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Montag, 15. Januar 2018

"Früher, als ich die Wahrheit nicht kannte, kannte ich auch die Freude nicht." - Lew Nikolajewitsch Tolstoi finde ich umwerfend gut!

Ich habe in meinem Leben viele Christen kennengelernt, die mir sehr scheinheilig vorkamen, und heute sind viele meines Dafürhaltens in den C-Parteien, also der CDU und CSU versammelt.

Einem aber nehme ich jeden Buchstaben seines bekennenden Christentums ab, selbst dort, wo es mein Nachvollziehenkönnen sprengt, zum Beispiel, wenn er darüber spricht, ohne Ausnahme nicht dem Bösen zu widerstehen, wie es Jesus in der Bergpredigt fordert. Ich persönlich finde, dass man in bestimmten Situationen gehalten ist, Widerstand zu leisten. Aber selbst an Stellen, die ich nicht teile, fließt ein so tiefer Frieden aus den Worten dieses Russen, dass ich zu spüren glaube, warum solch eine Haltung so voller Sinn sein kann.

Tolstoi - er lebte von 1828 bis 1910 und ist vor allem durch seine großen Romane Krieg und Frieden und Anna Karenina bekannt - muss einmal ein Damaskus-Erlebnis gehabt haben, also ein Geschehen, wie es Paulus auf seiner Jagd nach Christen vor dieser bedeutenden, von den Römern beherrschten Stadt erlebte, als er von Licht über- und durchflutet in den dritten Himmel sah und  von einem Christenjäger - mit Genuss, so ist zu lesen, habe er der Steinigung eines der sieben Diakone der Jerusalemer Urgemeinde, Stephanus, zugesehen - zum Apostel der Völker wurde.

Ähnliches also muss Tolstoi erlebt haben; an einer Stelle seiner Schrift Worin besteht mein Glaube deutet er das an.

In deren letzten Kapitel schreibt er jedenfalls für mich so eindrücklich:

Christus hat mir gezeigt, dass die erste Versuchung, die meine Glückseligkeit zerstört, meine Feindschaft mit den Menschen, mein Zorn gegen sie ist. Ich kann nicht umhin daran zu glauben und kann deshalb nicht mehr mit Bewusstsein in Feindschaft mit anderen Menschen leben; ich kann nicht, wie ich es früher gethan, mich meines Zornes freuen, mich seiner rühmen, ihn entflammen und ihn rechtfertigen dadurch, dass ich mich selbst für bedeutend und klug und andre für nichtig, verloren und unverständig halte; ich kann jetzt nicht mehr umhin bei dem ersten Gedanken daran, dass ich mich dem Zorne überlasse, mich für den allein Schuldigen zu halten und Versöhnung zu suchen mit denen, die mit mir verfeindet sind.
 

