Mittwoch, 26. November 2014

Warum so viele Stars, Sänger, Leute also, die im Rampenlicht stehen, Suchtprobleme haben!

Gestern Herbert Grönemeyer bei Markus Lanz gesehen.

Vor allem fand ich den Gesprächsausschnitt aufschlussreich, als Grönemeyer über die Wirkung von Auftritten sprach, wie sehr das Ego aufgeblasen wird dabei und genial fand ich seinen Vergleich mit einem Fesselballon: Bei so viel Zuwendung hebt man ab und verliert die Bodenhaftung.

Wenn man über Wochen und Monate tourt, so Grönemeyer, schwebt man im Grunde nur noch und was ist das auch für ein Gefühl, wenn man zur Arbeit geht und mit johlendem Beifall empfangen wird!!
Ich glaube, Grönemeyer sagte noch: Stell Dir mal vor, Du kommst ins Büro und wirst so empfangen!

Solch ein Leben ist also im Grunde ein ständiger Kick, wie ein ständiger Drogentrip!
Wenn das vorbei ist, fehlt absolut etwas; die Realität sieht ganz anders aus; kein Gehen mehr wie auf Watte, kein Flug über die Erde hinweg, ja, da gibt es Leute, die einem widersprechen . . .

Wen wundert es da, wenn manche es ohne diesen Kick nicht aushalten, wenn sie süchtig nach etwas sind, was ihnen fehlt!
Kein Wunder also, wenn sie zu Drogen greifen, Alkohol, Marihuana, was auch immer . . .

Zum ersten Mal wurde mir das aufgrund dieser Aussagen bewusst, welche Rolle bei solchen Menschen Ruhm, Beifall, Abgehobensein spielt und warum sie andere Süchte brauchen . . .

Eine ganz andere Sache ist, dass man die Realität auch durch das Stürzen in Arbeit, durch Sportsucht (ja, manche Leute müssen bekanntlich zwanghaft Sport treiben . . .), durchs I-Phone ausblenden kann.

Gestern in der S-Bahn: Eine junge Dame setzt sich neben mich, zack, I-Phone in der Hand. - Drei Stationen später steigt sie aus, ein junger Mann setzt sich auf ihren Platz, zack, I-Phone in der Hand . . . Ich glaube, beide haben nicht mit einem Blick ihre Umgebung wahrgenommen . . . schon verrückt. Zufall, dass ich Schirrmachers Payback gerade las, wie die neuen Medien den Menschen, auch sein Gehirn umgestalten und es Untersuchungen gibt, dass Menschen zunehmend Fragen gar nicht mehr aufnehmen können, nicht mehr verstehen . . .
Bei ihm auch nachzulesen, dass der Gebrauch der Medien kein Jugend-Spezifikum ist. Erwachsene verwenden sie genauso. Bestes Beispiel eine mittelalterliche Frau, die die ganze Zeit mir gegenübersaß - die ganze Zeit mit ihrem I-Phone beschäftigt, ich glaube, in den Mails stöbernd . . . scheint ja auch sinnvoller, als Menschen anzusehen oder, was außerhalb der S-Bahn sich so verändert . . . Stuttgart 21, eine echte Baustelle . . . so wie das menschliche Gehirn, das scheint sich momentan auch gewaltig umzubauen, anzupassen . . . jedenfalls schreibt das der leider kürzlich verstorbene Frank Schirrmacher.

Sonntag, 23. November 2014

Sie ist´s, die mich in Lieb allein verzehret . . . Michelangelo über die heilende Urgestalt!

Heute ist ein besonderer Tag.

