dass ich mir ein Buch mit dem Titel „Lichtnahrung“ von einer Frau namens Jasmuheen zulegte, einer Australierin, die vorgab, sich seit Jahren von Prana zu ernähren und von ihrer Umstellung auf Lichtnahrung berichtete. Ich erinnere mich, dass ich dann allerdings las, dass sie doch heimlich normale Nahrung zu sich nehme.
Ob nun jemand dieser Frau ihre vorgegebene Meisterschaft neidete und böswillig etwas erfand, weiß ich nicht. Mir jedenfalls schien das Ganze doch etwas dubios und ich recycelte das Buch.
In der Verlagsankündigung zu selbigem Buch finden wir aktuell den Hinweis, dass mittlerweile viele Menschen diese neue Ernährungsweise praktizieren.
Ich persönlich finde, gemeinsam mit anderen zu kochen und zu essen oder mit Freunden essen zu gehen eine wunderschöne Sache und wollte nicht darauf verzichten.

Sich per Lichtnahrung zu ernähren, setzt voraus, über eine ganze Weile und das konsequent sich dem sogenannten Lichtkörperprozess - dazu nachher später mehr – zu unterziehen. Ich bezweifle, dass tatsächlich viele Menschen, wie es heißt, so weit entwickelt sind, sich per Prana ernähren zu können, davon abgesehen, dass ich mir gar nicht sicher bin, ob unser Erdendasein einer Existenz per Lichtnahrung gerecht wird; wir leben ja hier mit einem physischen Körper und sind keine Ätherwesen - das sind wir in Zukunft noch lange genug; so lange dürfen wir unsere Existenz als physische Wesen auch genießen!

Warum ich aber das Thema der Lichtkörperprozesse aufgreife:
Mir fiel auf, dass in den letzten Monaten immer wieder in esoterischen Videos und Beiträgen vom Lichtkörper gesprochen wir. Gibt man auf Amazon unter der Kategorie „Bücher“ „Lichtkörper“ ein, so finden sich doch eine ganze Reihe zu diesem Thema - https://lmy.de/vlReL - nicht wenige davon sind allerdings schon eine ganze Weile auf dem Markt und Bücher neueren Datums fand ich nur zwei –, wobei ich in den Buchhinweisen und im Rahmen meiner Netzrecherche nie wirklich eine für mich akzeptable Erklärung fand, was es denn mit diesem Lichtkörper auf sich habe.
Jeanne Ruland spricht von der Merkaba als feinstofflichem Lichtkörper und bezieht sich dabei auf alte ägyptische Überlieferungen. Ein Thorsten Simon spricht von 15 Körpern für den Lichtkörperprozess und ein Autor namens Natara schreibt über den Herzenslichtkörperprozess von Jesus und den 24 Schatten ins Licht. Das neueste Buch (2023) stammt von einem Autor namens Holger Kalweit und ist bei epubli erschienen, wobei dem einzigen Rezensenten vor allem die vielen Rechtschreibfehler aufgestoßen sind.
Irgendwie scheint das Thema „Lichtkörper“ wie ein Selbstbedienungsladen, in den man vorher hineinstopft, was man so esoterisch weiß und dann herausziehen will.
Ein Oriano Krigio aus Traiskirchen/Österreich beispielsweise schreibt auf seiner Netz-Seite entdecke-dein-lichtwesen.com:
„Der Lichtkörper befindet sich unterhalb des Brustbeines auf Höhe des Solarplexus.“
Jener Thorsten Simon hingegen, dessen Buch ich angesprochen habe, lässt uns auf seiner Seite im Netz wissen:
„Man sollte z.B. nicht pauschal alle feinstofflichen Körper [er bezieht sich dabei auf den Emotionalkörper, Mentalkörper und weitere] als „Lichtkörper“ bezeichnen, was leider allzu häufig immer noch gemacht wird. Sonst wird man den echten Lichtkörper, von dem ich hier spreche, nicht klar genug erkennen und auch nicht wirklich verstehen und stattdessen eine Menge Verwirrung stiften. Das Internet ist z.B. voll von Fehlern dieser Art. Daher muss ich diese Dinge leider immer wieder klarstellen. (..) in all diesen Körpersystemen, die ich gefunden habe, gibt es irgendwo – in unterschiedlichem Ausmaß – immer irgendwelche Lücken und teilweise noch weitere Ungereimtheiten bis hin zu gravierenden Fehlern. So ist leider das Ergebnis meiner Analyse und Forschung zu den bisherigen Körper-Modellen, insbesondere, wenn ich diese mit unserem realen Feinstoffkörper-System vergleiche, so wie es sich mir in meiner Lichtkörperarbeit offenbart hat.
Dieses wahre Körpersystem ist primär ein 15-Körper-System (…) Dieses neue Körper-System von mir schließt alle bisherigen Lücken …“
Ich bin mir nicht sicher, ob Thorsten Simon mit seinem System nicht die bestehende Verwirrung nur erweitert hat.
Auf der Seite des „Zentrum für Heilung und spirituelle Entwicklung“ lesen wir:
„Der Lichtkörper eines Menschen ist das feinstoffliche System, das die hochfrequenten Energien aus der Urquelle verarbeiten und in unsere mehrdimensionalen Energiesysteme fliessen lassen kann, bis sie in jede einzelne Körperzelle unseres dichten physischen Körpers gelangt.“