Doch dessen nicht genug. Wenn ich jetzt weiss, dass mein Zorn ein unnatürlicher, für mich schädlicher, krankhafter Zustand ist, so weiss ich auch, welche Versuchung mich dazu verleitet hat. Diese Versuchung bestand darin, dass ich mich von den andern Menschen absonderte, indem ich nur einige unter ihnen mir ebenbürtig erachtete und alle übrigen für nichtig, für Nicht-Menschen (»Raka«) oder für dumm und für ungebildet (»verrückt«) hielt.
Ich sehe jetzt, dass diese Absonderung meiner selbst von den Menschen und dass ich sie für »Raka« und für »verrückt« hielt, die Hauptursache meiner Feindschaft mit den Menschen gewesen ist. Indem ich an mein früheres Leben zurückdenke, sehe ich jetzt, dass ich meinen feindseligen Gefühen nie gestattet habe gegen Leute zu entbrennen, die über mir standen, und dass ich dieselben nie beleidigt habe; dagegen rief die geringste mir unangenehme Handlung eines Menschen, den ich für niedriger achtete als mich, Zorn und Beleidigungen meinerseits hervor, und je höher ich mich über einen solchen Menschen dünkte, um so leichter beleidigte ich ihn, mitunter sogar rief die blos eingebildete niedrige Stellung eines Menschen meinerseits Beleidigungen hervor.
Jetzt aber begreife ich, dass nur der hoch über allen Menschen stehen kann, der sich vor den anderen erniedrigt und allen dient Ich begreife jetzt, weshalb das, was »hoch ist vor den Menschen, ein Gräuel ist vor Gott«, und weshalb es heisst: »wehe den Reichen und den Gepriesenen« und: »selig sind die Bettler und die Erniedrigten«.
Jetzt erst begreife ich das und glaube daran, und dieser Glaube hat meine ganze Abschätzung des Guten und Hohen und des Schlechten und Niedrigen im Leben umgewandelt. Alles, was mir früher gut und erhaben erschienen war: Ehre, Ruhm, Bildung, Reichthum, die komplizirte Verfeinerung des Lebens, der Umgebung, der Nahrung, der Kleidung, der äusseren Formen – alles das ward für mich zum Schlechten und Niedrigen.
Alles hingegen, was mir schlecht und niedrig erschienen: das Bäuerische, die Unwissenheit, Armuth, Roheit, die Einfachheit der Umgebung, der Nahrung, der Kleidung und der Umgangsformen – alles das ward für mich gut und erhaben. Und deshalb, wenn ich auch jetzt noch, wo ich alles das weiss, mich in einem unbewachten Augenblicke vom Zorne hinreissen lassen und den Bruder beleidigen kann, so kann ich doch bei ruhigem Gemüth nicht mehr jener Versuchung verfallen, die, indem sie mich über die Menschen erhebt, mich meiner wahren Glückseligkeit: der Einheit und der Liebe beraubt; gleichwie ein Mensch nicht im Stande ist sich selbst eine Falle zu stellen, in die er bereits früher gerathen und die ihn beinahe umgebracht hat.
Jetzt kann ich mich an nichts mehr betheiligen, was mich äusserlich über die Menschen erhebt und mich von ihnen absondert; ich kann nicht, wie ich es früher gethan, an mir oder an andern irgend welchen Stand, Namen und Titel, ausser dem Stande und dem Namen eines Menschen gelten lassen;
ich kann nicht Ruhm und Lobpreisungen suchen und kann nach keinen Kenntnissen streben, die mich von anderen absondern würden;
ich kann nicht umhin nach Befreiung von meinem Reichthum, der mich von den Menschen absondert, zu trachten, ich kann nicht umhin in meinem Leben, in der Einrichtung desselben, in Nahrung, Kleidung und äusseren Formen, alles das zu suchen, was mich nicht absondert, sondern was mich mit der Mehrzahl der Menschen vereint.

Bei Tolstoi klingt es einfach überzeugend für mich, wenn er schreibt, Christus habe ihm gesagt:
Deine Glückseligkeit ist deine Einheit mit allen Menschen und das Böse ist die Störung der Einheit des Menschen-Sohnes. Beraube dich nicht selber der Freude, die dir gegeben ward.

Freitag, 29. Dezember 2017

Wunder im Hier und Heute

Eine liebe frühere Kollegin von mir hat ein Büchlein verfasst mit Wundern, die sie erlebt hat. Manche scheinen sehr unbedeutend, andere sind offensichtlich wunderschön. Den Wert des Büchleins, dessen Inhalt nun auch auf einem Blog existiert, besteht für mich darin, den Blick dafür zu öffnen, dass im Grunde jeder immer wieder Wunder erlebt, auch eben scheinbar unscheinbare. Man kann sie einfach so hinnehmen, man kann sie aber auch bewusst wahrnehmen und sich bei dem Leben bedanken, falls man Schwierigkeiten hat, einen Gott oder göttliche Wesen hinter deren Vermittlung zu sehen.

Im Rahmen des Büchleins bzw. Blogs finden sich Bilder die meine Kollegin selbst gemalt hat. Gerade diese spirituellen Bilder sind sehr begehrt und ich hoffe, sie findet eine Möglichkeit, Ihnen an einem sicheren Ort Unterschlupf geben zu können, wo Menschen sie immer wieder sehen können, eines der schönsten finde ich




