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Samstag, 19. Mai 2018

Für Pfingsten gilt: Nah ist / Und schwer zu fassen der Gott. / Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch.


Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
Die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brücken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gib unschuldig Wasser,
O Fittiche gib uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehn und wiederzukehren.



So beginnt die Patmos-Hymne Hölderlins, ein Werk, das zu vielen existentiellen Gedanken einlädt, denn keine Frage ist, dass viele Menschen genau dieses Dilemma empfinden, dass Gott doch nahe sein soll, sie aber eine große Distanz zu einer Geistigen Welt empfinden.

Wie damit umgehen?

Hier meine Gedanken zu Hölderlins bemerkenswerten Versen. Gewiss sind sie nicht leicht zu verstehen (ich bemühe mich um Erläuterungen), aber sie geben, finde ich, wertvolle Hinweise und fordern letztendlich zu inneren Stellungnahmen heraus.

Samstag, 12. Mai 2018

Die CSU: Kreuze in den Amtsstuben aufhängen, dann aber Menschen als braunen Schmutz bezeichnen. - Diese Partei ist nicht verfassungskonform!

Von Menschen als braunem Schmutz hat nicht irgendwer gesprochen, sondern der Generalsekretär der CSU, Markus Blume, und er hat es nicht in einem Bierzelt nach der dritten Maß gesagt, sondern im Rahmen eines Strategiepapiers. Was man schreibt, überlegt man sich schon genau und es wird von Parteigenossen gegengelesen.

Ich könnte mir vorstellen, dass Söder, Seehofer, Dobrindt und Co irgendwann ein halblebiges "Da ist er etwas zu weit gegangen, der Gute" ablassen. In Wirklichkeit ist es so, dass Blume nur schrieb und sagte, was die CSU-Oberen denken. Sie zeigen damit ihr wahres inneres Gesicht.

Von wegen "Liebet eure Feinde!" - Das bedeutet ja nicht, dass man sich nicht durchaus heftig mit politischen Gegnern - den Begriff Feind im politischen Raum zu verwenden, wäre noch eine weitere Sache - auseinandersetzt. Jesus hat schließlich die Pharisäer auch glattgebügelt, wo es ging - und das war bei fast jeder Gelegenheit -, aber er hat nie die Pharisäer als Menschen in Frage gestellt.

Das genau tut die CSU. Damit zeigt sie, dass sie nicht nur nicht wählbar ist und mit ihrem Menschenbild ebenfalls außerhalb des Grundgesetzes steht - etwas, was sie ja immer von der AfD behauptet -, sondern keine Moral hat, keine Ethik, schon gar kein christliches Verständnis von Lebenswirklichkeit.

Dass sie die eigenen Landsleute, die AfD wählen, als braunen Schmutz bezeichnet, kommt noch hinzu.

Eine Partei mit dieser verkommenen Ethik gehört von einer Wahl ausgeschlossen!

PS: Dass einiges, was die AfD so von sich gibt, ziemlich neben der Kappe ist, steht, davon abgesehen, außer Frage. Aber deshalb sind Menschen kein brauner Schmutz!


Mittwoch, 9. Mai 2018

Glücksfall der Spiritualität: Marie Wegeners "Du bist einfach königlich"!

Gewidmet hat die 16-jährige Gymnasiastin und DSDS-Gewinnerin Marie Wegener ihr Singen ihrer Mutter. Und das mit einer Klarheit und Überzeugung, die keinen Zweifel aufkommen lassen konnte, dass diese Widmung ihr tief innen aus der Seele kam. Wie überhaupt diese junge Dame eine Authentizität und Wärme ausstrahlt, wie man sie nicht nur in diesem Business, sondern auch auf der Welt äußerst selten und zunehmend weniger findet. Gerade in den letzten Monaten konnte man studieren, wie die bekannte Kollegin der jungen Sängerin, Helene Fischer, zunehmend Richtung Goldenes Kalb absackte, sich für jenes mehr und mehr verkaufend, wie man das vor wenigen Jahren bei ihr noch nicht für möglich gehalten hatte. Man mag nur hoffen und dieser Marie Wegener wünschen, dass sie stark genug bleibt, sich dieses Schicksal zu ersparen.

Geschrieben hat den Song, Text und Musik, Dieter Bohlen, der von sich selbst sagt, dass er bete, dem allerdings die tiefe Spiritutalität, nimmt man seine Aussagen in Bezug auf die Erfolgsaussichten seines Songs anlässlich künftiger Muttertage und ähnlicher Gelegenheiten, kaum bewusst sein dürfte.

Eigentlich müsste der Text, nimmt man die Ansprüche unserer Kirchen in Bezug auf Glauben und Religion ernst, schon längst geschrieben worden sein (das wäre mal eine durchaus sinnvolle Tätigkeit eines Bischofs oder Kardinals gewesen). Manchem mag er zu banal sein, aber keine Frage ist, dass er die Sehnsucht vieler Menschen nach dem Mütterlichen, dem Ewig-Mütterlichen oder - um es mit Goethe am Ende seines Faust zu sagen - dem Ewig-Weiblichen zum Ausdruck bringt. Das Mütterliche in den Mythen der Menschheit, das Weibliche ist jene Kraft, die die Seele des Menschen in die Heimat zieht, da, wo sie herkommt, mit einem erweiterten Bewusstsein zurückkehrend, wie es sich viele Menschen noch nicht vorstellen können. - Königlich ist in diesem Fall der Weg, die Unterstützung, das Ur-Mütterliche, wie auch die Heimat selbst. Ohne dies alles zerbricht das Herz. - Der Erfolg des Liedes mag auch darauf beruhen, dass das Wissen darum in vielen berührt wird und diese Saiten der Seele aufklingen. 
Das Lied aktualisiert unbewusst ein Gefühl, das manche religiös nennen. Weil dieser Begriff weitgehend verpönt ist, da er zu diffus sich auf vieles bezieht und oft missbraucht ist, schütten nicht wenige Religiöses samt Gefühl in die Gosse, manchmal leider auch aus dem Grund, die Kälte ihrer Seele nicht wahrnehmen zu müssen.

Dem ein oder anderen
mag der Text zu schlicht sein, was nachvollziehbar wäre, allerdings sollte man nicht verkennen, dass es für die angesprochene Sehnsucht keiner hoch-intellektuellen Ausführungen  bedarf (im Gegenteil!), sondern ein einfaches Bild reicht, wie es ein Raphael gemalt hat oder ein Songtext, wie ihn auch unbewusst ein Dieter Bohlen zu schreiben vermag und mit dem er auf einer eben unbewussten und nicht-rationalen Ebene das Innere der Menschen berührt. - Goethe, wenn er heute lebte, hätte sich möglicherweise das Lied gedownloaded; er war sich nicht zu schade für so scheinbar banale Texte wie "Ich ging im Walde / So für mich hin / Und nichts zu suchen, / Das war mein Sinn." Wer sich zu schade für solch scheinbar simplen Texte ist, wird nicht verstehen, warum Goethe sein Gedicht mit Gefunden überschreiben konnte und Dieter Bohlen seinen Text mit Königlich:

Wenn der Himmel g´rade Trauer trägt
Und ich spür das irgendwie nichts geht
Bist du da und fängst mich auf
Du bist da trägst mich rauf

Wenn das Leben grad zu allem schweigt
Und mir alles nimmt und nichts mehr bleibt
Bist du da und stehst mir bei
Du bist da stark für 2 
Du bist da mir so nah!

Du bist einfach königlich
Heller als das Sonnenlicht
Spür wie mir das Herz zerbricht
Ohne dich

Du bist einfach königlich
Mehr als nur ein Held für mich
Ich verlier das Gleichgewicht
Ohne dich





Wenn der Weg mich in die Enge treibt
Und die Kraft langsam von mir weicht
Redest du mir gut zu
Du bist da so bist du

Wenn der Mut zu kämpfen nicht mehr reicht
Und der Sinn des Lebens sich nicht zeigt
Bist du da und hältst zu mir
Du bist da für immer wir
Du bist da mir so nah

Du bist einfach königlich
Heller als das Sonnenlicht
Spür wie mir das Herz zerbricht
Ohne dich

Du bist einfach königlich
Mehr als nur ein Held für mich
Ich verlier das Gleichgewicht
Ohne dich

Du bist einfach königlich
Heller als das Sonnenlicht
Spür wie mir das Herz zerbricht
Ohne dich

Du bist einfach königlich
Heller als das Sonnenlicht
Spür wie mir das Herz zerbricht
Ohne dich

Du bist königlich
Spür wie mir das Herz zerbricht
Ohne dich

Du bist einfach königlich
Mehr als nur ein Held für mich
Ich verlier das Gleichgewicht
Ohne dich

Du bist einfach königlich

Dienstag, 8. Mai 2018

Wer in Deutschland Putin kritisiert, ist angeblich einfach so doof, dem Mainstream aufzusitzen und antirussischen Kampagnen. Dabei ist Putin doch nur cool! - Für manche allerdings ist er berechnend und gern auch mal grausam.

Klar, dass so ein Tagesschaukommentar im Grunde in Richtung Fake News und der üblichen Stimmungsmache gegen den armen Putin geht, - Ich erlaube mir, ihn dennoch inhaltlich absolut zutreffend zu finden - hier Georg Restle in seinem Kommentar:

Dass Sie ein harter Hund sind, wissen wir ja mittlerweile. Sie erlegen Bären mit nacktem Oberkörper - und die Opposition im eigenen Land gleich mit. Keine Säbelrassler der NATO, keine Wirtschaftssanktionen zwingen Sie in die Knie. Sogar die FIFA haben Sie um den Finger gewickelt. Eine Fußball-WM quasi zur Amtseinführung, das hat sonst noch keiner geschafft.
Auch aus Deutschland bekommen Sie jede Menge Applaus - und nein, nicht nur von Altkanzler Gerhard Schröder. 55 Prozent der Deutschen fordern einen Abbau der Sanktionen gegen Russland. Fast 90 Prozent wollen, dass russische Interessen in der Außenpolitik stärker berücksichtigt werden. Fehlt nicht mehr viel, und Sie hätten sogar hier richtig gute Chancen auf Wahlerfolge.
Die völkerrechtswidrige Annexion der Krim? Schnee von gestern! Die Unterdrückung der Opposition im eigenen Land? Egal. Keine freien Medien, keine Pressefreiheit? Alles unwichtig. Die Mehrheit der Deutschen scheint Ihnen zu vertrauen, träumt von einem neuen Frühling in den deutsch-russischen Beziehungen. Die halbe SPD sehnt sich zurück nach der Entspannungspolitik der 1970er-Jahre.

Dabei lohnt ein Blick zurück: auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Auch damals jubelte die ganze Welt Ihnen zu, freute sich auf die Spiele und hoffte auf Entspannung in der Politik. Doch kaum war die Flamme erloschen, annektierten Sie die Krim und entfesselten einen mörderischen Krieg in der Ostukraine. Und wehe dem, der in Russland dagegen demonstrierte.
Ihre vierte Amtszeit, Herr Putin, gibt wenig Anlass zum Vertrauen. Es ist zu befürchten, dass da noch einiges auf uns zukommt. Irgendwann, nachdem das letzte Tor bei der Fußball-WM geschossen sein wird.

Sonntag, 29. April 2018

Schade, dass Helene Fischer sich zu Deutschlands Pin-up-Girl Nr.1 und zu einem medialen Produkt hat verkommen lassen - die Leute merken das.

Erstaunlich, dass in der Zuschauergunst die ZDF-Helene Fischer-Show am Samstagabend sogar gegen eine Mordkommission-Istanbul-Wiederholung verlor; letztere sahen 14,5 Prozent (3,89 Mio.) der Fernsehzuschauer, das Helene-Fischer-Spektakel nur 12,7 Prozent und damit 3,53 Millionen. Relativ viele haben sich da gegen eine junge Dame entschieden, die noch nicht verstanden hat, dass es zunehmend mehr Menschen in Deutschland weniger auf Las-Vegas-Stil und ständige Steigerung von Effekten ankommt, sondern offensichtlich noch auf einen Rest von Natürlichkeit. Ihre ursprüngliche Natürlichkeit, die die Dame einmal hatte, hat sie längst verloren, verkauft.

Natürlichkeit verbraucht sich nicht, ein ständiges Atemlos durch die Nacht schon. Mittlerweile nehmen zunehmend mehr Menschen einer Helene Fischer ihre Texte nicht mehr ab, wenn auch die hingerissen zuschauenden Gesichter im Fernsehen anderes vermitteln wollen. Die Frau ist austauschbar geworden.

Dass  sich so viele für einen alten Krimi - wobei die Istanbul-Krimis noch nicht einmal mehr in der Türkei gedreht werden und ohnehin noch nie, fand ich, einfallsreiche und gute Produkte ihres Genres waren - entschieden, ist dennoch in diesem Ausmaß erstaunlich.  Diese Gigantomanie der Light-Show-Effekte, dieses hallo Deutschland, das so warm herüberklingen soll, das scheinbar so warmherzige Eingehen auf die Zuschauer wollen zunehmend mehr Menschen nicht mehr sehen.
Viele spüren den Schein. Es fehlt das persönliche Sein.

Gewiss sind die körperlichen Leistungen und die akrobatischen Einlagen, die Umziehgeschwindigkeit von einem Kostüm ins andere durchaus bewundernswert. Aber irgendwie kommt nichts mehr rüber.
Da hat sich jemand zu einer austauschbaren Puppe gemacht, ob sie nun Vanessa Mai oder Helene Fischer heißt oder - erfinden wir noch zwei Namen - Elisa Toller oder Sarah Nochtoller. Klar gehen die Kostüme noch knapper, die Effekte noch aufwendiger. Aber das wird nichts nützen. Ob das die junge Dame mitbekommt, mitbekommen will?

Gewiss hätte, als es die Bundeswehr noch als Wehrpflichtarmee  gab, das ein oder andere Bild von Frau Fischer in zig-tausend Spinden gehangen, vor allem jenes, als sich so ganz aus Versehen die eine Pobacke beim Tanzen entblößte.
Helene Fischer wäre wohl, an solchen Orten zu hängen, kein Anlass gewesen, ins Grübeln zu kommen.
Mittlerweile hat ja die junge Dame ihr Arsenal an aufreizenden Tanz- und Körperbewegungen zudem noch erheblich vergrößert.
Irgendwie ist es dann aber doch peinlich, wie sie erzählt, dass sie ursprünglich in ihrer von unten einsehbaren Plattform ein Kleid tragen wollte, dass man aber dann doch gemerkt hätte, dass das ja nicht geht (huihui), vor allem wenn sie sich so und so bewegt. - Meine Güte, geht´s noch? - Irgendwie könnte man sich dann doch für den ein oder anderen Gag zu schade sein.

Klar waren Schlagertexte schon immer Geschmacksache, doch die Leistung einer Helene Fischer besteht sicherlich darin, dass sie in gewisser Weise den deutschen Schlager wieder hoffähig gemacht hat mit Liedern, die eine individuelle Note und ein eigenes Flair hatten.
Irgendwie aber hat man den Eindruck, sie hat sich verloren - und zu fürchten ist, dass sie es nicht merkt.
Mir tut es dabei um den Menschen Leid, wie es mir um jeden anderen auch Leid täte.

Eine Bitte hätte ich dann noch an das ZDF: Möglichst bitte kein Advents- und Weihnachtssingen mit Helene. Genug ist irgendwann genug. Und mit Verlaub: Die Stimme klingt schon immer ziemlich gleich; gerade bei Weihnachtsliedern fällt das auf.

Dienstag, 17. April 2018

Gefährliche Liebe. - Sonst ziehe ich Prometheus dem Epimetheus vor, aber dessen Zeilen gehen schon nahe!

G E F Ä H R L I C H E  L I E B E
Der Seligkeit Fülle, die hab' ich empfunden!
Die Schönheit besaß ich, sie hat mich gebunden;
Im Frühlingsgefolge trat herrlich sie an.
Sie erkannt' ich, sie ergriff ich, da war es getan!
Wie Nebel zerstiebte trübsinniger Wahn,
Sie zog mich zur Erd' ab, zum Himmel hinan.

Du suchest nach Worten, sie würdig zu loben,
Du willst sie erhöhen; sie wandelt schon oben
Vergleich ihr das Beste, du hältst es für schlecht.
Sie spricht, du besinnst dich, doch hat sie schon recht.
Du stemmst dich entgegen; sie gewinnt das Gefecht.
Du schwankst, ihr zu dienen, und bist schon ihr Knecht.

Das Gute, das Liebe, das mag sie erwidern.
Was hilft hohes Ansehn? sie wird es erniedern.
Sie stellt sich ans Ziel hin, beflügelt den Lauf;
Vertritt sie den Weg dir, gleich hält sie dich auf.
Du willst ein Gebot tun, sie treibt dich hinauf,
Gibst Reichtum und Weisheit und alles in den Kauf.

Sie steiget hernieder in tausend Gebilden,
Sie schwebet auf Wassern, sie schreitet auf Gefilden,
Nach heiligen Maßen erglänzt sie und schallt,
Und einzig veredelt die Form den Gehalt,
Verleibt ihm, verleiht sich die höchste Gewalt.
Mir erschien sie in Jugend-, in Frauengestalt.

Die vier Strophen entstammen einem Dialog zwischen Prometheus und Epimetheus in Goethes Fragment gebliebenem Werk Pandora. Prometheus hatte ja seinen Bruder vergeblich vor Pandora gewarnt. Dieser hatte das Gefäß, das jene mitbrachte, geöffnet und alles Leid der Welt, das dieses enthielt, war aus ihm gewichen. Nur die Hoffnung verblieb noch darin. Die allerdings sagt in Goethes Fragment zu allem nur "Ja, Ja" und ist wenig hilfreich.

