Seiten

Sonntag, 15. Oktober 2017

Angela Merkel: Warum eine so defizitäre Mutti solch ein „Erfolgsmodell” sein kann!

Selten habe ich eine zutreffendere Analyse in Bezug auf das Merkel-Syndrom gehört, wie sie im teilweise hier aufgezeichneten You-Tube-Beitrag vorliegt. Hans-Joachim Maaz zeigt auf, worin die Tragik der Merkel-Wiederwahl besteht, wobei er auch auf den frühkindlichen Bildungswahn eingeht, dem in unserer Gesellschaft die Bedeutung zukommt, die notwendige frühkindliche Bindung, vor allem zu den Eltern, zu ersetzen. Diese Erziehung aber sichert Schein-Muttis, wie Merkel eine ist, die Macht.

Zwei Punkte vorweg: Die folgenden Ausführungen von Hans-Joachim Maaz habe ich einem Gespräch entnommen, das Eva Hermann im Rahmen der Wissensmanufaktur mit ihm und Andreas Popp führte.

Ich habe bewusst Ausführungen zur frühkindlichen Erziehung mit hineingenommen, weil sie deren Auswirkungen in gebotener Kürze klar benennen. Darauf basieren im Anschluss weitere Analysen im Hinblick auf Angela Merkel.

Zu der Tatsache, dass sie wiedergewählt worden ist, äußert sich Maaz zunächst wie folgt, und auch wenn er zu Beginn einen psychoanalytischen Begriff einführt, um seine Sicht deutlich zu machen, lohnt es sich auch für den, der allem Theoretisieren abhold ist, genau hinzuhören, denn seine Analyse ist bemerkenswert {anmerken möchte ich noch, dass ich Ergänzungen meinerseits in geschweifte Klammern gesetzt habe}:


Man muss den Begriff der Übertragung verstehen: 

Wir übertragen alle, ohne das wir das merken, frühe Erfahrungen, so wie wir geprägt wurden, auf andere Personen und natürlich sind prominente Personen, Politiker, also alles, was irgendwie oben ist, geeignet, sowohl Hoffnungen, Erwartungen, aber auch Enttäuschungen zu übertragen.
Das hat einen wichtigen Sinn: Wenn man Hoffnungen und Erwartungen überträgt, dann muss man das eigene Defizit nicht erleiden {sich also der Erfahrungen, die man in der frühen Kindheit gemacht hat, bewusst zu werden}. Und wenn man Hass oder Enttäuschungen überträgt, dann muss man nicht die eigene Problematik, wie man voller Hass ist, also die Kränkungen, nicht erleben, weil man die jetzt projizieren kann auf einen anderen.


Frau Merkel, ich würde sie heute bezeichnen als eine Politikerin, die im Grunde Opium für das Volk bedeutet. Und zwar in dem Sinne, dass sie den Anschein erweckt, mit solchen Phrasen wie alternativlos oder wir schaffen das, dass wir nicht in einer schwerwiegenden gesellschaftlichen Krise sind.


Merkel als personifizierte Illusion: Es geht so weiter!

 
Im Grunde brauchten wir Politiker, die uns helfen, darüber nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, wie wir denn weiterleben können. Denn so wie jetzt können wir nicht weiterleben. Und Frau Merkel verkörpert aber diese Illusion, wir könnten so weiterleben, es geht so weiter. Und ich glaube, das ist für viele Menschen im Übertragungssinne eine falsche Hoffnung, eine Illusion, es könnte alles so bleiben.
Und deshalb wird sie wiedergewählt, und das halte ich für eine große Tragik, weil damit im Grunde genommen für die nächste Zeit das verpasst wird, was wir begreifen müssten, die Veränderungen, wir müssten nach neuen Lebensformen suchen, nach neuen sozialen Projekten suchen. Und das wird {durch die Wiederwahl Merkels} erstmal wieder zunichte gemacht (. . .)


Es gilt, zwischen Erziehung und Beziehung zu unterscheiden


{4.25´} Wir wissen, und das ist überhaupt kein Thema mehr, das ist wissenschaftlich so ausreichend gesichert, dass es schon erschreckend ist, wie wenig das in der Öffentlichkeit und vor allen Dingen in der Politik zur Kenntnis genommen wird, dass die ersten Lebensjahre des Kindes darüber entscheiden, wie er später als Mensch, als erwachsener Mensch, als Persönlichkeit aufgestellt ist.
 

Also es geht um die Qualität der ersten Beziehungserfahrungen.
 