Eine beispielhafte und rührende Wunder-Geschichte handelt von Gottes kleinstem Boten:
Ich saß im Gottesdienst bei den Comboni-Missionaren, und die Gläubigen begannen, sich im Mittelgang für die Eucharistie aufzustellen.
Da hörte ich ein leises Stimmchen von einem kleinen Jungen, der vielleicht eineinhalb Jahre alt war und kaum ein paar Worte sprechen konnte.
„Nunter”, sagte er, der auf dem Schoß seiner Mutter ganz ruhig und brav saß.
Die Mutter ließ ihn hinunter und er ging vor zum Priester an den Altar und stellte sich neben die wartende Schlange Menschen. Die Kirche war wie immer bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle bekamen ´etwas´, nur der kleine Junge natürlich nicht. Er wartete geduldig, ohne das Gesicht zu verziehen. Zehn, zwanzig, dreißig hatten schon die Hostie bekommen. Da schaute der intelligente, kleine Kerl, was er wohl falsch mache, dass er nichts bekam, und sah, dass die Leute ihre Hände zur Schale formten und zum Himmel hoben.
Er dachte: „Das mache ich auch, und dann bekomme ich sicher auch ´etwas´." Und er hob zuversichtlich seine kleinen, zur Schale geformten Hände zum Himmel.
Vierzig, fünfzig, sechzig hatten bekommen ….. nur er ….. immer noch nichts, und schließlich war der Letzte gegangen, und das Bübchen stand ganz alleine am Altar vor dem Priester und hatte die Hände immer noch zur Schale geformt erhoben, ganz ruhig und wartete. Sein Vertrauen war unerschütterlich.
….. Bittet, so wird Euch gegeben …..
Da drehte sich der Priester herum und holte ein Stück gesegnetes Brot. Das Kind nahm es wie selbstverständlich und ging dann zu seiner Mutter zurück und kletterte wieder auf ihren Schoß.
Wer die Hände zum Himmel im Vertrauen erhebt, wird nicht enttäuscht.
Ein rührendes Zeichen Gottes durch ein Kind, das noch zu klein zum Sprechen war und Windeln trug.

Zum Abschluss noch eines der wunderschönen Bilder und der Link zum Blog:


Mittwoch, 29. November 2017

Mit links neue Kapazitäten erschließen!

Es mag schon über 25 Jahre her sein, dass der Leiter eines Fortbildungsseminares im Fach Sport während einer Fortbildungsveranstaltung von einer Untersuchung erzählte, die man mit Hilfe von Tischtennisspitzensportlern durchgeführt hatte:

Die Teilnehmer waren in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Die eine Gruppe trainierte wie gewohnt intensiv, Rechtshänder mit rechts, Linkshänder mit links.

Die zweite Gruppe trainierte intensiv auch mit ihrer ungewohnten Hand.

Wer als Rechtshänder schon einmal mit der linken Hand Tischtennis gespielt hat - man kann meiner Erfahrung nach sagen: spielen musste - weiß, dass man spätestens nach fünf Minuten das übergroße Bedürfnis verspürt, wieder "normal" spielen zu dürfen. Vergleichbar ist es mir übrigens auch im Fußball ergangen: mit links kicken zu müssen ist einfach nur eine Qual.

Überraschend aber war das Ergebnis der beiden Tischtennisgruppen, vor allem, wenn man bedenkt, dass gerade bei Spitzensportlern meist nur noch Verbesserungen im Nano-Bereich zu erzielen sind, weil sie als austrainierte Leistungssportler ohnehin an der Grenze ihres Leistungsvermögens agieren.

Der Veranstaltungsleiter aber berichtete:

Die Verbesserungen, sprich Trainingsergebnisse der Gruppe, die auch mit ihrer schwachen Gegenhand gearbeitet hatte, waren bei ihrer starken Hand signifikant höher als bei jener Gruppe, die nur mit ihrer ohnehin starken Hand trainiert hatte.

Obwohl die Gruppe, die beidseitig gearbeitet hatte, doch ihre starke Hand deutlich weniger trainiert hatte, waren die Forschritte auch bei der starken Hand klar erkennbar.

Leider weiß ich nichts Genaueres mehr über diese Untersuchung, aber glaubhaft und überzeugend ist ihr Ergebnis, denn mit der sogenannten schwachen Hand sind in relativ kurzer Zeit erhebliche Fortschritte zu erzielen. Das heißt, dass im Bereich der motorischen Gehirnrinde ganz viel geschehen kann, weil einfach noch viel Kapazität da ist und Verbesserungsmöglichkeiten binnen kurzer Zeit möglich sind, im Vergleich zu den ausgereizten und ausgravierten Räumen der Gehirnrinde, die die Gravuren der "guten" Hand aufzeichnen.