Was ist nun der Lichtkörper wirklich?
Eine ganze Weile war ich ziemlich verwirrt und selbst ein wenig überrascht, dass ich die Antwort im „Vater unser“ zu finden glaubte. In der Vergangenheit habe ich mir ja einige Schriften Rudolf Steiners genauer angeschaut und sein Verständnis des „Vater unser“ lässt mich zu verstehen glauben, was es mit dem Lichtkörperprozess auf sich hat:
Das „Vater unser“ besteht bekanntlich aus 3 + 4 Bitten: letztere beginnen mit „unser täglich Brot gib uns heute“, Worten, die sich auf den physischen Körper beziehen; „und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern“ auf den Ätherkörper; „und führe uns nicht in Versuchung “ spricht die Astralebene an; schlussendlich beziehen sich die Worte “und erlöse uns von dem Bösen“ auf das Ich das Menschen beziehungsweise sein Ego, jenen Teil, der aus dem Göttlichen Sein gefallen ist.

Aus der Sicht Steiners besteht der spirituelle Weg des Menschen darin, zunächst den Astralkörper zu transformieren, also unsere Süchte, Triebe, bestimmte Gewohnheiten und niederen Emotionen zu reinigen, zu läutern. Ist es geschehen, so erreicht mit einem Begriff Steiners der Mensch die Manas-Ebene; aus christlicher Sicht ist es die Ebene des Heiligen Geistes und das „Vater unser“ spricht dieses Geschehen in der ersten der drei Bitten mit der Heiligung des göttlichen Namens an („dein Name werde geheiligt“).
Auf der ätherischen Ebene, der Ebene des Ätherleibes - wer sich über ihn genauer informieren möchte, hier: https://anthrowiki.at/Ätherleib – sind unsere Einstellungen, Verhaltensweisen und Programmierungen um einiges nachhaltiger. Wer diese Ebene spirituell meistert, erklimmt die Buddhi-Ebene, aus christlicher Sicht ist es die Ebene des Christusbewusstseins („dein Reich komme“).
„Macht euch die Erde untertan“ ist ja ein von Luther so übersetztes Bibelwort, das vielfach falsch verstanden worden ist und immer noch wird. Gemeint ist ja, dass der Mensch, wenn er die Möglichkeiten besitzt, die Erde nachhaltig zu verändern, er das verantwortungsvoll und in göttlichem Sinne tue. Die dritte Bitte nun des „Vater unser“ bezieht sich sozusagen auf die Erde des Menschen, den physischen Körper. Auf dieser Stufe ist der Mensch in der Lage, so wie er heute die mineralische Ebene verändern kann, indem er Häuser baut, Straßen, Waschmaschinen und Vergleichbares, den physischen Körper umzuformen, zu verwandeln. Es ist die Vaterebene, Steiner nennt sie „Atma“; sie liegt noch in ferner Zukunft.

Das alles macht jedenfalls deutlich, wie kunstvoll das „Vater unser“ aufgebaut ist: die ersten drei Bitten umfassen das triadische Wesen unsere Religiosität, Vater, Sohn und Heiligen Geist. Die folgenden vier Bitten umfassen die menschlichen Wesensglieder, die unser Dasein in der Materialität kennzeichnen, die es zu verwandeln gilt. Dabei tritt im Verlauf dieses Prozesses an die Stelle unseres Ego, unseres Ich, das Christus-Ich; unser Ich wird zum I-CH ( = J-esus Ch-ristus).

Warum ich diese erläutert habe?
Steiner nennt den Ätherleib auch Lebens- oder Lichtleib.
Mit letzterer Bezeichnung wird der Bezug zum Lichtkörperprozess deutlich: die Transformation des Ätherleibes, des Lichtleibes.
Genau dieses Geschehen bezieht sich in meinen Augen auf den Lichtkörperprozess und innerhalb dieses Prozesses befindet sich ein Teil der Menschheit.

Mir ist das erst in der letzten Zeit bewusst geworden und es hat mich doch sehr überrascht, dass dies so ist. Mir war nicht bewusst, dass die Menschheit so weit fortgeschritten ist, dass sie auf dem Weg zur Buddhi-Ebene ist, zu einem tiefen Verständnis des Christus.
Wobei dieser Weg sehr lang sein und sich auch über mehrere Leben erstrecken kann. Wie die Menschen ihn gehen, das ist vollkommen unterschiedlich und man sollte das auch keiner Bewertung unterziehen. Auch ist es nicht so, dass die Transformation des Astralleibes völlig abgeschlossen ist, wenn der Mensch auf der Lichtkörperebene zu schreiten beginnt. Die Transformation der Astral- und der Äther-Ebene überlappen sich durchaus.

Der Bezug zu dem, was ich durch Steiner gelernt habe, der Bezug zum „Vater unser“ und der Transformation des Ätherleibes haben mich verstehen lassen, was - und es ist natürlich eine sehr subjektive Sicht - es mit dem Lichtkörperprozess auf sich hat.
Unser Lichtleib, unser zukünftiger Lichtleib, ist für mich der zu verwandelnde Ätherleib. Natürlich ist dieses Verständnis für Menschen, die die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners nicht kennen, vielleicht nicht so erhellend und nachvollziehbar wie für mich.

Im Zuge meiner Recherchen bin ich auf die Darstellung der zwölf Stufen des Lichtkörperprozesses durch die Schweizerin Reindjen Anselmi im Rahmen ihres Buches „Der Lichtkörper - Ein Überblick über den globalen Transmutationsprozess“ gestoßen; erfreulicherweise hat Danielle Gernandt sie in vier Videos aufgesprochen. Eines dieser Videos habe ich unten verlinkt, die Verlinkung der anderen habe ich aus technischen Gründen auf meinem Blog "WortBrunnen" ausgelagert > https://lmy.de/SAlXK
Natürlich reihen sich diese Stufen in unserem Leben nicht wie auf einer Perlenschnur aufgereiht aneinander, sondern auch sie überlappen sich und zeigen sich bei jedem von uns auf unterschiedliche Weise. Ich glaube aber, dass ihre vorliegende Darstellung für das Verständnis des gesamten Prozesses sehr hilfreich sein kann; für mich war es jedenfalls so.


Donnerstag, 19. September 2024

Die Führung der Erde durch die neuen Menschen! - Die Schöpfung steigt auf, alle Galaxien!

„Das Universum, das ihr zu kennen glaubt, öffnet sich. Welten und Intelligenzen, die zuvor keine Verbindung hatten, treten nun in Kontakt. Wir formieren uns neu, um zu erforschen, welcher Fortschritt für uns möglich ist. Es ist die Reproduktion unserer selbst, die im Zentrum dieser Forschung steht. Viele galaktische Wesen und Intelligenzen zeigten sich interessiert, und wir gründeten einen neuen Council.“
Diese Sätze entstammen dem am 22. September 2022 erschienenen Buch von Birgit Fischer mit dem Titel „Starseeds. Warum wir hier sind und wohin wir gehen“. [»Starseeds« sind geistige Energien aus den Weiten des Weltalls, die von den entlegensten Planeten aus das Geschick der Menschheit mitgestalten.]
Hier soll es mir nicht um das neue Council, den neu gegründeten „Rat des goldenen Lichts“ gehen, sondern um die Tatsache, dass ich heute Morgen, fast genau zwei Jahre nach dem Erscheinen des Buches, ein Video sah, das genau Obiges thematisiert, wie sehr nämlich das Universum sich öffnet, ja, man kann sagen, sich mittlerweile geöffnet hat, und welche Bedeutung denen unter uns, die bereit sind, diese Entwicklung mitzugehen, zukommt, auch, im Übrigen welche Herausforderungen auf sie zukommen.
Nicht wenige unter uns Menschen befinden sich in einem Transformationsprozess, der gerade auch den Körper mit einbezieht (ich kann ein Lied davon singen), wobei es sinnvoll ist, darum zu wissen, um nicht unnötig verunsichert zu sein.
Ich habe oben angedeutet, dass das Ziel, die fünfte Dimension ist. Das klingt für manchen oder sogar viele recht kryptisch. In meinem letzten Beitrag auf Facebook habe ich die 3. Dimension angesprochen, die Ebene des goldenen Kalbs, des materiellen Bewusstseins. Wenn von Dimensionen gesprochen wird, dann sind nichts anderes gemeint als Bewusstseinsebenen. Die Bewusstseinsebene der fünften Dimension hat zum Ziel die Transformation der Erde, die Vereinigung von Himmel und Erde, auch im Bewusstsein der Menschen. Jenes oben angesprochene Video ist im Übrigen überschrieben „Die Führung der Erde durch die neuen Menschen! 17.09.24“. Unten ist es verlinkt.
Ich möchte hier nicht weiter auf den Inhalt eingehen und auch nicht die Werbetrommel rühren, denn der wahre Weg, die Wahrheit und das wahre Leben sprechen für sich und menschliche Werbung wäre überhaupt nicht angemessen. Eine Seele, die sich angesprochen fühlt, wartet nur auf den Moment, zum Bahnhof zu gehen und in den Zug einzusteigen.
Die Situation erinnert an die der Jünger, die dem „Folge mir nach!“ von Jesus Folge leisteten. Es war ja schon damals so, dass sie nicht alles aufgaben. Die Jünger wechselten ja nicht den Kontinent und wenn sie mit Jesus mitzogen, waren sie nie wirklich weit von ihren Familien entfernt. Wer heute in den Zug einsteigt, wird nicht zwangsläufig die Beziehung, in der er steht, beenden oder den Beruf wechseln oder umziehen. Aber sicher ist, dass sich Menschen finden, die auf diese bewusste neue Art unterwegs sind.
Natürlich kann, in den Zug einzusteigen, auch bedeuten, dass Beziehungen zu Ende gehen, dass Menschen einen neuen beruflichen Weg gehen, dass sie vielleicht auch geographisch ein neues Zuhause finden.
Was aber vor 2000 Jahren und heute gleich ist: Wie die Jünger religiöse Muster und mentale Muster, die bisher ihr Leben prägten, aufgaben, so haben bereits nicht wenige unter uns und werden weiterhin Vorstellungen und Einstellungen, die bisher ihr Leben bestimmten, aufgeben. Von den anstehenden Veränderungen - auch auf der gesellschaftlichen Ebene - wird in dem Video und dem im folgenden angesprochenen immer wieder gesprochen.
Ich möchte nämlich dem, der sich mit dieser Thematik noch wenig beschäftigt hat, vor dem unten verlinkten Video jenes von Danielle Gernandt, das dem unten verlinkten vorausgeht, empfehlen („Du schwingst jetzt in einer neuen Frequenz! Mondfinsternis 18.09.24“ - https://www.youtube.com/watch?v=SkQW2I3K1Jk&t=1088s ); es bringt die Dimensionen der Veränderung näher und weist auch auf die inneren und äußeren Umstände hin, die mit diesem Weg einhergehen (auch wenn die Mondfinsternis vorbei sein wird, wird der Inhalt wegweisend und hilfreich sein).
Im übrigen freue ich mich, Menschen kennenzulernen, die diesen Weg gehen, sei es über den Kontakt im Rahmen der sozialen Medien, sei es auch persönlich.
Schließen möchte ich mit aufschlussreichen Sätzen aus den oben angesprochenen Buch von Birgit Fischer, die von einer Seherin namens Sybill, einem Mitglied des Rates des golden Lichtes stammen:
„Die Menschen haben vielen galaktischen Wesen etwas voraus. Sie sind sterblich und kennen Emotionen. Emotionen sind aufgrund eures Wissens um eure Sterblichkeit bei euch Menschen stets präsent. Deshalb sind viele von euch in dieser Ungeduld, das Leben auszukosten und euch zu reproduzieren. Die Angst vor dem Tod ist euer Antrieb, Leben zu schenken. Vielen von euch ist nicht bewusst, dass diese eigene Art für viele von uns äußerst interessant ist. Denn selbst wenn wir größtenteils unsterblich sind, geht auch ihr in tausenden von Jahren diesen Weg. Bis dahin lernen viele galaktische Wesen von euch. Denn auch das, was ihr menschliche Liebe nennt, ist an kostbares Wissen gekoppelt. Selbst die Reptiloiden, die das Wissen über Emotionen zu euch auf die Erde gebracht haben, sprechen davon, dass ihr im Begriff seid, einen größeren Schritt in der emotionalen Erkenntnis zu tätigen. Ein Schritt, den sie bisher noch nicht wagten. Während sich viele von euch selbst als unterentwickelt bezeichnen, tun wir das nicht.
(…) was viele von euch nicht sehen, ist, dass sich liebliche Energie molekular-exponentiell im gesamten Universum ausdehnt, wenn sich zwei Menschen auf der Seelenebene lieben.“

Freitag, 13. September 2024

Die Kontrolle über Gott aufgeben !

Die Kontrolle über Gott aufgeben? 

Manchem, der diese Aussage liest, wird sie reichlich abstrus vorkommen. Kein Mensch kann doch Gott kontrollieren!

Doch, es geht.
Auf der sogenannten 3-D-Ebene, der Ebene der dritten Dimension, auf der, um es mit einem Bild aus dem Alten Testament anzusprechen, das goldene Kalb angebetet wird, der Ebene also, wo nur Materielles zählt, kontrollieren die Menschen Gott - um es genauer zu formulieren: der überwiegende Teil der Menschheit gibt sich der Illusion hin, Gott kontrollieren zu können.
Das betrifft jene, denen es einigermaßen bewusst sein könnte, was im spirituellen Bereich geschieht. Den meisten Menschen allerdings ist es nicht bewusst. Ihnen ist nicht bewusst, dass, ein Ego zu haben, bedeutet, zu entscheiden, welche Rolle Gott im Leben spielt und was ihm zugestanden wird, was nicht - gar keine, bei vielen, und aus geistiger Trägheit geschieht das unbewusst.
Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen: Ich bin sehr christlich erzogen worden und habe festgestellt, dass religiöse Menschen einen strengen Gott haben, wenn sie selbst streng sind, d.h. streng mit sich umgehen und anderen. Andererseits habe ich Menschen kennengelernt, deren Gott ein sehr toleranter, sehr verständnisvoller Gott war. Oft waren das Menschen, die in Wirklichkeit in ihrem Inneren relativ unklar waren und oft unfähig zu klaren Entscheidungen. Eine gewisse Beliebigkeit in wichtigen Fragen war ihrem Inneren zu eigen. Entsprechend sah ihr Gottesbild aus, ihre Vorstellung von Gott. In Wahrheit kontrollierte ihr (dürftiges) Bewusstsein Gott.
Natürlich glaube ich, dass Gott alles versteht; zugleich aber hat er klare Anforderungen an die Menschen und diese äußern sich nicht mehr nur in den zehn Geboten, sondern seit 2000 Jahren gehen sie weit darüber hinaus: Sie betreffen das Verhältnis der Menschen zu ihrem Nächsten und zu sich selbst - das Praktizieren von Liebe setzt Selbstliebe voraus -; sie betreffen ein friedliches Miteinander, Geduld und Sanftmut, sie betreffen die sogenannten Früchte des Geistes, von denen die Bibel spricht, und von den Anforderungen, die sich aus der Bergpredigt ergeben.
Wie sich das in der Realität der Menschen dann äußert, das aber entscheidet das Ego der Menschen. Das Ego tritt also an die Stelle Gottes. Es kontrolliert, was in der Realität der Menschen spirituell sein darf, was nicht.
Um einem vielfachen Missverständnis entgegenzutreten: das Ego des Menschen ist von vornherein nichts Schlechtes, ja, das Ich des Menschen ist eine Notwendigkeit, um über ein Stammesbewusstsein hinauszuwachsen, um ein Individuum zu sein, um Individualität zu entwickeln. Dieses Ich, dieses Ego, das in die Menschheitsgeschichte einzubringen im übrigen die Mission des jüdischen Volkes war – „Ich bin der ich bin“: mit dieser Aussage Jahves tritt ja das Ich ein in die Weltgeschichte –, ist Voraussetzung dafür, dass im Zuge der Entwicklung der Menschheit ein anderes Ich überhaupt Raum finden kann in den Menschen - dazu gleich mehr.
Im übrigen ist von Bedeutung, dass die Worte „Jahve“ und „Eva“ miteinander verwandt sind. Die Aufgabe der Kontrolle über Gott, die Bereitschaft, sich hinzugeben und Hingabe als eine weibliche Gabe zu erkennen, beginnt momentan dazu beizutragen, dass die kaputte Männlichkeit, unter der die Menschheit leidet, offenbar wird.
Die göttlich-weibliche Seite trägt dazu bei, dass Männer zu wahrer Männlichkeit finden und die männliche Seite in der Frau ihre neue Rolle in der Gesellschaft unterstützt, ja, eigentlich erst ermöglicht. Deutschland ist viele Kanzlerjahre von einer Frau regiert worden, deren althergebrachte, für manchen versteckt, in Wirklichkeit sehr dominante männliche Seite alle Männer um sie herum dominierte und Deutschland in seiner Entwicklung unglaublich lähmte (allerdings haben wir nun einen Kanzler, bei dem man vergeblich eine akzeptable männliche und weibliche Seite sucht - letztendlich fördert dieser Umstand das Bedürfnis nach wahrer Männlichkeit und Weiblichkeit).
Ich bin kein Anthroposoph, es gehört für mich aber zu den faszinierenden Augenblicken in meinem Leben, als ich bei Rudolf Steiner las, dass die erste Person des Personalpronomens im Singular im Deutschen korrespondiert den Initialen von Jesus Christus: I-CH, Jesus Christus. Keine andere Sprache der Welt weist diesen Zusammenhang auf und diese Tatsache weist darauf hin, welche Bedeutung ursprünglich dem deutschen Kultur- und Geistessraum zukam, eine Bedeutung, die sich niederschlug in Werken wie Wolfram von Eschenbachs „Parzival“, Lessings „Die Erziehung des Menschengeschlechts“, Schillers ästhetischen Briefen oder Goethes „Faust“, um nur einige und wichtige zu nennen - im musikalischen Bereich gilt dies für das Werk Johann Sebastian Bachs oder das Richard Wagners, dessen spirituelle Herausforderungen bis heute viele Menschen überfordern und ihn deshalb plakativ bewerten lassen.
Ob im übrigen der deutschsprachige Kulturraum der ihm zugedachten spirituellen Aufgabe gerecht werden kann: das entscheidet sich in diesen Jahren.
Gott zu kontrollieren bedeutet auch, die geistigen Maßstäbe, die er vermittelt, in der Realität nicht Wirklichkeit werden zu lassen. Das ändert sich momentan sehr stark, und auch wenn die Menschen sich nicht aus göttlicher Überzeugung bewusster ernähren, bewusster der Natur gegenübertreten, eine andere Medizin anstreben, so ist es doch ihr göttliches Inneres, was hinter diesen Wandlungen steht.
Auch wenn viele, die „Ich“ sagen, sich nur unbewusst auf Jesus Christus beziehen, so wird, glaube ich, in den nächsten Jahren gerade im deutschen Sprachraum das Christusbewusstsein wachsen.
Wenn Jesus im Moment des Todes am Kreuz sagt: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände“, so öffnet sich menschheitsgeschichtlich in diesem Moment das Tor von einem globalen kollektiven Ego zu einem Ich, das den Christusgeist in sich tragen kann. Dieser Weg mag noch Jahrhunderte dauern, doch leben wir in einer Zeit – und dürfen dankbar sein, sie auf der Erde erleben zu dürfen –, in der die Menschheit zunehmend bewusst durch dieses Tor tritt.
In Gethsemane muss Jesus sehen, dass seine Jünger, die ihn seelisch unterstützen wollten, eingeschlafen sind und ihm bleibt nichts als zu sagen:„Vater, willst du, so nehme diesen Kelch von mir. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“
„Dein Wille geschehen!“ Diese Worte, dieses Mantra, das wir auch im „Vater unser“ finden, kann für uns eine Formel und Formulierung der Hingabe sein, welche die Bereitschaft zum Ausdruck bringt: Ich gebe die Kontrolle über Gott auf! Ich befehle meinen Geist in seine Hände!