Wir unterscheiden ganz deutlich mittlerweile zwischen Erziehung und Beziehung. 
Erziehung ist immer negativ behaftet, weil autoritär das Kind zum Objekt gemacht wird und Beziehung wäre von vorneherein eine Subjekt-Subjekt-Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind. Und die Qualität der Beziehungen, die dem Kind angeboten wird - und das differenzieren wir nach mütterlichen und väterlichen Beziehungsqualitäten -, entscheiden darüber, wie dieser Mensch sich entwickeln kann, und das Häufigste, was heute der Fall ist, ist ein narzisstisches Defizit, und das heißt, das Kind wird nicht mehr bestätigt als das, was es ist, sondern, was es werden soll.
 

Es wird nicht um seiner selbst willen geliebt und das hinterlässt eine schwere psychische Last, die man dann später versucht zu kompensieren durch besondere Anstrengungen, durch Leistungen.

Die Tragik ist: Man kann sich Liebe nicht verdienen. Wenn sie nicht gegeben ist, ist sie eben für alle Zeit verloren, aber die Anstrengung, die Menschen dann unternehmen {um diese nicht erhaltene Liebe nach- und einzuholen} bleiben hoffnungslos, {sie} werden eigentlich süchtig, weil es nie mehr die Befriedigung geben kann, die verloren gegangen ist.


{6.15´} Deshalb ist die Frage der Frühbetreuung der Kinder die entscheidende Frage für die Gesellschaftsentwicklung und für die Zukunft. Wenn wir die Kinder schlecht behandeln, sie narzisstisch nicht ausreichend bestätigen {gemeint ist hier: die Liebe zu sich selbst zu fördern und ihre ureigene Individualität wahrzunehmen}, haben wir später Süchtige in jeder Form, Leistungssüchtige, aber auch, wer gekränkt wird als Kind, wer nicht so geliebt wird, hat eine berechtigte Empörung, einen Hass. 


Hass, den man nicht losgeworden ist!


Das ist ja die Quelle, weshalb dann Menschen krank werden! Sie belasten sich mit ihrem Hass, den sie gegen die Eltern oder gegen die verantwortlichen Beziehungspersonen nicht losgeworden sind und später ist das die Quelle dann auch für allen möglichen Fremdenhass; Andersdenkende werden gehasst oder Politiker, der Nachbar oder der Partner selbst wird gehasst, projektiv, um die Spannung loszuwerden.


Die Tragik ist: Es ist eine berechtigte Empörung da {eben weil dem Kind Liebe fehlte, weil es werden musste, wie andere es haben wollten}, die aber leider unberechtigt am falschen Objekt später abreagiert wird. Und das ist, sozial gesehen, eine Tragik (. . .)


DDR-Verhältnisse in ganz Deutschland

 
{7.45´} Ich bin entsetzt darüber, dass im Grunde genommen DDR-Verhältnisse in ganz Deutschland, was die Frühbetreuung anbetrifft, {anzutreffen sind} und dass ökonomische Zwänge, kann man fast sagen, dahin führen, dass Kinder nicht mehr gut frühbetreut werden.
 

Ich habe ja den Begriff der Normopathie gefunden, wenn wir von flächendeckenden Problemen ausgehen.
Also ist das, dass die Fehlentwicklung, das Kranke, das Gestörte nicht mehr als solches wahrgenommen wird, sondern für normal gehalten wird, normo-pathisch, nur weil dann die Mehrheit betroffen {ist}. Wenn ich so bin wie die anderen und es da keinen Unterschied gibt, dann glaubt man, das ist alles in Ordnung, das ist richtig, und merkt nicht, wie im Grunde genommen die Mehrheit dazu beiträgt, dass die Gesellschaft sich fehlentwickelt.
 

Das haben wir: Wir haben eine süchtige, narzisstische Gesellschaft, eine grenzenlose, die im Grunde genommen die Natur zerstört, die sozialen Verhältnisse kaputt macht, ganz abgesehen von den persönlichen Schicksalen, die also mit Krankheit und Beschwerden {verbunden} sind.

Der üble Trick bezüglich Bildung und Bindung

 
{9.00´} Die Qualität der Frühbetreung - und das ist ein übler Trick, wenn wir von früher Bildung sprechen -. also Kleinstkinder brauchen keine Bildung, sie brauchen Bindung.  

Bindung heißt, eine gesicherte Beziehung, natürlich in erster Linie zur Mutter, weil die Mutter hat einen Bindungsvorlauf durch Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit, was schon ungefähr 50 Prozent ausmacht von dem, was das Kind an positiver Bindung braucht. Also diese Bindung, dass eine Mutter in der Lage ist zu vermitteln Du bist mein Kind, ich liebe dich, so wie du bist, ich werde mich um dich kümmern, ich nehme dich an, ich verstehe dich, ich will auch herausfinden, wer du bist und nicht dir sagen, wie du sein sollst, und wir wissen, früh gut gebundene, das heißt bestätigte, narzisstisch im besten Sinne gesättigte Menschen, die bilden sich von selbst, das Bildungsbedürfnis ist ein Naturbedürfnis. 