Da aber das Gehirn untereinander verschaltet ist und Veränderungen sich auf das Gesamthirn übertragen und die Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälten, das corpus callosum eine erhebliche Rolle spielt in Bezug auf ganzheitliches Lernen und Lernzuwächse überhaupt, verwundert das Ergebnis der Untersuchung keineswegs.

Es ist also nur zu empfehlen, dass wir immer wieder Dinge sehr bewusst mit unserer sogenannten schwächeren Hand tun und auch im Hinblick auf Lernen und Fühlen neue Bahnen gehen.

Überhaupt kann es sehr segensreich sein zu erkennen, dass es viel Raum gibt für neue Bahnen; normalerweise liegen sie im Dunkel unseres Bewusstseins. Auf einmal, wenn wir auch die ungewohnte Seite einbeziehen, richten wir nicht mehr unsere Blicke auf die gewohnten Anziehungspunkte, wir denken vor dem Einschlafen den Tag noch einmal rückwärts, wir verwenden die Maus mit der anderen Hand und spülen mit links.

Mit der Zeit könnten wir feststellen, dass wir Dinge mit "links machen", die sonst immer so aufwändig waren und auch unsere Sinne und unser Denken sich ungewohnte Areale erschließen.

Freitag, 24. November 2017

Seniles Schauspiel. - Lass einfach gut sein, Horst!

Horst Seehofer schreckt wirklich vor nichts zurück: Nachdem er wieder etwas Oberwasser aufgrund der Komplimente für seine Verhandlungsführung in Berlin bekommen hat und sein Ego durch seine parteiinternen Claqueure (mittels intensiver Gespräche) zu voller Größe wieder hat aufrichten lassen, spielt er nun in München mit seiner Partei Jamaika, das neue Spiel, bei dem alle verlieren. Dass allerdings Waigel, Stoiber und Stammler sich für dieses senile Schauspiel missbrauchen lassen, ist nachgerade unverständlich.

Jeder weiß, wie Horst Seehofer agiert. Damit er Söder schaden kann, scheute er nicht davor zurück, Ilse Aigner aus Berlin nach Bayern zurückzubeordern, um sie als Konkurrentin gegen Söder aufzubauen, oder Guttenberg zum Wahlkampf nach Bayern einfliegen zu lassen. Erfolgreich war beides nicht, höchstens teuer.
Nun schreckt er auch nicht davor zurück, die politische Kultur in Deutschland weiter den Bach runtergehen zu lassen. Nun nämlich darf die CSU bis zum 4. Dezember warten, was der große Alte zu gebären gedenkt, eine Zumutung sondergleichen, die auch die diversen Gremien der CSU der Lächerlichkeit preisgibt. Sie alle werden ja von dem großen Vorsitzenden am Nasenring durch die Polit-Manege gezogen, genauer gesagt: vorgeführt.
Als ob man dieses Gremiums der CSU-Altersriege bedürfte, um eine klare Entscheidung zu fällen, die schon längst überfällig ist.

Wer in Mannschaftssportarten auf Zeit spielt, wird verwarnt. Das hätten Waigel, Stoiber und Stammler auch tun sollen, anstatt dieses Seehofer-(Zeit)-Spielchen mitzuspielen. Vielleicht hat ihr Ego ihnen ja auch den klaren Blick verstellt. Auf einmal sind sie wieder wichtig.

Man fragt sich: Was will denn dieser Achtunsechzigjährige eigentlich noch? Vielleicht doch noch Ministerpräsident bleiben? Auf jeden Fall Parteivorsitzender? Oder doch auch beides?
Warum nicht?

Nur übersieht man dabei den Wähler.

Der hat von diesen Ego-Spielen geriatriegefährdeter Politiker einfach nur die Nase voll.
Und ich bin überzeugt, er lässt sich das immer weniger gefallen.

Man möchte Söder, soweit man ihn sich als Ministerpräsidenten wünscht, eigentlich nur raten, es nicht zu werden, denn der Seehofer-Negativsog könnte bis zur Bayern-Wahl 2018 anhalten.
Und darüber hinaus.

Man mag es solchen Parteien wie der CSU, die sich solche Spielchen erlaubt und in der offensichtlich niemand in der Lage ist, sie zu unterbinden, wenigstens aber Kritik zu üben, wünschen.
Diese Art von Polit-Theater ist einfach nur eine Zumutung.