Heute morgen der so berührende Fernseh-Gottesdienst aus der Erlöserkirche in Bad Kissingen. Unvergesslich die Schäferin, die sich fragend an das Kreuz wandte und von ihrer Krankheit, einer Borreliose - für Schäfer eine Berufskrankheit - erzählte und den vier Gutachten, die vergeblich waren und vor Gericht abgelehnt wurden, so dass sie nun mittellos dasteht;
unvergesslich die Frau im Rollstuhl, die von den Händen erzählte der Menschen, die sie im Krankenhaus besuchten und an die sie sich erinnert, obwohl sie wie im Koma lag;
unvergesslich die vielen Bilder aus der Kirche mit ihren wunderschönen Leuchtern und die Töne der Orgel und des kleinen Ensembles und die Worte von Pfarrer Ott.

Heute Abend dann der Film Das Lächeln der Frauen mit der bezaubernden Melika Foroutan und dem auch klasse spielenden Benjamin Sadler, der einen schriftstellernden Lektor gibt, der von dem Lächeln der Besitzerin eines recht kleinen Pariser Restaurants, die er einmal sieht, so bezaubert ist, dass er über sie einen Roman schreibt. Ausgerechnet diese Frau nun flüchtet in eine Buchhandlung wegen ihres Ex, den sie auf der Straße plötzlich sieht und den sie nicht treffen will; dabei rennt sie einen Bücherstapel um, wobei ein Buch lädiert wird, das ihr der Ladenbsitzer förmlich aufdrängt. Es ist das Buch jenes Lektors, der eben darin ihr Leben erzählt, das Leben jener Frau, die er einmal lächeln sah; sie aber findet sich in seinen Worten, seinem Roman wieder . . . klar, dass sie diesen Mann, diesen Autor, sehen will . . .
Schnulzig könnte jemand den Film finden, ich fand ihn einfach richtig schön.
Schön romantisch!

Michelangelos Pietà
Und dann hab ich ein Gedicht wiedergefunden, heute, das ich schon verloren glaubte. Es wird über 10, vielleicht bald 20 Jahre her sein, dass ich ein Blatt zu der Form des Sonetts für meine Schüler verfasste. Und zwei Beispiele hab ich drauf geschrieben, die ich nacheinander beide auswechselte, weil sich die Gedichte, die Sonette also, einfach als zu schwer erwiesen. Das eine war ein Sonett von Shakespeare, das andere eines von Michelangelo Buonarotti.
Beide hatten mich fasziniert, auch, weil ich bis dato nicht wusste, dass beide so tolle Gedichte geschrieben haben.

Jedenfalls, hurra, beide sind wieder da; heute habe ich das Original-Blatt beim Ausmisten eines Lyrik-Ordners gefunden.
Mancher weiß, wie sehr mich das Thema des Ewig-Weiblichen bewegt, auch das der Dualseele - oder sagen wir es mit Michelangelo: der Urgestalt. Leider kann ich die Quelle des Gedichtes nicht angeben und damit auch nicht den Übersetzer . . . er und der Verlag mögen es verzeihen. Gewiss, das Gedicht holpert manchmal (ein Sonett zu übersetzen ist nicht immer leicht, man merkt es auch den Shakespeare-Übersetzungen an); im Italienischen liest es sich sicherlich stimmiger - mich aber stört´s nicht, ja, ich liebe es (vielleicht gerade deshalb); es ist ja zu spüren, wie alles gemeint ist:


Die dahin, wo sie herkam, wiederkehret,
Die Urgestalt kommt, sich in Staubes Falten
Als Engel so erbarmend umzustalten,
Dass sie heilt jeden Geist, und Welten ehret.

Sie ist´s, die mich in Lieb´ allein verzehret,
Nicht äußrer nur, weil deines Lichtes Walten
Nicht Liebe weckt zu Dingen, die veralten -
Nein, in der Tugend Quell die Hoffnung nähret. 
Und rührt dein hoher Reiz zuweilen mich,
Ist´s erste Stuf´ hinan zur Gnadenfülle
Des Himmels, die dann weiterauf beflügle. 
Ja, Gott selbst offenbaret nirgends sich
Mehr als in einer schönen Erdenhülle,
Wo reiner Blick in seiner Kraft sich spiegle.

Montag, 17. November 2014

Du meine Güte, wie kann man solch einen Unsinn schreiben: der Benediktinerpater Anselm Grün über Sehnsucht.