Also ein gut gebundenes Kind wird die Welt neugierig erobern wollen; es braucht keine Nötigung zur Bildung und dieser üble Trick, dass man glaubt, man kann Bindung durch Bildung ersetzen, ist im Moment der i-Punkt einer tragischen Entwicklung (. . .)
 

Frau Merkel eignet sich hervorragend als defizitäre Mutter
 

{14.00´} Wenn die frühe Bindung nicht stabil ist, dann heißt das, der Mensch weiß nicht, wer er ist, was er will, was er kann, er weiß nur, was er soll. 
Deshalb ist die Gefahr, sich in Gruppen zusammenzufinden, die dann vorgeben, das und das zu machen ist jetzt richtig, weil ich selber nicht mehr weiß. Und dasselbe betrifft die Frage der Ethik (. . .)
 

(Eva Hermann: Deutschland hat gewählt, Frau Merkel bleibt Kanzlerin, die Ausnahmeerscheinung. Man nennt sie ja auch Mutti Merkel - warum eigentlich Mutti, passt das? - Maaz:)
 

{15.42´} Weil sie nicht wirklich Mutter ist. Weder als Frau noch in ihrer Politik.
 

Die zentrale Qualität der Mütterlichkeit ist ja Empathie, zu verstehen, verstehen zu wollen, wie es dem anderen geht. Ich erinnere, ich glaube es war eine Sylvester-Ansprache, 2014 vielleicht, wo sie gewarnt hat vor Pegida: Geht da nicht hin, das sind Menschen, die haben Kälte und Hass im Herzen! Geht da nicht hin!
Also, das ist eine gewisse Form von Hetze. Man hetzt gegen Menschen auf.
 

Als Regierungschefin - und als mütterliche - wäre sie meiner Einschätzung nach verpflichtet zu sagen und zu tun: 
Ich muss zur Kenntnis nehmen, da gibt es offensichtlich Menschen, die haben Probleme, die haben Kälte und Hass im Herzen, kann man sagen, wenn das so ist, ja. Das macht mir Sorge, das macht mir als Regierungschefin Sorge. Das muss doch etwas mit unserer gesellschaftlichen Situation zu tun haben - und wenn ich mütterlich wäre, erst recht.
 

Da sind „Kinder”, denen geht es schlecht, die sind angstvoll oder hassvoll - wo kommt denn das her, die werden ja nicht so geboren und sie leben in diesem unseren Land. Und es muss etwas mit diesem unserem Leben in diesem Land zu tun haben!
 

Das wäre mütterlich.
 

Jetzt bekommt sie aber fast ironisch abwertend, manchmal auch so verlogen liebevoll den Titel Mutti, als Übertragungstitel, und den verstehe ich so:
 

Viele Menschen haben eben keine wirklich gute Mütterlichkeit erfahren, sie sind defizitär geblieben, und da eignet sich Frau Merkel wieder hervorragend als eigentlich defizitäre Mutter - in der Übertragung.
 

Man muss die Paradoxie verstehen: Wenn sie eine wirklich gute mütterliche Frau wäre, vielleicht sogar noch mit erotischer Ausstrahlung oder sowas {raunendes Lachen im Auditorium}, wäre sie für die meisten Menschen so bedrohlich, weil sie genau das nicht erlebt haben. Sie wären also erinnert an ein Defizit und würden mit der eigenen Problematik zu tun haben. 
Da sie das aber nicht ist, können sie in Ruhe Mutti Mutti sein lassen, in der Illusion, so wie es ja auch die meisten Kinder dann gemacht haben: Wenn die Mütter nicht gut waren, hat das Kind ja nicht verstehen können, das liegt an der Mutter, sondern hat immer gedacht: Es liegt an mir; ich bin nicht gut genug, ich bin nicht liebenswert und haben angefangen zu rödeln, um zu beweisen.
 

Ich glaube, dieses Thema spielt eine Rolle, dass Frau Merkel auf ihre Art und wie sie Politik macht, den Anschein erweckt: Es ist alles gut.
 

Als gute Mutter müsste sie ja auch das Bedrohliche, die Angst aufgreifen, das Hassvolle, das da ist, aufgreifen und verstehen, und da sie das nicht tut, bleiben die Menschen unbelastet davon, oberflächlich, deswegen dieser Begriff Opium für das Volk

Es wird also zugedeckt damit, da sie nicht wirklich regiert, nicht wirklich entscheidet, keine wirkliche visionäre Entwicklung für die Zukunft hat, die ja immer in unserer Situation schmerzlich, bitter, hart sein müssen. Das müsste man uns, den Bürgern zumuten (. . .)

(19.40´) Seehofer hat´s ja versucht, so ein bisschen zu bellen gegen Mutti (. . .)
 