Mehr und mehr zeigt sich: Eine Kultur, die als Demokratie gedacht war, geht ihrem Untergang entgegen, weil sie eben keine ist, sondern dazu dient, dass sich einige wenige zelebrieren.
Angesichts einiger Politiker, die wirklich dem Volk dienen und nicht sich selbst, ist das bedauerlich.
Vielleicht sollte man ein Verfahren finden, in dessen Rahmen man Menschen wählen kann. Wählt man Parteien, wählt man automatisch solche Politiker wie Seehofer, Dobrindt und Co. mit.

Dienstag, 14. November 2017

Minister aus den Emiraten: Deutsche Moschee-Kontrolle zu lasch! Spiegel- und Focus-online berichten.

Mag es Bequemlichkeit sein oder ein verkommener Begriff von Liberalität zusammen mit der Tatsache, dass Merkel-Deutschland unter Führung dieser Frau drängende Probleme seit Jahren nicht mehr angeht
Man muss sich schon verwundert Augen und Ohren reiben, dass ein Minister aus den Emiraten unter anderem den unten zitierten Satz in gewiss mahnender und vielleicht auch tadelnder Absicht so deutlich aussprechen muss.

Auf Spiegel-online wird Scheich Nahjan Mubarak Al Nahjan aus den Vereinigten Arabischen Emiraten folgendermaßen zitiert:

"Man kann nicht einfach eine Moschee öffnen und jedem erlauben, dorthin zu gehen und zu predigen. Es muss eine Lizenz dafür geben" (auch Focus-online berichtet).

Bekanntlich hat die Bundesregierung in der Vergangenheit tatenlos zugesehen, wie annähernd 1000 Imame aus der Türkei, ausgerechnet durch den demokratieresistenten Erdogan finanziert, hier ihr (Un)Wesen trieben; sie hatte ihnen ja selbst die Lizenz erteilt. Ob jene Imame, die wegen ihrer Spionage für die Türkei in Sachen Gülen abgezogen wurden, nicht längst wieder da sind - wen kümmert das hierzulande, wo fast tatenlos zugehört und -gesehen wird, wenn in Moscheen Aussagen aufgezeichnet werden wie: "Demokratie ist für uns nicht bindend. Uns bindet Allahs Buch der Koran."

Dass Deutschland 1984 unter dem CSU-Innenminister Zimmermann einen Vertrag mit der Türkei über eine Zusammenarbeit mit der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalten für Religion“ (Ditib) abgeschlossen und offensichtlich wichtige Dinge nicht geregelt hat - jene Lizenz, die ich eben angesprochen habe -, ist typisch für die blauäugige Biedermeier-Politik Deutschlands. Was mich in diesem Zusammenhang auch interessieren würde, ist, was aus der zu Beginn dieses Jahres ausgesprochenen Forderung des CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan, Leiter des Arbeitskreises „Islam“, geworden ist, Deuschland solle diesen Vertrag kündigen. Diese Partei tut sich ja des Öfteren durch Maximal-Forderungen hervor, die aber doch meistens auf dem Müll der Geschichte landen.

Hinweisen möchte ich hier nochmals auf die Rolle des von der Bundesrepublik wohlwollend finanziell unterstützten Ditib, der ja auch Pilgerreisen nach Mekka organisiert, auf denen, so berichtete Panorama 3 ein Teilnehmer ein Propaganda-Bild des türkischen Präsidenten RecepTayyip Erdogan mit: „Mein Führer, gib uns den Befehl und wir zerschlagen Deutschland“, unterschrieb.

Wen wundert all das noch, wo doch Merkel den Saudis die Bundeswehr anbiederte, damit sie deren Militär ausbilde, und Waffen in Mengen an Saudi Arabien verkauft, an ein Land, das bekanntlich den Terrorismus schlimmster Sorte auf der Welt finanziert und mittels militanter Salafisten dieses Land unterwandert.

Wie man das mit dem C der CDU in Übereinstimmung bringt, von dem ganz normalen Menschenverstand, dem sich da alles sträubt, ganz zu schweigen, verstehen in diesem Land schon lange viele nicht mehr. Ich verstehe nur nicht, warum genau diese so vielen eine in so wichtigen Dingen blinde und zugleich handlungsunfähige Frau gewählt haben.