In die Hände gefallen ist mir der Textauszug des auflagenstarken Priesters bei der Durchsicht der Abiturthemen. In Baden Württemberg kann man ja neuerdings auch im Abi in Deutsch wählen, einen Essay zu schreiben. Das Thema 2014 lautete: Sehnsucht - über die Bedeutung eines Gefühls.
Dazu erhalten die Abiturienten, wenn sie unter fünf möglichen Themen dieses wählen, themenbezogene Materialien, die Anregungen sein wollen.

Eines davon war folgender Text aus Anselm Grüns Buch der Lebenskunst, immerhin in der 9. Auflage erschienen, also schon ein Buch-Hit; dort müssen wir lesen:



Die Sehnsucht ist das Wertvollste, das der Mensch in sich trägt. Sie ist der Anker, den Gott in unser Herz geworfen hat, um uns daran zu erinnern, dass unser Herz im Vorläufigen nicht zur Ruhe kommt. In der Sehnsucht ist in uns schon etwas, das diese Welt übersteigt, über das daher die Welt keine Macht hat. Die Sehnsucht macht den Menschen heilig. Für den Menschen, der mit seiner Sehnsucht in Berührung ist, relativieren sich seine Probleme, seine Krankheiten, seine Verletzungen. Ja er spürt, dass all das, worunter er leidet, seine Sehnsucht noch mehr anstachelt. In seiner Sehnsucht berührt er Gott. Die Sehnsucht ist die Spur, die er selbst in unser Herz gelegt hat. Wenn wir unsere Sehnsucht spüren, dann spüren und erfahren wir seine Liebe mitten in der Kälte und Dunkelheit dieser Welt.

Sorry, aber da ist so ziemlich jeder Satz falsch. Ich erlaube mir, das so zu schreiben.
Klar gibt es Ansichten und Meinungen, die divergieren.
Aber fest steht nun einmal, jedenfalls für mich:

Liebe ist wertvoller als Sehnsucht!


Und Sehn-Sucht ist eine Sucht.

Diese Wortbildung kommt nicht von ungefähr.
Fest-zu-stellen, dass Gott eine Sucht in unser Herz geworfen hat, ist - vor allem von einem Priester mit übrigens bisher über 15 Millionen verkauften Büchern - in dieser Gedankenlosigkeit schlicht doof - oder sagen wir zivilisierter: verantwortungslos.

Die Sehnsucht macht den Menschen heilig?

Meine Güte, wie viele flüchten sich in eine Sehnsucht, weil sie dem Leben ausweichen.

Gerade wenn ein lieber Mensch gestorben ist, entwickeln manche eine Sehnsucht nach ihm, die sie nicht mehr lebensfähig, nicht mehr in der Gegenwart leben lässt.

Meist ist es doch so, dass die verständliche Sehnsucht nach einem Verstorbenen, wenn die Zeit sie nicht heilen kann, auf ein uraltes Gefühl aufsitzt, das im Unbewussten des bzw. der Menschen ist, im Unbewussten lauert.

Genau diese alten Gefühle sind es, die Sehnsüchte so gefährlich machen.

Da gibt es eine absolute Mangelsituation in unserem Leben, sagen wir platt, dass jemand zu wenig Liebe als Kind bekommen hat. Das bewirkt einen Schmerz, der jemanden ein Leben lang begleiten kann, wenn er nicht offengelegt wird. - Ich behaupte, das kommt öfters vor, als wir denken.

Solche Menschen differenzieren nicht in ihren Sehnsüchten! Klar haben sie eine Riesen-Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe!

Und dann kommt ein Auslöser, eine Rosamunde-Pilcher-Sonntag-Abend-Szene – und schwups, hängt jemand in seinen sehnsüchtigen Gefühlen drin.

Es gibt genug andere Möglichkeiten!

Heilig sollen die sein?

Um Gottes willen, ganz und gar unheilig sind sie!!
Sie docken, sie zurren die Seele im Selbstmitleid und alten Schmerzen fest.


Das hat der Priester doch nicht gemeint, könnte jetzt jemand sagen.

Dann aber muss er differenzieren, dann darf er solch einen Unsinn nicht schreiben. Das ist wirklich Un-Sinn, das ist schlimmer als nur sinnlos, weil es Menschen das Gefühl gibt, ihr unheilig lebensabgewandtes Gefühl, das oft nicht mehr als eine Ersatzbefriedigung ist, sei gut.
Deshalb sind das, logisch, keine schlechten Menschen. Aber sie auf ihren Sucht-Abgrund zulaufen zu lassen und zu sagen: Was ihr tut, macht euch heilig, das ist schon schlimm

Und Grün unterstützt diesen Sehnsuchtsquark auch noch, indem er schreibt, dass der Mensch spüre, dass all das, worunter er leidet, seine Sehnsucht noch mehr anstachele. Und das ist ja dann für Grün immer die gottgewollte Sehnsucht, der Anker, den Gott in unsere Seele geworfen, die Spur, die er selbst in unser Herz gelegt haben soll.

Wie die Worte des - wie ich bei Wikipedia lese, Referenten zu spirituellen Themen, geistlichen Beraters und Kursleiters für Meditation, Kontemplation, geistlichen Lebens, einem der meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart, wurden seine Bücher doch in mindestens dreißig Sprachen übersetzt (Hilfe, da kriegt man ja Atemnot bei so viel Meriten) - wie also diese Worte ankommen, ist einer Amazon-Rezension zu entnehmen - ich nehme einfach die letzte aktuelle:
Anselm Grün bringt uns tiefgehende gutgemeinte Einsichten, Ansichten und Ratschläge, zeigt einen aktuellen Zugang zu Engeln, spricht über menschliches Glück und erschließt ein ganzes buntes Angebot an spirituellen Denkanstößen.

Na prost!

Freitag, 7. November 2014

Am Tage meiner Geburt war Gott krank . . .

Ein sehr ehrliches Gedicht von César Vallejo, das allerdings nichts über Gott, viel aber über den Verfasser selbst aussagt, genauer gesagt, über das lyrische Ich, das sich hier äußert; keineswegs immer möchte ja der Verfasser mit dem Ich identifiziert werden, das hier Kunde von sich gibt; wenn es auch gewiss kein Zufall ist, dass César Vallejo diese Zeilen geschrieben hat. 

Letztendlich kann das lyrische Ich nur sehr bedingt etwas über den Tag der Geburt aussagen, spiegeln doch die folgenden Zeilen allein sein Bewusstsein in Bezug auf diesen Tag der Geburt zu dem Zeitpunkt wieder, als es die folgenden Zeilen schrieb:


Am Tage meiner Geburt

war Gott krank ...

Alle wissen es, dass ich lebe,

dass ich kaue ... Und wissen nicht,

warum durch meine Verse,

als dunkler Abgeschmack des Sarges,

die verschlissenen Winde pfeifen,

entrollt von der Sphinx,

der ewigen Fragerin in der Wüste ...


Am Tage meiner Geburt

war Gott krank, 

schwer krank. 


Ein Gedicht, mit dem das  lyrische Ich einen zentralen dunklen Schatten in sich berührt, vielleicht sogar einholt.

Mit der eigentlichen Realität Gottes hat das, wie gesagt, nichts zu tun, es sei denn insofern, als jener jetzt immerhin nicht mehr tot ist, wie bei Nietzsche . . . nur noch krank. 


Das lässt für die Menschheit hoffen, dass sie irgendwann den gesunden Gott in sich entdeckt, wenn es so weiter geht.

Ich meine das im Übrigen gar nicht bissig oder ironisch.

Wenn Vallejo von verschlisssenen Winden schreibt, meint er das ja auch nicht ironisch. Wenn er solche Worte wählt, gibt er im Grunde selbst preis, wie subjektiv das ist, was er empfindet, was er sieht. Er verheimlicht das gar nicht, will es auch nicht. 

Bei Nietzsche war klar, dass die Menschen Gott getötet haben; warum er in obigen Zeilen krank ist, bleibt unklar. Es klingt fast danach, als ob das lyrische Ich zum Ausdruck bringen wolle, dass, wenn so ein Wesen wie er auf die Welt kommt, Gott wirklich krank sein muss . . .
Das allerdings wäre eine Aussage, die bis ins Mark der Welt geht. Das Wesen Mensch - ein krankes Wesen?
Gott - ein kranker Gott?

So ist es für mich nicht. Vielmehr ist es so, dass die Freiheit, die der Mensch in Bezug auf seine Existenz hat, ihn nahezu überfordert. Menschsein ist kein Experiment. Es ist verbunden mit höchster Verantwortung.
Wenn Menschen über Gott sprechen, sprechen sie in Wirklichkeit sehr oft über sich selbst, über die Dimensionen ihrer Erkrankung und das krank machende Bild, das sich ihre Seele von Gott macht.

Dienstag, 4. November 2014

Wussten Sie, dass für die Produktion von Impfstoffen abgetriebene Kinder wiederverwertet werden?

Ich habe davon in einem Artikel von Alexandra Maria Linder gelesen, überschrieben Menschen für Menschen verbrauchen. Zunächst ahnte ich noch nicht, was auf mich zukommt; dort heißt es:

Da ist er endlich, ein möglicher Impfstoff gegen Ebola. Da gibt es nur einen Haken: Für die Entwicklung und Herstellung dieses Impfstoffes verwendet man eine Zell-Linie mit der Bezeichnung PER.C 6 (für Impfstoffe gegen Virenerkrankungen braucht man lebendes Gewebe, um das Virus zunächst zu vermehren). Diese Linie wurde aus den Nierenzellen eines 18 Wochen alten Kindes unmittelbar nach dessen Abtreibung “gewonnen” und von einer Firma in den Niederlanden seitdem kommerziell genutzt. Dieses Kind war kerngesund, denn sonst hätte man keine Zellen für Forschung und Entwicklung von Medikamenten entnehmen können.
Neu ist die Methode, abgetriebene Kinder für solche Zwecke zu zerlegen, nicht. Ganz im Gegenteil, bei Impfstoffen gegen Krankheiten wie Kinderlähmung, Windpocken oder Röteln ist das seit Jahrzehnten üblich. Die gängigsten Zell-Linien heißen WI-38 (Lungenzellen eines Kindes, das in den 60er Jahren abgetrieben wurde) oder MRC-5 (Lungenzellen eines Jungen, der mit 14 Wochen abgetrieben wurde). Man bekommt in Deutschland keinen Impfstoff gegen Hepatitis A, Windpocken (hier gibt es weltweit keine Alternative) oder Röteln, der ohne Kinderzellen produziert wurde. Denn Kinderzellen sind verträglicher (keine Eiweiß-Allergie wie bei Grippeimpfstoffen, die aus Hühnereiern produziert werden), die Viren vermehren sich schneller und bringen den Konzernen damit auch höhere Gewinne ein. So werden Menschen für Menschen verbraucht und kaum jemand weiß es. Dabei gibt es genügend Alternativen, wie zum Beispiel in neuerer Zeit Hefezellen, außerdem Kaninchen- oder Affenzellen etc.  Doch der Trend geht zu verstärkter Nutzung der Kinderzellen, insbesondere PER.C 6, übrigens auch, weil Tierschützer die Gewinnung von tierischen Zellen verhindern. Menschenschützer dagegen werden nicht gefragt oder nicht gehört. Und nur Zyniker können sagen, na, dann haben diese Kinder wenigstens noch einen Nutzen…

Ähnlich heißt es auf der Seite des Zentrum der Gesundheit:

Würden Sie Ihr Kind impfen lassen, wenn Sie wüssten, dass der Impfstoff unter anderem aus Zellen eines abgetriebenen Kindes hergestellt wurde? Vielleicht rufen Sie jetzt entrüstet „Nein!“ Vielleicht empfinden Sie es als unethisch, Ihr eigenes Kind mit Hilfe eines Stoffes schützen zu wollen, der aus Zellen eines Kindes geschaffen wurde, dem man das Recht auf Leben verwehrt hat. Vielleicht fragen Sie sich jetzt aber ausserdem, ob derartige Impfstoffe nicht auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit Ihres Kindes haben könnten…

Weiter heißt es:


Kinderimpfstoffe für Asthma, Allergien und Autismus verantwortlich?

Der Impfplan der US-Regierung steht seit einigen Jahren zunehmend in der Kritik, da es zu mehreren Fällen von Autismus und anderen neurologischen Schäden bei geimpften Kindern gekommen war. Auch Allergien, Asthma, das Reizdarmsyndrom sowie viele weitere chronische Erkrankungen sind bei Kindern und Erwachsenen immer weiter auf dem Vormarsch, und zwar nicht nur in den USA, sondern in Europa ebenfalls. Eine konkrete Ursache kennt man dafür leider nicht.

Impfkritische Organisationen sind daher auf der Suche nach möglichen Gründen für diese gehäuft auftretenden Gesundheitsprobleme. Dabei stellte sich heraus, dass mindestes 8 bis 23 der häufig eingesetzten Impfstoffe einen oder mehrere der genannten äusserst zweifelhaften Inhaltsstoffe aufweisen und dennoch routinemässig an Kinder und Säuglinge verabreicht werden. Könnten es die bislang unbekannten Auswirkungen dieser Stoffe sein, die bei manchen Kindern zu einem deutlich verschlechterten Gesundheitszustand führen?

Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/kinder-impfstoffe-ia.html#ixzz3I5saHrZN

Donnerstag, 30. Oktober 2014

. . . und lass, so lang ein Leben währen kann, die Liebe währen!


Marie Luise Kaschnitz war sich nicht sicher, ob es stimmt, was andere sagen, dass man den Geliebten im Tode nicht vermisse und dass es kein Begehren mehr geben werde, dass man womöglich in der Ewigkeit mit Sinnen lebe, die uns nicht bekannt sind, die womöglich zur Folge haben, dass man nichts mehr von dem, den man liebt - um den geht es dem lyrischen Ich - weiß:

Sie sagen, dass wir uns im Tode nicht vermissen
Und nicht begehren, dass wir hingegeben
Der Ewigkeit, mit anderen Sinnen leben
Und also nicht mehr von einander wissen,


dass man also, was einen jetzt umtreibt, Lust und Angst und Sehnsucht, fremd gegenübersteht, unverständig, mit der Konsequenz, wie Fremde aneinander vorüberzugehen:

Und Lust und Angst und Sehnsucht nicht verstehen,
Die zwischen uns ein Leben lang gebrannt,
Und so wie Fremde uns vorübergehen,
Gleichgültig Aug dem Auge, Hand der Hand.


Das und die vermutete Eiseskälte  der Sphären rührt die Frau, die hinter dem lyrischen Ich sich verbergen mag, zu wilder Klage, lässt sie ganz und gar nicht kalt, treibt sie ans Herz des Geliebten:

Wie rührt mich schon das kleine Licht der Sphären,
Die wir ermessen können, eisig an,
Und treibt mich dir ans Herz in wilder Klage.


Ganz offensichtlich ist, dass das, was man sagt, die Liebe der Liebenden noch erhöht, sie bewusster leben, sie bewusster lieben lässt.

Das zweite Terzett dieses wunderbaren Sonetts ist jedenfalls ein Aufruf an die Welt, zugleich an den Geliebten und sie selbst, dass, so lang ein Leben währen kann, die Liebe währen möge.

Ob es stimmt, was man sagt?

Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass das lyrische Ich dem Reden der Menschen glaubt, aber es mag ihr willkommener Anlass sein, ihre Liebe noch ausschöpfender zu leben. Und als Leser kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Liebe Erhörung findet, zu schön ist es, zu hingebungsvoll, wenn das lyrische Ich vom süßen Licht der Tage spricht, in dem die Welt die Liebenden halten möge.


Welch wunderbare Worte.
Wie gut sie tun in einer Welt der Flucht und Kriege. Sie verweisen uns darauf, wo sich Entscheidendes abspielt: nicht in Sphären, nicht im Fernen, Mittleren oder Nahen Osten, sondern in uns und unmittelbar um uns.

Wie schön ist da der Gleichklang, wenn von Leben, das währt, und von Liebe, die währt, geschrieben ist:

Marie Luise Kaschnitz (1901-1974)

DIE EWIGKEIT

Sie sagen, dass wir uns im Tode nicht vermissen
Und nicht begehren, dass wir hingegeben
Der Ewigkeit, mit anderen Sinnen leben
Und also nicht mehr von einander wissen,

Und Lust und Angst und Sehnsucht nicht verstehen, 
Die zwischen uns ein Leben lang gebrannt, 
Und so wie Fremde uns vorübergehen, 
Gleichgültig Aug dem Auge, Hand der Hand.

Wie rührt mich schon das kleine Licht der Sphären, 
Die wir ermessen können, eisig an, 
Und treibt mich dir ans Herz in wilder Klage.

O halt uns Welt im süßen Licht der Tage, 
Und lass so lang ein Leben währen kann 
Die Liebe währen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Meßstetten - gelebte Menschlichkeit

Berührend, welche Welle von Hilfsbereitschaft und menschlicher Wärme den auf der Schwäbischen Alb ankommenden Flüchtlingen entgegenkommt.
Da finden sich nicht nur ausgemustertes Spielzeug, sondern fast neuwertiges, zum Teil mit Zettelchen und einem Willkommensgruß versehen. Auch wenn die Flüchtlingskinder, die da in Meßstetten, ca. 100 Kilometer von Stuttgart und Ulm auf der Schwäbischen Alb gelegen, das kaum werden lesen können: Dieses herzliche Willkommen werden sie sicherlich nie vergessen. Kistenweise werden von der Bevölkerung Kleidung abgegeben, Fahrräder, Laufställe, Schaukeln, Kinderwagen; schließlich sind es ja oft auch die Kinder, die am meisten traumatisiert sind 
Das Soldatenheim der früheren Zollernalbkaserne, die als Aufnahmestelle dient, ist als Begegnungsstätte eingerichtet. Manches muss noch Feinschliff bekommen, manches Schild noch angebracht werden, doch die ersten 50 der bis zu 1000 Flüchtlingen sind bereits eingetroffen. Ärzte im Ruhestand, die zum Teil arabisch sprechen, werden noch gesucht und sollen die die ärztliche Betreuung übernehmen, die soziale Caritas und Diakonie. Das DLRG wird Schwimmkurse anbieten, ein Internetdienst wird eingerichtet; alle helfen zusammen. 
Wie schön, dass nach den Skandalen rund um die Flüchtlinge in Deutschland, die zum Teil übel malträtiert wurden, Deutschland ein anderes Gesicht, man möchte sich wünschen, sein wahres zeigt.
Und wenn man weiß, wie sehr gelebte Hilfsbereitschaft sich im Gedächtnis der Menschen einprägt  und sie das nie mehr vergessen, ja, dass sie dem Land und den Menschen, die ihnen so geholfen haben, das wieder zurückgeben wollen, dann weiß man ohnehin, dass dieses Verhalten gewiss positive Auswirkungen hat.
Man gewinnt auf dem Hintergrund der Rundfunk. und Zeitungsberichte allerdings den Eindruck, dass die Meßstettener nicht kalkulieren, sondern wirklich helfen. Man mag es kaum glauben, wie viel Freude und Offenheit aus den Stimmen der Einwohner klingt.

Auch das gibt es im Deutschland 2014.