Vielleicht ist ein gutes Beispiel dieses sogenannte Duell, wo ich sage, das ist ja eher ein Duett gewesen, mit Martin Schulz und so:
 

Wie offensichtlich ein Mann, der Erfolge hat, an der EU-Spitze stand, gegenüber Mutti Merkel - Entschuldigung - wie ein Hündchen ist, ganz brav, ganz angepasst. Als ich das sah, war mir klar, die SPD hat überhaupt keine Chance. Er hätte antreten müssen, er hätte wirklich angreifen müssen, er hätte die ganzen Fehler, die Frau Merkel gemacht hat benennen müssen und angreifen müssen. 
Gut, ich weiß, die SPD war mit an der Regierung, aber er hätte zumindestens sagen können: 
Ja, wir waren, die SPD, mit in der Regierung, wir mussten manche Dinge mitmachen, weil es die Koalition verlangt hat, aber jetzt ist zu Ende, jetzt packe ich mal aus: das und das und das. - 
Das wäre eine Chance für die SPD gewesen und das hat er nicht gemacht, nicht nur, weil er, denke ich, ideologisch eingeschränkt ist, sondern weil er auch Angst vor Mutti hat. Er muss, bin ich ziemlich sicher, ein bedeutendes Mutterproblem haben (. . .  Gesamtlänge 52.54´)


https://www.youtube.com/watch?v=P3dCH_tUOD4&feature=em-subs_digest 


Montag, 9. Oktober 2017

Wer kann diese lächerliche Politik noch ernst nehmen?

Es ist schon unglaublich, was der deutschen Bevölkerung zugemutet wird und mit welcher versuchten Ernsthaftigkeit sich Merkel und Seehofer selbst vorführen und so tun, als nähmen sie sich selbst noch ernst. Niemand aber, der in der deutschen Öffentlichkeit Gewicht hat, erlaubt sich endlich einmal für dieses politische Schmierentheater ein klares Wort.

Da inszeniert sich ein bayrischer Papiertiger, der immer Mühe hat, wenigstens auf dem Bettvorleger zu landen, mit seinem Obergrenzen-Gedöns. Die Kanzlerin lehnt das monatelang strikt ab, und dann setzen sich beide Parteien zusammen, wollen mit der größten Selbstverständlichkeit ernst genommen sein und bieten etwas an, was das Wort Obergrenze vermeidet, aber die Zahl 200 000 enthält. – Nun hat Seehofer seine Zahl, aber nicht das Wort.

Geht´s eigentlich noch lächerlicher?

Seehofer wird mittlerweile kaum noch so ernst genommen wie Erdogan - und den nimmt außerhalb der Türkei niemand mehr ernst; und es soll mittlerweile eine ganze Reihe von CDUlern geben, die jeden Tag eine Kerze anzünden, dass Merkel einmal inhaltlich klare Aussagen treffe und Politik gestalte; nicht wenige bezweifeln allerdings, ob sie das innerhalb von vier Jahren lernen könne - oder wolle.

Bevor es das Theater in Gebäuden gab, gab es auf Jahrmärkten den Bänkelsang, oft verbunden mit gespielten Szenen, sogenannten Moritaten und standardisierten Abläufen, in denen ein Hanswurst auftrat, gern auch in einer Haupt- und Staatsaktion; manchmal gab es auch noch eine zweite und dritte Person, was halt dem Besitzer einer Bank, auf der er auftrat, so an Personal zur Verfügung stand.

Tatsächlich konnte der Bänkelsang auch durchaus anspruchsvoll sein, meist aber blieb er auf Seehofer-Niveau: Theaterdonner mit inhaltlichen Versatzstücken.
Seehofer wird nun nach der geschwisterlichen Einigung eine Weile stillhalten, bevor er bei Gelegenheit wieder anfängt, senil zu stänkern (man kann nur hoffen, dass es der bayrischen Bevölkerung endgültig reicht). Die Kanzlerin wird ihn ignorieren - zwei Jahre oder länger, kein Problem -, bevor man sich dann zusammmensetzt und einen Kompromiss findet, der darüber hinwegtäuschen soll, dass beide Parteien längst kein Gesicht mehr haben, also weder sie noch ihre Spitzenfunktonäre eines verlieren können.

Tatsächlich gab es im Übrigen auch fahrende Komödiantinnnen wie eine Friederike Caroline Neuber, in der Zeit Lessings hochgeschätzt. Sie schrieb selbst Stücke und setzte der theatralischen Jahrmarktsmännerwirklichkeit, die vor allem mit Zoten, Rülpsen, Furzen und ähnlichen Äußerungen Theater machte, etwas durchaus Anspruchsvolles entgegen.
Vielleicht hätte Angela Merkel sich mit dieser Neuberin, wie sie genannt wurde, befassen sollen, denn diese Frau hatte Mut, die Dinge beim Namen zu nennen.