Nun zimmert sie sich wieder eine Regierung zurecht, um weiter in Deutschland politisch manschen zu können. Dieses Zurechtzimmern dürfte ihr nicht schwerfallen, da sie sich allen Positionen der Grünen, der FDP und der CSU anschließen kann. Eigene Standpunkte hat diese Frau bekanntlich nur in Ausnahmefällen.

Was man nicht alles tut, um die mächtigste Frau der Welt zu bleiben.

Tatsächlich gibt es Leute, die glauben, dass sie 2021 freiwillig in den Ruhestand geht. Man kann nur hoffen, dass sie baldmöglichst das absehbare Schicksal Horst Seehofers ereilt. Aber wer in dieser degenerierten CDU sollte Entsprechendes bewerkstelligen können?

Samstag, 11. November 2017

Ohne Untergrund geht gar nix! - Ich habe die Straßenbauer bewundern gelernt. - Das sind echte Könner!

Ehrlich gesagt, habe ich sie bewundern gelernt, die Männer, die mit tonnenschweren Betonkanalrohren jonglieren und sie zentimetergenau 6 bis 7 Meter tief im Boden versenken, genau ineinander verpasst. Das muss man erst mal hinbekommen, der Untergrund muss stimmen, die exakte Tiefe, vor allem, wenn an der Oberfläche der Kanaldeckel die richtige Höhe haben muss, und dann dürfen keine weiteren Rohre und Leitungen, die in unterschiedlichen Höhen die Straße queren oder parallel laufen, beschädigt werden, weder beim Aushub der Erde noch beim Einsetzen der Spundwände, auch nicht bei ihrem oft, weil sie sich zu fest mit dem Erdreich verbunden oder verkantet haben - mühseligen Heraushämmern, dass es den Bagger vor Anstrengung hinten anlupft, auch nicht beim Wiederverfüllen und Verdichten des Erdreichs über den verlegten Rohren.
Da werden mit dem Bagger bis auf den Zentimeter vorhandene Kanalrohre und Leitungen freigelegt, dass man nur staunen kann, wie gekonnt die Leute arbeiten und welche Qualität die modernen Bagger aufweisen. Vom Führerhaus werden die einzelnen Schaufeln oder Verdichter gewechselt, ohne dass irgendjemand noch Hand anlegen muss.
Chapeau jedenfalls!

Weiter unten sieht man: Die Arbeit ist getan, die Straße darf jetzt etwas zur Ruhe kommen, samt den Anwohnern (unglaublich übrigens, wie relativ geräuschgedämpft heutige Bagger arbeiten):



Hier steht sie noch aus, die Arbeit (die Bilder lassen sich für den, der Genaueres sehen möchte, in der Regel großklicken):


Und ein, zwei Wochen später sieht es so aus - work in progress:


Die Spundwände sichern die Rohrverlegung in bis zu 7 Meter Tiefe ab. Ihr Abstand muss genau stimmen und das Einsetzen ist Zentimeterarbeit:


Manchmal wollen sie nicht weit genug rein, dann hilft der Bagger nach:



Und aufpassen auf die Finger(!):


Die Zusammenarbeit der Männer hab ich übrigens bewundern gelernt, da verlässt sich einer auf den andern, denn: Einmal ein falsche Baggerbewegung und der Kollege ist schlimmstenfalls Matsch.

Nun kommt das Wichtigste (ein normaler PKW ist leichter). Da könnten spielend 4 Leute drin sitzen und der Bagger würde nur lächeln:



Vorsicht, da steht einer(!):



Kommunikation ist wichtig, ob per Zeichensprache oder verbal (manchmal hab ich mich gewundert, wie die Arbeiter sich verstehen bei dem Lärm, aber mittlerweile glaube ich, die haben sich so eine Art Tele-Akustik zugelegt):


Teilweise ist es ein echtes Gezirkel, aber die Leute haben die Ruhe weg. Manches Rohr will noch mal einen längeren Blick auf den Himmer werfen - verständlich:



Verständlich, wenn man sein Schicksal sieht (mach´s gut die nächsten 40, 50 Jahre):



Vielleicht sollten wir unseren Straßen und den Männern, die da für uns arbeiten und sicherlich nicht überbezahlt werden, ab und an mal dankbar sein. Wo sie uns doch einiges ermöglichen


und genau hier momentan arbeiten: