Donnerstag, 23. Juni 2016

Kaum zu glauben, aber wahr: In China werden Bankangestellte im Rahmen ihrer Ausbildung geschlagen!


Angestellte der Changzhi Zhangze Rural Commercial Bank in Nordchina werden im Rahmen ihrer Ausbildung geschlagen. Der Trainer versteht übrigens die Aufregung nicht: Er mache das seit Jahren.

Mittlerweile sind wohl zwei Manager entlassen worden.

Was man nicht alles so zur Beruhigung der Weltöffentlichkeit macht.

Manchmal jedenfalls bin ich richtig froh, dass es Smartphones gibt und dass jemand das aufgenommen und ins Internet gestellt hat.

Mehr dazu bei pressetext


 

Donnerstag, 16. Juni 2016

Unsere Volksvertreter werden zunehmend echte Volkstreter!

Heute im ZDF gesehen und gehört, dass ein Bauer mit Schweinezucht genmanipuliertes Soja aus Brasilien verfüttert. Mir war nicht bekannt, dass das erlaubt ist und dass man, wenn man nicht manipuliertes Fleisch verkonsumieren möchte, z.B. auf Bioland-Produkte zurückgreifen muss.

Natürlich fällt niemand tot um, wenn er Genmanipuliertes isst; ich aber möchte es einfach nicht und wenn, dann möchte ich beim Einkauf informiert sein. Mir war nicht einmal bekannt, dass man auch bezüglich Fleisch nicht informiert wird und dass solche Tiernahrung zur Schweinezucht erlaubt ist.

Es geht nicht darum, dass jemand sagt: Ich esse eh kein Fleisch, sondern es geht darum, wie mit den Bürgern umgegangen wird - oder wer denkt, wenn er Honig kauft, er könnte erlaubterweise genmanipulierte Pollen enthalten ??!!
Die EU und unsere Regierung sind (gen-)manipulativ doch absolut erfolgreich unterwegs, erfolgreich intransparent, und das, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung gegen diese Art der Nahrung ist.

! Unsere Volksvertreter werden zunehmend echte Volkstreter !

! Sie treten wider besseres Wissen die Wünsche der Bürger mit Füßen !

Montag, 13. Juni 2016

EU-Parlament erlaubte 2014 Gen-Honig. Er muss nicht einmal als genmanipuliert gekennzeichnet sein!

Gen-Honig ohne Kennzeichnung darf in Deutschland und EU-weit verkauft werden. Dafür zu stimmen, das hatte die Bundesregierung in einer Weisung angeordnet!

Das jedenfalls ist einer Tagesschau-Meldung vom April 2014 zu entnehmen. 

Bis kurz zuvor waren die Verbraucher durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes, erlassen 2011, vor Gen-Technik im Honig geschützt gewesen, dann hatte die EU-Kommission hinterhältig die Honig-Richtlinie per Änderung so unterlaufen, dass sogar Honig, der zu 100% gentechnisch verändertem Raps besteht, nicht gekennzeichnet werden muss - und das mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung.

Da die Genmanipulation also nicht einmal mehr gekennzeichnet werden muss, hat der Verbraucher nicht einmal mehr die Möglichkeit, sich vor dem Kauf zu informieren.


Diese Informationen entnahm ich dem unten eingeblendeten Wiso-Beitrag.
Einem Leserbrief vom 18.6., 15.21 Uhr, verdanke ich einen Link, innerhalb dessen der Sachverhalt allerdings ganz anders dargestellt wird. Ich möcht ihn hier im Rahmen dieses kursiv gehaltenen Nachtrags vom 20. Juni einbringen: http://www.it-recht-kanzlei.de/Kommentar/4999/Aenderung_Honigrichtlinie.php. - In meinem Artikel bin ich dann wie folgt fortgefahren:

Essen wir also mittlerweile womöglich genmanipulierten Honig, ohne es zu wissen? In Spanien beispielsweise darf bekanntlich Gen-Mais angebaut werden. Und in den USA gibt es schon eine Weile Gen-Raps-Honig.

So erfolgreich arbeiten also Gen-Lobbyisten: Die Bundesregierung wollte noch im Koalitionsvertrag mehr Kennzeichnungspflicht haben, nicht weniger - oder wie hier: gar keine.

Arme SPD, was machst Du alles mit. Dass Merkel sich über alle Tische ziehen lässt, ist mittlerweile bekannt.

Unmittelbar zuständig war übrigens das saubere CSU-Kerlchen Christian Schmidt, seines Zeichens zuständiger Minister für das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung.

So einfach und unauffällig fallen solche Entscheidungen und werden zur Gewohnheit?

Ich habe per Zufall darüber gelesen und kann mich damals keines Protestes erinnern.
Essen wir also möglicherweise, wenn wir Pech haben, mittlerweile verunreinigten Honig?


Samstag, 11. Juni 2016

Der Mondkalender ist angekommen - die Tage mit ihm sind einfach wunderbar!

Der Mondkalender ist vor ein paar Tagen angekommen und sie waren seitdem wunderbar. 
Am Tage der Ankunft huschte laut der im Kalender apostrophierten Tagesstimmung meine Aufmerksamkeit neugierig von Thema zu Thema wie ein Schmetterling auf einer Blumenwiese (hab´s leider gar nicht gemerkt - mit Mondkalender werde ich das nicht mehr verpassen!). Ich war, wie ich im Nachhinein las, aufgeschlossen für Neues und meine Stimmung war heiter und kommunikativ gewesen. Ich hätte mir auch mein Bedürfnis nach Abwechslung gönnen und nach Herzenslust im Internet surfen können (hätte ich das nur eher gewusst!). In meinem Garten hätten sich sehr gut Blumen pflegen, säen oder setzen lassen - gut, dass ich keinen habe, hätte mich ob der verpassten Chance grün (und blau) geärgert. Die anderen Pflanzen zu gießen wäre allerdings erst in den kommenden Krebs-Tagen sinnvoll gewesen. Hoffentlich habe ich nicht meine Fingernägel gefeilt oder geschnitten -  ich hätte es jedenfalls nicht machen sollen. Beim Tragen schwerer Einkaufstüten hätte ich meine Arme immer wieder locker ausschütteln sollen (für mein Einkaufen mit Rucksack gibt es leider durchweg keine Vorschläge, aber ich werde künfig bei zunehmendem Mond in den Zwillingen dennoch beim Einkaufengehen locker mit den Armen schwingen).

Heute und in den nächsten zwei Tagen ist zunehmender Mond in der Jungfrau, absteigend. Zuverlässigkeit, Ordnungssinn und Perfektionismus sind an diesen Tagen angesprochen, so heißt es wörtlich. Routineaufgaben geben mir Sicherheit, mit Überraschungen komme ich nicht gut klar und neige zur Pedanterie (was mir gar nichts schaden kann, bin so eine seltsame Mischung zwischen akribisch - in Schreibsachen lasse ich mir keinen Fehler durchgehen - und Kleider tagelang auf dem Hocker liegen lassen könnend, mich täglich selbst darüber ärgernd - leider äußert sich der Mond dazu nicht). Kleinliche Rechthaberei soll ich mir nicht durchgehen lassen, auf jeden Fall auf leichte Kost achten und gerade Rohkost jetzt besonders gründlich kauen, sonst drohen üble Verdauungsbeschwerden; Stecklinge lassen sich in meinem Garten gut einsetzen und Rucola gut nachsäen. Jedenfalls soll ich ausdrücklich meine Kräfte vor allem auf den Garten konzentrieren. Zunehmender Mond ist weniger geeignet für Wäschewaschen und Reinigungsarbeiten (gut zu lesen, nachher wollte ich das Bad putzen). Fürs Haareschneiden bei kräftigem Haar und für Dauerwellen ist ein Friseurtermin an Jungfrau einfach ideal (Mist, es ist Samstag, 15.52 Uhr, morgen ist Sonntag und Montag hat mein Friseur zu, schade um meine Dauerwellen!).

Vormerken werde ich mir auf jeden Fall den 21., 22. Juni (abnehmender Mond im Steinbock, aufsteigend). Zur Zahnsteinentfernung ist der Termin perfekt, heißt es wörtlich. Ebenfalls für das Entfernen unerwünschter Körperhaare.
Die folgenden Wassermann-Tage mit ihrer wirbelnden Energie soll ich zum Lüften nützen. Zur Fleckenentfernung und für andere Reinigungsarbeiten ist allerdings der kommende abnehmende Fische-Mond perfekt. Ich soll Bewährtes und Gewohntes bekämpfen, aber nicht um der Rebellion willen.

Am 30. Juni liegen sinnliche Genüsse in der Luft (lasse mir eine Mail via Kalender zukommen, um sie ja nicht zu verpassen). Malen und Lackieren ist günstig, ungünstig, an Stiertagen zum Zahnarzt zu gehen. Ich darf mich verwöhnen, aber bitte nicht nur kaloriell.
Am 1. Juni Komposthaufen ansetzen! Malern und Lackieren jetzt günstig! Masagen ganz intensiv genießen!
Am Montag, den 4. Juli, wenn möglich noch bis zum Mittwoch mit dem Haarewaschen warten !!!

Ein besonderes Highlight werden der 6. und 7. Juli sein, Mond im Löwen, absteigend. Diese Tage bringen meine Chefqualitäten und den inneren Helden hervor (wie lange habe ich auf den gewartet! Hätte ich mir bloß früher schon einen Mondkalender gekauft!).

Auf dem nächsten Blatt steht, dass die Verfasserin des Mondkalenders mit großen Gewinn das Buch Ich bleib so scheiße wie ich bin von Rebecca Niaza-Shahabi gelesen hat. Es richtet sich wohl gegen den herrschenden Zwang zur Selbstoptimierung.

Gut, das gelesen zu haben. Irgendwie hatte ich das Gefühl. dass die Selbstoptimierung per Mondkalender nicht so mein Ding ist und ich zumindest ohne Mondkalender nicht scheißiger bin. Könnte sein, dass ich nicht warte, bis die Mondkraft mein Aufräumen und das Einlagern von Haushaltsgegenständen (z.B. auch in der Mülltonne) unterstützt. Vielleicht nutze ich den Neumond, im Krebs absteigend, gut übrigens zum Unkrautjäten und zur Schädlingsbekämpfung, wenn Reinigungsarbeiten noch leichter fallen als  bei zunehmendem Mond und recycle ihn. Zum Friseur soll ich an diesem Tag ohnehin keinesfalls gehen.

Montag, 6. Juni 2016

Auf den Mond gekommen! - Andere Leute kommen auf den Hund, ich auf den Mond, aber da ich Hunde zumeist echt gern mag: kein Problem!

Manchmal, wenn ich mich mit einem Thema beschäftige, laufe ich an meinen Buchreihen vorbei und greife nach Büchern, die mir Anregung, Fachwissen, Informationen oder einfach Denkanstöße geben könnten. Aus irgendeinem Grund lag deshalb auch ein Buch Mikael Aivanhovs, eines bulgarischen Spiritualisten, von dem ich einige Bücher gelesen habe - unter anderem hat er sich mit der Kabbala, der Alchemie und der Bedeutung der geometrischen Zeichen auseinandergesetzt -, auf dem Tisch, und beim Blättern bin ich auf den Mond gekommen, gestoßen, getroffen - wie auch immer, jedenfalls habe ich die folgende Stelle ziemlich spannend gefunden:

(. . .) die Periode des zunehmenden Mondes fördert eher den Tätigkeitsdrang; im Gegensatz dazu ruft die Periode des abnehmenden Mondes Schläfrigkeit, Erstarrung hervor, einen Drang nach Muße und Entspannung (. . .)
    In der Periode des abnehmenden Mondes ist es wohl möglich - mit anhaltender Wachsamkeit - seiner Arbeit nachzugehen, auch wenn der Scharfsinn, die Konzentrationsfähigkeit, die Wirksamkeit dabei etwas nachlassen. Habt ihr aber etwas Wichtiges vor, wo wäre es vorteilhafter, das Ganze auf die Periode des zunehmenden Mondes zu verschieben, es käme der Verwirklichung besser zustatten. Um einen Schlusspunkt unter eine Angelegenheit zu setzen, wäre es jedoch ratsamer, die Periode des abnehmenden Mondes abzuwarten..
Wünscht ihr euren Willen oder eure Gesundheit zu verstärken, mehr Liebe, Weisheit und Licht an den Tag zu legen, dann wartet die ersten Tage des zunehmenden Mondes ab. Schaut euch den Mond in der Nacht an, hebt die rechte Hand und sagt: „Wie der Mond am Himmel immer weiter zunimmt, so soll auch Kraft und Wohlbefinden - oder Licht und Liebe - mein ganzes Wesen erfüllen, damit ich zu einem Diener Gottes werde.“ Dreimal solltet ihr diese Formel aussprechen. Während der Periode des abnehmenden Mondes bringt die entgegengesetzte Formel vor: „Wie der Mond am Himmel immer mehr abnimmt, so soll auch in mir dieser Mangel oder jenes Laster geringer werden und endlich verschwinden zum Ruhme Gottes.“ Diese Formel wird auch bei erhobener Hand dreimal ausgesprochen. Wenn ihr diese Übungen regelmäßig und mit Überzeugung macht, werdet ihr schon damit etwas erreichen (. . .)
    Der Mond übt über die Materie eine beträchtliche Macht aus. Deswegen ist er von wesentlicher Bedeutsamkeit für die Verwirklichung, für die Konkretisierung auf der materiellen Ebene. Wollt ihr euch etwas zur Aufgabe machen, ein Projekt realisieren oder zu Ende führen, so kommt ihr zu viel besseren Ergebnissen, wenn ihr euch der unterschiedlichen Phasen des Mondes zu bedienen wisst.


Ich meine, dass manche Förster und Waldschaffenden das Fällen von Bäumen nach den Mondphasen ausrichten, das wusste ich, weil der Wassergehalt des Holzes je nach Mondphase variiert. Das nun ist ja gewiss kein esoterisches Geklüngel, wenn auch mancher es gerne dahin verweisen würde, so wie manche Leute alles, was geistiger Natur ist, in diese Richtung verweisen.

Leider hat ja diese Einstellung und Geistes(ab)haltung zu einer Erniedrigung des Menschen geführt, zu einer Schwächung seiner selbst und geistigen Lähmung. Wie kleinkariiert sind nunmal die Menschen, die immer nur das glauben, was sie gerade für möglich halten. Wenn sie dann etwas Neues erleben, was sie nicht für möglich gehalten haben, sind sie ganz stolz, ihr Weltbild erweitert und etwas aufgenommen zu haben, was vorher nicht enthalten, aber eigentlich schon immer da war. Auf die Idee, dass es unendlich viele solcher Aspekte des Seins geben könnte, darauf kommen vor allem materialistisch orientierte Menschen nicht.
So lange ist das noch nicht her, dass alles, was mit Akupunktur zusammenhing, für viele reine Einbildung war; meistens sind das diejenigen, die Jahre später, wenn das Verfahren sogar von Krankenkassen anerkannt wird, nahezu so tun, als ob sie, was sie früher für bekloppt hielten, selbst erfunden hätten.
Das, was die Naturwissenschaften heute ausschließen, kann bekanntlich schon ein Jahr  später die selbstverständlichste Wahrheit der Welt sein. 

Dass mit dem Wissen, das über unser Schulwissen hinausgeht, viel Scharlatanerie getrieben wird, ist keine Frage. Dennoch informiere ich mich in allen mir zugänglichen Bereichen, um dann zu entscheiden, ob ich etwas ablehne, auf die lange Bank schiebe, um zu warten, bis ich noch mehr Informationen erhalte, oder ob ich etwas als Bereicherung empfinde.

Jedenfalls habe ich mir spontan einen Mondkalender bestellt, weil ich in Bezug auf Astronomisches und Astrologisches, was den Mond betrifft, zu wenig bis keine Ahnung habe;  und das, obwohl schon fast das halbe Jahr vorbei ist - dafür gab es ihn inclusive Versand für 6.95 Euro :-)
Echt mal gespannt, was er so alles bietet :-)

Dass in der christlichen Mystik der Erzengel Michael der Sonne zugewiesen wird und Gabriel dem Mond, war mir bekannt und deshalb nicht unbedeutend, weil mich mit Letzterem doch wichtige Kapitel in meinem Leben verbinden.
Und dass eine der Theorien über die Entstehung des Mondes mit der des Anthroposophen Rudolf Steiner übereinstimmt, die Abspaltungstheorie nämlich, mag den ein oder anderen überraschen, allerdings das Folgende weniger, wenn er sich ein bisschen auskennt, dass nämlich für Steiner immer geistige Prozesse hinter allem physischen Geschehen stehen, womit jener übrigens mit Buddha - "Alle Dinge entstehen im Geist, sind unseres mächtigen Geistes Schöpfung" - nachzulesen im Dhammapada, übereinstimmte - wobei es keine Rolle spielt, aber so ist, nämlich, dass ich das auch glaube.

Es könnte sein, dass der ein oder andere fluchtartig diese Seite verlässt, wenn ich wiedergebe, was auf anthrowiki, der Seite der Anthroposophen, über den Mond zu lesen ist, aber ich riskiere es trotzdem:

In seiner heutigen Form ist der Mond (. . .) in der lemurischen Zeit entstanden. Damals drohte die Erde durch die verhärtenden Kräfte des Mondes vollkommen in ihrer Entwicklung zu erstarren. Darum wurde der Mond aus der Erde herausgelöst und nahm von hier die schlimmsten physischen, ätherischen und astralischen Kräfte mit sich. Seitdem geht ein gewisser herabziehender Einfluß vom Mond aus. Um diese Kräfte auszugleichen, hat sich Jahve, einer der sieben Elohim, mit dem Mond verbunden und sendet von hier mit dem reflektierten Sonnenlicht sein Weisheitslicht herab, um dadurch auf Erden die Liebe vorzubereiten. Am Ende der Erdentwicklung werden die hemmenden Kräfte des Mondes überwunden sein.

 Übrigens verweist Steiner auch darauf, dass erst mit der Trennung des Mondes von der Erde das einsetzte, was wir als unterschiedliche Geschlechter kennen. Erst die Mondentrennung ermöglichte die Geschlechtertrennung, also die Existenz von Mann und Frau, wie wir sie heute als selbstverständlich hinnehmen.
Was im Grunde bedeutet, dass der sogenannte Sündenfall nicht der religiös-moralische Supergau der Weltgeschichte gewesen sein muss, als den ihn die Kirche - zumindest viele ihrer Vertreter - hinstellt.

Natürlich hat Goethe in seinem Faust durchaus erkannt, dass der Mond, wie alles, was wir kennen und von dem wir wissen, dass es zwei Seiten hat, auch seine zwei Wirkungsweisen besitzt.

Ich meine, wir wissen das auch. Als ich noch in Gebersheim bei Leonberg wohnte  und nach Stuttgart ins Tai-Chi-Training fuhr, musste ich nachts  auf dem Rückweg von der S-Bahn in Höfingen über Felder und ein Stückweit durch den Wald nach Hause laufen. Bei Vollmond war das irre. Einerseits kam man sich vor wie auf dem Präsentierteller, wenn man so als einsame Gestalt über die Felder lief und das Gefühl hatte, ganz viele Augen sehen einen, man selbst aber sieht nur Bäume und Sträucher, andererseits war es im Wald taghell. Alles war so klar konturiert und doch ist es ein Kennzeichen der Mondhelle, dass man die Konturen so klar sieht, aber keinerlei Details des Gegenstandes oder des Menschen selbst, der einem begegnet. Es ist, als sei alles als Form da, aber ohne Inhalt.
Ganz im Gegensatz dazu, wenn der Mond unheilschwanger durch die Wolken funzelt.
Dass das, was da im Rahmen seines Lichts von ihm kommt, der menschlichen Seele nicht unbedingt förderlich ist, merken höchstens die nicht, die ständig in diesem Lichte agieren.

Vom Mond erst einmal genug, ich melde mich, wenn der Kalender da ist :-) 

> Er ist da - hurra!

Donnerstag, 2. Juni 2016

Das Verhalten von Merkel, Steinmeier und Gabriel, der Abstimmung über den Völkermord an den Armeniern fernzubleiben, ist eine Schande!

Für die, die momentan nicht auf dem Laufenden sind: Es ging am 2. Juni um die Verabschiedung einer Resolution im Bundestag, in der die deutschen Abgeordneten endlich auch anerkennen, dass an den Armeniern vor 101 Jahren im damaligen osmanischen Reich, dessen Rechtsnachfolger die heutige Türkei ist, ein Genozid verübt worden sei, den diese aktuell nach wie vor bestreitet, obwohl weltweit, auch aus wissenschaftlich aufgearbeiteter Sicht, kein Zweifel mehr an den damaligen Gräueln besteht. Im Vorfeld hatten bereits türkische Organisastionen, vor allem aber der türkische Präsident Erdogan Druck ausgeübt und gegen die Abstimmung gewettert.
Bei der Abstimmung selbst fehlten die drei führenden Mitglieder der deutschen Bundesregierung.

Feiger, herzloser und gesichtsloser kann eine Regierung kaum sein. Vor allem aber haben Merkel, Steinmeier und Gabriel ganz offensichtlich aus unserer Geschichte nichts gelernt. Sonst hätten sie gewusst, dass in einer Situation, in der sich mutige Oppositionelle in der Türkei befinden, für diese eine sichtbare Stellungnahme ihrerseits gegen Erdogan so wichtig gewesen wäre.

Für Menschen, die verfolgt, gemobbt und drangsaliert werden - und das widerfährt momentan vielen in der Türkei, die von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen -, ist jede Stimme, die diesen Erdogan in seine Schranken verweist, eine Stimme, die ihnen Mut macht, die ihr Herz stärkt!
Gerade wir als Deutsche wissen doch, dass viel zu viele vor noch nicht allzu langer Zeit sich feige weggeduckt haben, als bereits die Züge in die Konzentrationslager unterwegs waren. Wenige Jahrzehnte zuvor waren es Armenier gewesen, denen Vergleichbares widerfahren war.
Auch für sie erhob sich öffentlichkeitswirksam damals kaum eine Stimme!

Von Steinmeier ist bereits bekannt, dass er zu feige und gesichtslos ist, einen Genozid Völkermord zu nennen; er war dazu bereits bei seinem Besuch 2014 in Armenien nicht in der Lage - seine Kranzniederlegung musste auf diesem Hintergrund für viele Armenier das sein, was sie war: Heuchelei.
Dass Gabriel ebenfalls der Abstimmung im Bundestag fernblieb, wundert niemandem; er ist ein wetterwendisches politisches Leichtgewicht, allem Anschein zum Trotz. Noch dazu will er doch seine SPD radikaler aufstellen; da muss er mit einem entsprechenden Verhalten sparsam umgehen (unglaubwürdiger kann er eh kaum werden).
Dass allerdings Merkel nicht spannt, welchen Eindruck ihr Kneifen in ganz Europa machen muss, wie sehr sie damit mutigen Menschen in der Türkei in den Rücken fällt und dass sie mit ihrem Fehlen bei der Abstimmung diesen Pascha in der Türkei in seinem postpubertären Verhalten bestärkt, das ist einfach unfasslich.
Und dass sie da, wo andere Leute ein Rückgrat haben, eine zumindest charakterliche Leerstelle aufweist, das dürfte langsam auch dem Letzten dämmern.
Ich bedaure zutiefst, dass die führenden Vertreter der Deutschen Regierung nicht für alle, die diese Unterstützung notwendig gehabt hätten, ein Zeichen gesetzt haben - durch Anwesenheit und eine sichtbare Abstimmung.
Ich erwarte von beiden Parteien nichts mehr, wenn ihre Führung moralisch so morbide ist.
Für mich sind sie unwählbar.

Und ich fordere:

Tragen Sie, Frau Merkel, Herr Steinmeier, Herr Gabriel dafür Sorge, dass das Abkommen zwischen der Türkei und der EU offengelegt wird, jenes Abkommen, das den Menschenhandel in Bezug auf Flüchtlinge regelt.
Wir wollen es Wort für Wort lesen.


Sie sind die Vertreter von uns, von uns Bürgern. Hören Sie endlich auf, Ihre feigen Suppen zu kochen!