Wenn jemand Jahre seines eigenen Lebens vergurkt, ist das seine Sache. Angela Merkel legt dieses Land seit 12 Jahren zunehmend lahm; längst überfällige Probleme geht sie nicht an, seien es der Pflegenotstand, das zukunftsunfähige Rentensystem, ausstehende Maßnahmen zur zeitgerechten Digitalisierung, die veraltete Infrastruktur Deutschlands, Mietnotstand etc. Ab und an macht jemand darauf aufmerksam. Mittlerweile wollen ein Drittel der Bundesbürger sie nicht mehr als Kanzlerin. - Wie sehr Heine recht hatte, wie tief Deutschland schlafen kann.
Momentan hat man eine leise Hoffnung, es könne aufwachen. Leider aber hat das Schicksal Menschen wie Merkel mit Eigenschaften ausgestattet, die weit raffinierter als die Vorstellungskraft ihrer Mitbürger sind.

Normalerweise wird ein Zug von einer Lokomotive gezogen. Aber Merkel, das ist ein großer motorisierter Schlafwagen.

Wirtschaftlich blüht dieses Land, das verdankt es seinen Bürgern.

Dass dieses Land es aber nur zu solch einer so handlungsunfähigen und konzeptionslosen Bundeskanzlerin gebracht hat . . . wer kann das wirklich erklären?

Samstag, 7. Oktober 2017

Nehmt, dass ichs ertrage, mir das Leben, das Göttliche mir vom Herzen. - Hölderlins ehrliches, ketzerisches Flehen.

Friedrich Hölderlins Spiritualität findet sich in seinem Werk auf Schritt und Tritt. Sie hebt sich wohltuend ab von jener oft so falschen, künstlich getunten des Wassermannzeitalters.

Hölderlin führt uns zu Urworten. Seine Worte, die er verwendet, stellen Beziehungen her zu den Ursprüngen des Seins, zu Griechenland, zum Osten -  und dennoch ist ihm Germanien so wichtig, sein Vaterland, seine Schwäbische Heimat.

Oft lassen seine Strophen, wenn man ein erstes Verständnis hergestellt hat, uns neue Türen wahrnehmen. Man geht wohl in Gedanken durch sie hindurch, aber Hölderlins Verse - wie jene in Der blinde Sänger - haben oft eine neue Qualität zur Folge, eine neue Qualität der Sicht auf das Leben.

Wer Interesse hat: hier.

Montag, 25. September 2017

Die CSU hat ein Problem: Horst Seehofer!

Da Horst Seehofer, auch wegen seines hochflexiblen Rückgrats Horst Drehhofer genannt, die CSU ist und davon auch selbst überraschenderweise nicht überzeugt werden muss, merkt die es nicht, wie ihr großer Vorsitzender sie und zugleich sich selbst aussitzt. Ganz wie das seine christliche Schwester Angela mit ihrem Ein-Frau-Betrieb tut (was ja auch legitim ist, wo er doch ihr gehört).

Bis zu Ingolstadts berühmtestem Senioren scheint es sich noch nicht so recht herumgesprochen zu haben, dass viele Bayern seine politischen Kapriolen schlicht satt haben. 
Da war mal die eine Sache, dass man eine Kanzlerin - selbst wenn sie Angela Merkel heißt - auch auf einem CSU-Parteitag nicht am Nasenring durch die Manege zieht, da war der Maut-Klamauk, den mittlerweile selbst viele CSUler als Eigentor ansehen (leider hat die EU dem Ganzen keinen Riegel vorgeschoben, wie nicht wenige hofften), da war das Obergrenzen-Gedöns, das ab irgendeinem Zeitpunkt einem nur noch vorkam wie das Trillerpfeifen im Affenkäfig, und als selbst der adlige Ex-Doktor und Ex-Verteidigungsminister für den Wahlkampf nach Bayern eingeflogen wurde, weil unser Horst seinen verhassten Kronprinzen und Finanzminister geschwächt sehen wollte, haben doch selbst gestandene Mannsleute (von den bayrischen Frauleuten einmal ganz abgesehen) in Bayern nur noch mit dem Kopf geschüttelt.

Das heißt im flächengrößten Land der Bundesrepublik noch nicht, dass ein Bayer nicht doch noch ein Kreuz bei der CSU macht, aber dass es dann tatsächlich doch nur 38,8 Prozent wurden, das hat den Horst - ich vermeide es, mit Bruno Jonas hier nochmals von Vollhorst zu sprechen - dann doch vor den laufenden Kameras am Wahlabend nochmal zu Höchstform auflaufen lassen müssen. 
Immer wenn es eng wird, hat dieser Mann ja die Fähigkeit, die Wortkeulen auszupacken. Das kann er. Aber das könnte auf Dauer der CSU ganz abträglich sein, die letztendlich genauso wie die CDU nach frischem Wind, sprich Personal lechzt. Nur traut sich eben niemand laut zu lechzen, weder in der CDU noch in der CSU. Erfahrungsgemäß überlebt man lautes Lechzen in christlichen Parteien nicht.
Vielleicht gelingt unseren christlichen Parteien - ein Alleinstellungsmerkmal, das sich als Werbegag auch überholt hat - im Rahmen der nächsten zwanzig, dreißig Jahre (glaubt jemand ernsthaft, Angela Merkel hört 2021 auf? Warum sollte sie?), neues Personal aus dem Hut zu zaubern, bevor beide Parteien sich auf geriatrischem Wege selbst zerlegen. Solange kann Horst erfolgreich weitermachen, denn eines steht fest:

Von allen im Bundestag vertretenen Parteien hat in der letzten Legislaturperiode keine der CDU so erfolgreich geschadet wie die CSU mit ihrem Obergrenzen-Horst (und warum sollte sich das ändern?!). Da hat ihr selbst nichts genützt, dass sie mit dem Entwicklungsminister Gerd Müller den, wie ich ernsthaft finde, fähigsten Minister des Kabinetts stellte - kaum jemand hat seine konstruktive Arbeit so erfolgreich totgeschwiegen wie die CSU selbst (vielleicht, weil er gebürtiger Schwabe ist) -, weil sie zugleich den unfähigsten stellte, den Maut-Experten aus Peißenberg.

Jedenfalls verkündete Obergrenzen-Horst noch am Wahlabend vollmundig, „dass wir alles tun werden und keinen falschen Kompromiss eingehen werden, damit wir unseren Bayernplan in den Gesprächen in Berlin durchsetzen werden.“

Das wird voll lustig.

PS Die CDU hat übrigens auch ein Problem. Aber die das muss jetzt erst mal den Regierungs-Rekord von Kohl knacken (irgendwoher müssen ja berufliche Motivationen kommen, wenn sie sich aus der Sache selbst und Freude an der Arbeit schon lange nicht mehr ergeben).

PPS Und noch eine Frage, die mich auch bewegt: Wofür braucht Christian Lindner 80 Sitze?

Mittwoch, 20. September 2017

Im Kind ist Freiheit allein. In ihm ist Frieden. – Friedrich Hölderlins Bemerkungen zur Kindererziehung.

34-jährig bricht Friedrich Hölderlins geistig-seelische Erkankung erkannbar aus. Zwei Jahre später liefert ein Freund ihn - wir schreiben das Jahr 1806 - in das Tübinger Clinicum ein. Nach seiner Entlassung - die Behandlung muss traumatisch und für Hölderlin immer wieder entsetzlich gewesen sein - gewährt ihm ein ortsansässiger Schreinermeister, der ihn sehr verehrte, eine Bleibe im dadurch so bekanntgewordenen Hölderlinturm am Neckar, bis er 73-jährig stirbt.
Am Himmel Deutschlands war er ein Komet, den kaum jemand zur Kenntnis nahm. Erst viel später hat man erkannt, dass er der europäischen Kultur, Europa, den Himmel erhellte. Einmalig in seinem Strahlen.

Mit dem ein oder anderen Post möchte ich ihn Interessierten näherbringen, auch deshalb, weil es keinen Dichter gibt, der seine deutsche, vor allem auch seine schwäbische Heimat so in den Mittelpunkt seines Schaffens rückte mit Gedichten wie Der Neckar, Heidelberg, Stuttgart, Am Quell der Donau, Die Heimat, Der Rhein, Der Main, Unter den Alpen gesungen und zahlreichen anderen mehr.
Wobei man vorsichtshalber anmerken muss, dass nur wenige seiner Gedichte sich einfach so lesen lassen. Hölderlins mit zunehmendem Alter immer eigenwillig werdender Satzbau, sein emphatischer Stil, seine vielen mythologischen Bezüge, die in seine Zeilen integrierten philosophischen Reflexionen, seine Metrik, die sich gern an den griechischen Hexameter oder auch die asklepiadeische Ode anlehnen - von der des Öfteren eigenwilligen Kommasetzung einmal abgesehen -, lassen einen beim ersten Lesen oft etwas oder gar ziemlich ratlos zurück, wobei die spürbare Atmosphäre die meisten Leser dennoch gefangen nimmt.

Einer der wenigen, die ihm in Deutschland zunächst nahestanden und der ihm auch eine Hauslehrerstelle beschaffte, war Schiller. In dessen Zeitschrift Thalia veröffentlichte er 1793 ein Fragment namens Hyperion - übersetzt Der Darüber-Hingehende. Dann jedoch verließ Hölderlin Jena und Schiller fluchtartig, was Letzterer ihm ziemlich verübelte und - gleichsam als beleidigte Leberwurst - in den Horen nicht gerade freundliche Zeilen ihm hinterhersandte, wobei man wissen muss, dass in Deutschland weite Kreise immer wussten, auf wen da jeweils angespielt wurde.

Für Hölderlin war die Trennung ein Segen. Durch sie fand er zu seinem ureigenen Stil, der sich zunächst vor allem in der endgültigen Fassung des Hyperion zeigte, zwar ein Briefroman und damit in Prosa verfasst, vielleicht aber das lyrischste Prosawerk deutscher Sprache.

Vieles ist darin thematisch wichtiger als Hölderlins bzw. Hyperions Zeilen zur Kindheit - zumindest sind sie in der Sekundärliteratur kaum beachtet -, aber ich finde sie dennoch sehr beeindruckend und für manchen, der die aktuelle frühkindlich-erzieherische Gängelei der Kinder so überzogen, ja schädlich findet wie ich, vor allem auch das viel zu frühe Zwingen ins abstrakte Denken, sprechen sie insofern an, als dass sie das Herz erwärmen, wie es sein könnte, was also eine angemessene Erziehung zu beachten hat.
Klar ist manches, gerade auf dem Hintergrund einer Zeit, in der Kinder mit dem Smartphone in der Hand geboren werden, in gewisser Weise idealisiert.
Dennoch wird deutlich, wie wichtig es ist, Kindern möglichst lange Kindheit zu lassen. Den Frieden der Kindheit bringt nichts wieder. 

Man muss kein Montessori-Jünger sein, um zu wissen, wie wichtig zunächst das ist, was das Kind ins Leben mitgebracht hat und was sich entwickeln will, bevor die Erwachsenenwelt - immer noch geschieht dies viel zu oft - dieses wertvolle Gut zertrümmert.

Die zitierte Stelle findet sich zu Beginn des Romans, im zweiten Brief an Bellarmin. Da blickt der Erzähler, blickt Hyperion vom Ende her zurück auf all das, was er erlebt hat, was im Roman geschildert wird: die Freundschaft mit dem weisen Lehrer Adamas, die Erfahrungen einer unendlichen Liebe zu Diotima, das In-den-Krieg-Ziehen, verleitet durch den Freund Alabanda, der Tod Diotimas, die das gern verhindert hätte und an gebrochenem Herzen stirbt, auch weil Hyperion sich meinte, zu Beginn des Krieges von ihr lossagen zu müssen; die Niederlage im Freiheitskampf der Griechen gegen die Türken; der endgültige Verlust des Freundes. Auf all das blickt der Erzähler zurück, auf die Erfahrungen seiner exzentrischen Bahn, wie Hölderlin das Leben im Thalia-Fragment des Hyperion das Leben nennt und ihm wird bewusst, wie wertvoll Kindheit ist:



Ruhe der Kindheit! himmlische Ruhe! wie oft steh ich stille vor dir in liebender Betrachtung, und möchte dich denken! Aber wir haben ja nur Begriffe von dem, was einmal schlecht gewesen und wieder gut gemacht ist; von Kindheit, Unschuld haben wir keine Begriffe.

Da ich noch ein stilles Kind war und von dem allem, was uns umgibt, nichts wußte, war ich da nicht mehr, als jetzt, nach all den Mühen des Herzens und all dem Sinnen und Ringen?

Ja! ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist.

Es ist ganz, was es ist, und darum ist es so schön.

Der Zwang des Gesetzes und des Schicksals betastet es nicht; im Kind ist Freiheit allein.

In ihm ist Frieden; es ist noch mit sich selber nicht zerfallen. Reichtum ist in ihm; es kennt sein Herz, die Dürftigkeit des Lebens nicht. Es ist unsterblich, denn es weiß vom Tode nichts.

Aber das können die Menschen nicht leiden. Das Göttliche muß werden, wie ihrer einer, muß erfahren, daß sie auch da sind, und eh es die Natur aus seinem Paradiese treibt, so schmeicheln und schleppen die Menschen es heraus, auf das Feld des Fluchs, daß es, wie sie, im Schweiße des Angesichts sich abarbeite.

Aber schön ist auch die Zeit des Erwachens, wenn man nur zur Unzeit uns nicht weckt.

O es sind heilige Tage, wo unser Herz zum ersten Male die Schwingen übt, wo wir, voll schnellen feurigen Wachstums, dastehn in der herrlichen Welt, wie die junge Pflanze, wenn sie der Morgensonne sich aufschließt, und die kleinen Arme dem unendlichen Himmel entgegenstreckt.

Wie es mich umhertrieb an den Bergen und am Meeresufer! ach wie ich oft da saß mit klopfendem Herzen, auf den Höhen von Tina, und den Falken und Kranichen nachsah, und den kühnen fröhlichen Schiffen, wenn sie hinunterschwanden am Horizont! Dort hinunter! dacht ich, dort wanderst du auch einmal hinunter, und mir war, wie einem Schmachtenden, der ins kühlende Bad sich stürzt und die schäumenden Wasser über die Stirne sich schüttet.

Seufzend kehrt ich dann nach meinem Hause wieder um. Wenn nur die Schülerjahre erst vorüber wären, dacht ich oft.

Guter Junge! sie sind noch lange nicht vorüber.

Daß der Mensch in seiner Jugend das Ziel so nahe glaubt! Es ist die schönste aller Täuschungen, womit die Natur der Schwachheit unsers Wesens aufhilft.

Und wenn ich oft dalag unter den Blumen und am zärtlichen Frühlingslichte mich sonnte, und hinaufsah ins heitre Blau, das die warme Erde umfing, wenn ich unter den Ulmen und Weiden, im Schoße des Berges saß, nach einem erquickenden Regen, wenn die Zweige noch bebten von den Berührungen des Himmels, und über dem tröpfelnden Walde sich goldne Wolken bewegten, oder wenn der Abendstern voll friedlichen Geistes heraufkam mit den alten Jünglingen, den übrigen Helden des Himmels, und ich so sah, wie das Leben in ihnen in ewiger müheloser Ordnung durch den Aether sich fortbewegte, und die Ruhe der Welt mich umgab und erfreute, daß ich aufmerkte und lauschte, ohne zu wissen, wie mir geschah – hast du mich lieb, guter Vater im Himmel! fragt ich dann leise, und fühlte seine Antwort so sicher und selig am Herzen.
(…)
O ich war ein glücklicher Knabe!

Es ist erfreulich, wenn gleiches sich zu gleichem gesellt, aber es ist göttlich, wenn ein großer Mensch die kleineren zu sich aufzieht.

Ein freundlich Wort aus eines tapfern Mannes Herzen, ein Lächeln, worin die verzehrende Herrlichkeit des Geistes sich verbirgt, ist wenig und viel, wie ein zauberisch Losungswort, das Tod und Leben in seiner einfältigen Silbe verbirgt, ist, wie ein geistig Wasser, das aus der Tiefe der Berge quillt, und die geheime Kraft der Erde uns mitteilt in seinem kristallenen Tropfen.

Wie haß ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!


Da erübrigt sich jeder Kommentar.

Donnerstag, 14. September 2017

Bein Tätowieren wandern Nano-Teilchen in die Lymphknoten!

Es ist zwar noch ungeklärt, was mit den Farbstoffen aus Tätowierungen, die an den Körper abgegeben werden, geschieht, aber dass sie diesem guttun, ist äußerst unwahrscheinlich.

Im Spektrum-Newsletter ist zu lesen:

Mit Hilfe von Röntgenfluoreszenz hat eine Arbeitsgruppe um Andreas Luch vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Bestandteile von Tattoopigmenten im menschlichen Körper verfolgt. Demnach landet ein beträchtlicher Teil der Farben aus der Haut in anderem Gewebe, besonders den Lymphknoten, berichtet sie in "Scientific Reports". Problematisch daran ist die Größe der Teilchen: Während mikrometergroße Pigmentkörnchen wie vorgesehen in der Haut bleiben, lösen sich vor allem Nanoteilchen und wandern in Blut und Lymphe durch den ganzen Körper. Diese Nanoteilchen verhalten sich wegen ihrer geringen Größe chemisch manchmal anders als größere Partikel, so dass völlig unklar ist, welche Gefahr von ihnen ausgeht.

Wer mehr lesen möchte: hier 

Wissentlich hinznehmen, dass sich unverdauliche Substanzen in den Körper einlagern, halte ich allerdings für schwachsinnig. Da braucht man auf Rauchen oder ungesunde Ernährung auch nicht zu verzichten . . .

Donnerstag, 7. September 2017

Glaubt mit Vernunft! – Benedikts Regensburger Rede wird immer bedeutsamer.

Mit Benedikts Rede verhält es sich wie mit gutem Wein: je älter, desto besser, desto mehr treten ihr Wahrheitsgehalt und ihre Bedeutung zu Tage. Ja, sie wird immer aktueller. Am 12. September jährt sie sich zum elften Mal, und da Benedikt vielleicht nicht mehr allzu lange unter uns weilt, seien an dieser Stelle die Gedanken gewürdigt, die der emeritierte Papst zu Recht in den Mittelpunkt gerückt sehen wollte.
Dass dies zunächst misslang, ist den Reaktionen auf seine Rede, dem fast weltweiten Hype seitens des orthodoxen Islam geschuldet, der sich aus zahlreichen islamischen Staaten fulminant Stimme verlieh; u.a. erklärte der stellvertretende Parteivorsitzende der regierenden türkischen AKP, Salih Kapusuz, der Papst sei durch seine Worte „in derselben Kategorie mit Führern wie Hitler und Mussolini in die Geschichte eingegangen“.

Wer weiterlesen möchte: hier