Die Verse machen deutlich, wie heillos hingegeben Epimetheus - übersetzt bedeutet er >Der Nachdenkende< - auf das Werk des göttlichen Schmiedes Hephaistos hereinfiel, der Pandora auf Bitten von Zeus geschaffen hatte als Bestrafung für Prometheus und seine Menschen, die jener - übersetzt >Der Vorausdenkende< geschaffen hatte.

Pandora musste vielleicht Fragment bleiben, weil die beiden Gestalten, Epimetheus und Prometheus, menschliche Wesensanteile verkörpern, die zu vereinen der Menschheit bisher nicht gelungen ist; ja, sie hat nicht einmal ihre Bedeutung erkannt.

Prometheus ist derjenige, der sich gegen die Götter wehrt und gegen einen Zeus, der die Menschen klein und dumm halten wollte (die griechischen Götterdynastien wollen im Grunde immer Entwicklung verhindern). 
Er entspricht in gewisser Weise dem biblischen Kain, mit dessen Existenz die Menschen ja einen eigenen Weg gehen und nicht mehr den des gottesfürchtigen Abel. Kain ist der Mensch der Erdenwirklichkeit.

Wir alle sind auf dem Weg von Prometheus und Kain, aber auf sehr unterschiedliche Weise. Manche treten, ganz im Materialismus aufgehend, auf der Stelle, manche entwickeln sich weiter.
Allerdings entwickeln unter Letzteren manche geistlos Neues, gleichgültig, ob die Menschen damit umgehen können oder nicht (wir denken an Atomkraft und Risiken der Genforschung), manche sind die ewigen Bedenkenträger, immer Epimetheus, immer über alles nachdenkend und über Gedanken nochmals nachdenkend - und dann nochmal.
Doch ist auch Epimetheus wichtig, muss er doch auch immer wieder den Prometheus, so er denn in uns ist, bändigen (in der Mythe tut dies Zeus, indem er Prometheus an den Felsen bindet).

Beide Gestalten versinnbildlichen die Reise des Menschen, deren Risiken und Gefahren eine weitere Mythe in der Gestalt des Odysseus, wie er zwischen Scylla (Prometheus) und Charybde (Epimetheus) hindurch muss, ohne ganz in dem einen oder anderen aufzugehen, zum Ausdruck bringt. 

Pandora jedenfalls ist ein faszinierendes Werk Goethes, in dem auch die Töchter des Epimetheus, Elpore (die Hoffnung) und Epimeleia (die Sorge, Goethe nennt sie die Sinnende) eine wichtige Rolle spielen; ihre Mutter eben ist Pandora, ein Kunstprodukt des Hephaistos.

Schade, dass dieses Werk so wenig bekannt ist. Man sieht allerdings auch nur auf den zweiten oder dritten Blick, wie wertvoll es ist und auch wie kunstvoll geschaffen, was z.B. die reiche Metrik betrifft; sie zeigt, was für ein Könner Goethe war, auf der Form- wie auf der Inhaltsebene.
Bei Gelegenheit mehr dazu.

Freitag, 13. April 2018

Ich habe so eine Wut auf diese Merkel, die seit über 12 Jahren nichts gegen die Nöte von Menschen dieses Landes tut!

4,3 Millionen erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger werden in der Arbeitslosenstatistik nicht aufgeführt. Sie haben aber im Grunde einen Arbeitslosenstatus. - Wie viele Arbeitslose also hat die BRD wirklich? Wohl erheblich mehr als circa zweieinhalb Millionen!

Jeder 6. Rentner lebt in Armut!  

Jedes 5. Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Das sagt der Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Etwa drei Millionen Menschen müssen in Deutschland zusätzlich zu ihrem Hauptberuf einem Nebenjob nachgehen (hier ein Beispiel). Damit haben sich die Anzahl der Mehrfachbeschäftigten und ihr Anteil an allen Arbeitnehmern laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung seit 2003 mehr als verdoppelt.

Das ist ein Ergebnis von über 12 Jahren Merkel-Politik und niemand unter unseren feisten Politikern unternimmt wirklich etwas gegen diese skandalösen Zustände.

Dafür kriegt VW-Müller 20 Millionen noch weitergezahlt, obwohl er entlassen wurde (die armen Aktionäre können einem richtig Leid tun . . .)


Wann endlich wacht dieses Land auf ?